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Your search for 'dc_creator:( "W. Milde" ) OR dc_contributor:( "W. Milde" )' returned 92 results. Modify search


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Subscriptio

(607 words)

Author(s): W. Milde
(lat. = Unterschrift) wird als Bezeichnung für Schlußschriften in Hss. verwendet, insbes. für Schluß-schriften in profanen und christlichen Hss. zur Zeit des Überganges von der Spätantike zum MA (4.–6. Jh.). Vielfach gibt die S. wichtige Anhaltspunkte für die Überlieferungsgesch. einzelner Texte, zumal wenn sie auf Textkorrekturen hinweist (bes. in Hss. antiker Autoren). Korrigiert bzw. emendiert wurde vorwiegend in Italien, z. B. in Rom, Verona, Ravenna, Mailand, im Kreis der Symmachi; aber auc…

Abkürzungen

(1,566 words)

Author(s): W. Milde
in der Schrift zur Zeit- und Raumersparnis hat es bereits in vorchristlicher Zeit gegeben; in ein System gebracht wurden sie vor allem durch die Römer. Das umfangreiche lateinische Abkürzungswesen des Mittelalters hat eine zweifache Wurzel: 1. die römischen epigraphisch-juristischen Kürzungen (älteste Art der Abkürzung, Charakteristikum: Suspension); 2. die christlichen Kürzungen der Nomina Sacra (Charakteristikum: Kontraktion). Zu 1: Bei der Suspension werden nur der erste Buchstabe bzw. die ersten Buchstaben eines Wortes oder auch einzelner Silben…

V

(85 words)

Author(s): W. Milde
Einundzwanzigster Buchstabe des lat. Alphabets (zweiundzwanzigster im dt. Alphabet). Die Formen V (unten spitz zulaufend) und U (unten gerundet) in der lat. Schrift haben eine gemeinsame Herkunft. Das V wird (wie das U) konsonantisch sowohl für den Lautwert f als auch für den Lautwert w benutzt («Vater/Valentin»), aber auch vokalisch für den Lautwert u («vokalisches» V in lat. «vniversale», in frühneuhochdt. «vnd»). Erst seit Beginn der Neuzeit wird die Form V nur noch konsonantisch, die Form U nur noch vokalisch benutzt. W. Milde

Purpurhandschriften

(530 words)

Author(s): W. Milde
Purpurgefärbte beziehungsweise -getränkte Hss., in Gold- und Silberschrift geschrieben, waren Luxusbücher, denn Purpur und Gold waren nicht nur teuer, sondern standen allein Göttern, Heiligen und Herrschern zu. Purpurgefärbtes Pergament kam bereits in der Antike vor (als Umschlag von Rollen), wurde später — zunächst zögernd - vom christlichen Buchwesen für Evangeliare und Psalterien übernommen, war vom östlichen Mittelmeerraum bis Westeuropa bekannt und erlebte in der Renaissance einen letzten H…

Bernwardbibel

(115 words)

Author(s): W. Milde
Hildesheim Domschatz Nr. 61 (vollständige Bibelhs. mit 486 Bl., 45,5×34,5 cm, zweispaltig); entstanden Anfang des 11. Jh.s in Hildesheim für das dortige Michaelskloster. Mit Zierinitialen (teils unvollendet) am Anfang jedes biblischen Buches u. einer Eingangsminiatur fol. 1: Goldenes Gemmenkreuz mit Hieronymus (oder Moses) u. personifizierter Ecclesia unter Arkade. Sie wird dem Diakon Guntbald zugeschrieben, der im Auftrag Bischof Bernwards an mehreren Hildesheimer Hss. arbeitete. W. Milde Bibliography Elbern, V. H. / Reuther, H.: Der Hildesheimer Domschatz. Hildesh…

Vilicus

(244 words)

Author(s): W. Milde
Verwalter, im Altertum Sklave und/oder Freigelassener für verschiedene Tätigkeiten, darunter in Bibliotheken. Bes. in der röm. Kaiserzeit wurden Personen, die in einer Art «Dienstverhältnis» zu einer Bibl. standen, ganz allg. als «a bibliotheca» bezeichnet. Zu ihnen gehörten wohl auch V. als Amtspersonen. Leiter von Bibl. waren meist wiss. ausgewiesene Gelehrte, oftmals von Kaisern berufen, wie der von Augustus als Leiter der Bibl. auf dem Palatin in Rom bestellte Philologe und Historiker C. Iul…

