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Your search for 'dc_creator:( "Walter, Peter" ) OR dc_contributor:( "Walter, Peter" )' returned 31 results. Modify search


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Moraltheologie

(1,923 words)

Author(s): Walter, Peter
1. Begriff M. (lat. theologia moralis) bezeichnet diejenige Disziplin innerhalb der sich seit der Frühen Nz. ausdifferenzierenden Theologie, die sich im Hinblick auf den Glauben mit dem Handeln (Ethik) im Unterschied zum Erkennen (Dogmatik) beschäftigt. Während moralis [ philosophia] bereits bei Cicero, der damit griech. ḗthos (»Sitte«) übersetzte ( De fato 1), und im MA häufig begegnet, findet sich die Wortverbindung theologia moralis erst in der Nz. (Ausnahme [8. 45 f.]). In einem Buchtitel begegnet theologia moralis erstmals Ende des 16. Jh.s (Henrique Henriquez, Theologia…

Priestertum

(1,740 words)

Author(s): Walter, Peter
1. Begriffsgeschichte Das dt. Wort Priester (= Pr.), das wie die Entsprechungen in anderen westeurop. Sprachen (engl. priest, franz. prêtre, ital. prete) etymologisch auf das kirchenlat. presbyter (von griech. presbýteros, ›Älterer‹) zurückgeht, hat unterschiedliche Bedeutungsinhalte. Während Pr. in der allgemeinen Religionsgeschichte und im AT einen relig. Spezialisten bzw. Funktionsträger v. a. im Bereich des Kultes bezeichnet (Pr. im Sinne des lat. sacerdos), verzichtet das NT vollständig auf priesterliche Begrifflichkeit. Die Funktionsträger in den G…

Sakramentalien

(874 words)

Author(s): Walter, Peter
Sacramentale (mlat., von lat. sacramentum; »zu einem Sakrament gehörig«) ist ein im 12. Jh. erstmals fassbarer Begriff zur Bezeichnung von Handlungen, die mit einem Sakrament in engem Zusammenhang stehen, z. B. die Katechese (Katechismus) und der Exorzismus (Gebet zur Vertreibung des Bösen) bei der Taufe, so schon Petrus Lombardus ( Liber Sententiarum, Buch 4, dist. 6, cap. 7, um 1150), und die man zuvor selber als Sakrament bezeichnet hatte. Da dessen Sentenzenwerk bis ins 16. Jh. das maßgebliche theologische Lehrbuch blieb, etablierte sich der Begriff. Zugleich bildete sich…

Römisch-Katholische Kirche

(8,701 words)

Author(s): Walter, Peter
1. Begriff Erst in der Nz. wurden die beiden Adjektive »röm.« und »kath.« miteinander verbunden, um innerhalb der seit der Reformation entstehenden Konfessionskirchen diejenige zu bezeichnen, die in Rom ihr Zentrum hat. Das in seiner ekklesiologischen Verwendung ältere der beiden, »kath.« (von griech. kathólou, katholikós; »allumfassend«), taucht erstmals im 2. Jh. im Brief des Bischofs Ignatius von Antiochia an die Gemeinde von Smyrna (8,2) auf, um die umfassende Kirche Jesu Christi von einer einzelnen Gemeinde zu unterscheiden (für beides kennt das Griechische nur ein Wort: e…

Trienter Konzil

(1,969 words)

Author(s): Walter, Peter
1. Definition und Vorgeschichte Das T. K. (lat. Concilium Tridentinum) war das maßgebliche Konzil der Nz. Mit Unterbrechungen tagte es von 1545 bis 1563 in Trient (lat. Tridentum, ital. Trento). Mit seinen durch das Papsttum durchgesetzten Beschlüssen konnte es die Ausbreitung der Reformation nicht mehr verhindern, prägte aber die Römisch-Katholische Kirche der folgenden Jahrhunderte (Konfessionalisierung). Als Martin Luther nach seiner Verurteilung durch den Papst 1520 an ein Allgemeines K. appellierte, das ihm Gerechtigkeit zuteil werden lassen s…

Council of Trent

(1,977 words)

Author(s): Walter, Peter
1. Definition and backgroundThe Council of Trent (Latin  Concilium Tridentinum) was the definitive ecclesiastical council (Council [ecclesiastical]) of the early modern period. With interruptions, it met in Trent (Latin Tridentum, Italian Trento) from 1545 to 1563. Its decrees, approved by the papacy, were too late to stem the tide of the Reformation, but it put its stamp on the Roman Catholic Church of the centuries that followed (Confessionalization).When Martin Luther, condemned by the pope in 1520, appealed to a general council to give him justice, he wa…
Date: 2017-02-14

Dogma

(1,243 words)

Author(s): Nüssel, Friederike | Walter, Peter
1. Definition Ähnlich wie im antiken, altkirchlichen und scholastischen Sprachgebrauch wird der Begriff D. (griech.; »Lehrsatz«) in der Nz. zur Bezeichnung von Lehren und Schulmeinungen unterschiedlichen Inhalts gebraucht. Dabei können sowohl die allgemein als wahr geltenden kirchlichen Lehren als auch umstrittene philosophische Schulmeinungen und sogar christl. Irrlehren als D. etikettiert werden. Da der Begriff somit durchaus abwertende Bedeutung haben konnte, ist zu verstehen, dass die in der c…

