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Kuriale Minuskel

(128 words)

Author(s): T. Frenz
die Textschrift der hochma. Papsturkunden seit der Verdrängung der römischen Kuriale, also seit dem 11. Jh. Es handelt sich, wohl nach dem Vorbild der Kaiserurkunden, um eine karolingische Minuskel mit langgezogenen Ober– und Unterlängen, aber ohne aufwendige Verzierungen. Im 13. Jh. trat ein maßvoller Wandel zur gotischen Schrift ein; im 14. Jh. wurde sie durch eine franz. Bastarda abgelöst. Ihre sorgfältige Ausführung und das weitgehende Fehlen von Abk. (nur wenige Nomina–Sacra– und Suspension…

Majuskelschrift

(603 words)

Author(s): T. Frenz
(lateinische). Basis der gesamten lat. Schriftentwicklung sind die griech. Majuskeln in der in Westgriechenland üblichen Form, d. h. mit dem Digamma für die labiale Spirans (wird zu F), mit H als Hauchlaut, mit dem Koppa als Guttural (wird zu Q) und X in der Bedeutung ks. Ob die Übernahme direkt erfolgte oder durch etruskische Vermittlung, ist umstritten. Der Buchstabenbestand erlitt im Laufe der Zeit folgende Änderungen: 1. Das urspr. an siebter Stelle im Alphabet stehende Z (für das stimmhafte s) fiel weg, da dieser Laut im Lat. verschwand (Rhotazis…

Siegel

(97 words)

Author(s): T. Frenz
waren das wichtigste Beglaubigungsmittel ma. und neuzeitlicher Urkunden. Sie wurden in Wachs oder Metall (Blei, selten Gold; oft «Bulle» genannt) ein- oder doppelseitig geprägt und der Urkunde aufgedrückt (teils als Verschlußmittel) oder mit Hilfe von Fäden oder Pergamentstreifen angehängt. Das Siegelbild (Personen- oder Wappendarstellung) ist gewöhnlich von einer Inschrift (Siegellegende) umgeben. Außer den Siegelabdrücken sind gelegentlich auch Siegelstempel (Typar) erhalten. Bei der Abschrift…

Roland, Andre Francois

(63 words)

Author(s): T. Frenz
franz. Schreibmeister, Autor von «Le Grand Art d'Ecrire» (Paris 1758), «Nouveau livre d'ecrire ronde, batarde et coulee» (Paris o.J.), und «Prin-cipes demontres des difFerentes ecritures les plus usitees» (Paris 1766). R. behandelt vor allem die franz. Bastard-schriften. T. Frenz Bibliography Thieme-Becker Bd. 28, S. 531-532 Bonacini, C.: Bibliografia delle arti scrittorie e della calligrafia. Florenz 1953, Nr. 1552 bis 1556.

Römische Kuriale

(105 words)

Author(s): T. Frenz
die Schrift der ältesten Papsturkunden, die bis ins 10. Jh. alleinherrschend war und 967 bis 1123 von der kurialen Minuskel abgelöst wurde. Sie geht zurück auf die sog. jüngere rom. Kursive («Minuskelkursive»); charakteristisch fur sie ist die Neigung, Buchstaben moglichst kreisformig zu gestalten, bes. a, e, t und u. Das älteste erhaltene Original (Fragment einer Urkunde von 788) zeigt sie bereits vollausgebildet. Während der Übergangszeit zur kurialen Minuskel nahm sie einzelne Elemente dieser Schrift auf T. Frenz Bibliography Rabikauskas, P.: Die R. in der päpsdichen K…

Gotische Majuskeln

(89 words)

Author(s): T. Frenz
heißen in der Epigraphik die Großbuchstaben, die sich seit der Mitte des 12. Jh.s durch Übernahme einzelner Formen der Unziale aus der Capitalis entwickelten. Charakeristisch sind u. a. die durch einen senkrechten Strich rechts geschlossenen unzialen C und E sowie das unziale M, das aus einem Kreis mit rechts angesetztem Schwanz besteht. In der Buch- und Urkundenschrift dienen g. M. als Grundform für Lombarden und Initialen. T. Frenz Bibliography Kloos, R. M.: Einführung in die Epigraphik des MA und der frühen Neuzeit. Darmstadt 1980, S. 125 –134.

