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Your search for 'dc_creator:( "W. Milde" ) OR dc_contributor:( "W. Milde" )' returned 92 results. Modify search

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Aschaffenburg

(169 words)

Author(s): W. Milde
Die Hofbibliothek (Schloß Johannisburg) entstand 1794 durch die Verlegung der Privatbibliothek des Mainzer Kurfürsten und Erzbischofs Friedrich Karl Joseph vonErthal (1774-1802), (Bestand 1785: 8000 Bde.). Mit ihr kam auch der Dichter Wilhelm Heinse (1746-1803) als Bibliothekar von Mainz nach A. In der Sammlung befinden sich u. a. Stücke aus der Mainzer Dombibliothek, darunter fünf Prachthss., die für Erzbischof Kardinal Albrecht von Brandenburg (1490-1545) hergestellt worden waren (z. B. das Ha…

Anopistographisch

(57 words)

Author(s): W. Milde
nennt man Drucke, bei denen das Papier nur einseitig, und zwar meist mit dem Reiber durch Handpressung bedruckt wurde, wie das bei Blockbüchern des 15. Jh.s oftmals der Fall ist. Bei der Benutzung des Reibers drückten sich die Umrisse der Zeichnung so tief in das Papier ein, daß die Rückseite unbedruckt bleiben mußte. W. Milde

Rubrica

(301 words)

Author(s): W. Milde
(lat. rubrica terra, rubrum = rote Erde, rote Farbe, Rötel), einfache Strichelung in Rot beziehungsweise Rotschreibung, als Mittel, um in Hss. Überschriften, wichtige Wörter, Zeilen (Incipit, Explicit), Textabschnitte beziehungsweise Texteinschnitte hervorzuheben, eine Arbeit, die im allg. dem Rubrikator (oftmals identisch mit dem Schreiber) zukam. Meist fin den sich rote oder rot gestrichelte Zeilen am Anfang wie am Schluß von Hss.; innerhalb eines Textes sollte Rot die Gliederung und Übersicht…

Handschriftenkataloge

(1,010 words)

Author(s): W. Milde
Das Verzeichnen von ma. wie nachma. abendländischen Hss. geschieht, obwohl jede Hs. aufgrund ihrer Eigenart (Inhalt, äußere Merkmale, Gesch., Leserschaft) ein Individuum darstellt und dem Bearb. stets neue Probleme bietet, nach Regeln bzw. Richtlinien, die eine gewisse Einheitlichkeit bei der Beschreibung anstreben und z. T. bereits vor Jahrzehnten aufgestellt wurden: in Frankreich (um 1900), Österreich (1975). in der BRDeutschland (1963), in der DDR (1983). Die meisten abendländischen Hss. find…

Helmstedt

(355 words)

Author(s): W. Milde
ehemalige UB: Restbibl, der 1809/1810 aufgelösten Univ. H. Heutiger Bestand: Ca. 30 Tsd. Titel, ferner Kupferstiche, Autographen Helmstedter Professoren, kleinere H.er Privatbibl.en, heimatkundliche Literatur. Gesch.: Gründung der Univ. H. 1576 durch Herzog Julius von Braunschweig-Lüneburg (1528–1589) ohne größere Bibl. Die ebenfalls von Julius in seiner Residenz Wolfenbüttel in der 2. Hälfte des 16. Jh.s angelegte fürstliche Bibl, wurde daher 1618 fast vollst. von seinem Enkel Herzog Friedrich …

Samuhel Presbyter

(283 words)

Author(s): W. Milde
nennt sich in der Subskription der Schreiber des Samuhel-Evangeliars im Schatz der Stiftskirche zu Quedlinburg (s. Abb. in Bd. VI, S. 146). Entstanden im zweiten Viertel des 9. Jh.s in Süddeutsch-land (Augsburg?), geschrieben mit Goldtinte in Unziale und karolingischer Minuskel, geschmückt mit 16 Kanontafeln, vier Evangelistenbildern und Initialen. Das Evangeliar gelangte wahrscheinlich als Schenkung über das sächsische Herrscherhaus an das von Kaiser Otto I. und seiner Mutter Mathilde 936 gegr.…

Schmidt, Wieland

(270 words)

Author(s): W. Milde
* 29. 3. 1904 in Berlin, † 27. 12. 1989 ebd., Bibliothekar, Bibliothekshistoriker, Germanist. Nach Studium (Germanistik, Kunstgesch., Gesch., Mittellatein) in Berlin, Mitarbeit an dem Unternehmen der Preu-ßischen Akad. d. Wiss. zur Beschreibung der dt. Hss. des MA und Promotion wurde S. 1934 Volontär an der Preu-ßischen SB und der UB Berlin, zugleich Mitarbeiter am GW. Er war 1936–1939 und 1945–1946 Bibliothekar an der SB, der er «die Treue nie gebrochen» hat; 1939–1945 Kriegsdienst, 1946–1950 D…