Schisma

(1,637 words)

Author(s): Walter, Peter | Bayer, Axel
1. Allgemein Der Begriff schísma (»Spaltung«, »Trennung«) ist ein griech. Lehnwort, das unübersetzt ins Kirchenlatein und in moderne Sprachen gelangte. Er bezeichnet (1) den Vorgang einer Abspaltung von der Kirche; (2) den dadurch hervorgerufenen Zustand und (3) die so entstandene Gruppe. Ein Sch. unterscheidet sich insofern von einer Häresie, als es sich nicht wie diese gegen den Glauben, sondern gegen die Einheit der Kirche richtet. Augustinus lieferte dafür um 400 eine bündige Formel: »Ein Sch. b…

Theologische Fakultäten

(2,973 words)

Author(s): Walter, Peter | Rieger, Reinhold
1. Allgemein Aufgrund der komplexen Entstehungsgeschichte der europ. Universitäten (= Univ.) gab es im HochMA eine Th. F. nur an den nach dem Modell von Paris in vier Fakultäten (Artisten-F., Juristische Fakultät, Medizinische Fakultät und Th. F.) untergliederten Lehranstalten. Die nach dem Vorbild Bolognas gegründeten Hochschulen hingegen bestanden aus zwei Untereinheiten, die selbst Univ. hießen (Univ. der Juristen bzw. der Artisten und Mediziner). Die Theologie gehörte hier nicht zum Univ.-Stud…

Bischofsamt

(2,060 words)

Author(s): Walter, Peter | Wendebourg, Dorothea
1. Katholizismus 1.1. Das katholische Bischofsamt Bischof (= Bf.; von griech. epískopos: »Aufseher«) bezeichnet (1) im NT das Mitglied eines gemeindlichen Leitungsgremiums; (2) seit dem 2. Jh. den Vorsteher einer christl. Stadtgemeinde, der diese unter Mitarbeit von Presbytern (Priesteramt) und Diakonen leitet; (3) seit der Spätantike bis heute den Vorsteher eines größeren Bezirks (Bistum), den Diözesan-Bf. Das B. im zuletzt genannten Sinn beinhaltet neben der Leitung des eigenen Sprengels auch gesamtkirc…

Häresie

(1,800 words)

Author(s): Walter, Peter | Leppin, Volker
1. Begriff H. (von griech. haíresis, »Schule«, »Lehrmeinung«, »Parteiung«) bezeichnet eine gravierende Abweichung im Glauben (»Irrlehre«), die den Ausschluss aus der Kirche zur Folge hat (Exkommunikation). Das im Deutschen synonyme Wort »Ketzerei« leitet sich von der Bezeichnung für die ma. Massenbewegung der »Katharer« (griech. katharoí, »die Reinen«) ab, die im 12. Jh. eine Gegenkirche bildeten und mit allen Mitteln verfolgt wurden. Von der H. als Verletzung der Integrität des Glaubens durch Einzelne oder Gruppen sind die Apostasie (griech. apostasía) als »Abfall« vom …

Jesuiten

(3,069 words)

Author(s): Walter, Peter | Wald, Melanie
1. Gründung und Verfassung J. ist die Kurzbezeichnung der Mitglieder der Societas Iesu (lat.; »Gesellschaft Jesu«), des in der Nz. größten, bedeutendsten und zugleich umstrittensten Männerordens der Römisch-katholischen Kirche. Gegründet wurden die J. von dem baskischen Adligen Iñigo López de Loyola, der sich später lat. Ignatius nannte. Ursprünglich Soldat, orientierte er 1521 nach einer schweren Verwundung sein Leben neu und begann ein Studium, das er in Paris mit dem Grad eines Magister Artium abschloss. Da er bereits wä…

Dogma

(1,194 words)

Author(s): Nüssel, Friederike | Walter, Peter
1. DefinitionThe term  dogma (Greek: “tenet, proposition”) in early modern usage, as in antiquity, the early church, and scholasticism, was used to denote doctrines and opinions of diverse content. The label can be applied to both church doctrines generally accepted as true and to disputed philosophical opinions, and even to Christian heresies. Since the term could definitely have a pejorative sense, it is understandable that until well into the early modern period the Christian theology of the Lat…
Date: 2016-09-26

Marienverehrung

(2,930 words)

Author(s): Walter, Peter | König, Hans-Joachim
1. Grundlagen Maria (= Ma.), die Mutter Jesu, um deren im NT nur knapp skizziertes Leben sich seit dem 2. Jh. zahlreiche Legenden rankten, wurde bes. im Gefolge der Dogmatisierung der Gottessohnschaft Jesu Christi im 4. und 5. Jh. privat und liturgisch verehrt. Es entstand eine v. a. im MA wachsende Zahl von über das Kirchenjahr verteilten Ma.-Festen sowie der Gottesmutter geweihten Kirchen und Wallfahrts-Orten (s. u. 2.2.). Ma. wurde auch als exemplarische Jüngerin Jesu betrachtet. Sie bot den Gl…

