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Bauhuis, Walter

(149 words)

Author(s): G. Pflug
* 10. 12. 1905 in Bocholt, † 26. 6. 1961 in Münster. Als Bibliothekar an zahlreichen deutschen Bibliotheken tätig (UB Berlin, Straßburg, Heidelberg, BTH Berlin, Stuttgart, LB Stuttgart), bis er 1957 Direktor der UB Münster wurde. Maßgeblich am Aufbau des Leihverkehrs und der Zentralkataloge nach dem Zweiten Weltkrieg beteiligt. Fachmann für Dissertationsfragen und fototechnische Probleme wie für die Neuordnung der alphabetischen und systematischen Kataloge. B. setzte sich nachhaltig für den Wied…

Vicenza

(613 words)

Author(s): G. Pflug †
Hauptstadt der gleichnamigen Provinz in Venetien mit 110 Tsd. Einwohnern UNESCO-Weltkulturerbestadt. 1. Buchdruck, Verlag, Buchhandel Seit dem 15. Jh. ist V. nach Venedig ein hervorragender Druckort in der Terraferma. Zwei Deutsche, Leonardus Achates und Johannes de Reno, die sich 1474 und 1475 im nahen Santorio als Buchdrucker betätigt hatten, führten den Buchdruck in V. ein, und zwar Leonardus Achates 1474 bis 1497, Johannes de Reno 1476–1482 und als weiterer dt. Drucker Hermann Lichtenstein (1475–1480). And…

Skriptum

(80 words)

Author(s): G. Pflug
(lat. scriptum = das Geschriebene). Seit der Mitte des 16. Jh.s dient S. zur Bezeichnung von Schriftstücken aller Art. Von diesem Gebrauch leitet sich für eine an einen Text angefügte Nachschrift der Begriff «Postscriptum» ab, die vor allem in Briefen mit der Abkürzung P. S. eingeleitet wird. Seit der zweiten Hälfte des 19. Jh.s tritt S. auch im Hochschulbereich zur Bezeichnung von Vorlesungsnachschriften auf. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde S. zum Titelbegriff universitärer Vorlesungs- und Unterrichtstexte. G. Pflug

Signiertes Exemplar

(247 words)

Author(s): G. Pflug
Ein S. besitzt – meist auf dem Titel- oder dem Vorsatzbl. – aus verschiedenen Gründen Eintragungen. Die älteste Form stellen Provenienzvermerke dar, die auf frühere Besitzer hinweisen. Sie werden heute gewöhnlich durch den hss. eingetragenen Besitzernamen weitergeführt (Besitzervermerke). Diese Form ist sowohl in der Kodikologie wie in der Bibliophilie von Bedeutung. Daneben werden Bücher, die verschenkt werden, häufig vom Schenker mit einem Widmungstext versehen, der den Grund der Schenkung angibt, aber auch Zitate sowie den Namen des Schenkers enthält. Im 18. Jh. signier…

Optoelektronik

(118 words)

Author(s): G. Pflug
ist ein Grenzgebiet zwischen der Elektronik und der Optik, das sich mit der Umsetzung von elektrischen Impulsen in Lichtimpulse und umgekehrt auf der Grundlage photoelektrischer Halbleiter befaßt. Die O. findet bei der Gewinnung, Übertragung, Verarbeitung und Speicherung von Informationen umfassende Anwendung, z. B. bei dem automatischen Lesen von OCR – Schriften, dem Kopieren gedrucker Texte mittels elektrooptischer Verfahren wie der Xerokopie und dem Lichtsatz. G. Pflug Bibliography Schulze, H. H.: Computer – Enzyklopädie. Bd. 5. Reinbek 1989, S. 2024 — 2025 Hennings, R. D.:…

Typoskript

(86 words)

Author(s): G. Pflug
ist ein mit Schreibmaschine geschriebenes oder mit einem Computerdrucker erzeugtes Manuskript. T.e werden von ihren Autoren oft einem beschränkten Leserkreis zugänglich gemacht. Sie gelten urheberrechtlich nicht als veröff. und tragen gewöhnlich den Vermerk «als T. gedr.» (Als Manuskript gedruckt). In diese Gruppe fallen die zahlreichen Vorlesungsmss. von Hochschullehrern für die Hörer ihrer Vorlesungen ( Vorlesungsnachschrift). Daneben treten T.-Editionen, die von Vorlagen ohne Lektoratskontrolle veröff. werden. G. Pflug Bibliography Schumann, O.: Das Ms. 2. Auf…

