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Your search for 'dc_creator:( "Reith, Reinhold" ) OR dc_contributor:( "Reith, Reinhold" )' returned 83 results. Modify search


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Fenster

(1,089 words)

Author(s): Reith, Reinhold
1. Allgemein Die engl. Bezeichnung window (»Windauge«) dürfte zunächst eine Öffnung ohne Glas gemeint haben, während das Wort F. (bzw. lat. fenestra) auf das Glas-F. als Erfindung aus dem röm. Kulturkreis, wahrscheinlich aus der frühen röm. Kaiserzeit hinweist [4. 90]. Mitunter findet sich für das F. auch der nzl. Ausdruck »Gesicht« [6. 57]. Glas-F. kannte man im frühen MA nur in Kirchen, seit dem 12. Jh. in herrschaftlichen Bauten. Noch im 13.–15. Jh. bezeichnete »glasevenster« den Unterschied zu den mit Holzläden bzw. anderen Materialien (wie Fi…

Nahrungsmittelgewerbe

(1,178 words)

Author(s): Reith, Reinhold
1. Allgemein Städtische Verbraucher gaben in der Nz. einen großen Teil ihrer Einkommen für die Ernährung aus. Daher fanden im N. viele Hände Arbeit. Bäcker und Metzger zählten in den Städten (auch in Marktorten) durchweg zu den größten Berufen, ebenso Müller, Brauer und Fischer. Auch über die Kernberufe hinaus gehörten noch zahlreiche kleinere Nebengewerbe bzw. -tätigkeiten zum N. und bewerkstelligten die städtische Lebensmittelversorgung [6. 35–38]. 2. Müller und Bäcker Entsprechend der Bedeutung der Brei- und Brot-Nahrung war das Müllereigewerbe, das auch die Ö…

Gesellen

(2,057 words)

Author(s): Reith, Reinhold
1. Begriff Während man im MA im dt. Sprachraum den nach der Lehrzeit im Handwerk Tätigen als Knecht bezeichnete, wurde die Bezeichnung »G.« (von »Saalgenosse«) zunächst auf die Mitglieder gesellig-kommunikativer Zusammenschlüsse (also auch auf die Meister) bezogen (Geselligkeit). Nach der Bildung erster Zusammenschlüsse von G. übertrug man den Begriff auf die im Handwerk Tätigen (»Eid-G.«); in der heute gängigen Bedeutung findet er sich z. B. 1343 in Speyer (»geselleschaft« der Weberknechte). Die …

Umwelt

(6,273 words)

Author(s): Reith, Reinhold
1. Forschung Seit Beginn der 1980er Jahre sind im dt. Sprachraum Themen wie U., Natur, U.- bzw. Naturschutz und das Verhältnis des Menschen zur Natur bzw. U. in der Geschichte diskutiert worden. Dabei gingen die meisten Untersuchungen von den U.-Medien Boden, Wasser und Luft aus. Dieses Interesse war eine Konsequenz des einsetzenden U.-Bewusstseins der 1970er Jahre, die heute als umweltpolit. Wendezeit begriffen werden. Nach der düsteren Prognose des Club of Rome, die die absolute Wachstumsgrenze auf der Erde ankündigte [39], erreichten nun (nach Ansätzen in den 1960er Jah…

Ziegler

(1,234 words)

Author(s): Reith, Reinhold
1. Allgemein Als Z. (franz. briquetier, engl. brickmaker) werden die Hersteller von Dachziegeln und Backsteinen bezeichnet. Deren Produktion entwickelte sich insbes. dort, wo Naturstein kaum verfügbar war (Flandern, Ost-England, Norddeutschland, Niederlande; vgl. Baustoffe). Seit dem 11. Jh. sind Z. in nordital. Städten belegt; seit dem 13. Jh. waren sie in Korporationen der Maurer organisiert (Baugewerbe) oder bildeten wie im 14. und 15. Jh. in Ferrara, Rom, Parma und Modena eigene Korporationen [3. 172–175]. Ab der Mitte des 12. Jh.s mehren sich Nachweise für d…

Abort

(1,349 words)