Handschrift

(1,045 words)

Author(s): G. Pflug | W Milde
1. Art und Duktus der Schriftzüge einer Person in ihrer individuellen Ausprägung, etwa als deutliche, ausgeschriebene, unleserliche H. Aus ihrer Eigenart kann ein nicht genannter Schreiber eines Textes identifiziert werden. Die Graphologie versucht, aus der H. die Veranlagung und den Charakter des Schreibers abzuleiten. G. Pflug 2. Mit der Hand Geschriebenes im Gegensatz zum Gedruckten (ohne zeitliche Begrenzung). Von Autoren eigenhändig geschriebene Texte, Autographen genannt, begegnen vereinzelt schon im MA, in größerem Umfang in der Neuzeit. Im engeren Sinn bezeichne…

Paläographie

(2,333 words)

Author(s): W. Milde | O. Mazal
(griech.: παλαιός = alt; γράφειν = schreiben), Kunde von den alten Schriften. Definition und Aufgabe. P ist die Lehre von der Entwicklung der Buchstabenschrift und der Wandlung der einzelnen Buchstabenformen, hier insbes. der lat. Schrift des röm. Altertums und des abendländischen MA. Sie hat als Methode dafür den Vergleich entwickelt. Losgelöst von der P. im engeren Sinn haben sich im Laufe der Zeit die Erforschung der Urkundenschrift, ferner die Papyrologie, die Epigraphik, die Numismatik und die Sphragis…

Briefsammlungen

(526 words)

Author(s): B. Bader | W. Milde
1. Im Altertum. Schon früh wurden Briefe berühmter Personen wie lit. Werke gesammelt und veröffentlicht, z.T. von den Verf. selbst. So entstanden B. von Platon, Aristoteles, Demosthenes, Isokrates u. a. In sie sind aber auch gefälschte Briefe geraten, und die Unterscheidung von echten und gefälschten Briefen (z. B. Platons) zählt zu den umstrittensten Fragen in der Klassischen Philologie. Daneben sind B. historischer Personen komplett fingiert worden, z. B. der angebliche Briefwechsel zwischen Paul…

Liniierung

(598 words)

Author(s): W. Milde | Red.
1. in Hss. gehörte zu den vorbereitenden Arbeiten bei der Anfertigung des ma. Cod. und wurde in der Regel zus. mit der Formierung der Lagen durchge-fuhrt. Dies geschah zunächst in der Weise, daß mit einem Griffel Linien in das Blatt eingedrückt wurden (Blindliniierung). Um die Regelmäßigkeit des Zeilenabstandes zu sichern, wurden die Linien durch Stiche mit einem Zirkel festgelegt, und zwar etwa bis zum 6. Jh. in der Mitte zwischen den Kolumnen, später am äußeren Rand. Zum Ziehen der Linien (ein…

Bibliotheksgeschichte

(11,092 words)

Author(s): H.-S. Schuster | B. Bader | W. Milde | R. Hacker | W. Schmitz
I. Alter Orient. Trotz der immensen Menge von bisher im mesopotamischen Raum und den zugehörigen Nachbargebieten ausgegrabenen Tontafeln (mehrere hunderttausend) sind Bibl.en (im strengen Sinne) im Alten Orient selten nachzuweisen. Denn der überwiegende Teil der Tafeln (mehr als 80%) ist wirtschaftlicher Natur (Verträge über die verschiedensten Rechtsgeschäfte, Abrechnungen, Geschäfts-und Privatbriefe). Bereits im 3. Jahrtausend v. Chr. pflegte man sie zu sammeln und in Krügen aus Ton bzw. Käste…

Deutschland

(12,318 words)

Author(s): G. Pflug | W. Milde | W. Schmitz | F. A. Schmidt-Kütisemüller | H. Wendland | Et al.
Im Unterschied zu den meisten Staatennamen verbindet sich mit dem Namen D. keine Vorstellung kontinuierlicher Entwicklung eines geographischen Gebiets und einer staatlichen Struktur. Schon beim Entstehen des Wortes im 12. Jh. bezeichnete es stärker ein Volk als einen Staat. Heute wird unter D. gewöhnlich das Staatsgebiet verstanden, das in der 2. Hälfte des 19. Jh.s entstand und sich 1871 in der Gründungsversammlung in Versailles konstituierte. Seitdem sind Teile ausgegliedert worden, und vor al…
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