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Your search for 'dc_creator:( "Leppin, V." ) OR dc_contributor:( "Leppin, V." )' returned 30 results. Modify search

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Joris

(129 words)

Author(s): Leppin, V.
[English Version] (= Georgsohn), David (1501 Flandern – 25.8.1556 Basel). Öfftl. Kritik des Glasmalers J. an einer Hostienprozession in Delft führte 1528 zu Verstümmelung und Verbannung. Nach Empfang der Erwachsenentaufe 1534/35 förderte J.' auf – wenigstens einstweiligen – Gewaltverzicht zielende Vermittlung unter den (nach dem Fall Münsters zerstrittenen) melchioritischen Täufern seine Führungsansprüche (Bocholter Treffen 1536). Ekstatische Visionen bestätigten im Dezember 1536 seine Selbstdeutun…

Campanus,

(133 words)

Author(s): Leppin, V.
[English Version] Johannes (ca.1500 Maaseik – nach 1574). Nach Studium in Köln und Aufenthalt im Herzogtum Jülich kam C. 1527/28 nach Wittenberg. Mit der Nichtzulassung zum Marburger Religionsgespräch (: I.) begann sein Konflikt mit den Wittenbergern. Dieser wurde 1530 dadurch verschärft, daß C. die Göttlichkeit des Hl. Geistes bestritt. Bald gelangte er wieder nach Jülich, wo 1532 ein zunächst nicht vollstreckbarer Haftbefehl gegen ihn erlassen wurde. Sein Traktat »Göttlicher und Hl. Schrift … Re…

Heinrich Egher

(135 words)

Author(s): Leppin, V.
[English Version] von Kalkar (1328 Kalkar – 20.12.1408 Köln). H. wurde in Paris 1357 M.A., später Bacc.theol. Unter Verzicht auf schon erworbene Pfründen trat er 1365 in die Kölner Kartause (Kartäuser) ein. 1368 bis 1396 wirkte er in leitender Funktion in Kartausen bei Arnheim, bei Roermond, in Köln und bei Straßburg, darüber hinaus ab 1375 als Provinzialvisitator. In Ausübung der geistl. Dimension dieser Ämter entwickelte er eine auf die gnadenhafte Einung mit Gott zielende Frömmigkeitstheol. mon…

Bader

(134 words)

Author(s): Leppin, V.
[English Version] Bader, Augustin   (gest. 30.3.1530 Stuttgart). Der Augsburger Weber B., 1527 aufgrund taktischer Revokation seines Täufertums aus kurzer Haft entlassen und 1528 aus Augsburg geflohen, prolongierte die unerfüllten Endzeitprognosen H. Huts ab 1528 durch eine eigene, visionär begründete Konzeption. Mit wenigen Anhängern erwartete er für 1530 die Türkenherrschaft und danach ein spiritualistisch verstandenes tausendjähriges Reich der Gütergemeinschaft unter seinem eben geborenen Sohn a…

Hut

(138 words)

Author(s): Leppin, V.
[English Version] Hut, Hans (ca.1490 Haina – 6.12.1527 Augsburg). Der Buchführer H. lehnte ab 1524 unter A.Bodenstein von Karlstadts und Th.Müntzers Einfluß die Kindertaufe ab (Täufer) und wurde 1526 durch H.Denck getauft. Das Scheitern des Bauernkrieges, an dem er in Erwartung der endzeitlichen Reinigung teilgenommen hatte, verarbeitete er durch Prolongierung von Müntzers Chiliasmus (: III., 3.). Das Gericht an den Gottlosen und den Anbruch des tausendjährigen Reiches erwartete er nun für 1528. V…

Johannes

(114 words)

Author(s): Leppin, V.
[English Version] von Jandun (1285/1289 Jandun – 1328 Todi). 1310 M.A. in Paris, betrachtete J. entschiedener als die konsequenten Aristoteliker des 13.Jh. Averroes als normative Autorität; dessen Seelenlehre und Kosmologie akzeptierte er ohne denkerischen Ausgleich mit dem explizit nicht bestrittenen christl. Glauben als philos. korrekt. Zus. mit Marsilius von Padua, den er geistig beeinflußte, ohne Mitautor des »Defensor pacis« zu sein, floh er vor der Inquisition 1326 nach München in den Schutz …

Jena, Universität

(825 words)

Author(s): Leppin, V.
[English Version] . Die U. J. bildete nach dem Verlust des Kurkreises mit der Universität Wittenberg infolge des Schmalkaldischen Krieges die Landesu. des ernestinischen Sachsen und seiner Nachfolgestaaten. Noch während der Gefangenschaft Ernst Friedrichs wurde 1548 in J. eine Hohe Schule gegründet. Zu den ersten Lehrern gehörten so bedeutende, aber gegensätzliche Köpfe wie der Melanchthonschüler V.Strigel und der strenge Lutheraner E.Schnepf (ab 1549). Daß die Ernestiner die Wittenberger Schloß- und Universitätsbibliothek…

