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Your search for 'dc_creator:( "W. Grebe" ) OR dc_contributor:( "W. Grebe" )' returned 158 results. Modify search

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Bibliographische Systeme

(197 words)

Author(s): W. Grebe
sind Klassifikationsschemata, die dazu dienen, das Schrifttum (Dokumente) nach ihrem Inhalt zu ordnen (Systematische Bibliographie). Die meisten b. S. sind unter Berücksichtigung ihrer historischen Bedingtheit individuell für eine bestimmte Bibliographie und deren Zweckbestimmung aufgestellt worden. Hierarchisch-logisch gegliederte Systeme herrschen vor. Der Grad der Feingliederung steht im allgemeinen in Relation zu der Menge des zu ordnenden Materials. Es besteht eine enge Wechselbeziehung zu …

Glossographie

(28 words)

Author(s): W. Grebe
Verzeichnung und Erklärung von fremdsprachigen, altertümlichen oder mundartlichen Wörtern (Glossen). Die Slg. erfolgt im Glossar W. Grebe Bibliography Der Kleine Pauly. Bd. 2. Stuttgart 1967, Sp. 816–822.

Internationales Bibliotheksformat

(115 words)

Author(s): W. Grebe
intern. Standardformat für Katalogkarten von 7,5 cm Höhe x 12,5 cm Breite (etwa 3 x 5 Zoll). Das I.B. wurde 1948 als intern. Norm anerkannt. Es wurde Ende des 19. Jh.s in den USA auf Anregung von Melvil Dewey eingeführt und fand durch den Druck der Titelkarten der Library of Congress in Washington seit 1901 rasche Verbreitung. In Deutschland begünstigte die Umstellung der Berliner Titeldrucke von Heft- auf Zettelform 1909 die Durchsetzung des Formats. W. Grebe Bibliography Roloff, H.: Die Katalogisierung. In: Handb. der Bibliothekswissenschaft. 2. Aufl. Bd. 2. Wiesbaden 1…

Personalbibliographie

(74 words)

Author(s): W Grebe
ist ein auf eine oder mehrere Personen bezogenes Schriftenverzeichnis. Es gibt P.n, die Schriften von einer Person (= subjektive P.) oder über eine Person (= objektive P.) verzeichnen oder beide Typen vereinigen. Eine subjektive P, die vom Autor selbst verfaßt wurde, heißt auch Autobibliographie. Biobibliographie W Grebe Bibliography Simon, K. R.: Bibliographische Grundbegriffe und Fachtermini. München 1933, S. 97 — 98 Bartsch, E.: Die Bibliographie. 2. Aufl. München 1989, S. 119 — 120.

Theoretische Bibliographie

(75 words)

Author(s): W. Grebe
befaßt sich im Gegensatz zur Praktischen Bibliographie mit den allg. Aufgaben und Zielen der Bibliographie, mit ihren Formen und Erschließungsmöglichkeiten, mit ihrer Methodik und Geschichte. Die Hauptthemen der T. werden in fast allen a Bibliographien der Bibliographie behandelt. W. Grebe Bibliography Simon, K. R.: Bibliographische Grundbegriffe und Fachtermini. Leipzig 1972, S. 121–122 Schneider, G. / Nestler, F.: Handb. der Bibliographie. Stuttgart 1999, S. 5–6, 18–26, 44–46 dies.: Einführung in die Bibliographie. Stuttgart 2005

Bibliographischer Apparat

(48 words)

Author(s): W. Grebe
bezeichnet die Gesamtheit der Bibliographien und weiterer Nachschlagewerke in der Informationsabteilung einer Bibl. Im engeren Sinne wird unter b. A. der bibliographische Handapparat verstanden, der zur Schnellauskunft (engl.: quick reference) zur Verfügung steht. W. Grebe Bibliography Zum Auskunftsdienst an wissenschaftlichen Bibl.en. Stuttgart 1978 (Auswahlbibliogr. S. 138–158).

Reprokumulation

(107 words)

Author(s): W. Grebe
ist ein reprographisches Kumulations–Verfahren (Kumulation), bei welchem eine beliebige Zahl vorwiegend älterer primärer Bibliographien, Kat. oder biographischer Lexika mit der Schere zerschnitten und die Titel oder Artikel ungeprüft in einem neuen Gesamtverz. sortiert und reproduziert werden, meist in Buchform oder als Mikroficheausgabe. Auf diese Weise werden alte Fehler (etwa nie ersch. «Werke») nicht erkannt und daher weiterverbreitet. Bestehen Urheberoder Verlagsrechte an auszuschlachtenden…

Retrospektive Bibliographie

(119 words)

Author(s): W .Grebe
(aus lat. retro = rückwärts und spectare = schauen, sehen), Bezeichnung für eine Bibliographie, die «rückschauend» bibliographisches Material (z.B. Bücher, Periodica, Aufsätze, Bibliographien oder AV Medien) verzeichnet, welches vor einem bestimmten Zeitpunkt erschienen ist. Fast alle älteren Bibliographien sind R. B.n, die auch Abgeschlossene Bibliographie gen. werden. Retusche. Porträtfoto Wolfang Borchert von Rosemarie Clausen. us: Peter Rühmkorf: olfgang Borchert. amburg 1961. Links: ie im Buch veröffentichte unretuschierte eproduktion …

Kreuzanordnung

(89 words)

Author(s): W Grebe
älterer SynonymbegrifF: Wb.anord-nung. Der K. liegt das Prinzip des Dictionary Catalogue zugrunde. Bei ihr werden formale und sachliche Erschließungselemente in einem Alphabet gemischt, gleichsam gekreuzt. K. liegt bei Kat., Bibliographien oder Reg. vor, wenn ein Werk sowohl unter dem Verf., dem Sachtitel, evt. dem Stichwort als auch dem Schlagwort verzeichnet ist. Die K. wurde im 19. Jh. in den USA bes. von C. A. Cutter entwickelt. Vorteil der K. ist die erleichterte Suche unter formalen und sachlichen Aspekten, nachteilig ist der größere Raumbedarf. W Grebe Bibliography Lit. Kr…

Onomastikon

(66 words)

Author(s): W. Grebe
Bezeichnung für ein meist alphabetisch geordnetes Wb. oder Namenverzeichnis. Das O. war in der Antike und im MA verbreitet. Onomastika gibt es zu nahezu allen Sachgebieten. O. kann auch die Bezeichnung für ein Gedicht auf einen Namenstag sein. W. Grebe Bibliography Der Kleine Pauly. Lexikon der Antike. Bd. 4. München/Stuttgart 1972, Sp. 305–306 Wilpert, G. v.: Sachwörterbuch der Lit. 7. Aufl. Stuttgart 1989, S. 637

Sekundärbibliographie

(42 words)

Author(s): W. Grebe
(oder sekundäre Bibliographie) ist eine Bibliographie, die ihr Titelmaterial nicht durch Autopsie gewonnen hat, sondern aus «zweiter Hand», d. h. aus anderen selbständig oder unselbständig ersch. Bibliographien. W. Grebe Bibliography Simon, K. R.: Bibliographische Grundbegriffe und Fachtermini. München 1973, S. 110.