Leipogramm

(128 words)

Author(s): G. Pflug
(auch Lipogramm) griech. λείπειν = aus-lassen, γϱάμμα = Buchstabe. Mit L. wird ein Text bezeichnet, in dem der Autor einen bestimmten Buchstaben vermeidet. Diese Form des Buchstabenspiels geht bis auf das 6. Jh. v. Chr. zuriick. Der griechische Dichter Lasos von Hermione soil als er-ster ein Gedicht ohne den Buchstaben σ verfaBt haben. Vor allem in Zeiten einer hochstilisierten Kunstausiibung treten L.e auf, so z. B. in der Spatantike (Fulgentius), im Manierismus des 16.Jh.s, in der Barockdichtung (Brok-kes) oder im Dadaismus des 20. Jh.s. G. Pflug Bibliography Schulz-Besser, E.: D…

Überlieferung

(295 words)

Author(s): G. Pflug
Mit Ü. wird der Vorgang der mündli-chen oder schriftlichen Weitergabe von Gebräuchen, Regeln und Zeugnissen eines Volkes oder einer ethnischen oder sozialen Gruppe bezeichnet. Für das Ergebnis dieses Vorgangs hat sich seit der Antike der Begriff der Tradition eingebürgert. Die urspr. Ü. erfolgte mündlich. Sie unterlag damit einem Wandel durch Anpassung an sich verändernde Vorstellungen. Gegen ihre schriftliche Festlegung wurden immer wieder Bedenken erhoben, weil durch sie eine Verfälschung des Ursprünglichen erfolge oder eine Buchst…

Kustos

(46 words)

Author(s): G. Pflug
(lat. custos Hüter, Wächter) bezeichnet den Vorsteher und wissenschaftlichen Betreuer einer Sammlung, vor allem in Museen. Im 18. und 19. Jh. führten auch Bibliothekare diese Amtsbezeichnung, die heute nur noch in seltenen Fällen (meist bei Leitern musealer Spezialsammlungen in Bibl.en) verwandt wird. G. Pflug

Du Cange, Charles Du Fresne

(108 words)

Author(s): G. Pflug
*18. 12. 1610 in Amiens, † 23. 10. 1688 in Paris, einer der großen Gelehrten des 17. Jh.s, berühmt durch seine Glossare zur ma. lat. und griech. Sprache (Glossarium ad scriptores mediae et infimae latinitatis. 3 Bde. Paris 1678; Glossarium ad scriptores mediae et infimae graecitatis. 2 Bde. Leuven 1688). Das lat. Glossar ist mehrfach neu bearb. wiederaufgelegt und durch Suppl. erweitert worden, und stellt auch heute noch ein Standardwerk dar. G. Pflug Bibliography Feugère, L.: Étude sur la vie et les ouvrages de D. C. Paris 1852 Samaran, C.: D. C. à Paris. Paris 1922 Dict. biogr. franç. T.…

Rühel, Conrad

(233 words)

Author(s): G. Pflug
* 1528 in Bad Nauheim, † 14. 10. 1578 an der Pest in Leipzig, Wittenberger Verleger und Buchhändler. R. kam in der Mitte des 16. Jh.s als Buchhändler nach Wittenberg. Er heiratete die Tochter des dortigen Verlegers Moritz Goltze, der ihn als Ratsmitglied in die Gesellschaft einführte. So wurde R. auch Mitglied des Rates, Stadtkämmerer und 1574–1575 regierender Bürgermeister. Seine verlegerische Tätigkeit beschränkte sich auf den Verlag und den Vertrieb von Bibeln. 1534 hatte ein Verlegerkonsortium, dem auch Moritz Goltze angehörte, die große Lutherbibel…

Recorder

(141 words)

