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Your search for 'dc_creator:( "Reith, Reinhold" ) OR dc_contributor:( "Reith, Reinhold" )' returned 83 results. Modify search


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Chimney sweep

(1,250 words)

Author(s): Reith, Reinhold
1. Origins and early examples The profession of chimney sweep (German  Kaminfeger; also: Kaminkehrer; South German for Italian  spazzacamino; Old Bavarian Kümich-/ Künikehrer, east of the Inn Rauchfangkehrer, North German Schlotfeger and Schornsteinfeger, Middle German and Saxon also Essenkehrer[3. 232 f.]) emerged in the course of the early modern era. As stone construction spread, along with multistorey houses and the use of black coal for heating (especially in London), the earlier use of open-hearth fireplaces without a flue g…
Date: 2017-02-14

Arbeitsbräuche

(1,131 words)

Author(s): Reith, Reinhold
1. Handwerklich 1.1. Begriff Während ältere Studien, die sich mit Formen kultureller Repräsentation der Handwerker befassten, diese als »Sitte« und »Brauch« abhandelten [4], setzte sich seit den 1930er Jahren dafür der Begriff »Brauchtum« durch [5], dem mitunter gar ein germanischer Ursprung verliehen wurde [12]. Dem Handwerk schrieb man in Ausübung des »Brauchtums« – selbst wenn es sich um im 19. Jh. neu »erfundene« Bräuche ( invented traditions) handelte – eine »beharrliche Traditionstreue durch die Jahrhunderte« zu: Ein einheitlicher Zug sei durch alle Ei…

Arcanum

(1,284 words)

Author(s): Reith, Reinhold
1. Begriff A. (lat.: »Geheimnis«; Pl. arcana) steht in verschiedenen Bedeutungszusammenhängen: zunächst einmal für das Geheime in der Natur, und in der Alchemie für geheimes oder geheimzuhaltendes Wissen, insbes. als Bezeichnung für den Stein der Weisen, wobei Arkansprache (Geheimsprache) die Sprache der Alchemisten und Arkandisziplin die Lehre der Alchemie bezeichnet. Arkandisziplin (lat. disciplina arcani) bezeichnet darüber hinaus auch zentrale geheimgehaltene Glaubensvorstellungen und Kulthandlungen in den hellenistischen Mysterienreligionen u…

Warenkunde

(901 words)

Author(s): Reith, Reinhold
1. Grundlagen Die W. bezeichnet die systematische wiss. Auseinandersetzung mit den gehandelten Waren. Der Begriff W. tritt erstmals am Ende des 18. Jh.s in Johann Beckmanns zweibändiger Vorbereitung zur Waarenkunde (1793/1800) auf, die als Grundstein der W. gilt [2]. Im Französischen und im Englischen gibt es keinen eigenständigen Begriff; dagegen bezeichnet ital. merceologia die W. als wiss. Gegenstand, der an den Wirtschaftsfakultäten seit 1850 gelehrt wird [6. 190]. Die wiss. Beschäftigung mit den Waren hat eine lange Tradition: Als einer der frühesten waren…

Schraubstock

(1,121 words)

Author(s): Reith, Reinhold
Zu den wichtigsten Geräte-Innovationen der Frühen Nz. zählt der Sch. Das Hausbuch der Mendelschen Zwölfbrüderstiftung, eine Nürnberger Bilderhandschrift von hoher kulturgeschichtlicher Bedeutung, zeigte um 1425 (und noch 1501) einen Messerer, der ein beschaltes Messer mit der Feile bearbeitet und dabei eine Winkelstütze (Auflage, Feilstock) benutzt [1. Bildbd., 28, 107]. Der Schlosser Ulrich Hach (um 1528) sitzt dagegen an einem Arbeitstisch mit Sch., in den er einen Schlüssel eingespannt hat; die Feile kann er nun mit beiden Händen führen [1. Bildbd., 216]. Dieses Bild ist…

Zunftunruhen

(1,130 words)

Author(s): Reith, Reinhold
1. Begriff und Traditionen Als Z. werden insbes. innerstädt. Konflikte des 14./15. Jh.s bezeichnet, für die die Historiographie des 19. Jh.s und bes. nach 1848 den Begriff » Zunft-Revolution« geprägt hat: Gustav Freytag vermittelte das Bild von den bürgerlichen Zunfthandwerkern, die gegen das adlige Patriziat revoltierten [1. 116]. Die Sichtweise einer Ablösung der aristokratischen Verfassung durch eine demokratische implizierte die Entstehung der Demokratie aus der Revolution des Bürgertums [13]; [10. 51–53]. Die marxistische Geschichtswissenschaft ordnete die …