Capponi, Alessandro Gregorio

(124 words)

Author(s): W. Milde
Marchese, * 12. 3. 1683 in Rom, 21. 9. 1746 ebd., Schöpfer einer an ital. Lit. (einschl. Hss.) sehr reichen Bibliophilenbibl., päpstlicher Geheimkämmerer. C. führte ein Bibliothekstagebuch. Seine Bücher (über 3000) und Hss. (289) hinterließer testamentarisch der Vatikanischen Bibliothek (Uberführung Dezember 1746). W. Milde Bibliography Berti, A.: Catalogo della Libreria Capponi o sia de'libri italiani del fu Marchese A. G. Capponi. Roma 1747 Salvo Cozzo, G.: I codici Capponiani della bibl. Vaticana. Roma 1897 Bogeng, G. A. E.: Die großen Bibliophilen Bd. 3. Leipzig 1922…

Quatern

(157 words)

Author(s): W. Milde
(io), meist maskulin, aber auch feminin (lat. Vierzahl, Quartbogen, Heft), ist die Bezeichnung für eine Lage von vier in der Mitte gefalteten Doppelbl. (= acht Bl.), die übliche Lagenform ma. Hss.; im Sinne von «Bogen», «Heft» wurde der Ausdruck bereits von Cassiodor (um 487 — 583) in seinen «Institutiones« verwendet (18,3; 40,7; 41,8). Die Bezeichnung wurde auch von den Frühdruckern übernommen, wie u. a. der «Numerus et ordo quaternorum» in einem Koberger–Druck von 1485 (HC 4641) und die deutsc…

Federprobe

(250 words)

Author(s): W. Milde
(lat. probatio pennae), kürzerer oder längerer Eintrag in ma. Hss. vorne oder hinten, auch auf den Spiegeln der Einbanddeckel oder am Seitenrand. Einerseits handelt es sich dabei um einfache Schreibereien (Namen, einzelne Buchstaben bzw. Wörter, oft nur «probatio pennae»), um Feder bzw. Tinte zu prüfen; andererseits um Merkverse (oft korrupt oder unvollständig), die in den Bereich des ma. elementaren Schreibunterrichts verweisen. Kannte der Schüler das Alphabet, dann erfolgte dessen Einübung anh…

Kontraktion

(336 words)

Author(s): W Milde
ist neben der Suspension die zweite Art des lat. Abkürzungssystems, wobei nur der Anfangs– und der Endbuchstabe (bzw. die Hauptkonsonanten) zur Wiedergabe des Wortes verwendet werden und ein Strich über der Kürzung diese verdeutlicht. Nach Ludwig Traube ist diese Methode zunächst von den griech. Bibelschreibern verwendet worden. Er nahm an, daß diese Art auf jüdischen Einfluß zurückgehe (Gottesname). Doch kann man die Anregung dafür auch in der griech. Stenographie suchen, welche die veränderlic…

Lessing, Gotthold Ephraim

(390 words)

Author(s): W. Milde
* 22. 1. 1729 in Kamenz (Oberlausitz), U· 2. 1781 in Braunschweig, Bibliothekar, Dichter, Aufklärer. Nach dem Besuch der Kamenzer Lateinschule und der Fürstenschule St. Afra in Meißen begann L. 1746 das Studium in Leipzig (Theologie, Philologie); hier hatte er auch enge Verbindung zum Theater (Neubersche Truppe, «Der junge Gelehrte» 1748); 1752 legte er das Magisterexamen in Wittenberg ab. Seit 1748 war L. in Berlin (mit Unterbrechungen) als Herausgeber, Journalist und Rezensent (Freundschaft mi…

S

(150 words)

Author(s): W. Milde
achtzehnter Buchstabe des lat. Alphabets (neunzehnter im dt. Alphabet), entstand aus dem griech. Sigma, altgriech. (5. Jh. v. Chr.). Dieses wiederum stammt aus dem phönizischen bzw. altsemitischen Zeichen (13. Jh. v. Chr.). Semitisch sāmekh (semk) bezeichnete den Buchstaben S. Das s bezeichnet den stimmlosen dentalen Reibelaut (s); im Deutschen, Englischen und Fran-zösischen auch den stimmhaften dentalen Laut (z). Für sch im tschechischen, kroatischen, litauischen, lettischen Alphabet sowie in…

Clodius, Heinrich Jonathan

(158 words)