Author(s): G. Pflug
(von engl, record aufzeichnen) ist ein Gerät zur elektronischen Aufzeichnung und oft auch zur Wiedergabe von Sprache, Musik und Bild auf magnetisierten Platten – oder Bandspeichern (Disketten oder Kassetten). Dabei zeichnen Kassettenrecorder Tonfolgen auf, Videorecorder Bildfolgen. Vor allem im Rahmen der Oral history werden R. von den Forschern zur Fixierung historischer Dokumente eingesetzt, die nicht in schriftlicher Form tradiert werden. Für Sehgeschädigte werden Werke der Lit. über R. auf T…

VAI-Schrift

(76 words)

Author(s): G. Pflug
(auch VEI-Schrift), eine in Liberia 1833 entwickelte Silbenschrift mit 212 Zeichen, welche die rund hundert Jahre später entworfenen Schriften der Mende, Loma und Kipelle in Westafrika beeinflußt hat. Sie soll, nach einem Bericht des Missionars Sigismund Wilhelm Kölle, von Doalu Bukere erfunden worden sein. VAI-Schrift. Ausschnitt. G. Pflug Bibliography Kölle, S. W.: Outlines of a grammar of the VAI language. London 1854 Faulmann, C.: Das Buch der Schrift. Wien 1880 (ND Hildesheim 1986), S. 43–44.

Übersetzer

(181 words)

Author(s): G. Pflug
1. Der Ü. bringt einen schriftlich vorliegenden Text von einer Sprache in eine andere. Er unterscheidet sich vom (Konsekutiv-, Simultan- oder Synchron-) Dolmetscher, der mündliche Äußerungen übersetzt. Zu beiden Berufen wird an entsprechenden Instituten ausgebildet. In Deutschland existieren 16 Ausbildungsstätten an Univ. und Fachhochschulen. Daneben gibt es zahlreiche private Ausbildungseinrichtungen. Es existieren national wie intern. entsprechende Berufsverbände, z. B. die Fédération internationale des traducteurs (FIT), der Bundesverband de…

Steganographie

(126 words)

Author(s): G. Pflug
(von griech. στεγανóς = verdeckt und γϱαφή = Schrift). S. ist eine im 16. und 17. Jh. gebräuchliche Bezeichnung für Geheimschriften. Sie wurde zum ersten Mal von Johannes Trithemius (1462 bis 1516) in seiner Schrift «Steganographia» von 1500 verwandt, später unter Berufung auf Trithemius von Wolfgang Ernst Heidel («Trithemii stenographiam . . .» 1676), Daniel Schwenter («Stenologia et stenographia nova» ca. 1620 unter dem Pseudonym Hanedi) und Caspar Schortus («Steganographia in classes octo distribut…

Browsing

(53 words)

Author(s): G. Pflug
anglo-amerik. Bezeichnung für nichtplanmäßige Durchsicht der Bestände in Lesesaal- und Magazinregalen durch die Leser. Wird gewöhnlich als Mittel zum spontanen geistigen Einfall (serendipity) angesehen. Hat in Deutschland in den 1950er und 1960er Jahren die Diskussion um die freie Zugänglichkeit der Magazine für die Benutzer in den Bibl.en wesentlich beeinflußt. G. Pflug

Schriftsteller

(670 words)

Author(s): G. Pflug
ist eine seit dem beginnenden 17. Jh. nachgewiesene Bezeichnung für eine Person, die für andere rechtliche Schreiben aufsetzt. Seit dem beginnenden 18. Jh. wird als S. auch jemand bezeichnet, der sich mit der Erstellung erzählender Lit. befaßt. Der älteste Beleg für die Wortverwendung stammt nach Johann Christoph Adelung «Versuch eines vollst. grammatisch-kritischen Wörterbuchs der hochdt. Mundart» (1779–1786)von 1723. Bei Adelung treten noch beide Konnotationen ne- beneinander auf. Gegen Ende d…

Welttag der Übersetzung

(47 words)

Author(s): G. Pflug †
Im Rahmen der lit. Welttage (Welttag des Buches, Welttag des Lesens, Welttag des Vorlesens) hat die Fédération internationale des traducteurs den 30. September zum W. ernannt. Dieser Tag ist nach kirchlichem Brauch der Tag des ersten Bibelübersetzers Sophronius Eusebius Hieronymus. G. Pflug †

