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Your search for 'dc_creator:( "W. Milde" ) OR dc_contributor:( "W. Milde" )' returned 92 results. Modify search

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Ab epistulis

(158 words)

Author(s): W. Milde
kaiserl. Hofamt (Sekretariat), das die offizielle Korrespondenz des röm. Kaisers erledigte, hauptsächlich mit Körperschaften, Beamten, hohen Privatpersonen (Versendung der kaiserl. Befehle, Ausfertigung der meist in Briefform abgefaßten Erlasse, Benachrichtigung von Beamten u. Offizieren über ihre Ernennung). Den Gegensatz dazu bildete der öffentlich ausgehängte kaiserl. Randbescheid (subscriptio) auf den libelli niedriger gestellter Personen ab libellis). - Entstehung: Zusammen mit dem Kaisertu…

Pecia

(410 words)

Author(s): W. Milde
(mittellat. pecia, petiä = Stück, Bissen). Mehrere europäische Univ. besaßen im 13. und 14. Jh. Einrichtungen, die für eine zuverlässige Vervielfältigung von Textbüchern für Studienzwecke sorgen sollten. Die Univ. ließ von diesen Unterrichtstexten (z.B. vom Corpus Juris, von Aristoteles, Roger Bacon, Thomas von Aquin) korrigierte «Normalex.» herstellen, die offiziellen Charakter trugen und nach starkem Gebrauch ersetzt wurden. Diese unter der Aufsicht der Univ. angefertigten Normalex, wurden bei…

T

(171 words)

Author(s): W. Milde
neunzehnter Buchstabe des lat. Alphabets (zwanzigster im dt. Alphabet), entspricht dem griech. T («Tau»). Als Laut bezeichnet T den dentalen stimmlosen Verschluß-laut. Die Minuskelform des T unterscheidet sich im Prinzip nicht von der Majuskelform: Das T der frühen Majuskelschriften (Capitalis, Unziale u. a.) wird in der Halbunziale wie in den Minuskelformen bis zur Karolingischen Minuskel (d. h. im Vierliniensystem) ebenfalls mit Schaft (zuweilen unten gerundet) und oberem Deck-oder Querbalken …

Amorbach

(420 words)

Author(s): W. Milde
im Odenwald, unterfränkisches Benediktinerkloster, gegr. noch vor dem Bistum Würzburg (742). Ältestes erhaltenes Schriftdenkmal sind die Fragmente eines Alten Testamentes (Berlin, Staatsbibi. Preuß. Kulturbesitz; London; Würzburg; Amorbach Archiv) vom Anfang des 9. Jh.s in angelsächsischer Minuskel (Amorbach oder Fulda). In karolingischer Zeit Beteiligung an der Sachsenmission (drei Äbte waren zugleich Bischöfe von Verden/Aller). 1015 gelangten Hss. durch Übersiedlung Amorbacher Mönche nach Bamb…

Reverenzpunkte

(68 words)

Author(s): W. Milde
(gemipunctus) sind zwei nebeneinander gesetzte Punkte, die in ma. Hss. Namen von Personen ersetzen, die nicht gen., sondern nur durch Titel und / oder Würden bezeichnet werden. Der Gebrauch ist bereits dem Altertum bekannt, kam in der Neuzeit aberwieder abhanden. W. Milde Bibliography Bretholz, B.: Lat. Paläographie. 3. Aufl. Leipzig / Berlin 1926, S. III—112 Foerster, H.: Abriß der lateinischen Paläographie. 2. Aufl. Stuttgart 1963, S. 249.

Quintern

(156 words)

Author(s): W. Milde
(io), auch Quinio (lat. Heft aus fünf Bl.), ist die Bezeichnung für eine Lage von fünf in der Mitte ge falteten Doppelbl. (= zehn Bl.). Die meisten irischen und viele angelsächsischen Hss. weisen Lagen aus fünf Doppelbl. auf. Auch in Capitalis rustica geschriebene frühe Hss. bestehen aus Q.en, so z. B. der vatikanische Terenz («Cod. Bembinus» Vat. Lat. 3226) oder der palimpsestierte vatikanische Aulus Gellius (Vat. Palat. Lat 24). Der auch von den Frühdruckern vielverwendete Ausdruck konnte auch ganz allg. eine Lage (von beliebigem Umfang) bezeichnen. Quatern Quincy–Apokalypse. M…

