Search

Your search for 'dc_creator:( "Walther, Gerrit" ) OR dc_contributor:( "Walther, Gerrit" )' returned 130 results. Modify search

Sort Results by Relevance | Newest titles first | Oldest titles first

Gräzistik

(3,535 words)

Author(s): Landfester, Manfred | Walther, Gerrit
1. Begriff und Funktion Der erst seit der 2. Hälfte des 20. Jh.s übliche Begriff G. bezeichnet die wiss. Beschäftigung mit der »schönen«, philosophischen und fachwiss. Literatur und Sprache der griech. Antike (8. Jh. v. Chr.–6. Jh. n. Chr.). Zusammen mit der Latinistik oder Lat. Philologie bildet die G. seit dem 19. Jh. die Klassische Philologie. Die Renaissance definierte die wiss. Erschließung der griech. – wie auch der lat. – Literatur und Sprache durch deren Funkton als studia humanitatis (»Studien der Humanität«; C. Salutati, L. Bruni) und hob damit auf ihren u…

Geschmack

(1,887 words)

Author(s): Walther, Gerrit | Kanz, Roland
1. Begriff Aus jenem der fünf Sinne, der dem Mund zugehört, wurde G. (lat. gustus bzw. sapor, ital. und span. gusto, franz. goût, engl. taste) spätestens im 17. Jh. zu einem universalen Begriff für die Begabung, das Schöne wahrzunehmen, zu schätzen, zu beurteilen und ggf. zu (re)produzieren. In diesem Sinne stand er zugleich für die Fähigkeit, in jeder Lebenslage das jeweils Angemessene (lat. aptum; Decorum) und Würdige zu tun bzw. zu verkörpern. Walther, Gerrit 2. Träger, Funktionen, Orte Die Begriffe und Leitideale des G. speisten sich aus der klassischen Rhetorik, die…

Barbarian

(1,967 words)

Author(s): Grünberger, Hans | Walther, Gerrit
1. Concept This term, already used by Homer, became a key term in cultural critique from the 14th century onwards. Used polemically, it meant anyone who ignored the values, demands and representatives of humanist education, or indeed opposed them ( Bildung; Humanism), or anyone whose social claims to power did not appear legitimated by a corresponding openness to Early Modern culture and to urban forms of social intercourse. There was special polemical force in the accusation of being a barbarian, precisely because of the variety of …
Date: 2017-02-14

Greek studies

(3,561 words)

Author(s): Landfester, Manfred | Walther, Gerrit
1. Definition and function The term  Greek studies, which did not come into common use until the second half of the 20th century, denotes academic study of the classical Greek language and Greek belletristic, philosophical, and technical literature from the 8th century BCE to the 6th century CE. Since the 19th century, Greek studies together with Latin studies or Latin philology have constituted classical philology. The Renaissance defined the academic study of both Greek and Latin and their literatures as  studia humanitatis (“studies of humanity”; C. Salutati, L. Bru…
Date: 2018-11-28

Canon

(2,503 words)

Author(s): Dücker, Burckhard | Walther, Gerrit
1. Term The Greek word kanṓn (orig. craftsman’s ‘measure’, ‘standard’) had a range of meanings in Antiquity, all of which referred to a generally valid norm. In art, for instance, it denoted from around the time of Polyclitus (5th century BCE) the proportion theory of the human body. In music, beginning with the Pythagoreans (5th century BCE) it was a twelve-part measuring instrument for determining the intervals. In epistemology from Democritus (4th century BCE) it was the sense of truth and the fac…
Date: 2017-02-14

Genealogy

(2,624 words)

Author(s): Walther, Gerrit | Graf, Klaus
1. Concept and forms Ever since Hecataeus of Miletus collected genealogíai (“information about [noble] families”) in the 6th century BCE, the term ‘genealogy’ has denoted the art of ascertaining the place of a subject within his or her biological kin (Latin genus or  gens), or of reconstructing and portraying the succession of generations within a family. The genealogical perspective may be the world's oldest and most widespread method for determining the class (Estates of the realm) and rank of a person in society and for recalling, recording, and presenting the past.In the e…
Date: 2018-02-14

Historiker

(2,098 words)

Author(s): Blanke, Horst Walter | Walther, Gerrit
1. Allgemein 1.1. Begriff Ein H. ist den meisten Lexika des 19. und 20. Jh.s zufolge ein »Geschichtsforscher und -schreiber«, so auch bei Grimm [1] (vgl. Historiographie). Autoren, die sich mit geschichtlichen Sachverhalten beschäftigen, gab es seit Beginn der Schriftlichkeit in Europa ( Homer und Moses, oder Herodot, Thukydides, Livius, Polybios und Tacitus). Erst seit der Spätaufklärung bildete sich aber ein eigenständiger Beruf des H. heraus. In seiner Einleitung zur Übersetzung eines Texts des franz. H. Mably ( Von der Art die Geschichte zu schreiben) differenzierte A. L. …