Nachlese

(115 words)

Author(s): G. Pflug
ist ein Begriff aus der Landwirtschaft, der seit dem 17. Jh. metaphorisch für die nachträgliche Ergänzung und Zusammenfassung von Ereignissen oder Veröffentlichungen verwandt wird, zuerst von C. Weise («Die drey klügsten Leute in der gantzen Welt» Leipzig 1673, S. 303). Als Titelbegriff ist N. seit der Mitte des 1S.Jh.s gebräuchlich. Erster Beleg: C. G. Marche «Freiwillige Nachlese bey den bisherigen gelehrten und erbaulichen Monatsschriften» (Frankfurt/Leipzig 1735 – 1738). Als Bezeichnung für …

Geisteswissenschaften

(1,050 words)

Author(s): G. Pflug
1. Der Terminus G. dient seit dem ausgehenden 19. Jh. als Bezeichnung für eine Gruppe von Wissenschaften, die durch ihre historisch-herme-neutischen Arbeitsmethoden Zusammenhängen und sich von den Naturwissenschaften absetzen, die im Gegensatz zu ihnen als auf die Erforschung von Gesetzmäßigkeiten gerichtete Wissenschaften verstanden werden. Aus diesem Gegensatz wird der methodische Unterschied von «verstehen» und «erklären» abgeleitet. Nach mehreren unsystematischen Ansätzen bildete sich der Terminus G. in der heute üblichen Bedeutung durch W. Dilth…

Woelfle, Alphons

(114 words)

Author(s): G. Pflug †
* 24. 2. 1884 in Freising, † 1951 in München, Illustrator und Buchkünstler. Seit 1906 Mitar- beiter der Zss. «Jugend» und «Simplicissimus», seit 1927 auch der «Süddt. Sonntagspost», für die er über 300 lit. Beiträge mit eigenen Ill. verfaßte. 1909–1949 ill. er zahlreiche Bücher u. a. für die Verlage S. Fischer, C. Habel, E. Heimeran und A. Langen. Zugleich war er als Einbandgestalter tätig und entwarf Exlibris, die in zwei Mappenwerken 1929 und 1947 veröff. wurden. Von seinen freien Arbeiten ist vor allem die «Karte des Bücherfreundes» bekannt geworden. Alphons Woelfle. Zeichnung «…

Teleprompter

(77 words)

Author(s): G. Pflug
(von engl. Prompter = Souffleur, auch Autocue, Neger). Der T. ist ein Gerät, das es Fernsehansagern ermöglicht, trotz des Blicks in die Kamera einen vorgegebenen Text abzulesen. Dieser wird auf einen einseitig durchlässigen Spiegel projiziert, der vor der Kamera aufgestellt ist. Gegen den Einsatz des T. gibt es unter den Journalisten Einwände, die in ihm eine Verfälschung der Unmittelbarkeit der Rede sehen. G. Pflug Bibliography Kühner, A./Sturm, T.: Teleprompter. In: Das Medien-Lexikon. Landsberg 2000, S. 240.

Dexiographisch

(44 words)

Author(s): G. Pflug
(von δεξιόζ = recht und γϱάφειν = schreiben) heißt eine Schrift, die von links nach rechts lauft im Gegensatz zur aristerographischen Schrift, die von rechts nach links geschrieben wird, und zur bustrophedischen Schrift, die mit jeder Zeile die Schriftrichtung wechselt. G. Pflug

Belesenheit

(216 words)

Author(s): G. Pflug
bezeichnet die Eigenschaft eines Menschen, reiche Kenntnisse durch Lektüre erworben zu haben, durch Lit. gut unterrichtet zu sein. Nachdem das Verb «belesen» im SpätMA für das Durchlesen eines Buches gebraucht wurde, erhielt es im 16. Jh. diese neue Bedeutung. Als älteste Belege nennen J. u. W. Grimm Johann Fischart (Gargantua 1546, Binenkorb 1579), F. Kluge ergänzend J. Frisius (Diction. latinogermanicum, 1541). Schon bei Fischart tritt B. auch in abwertender Bedeutung auf, indem sie als totes Bücherwissen der Lebenserfahrung entgegengestellt wird. Diese…