Schreibgeräte

(1,101 words)

Author(s): Reith, Reinhold
1. Allgemein Zu den Sch. der Nz. im engeren Sinne gehören Griffel, Feder und Bleistift. Mit dem (Schiefer-)Griffel nahm man rasche Aufzeichnungen und Entwürfe auf der Wachs- sowie auf der Schiefertafel vor, die auch mit Kreide beschrieben werden konnte. Kinder lernten mithilfe von Wachs- und Schiefertafeln (auf Letzteren bis ins 20. Jh.) [9. 68]. Pergament war als Beschreibstoff teuer. Die Wachstafeln verschwanden vom 15. Jh. an und wichen dem Papier [9. 30]. Die Feder steht bis heute im übertragenen Sinn für Sch. schlechthin; wie engl. pen bezeichnet sie den Tintenschreiber [9. 19…

Steinbau

(1,219 words)

Author(s): Reith, Reinhold
1. Anfänge Die wichtigsten Baustoffe der Nz. waren Holz und Stein sowie Backsteine bzw. Ziegel (synonym verwendet). Zunächst dominierte die Holz- und Fachwerk-Bauweise auf dem Land sowie in den Klein- und Mittelstädten, und nicht nur in den größeren Vorstädten prägten Schindeldächer in Verbindung mit dem Holz- bzw. Fachwerkbau mit Flechtwerkausfachung das Erscheinungsbild. Enea Silvio Piccolomini (der spätere Papst Pius II.) sah 1455 die Wiener Häuser noch mit Holzdächern »verunstaltet«, und die Wiener Stadtbeschreibung von 1492 hält als Unzierde fest, dass d…

Industriespionage

(920 words)

Author(s): Reith, Reinhold
1. Grundlagen Bei der I. handelt es sich um eine Form des Technologietransfers mit dem erklärten Ziel, Technologien auszuforschen und nachträglich zu verwerten; ein wichtiges Merkmal stellt die Illegalität dieser Aktivitäten dar [11. 289]. Aufgrund des empirischen Charakters der Technik und des hohen Stellenwertes der Erfahrung waren v. a. gezielte Informationsaufenthalte in Betrieben, die innovative Technologien beherrschten, sowie die unmittelbare Teilnahme am Produktionsprozess zielführend [8. 125 f.]. Solche Aktivitäten – bis hin zu Abwerbung, Unterstütz…

Schlosser

(894 words)

Author(s): Reith, Reinhold
1. Berufsgeschichte Das metallverarbeitende Handwerk des Sch. (neulat. serator/ serifex, niederl. slotenmaker, engl. locksmith, franz. serrurier, ital. chiavaio), der auch als Klein- oder Kunstschmied bezeichnet wurde, hatte sich seit dem 14. Jh. aus dem Tätigkeitsbereich der Schmieden herausgebildet. Es entstanden auch eigene Zünfte, z. T. zusammen mit den Windenmachern, Sporern, Büchsen- oder Uhrmachern, die sich ihrerseits aus dem Sch.-Handwerk entwickelt hatten. Das Arbeitsgebiet der Sch. umfasste insbes. die …

Kammmacher

(814 words)

Author(s): Reith, Reinhold
Kämme in verschiedenen Formen, Materialien und Ausstattungen sind seit der Antike überliefert. In der kirchlichen Liturgie wurden reich ausgestattete Konsekrationskämme bei der Bischofsweihe verwendet, von denen einige als Grabbeigaben erhalten sind [9]. Seit dem 14. Jh. sind v. a. profane Kämme überliefert [5. 33]. Kämme dienten – so Christoph Weigel 1698 in seinem Ständebuch – zur Zierde und Reinlichkeit; der Haarkamm stand aber auch als Metapher für die weibliche Prunksucht. Man benutzte sie zur Reinigung von Ungeziefer, und bes. der Läusekamm galt als Emblem der…

Wäscherei

(1,145 words)

Author(s): Reith, Reinhold
1. Allgemein Das Waschen der Wäsche vollzog sich in der Nz. nach sozialen Kontexten unterschiedlich [6]; [9]; [4]: Bei adligen Gutsherrschaften sowie in patrizischen oder großbürgerlichen Haushalten, die größere Textilienvorräte besaßen, wurde mehrmals im Jahr »große Wäsche« gehalten. Sie verfügten mitunter über eine eigene Waschküche sowie einen Wasch- und Trockenplatz und holten zusätzliche Lohnwäscherinnen ins Haus, deren Bezahlung manchmal in Taxordnungen festgelegt war [12. 333]. Daneben gab es häufiger auch die »kleine« Wäsche: Im Haushaltsbuch von Anton Tucher …

