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Your search for 'dc_creator:( "Ulbrich, Claudia" ) OR dc_contributor:( "Ulbrich, Claudia" )' returned 20 results. Modify search

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Geschlechterrollen

(6,955 words)

Author(s): Ulbrich, Claudia
1. Begriff und Konzepte G. sind sozial konstruiert und in ihrer Ausprägung und Bedeutung vom jeweiligen histor. Kontext abhängig. Zwar betonten normative Ordnungen sowie wiss., juristische und theologische Diskurse der europ. Nz. die Hierarchie zwischen den Geschlechtern und wiesen Frauen und Männern unterschiedliche Aufgaben und Eigenschaften zu, doch erhielten psychologische Charakteristika, die aus dem biologischen Geschlecht hergeleitet wurden, erst im letzten Drittel des 18. Jh.s große Bedeutung für die Konstruktion von Män…

Keuschheit

(1,027 words)

Author(s): Ulbrich, Claudia
1. Begriffe K.-Diskurse in MA und Früher Nz. waren im christl. Denken eng mit sich verändernden Vorstellungen vom Gegensatz zwischen Fleisch (Körper) und Geist verbunden. Dieser führte letztlich zur semantischen Gleichsetzung von fleischlich, sexuell und sündig (Sünde). In diesem Zusammenhang wurden Vorstellungen von Sexualität mit Unzucht (lat. fornicatio: Ehebruch, Hurerei, Prostitution), Begehrlichkeit (lat. concupiscentia) und Wollust (lat. luxuria) in Verbindung gebracht. Das Gegenbild hierzu war die K., worunter ursprünglich nicht nur sexuelle Enthaltsamkeit…

Prostitution

(2,340 words)

Author(s): Ulbrich, Claudia
1. Überblick Obwohl P. häufig als das ›älteste Gewerbe der Welt‹ bezeichnet wird, etablierte sich das Wort P. in seiner heutigen engen Bedeutung erst im 19. Jh. im Zuge von strafrechtlichen, gesundheitspolizeilichen, mediz. und sexualwiss. Diskursen. Zwar gab es in MA und Nz. v. a. in den großen europ. Städten Frauen, die in Frauenhäusern, Spielhäusern oder Bordellen ihren Lebensunterhalt verdienten, doch wurde ihr Verhalten nicht in ökonomischen, sondern in moralischen Kategorien beschrieben und bewertet: als Unzucht, Hurerei oder Unkeuschheit (vgl. Keuschheit). P.…

Patriarchat

(1,948 words)

Author(s): Ulbrich, Claudia
1. Begriff Unter P. (wörtlich »Vater-Herrschaft«) wird die Herrschaft der Männer über Frauen und Kinder innerhalb der Familie verstanden. Darüber hinaus ist P. ein theoretisches Konzept zur Erklärung gesellschaftlicher Machtverhältnisse. Ihm liegt die Vorstellung zugrunde, dass Männer in allen wichtigen Institutionen Macht ausüben und dass Frauen der Zugang zu entsprechenden Positionen aufgrund ihrer Geschlechts-Zugehörigkeit verwehrt wird [15. 295 f.]. Als wesentliche Merkmale des P. im engeren Sinne gelten Patrilinearität, Patrilokalität und eine männerrecht…

Geschlecht

(2,664 words)

Author(s): Ulbrich, Claudia
1. Geschlecht als Schlüsselkategorie G. ist eine Kategorie sozialer Differenzierung und ein Instrument, mit dessen Hilfe die politischen, rechtlichen und sozialen Bedeutungen von G.- Identitäten und G.-Ordnungen in histor. und gegenwärtigen Gesellschaften erforscht werden. Der Terminus wird alternativ, gelegentlich auch konkurrierend, zum engl. gender gebraucht. Während der engl. Begriff auf die Unterscheidbarkeit von sex als biologischem und gender als sozialem G. verweist, vereinigt das dt. Wort beide Komponenten. Die Gender Studies untersuchen, wie Vorstellunge…

Landjuden

(1,503 words)

Author(s): Ulbrich, Claudia
1. Begriff Mit dem Begriff L. werden die in der Nz. im dt.sprachigen Raum außerhalb der großen städtischen Zentren lebenden Juden bezeichnet. Da das Leben auf dem Lande vom späten MA bis ins frühe 19. Jh. die vorherrschende Form der jüd. Existenz im Alten Reich und in den habsburgischen Erblanden war, wird in der Forschung gelegentlich von der »Phase des L.tums« gesprochen. Neben der räumlichen und zeitlichen Dimension findet sich auch die Gleichsetzung von L. und Nicht-Eliten, die auf die sozialen Bedingungen verweist, unter denen die gro…