Universal Bibliographic Control

(192 words)

Author(s): W. Grebe
(UBC) ist ein von der IFLA initiiertes und organisatorisch betreutes Projekt eines weltweiten Austausches von bibliographischen Informationen. Voraussetzungen für die Verfügbarkeit von bibliographischen Daten jeder Veröff. in irgendeinem Land sind einheitliche Katalogisierungsregeln und verbindliche Datenformate. Die Voraussetzungen dafür wurden auf der «International Conference of Cataloguing Principles», Paris 1961, und auf der «International Meeting of Cataloguing Experts», Kopenhagen 1969, g…

Index translationum

(90 words)

Author(s): W. Grebe
laufend erscheinende intern. Bibliographie von Übersetzungen. Die erste Folge erschien 1932–1940. Die neue Folge wird mit Berichtszeit 1948fr. von der UNESCO (Paris) herausgegeben. Der I. t. (Neue Folge) erscheint j. und umfaßt Übers, aus allen Sprachen und Fachgebieten. Materielle Grundlage sind die Nationalbibliographien und die Meldungen von nationalbibliographischen Zentren. Die Anlage im Hauptteil ist alphabetisch nach den franz. Ländernamen, die weitere Gliederung erfolgt nach der Dezimalk…

Säkularisation und Bibliotheken

(425 words)

Author(s): W. Grebe
Für das Bibl.wesen bedeutsame Säkularisationen fanden erst in der Neuzeit statt. Die erste große Säkularisation wurde in den protestantischen Ländern während der Reformationszeit durchgeführt. Die Bibl.en der Stifte, Klöster und Pfarreien wurden nach vorheriger «Säuberung» in den Besitz von Hof-, Stadt- und Schulbibl.en überführt, wobei große Teile der Bestände verschleudert oder vernichtet wurden. Die Säkularisation im Zuge der Reformation kam erst nach dem 30jährigen Krieg zum Abschluß, als di…

Selbständige Bibliographie

(56 words)

Author(s): W. Grebe
bezeichnet eine Veröffentlichung, deren Hauptinhalt eine Bibliographie ist und die zugleich eine bibliographische Einheit darstellt. Gegensatz: unselbständige oder versteckte Bibliographie. W. Grebe Bibliography Weber, H.-O.: Bibliographisch selbständig / bibliographisch unselbständig. In: Aktuelle Probleme der Bibl.verwaltung. Festgabe H. Fuchs zum 70. Geburtstag. Wiesbaden 1966, S. 143–151 Allischewski, H.: Bibliographienkunde. 2. Aufl. Wiesbaden 1986, S. 24.

Glossar

(40 words)

Author(s): W. Grebe
1. Slg. von Glossen (Glosse), 2. Bezeichnung für ein alphabetisch oder sachlich geordnetes Wörterverz. oder Register mit entsprechenden Worterklärungen. W. Grebe Bibliography Thoma H.: Althochdt. Glossen. In: Reallexikon der dt. Literaturgesch. 2. Aufl. Bd. 1. Berlin 1958. S. 579–589

Namenslisten

(47 words)

Author(s): W. Grebe
allg. Bezeichnung für alle Formen von alphabetisch oder sachlich geordneten Verz., die Namen und Begriffe ohne nähere Zusatzerläuterungen aufführen. N. können bibliographisch selbständig ersch. oder Teil eines Werkes sein. Onomastikon W. Grebe Bibliography Schneider, G.: Handb. der Bibliographie. 5. Aufl. Stuttgart 1969, S. 469 — 470.

Schreiber

(154 words)

Author(s): W. Grebe
(lat. scriba, scriptor, librarius, antiquarius u. a.). Die Arbeit eines S.s (Buchschreibers) bestand darin, Abschriften von Texten nach Vorlagen oder seltener nach Diktat anzufertigen. Bis ins Hochma. waren in Europa die S. fast ausschließlich Mönche, so finden sich auch Bez. wie clericus oder clerc für den Schreiber. Seit dem Spätma. und dem Aufkommen der Univ. gewannen die Lohnschreiber an Bedeutung (Pecia). Die Aufgabe des S.s war es, eine bestimmte Vorlage getreu zu kopieren. Beim Abschreibe…

Buyer, Barthélémy

(214 words)

Author(s): W. Grebe
wohlhabender Lyoner Kaufmann und studierter Jurist, der den Buchdruck in Lyon ein–flihrte und förderte. Er errichtete in seinem Haus eine Offizin und stand mit dem aus Lüttich stammenden Erstdrucker von Lyon, Guillaume Le Roy, und den Druckern Nicolaus Philippi, Marcus Reinhard, Martin Huß und Johann Siber in geschäftlichen Beziehungen. Er verlegte theologische, juristische, medizinische und volkslit. Druckwerke, die er z.T. über eigene Agenturen, z.B. in Toulouse oder Paris, vertrieb. Eine Reih…

Kreuzbibliographie

(23 words)

Author(s): W. Grebe
Eine Bibliographie, die nach den Prinzipien des Kreuzkatalogs (Dictionary Catalogue) angelegt ist, z. B. Cumulative Book Index. W. Grebe Bibliography Lit. Kreuzkatalog

Referat

(654 words)

Author(s): W. Grebe
(von lat. referre = mündlich oder schriftlich berichten) ist ein Begriff mit unterschiedlichen Bedeutungen: 1. Vortrag oder Bericht zu einem Thema, 2. ein Sachgebiet oder Fachreferent), 3. die Inhaltswiedergabe eines Dokumentes, z. B. eines Buches, eines Aufsatzes oder eines Patentes. Die dritte Bedeutung ist für das Informationswesen von bes. Wichtigkeit. R. bezeichnet im Informationswesen ein Kurzreferat, engl. Abstract. Im Gegensatz zur Rezension, die eine kritische Wertung enthält, informiert das R. in ge…

Inhaltsreferat

(20 words)

Author(s): W. Grebe
zusammenfassende Bezeichnung für Referatformen, die den Inhalt von Dokumenten durch (kürzere oder längere) Texte erschließen. Referat W. Grebe

Ortslexikon

(101 words)

Author(s): W Grebe
auch Ortsbuch oder Ortsverz. genannt. Weitgefaßter Begriff, der unter geographischen oder geographisch-historischen Aspekten verschiedene Verzeichnisformen umfaßt. Ein O. kann zeitlich und räumlich universal sein (z.B. The Columbia Lippincott Gazetteer of the world. ist ed. 1952) oder sich auf einzelne Länder, Regionen oder Epochen beschränken (Oesterley, H.: Historisch – geographisches Wb. des dt. MA. 1983). Der Artikelumfang variiert von kurzen Namenserklärungen oder -übers. (Graesse, J. G. T.…

Reine Bibliographie

(51 words)

Author(s): W. Grebe
ein Begriff von Friedrich Adolf Ebert (1791—1834) als Bezeichnung für eine Bibliographie, die nur die Titelbeschreibungen ohne weitere Annotationen enthält (Titelbibliographie). Gegensatz: angewandte Bibliographie. ReinekeFuchs. Titelblatt aus: Von Reinicken Fuchss. Frankfurt/ M.: David Zöpfel 1562. W. Grebe Bibliography Ebert, F. A.: Allg. bibliographisches Lexikon. Bd. 1. Leipzig 1821 (Vorrede).

Biobibliographie

(189 words)

Author(s): W. Grebe
oder Bibliobiographie wird als Bezeichnung für verschiedene Typen von bibliographischen Nachschlagewerken verwandt. Im weitesten Sinne ist eine B. ein Schriftsteller-(Autoren-)Lexikon oder ein Personen-Schriftenverz., das zu den Autoren/Personen biographische Angaben bringt und Lit. von und über sie (subjektive und objektive Personalbibliographie) enthält. Enger gefaßt, werden mit B. die objektive Personalbibliographie oder Registerwerke (Indices) zu biographischen Nachschlagewerken bezeichnet. …

Schulz, Karl

(156 words)

Author(s): W. Grebe
* 31. 10. 1844 in Salzungen, † 15. 3. 1929 in München, Jurist und Bibliothekar, überdies journalistisch tätig (insbes. Theaterbesprechungen und Beschreibungen von Bergtouren; S. war ein begeisterter Alpinist mit über 20 Erstbesteigungen). 1878 wurde er außerordentlicher Professor für Rechtsgesch. an der Univ. Jena und im folgenden Jahr zum Leiter der Bibl. des 1877 gegr. Reichsgerichts in Leipzig ernannt. S. stand der Bibl. bis zu seiner Pensionierung 1917 vor, seit 1909 mit dem Titel Direktor; …

Kreuzregister

(42 words)