Weltgeschichte

(6,303 words)

Author(s): Walther, Gerrit | Nolte, Hans-Heinrich
1. Universalgeschichte 1.1. Begriff und Aufgabe W. ist diejenige Gattung der Historiographie, die die Geschichte aller Länder, Nationen, Völker und Kulturen im Gesamtzusammenhang darzustellen sucht, also eine vollständige Geschichte der Menschheit anzielt – und zwar möglichst von den frühesten Anfängen bis zur Gegenwart. Sie teilt diesen Anspruch mit der Universalgeschichte (= Ug.; von griech. kathólu historía, lat. historia universalis), die als Begriff älter ist (um 310 bei Eusebius von Caesarea [14. 347]), während »W.« – zunächst nur als Pluralwort – erst am End…

Antiquarianism (Humanism until 1800)

(6,902 words)

Author(s): Walther, Gerrit (Frankfurt/Main RWG)
Walther, Gerrit (Frankfurt/Main RWG) [German version] A. Concept, Content and Form (CT) During the period covered here, antiquities antiquitates, antiquités, ‘Antiquitäten’, ‘Alterthümer’ were understood as the totality of written documentation or material remains (such as coins, monuments, objects of art and everyday items) that might provide information about the daily conditions, customs, practices, cults, institutions, in short the culture, of an ancient people. An antiquarius was an authority, a collector and archivist of such documents and fragments. A…

Historian

(2,106 words)

Author(s): Blanke, Horst Walter | Walther, Gerrit
1. General 1.1. Terminology Most 19th- and 20th-century lexicons define a historian as a person who studies and writes about history; Grimm calls a Historiker (historian) a  Geschichtsforscher  und -schreiber (researcher and writer of history) [1] (see Historiography). There have been writers dealing with historical events since the beginning of literacy in Europe (Homer and Moses, or Herodotus, Thucydides, Livy, Polybius, and Tacitus). Only since the late Enlightenment, however, have there been professional historians. In his introduction to a translation of a…
Date: 2018-11-28

Altertumskunde (Humanismus bis 1800)

(5,986 words)

Author(s): Walther, Gerrit (Frankfurt/Main) RWG
Walther, Gerrit (Frankfurt/Main) RWG [English version] A. Begriff, Gehalt, Form (RWG) Unter antiquitates, antiquités, antiquities, “Antiquitäten” bzw. “Alterthümern” verstand man in der hier behandelten Epoche eine Summe einzelner schriftlicher Nachrichten oder materialer Überreste (wie Münzen, Monumente, Kunst- und Gebrauchsgegenstände), die Auskunft über die alltäglichen Lebensumstände, Sitten, Gebräuche, Kulte, Institutionen, kurz: die Kultur eines ant. Volkes geben konnten. Ein Antiquarius war ein Kenner, Sammler und Ordner solcher Nachrichten und …

Epoche

(3,523 words)

Author(s): Walther, Gerrit | Kanz, Roland | Riedl, Peter Philipp
1. Geschichte 1.1. Begriff Das griech. Wort epochḗ (»das Anhalten«) meinte in der antiken Alltagssprache das Innehalten in der Rede oder in einer Bewegung, in der Astronomie das Zusammentreffen zweier Himmelskörper und in philosophischen Zusammenhängen den Verzicht darauf, ein Urteil zu fällen (Skepsis). In der Nz. dominierten zunächst die beiden letzten Bedeutungen. Einen histor. Sinn nahm der Begriff erst allmählich an. Bis ins 18. Jh. bezeichnete er dabei nicht einen bestimmten Zeitabschnitt, sondern das Ereignis, das diesen eröffnete. Noch 1771 konnte J. Ch. Gatterer …

Emanzipation

(3,156 words)

Author(s): Klippel, Diethelm | Walther, Gerrit | Klein, Birgit E.
1. Allgemein 1.1. Überblick Der (in alle europ. Sprachen übernommene) Begriff stammt aus dem röm. Privatrecht (lat. emancipatio) und bedeutet ursprünglich die Entlassung aus der väterlichen Gewalt (Elternrecht). Er erlebte seit Beginn der Nz. eine erstaunliche Karriere, obwohl sich die genannte familienrechtliche Bedeutung in der Rechtssprache bis weit in das 19. Jh. hinein in Europa erhielt. Während er, abgesehen von der juristischen Bedeutung, zunächst den Beiklang von moralischem Egoismus annahm, wurde er zus…

Museum

(3,603 words)

