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Your search for 'dc_creator:( "W. Milde" ) OR dc_contributor:( "W. Milde" )' returned 92 results. Modify search


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Analytische Handschriftenforschung

(383 words)

Author(s): W. Milde
untersucht die literarischen Handschriften der Neuzeit (besonders des 19. und 20. Jahrhunderts) in ihrem materiellen, greifbaren Charakter: Autorenhandschriften wie Schreiberkopien. Typisch sind dafür Vorarbeiten; Niederschriften zur Ausarbeitung des Textes (Konzepte mit Streichungen und Veränderungen, Versuche, Entwürfe); Reinschriften. Entwickelt in jüngster Zeit besonders in Frankreich als Hilfsdisziplin der neueren Literaturwissenschaft in Anlehnung an Kodikologie (Begriffsprägung 1949) und …

Aschaffenburg

(169 words)

Author(s): W. Milde
Die Hofbibliothek (Schloß Johannisburg) entstand 1794 durch die Verlegung der Privatbibliothek des Mainzer Kurfürsten und Erzbischofs Friedrich Karl Joseph vonErthal (1774-1802), (Bestand 1785: 8000 Bde.). Mit ihr kam auch der Dichter Wilhelm Heinse (1746-1803) als Bibliothekar von Mainz nach A. In der Sammlung befinden sich u. a. Stücke aus der Mainzer Dombibliothek, darunter fünf Prachthss., die für Erzbischof Kardinal Albrecht von Brandenburg (1490-1545) hergestellt worden waren (z. B. das Ha…

Anopistographisch

(57 words)

Author(s): W. Milde
nennt man Drucke, bei denen das Papier nur einseitig, und zwar meist mit dem Reiber durch Handpressung bedruckt wurde, wie das bei Blockbüchern des 15. Jh.s oftmals der Fall ist. Bei der Benutzung des Reibers drückten sich die Umrisse der Zeichnung so tief in das Papier ein, daß die Rückseite unbedruckt bleiben mußte. W. Milde

Ab epistulis

(158 words)

Author(s): W. Milde
kaiserl. Hofamt (Sekretariat), das die offizielle Korrespondenz des röm. Kaisers erledigte, hauptsächlich mit Körperschaften, Beamten, hohen Privatpersonen (Versendung der kaiserl. Befehle, Ausfertigung der meist in Briefform abgefaßten Erlasse, Benachrichtigung von Beamten u. Offizieren über ihre Ernennung). Den Gegensatz dazu bildete der öffentlich ausgehängte kaiserl. Randbescheid (subscriptio) auf den libelli niedriger gestellter Personen ab libellis). - Entstehung: Zusammen mit dem Kaisertu…

Amorbach

(420 words)

Author(s): W. Milde
im Odenwald, unterfränkisches Benediktinerkloster, gegr. noch vor dem Bistum Würzburg (742). Ältestes erhaltenes Schriftdenkmal sind die Fragmente eines Alten Testamentes (Berlin, Staatsbibi. Preuß. Kulturbesitz; London; Würzburg; Amorbach Archiv) vom Anfang des 9. Jh.s in angelsächsischer Minuskel (Amorbach oder Fulda). In karolingischer Zeit Beteiligung an der Sachsenmission (drei Äbte waren zugleich Bischöfe von Verden/Aller). 1015 gelangten Hss. durch Übersiedlung Amorbacher Mönche nach Bamb…

Abkürzungen

(1,566 words)

Author(s): W. Milde
in der Schrift zur Zeit- und Raumersparnis hat es bereits in vorchristlicher Zeit gegeben; in ein System gebracht wurden sie vor allem durch die Römer. Das umfangreiche lateinische Abkürzungswesen des Mittelalters hat eine zweifache Wurzel: 1. die römischen epigraphisch-juristischen Kürzungen (älteste Art der Abkürzung, Charakteristikum: Suspension); 2. die christlichen Kürzungen der Nomina Sacra (Charakteristikum: Kontraktion). Zu 1: Bei der Suspension werden nur der erste Buchstabe bzw. die ersten Buchstaben eines Wortes oder auch einzelner Silben…

Pollio, (Gaius) Asinius

(186 words)

Author(s): W Milde
76 v. Chr. — 5 n. Chr., Konsul 40 v. Chr., Anhänger Caesars im röm. Bürgerkrieg, Gründer der ersten öffentlichen Bibl, in Rom. Bereits Caesar hatte den Plan gehabt, in Rom eine Bibl, für alle Bürger einzurichten, in der die lat. Lit. neben der griech. aufgestellt werden sollte. Nach dessen Tod führte P. mit Mitteln aus der Beute des illyrischen Feldzugs von 39 v. Chr. den Plan aus. Er richtete im Atrium Libertatis, dem Behördenhaus neben dem Forum, eine griech. und eine lat. Bibl, ein, geschmück…