Registrum super negotio imperii (RNI)

(102 words)

Author(s): T. Frenz
ist ein Spezialregister (Vatikanisches Archiv, Reg. Vat. 6) Papst Innozenz III., in dem seine Schreiben zum deutschen Thronstreit nach der Doppelwahl von 1198 eingetragen sind (teils auch der Urkundeneinlauf). T. Frenz Bibliography Regestum Innocentii III papae super negotio Romani imperii. Hrsg, von F. Kempf. Rom 1947 Laufs, M.: Politik und Recht bei Innozenz III. Kaiserprivilegien, Thronstreitregister und Egerer Goldbulle in der Reichs- und Rekuperationspolitik Papst Innozenz' III. Köln 1980 Pace, V.: Cultura dell'Europa medievale nella Roma di Innocenzo III: le…

Quellenkunde

(182 words)

Author(s): T. Frenz
ist die Lehre von der Typologie der historischen Quellen. Man unterscheidet zum einen zwischen schriftlichen und nicht–schriftlichen Quellen. Zu den schriftlichen Quellen gehören die dokumentarischen (Urkunden, Akten, Register, Amtsbücher, Landkarten) usw.), zu den nicht–schriftlichen neben der mündlichen Überlieferung die Sachquellen (Bauwerke, archäologische Funde, Kunstgegenstände, Hausrat usw.) und die strukturellen Quellen (Rechtsnormen, Gewohnheiten, Bräuche usw.). Zum anderen unterscheide…

Gotische Kursive

(51 words)

Author(s): T. Frenz
die aus der gotischen Minuskel seit dem 13. Jh. entwickelte Kursivschrift, vor allem gekennzeichnet durch die Schlingenbildung als Folge mitgeschriebener Luftlinien, Rechtsneigung und Unterlängen bei s und f; sie wird in der Neuzeit weiterentwickelt zur Current. Zu den Kursivschriften der Antike besteht keine Beziehung. Gotische Schrift T. Frenz

Ottonische Minuskel

(49 words)

Author(s): T. Frenz
Wird gelegentlich, in Anlehnung an die kunsthistorische Terminologie, die karolingische Minuskel des späten 10. und frühen 11. Jh.s genannt, die die Spontaneität des 9. Jh.s verloren hat. T. Frenz Bibliography Bischoff , B.: Paläographie des römischen Altertums und des abendländischen Mittelalters, 2. Aufl. Berlin 1979, S. 162.

Peschei, Georg

(49 words)

Author(s): T. Frenz
veröffentlichte 1571 in Dresden «Ein gutte Ordnung ... Deutscher vnd Lateinischer schrifften ...» T. Frenz Bibliography Lotz, A. u. a.: Kat. der Ornamentstich-Slg. der staatlichen Kunstbibi. Bd. 2. Berlin 1939, Nr. 5255 Bonacini, C.: Bibliografia delle arti scrittorie e della calligrafìa. Florenz 1953, S. 266, Nr. 1406.

Dahlmann, Friedrich Christoph

(119 words)

Author(s): T. Frenz
* 13. 5. 1785 in Wismar, † 5. 12. 1860 in Bonn, Historiker und Politiker. Seit 1812 Professor in Kiel (im Konflikt um die Rechtsstellung Schleswig-Holsteins gestützt auf die ma. Privilegien antidänisch engagiert), seit 1829 Professor in Göttingen, 1837 als einer der «Göttinger Sieben» entlassen, seit 1842 Professor in Bonn. 1848/1849 Abgeordneter in der Paulskirchenversammlung, maßgebend an der Ausarbeitung der Verfassung beteiligt. Er initiierte die später von Georg Waitz fortgefiihrte «Quellen…

Kaiserkursive

(105 words)

Author(s): T. Frenz
Schrift der spätantiken Kaiserkanzlei. Diese behielt die ältere röm. Kursive bei, auch als sie im 3. Jh. n. Chr. allg. durch die jüngere röm. Kursive verdrängt worden war, und gab ihr durch bewußte Stilisierung (z.B. sehr große Oberlängen) ein bes. Aussehen. Der Gebrauch dieser litterae caelestes (so in einem Schreiben der Kaiser Valentinian und Valens) war gewöhnlichen Sterblichen, bis hin zu den höchsten Staatsbeamten, streng verboten. Kaiserkursive. Der lateinische Text lautet: Causa non secuta legibus ei redhiberi praecipiat. Um 200 n. Chr. 125 T. Frenz Bibliography Steffens,…

Scottica scriptura

(55 words)

Author(s): T. Frenz
war eine ma. Bezeichnung für die Insulare Schrift; z. B. nennt der erste Bibl.kat. von St. Gallen aus dem 9. Jh. eine Abt. «libri scottice scripti». T. Frenz Bibliography Ma. Bibl.kat. Deutschlands und der Schweiz. Bd. 1. München 1969, S. 71 Duft, J.: Die Abtei St. Gallen. Bd. 1. Sigmaringen 1990, Abb. 26.