Entfelder

(158 words)

Author(s): Leppin, V.
[English Version] Entfelder, Christian (gest. nach 1547). 1526–1528 Prediger einer Täufergemeinde (Täufer) in Eibenschütz (Böhmen). Ab 1529 in Straßburg, hatte er Kontakt mit H.Bünderlin und K.v.Schwenckfeld. Unter dem Eindruck der Bedrohung des Täufertums löste er sich hiervon zusehends. Spätestens 1536 wurde er Berater Albrechts d. Ä. von Preußen in Königsberg. Nach 1547 schweigen die Quellen über ihn. E.s spiritualistische Theol. war von der spätma. Mystik und H.Denck geprägt: Gott erschließt si…

Michael

(143 words)

Author(s): Leppin, V.
[English Version] von Cesena (gest.29.11.1342 München). 1316 in Paris zum Dr. theol. promoviert und in Neapel zum Generalminister des Franziskanerordens (Franziskaner) gewählt, wurde M. zur Schlüsselfigur für den Übergang vom praktischen zum theoretischen Armutsstreit (Armut: IV.): Die Spiritualen, die er nicht wieder in den Orden integrieren konnte, bekämpfte er im Einklang mit Johannes XXII., wandte sich aber ab dem Kapitel von Perugia 1322 gegen dessen Bestreitung der völligen Armut Christi und …

Maistre

(203 words)

Author(s): Leppin, V.
[English Version] Maistre, Joseph Marie Comte de (1.4.1753 Chambéry – 26.2.1821 Turin). Nach dem Rechtsstudium in Turin 1769–1772 trat M. in seiner Heimatstadt in den juristischen Dienst und wurde 1773 Freimaurer; seine Karriere gipfelte 1788 in der Würde eines Senators von Savoyen. Das militärische Übergreifen der Französischen Revolution in seine Heimat (1792) zwang ihn in die Emigration nach Lausanne (ab 1793). Die hiermit verbundene Destabilisierungserfahrung machte ihn zu einem polit. Vertreter d…

Loën

(130 words)

Author(s): Leppin, V.
[English Version] Loën, Johann Michael v. (11.12.1694 Frankfurt/M. – 24.7.1776 Lingen). Nach juristischen Studien in Marburg und Halle (Ch.Thomasius) und Bildungsreisen, v.a. an eur. Höfe, lebte L. ab 1724 von ererbtem Vermögen in Frankfurt/M. An die Form des höfischen Barockromans anknüpfend, entfaltete er in »Der redliche Mann am Hofe« (1740) aufgeklärtes Staatsdenken. Der Essay »Die einzig wahre Rel.« (1750f.) entwarf ein irenisches Programm auf Grundlage der mit der Vernunftrel. gleichgesetzten v…

Heidelberg, Universität

(408 words)

Author(s): Leppin, V.
[English Version] . Die 1386 von Ruprecht I. von der Pfalz gegründete U. wurde zunächst von aus Paris und Prag wegen kirchl. und nationaler Gegensätze verdrängten Gelehrten getragen. Der Gründungsrektor Marsilius von Inghen lenkte H. auf den Weg einer moderaten via moderna; ab 1452 hatte die via antiqua daneben gleiche Rechte. Die scholastische Lehrweise (Scholastik) wurde ab 1456 durch die humanistische (Humanismus: III.) ergänzt, nicht aber tiefgreifend gewandelt. 1558 durch Ottheinrich (1556–15…

Marbeck

(216 words)

Author(s): Leppin, V.
[English Version] Marbeck, Pilgram (ca.1495 Rattenberg, Tirol – 1556 Augsburg). In seiner Heimatstadt erlangte M. 1525 das Amt des Bergrichters. Dem Ansinnen, in dieser Funktion täuferische Betätigung zu unterbinden, widersetzte sich M. Er gab sein Amt nach der Hinrichtung des täuferischen Predigers Leonhard Schiemer 1528 auf und ließ sich vermutlich selbst in Krumau (Böhmen) taufen. 1528 als Bürger in Straßburg aufgenommen, wurde er hier mit einer myst. geprägten Theol. der Leidensnachfolge, die d…

Hilten

(130 words)