Landjuden

(1,532 words)

Author(s): Ulbrich, Claudia
1. Concept Landjuden (“country Jews”) was the term used in the early modern German-speaking world to denote Jews living outside major urban centers. Because rural life was the predominant way of life for Jews in the Empire and the hereditary Habsburg lands from the urban expulsions of the late Middle Ages to emancipation in the early 19th century, German scholars sometimes refer to the Phase des Landjudentums (“Age of Country Jewry”). Besides the spatial and temporal dimension, there is also an inherent aspect here of equating Landjuden with non-elites as an indication of the …
Date: 2019-03-20

Gender

(2,798 words)

Author(s): Ulbrich, Claudia
1. Gender as a key category Gender is a category of social differentiation and an instrument that helps us explore the political, legal, and social meanings of gender identity and gender orders in historical and present-day societies.  While the English terminology distinguishes between sex as a biological and gender as a social denominator, the German word Geschlecht combines both elements. Gender studies explore how ideas of gender are culturally created and corroborated and how gender is associated with power. Difference, social hierarchy, and f…
Date: 2019-03-20

Gender roles

(7,057 words)

Author(s): Ulbrich, Claudia
1. Concept and terminology Gender roles are social constructs, and their nature and significance varies according to historical context. While normative systems and scholarly, legal, and theological discourses of the early modern period tended to emphasize the hierarchy of the genders, and to ascribe different obligations and qualities to women and men, it was only in the final third of the 18th century that psychological characteristics derived from biological gender acquired greater significance i…
Date: 2019-03-20

Chastity

(1,068 words)

Author(s): Ulbrich, Claudia
1. TerminologyDiscussion of chastity in the Middle Ages and early modern period in Christian thought were closely linked to changing notions of the contrast between flesh (Body) and spirit. This ultimately led to a semantic equation of carnal, sexual and sinful (Sin). In this context notions of sexuality were associated with fornication (Lat. fornicatio: adultery, whoring, prostitution), desire (Lat. concupiscentia) and lust (Lat. luxuria). The opposite picture lay in chastity, by which originally not only sexual abstinence, but also quite generally, reason…
Date: 2019-03-20

Frauenkloster

(1,224 words)

Author(s): Knackmuß, Susanne | Ulbrich, Claudia
1. Begriff F. (Nonnen-, Jungfrauen-, Schwesternkloster) ist der nzl. Begriff für kath. Klöster, die durch eine Kommunität von Nonnen je eines Ordens gebildet wurden. Sie entwickelten sich mit der Ausbreitung des Christentums seit dem frühen MA und waren meist einem Männerkloster untergeordnet. Die Begriffe F. und Frauenkonvent sind austauschbar. Neben der monastischen Kommunität bezeichnet F. auch den Kirchenbau oder Gebäudekomplex. 2. Struktur Die monastische Gemeinschaft war als geschlossener und damit exklusiver Raum (lat. hortus conclusus) konzipiert. Nonnen galte…

Hausfrau

(897 words)

Author(s): Ulbrich, Claudia | Lehmann, Frank
Der Begriff H. bezieht sich auf das Haus bzw. den Haushalt als die in den europ. Ländern zentrale Einheit gesellschaftlichen Lebens. In frühnzl. Quellen wird H. meist synonym zu Hausmutter gebraucht. H. bezeichnet entweder (bei Betonung des Familienstands) die Ehefrau (Ehe) oder (bei Betonung der wirtschaftlichen Aufgaben) die Vorsteherin eines Haushalts, die als Hausmutter im Rahmen der Hausherrschaft vielfältige Pflichten und Rechte hatte; sie konnte durch eine bürgerliche Hausjungfer oder ein adliges Hausfräulein vertreten werden. Seit dem sp…

Weiblichkeit

(3,166 words)

Author(s): Ulbrich, Claudia | Häusner, Sophie
1. Allgemein W. ist wie Männlichkeit ein in Diskursen und sozialen Praktiken erzeugtes kulturelles Konstrukt. Der Begriff verweist auf die im 19. Jh. entstandene Leitvorstellung einer Geschlechter-Ordnung, in der das Weibliche dem Männlichen entgegengesetzt und naturalisiert wurde. In diesem Kontext wurde W. einerseits im Rahmen eines Konzepts getrennter Sphären (Öffentlichkeit/Privatheit, Kultur/Natur) komplementär zu Männlichkeit entworfen und mit Vorstellungen von Passivität, Schwäche, Schutzbedürftigkeit, Fürsorglichkeit, Emotionalität und Häuslichkeit…

Magd

(1,391 words)