Author(s): W. Grebe
Ein Reg., das nac den Prinzipien des Kreuzkat. angelegt ist, also formale und sachliche Erschließungselemente einer Publikation in einem Alphabet zusammenführt, z. B. das Reg. zur British National Bibliography. W. Grebe Bibliography Kunze, H.: Über das Registermachen. München – Pullach 1964

Hochschulbibliographien

(107 words)

Author(s): W. Grebe
sind Verz., die vornehmlich über die Gesch., Anschrift, Organisation, Statistik u. a. der Hochschulen (bes. der Univ.) informieren und Lit. über sie verzeichnen. Sie sind nicht so zahlreich und bedeutend wie die Hochschulschriftenverz. Wichtige H. sind: Erman, W./Horn, E.: Bibliographie der dt. Univ. T. 1-3. Leipzig/Berlin 1904-1905; Minerva. Jahrb. der Gelehrten Welt. Abt. Univ. und Fachhochschulen. Jg. 35. T. 1-3. 1966-1970; Intern. Universitätshandb. 2. Ausg. T. 1-2. 1976-1977. W. Grebe Bibliography Schneider, G.: Handb. der Bibliographie. 4. Aufl. Leipzig 1930 (…

Gedankenbibliographie

(64 words)

Author(s): W. Grebe
ältere Bezeichnung für eine Form der analytischen Bibliographie, bei der in möglichst kurzen Formulierungen die Inhalte (Gedanken) von Büchern oder Aufsätzen wiedergegeben werden, sofern inhaltlich zutreffende Titel oder Kapitelüberschriften fehlen. Die G. ist zeitaufwendig und erfordert Sachkenntnis. Das bibliographische Arbeitsgebiet erstreckt sich deshalb bes. auf thematisch begrenzte Fachoder Spezialbibliographien. W. Grebe Bibliography Schneider, G.: Einführung in die Bibliographie. Leipzig 1936, S. 23 f.

Anhängezahlen

(101 words)

Author(s): W. Grebe
Begriff aus der Dezimalklassifikation (DK, UDC). Die A. dienen der näheren Bestimmung eines Sachverhaltes. Man unterscheidet allg. und bes. A. Die allg. A. gelten für die ges. DK; sie werden in den Hilfstafeln zusammengefaßt und durch je bes. Symbole ( = , (), / u. a.) an die Haupt-DK-Zahl angehängt. Es gibt allg. A. der Sprache, des Ortes, der Zeit, der Person u. a. Die bes. A. sind für zahlreiche Abschnitte der DK entwickelt worden zur Feingliederung spez. Fachgebiete. Sie werden nur zur Spezi…

Fachbibliographie

(757 words)

Author(s): W. Grebe
Die F. umfaßt alle Bibliographien, die inhaltlich auf ein oder mehrere Fächer, Fachgebiete, Teilgebiete von Wissenschaften oder auf einzelne Sachgegenstände oder Themen begrenzt sind. Gegensatz Allgemeinbibliographie. Der im Dt. gelegentlich synonym gebrauchte Begriff Spezialbibliographie ist zu vermeiden, da mit Spezialbibliographie auch bes. Formen der Allgemeinbibliographie bezeichnet werden. Zur F. zählen (stets unter Berücksichtigung der fachlichen Zuordnung): bibliographische Einführungen,…

Schneider, Georg

(108 words)

Author(s): W. Grebe
* 12. 10. 1876 in Görlitz, † 14. 1. 1960 in Göttingen, dt. Bibliothekar und Bibliograph. S. war Bibliothekar an den UB in Breslau (1902) und Berlin, der StB Berlin (1918–1945) und der StUB Göttingen (1945–1946). Er war ein herausragender Bibliograph in Theorie und Praxis («Schneiderkurse»). Seine Hauptwerke sind «Handb. der Bibliographie» (4. Aufl. Leipzig 1930; 6. und völlig neu bearb. Aufl. von F. Nestler. Stuttgart 1999) und «Die Schlüssellit.» (Bde. 1 bis 3. Stuttgart 1951–1953). W. Grebe Bibliography Harnack, A. von: G. S. In: ZfBB 75. 1961, S. 14–15 Jessen, H.: G. S. In: ZfB 75.…

Reference books

(62 words)

Author(s): W. Grebe
engl. Bezeichnung für Nachschlagewerke. Der Begriff umfaßt alle Formen von bibliographischen Informationsmitteln wie Bibliographien der Bibliographien, Bibliographien, Enzyklopädien, biographische Lexika, Handbücher, Adreßbücher, Kataloge, Wörterbücher. W. Grebe Bibliography Katz, W. A.: Introduction to reference work. 6. ed. 2 Bde. New York u. s. w. 1992 Walford, A. u. a.: Guide to reference material 7th ed. 3 Bde. London 1996 — 1998.

Catalogue raisonné

(22 words)

Author(s): W. Grebe
Bez. für einen Katalog, in dem das verzeichnete Schrifttum mit wertenden Anmerkungen (Annotationen) versehen ist. Bibliographie raisonnée W. Grebe

Rezension

(630 words)

Author(s): W. Grebe
(von lat. recensio = Musterung, engl, re–view), ist traditionell eine Buchbesprechung, und zwar die kritische Beurteilung eines Werkes, im Unterschied zum Referat, das lediglich den Inhalt eines Buches, Aufsatzes, Patents usw. wiedergibt. R.en sind nicht nur auf Bücher beschränkt; die Besprechung von Filmen, Theaterstücken oder Neuen Medien wird ebenfalls R. genannt. I.d. R. übersenden Verlage im Rahmen ihrer Werbung Rezensionsex. (Besprechungsstücke) an Zss., Ztg., Rundfunk oder Fernsehen sowie…

Passives Bibliographieren

(42 words)

Author(s): W. Grebe
veraltete und selten verwendete Bezeichnung für das Nachschlagen in Bibliographien (BibliographierenBibliographische Ermittlung). Den Gegensatz bildet die aktive Bibliographie, d.h. die Herstellung von Bibliographien. Bibliography Weitzel, R.: Bibliographische Suchpraxis. Stuttgart 1962 W. Grebe Bibliography Bartsch, E.: Die Bibliographie. 2. Aufl. München 1989.

Ortskatalog

(53 words)

Author(s): W. Grebe
ist ein Teil- oder Sonderkat. einer Bibliothek. Die Anlage ist alphabetisch nach den Ortsnamen im weitesten Sinne. Zu jedem Ort ist die bibliographisch selbständig und evt. auch unselbständig ersch. Lit. in alphabetischer oder chronologischer Ordnung aufgeführt, welche die Bibl, dazu besitzt. W. Grebe Bibliography Haller, K.: Katalogkunde. München usw. 1980, S. 52.

Bibliographische Einheit

(288 words)

Author(s): W. Grebe
Eine b. E. ist stets ein bibliographisch selbständiges Dokument (Buch, Zs., Karte, Schallplatte etc.). Generelles Kriterium für die bibliographische Selbständigkeit und damit für eine b. E. ist ein eigenes Titelblatt. Dieses Titelblatt muß selbständig und endgültig sein, seine Angaben dürfen nicht auf einem anderen übergeordneten Titelblatt aufgeführt sein (z. B. bei beigedruckten Schriften) oder durch ein später erscheinendes Titelblatt (z. B. bei Lieferungen) aufgehoben werden. Fehlt ein Titel…

English Catalogue of Books

(169 words)

Author(s): W. Grebe
bedeutendste Buchhandelsbibliographie Großbritanniens im 19. und zu Anfang des 20. Jh.s (seit 1924 verstärkte Konkurrenz durch das Verz. von Whitaker). Der E. wurde von S. Low (1797 bis 1886) begründet; die bibliographische Grundlage bildete die Buchhandelszs. «The Publisher» (London 1837–1969). Von 1861 bis Berichtszeit 1968 erschien der E. jährlich (Annual issue, Bd. 1–132), kumulierende Mehrjahres verz. (Cumulative issue, Vol. 1–20) erschließen die Zeit 1835–1965. Für 1837-1889 erschien ein s…