Author(s): Reith, Reinhold
1. Begriffe und theoretische Konzepte Trotz der Omnipräsenz des A. und der Alltäglichkeit der menschlichen »Notdurft« ist diese Thematik für MA und Nz. meist nur in populärwiss. Darstellungen behandelt worden, die sich auf einzelne spektakuläre Belege stützen und meist davon ausgehen, dass z. B. die Bewohner ma. Städte Kot und Urin über die Straße entsorgt oder das Nachtgeschirr aus dem Fenster entleert hätten [11. 19 f., 29–42] und dass erst die Aufklärung oder auch moderne technische Lösungen der Körperhygiene zum Durchbruch verholfen hätten. Während die Nahrungsaufnahme u…

Gesellenwanderung

(1,846 words)

Author(s): Reith, Reinhold
1. Begriff Die G. stand mit der Ausdifferenzierung der Berufs-Laufbahn in Lehrling, Geselle und Meister in Verbindung. Sie schloss als spezifische Form der Arbeitsmigration im dt. Sprachraum meist an die Lehrzeit an. In England war der Geselle ( journeyman) nach der siebenjährigen Lehrzeit nicht zur G. verpflichtet; London verfügte als Arbeitsmarkt über eine starke Anziehungskraft, und erst als dieser nach 1660 an Dominanz einbüßte (neue Zentren lagen in den Midlands und im Norden), entwickelte sich im 18. Jh. ein inter-regional tramping system (»überregionale Wanderschaft«) […

Lohnarbeit

(4,008 words)

Author(s): Reith, Reinhold
1. Begriff und Forschungsgeschichte Lohn gilt als Vergütung unselbständiger Arbeit, und als L. wird jede Arbeitsleistung gegen Lohn betrachtet, der – im Gegensatz zur Zwangsarbeit – ein freier Arbeitsvertrag zugrunde liegt. Die Frage, ob L. ein grundlegendes Phänomen der Nz. ist, ist von der Forschung nicht eindeutig beantwortet worden. Karl Marx sah die L. 1849 als ein Phänomen des Kapitalismus: »Die Arbeit war nicht immer L., d. h. freie Arbeit. Der Sklave verkaufte seine Arbeitskraft nicht an die Sklavenbesitzer … Der Leib…

Arbeitsniederlegung

(2,095 words)

Author(s): Reith, Reinhold
1. Begriff und Forschung: Arbeitsniederlegung und Streik Wenngleich als Synonym für A. (oder Arbeitseinstellung) der Begriff Streik, vom engl. to strike ( to strike work: »die Arbeit streichen=niederlegen«) in Deutschland erst in den 1860er Jahren Eingang in den Sprachgebrauch fand, war das Phänomen selbst – die kollektive A. innerhalb eines Berufes oder eines Betriebes zur Durchsetzung einer Forderung mit dem Willen, nach erreichtem Ziel die Arbeit fortzusetzen und den Arbeitskampf zu beenden – schon im SpätMA bekannt…

Civil engineering

(782 words)

Author(s): Reith, Reinhold
In contrast to structural engineering, various types of construction involving excavation are considered aspects of civil engineering, including hydraulic engineering, the construction of dykes and tunnels, road construction, and in the 19th century the laying of railways (Rail). In the early modern period, there was especially broad activity in hydraulic engineering, with the construction of canals and irrigation systems, wells and fountains, and water supply along with associated conduits for …
Date: 2017-02-14

Carter

(1,025 words)

Author(s): Reith, Reinhold
1. Concept and terms The terms referring to the professions of cartwright, wheelwright and carter go back to the most important products of the trade: the waggon, the frame of the waggon or plow and the wheel[5. 244]. The area of work also comprised carts, sleds or sleighs, rack waggons and harrows. Christoph Weigel’s books of estates mentions in 1698 wheelbarrows and Schanzkarren, the plough and common carts as well as the four-wheel carts, “to which belong, besides the little rattling brewers’ waggons, the trucks and carriers’ carts / long distance and…
Date: 2017-02-14

Brickmaker

(1,343 words)

Author(s): Reith, Reinhold
1. Introduction A brickmaker (French briquetier, German Ziegler) was a maker of roof tiles and fired bricks. Production of these goods developed particularly in areas where suitable natural stone was not readily available (Flanders, eastern England, northern Germany, Netherlands; see also Building materials). Brickmakers are attested in northern Italian cities from the 11th century. From the 13th, they were organizing themselves in corporations with masons (Building trade), or forming corporations of t…
Date: 2017-02-14

Foodstuffs trade

(1,202 words)