Author(s): Walther, Gerrit | Müller-Wille, Staffan | Kalusok, Michaela
1. Begriff Das Ur- und Vorbild jedes nzl. M. war das Museíon, das der ägypt. König Ptolemaios I. um 320 v. Chr. in jenem Teil des Palastes von Alexandria einrichten ließ, in dem sich auch seine weltberühmte Bibliothek befand. Es war eine Akademie, in der sich staatlich besoldete Gelehrte zu Forschung, Gesprächen und Banketten trafen. Erst in der Nz. nahm »M.« eine eher topographisch-materiale Bedeutung an. Das 18. Jh. verstand darunter »jede Stätte, in der Dinge aufbewahrt werden, die einen unmittelbaren Bezug zu den Künsten und Musen haben« [1. 893]. Im 19. Jh. meinte der Begriff…

Katholische Reform

(4,983 words)

Author(s): Decot, Rolf | Walther, Gerrit | Kanz, Roland
1. Begrifflichkeit Die Reaktion auf die Reformation seitens der kath. Kirche (in der Reformationszeit meist Alte Kirche genannt) setzte erst allmählich ein. Um sie zu charakterisieren, hat die Geschichtswissenschaft unterschiedliche Begriffe entwickelt. Es gibt gegenwärtig allerdings keinen Terminus, der sowohl die Reformbemühungen innerhalb der kath. Kirche während des 16. Jh.s als auch den Versuch, das verlorene politisch-gesellschaftliche Terrain zurückzugewinnen, umfassend kennzeichnet. Konkurrierende Begriffe sind K. R., Gegenreformation (= G.), kath. Kon…

Wappen

(3,986 words)

Author(s): Walther, Gerrit | Lück, Heiner | Biller, Josef H.
1. Begriff, Entstehung und Formen W. (von mhdt. wâpen, »Waffen«; franz. armoiries; engl. [ coat of] arms [1]) waren in der abendländischen Ständegesellschaft des MA und der Nz. wichtige Symbole für den Rang und Stand, die Abkunft und die Beziehungen eines Individuums, einer Familie (Familienwappen) oder einer Korporation. Sie entstanden um 1100 in jenen Regionen (Mittel-)Europas, in denen die Feudalgesellschaft am tiefsten verwurzelt war: in (Nord-)Frankreich, Burgund, England, Schottland und im Westen des Alten Reichs. Von …

Catholic Reformation

(5,174 words)

Author(s): Decot, Rolf | Walther, Gerrit | Kanz, Roland
1. Terminology The response of the Catholic Church (usually called the “Old Church” in the Reformation period) to the Reformation began gradually. Historians have coined various terms for it. Today there is still no term that covers both the efforts at reform within the Church during the 16th century and the attempt to win back the Church’s lost socio-political terrain. The competing terms include  Catholic Reformation,   Counter-Reformation, Catholic confessionalization, and recatholization.The reaction of the Old Church (and the states and territories that …
Date: 2017-02-14

Epoch

(3,723 words)

Author(s): Walther, Gerrit | Kanz, Roland | Riedl, Peter Philipp
1. HistoryThe Greek word epochḗ (“suspension, pause”) in everyday speech in Antiquity meant a lull in a speech or a movement, in astronomy the conjunction of two celestial bodies, and in philosophy the suspension of judgment (Skepticism). In the early modern period, the latter two senses were at first dominant. The term only gradually took on a historical sense. As it did so, even until the 18th century, it did not denote a particular span of time, but the event that heralded one. Even in 1771, Joha…
Date: 2016-09-26

Arms

(4,402 words)

Author(s): Walther, Gerrit | Lück, Heiner | Biller, Josef H.
1. Definition, origin, and forms In the Western society of estates (see Estates, society of) of the Middle Ages and early modern period, (coats of) arms (German Wappen from Middle High German  wâpen, French armoiries [1]) were important symbols of rank and status, the descent and relationships of an individual, a family (Family coat of arms), or a corporate body. They came into being around 1100 in the regions of (Central) Europe where feudal society had its deepest roots: (northern) France, Burgundy, England, Scotland, and th…
Date: 2017-02-14

Emancipation

(3,201 words)

Author(s): Klippel, Diethelm | Walther, Gerrit | Klein, Birgit E.
1. General 1.1. OverviewThe term emancipation, which exists in all European languages, comes from Roman private law (Latin emancipatio), and originally meant release from the patria potestas (Parental rights and obligations). The concept had an extraordinary career from the dawn of the early modern period, though the original family law sense survived in jurisdiction long into the 19th century in Europe. While outside legal usage it initially had an overtone of moral egoism, it increasingly became a subject of reflection…
Date: 2018-02-14
▲   Back to top   ▲