Schreibfeder

(162 words)

Author(s): W. Milde
Das Schreibinstrument für das Schreiben mit Tinte war in der Antike das Schreibrohr (calamus), das im MA die Feder (penna). Das Rohr (gewonnen aus Schilfrohr) wurde zunächst auch noch im MA benutzt; frühe Spuren der Feder sind bereits im 5. Jh. nachweisbar. Im ma. Abendland wurde fast ausschließlich mit der Gänsefeder (Schwanz- wie Flügelfeder) geschrieben, gelegentlich auch mit einer Schwanenfeder. Anweisungen für das Schneiden von Federn (temperieren) gibt es aus dem SpätMA. Nur vereinzelt fin…

Quintilianus, Marcus Fabius

(134 words)

Author(s): W. Milde
ca. 35 — 100 n. Chr., aus Calagurris (Spanien), bedeutendster lat. Rhetoriker. Q. war Lehrer der Rhetorik und Prinzenerzieher in Rom unter Kaiser Domitian. Sein Werk «De institutione oratoria» entstand aufgrund seiner Lehrtätigkeit. Es behandelt die Erfindung der Rhetorik, die Ausbildung des Redners, das Memorieren, die Rede und den Vortrag. Im zehnten Buch gibt er eine wichtige Übersicht über die griech. und lat. Dichter und Prosaiker, die der Redner zum Zwecke der Nachahmung kennen sollte. Sei…

Handschriftenkunde

(1,733 words)

Author(s): W. Milde
1hr Gegenstand im weiteren Sinn ist «jede Art von Dokumenten, die mit der Hand aufgezeichnet sind, ohne Rücksicht auf Form, Beschreibstoff, Alter, Ort und Zeit der Entstehung, Inhalt» (Karl Löffler). Spezielle Teile haben sich im Laufe der Zeit ausgegliedert: Aufzeichnungen auf Papyrus gehören zur Papyrologie, auf Stein, Holz und Metall zur Epigraphik, auf Münzen und Medaillen zur Numismatik, auf Siegeln zur Sphragistik, mit ma. Urkunden und neuzeitlichen Akten beschäftigt sich die Diplomatik (U…

Fürstenbibliotheken

(859 words)

Author(s): W. Milde
entstanden durch bibliophile Leidenschaft und Mäzenatentum ihrer adligen Stifter; sie waren als Privatbibl, en konzipiert, sollten aber auch der Wissenschaft offenstehen und der fürstlichen Repräsentation dienen (wie dies in den Baulichkeiten zum Ausdruck kommt). Wenn auch bereits Karl der Große und andere Herrscher des MA bis zu Kaiser Friedrich II. († 1250) Bü-cherslg. anlegten, so gibt es doch die F. als Institution im eigentlichen Sinne erst seit dem späten MA, als die Laienbildung in Europa zunahm und mit ihr die Lateinkenn…

Invocatio

(83 words)

Author(s): W. Milde
Anrufung Gottes bzw. des göttlichen Namens am Anfang ma. Urkunden. Dies kann durch Worte in unterschiedlichen Wendungen (häufig z. B. «In nomine sanctae et individuae trinitatis») oder symbolisch durch das Chrismon (zunächst ein reich verziertes Kreuz, daneben der verzierte Initialbuchstabe C oder das griech. Monogramm Christi) geschehen, aber auch durch Verbindung beider Möglichkeiten. In nomine W. Milde Bibliography Erben, W.: Urkundenlehre. T. 1. München/Berlin 1907, S. 140ff., 2l7ff., 306ff Bresslau, H.: Handb. der Urkundenlehre. Bd. 1. 3. Aufl. Berlin 1958, S. 47.

Metten

(357 words)

Author(s): W. Milde
Benediktinerabtei (Kreis Deggendorf, Niederbayern), gegr. ca. 766, besiedelt wahrscheinlich mit Rei–chenauer Mönchen, 1236 Vernichtung von Kloster, Kirche und Bibliothek durch Brand. 1414 entstanden eine Biblia Pauperum mit zahlreichen hervorragenden Federzeichnungen und eine Benediktinerregel mit ungewöhnlich qualitätvollen Miniaturen aus dem Leben des Heiligen (heute: München, Bayerische SB, Clm 8201 und 820 Id). 1624 wurde ein Bibliotheksbau errichtet, 1724 bis 1726 folgte die Einrichtung des…

IncipitW

(194 words)

Author(s): W. Milde
(in cant) Wendung am Anfang von Texten in ma. Hss. oder Inkunabeln, die den Text einleitet; meist in der Form «Hic incipit ...». Das I. vertritt im MA den Buchtitel. Es wird – wie sein Gegenstück, das Explicit, am Schluß eines Textes – häufig hervorgehoben durch eine besondere Schriftart (z.B. durch Majuskelschrift in Minuskeltexten bzw. durch eine nicht mehr als Textschrift gebräuchliche ältere Schriftart als Auszeichnungsschrift) oder durch Farbe (meist rot) oder durch abwechselnd andersfarbig…