Buch

(1,437 words)

Author(s): W. Grebe
Begriff. Urgermanisch *bokiz (Plural), gotisch bokos, althochdeutsch, mittelhochdeutsch buoh. Der äußeren Form nach ist ein B. ein größeres Schrift- oder Druckwerk, das aus einer Anzahl von leeren, beschriebenen, bedruckten und/oder ill. Blättern, Bögen bzw. Lagen besteht, die durch Heftung (Faden, Klebstoff, Draht) verbunden und von einem Einband oder Umschlag umschlossen sind. Von seiner Funktion her ist ein B. ein Informationsmedium (-Speicher), das mittels graphischer Symbole (Schrift, Zeich…

Systematische Bibliographie

(56 words)

Author(s): W. Grebe
ist eine Bibliographie, die in ihrem Hauptteil nach systematisch-klassifikatorischen (Klassifikation) Gesichtspunkten angelegt ist. Die Vielfalt ist groß. Das Prinzip einer S. ist bei fast allen Spezialbibl.en und vielen Allgemeinbibl.en anzutreffen. Simon, K. R.: Bibliographische Grundbegriffe und Fachtermini. W. Grebe Bibliography München 1973, S. 117–120 Bartsch, E.: Die Bibliographie. 2. Aufl. München 1989, S. 64–71

Annotation

(296 words)

Author(s): W. Grebe
Von lat. annotatio = Aufzeichnung, Vermerk, schriftliche Anmerkung. Sammelbegriff für verschiedene Formen von Anmerkungen zu oder in einer Publikation. A. waren schon in der Antike bekannt und sind im MA in Form von Marginalien und Glossen häufig anzutreffen. Eine verbindliche Normierung der A. gibt es nicht. In der bibliothekarischen Fachlit. wird unter A. überwiegend eine kurze, treffende Erläuterung zu einer Publikation, meist einem Buch, verstanden, die den bibliographischen Angaben beigefüg…

Interlinearglosse

(66 words)

Author(s): W. Grebe
Eine Glosse (Wortübers., -erklä-rung), die zwischen den Zeilen (inter lineas) eines meist älteren, fremdsprachigen Textes steht. Die I. wird meist über, sehr selten unter das Lemma geschrieben. Interlinearglosse. Ausschnitt aus der Seite eines liturgischen Psalters mit mittelhochdeutscher Interlinearversion. Steiermark oder Kärnten, Anfang 13. Jh. ÖNB, Wien. W. Grebe Bibliography Thoma, H.: Interlinearversion. In: Reallexikon der dt. Literaturgesch. 2. Aufl. Bd. 1. Berlin 1958, S. 750–752

Ebert, Friedrich Adolf

(221 words)

Author(s): W. Grebe
*9. 7. 1791 in Taucha, † 13. 11. 1834 in Dresden, Bibliothekar. Studierte Theologie, Philologie und Gesch. vornehmlich im Selbststudium. 1814–1823 Sekretär der Kgl. Bibl, in Dresden, 1823 bis 1825 Leiter der Bibl, in Wolfenbüttel, 1825–1834 Leiter der Kgl. Bibl, in Dresden, seit 1828 mit dem Titel Oberbibliothekar; Anlage eines Sach-(Real-)Kat. nach dem System von J. M. Francke in Dresden; Mitarbeit an den Monumenta Germaniae Historica. E. beeinflußte in Theorie und Praxis nachhaltig das Bibl.we…

Census

(56 words)

Author(s): W. Grebe
Begriff aus dem röm. Steuersystem. In der Bibliographie Bezeichnung für ein Bestandsverzeichnis, in dem unter bestimmten räumlichen, zeitlichen oder thematischen Aspekten alle vorhandenen Exemplare oder Slg. nachgewiesen werden, z.B. Goff, F. R.: In-cunabula in American Libraries. A third Census of fif-teenth-century Books recorded in North American Col-lections. New York 1964 (ND 1973). W. Grebe

Nikolaus V., Papst

(163 words)

Author(s): W. Grebe
(Tommaso Parentucelli), * 15.11.1397 in Sarzana, ✝ 24.3.1455 in Rom, am 6. 3. 1447 zum Papst gewählt. N. war bedeutender Humanist, Förderer der Künste und Bibliophile. Er gilt als der Begründer der Biblioteca Apostolica Vaticana (Vatikanstadt). Für Cosimo de'Medici erstellte er ein Verz. empfehlenswerter Bücher, dessen Systematik u.a. von der Vaticana übernommen wurde. Als Papst wandte er große Geldmittel auf (niedrigste Schätzung: 30 Tsd. Goldgulden), um Hss. zu erwerben oder um sie kopieren un…

Universalkataloge

(124 words)

Author(s): W. Grebe
sind theoretisch Kat., die Schrifttum aus allen Fachgebieten, Zeiten und Räumen verzeichnen. Gegensatz: Fach- oder Spezialkataloge. Im engeren Sinne werden die Hauptkat. von UB als U. bezeichnet. Im weiteren Sinne sind die Gesamt-, Verbund- und Zentralkat. Universalbibliographien. In Deutschland war der «Gesamtkat. der Preußischen Bibl.en» (GK), 1931–1935, erweitert 1936 zum Dt. Gesamtkatalog, ein Projekt zu einer nationalen Universalbibliographie. Heute erfüllt der «Verbundkat. dt. Bibl.en» (VK…

Bibliographische Kongresse

(141 words)

Author(s): W. Grebe
behandeln auf ihren Tagungen bevorzugt Themen der Bibliographie. Es gibt intern, und nationale b. K. Den ersten intern, b. K. veranstaltete 1878 die «Société Bibliographique» in Paris. Von 1895 bis 1927 war das Brüsseler «Institut International de Bibliographie» fur mehrere b. K. verantwortlich. Durch den Völkerbund, die UNESCO und die IFLA erhielten die b. K. größere Resonanz und Wirksamkeit. Bedeutsam waren der erste «Weltkongreß fur Bibliothekswesen und Bibliographie», Rom 1929, der 1977 von …

Dictionary Catalogue

(118 words)

Author(s): W. Grebe
deutsche Bezeichnung Kreuz-kat., ältere Bezeichnung Wörterbuchkat. Der D. C. ist ein Mischkat., der formalalphabetische (wie Verf., Sachtit., Stichwort oder erstes Ordnungswort) und schlagworteintragungen in einem Alphabet ordnet. Die ersten Regeln für einen D. C. stellte 1876 der amer. Bibliothekar Charles A. Cutter auf. Die leichte Benutzbarkeit ließ den D. C. zum beliebtesten Katalogtyp in Nordamerika werden. In Deutschland ist er wenig verbreitet. Die Prinzipien des D.C. werden auch auf Bibl…

Martin, Gabriel

(136 words)

Author(s): W. Grebe
2. 8. 1679 in Paris, 2. 2. 1761 ebd., franz. Buchhändler und Bibliograph. M. stammte aus einer Buchhändlerfamilie und stieg zu einem der führenden Pariser Buchhändler und Antiquare auf. Er erstellte z.T. zus. mit seinem Sohn 148 Bibliotheks – und Antiquariatskataloge. Sein Klassifikationssystem, das auf dem System von Jean Garnier aufbaute, mit den fünf Hauptklassen Theologie, Jurisprudenz, Wissenschaften und Künste, Schone Lit. und Gesch., wurde als «Franz. Systematik» bekannt und fand bes. in Frankreich im Buchhandels- und Bibliothekswesen weite Verbreitung. W. Grebe Biblio…

Institute for Scientific Information (ISI)

(105 words)

