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Your search for 'dc_creator:( "W. Milde" ) OR dc_contributor:( "W. Milde" )' returned 92 results. Modify search


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Pollio, (Gaius) Asinius

(186 words)

Author(s): W Milde
76 v. Chr. — 5 n. Chr., Konsul 40 v. Chr., Anhänger Caesars im röm. Bürgerkrieg, Gründer der ersten öffentlichen Bibl, in Rom. Bereits Caesar hatte den Plan gehabt, in Rom eine Bibl, für alle Bürger einzurichten, in der die lat. Lit. neben der griech. aufgestellt werden sollte. Nach dessen Tod führte P. mit Mitteln aus der Beute des illyrischen Feldzugs von 39 v. Chr. den Plan aus. Er richtete im Atrium Libertatis, dem Behördenhaus neben dem Forum, eine griech. und eine lat. Bibl, ein, geschmück…

Schreibfeder

(162 words)

Author(s): W. Milde
Das Schreibinstrument für das Schreiben mit Tinte war in der Antike das Schreibrohr (calamus), das im MA die Feder (penna). Das Rohr (gewonnen aus Schilfrohr) wurde zunächst auch noch im MA benutzt; frühe Spuren der Feder sind bereits im 5. Jh. nachweisbar. Im ma. Abendland wurde fast ausschließlich mit der Gänsefeder (Schwanz- wie Flügelfeder) geschrieben, gelegentlich auch mit einer Schwanenfeder. Anweisungen für das Schneiden von Federn (temperieren) gibt es aus dem SpätMA. Nur vereinzelt fin…

Quintilianus, Marcus Fabius

(134 words)

Author(s): W. Milde
ca. 35 — 100 n. Chr., aus Calagurris (Spanien), bedeutendster lat. Rhetoriker. Q. war Lehrer der Rhetorik und Prinzenerzieher in Rom unter Kaiser Domitian. Sein Werk «De institutione oratoria» entstand aufgrund seiner Lehrtätigkeit. Es behandelt die Erfindung der Rhetorik, die Ausbildung des Redners, das Memorieren, die Rede und den Vortrag. Im zehnten Buch gibt er eine wichtige Übersicht über die griech. und lat. Dichter und Prosaiker, die der Redner zum Zwecke der Nachahmung kennen sollte. Sei…

Handschriftenkunde

(1,733 words)

Author(s): W. Milde
1hr Gegenstand im weiteren Sinn ist «jede Art von Dokumenten, die mit der Hand aufgezeichnet sind, ohne Rücksicht auf Form, Beschreibstoff, Alter, Ort und Zeit der Entstehung, Inhalt» (Karl Löffler). Spezielle Teile haben sich im Laufe der Zeit ausgegliedert: Aufzeichnungen auf Papyrus gehören zur Papyrologie, auf Stein, Holz und Metall zur Epigraphik, auf Münzen und Medaillen zur Numismatik, auf Siegeln zur Sphragistik, mit ma. Urkunden und neuzeitlichen Akten beschäftigt sich die Diplomatik (U…

Fürstenbibliotheken

(859 words)

Author(s): W. Milde
entstanden durch bibliophile Leidenschaft und Mäzenatentum ihrer adligen Stifter; sie waren als Privatbibl, en konzipiert, sollten aber auch der Wissenschaft offenstehen und der fürstlichen Repräsentation dienen (wie dies in den Baulichkeiten zum Ausdruck kommt). Wenn auch bereits Karl der Große und andere Herrscher des MA bis zu Kaiser Friedrich II. († 1250) Bü-cherslg. anlegten, so gibt es doch die F. als Institution im eigentlichen Sinne erst seit dem späten MA, als die Laienbildung in Europa zunahm und mit ihr die Lateinkenn…

Invocatio

(83 words)

Author(s): W. Milde
Anrufung Gottes bzw. des göttlichen Namens am Anfang ma. Urkunden. Dies kann durch Worte in unterschiedlichen Wendungen (häufig z. B. «In nomine sanctae et individuae trinitatis») oder symbolisch durch das Chrismon (zunächst ein reich verziertes Kreuz, daneben der verzierte Initialbuchstabe C oder das griech. Monogramm Christi) geschehen, aber auch durch Verbindung beider Möglichkeiten. In nomine W. Milde Bibliography Erben, W.: Urkundenlehre. T. 1. München/Berlin 1907, S. 140ff., 2l7ff., 306ff Bresslau, H.: Handb. der Urkundenlehre. Bd. 1. 3. Aufl. Berlin 1958, S. 47.