Handschrift

(1,045 words)

Author(s): G. Pflug | W Milde
1. Art und Duktus der Schriftzüge einer Person in ihrer individuellen Ausprägung, etwa als deutliche, ausgeschriebene, unleserliche H. Aus ihrer Eigenart kann ein nicht genannter Schreiber eines Textes identifiziert werden. Die Graphologie versucht, aus der H. die Veranlagung und den Charakter des Schreibers abzuleiten. G. Pflug 2. Mit der Hand Geschriebenes im Gegensatz zum Gedruckten (ohne zeitliche Begrenzung). Von Autoren eigenhändig geschriebene Texte, Autographen genannt, begegnen vereinzelt schon im MA, in größerem Umfang in der Neuzeit. Im engeren Sinn bezeichne…

Richard de Fournival

(399 words)

Author(s): W. Milde
(1201 — 1260), seit 1246 Kanzler der Kirche von Amiens, zum Gelehrtenkreis der Pariser Sorbonne gehörig, Dichter im allegorisch – gelehrten Zeitstil. Seine «Biblionomia magistri Richardi de Furnivalle, cancellarii Ambianensis» (entstanden nach 1243; Hs.: Paris, Bibl, de la Sorbonne MS 636, Kopie 15. Jh.; Fragment [nur Anfangszeilen]: Paris, BN, MSS. Don. Nr. 18845, 2 - Hälfte des 13.J11.S) gibt die Beschreibung einer Bibl, allegorisch im Bild eines Gartens mit Früchten: Erstes Beet (Abt.) für di…

Quedlinburg

(403 words)

Author(s): W. Milde
Stiftsbibliothek. Das durch das sächsische Herrscherhaus 936 in Q. errichtete reichsunmittelbare Kanonissenstift St. Servatii besaß Hss. bald von Anfang an; ein frühes Scriptorium ist nicht nachgewiesen. Erst aus spätma. Zeit kennt man in Q. hergestellte Bücher, auch privaten Bücherbesitz bei Stiftskanonikern (mit Besitzvermerken). Von den vier dem Stift inkorporierten Stadtkirchen St. Benedikti, St. Nikolai, St. Blasii, St. Aegidii gelangten Hss. in Stiftsbesitz. Durch die Reformation (1539) wu…

Maugérard, Jean-Baptiste

(512 words)

Author(s): W. Milde
* 29. 4. 1735 in Auzéville (Meuse), f 15. 7. 1815 in Metz; Benediktinermönch, Bibliothekar, Hss.– und Inkunabelhändler. M. war 1751 Mönch in der Benediktinerabtei Saint–Vannes, dann Bibliothekar des Klosters Saint-Arnould in Metz; er wurde 1759 Priester und 1779 Bibliothekar des Metzer Bischofs Laval-Montmorency sowie Mitglied der «Société Royale des sciences et des arts de Metz» und brachte es 1781 zum Prieur von Chini (Luxemburg). M. kaufte und verkaufte für sein Kloster und für sich selbst Hs…

Kästner, Erhärt

(257 words)

Author(s): W. Milde
13. 3. 1904 in Schweinfurt, 3. 2. 1974 in Staufen (Breisgau), dt. Bibliothekar und Schriftsteller. K. begann nach Abitur, Antiquariatslehre und Studium (Germanistik, Gesch., Geographie) 1927 seine bibliothekarische Laufbahn. Stationen waren die Sächsische LB Dresden (bibliophile Slg., Einrichtung von Ausstellungsräumen) und die Herzog August Bibl. Wolfenbüttel (1950—1968 Direktor). Dazwischen war er Sekretär bei Gerhart Hauptmann (1936—1938). In Wolfenbüttel legte er den Grund zur modernen Forsc…

Opistographischer Druck

(97 words)

Author(s): W. Milde
heißt der beidseitige Abdruck von Holzschnitten bzw. Holztafeln in Blockbüchern des 15.J11.S. Zunächst konnte der Abdruck mit dem Reiber durch Handpressung nur einseitig ( Anopistographisch) erfolgen, da sich die Umrisse der Holztafeln so tief in das Papier eindrückten, daß die Rückseite nicht mehr zu bedrucken war. Die Blätter wurden mit ihren unbedruckten Rückseiten zusanmlengeklebt. Erst nach Erfindung der Buchdruckpresse konnten Vorderund Rückseite eines Blattes beidseitig bedruckt werden. W. Milde Bibliography Geldner, F.: Die Drucktechnik der Blockbücher. In:…
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