Author(s): W. Grebe
1960 von Eugene Garfield in Philadelphia, USA, gegr. interdisziplinäres wiss. Informationszentrum. ISI sammelt und erschließt intern, relevante Fachlit. zu den Naturwissenschaften, der Technik, Medizin, den Sozial-, Kunst- und Geisteswissenschaften. Es gibt bes. Citation Indices (Citation Index) und Current Contents heraus und bietet verschiedene SDI-Dienste (Selective Dissemination of Information) an. Die Produkte und Dienste werden in gedr. Form, z.T. als Mikrofilm, Online und aufMagnetbändern angeboten. W. Grebe Bibliography Lazerow, S.: Institute for Scienti…

Hermann, Carl Heinrich

(137 words)

Author(s): W. Grebe
(1802–1880) war Inhaber eines Buchhandels- und Antiquariatshauses in Halle an der Saale, das am 1. 9. 1865 gegründet wurde und bis 1880 bestand. H. war auch als Bücherauktionator tätig und seit 1866 Teilhaber des Auktionshauses J. F. Lipperts. In seinem Verlag erschien 1870–1877 die BibHotheca phüologica, eine literatur- und sprachwiss. BibHographie, die in Deutschland ersch. Schrifttum in vier Teilen verzeichnete. Pars I: Bibliotheca orientaüs et linguistica (Schrifttum von 1850–1868); Pars II:…

Kreuzkatalog

(161 words)

Author(s): W. Grebe
engl. Dictionary Catalogue; ältere dt. Bezeichnung: Wörterbuchkatalog. Der K. ist ein Mischkat., der formalalphabetische und Schlagwortein-tragungen in einem Alphabet ordnet. Die formalen und sachlichen Erschließungselemente kreuzen sich gleichsam. In seiner klassischen Form verzeichnet der K. ein Werk unter dem Verf. (author entry), dem Sachtitel (title entry) und dem Schlagwort (subject entry), dazu kann ein Stichwort treten. Der K. wurde bes. durch C. A. Cutter propagiert. Seine «Rules for a …

Citation Index

(233 words)

Author(s): W. Grebe
(Synonymbegriffe [selten gebraucht]: Lit.) Ein C.I. ist eine Bibliographie, die zitierte Lit. in bibliographisch erfaßtem Schrifttum eines Fachgebietes oder mehrerer Fächer nachweist. Dem Prinzip des C. I. liegt die Auffassung zugrunde, daB wiss. Arbeiten auf anderen wiss. Arbeiten beruhen, sich mit ihnen auseinandersetzen, sie zitieren; die zitierte Lit. zeigt sachliche Zusammenhänge auf, und häufig zitierte Lit. darf als bes. wichtig eingeschätzt werden. Ein C.I. listet die zitierten Publikati…

Science Citation Index (SCI)

(161 words)

Author(s): W. Grebe
der größte und bedeutendste Citation Index, seit 1961 ff. hrsg. vom Institute for Scientific Information (ISI) in Philadelphia. Der SCI wertet weltweit Lit. aus Naturwissenschaften, Technik, Medizin, Landwirtschaft, Verhaltenswissenschaft und bis 1972 auch Sozialwissenschaft (Social Sciences Citation Index) aus. Er besteht aus vier Hauptteilen: 1. Citation Index (CI), geordnet nach den zitierten Autoren, 2. Source Index (SI), geordnet nach den zitierten Auto-ren mit Angabe der zitierten Lit. (= …

Chrestomathie

(40 words)

Author(s): W. Grebe
Slg. von ausgewählten Prosastücken aus Werken verschiedener Schriftsteller bes. zu Unterrichtszwecken. Auswahl von C.n zur dt. Lit. bei R. F. Arnold: Allgemeine Bucherkunde zur neueren deutschen Literaturgeschichte. 4. Aufl. Berlin 1966, S. 159 und 171. Anthologie W. Grebe

Bibliographische Angaben

(656 words)

Author(s): W. Grebe
sind die einzelnen formalen Elemente der bibliographischen Beschreibung von Schriften (u. a. Medien) in Bibliographien und Katalogen; sie dienen zur Identifizierung der verzeichneten Materialien. Inhaltliche oder kritisch wertende Angaben zu Schriften (Referierende und Räsonnierende Bibliographie) zählen grundsätzlich nicht zu den b. A., da sie zur Identifizierung entbehrlich sind. Umfang und Form der b. A. sind abhängig vom jeweiligen historisch bedingten Stand der bibliographischen Beschreibun…

Minerva

(196 words)

Author(s): W. Grebe
Jb. der Gelehrten Welt, Jg. 1—30, 1891—1934. M. ist ein internat. Adreßbuch von gelehrten Ges. und wiss. Institutionen wie Univ., Fachhochschulen, Bibl.en, Museen usw., das zuerst im Verlag Trübner, Straßburg, seit 1917 bei de Gruyter, Berlin, erschien. Die Bde. enthalten Angaben über Gesch., Struktur, Aufgaben, Publikationen, Organisation und Verwaltung der verzeichneten Ges. und Institutionen. Der wachsende Umfang des Materials führte 1933 zu einer Aufteilung in: Institutionen der Lehre und in…

Leipziger Titeldrucke

(312 words)

Author(s): W. Grebe
seit 1956 die Bezeichnung für die Zetteldrucke der Dt. Bücherei in Leipzig (DB). Die L. T. wurden als zentrale Katalogisierungsmaßnahmen zur Rationalisierung der bibliothekarischen Arbeit seit 1931 mit dem Erscheinen der Reihen A (= Neuerscheinungen des Buchhandels) und B ( Neuerscheinungen außerhalb des Buchhandels) der Dt. Nationalbibliographie (DNB) von der DB Leipzig hergestellt und vertrieben. Vorbild waren die Berliner Titeldrucke. Als Vorläufer gelten die einseitig bedruckten Bibliotheksa…

Bibliographie raisonnée

(110 words)

Author(s): W. Grebe
ist der aus dem Franz, übernommene Begriff für eine Bibliographie, in der das ver-zeichnete Schrifttum über die Titelbeschreibung hinaus kritisch bewertet wird. Synonymbegriff: Räsonnierende oder kritische Bibliographie (engl, evaluative bibliography). Die kritische Bewertung soll in der Form einer Annotation objektiv und knapp charakterisierend sein und keineswegs den Umfang einer Rezension oder eines Referates aufweisen. Erste Ansätze zu einer B.r. finden sich bei F. A. Eberts Begriff der Angewandten Bibliographie. W. Grebe Bibliography Reichardt, G.: Die Bedeutung…

Hauptkatalog

(63 words)

Author(s): W. Grebe
oder Generalkat. wird der Kat. einer Bibl, genannt, der den gesamten oder zumindest den hauptsächlichen Bestand nachweist. Für besondere Publikations- oder Medienformen kann es daneben Sonder-, Spezial- oder Auswahlkat. geben. Klassische H.e sind der Standortkat. und der alphabetische Katalog. W. Grebe Bibliography Fuchs, H.: Bibliotheksverwaltung. 2. Aufl. Wiesbaden 1968, S. 120f. Haller, K.: Katalogkunde. 2. Aufl. München usw. 1983, S. 49 f.