Author(s): Reith, Reinhold
1. General In the modern era, urban consumers spent a large percentage of their income on food. As a natural consequence, many people found employment in the foodstuffs trade. Bakers and butchers comprised the most numerous profession in the towns (including market towns); millers, brewers, and fishermen were also strongly represented. Additionally, there were numerous ancillary trades among the core professions and activities of the foodstuffs industry to supply the cities (Provisions, urban supply of[6. 35–38]).Reith, Reinhold 2. Millers and Bakers Given the importanc…
Date: 2016-09-26

Bleaching

(1,644 words)

Author(s): Reith, Reinhold
1. Definition Bleaching is the removal or destruction of organic dyes in spun vegetable fibers with the aim of making the fabric product as white as possible. The bleaching of yarns and threads was important, but so in particular was the bleaching of cloths that made linen, fustian, andcalico in particular marketable. There was no need to bleach cloths that were not intended for export. In 1564, the Zurich clothmakers’ guild stipulated that the preparation of coarse cotton was “not bleachers’ work or the work of men, but should in the main be done by women” ( nit der bleickeren als (oder)…
Date: 2017-02-14

Chimney sweep

(1,250 words)

Author(s): Reith, Reinhold
1. Origins and early examples The profession of chimney sweep (German  Kaminfeger; also: Kaminkehrer; South German for Italian  spazzacamino; Old Bavarian Kümich-/ Künikehrer, east of the Inn Rauchfangkehrer, North German Schlotfeger and Schornsteinfeger, Middle German and Saxon also Essenkehrer[3. 232 f.]) emerged in the course of the early modern era. As stone construction spread, along with multistorey houses and the use of black coal for heating (especially in London), the earlier use of open-hearth fireplaces without a flue g…
Date: 2017-02-14

Arcanum

(1,506 words)

Author(s): Reith, Reinhold
1. Concept Arcanum (Latin, ‘secret’; plural arcana) is found in various contexts of meaning, firstly denoting secrets of nature, and in alchemy secret or confidential knowledge, especially as an appellation for the Philosopher’s Stone, where “arcane language” (see also Argot) refers to the language of alchemists and “arcane discipline’ to the teachings of alchemy. “Arcane discipline” (Latin  disciplina arcani) also denotes crucial and secret beliefs and cult practices in the Hellenistic mystery religions and early Christianity.Reith, Reinhold 2. Religious and p…
Date: 2017-02-14

Cloth shearer

(1,017 words)

Author(s): Reith, Reinhold
1. Fulling and cardingThe job of the cloth shearer was essentially to shear woolcloth, usually after first carding it. After being woven, cloths were first fulled (Fulling mill), to achieve the requisite thickening and strengthening. While coarse fabrics (e.g. loden) were neither dyed nor sheared, it was necessary for a cloth shearer or cloth worker to process medium-grade and fine fabrics after they had been fulled. Cloth shearers established themselves as a crafts and trades independent of clothm…
Date: 2017-02-14

Comb maker

(856 words)

Author(s): Reith, Reinhold
Combs of various forms, materials, and styles of decoration survive dating back to Antiquity. In church liturgy, richly decorated consecration combs were used during the consecration of a bishop, and some survive as grave goods [9]. Most surviving combs since the 14th century were from the profane sphere [5. 33]. Combs, as Christoph Weigel stated in his 1698 book of the estates, served ornament and cleanliness. The hair comb, however, was also a metaphor for a feminine craving for extravagance. They were used to remove infestations…
Date: 2017-02-14

Building materials

(2,813 words)

Author(s): Reith, Reinhold
In the late Middle Ages and the early modern period, the major building materials were timber, stone, lime, sand, and clay. Their availability substantially influenced construction technology and architectural style (Architectural theory); over the long term, a shift from timber to stone (or brick) can be observed. The uneven geographical distribution of building materials and the high cost of transporting them made early modern construction heavily dependent on the particular  milieu naturel[12]. The surrounding countryside constituted the primary source of supply…
Date: 2017-02-14

Commodity economics

(899 words)

Author(s): Reith, Reinhold
1. BackgroundCommodity economics is the systematic scientific treatment of commercial commodities. The approach is regarded as having been founded by Johann Beckmann, whose two-volume Vorbereitung zur Waarenkunde (1793/1800; “Introduction to commodity science”) laid out its foundations in the late 18th century[2]. In English and French ( l'économie des produits de base), the term designates a particular focus within economics, while Italian  merceologia denotes commodity economics as an academic subject taught by economics faculties since 1850 [6. 190].The scientific …
Date: 2017-02-14
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