Metten

(357 words)

Author(s): W. Milde
Benediktinerabtei (Kreis Deggendorf, Niederbayern), gegr. ca. 766, besiedelt wahrscheinlich mit Rei–chenauer Mönchen, 1236 Vernichtung von Kloster, Kirche und Bibliothek durch Brand. 1414 entstanden eine Biblia Pauperum mit zahlreichen hervorragenden Federzeichnungen und eine Benediktinerregel mit ungewöhnlich qualitätvollen Miniaturen aus dem Leben des Heiligen (heute: München, Bayerische SB, Clm 8201 und 820 Id). 1624 wurde ein Bibliotheksbau errichtet, 1724 bis 1726 folgte die Einrichtung des…

IncipitW

(194 words)

Author(s): W. Milde
(in cant) Wendung am Anfang von Texten in ma. Hss. oder Inkunabeln, die den Text einleitet; meist in der Form «Hic incipit ...». Das I. vertritt im MA den Buchtitel. Es wird – wie sein Gegenstück, das Explicit, am Schluß eines Textes – häufig hervorgehoben durch eine besondere Schriftart (z.B. durch Majuskelschrift in Minuskeltexten bzw. durch eine nicht mehr als Textschrift gebräuchliche ältere Schriftart als Auszeichnungsschrift) oder durch Farbe (meist rot) oder durch abwechselnd andersfarbig…

E caudata

(146 words)

Author(s): W. Milde
(ę), das unten mit einem zumeist bogenförmigen Strich (Schwanz, Schweif) versehene e für den Diphthong ae. Entstand aus der Ligatur ae durch Reduzierung des weiter nach unten gesetzten a zu einem Bogen bzw. Haken bzw. Strich. Begegnet seit Anfang des 6. Jh.s, wurde bald sehr häufig und verdrängte im 10. und 11. Jh. zusehends ae (auch für e und oe, da lautlicher Zusammenfall). Im 12. Jh. wich £ dem einfachen e. In den humanistischen Schriften tauchte ę neben ae wieder auf (und hielt sich bis nach 1500). E caudata. Nach Lindsay. W. Milde Bibliography Lindsay, W. M.: The Letters in early Lati…

Bethmann, Ludwig Konrad

(223 words)

Author(s): W. Milde
* 23. 6. 1812 in Helmstedt, † 5. 12. 1867 in Wolfenbüttel, Bibliothekar und Historiker, studierte Philologie u. Geschichte in Göttingen (bei Jacob u. Wilhelm Grimm, K. O. Müller, F. C. Dahlmann). Zunachst Hauslehrer, 1837–1854 Mitarbeiter («gelehrter Gehilfe») an den «Monumenta Germaniae historica» (mit Reisen nach Holland, Belgien, Frankreich, Italien), 1854–1867 Bibliothekar (Direktor) der Herzoglichen Bibl. in Wolfenbüttel, um deren Ausbau er sich verdient machte (Erwerbung: Jährlicher Zuwach…

Plutarch

(98 words)

Author(s): W Milde
ca. 46 — 120 n. Chr., aus Chaironeia (Böotien) stammender Biograph und Philosoph, letzter griech. Schriftsteller von Bedeutung, nach Studien in Athen und Rom im kommunalen Bereich tätig. Sein Hauptwerk sind die Biographien von Staatsmännern und Feldherren, wobei jeweils ein Grieche und ein Römer im Vergleich als Paar zusammengeordnet werden (z.B. AlexanderCaesar, Demosthenes — Cicero); insgesamt 23 Paare und vier Einzelpersonen — ein Werk mit moralischer Zweckbestimmung. Außerdem haben sich von …

Klosterbibliotheken

(1,055 words)

Author(s): W. Milde
sind der wichtigste und zahlenmäßig größte Bibliothekstyp des abendländischen MA. Daneben gab es Dombibl.en, einige wenige Bibl.en von Personen, sowie seit dem hohen MA die UB (Bibliotheksgesch., MA). Die Klöster brauchten für die Erfüllung ihrer Aufgaben eine Anzahl von Büchern, für den Gottesdienst, für die Bibelauslegung, für die Tischlesung, für das Studium. Umfangmäßig waren die K. sehr unterschiedlich, von wenigen Cod. in kleineren Klöstern bis zu mehreren Hundert Bdn. in größeren, wie ber…

Maurdramnus

(160 words)

Author(s): W. Milde
Abt von Corbie (772—780) und Auftraggeber von Handschriften. Mit seinem Namen ist ein Schrifttyp verbunden, der als früher Vertreter einer nahezu vollentwickelten karolingischen Minuskel gilt («M. Minuskel», bes. charakteristisch sind die Buchstaben f, r, s). In Corbie wurden innerhalb eines Jh.s bis zur Zeit Karls des Großen mehrere Schrifttypen nebeneinander verwendet, nämlich der «eN-Typ» und der häufiger vorkomniende «ab-Typ». Neben ihnen ist der M.-Typ der fortgeschrittenere, der seine halb…