Author(s): W. Milde
4. 8. 1767 in Dresden, Bibliothekar, Sekretär der Kurfürstlichen Bibl. in Dresden 1743 — 1767. C. erarbeitete den alphabetischen Kat. (20 Bde. 1750 — 1753) und machte sich um die Verzeichnung der Hss. verdient. Im Siebenjährigen Krieg lagerte er die Bestände in die Kasematten am Opernhaus aus (1760). Werke: «Specimen thesauri novae Bibliothecae litterariae universalis realis» 1757; « Kurzgefaßte historische Nachricht von der ehemaligen und gegenwärtigen Einrichtung der Churfürstlichen Bibl. zu Dresden 1763; «Primae lineae bibliothecae lusoriae» 1761. W. Milde Bibliography Ad…

Schweiger, Franz Ludwig Anton

(228 words)

Author(s): W. Milde
* 29. 3. 1803 in Braunschweig, † 23. 4. 1872 in Göttingen, Professor der Literärgesch. und Bibliothekar, 1836–1838 Bibl.sekretär in Wolfenbüttel unter dem Oberbibliothekar Karl Philipp Christian Schönemann. S. war gegen die weitere Auflö-sung der alten Sammelbde. und wollte die alte Ordnung des Herzogs August retten. 1838 ging er nach Göttingen als Unterbibliothekar, 1858 wurde er 2. Bibliothekar neben dem Oberbibliothekar Karl Friedrich Christian Hoeck. Er hatte entscheidenden Anteil an den Dir…

Handschriftensammlungen

(6,210 words)

Author(s): W. Milde
(hier: Slg. abendländischer Hss.) sind mit wenigen Ausnahmen Bestandteile öffentlicher Institutionen (überwiegend der Bibl.en). Eine Gesamtübersicht mit exakten Zahlenangaben der Bestände gibt es nicht, zumal einheitliche Aufnahmeverfahren und Zählweisen nicht existieren. Regionale Übersichten gibt es für die BRDeutschland, die USA, die UdSSR und für Polen. Eine heute noch maßgebliche Auflistung gab der Münchener Philologe und Mediävist Ludwig Traube («Vorlesungen und Abhandlungen» Bd. 1, S. 127), als er die wichtigsten europäischen Bibl.e…

Heinemann, Otto von

(234 words)

Author(s): W. Milde
*7.3.1824 in Helmstedt, † 7. 6. 1904 in Wolfenbüttel, Bibliothekar und Historiker. H. studierte Gesch. und neuere Sprachen in Bonn und Berlin (insbes. bei Leopold von Ranke), war 1848 – 1850 Hauslehrer in Paris, 1854–1863 Gymnasialoberlehrerund Archivar in Bernburg, 1868–1904 Leiter der Bibl, zu Wolfenbüttel. Er begann mit der modernen Katalogisierung der Hss. (1. Bd. 1884) und Drucke in Wolfenbüttel, ließ den Neubau des Bibliotheksgebäudes errichten (1881–1886; das ältere, die baufällig geworde…

Riddagshausen

(327 words)

Author(s): W. Milde
(urspr. «Cella S. Mariae») ehemaliges Zisterzienserkloster, östlich von Braunschweig, 1934 eingemeindet. R. wurde 1145 gegr. als Filiation des Zisterzienserklosters Amelungsborn; es erhielt zahlreiche Dotationen, u. a. von Heinrich dem Löwen. 1216 Baubeginn, 1275 Weihe der heutigen Kirche (seit 1568 evangelische Pfarrkirche). 1542 bzw. 1568 wurde die Reformation eingeführt, nach dem 30jährigen Krieg wurde R. herzogliche Domäne. Im 16. und 17. Jh. erlitt R. oftmals Plünderungen, und Zerstörungen.…

Plinius Secundus der Ältere, Gaius

(140 words)

Author(s): W Milde
(23 — 79 n.Chr.), aus Comum (= Como, Oberitalien), röm. Offizier und Verwaltungsbeamter, beim Vesuvausbruch am 24. 8. 79 als Opfer seines Forschungsdranges in Aschenregen und Vulkangasen umgekommen. Von seinen Werken hat sich nur die «Naturalis historia» (37 Bücher, unvollendet, über 300 bekannte Hss. und 21 Ink. [H 13087 — 13107]) erhalten, eine aus zahllosen Quellen und eigenen Erfahrungen zusammengestellte Enzyklopädie des damals bekannten Wissens: Entstehung des Weltalls, Geographie, Medizin…

Laskaris, Janos

(234 words)

Author(s): W. Milde
(genannt Rhyndaconus), * 1445, f 7. 12. 1534, byzantinischer Philologe, Dichter und Bibliothekar. Er floh 1453 aus Konstantinopel über Kreta nach Italien, wurde um 1475 in Florenz Lehrer für Griech. und Bibliothekar bei Lorenzo de'Medici, für den er auf zwei Reisen 1491/1492 ca. 200 griech. Hss. erwarb (bes. aus Klöstern auf dem Athos und auf Kreta). Nach der Vertreibung der Medici aus Florenz (1494) ließ er sich 1496 in Paris nieder, unterrichtete dort Griech., war befreundet mit Guillaume Búdé…
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