Regelwerk

(44 words)

Author(s): W. Grebe
ist im Bibliotheks– oder Dokumentationswesen eine autorisierte Zusammenstellung von gültigen Vorschriften / Anweisungen für die Formal– oder Sacherschließung von Büchern, Aufsätzen und anderen Publikationsformen; z.B. Regeln für die alphabetische Katalogisierung (RAK), Anglo–American cataloguing rules (AACR), Regeln für den Schlagwortkatalog (RSWK). W. Grebe

Bibliographische Institute

(94 words)

Author(s): W. Grebe
sind Öffentlich rechtliche Einrichtungen, die sich in bes. Maße mit der Bibliographie befassen. Es gab oder gibt sie an verschiedenen Orten, etwa in Belgrad, Buenos Aires oder Moskau. Herausragend war jedoch nur das «Institut International de Bibliographie», das 1895 in Brüssel gegr. wurde und 1938 seinen Namen in «Fédération Internationale de Documentation» (FID) änderte. Es veranstaltete mehrere bibliographische Kongresse und baute eine Weltbibliographie auf, die jedoch nicht vollendet werden konnte. Bibliographisches Institut. W. Grebe Bibliography Schneider G.: Hand…

Kumulation

(50 words)

Author(s): W. Grebe
von lat. cumulare häufen, anhäufen, aufschichten. Bei der K. werden Teilmengen zu größeren (alphabetischen) Einheiten zusammengefaßt. Die K. wird meist laufend vorgenommen. Die Methode der K. wird im Bibliotheks – und Dokumentationswesen häufig bei Bibliographien und Kat. angewandt, um die Suchvorgänge zu erleichtern. Lit. Kumulierende Bibliographie W. Grebe

Namenslexikon

(74 words)

Author(s): W. Grebe
veraltete Bezeichnung für zumeist alphabetisch geordnete Lexika oder Wb. zu bestimmten Sachgebieten. Im Unterschied zu den Namenslisten werden im N. die Namen durch Erläuterungen näher bestimmt. Bes. häufig sind biographische und geographische Ausführungen des N.s. Frühe gedr. Ausg. sind z. B. Stephanus Estienne), R.: Dictionarium nominum propriorum. 1541 u.ö.; Gesner. C.: Onomasticon propriorum nominum. 1544 u.ö. Onomastikon W. Grebe Bibliography Schneider, G.: Handb. der Bibliographie. 5. Aufl. Stuttgart 1969, S. 472 — 480.

Glosse

(158 words)

Author(s): W. Grebe
(γλώσσα = Zunge, Ausdruck), 1. ein veralteter, ungebräuchlicher oder mundartlicher Ausdruck, dessen Erklärung oder Übersetzung. Die Erforschung und Beschreibung (Glossographie) wie die Sammlung der G.n (Glossare) wurde bereits in der griech. und röm. Antike eifrig betrieben. G.n und Glossare zählen zu den ältesten Zeugnissen der dt., engl, und romanischen Sprachen. In den ma. Hss. erscheinen die G.n zwischen den Zeilen als InterlinearG.n, im Text als Kontext-G.n, am Rande als Marginal oder Rand-…

Tab

(51 words)

Author(s): W. Grebe
von lat. Tab / ella oder tab / ula = Brettchen, Brett, kleine Tafel (vgl. auch engl. tab = Aufhänger, Etikett), dt. Karteireiter. Er dient der schnellen Orientierung über die Ordnung der Karteikarten, die in Bibl.en und Dokumentationsstellen i. d. R. nach alphabetischen oder systematischen Ordnungsprinzipien erfolgt. W. Grebe

Baedeker, G. D.

(119 words)

Author(s): W. Grebe
GmbH. Führende Buchhandlung in Essen. Das Unternehmen geht zurück auf die 1775 von Zacharias Baedeker in Essen gegr. Verlagsbuchhandlung und Druckerei, die 1798 von dessen Sohn Gottschalk Diederich B. (1778–1841), dem Namensgeber der Firma, übernommen und zu einem bedeutenden Buchhandelsbetrieb ausgebaut wurde. Im Verlag ersch. die «Essener Zeitung», die 1883 in die überregionale «Rheinisch-Westfalische Zeitung» überfuhrt wurde, das Wochenblatt «Glück-Auf», Liederbücher, Kalender, Wandkarten, be…

Periodische Bibliographie

(55 words)

Author(s): W. Grebe
auch laufende Bibliographie gen., erscheint in regelmäßiger oder in unregelmässiger Folge, z. B. wöchentlich, monatlich oder jährlich. Die P. B. kann wiederum laufend oder springend kumulieren. W. Grebe Bibliography Simon, K. R.: Bibliographische Grundbegriffe und Fachtermini. München 1973, S. 85 — 88 Allischewski, H.: Bibliographienkunde. 2. Aufl. Wiesbaden 1986, S. 26 — 27.

Spezialbibliographie

(63 words)

Author(s): W. Grebe
weitgefaßter Begriff, der alle Formen von thematisch begrenzten Bibliographien umfassen kann, sie mögen inhaltlicher oder formaler Art sein. Mit dem Terminus S. können sowohl die Fachbibliographie wie auch Sonderformen der Allgemeinbibliographie (z. B. Ink.verz., Verz. von Erstausg. usw.) bezeichnet werden. W. Grebe Bibliography Domay, F.: Formenlehre der bibliographischen Ermittlung. Stuttgart 1968 Simon, K. R.: Bibliographische Grundbegriffe und Fachtermini. München 1973, S. 110–114

Haupteintragung

(90 words)

Author(s): W. Grebe
ist die Eintragung im alphabetischenBibliothekskat., welche die vollständige Eintragung mitallen bibliographischen Daten enthält, die für die Identifizierungeines Werkes notwendig sind. Die Grundlage der H. bildet die Hauptaufnahme der Titelaufnahme (Hauptzettel) bzw. die Grundform der Einheitsaufnahme. Zur H. können Verweisungen bzw. Nebeneintragungen und Verweisungen treten. Im systematischen Kat. ist die H. die Eintragung eines Werkes an seinem Hauptsystemort. W. Grebe Bibliography Fuchs, H.: Bibliotheksverwaltung. 2. Aufl. Wiesbaden 1968, S. 137–144 Lexikon d…

Internationale Allgemeinbibliographien

(190 words)

Author(s): W. Grebe
In der Theorie sind darunter Bibliographien zu verstehen, die das gesamte gedr. Schrifttum ohne Begrenzung durch Sprachen, Fächer oder Herkunftsländer verzeichnen. Eine Weltbibliographie mit diesem Anspruch hat es jedoch nie gegeben. Alle bislang bekannten I. A. blieben in unterschiedlicher Ausprägung Auswahlbibliographien. Das vom Institut International de Documentation (gegr. 1895) in Brüssel betriebene Unternehmen eines «Répertoire bibliographique universel», für das über 13 Mio. bibliographi…

Nationalbibliographie

(407 words)

Author(s): W. Grebe
Bezeichnung für eine retrospektive oder periodische Allgemeinbibliographie, die hauptsächlich das Schrifttum eines Landes oder Sprach–kreises vollst. oder in Auswahl verzeichnet. Der Begriff ist wegen der vielfältigen historischen Erscheinungsformen nicht eindeutig definiert. Auf dem «International Congress on National Bibliographies», Paris 1977, wurden einheitliche Richtlinien für N.n empfohlen. Die moderne Form der amtlichen, periodisch ersch. N. wurde mit der «Bibliographie de la France», 18…

Rotermund, H. W.

(119 words)

Author(s): W. Grebe
(Heinrich Wilhelm) *1.3.1761 in Schleiz, † 25. 4. 1848 in Bremen, Theologe, Historiker und Lexikograph. Nach dem Studium der evangelischen Theologie, der Philosophie und Geschichte, war R. zunächst als Schulleiter in Buxtehude und als Pfarrer in Horneburg tätig. 1798 wurde er Vierter Pastor am Dom zu Bremen, 1827 Pastor primarius. Aufgrund seiner zahlreichen gelehrten Arbeiten wurde er 1820 zum Doktor der Philosophie und 1823 zum Doktor der Theologie ernannt. Herausragende Werke: «Lexikon aller …

Ana

(117 words)

Author(s): W. Grebe
(oder iana), eine dem Lat. entlehnte Pluralendung, die einem Eigennamen (Person, geogr. Begriff, Sache) angehängt wird und als Buchgattung eine meist vermischte Slg. bezeichnet, die in Verbindung zu dem betr. Gegenstand steht. Goetheana, Parisiana, Gastronomiana. A. ist als lit. Gattung nicht eindeutig festgelegt. Als A. können gelten Slg.en von biogr. Notizen, Zitaten, Anekdoten, Chrestomathien (Volteriana, 1805), Slg.en von noch ungedr. Schriften und Aufsätzen (Grundlingiana, 1715–32) oder Slg…

Peignot, Etiene Gabriel

(221 words)