Author(s): Leppin, V.
[English Version] Hilten, Johann (Johannes Herwich aus Ilten; 1425 Ilten – um 1500 Eisenach). H. wurde 1445 in Erfurt immatrikuliert und 1447 Bacc. artium. Später trat er in den Franziskanerorden ein. 1463 ging er nach Livland und wurde 1472 Lektor und Prediger in Dorpat. Infolge diverser Anklagepunkte wurde er ab 1477 in Weimar und Eisenach in Klosterhaft gehalten. Er wird in der Apologie des Augsburger Bekenntnisses (Art.27; BSLK, 378) erwähnt, weil die Wittenberger Reformatoren meinten, er habe …

Kautz

(123 words)

Author(s): Leppin, V.
[English Version] Kautz, Jakob (ca.1500 Großbockenheim – nach 1532 wohl in Mähren). Am 9.6.1527 schlug der Prädikant K. (seit 1524) in Worms öfftl. »Sieben Artikel« an, die unter H.Dencks Einfluß das innere Wort betonten und Kindertaufe und Realpräsenzvorstellung ablehnten; die angestrebte Disputation sollte wohl eine Reformation im Sinne des spiritualistischen Täufertums (Täufer) anstoßen. Am 1.7. aus Worms ausgewiesen, nahm K. 1527 an der »Märtyrersynode« in Augsburg teil, wurde 1528 in Straßburg…

Armenbibel

(263 words)

Author(s): Leppin, V.
[English Version] . »Biblia pauperum«, A., nannte man im späten MA Bibelabbreviationen für Predigtzwecke. Technisch bezeichnet A. heute ein bestimmtes, primär bildliches Werk monastischer Provenienz. Sein erschließbares, urspr. namenloses Urexemplar wurde Mitte des 13.Jh. im südostdt. Sprachraum verfaßt. Im Zuge der bis ins frühe 16.Jh. reich fließenden Überlieferung kam es seit Mitte des 14.Jh. zunehmend zu Variierung und Erweiterung des thematischen Grundbestandes. Dieser sollte durch typologisc…

Denck,

(222 words)

Author(s): Leppin, V.
[English Version] Hans (ca.1500 Heybach – November 1527 Basel). Nach dem Studium in Ingolstadt 1517–1519, wo er vom Humanismus geprägt wurde, wirkte D. auf Empfehlung J.Oekolampads ab 1523 als Schulrektor in Nürnberg. A.B.v.Karlstadts und Th.Müntzers Ideen bestärkten seine Kritik an der in seinen Augen zu wenig die innere Wandlung des Menschen fördernden Nürnberger Reformation. Das führte 1525 zur Ausweisung und zum Beginn seines unsteten Wanderlebens. In Augsburg taufte er, nachdem er in St.Galle…

Hoffma(n)

(308 words)

Author(s): Leppin, V.
[English Version] Hoffma(n), Melchior (ca.1500 Schwäbisch-Hall – 1543 Straßburg), Spiritualist (Spiritualismus: II., 1.) und Täufer. H. wirkte ab 1523 als Laienprediger in Livland. Dabei stellte er die von A.Bodenstein von Karlstadt vermittelte Leidensmystik in einen apokalyptichen Horizont. Die Zeit vor dem für 1533 verkündeten Jüngsten Tag sollte den Christen Leiden, aber auch unmittelbar geistgewirkte Erkenntnis bringen. Trotz eines noch 1525 von Luther ausgestellten Rechtgläubigkeitszeugnisses …

Heinrich Bate

(118 words)

Author(s): Leppin, V.
[English Version] von Mecheln (24.3.1246 Mecheln – um 1310). H. studierte ca.1266–1272 die artes in Paris; ab 1281 hatte er geistl. Ämter in Lüttich inne. Über seine astronomischen und astrologischen Interessen hinaus (Übers. von Traktaten Abraham ben Meir Ibn Esras und Abu Ma'šars, »Tabulae mechlinenses«) vf. er das metaphysisch orientierte, kompilatorische »Speculum«, das von der hierarchischen Einteilung der intelligiblen Welt ausging; dabei wurden Einflüsse aus dem Aristotelismus (u.a. Siger von Brabant) durch neuplatonische (insbes. Proklos) überlagert. Volker Lepp…

Matthaeus

(139 words)

Author(s): Leppin, V.
[English Version] von Krakau (vor 1350 Krakau – 5.3.1410 Heidelberg). M. studierte in Prag (1367 M.A.; 1384 Theologieprof.); hier wirkte er auch als kleruskrit. Prediger und erbaulicher Schriftsteller. 1394 kam er an die Universität Heidelberg (1396/97 Rektor). Nach Unterstützung beim Aufbau des Theologiestudiums in Krakau ab 1397 vor 1400 nach Heidelberg zurückgekehrt, führte er diplomatische Missionen für die Kurfürsten durch. Seine auf Reinigung des röm. Stuhls zielende Kritik an der Kurie, v.a.…
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