Pergament

(977 words)

Author(s): Reith, Reinhold
1. Herkunft P. ist die enthaarte, getrocknete Haut verschiedener Tiere, die seit der Antike als Beschreibstoff verwendet wurde. Antike Autoren (u. a. Plinius d. Ä., Naturalis historia 13,70) berichten, dass Eumenes II. von Pergamon im 2. Jh. v. Chr. auf den Mangel an Papyrus beim Aufbau seiner Bibliothek mit der »Erfindung« des P. reagiert habe. Auf P. geschriebene Dokumente sind allerdings schon aus dem 3. Jh. v. Chr. im Euphratgebiet überliefert. Die Einführung der P.-Codices (die wie Bücher geheftet waren) verdrängte seit Anfang des 4. Jh.s zunehmend die P…

Tiefbau

(752 words)

Author(s): Reith, Reinhold
In Abgrenzung zum Hochbau werden verschiedene Bereiche des Bauwesens zum T. gerechnet, so u. a. der Wasserbau, der Bau von Deichen und Tunneln sowie der Straßen- und Wegebau, im 19. Jh. auch die Verlegung der Schienen-Wege der Eisenbahn. Bes. breit war in der Nz. das Tätigkeitsfeld im Wasserbau mit der Anlage von Kanälen und Bewässerungsanlagen, der Errichtung von Brunnen und Wasserleitungen sowie entsprechenden Leitungen zur Entsorgung (Assanierung). Auch der Bau von Hafen-Anlagen gehört am Rande zum T. Selbst mit dem Festungsbau (der zum Hochbau zählt) …

Nachhaltigkeit

(1,277 words)

Author(s): Reith, Reinhold
1. Begriff N. ist ein zentraler Begriff in der gegenwärtigen Umweltdiskussion und steht für den Umgang des Menschen mit natürlichen Ressourcen. Seit dem Brundtland-Bericht (1987) versteht man unter N. eine Ressourcennutzung, die den Bedürfnissen einer Generation entspricht, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen, die eigenen Bedürfnisse zu befriedigen, zu gefährden. 1992 schrieb die UNO sustainable development (»nachhaltige Entwicklung«) als gesellschaftliches Leitbild in der Agenda 21 fest. Das Bewusstsein der Endlichkeit der Ressourcen ( limits to growth) war…

Zunfthaus

(1,021 words)

Author(s): Reith, Reinhold
1. Bedeutung und Verbreitung Bei der Herausbildung von informellen und formellen Zusammenschlüssen bzw. Korporationen von Handwerkern, Krämern, Kaufleuten und Geschlechtern spielten Versammlungsorte wie Trinkstuben eine zentrale Rolle [2]. Zünfte (= Zt.) reservierten Stuben in Gasthäusern und mieteten oder kauften Häuser, um sie zu geselligen, aber auch gewerblichen Zwecken zu nutzen [4. 441]. Der Ankauf von Z. (bzw. Gilde- oder Amtshäusern) seit der zweiten Hälfte des 14. Jh.s zeigt die gesellschaftliche und polit. Bedeutung der Zt. und ihr Selbstbewusstsein [10. 250]. Zu…

Handwerk

(9,170 words)

Author(s): Reith, Reinhold
1. Begriff und Definition Grimms Deutsches Wörterbuch definiert H. (lat. opificium bzw. ars manuaria) als »händewerk«, das mit der Hand vollbrachte Werk ( opus manu factum), und bezeichnet damit im engeren Sinne »ein dauernd betriebenes …

Abfall

(795 words)

Author(s): Reith, Reinhold
A. wird im Vorwort zur 19. Auflage des Brockhaus (1986) »als Schlüsselbegriff unserer Zeit« behandelt, und A.-Beseitigung gilt als eines der 240 Lemmata, »die unsere gegenwärtige geistige und gesellschaftliche Situation charakterisieren«. …

Walkmühle

(1,105 words)

Author(s): Reith, Reinhold

Spitzenherstellung

(1,018 words)

Author(s): Reith, Reinhold
1. Definition und Herstellung Spitze (engl. lace, franz. dentelles, ital. merletto, niederl. kant) ist ein Sammelbegriff für dekorative Elemente, die aus Garn oder aus Garn und Stoff bestehen ( Textilien). In allen Erscheinungsformen ist sie durchbrochen: Zwischen den Fäden bilden Löcher unterschiedlicher Größe gebildet ein Muster. S. ist von der Sticke…
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