Author(s): W. Grebe
*25. 5. 1767 in Arc-en-Barrois, f 14. 8. 1849 Dijon (Côte d'Or), franz. Bibliograph und Buchwissenschaftler, von großem Einfluß auf die Buchkunde und Bibliographie des frühen 19. Jh.s. Er war Advokat in Besançon, Bibliothekar der Zentralschule des Departement Haute-Saône in Vesoul sowie Schulrat und Schuldirektor in Dijon. P. erwarb sich große Verdienste um die Rettung der Buchbestände aus den Abteien und Konventen. Seine zahlreichen bibliographischen Arbeiten erstellte er allerdings zumeist aus…

Genfer Bibel

(154 words)

Author(s): W. Grebe
Geneva Bible oder volkstümlich «Breeches Bible». 1560 in Genf von R. Hall als erste engl. Bibel in Antiqua gedruckt und mit Verseinteilungen versehen. Sie wurde von W. Whittingham, A. Gilby und anderen engl. Emigranten übersetzt, mit Randglossen versehen und im Anhang mit Karten, Abb. und Register ausgestattet. Sie wurde wegen ihres handlichen Quartformats und des zeitgenössischen Engl, zur engl. Hausbibel der Zeit und erlebte bis 1644 zahlreiche Nachdrucke. Die G. B. war der erste Bibeldruck in Schottland (1579). W. Grebe Bibliography Herbert, A. S.: Historical Catalogue of p…

Praktische Bibliographie

(36 words)

Author(s): W. Grebe
Bezeichnung für das Erstellen (auch aktive B. genannt) und Benutzen (Bibliographieren, Bibliographische Ermittlung) von Bibliographien. Gegensatz ist die theoretische Bibliographie. W. Grebe Bibliography Simon, K. R.: Bibliographische Grundbegriffe und Fachtermini. München 1973, S. 98.

Arbeitskreis für Information (AKI)

(41 words)

Author(s): W. Grebe
Köln, 1975 gegr. gemeinnützige Vereinigung zur Förderung der Fort- und Weiterbildung auf den Gebieten Archiv, Bibliothek und Dokumentation. Mitglieder sind Einzelpersonen und Institutionen. Aktivitäten: Vorträge, Besichtigungen, Seminare, Studienfahrten. W. Grebe Bibliography Kölner Bibliotheksführer. Wiesbaden 1984, S. 90.

Literaturagentur

(344 words)

Author(s): W Grebe
Agentur (Literatur) Literaturangaben informieren in Veröff. über die benutzte und empfohlene Literatur. Sie weisen die Lit. nach, aus denen zitiert, auf die inhalthch Bezug genommen und auf die als weiterführend hingewiesen wird. Sie sind in wiss. Schriften unabdingbar erforderlich als Beleg und zur Überprüfung der zitierten und ausgewerteten Quellen. Lediglich im Bereiche der Schönen Lit. kann auf L. verzichtet werden. L. geben Auskunft über den Umfang und die Qualität des für eine Publikation au…

Bibliographie der Bibliographien

(478 words)

Author(s): W. Grebe
ist ein Verz. von Bibliographien. Synonymbegriff: Bibliographie zweiten Grades. Die B. d. B. ist die allgemeinste bibliographische Informationsquelle. Sie verzeichnet nicht nur Bibliographien im engeren Sinne, sondern auch Kataloge, Enzyklopädien, Lexika, biographische Sammelwerke, Handbücher oder Adressenverzeichnisse. B.nd. B. ermöglichen, die riesige Zahl der selbständig oder versteckt ersch. Bibliographien zu überblicken und unmittelbar oder mittelbar zu recherchieren. Eine uneingeschränkt v…

Gothaische genealogische Taschenbücher

(271 words)

Author(s): W. Grebe
Sammelbezeichnung für den «Gotha», d.h. die seit 1763 in Gotha zunächst bei J. C. Dieterich, seit 1774 beim Verlag C. W. Ettinger, dann bei Justus Perthes ersch. genealogischen Hofkalender, Almanache und Taschenbücher. Die G. sind wichtige biographische Nachschlagewerke bes. zum Adel aus dem dt. Kulturraum. Der anfangs kleinformatige Hofkalender (11 X 7 cm) war zum «Nutzen und Vergnügen» geschrieben und enthielt ein Kalendarium, Kupferstiche, Tafeln, unterhaltsame Artikel und eine Genealogie der…

Constantin, Leopold August

(95 words)

Author(s): W. Grebe
Pseud. für Leopold August Konstantin Hesse, * 24. 6. 1799 in Erfurt, † 16. 6. 1844 in Paris, Bibliograph und Buchhändler (Angestellter bei Panckoucke in Amsterdam). Bes. sein Werk «Bibliothéconomie, instructions sur l'arrangement, la Conservation et Fadministration des bibliothèques» (Paris 1839, nouv. éd 1841; dt. Übers. 1840, 1842; span. Übers. 1865) fand in der Fachlit. des 19. Jh.s Beachtung. Weitere Schrift: «Essai d'une statistique des bibliothèques publiques des pays étrangers de FEurope», Paris 1841. W. Grebe Bibliography Querard, J. M.: Les supercheries littéraire…

Ortsregister

(34 words)

Author(s): W. Grebe
ein Reg., das die in einem Werk vorkommenden Ortsnamen umfassend, meist in alphabetischer, seltener in systematisch-alphabetischer Ordnung erschließt. Zu den Ortsnamen wird im allg. nur die betreffende Seitenzahl angegeben. Register W. Grebe

Baedeker, Karl

(149 words)

Author(s): W. Grebe
*3. 11. 1801 in Essen, †4. 10. 1859 in Koblenz, ältester Sohn des Essener Verlagsbuchhändlers Gottschalk Diederich Baedeker. Nach Lehrjahren in Essen, Heidelberg und Berlin sowie Studium in Heidelberg (1819–1822) griindete er 1827 in Koblenz eine Sortiments-und Verlagsbuchhandlung, deren Reisehandbucher als «rote Baedeker» zum Prototyp des modernen Reisehandbuchs wurden. 1835 veröffentlichte B. eine überarb. Ausg. von J. A. Kleins «Rheinreise von Mainz bis Cöin». Bis 1900 erschienen 76 Reiseführ…

Scholderer, Victor

(233 words)

Author(s): W. Grebe
* 9. 10. 1880 in London, † 11. 9. 1971 in Aberystwyth (Wales), engl. Frühdruckforscher von intern. Rang. Der humanistisch gebildete und poetisch begabte S. trat 1904 in die Dienste des British Museum (BM), Abt. Alte Drucke. Bis zu seiner Pensionie-rung 1944 widmete er sich bes. dem Ausbau der Inkunabelslg., die in seiner Amtszeit von 8700 auf 10 350 Titel anwuchs, und der beispielhaften Katalogisierung der Bestände: «Catalogue of Books printed in the xv. century now in the British Museum» (Londo…

Polybiblon

(86 words)

Author(s): W. Grebe
Revue bibliographique universelle. Paris 1. Sér. 1,1868 — 12.1874; 2. Sér. 13.1875 — 180.1930. 3. Sér. 181.1931 — 190.1935. 4. Sér., 191.1936 — 195.1939. Intern, ausgerichtetes Besprechungs– und Anzeigeorgan zur Bibliographie, hrsg. von der Société Bibliographique, gegliedert in zwei Teile, einem Rezensionsteil und einem rein bibliographischen Teil, die mit Sér. 2. 1875 als partie littéraire und partie technique gesondert ausgewiesen werden. P. erschien monatlich, beide Teile systematisch gegliedert mit alphabetischen Jahresregistern. W. Grebe Bibliography Malclès, L.…

Praeses

(87 words)