W

(100 words)

Author(s): W. Milde
23. Buchstabe im dt. Alphabet, kommt im Lat. nicht vor, entstanden durch Verdoppelung des V. Er bezeichnet im Dt. den stimmhaften labiodentalen Reibelaut und wurde erst durch den dt. Laut notwendig. Im MA an-fangs durch uu dargestellt; etwa im 11. Jh. kam die Form W auf (neben uu). Im Englischen W blieb der alte stimmhafte bilabiale Lautwert erhalten. In angelsächsischen Texten wird statt W oft die Rune = wyn gebraucht, die auch im Althochdt. vorkommt (Hildebrandslied, Glossen). Als Majuskel fi…

Pultbibliotheken

(699 words)

Author(s): W Milde
vorherrschender Bibliothekstyp im SpätMA und in der Renaissance, sowohl in Kirchen und Klöstern als auch in Profanbauten. Es handelt sich dabei um Räume, in denen die Bücher — überwiegend angekettet — flach auf geneigten Pulten oder «Buchbänken» (pulpita, lectrina) zur Benutzung bereitlagen. Nicht selten gab es unter der Pultplatte noch ein Fach zur Ergänzung des Ablageraumes. Das ein- oder zweiseitig abgedachte Pult, in der Form aus den älteren Schreib– bzw. Lesepulten in den Schreibstuben der …

U

(158 words)

Author(s): W. Milde
zwanzigster Buchstabe des lat. Alphabets (einundzwanzigster im dt. Alphabet), geht zurück auf die griech. Zeichen (7. Jh. v. Chr.); diese hängen zus. mit dem altsemitischen Zeichen (13. Jh. v. Chr.). Die Formen U und V in der lat. Schrift haben eine gemeinsame Herkunft: In der Capitalis quadrata (in Hss. und Inschriften) wurde für den Vokal wie für den Konsonanten gleichermaßen die unten spitz zulaufende Form V verwendet; von Capitalis rustica an, insbes. aber seit der Unzialis sowie zumeist auc…

Meyer, Wilhelm

(277 words)

Author(s): W Milde
gen. «Meyer aus Speyer», 1. 4. 1845 in Speyer, 9. 3. 1917 in Göttingen, klassischer und mittellat. Philologe und Handschriftenbibliothekar. M.wurde 1867 von dem Direktor der Münchener Hof– und SB Karl Halm, zur Mitarbeit an der Katalogisierung der mehr als 27 Tsd. lat. Münchener Hss. herangezogen, von denen er rund 15 Tsd. verzeichnete und für die Drucklegung des Kat. vorbereitete (1871— 1881). Er wurde 1875 Bibliothekssekretär in München, 1886 ordentlicher Professor für klassische und mittellat…

R

(128 words)

Author(s): W. Milde
siebzehnter Buchstabe des lat. Alphabets (achtzehnter im dt. Alphabet), entstanden aus dem griech. Rho = «P» durch Verlängerung des Schrägstrichs rechts, der sich bereits in westgriech. Inschriften findet. Der Name, phönizisch rösch, bedeutet «Kopf». Mit dem griech. Alphabet übernahmen es die Römer. Die früheste kalligraphische Form (Capitalis) zeigt links einen senkrechten Schaft, dem oben ein gerundeter Halbbogen in Richtung Mitte links angefügt ist, dessen unteres Ende frei schwebt (d. h. nic…

Evangeliar Heinrichs des Löwen

(353 words)

Author(s): W. Milde
entstanden in Helmarshausen (heute Ortsteil von Karlshafen, Weser) um 1188 im Auftrag des Weifenherzogs Heinrich des Löwen (1129/1130–1195) und seiner Gemahlin Mathilde (1156 bis 1189), die es der Stiftskirche St. Blasius in Braunschweig widmeten. Die guterhaltene Hs., eine der prachtvollsten Leistungen der Buchkunst und hervorragendes Zeugnis ma. Frömmigkeit, besteht aus 226 Pergamentblättern (Maße 34,2 X 25,5 cm). Sie enthält als Dekor nach einem Widmungsgedicht (mit Angaben über die Stifter, …

Dedikationsbild

(435 words)

Author(s): W. Milde
(lat. dedicatio = Vollzug der Übergabe einer Sache, z.B. einer Opfergabe, an eine Gottheit); auf frühchristlichen Mosaiken Darbringung von Märtyrerkronen bzw. Architekturmodellen, in der Buchmalerei Darstellung der Darbringung bzw. Widmung eines Buches. Der Autor, Schreiber, Übersetzer oder Besteller bzw. Stifter eines Buches (Dedikator) überreicht es einer übergeordneten Persönlichkeit (Empfänger), für die es bestimmt ist. Als solche gelten sowohl religiös zu verehrende Gestalten wie Christus, …
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