Predigt

(4,087 words)

Author(s): Walter, Peter | Straßberger, Andres | Felmy, Karl Christian
1. Allgemein P. (von lat. praedicatio, ›Bekanntmachung‹) bezeichnet die öffentliche Verkündigung im Rahmen des christl. Gottesdienstes. Diese lässt sich in zwei Gattungen einteilen: (1) die Homilie (griech. homilía; lat. tractatus, ›Rede‹, ›Erörterung‹), d. h. die Auslegung zuvor verlesener Bibel-Texte (›Lesung[en]‹) – ein Brauch, den das Christentum vom Judentum übernommen hat; (2) die Kanzelrede (lat. sermo, ›Rede‹), die ein Thema systematisch entfaltet und sich am Kirchenjahr (lat. sermo de tempore, ›P. über die Zeit‹), an den Heiligenfesten ( de sanctis, ›über die He…

Seelsorge

(3,982 words)

Author(s): Walter, Peter | Möller, Christian | Schneider, Johann
1. Einleitung S. bezeichnet den Beistand kirchlicher Amtspersonen (Seelsorger) für Einzelne und Gruppen von Gläubigen in Fragen des Glaubens und der relig. Lebensgestaltung. In der Regula pastoralis (»Pastoralregel«, um 590) Papst Gregors I., der bis in die Nz. maßgeblichen S.-Anleitung, werden dafür die Begriffe cura pastoralis (lat.; »Hirtensorge«; davon engl. pastoral care, franz. la pastorale) und regimen animarum (»Seelenleitung«) verwendet. Das wörtliche lat. Äquivalent von S., cura animarum, begegnet erst im FrühMA und bestimmte von da an den kirchl. Spr…

Patriarchate, christliche

(2,842 words)

Author(s): Walter, Peter | Gahbauer, Ferdinand | Kraft, Ekkehard
1. Begriff P. bezeichnet im kirchl. Sprachgebrauch den Amtsbezirk eines Patriarchen. Patriarch (griech. patriárchēs – zusammengesetzt aus patḗr, »Vater« und árchein, »Anführer sein«, »herrschen« – bedeutete ursprgl. Sippenoberhaupt bzw. Stammvater) war seit der Spätantike Titel für leitende christl. Geistliche. Bereits auf dem ersten allgemeinen Konzil von Nicäa (325) war eine regionale Struktur der Kirche mit den Zentren Rom, Alexandria und Antiochia fassbar, denen 381 die neue Hauptstadt Konstantinopel und 451 Jerusalem zur Seite gestellt wurden. Diese fünf Bischofss…

Dogmatik

(3,106 words)

Author(s): Nüssel, Friederike | Walter, Peter | Wasmuth, Jennifer
1. Begriff Obwohl D. der Sache nach schon von altkirchlichen Theologen wie Origenes (3. Jh. n. Chr.) betrieben wurde, bürgerte sich der Begriff D. (lat. theologia dogmatica, von griech. dogmatikḗ, »die die kirchliche Lehre – dógma – betreffende Lehre«, also »Theologische Lehre«, »Glaubenslehre«) erst in der Theologie des 17. Jh.s ein. In der Frühaufklärung bot J. F. Buddeus in seiner enzyklopädischen Einführung in die Theologie (1727) erstmalig eine Definition [11]: Unter D. sei der Teil der Theologie zu verstehen, welcher die aus der Bibel gewonnenen heilsno…

Bibelübersetzung

(4,003 words)

Author(s): Beutel, Albrecht | Walter, Peter | Bryner, Erich
1. Protestantismus Die Reformatoren sahen in der Bibel die vollständige, in sich evidente Offenbarung Gottes. Damit war eine spiritualistische Berufung auf zusätzliche innere Offenbarungen ebenso abgewehrt wie die katholische Auffassung, dass sich Gott gleichermaßen in Bibel und kirchlicher Tradition offenbart habe und die Bibel deshalb allein von den kirchlichen Sachwaltern der Lehrtradition (Lehramt), keinesfalls aber von jedermann, recht verstanden und gedeutet werden könne. Diese offenbarungst…

Beichte

(2,478 words)

Author(s): Walter, Peter | Ohst, Martin | Ivanov, Vladimir
1. Definition und Bedeutung Die B. (von mhdt. bigiht, zusammengezogen bīht[e]: Aussage, Bekenntnis; Übersetzung von lat. confessio) ist die vom frühen MA bis teilweise in die Gegenwart gebräuchlichste Form des kirchlichen Bußverfahrens. Der Streit um die Frage, ob der B. der Charakter eines Sakraments zuzuerkennen und wie ihre kirchenamtliche Regulierung und ihre Ausübung in der Religionspraxis zu gestalten sei, ist zu einem wesentlichen Differenzierungsfaktor zwischen den drei großen christl. Konfessionen gewo…
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