Author(s): Flüchter, Antje | Ulbrich, Claudia
1. Allgemein Der Begriff M. (ahdt. magat, mhdt. maget, magt, niederl. maagd, friesisch megith) bezeichnete zunächst eine erwachsene, noch unverheiratete Frau, v. a. aber das ländliche, weibliche Gesinde. Die M. als saisonunabhängige ländliche Arbeitskraft war wie der Knecht in den Regionen verbreitet, in denen das europ. Heiratsmuster und die um ein Gattenpaar zentrierte Kernfamilie üblich waren. Entsprechend bildete der Dienst als M. in der ländlichen Gesellschaft eine Phase im Lebenslauf. Der Gesinde-Dienst, dem ein vertragliches Verhältnis zugrunde lag, war n…

Femininity

(3,221 words)

Author(s): Ulbrich, Claudia | Häusner, Sophie
1. Introduction Like masculinity, femininity is a cultural construct manufactured in discourses and social practices.  The concept relates to a principle that emerged in the 19th century of a gender order in which the feminine was opposed to the masculine and naturalized. In this context, femininity was on the one hand designed as complementary to masculinity in a system of separate spheres (public/private, culture/nature) and associated with qualities of being passive, weak, in need of protection…
Date: 2019-03-20

Housewife

(829 words)

Author(s): Ulbrich, Claudia | Lehmann, Frank
The term “housewife” refers to the house or household as the central unit of social life in European countries. In early modern sources, the word is generally synonymous with house mother (Mater familias). Depending on the context, housewife denotes either the wife (marriage, when the family situation is in view) or the manager of the household (when the focus is on economic activity), with many rights and obligations in her capacity as house mother; she could be represented by a bourgeois housekeeper or a noble housema’am. From the late-18th century on, the term “housewife” ( Hausfrau…
Date: 2019-03-20

Convent

(1,275 words)

Author(s): Knackmuß, Susanne | Ulbrich, Claudia
1. DefinitionConvent (nunnery) is the modern term for a Catholic monastic community (Monastery) consisting of nuns belonging to a particular order. Convents developed with the expansion of Christianity beginning in the early Middle Ages; most were subordinate to a monastery for men. The terms  convent and  nunnery are interchangeable, except that  convent is sometimes used in the sense of any community under monastic vows, of either men or women. Besides the community itself,  convent can also denote the church building or the architectural complex. Susanne Knackmuß2. St…
Date: 2019-03-20

Hausmutter

(892 words)

Author(s): Fuhrich-Grubert, Ursula | Ulbrich, Claudia
1. Begriff und Leitbild Der Begriff H. (Übersetzung von lat. mater familias) fand im frühnzl. Europa im Rahmen normativer Quellen und Literatur primär protest. Prägung Verbreitung (u. a. in Ehe- und Leichenpredigten und der sog. Hausväterliteratur). In allen europ. Ländern war die Rolle der H., komplementär zu der des Hausvaters, aufs engste mit dem Leben und Arbeiten im frühnzl. Haus als dem Zentrum des gesellschaftlichen und kirchlichen Denkens sowie als Herrschafts- wie Wirtschaftssphäre verknüpft. Ihre Tätigkeiten beschränkten sich jedoch keineswegs auf die Haushalts-F…

Ehe

(4,750 words)

Author(s): Ulbrich, Claudia | Klein, Birgit E.
1. Europäische Gesellschaften 1.1. Allgemein Der Begriff der E. bezeichnet eine auf Dauer angelegte Beziehung zwischen Mann und Frau, die ihre Legitimität aus einer göttlichen oder staatlichen Ordnung erhält. Als gesellschaftliche Institution ist sie von grundlegender Bedeutung für die Aufrechterhaltung der Geschlechterdifferenz (vgl. Geschlecht; Geschlechterrollen) in einer Gesellschaft und der mit ihr verbundenen sozialen und symbolischen Ordnung. Auf die E. bezogene konventionelle, kirchliche und zivilrechtliche Ordnungen (Eherecht) regeln und k…

Hausvater

(972 words)

Author(s): Fuhrich-Grubert, Ursula | Ulbrich, Claudia
1. Begriff »H.« ist Übersetzung des nt. oikodespótēs (»Hausherr«, Mt 10,25, nach Luther), für das in der Vulgata das lat. pater familias steht. Parallel findet sich H. auch als Äquivalent für den aus der antiken Tradition stammenden oikonomikós ( Aristoteles, Xenophon) bzw. lat. oeconomus (»Hauswirt«). Der Begriff verweist auf das Haus als zentrale Kategorie frühnzl. politischer Ordnung. Im weiteren Sinne stand H. auch für den Leiter von Herbergen, Hospizen oder Waisenhäusern. 2. Leitbild Grundsätzlich wurde dem H. die Gewalt über das Haus zugestanden, was auch die Sorg…