Buchstabennamen

(258 words)

Author(s): T. Frenz
Ursprünglich wurde jeder Buchstabe einer Lautschrift mit dem Begriff bezeichnet, dessen Bild er in vereinfachter Form darstellt; so im Phönizischen alef (Rind), bet (Haus), dalet (Türflügel) usw. (Alphabet). Die Griechen übernahmen mit der phonizischen Schrift auch diese Bezeichnungen, die als abstrakte B. erhalten blieben; für die im phönizischen Alphabet nicht vorkommenden Vokalzeichen erschien zunächst der bloße Lautwert, später wurde ein Adjektiv zugesetzt (o mikron, o mega) bzw. den zusätzl…

Gotische Schrift

(1,906 words)

Author(s): T. Frenz
1. Wulfila-Alphabet, die von Bischof Wulfila (Ulfilas, 311–383) für seine Bibelübers. ins Gotische entwickelte Schrift. Sie beruht auf dem griech. Alphabet, dessen Reihenfolge und Zahlbedeutung beibehalten sind; für einige Formen wird auch Herkunft aus dem Runenalphabet erwogen. Abweichungen vom Griech.: für (Sigma, zwischen ɛ und ϼ) steht u mit Lautwert q; ϑ und ψ sind vertauscht, dabei hat ψ den Lautwert ϸ, ϑ steht für hw; für ϑ steht G mit Lautwert j; υhat, wie teilweise auch im Griech., den …

Inschriftenschrift

(87 words)

Author(s): T. Frenz
Die I. erhält ihre Eigenart durch den Stoff, auf dem sie, und dem Werkzeug, mit dem sie geschrieben wird. In erster Linie verwendet man Stein, in den die Buchstaben mit dem Meißel eingeschlagen werden. Daher werden eckige Formen bevorzugt. Zu der I. werden jedoch auch Schriften auf Wachstafeln, Wandkritzeleien (Graffiti) und dergl. gerechnet. Die Entwicklung der I. verläuft derjenigen der Buchschrift parallel. Sie ist jedoch im allg. konservativer und verwendet bis ins hohe MA fast ausschließlich, später vorwiegend die Majuskelformen der Buchstaben, Epigraphik T. Frenz

Unterschrift

(83 words)

Author(s): T. Frenz
durch Nennung des eigenen Namens erfolgte im MA nur ausnahmsweise. Üblich war stattdessen ein Segenswunsch (z. B. Bene valete), ein Monogramm oder ein Signum (Rota, Rueda oder einfaches Kreuz); mitunter mit eigenhändiger Beteiligung (Vollziehungsstrich), worauf in der Regel durch den Zusatz «manu propria» eigens hingewiesen wurde. Regelmäßig Namensunterschriften tragen nur die Notariatsinstrumente. Der Papst unterschrieb die Suppliken und Motuproprio durch den Anfangsbuchstaben seines Taufnamens…

Rota

(73 words)

Author(s): T. Frenz
(span, rueda) ein aus zwei konzentrischen Kreisen mit Quadrantengliederung gebildetes Zeichen (häufig mit Eintragung einer Devise), das auf bestimmten päpstlichen, südital. und span. Urkunden unter den Text gesetzt wurde. Rota unter einem päpstlichen Privileg. 1102. T. Frenz Bibliography Lex. d. MA. Bd. 7, S. 1031–1032 Dahlhaus, J.: Aufkommen und Bedeutung der Rota in der Papsturkunde. In: Graphische Symbole in Urkunden. Beiträge zur diplomatischen Semiotik. Hrsg, von P. Rück. Sigmaringen 1996, S. 407–423.

Fanti (Fantis), Sigismondo

(77 words)

Author(s): T. Frenz
* Ende des 15. Jh.s, «mathematicus» aus Ferrara. Von ihm stammt eines der frühesten Schreibmeisterbücher «Liber elementorum Litterarum» (Venedig 1514). Es handelt in vier Teilen von 1. Papier, Tinte, Feder, 2. littera fermata, 3. littera gallica (gotische Schriften), 4. littera antiqua. T. Frenz Bibliography Biographie universelle ancienne et moderne. Bd. 13. Paris/Leipzig [um 1855], S. 366 Bonacini, C.: Bibliografia delle arti scrittone e della calligrafia. Firenze 1953, Nr. 606f. GW Bd. 8, Sp. 279.
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