Author(s): W. Grebe
hieß der Vorsitzende einer akademischen Disputation. Er stellte im allg. das Thema und leitete die «Diskussion». Der Verteidiger des Themas war der Respondent oder Disserent, die Gegenargumente brachten die Opponenten oder Argumenten vor. Die schriftliche Zusammenfassung der Disputation, die Disputationsschrift oder Diss., erfolgte bis in 18. Jh. zumeist durch den Praeses. W. Grebe Bibliography Horn, E.: Die Disputationen und Promotionen an den dt. Univ., vornehmlich seit dem 16. Jh. Leipzig 1893 Diss. in Wissenschaft und Bibl.en. Hrsg, von R. Jung / P. Kaegbein. M…

Rezensent

(42 words)

Author(s): W. Grebe
(von lat. recensere = prüfen, durchmustern) nennt man den Verf. einer Rezension. Der R. erhält von der Redaktion einer Zs., einer Ztg. oder direkt vom Verlag das Rezensionsex. (Besprechungsstück) und erstellt eine kritische Besprechung des Werkes. Lit. Besprechungsstücke W. Grebe

Empfehlende Bibliographie

(425 words)

Author(s): W. Grebe
Sammelbezeichnung für eine bunte Vielzahl von Auswahlverz. jeder Erscheinungsform und -weise mit empfehlender Ausrichtung. E. B.n können von Personen, Korporationen oder Institutionen erstellt oder veranlaßt sein, sie können außer Büchern auch Aufsätze, Karten, Noten oder audivisuelle Medien umfassen. Charakteristisch ist die bewußt wertend getroffene Auswahl. Die verbreiteten Bestsellerlisten sind nicht zu der E. B. zu zählen, da sie i.d.R. nicht nach wertenden Aspekten, sondern aufgrund von Umfragen oder Verkaufsstatistiken erstellt werden…

Inhaltsangabe

(31 words)

Author(s): W. Grebe
Wiedergabe des Inhaltes von Publikationen in übersichtlicher und gedrängter Form. Bei Katalogaufnahmen z. B. als Annotation. W. Grebe Bibliography Lexikon des Bibliothekswesens. 2. Aufl. Bd. 1. Leipzig 1974, Sp. 704–705.

Räsonierende Bibliographie

(54 words)

Author(s): W. Grebe
ist eine Bibliographie, in der die verzeichnete Lit. oder andere Medien kritisch bewertet werden. Die Bewertungen erfolgen i. d. R. in Form von Annotationen, die kurz, klar und informativ sein sollten. Gegensatz; Reine Bibliographie oder Titelbibliographie. Die R. wird auch kritische Bibliographie oder Bibliographie raisonnée genannt. Lit. Bibliographie raisonnée W. Grebe

Kumulierende Bibliographie

(143 words)

Author(s): W. Grebe
(engl. Cumulative Bibliography), Form einer meist laufend erscheinenden Bibliographie, bei der das Titelmaterial jeweils durch nachfolgende H./Ausg. vollst. oder in Auswahl zusammengefaßt wird. Die Kumulation kann laufend kontinuierlich oder springend erfolgen. Bei laufend kontinuierlicher Kumulation wird z. B. bei monatlicher Kumulation in der Februarausg. das Titelmaterial vom Januar mitenthalten sein, die Märzausg. vereint Januar, Februar und März usw. Bei springender Kumulation werden mehrer…

Angewandte Bibliographie

(43 words)

Author(s): W. Grebe
Ein von Friedrich Adolf Ebert (1791 – 1834) geprägter Begriff für die bibliophile Bibliographie seiner Zeit (z. B. Brunet), in der über die Titelbeschreibung hinaus Angaben über Geschichte, Typographie, Ausstattung u.a. der Bücher gemacht werden. Gegensatz: Reine Bibliographie. W. Grebe

Schamurin, Jewgenÿ Iwanowitsch

(124 words)

Author(s): W. Grebe
* 16. 10. 1889, † 1.12.1962, russ. Bibl.wissenschaftler. Der studierte Jurist S. trat 1921 zunächst in die tartarische, dann in die russ. Buchkammer ein. Er war Redakteur der 1907 gegr. Nationalbibliographie «Knižnaja Letopis» und stellvertretender Direktor für wiss. Arbeiten. Seit 1940 nahm er Lehraufgaben am Moskauer Bibliotheksinstitut wahr, wo er auch 1944 promovierte und zum Professor ernannt wurde. S. verfaßte zahlreiche Arbeiten zur alphabetischen Katalogisierung, zu Fragen der bibliothek…

Unselbständige Bibliographie

(50 words)

Author(s): W. Grebe
Bezeichnung für eine Bibliographie, die bibliographisch unselbständig inner-halb einer Monographie (z. B. Handb.), einer Zs. etc. veröff. wird. Die Bibliographie erscheint «versteckt» als «Anhang» in einer selbständigen Veröffentlichung. Ältere Bezeichnung: Kryptobibliographie. Gegensatz: Selbständige Bibliographie. W. Grebe Bibliography Simon, K. R.: Bibliographische Grundbegriffe und Fachtermini. Leipzig 1972, S. 132.

Kronenberg, Maria Elizabeth

(116 words)

Author(s): W. Grebe
* 12. 7. 1881 in Deventer, f 15. 8. 1970 in Den Haag, niederl. Bibliographin und Fruhdruckforscberin. Aus ihrem reichen Lebenswerk sind bes. die Erganzungen zu Campbell «Annales de la typographic neerlandaise au 15. siecle» (1956) und ihre Mitarbeit an der «Nederlandsche Bibbographie van 1500 tot 1540# (ND 1966) hervorzuheben. Fur ihre Leistungen erhielt sie mehrere Auszeichnungen, darunter die Ehren-doktorwurde (1951) und die Goldene Medaille der Bibliographical Society of London (1956). W. Grebe Bibliography Kronenberg, M. E.: Over mensen en boeken.'s Gravenhage 1961 Helling…

Publisher, The

(95 words)

Author(s): W. Grebe
engl. Buchhandelszs. (Vol. 1 — 133, London 1837 — 1969), bis April 1959 unter dem Titel «The Publishers' Circular and Booksellers' Record», im Verlag Sampson Low und seiner Nachfolger. Sie erschien zunächst wöchentlich, seit 1959 monatlich u. d. T. «British Books», seit 1968 zweimonatlich. P. bildete die materielle Grundlage des English Catalogue of Books. W. Grebe Bibliography Grocan, D. J.: English Catalogue of Books. In: Encyclopaedia of Library and Information Science. Vol. 8. New York 1972, S. 100 bis 104 Blum, R.: Nationalbibliographie und NB. In: AGB 35. 1990, S. 168 — 173.

Deskriptive Bibliographie

(81 words)

Author(s): W. Grebe
von engl. Descriptive Bibliography. Form der bibliographischen Beschreibung, welche die Ergebnisse der «critical» oder «analytical bibliography» (betr. die buchwiss. Erforschung eines Druckwerkes) zus.fassend wiedergibt. Die D.B. wird insbes. bei wertvollen und seltenen Drucken angewandt. W. Grebe Bibliography Bowers, F.: Principles of bibliographical Description. New York 1949 (ND 1962) Stokes, R.: Descriptive Bibliography. In: Encyclopedia of Library and Information Science. Vol. 7. 1972, S. 1 – 17 Stokes, R.: The Function of Bibliography. 2. cd. Aldershot 19…

Annual Bibliography of the History of the Printed Book and Libraries (ABHB)

(109 words)

Author(s): W. Grebe
Internat. Bibliographie zur Geschichte des Buch- und Bibl.Wesens. Erscheint jährlich mit der Berichtszeit 1970. Vol. 1 ff. Den Haag: Nijhoff, 1973 ff., mit Berichtsverzug. Die ABHB wurde auf Initiative der IFLA (International Federation of Library Associations and Institutions) gegründet. Nationale Ausschüsse (vorwiegend aus Europa) melden für ihren Bereich die Veröffentlichungen von wiss. Wert, die einen historischen Bezug zum Buch- und Bibl.wesen haben. Als allg. Terminus post quem gilt die Er…
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