Paläographie

(2,333 words)

Author(s): W. Milde | O. Mazal
(griech.: παλαιός = alt; γράφειν = schreiben), Kunde von den alten Schriften. Definition und Aufgabe. P ist die Lehre von der Entwicklung der Buchstabenschrift und der Wandlung der einzelnen Buchstabenformen, hier insbes. der lat. Schrift des röm. Altertums und des abendländischen MA. Sie hat als Methode dafür den Vergleich entwickelt. Losgelöst von der P. im engeren Sinn haben sich im Laufe der Zeit die Erforschung der Urkundenschrift, ferner die Papyrologie, die Epigraphik, die Numismatik und die Sphragis…

Briefsammlungen

(526 words)

Author(s): B. Bader | W. Milde
1. Im Altertum. Schon früh wurden Briefe berühmter Personen wie lit. Werke gesammelt und veröffentlicht, z.T. von den Verf. selbst. So entstanden B. von Platon, Aristoteles, Demosthenes, Isokrates u. a. In sie sind aber auch gefälschte Briefe geraten, und die Unterscheidung von echten und gefälschten Briefen (z. B. Platons) zählt zu den umstrittensten Fragen in der Klassischen Philologie. Daneben sind B. historischer Personen komplett fingiert worden, z. B. der angebliche Briefwechsel zwischen Paul…

Handschrift

(1,045 words)

Author(s): G. Pflug | W Milde
1. Art und Duktus der Schriftzüge einer Person in ihrer individuellen Ausprägung, etwa als deutliche, ausgeschriebene, unleserliche H. Aus ihrer Eigenart kann ein nicht genannter Schreiber eines Textes identifiziert werden. Die Graphologie versucht, aus der H. die Veranlagung und den Charakter des Schreibers abzuleiten. G. Pflug 2. Mit der Hand Geschriebenes im Gegensatz zum Gedruckten (ohne zeitliche Begrenzung). Von Autoren eigenhändig geschriebene Texte, Autographen genannt, begegnen vereinzelt schon im MA, in größerem Umfang in der Neuzeit. Im engeren Sinn bezeichne…

Liniierung

(598 words)

Author(s): W. Milde | Red.
1. in Hss. gehörte zu den vorbereitenden Arbeiten bei der Anfertigung des ma. Cod. und wurde in der Regel zus. mit der Formierung der Lagen durchge-fuhrt. Dies geschah zunächst in der Weise, daß mit einem Griffel Linien in das Blatt eingedrückt wurden (Blindliniierung). Um die Regelmäßigkeit des Zeilenabstandes zu sichern, wurden die Linien durch Stiche mit einem Zirkel festgelegt, und zwar etwa bis zum 6. Jh. in der Mitte zwischen den Kolumnen, später am äußeren Rand. Zum Ziehen der Linien (ein…

Bibliotheksgeschichte

(11,092 words)

Author(s): H.-S. Schuster | B. Bader | W. Milde | R. Hacker | W. Schmitz
I. Alter Orient. Trotz der immensen Menge von bisher im mesopotamischen Raum und den zugehörigen Nachbargebieten ausgegrabenen Tontafeln (mehrere hunderttausend) sind Bibl.en (im strengen Sinne) im Alten Orient selten nachzuweisen. Denn der überwiegende Teil der Tafeln (mehr als 80%) ist wirtschaftlicher Natur (Verträge über die verschiedensten Rechtsgeschäfte, Abrechnungen, Geschäfts-und Privatbriefe). Bereits im 3. Jahrtausend v. Chr. pflegte man sie zu sammeln und in Krügen aus Ton bzw. Käste…

Deutschland

(12,318 words)

Author(s): G. Pflug | W. Milde | W. Schmitz | F. A. Schmidt-Kütisemüller | H. Wendland | Et al.
Im Unterschied zu den meisten Staatennamen verbindet sich mit dem Namen D. keine Vorstellung kontinuierlicher Entwicklung eines geographischen Gebiets und einer staatlichen Struktur. Schon beim Entstehen des Wortes im 12. Jh. bezeichnete es stärker ein Volk als einen Staat. Heute wird unter D. gewöhnlich das Staatsgebiet verstanden, das in der 2. Hälfte des 19. Jh.s entstand und sich 1871 in der Gründungsversammlung in Versailles konstituierte. Seitdem sind Teile ausgegliedert worden, und vor al…
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