Siloah-Inschrift

(120 words)

Author(s): G. Pflug
(auch Schiloah-Inschrift). Sie ist – von einigen samaritanischen Ostraka abgesehen – das älteste erhaltene hebräische Schriftzeugnis. Es berichtet von der Grabungstechnik bei der Erstellung eines Kanals, den Hiskia, König von Juda, im 8. Jh. v. Chr. zur Wasserversorgung von Jerusalem anlegen ließ. Die Inschrift wurde 1880 von badenden Kindern gefunden und 1881 von Hermann Guthe im Auftrag des Dt. Palaestina-Vereins ausgegraben. Sie befindet sich heute im Museum in Istanbul. Siloah-Inschrift. 8. Jh. v. Chr. G. Pflug Bibliography Simons, J.: Jerusalem in the Old Testament. …

Schreiberbilder

(1,235 words)

Author(s): G. Pflug
Die ersten bildlichen Darstellungen von Schreibern stammen aus Ägypten. Dort bestand seit dem Alten Reich eine enge Verbindung von Priestertum und Beamtenschaft, in der die Beherrschung der Schrift vorausgesetzt wurde. Das älteste überlieferte Schreiberbildnis, eine Kalksteinstatue aus Saqqara, stammt aus der 5. Dynastie (um 2400 v. Chr.). Die Schreibertätigkeit wurde auch auf die Götter übertragen. Seit dem Neuen Reich (Mitte des 16. Jh.s v. Chr.) gibt es Bilder des Gottes Thot als Schreiber de…

Belichten

(51 words)

Author(s): G. Pflug
ist der Prozeß der Bilderzeugung in der Photographic, bei dem eine Lichteinwirkung eine festgesetzte Zeit auf eine photosensible Schicht einwirkt u. dort ein latentes Bild erzeugt, das durch den Entwicklungs-vorgang sichtbar und durch Fixierung haltbar gemacht wird. Im Offsetdruck eine der Standardtechniken bei der Erstellung von Druckplatten. G. Pflug

Koster, Kurt

(221 words)

Author(s): G. Pflug
*14. 11. 1912 in Wiesbaden, 17. 7. 1986 in München, dt. Bibliothekar. Nach Ausbildung als Lehrer und Habilitation für mittlere und neue Gesch. (1948) holte ihn H. W. Eppelsheimer 1950 an die Dt. Bibl, und machte ihn 1952 zu seinem Stellvertreter. 1954-1975 leitete er diese Bibl, als Direktor, ab 1969 -nach ihrer Umwandlung in eine Bundesanstalt — als Generaldirektor. In seine Amtszeit fallen der systematische Aufbau dieser Bibl, zu einem nationalbibliographischcn Zentrum, die Einführung der elek…

Chrismon

(76 words)

Author(s): G. Pflug
Mit C. wird ein Symbol in Urkunden und Diplomen bezeichnet, mit dem seit dem 7. Jh. Christus angerufen wird. Es tritt in Kreuzform, als Christogramm sowie als oft reich verziertes C. auf. In den Urkunden der deutschen Herrscher verliert sich das Zeichen im 13. Jh. G. Pflug Bibliography Wattenbach, W.: C. In: Anz. f. Kunde der dt. Vorzeit. Neue Folge 20. 1873, S. 254—255 Gawlick, A.: C. In: Lex. d. MA. Bd. 2, Sp. 1905.

Kongreßschriften

(196 words)

Author(s): G. Pflug
1. Berichte über den Ablauf von Kongressen, meist in Form der Veröffentlichung dem Kongreß gehaltenen Vorträge und der dort präsentierten Dokumente. K. als eigene Literaturform gibt es seit der Mitte des 19.jh.s. Ihre Zahl nahm seit der zweiten Hälfte des 19.J11.S stark zu. Die erste eigene Bibliographie über internationale K. veröffentl. W. Gregory (International Congrcsses and Conferences 1840—1937, New York 1938); es folgte die nicht vollendete Bibliographie von H. Stümke (Bibliographie der internationalen Kongresse und Verbände. Bd. 1. Berlin 1939). 2. In wachsendem Maß…

Dennery, Etienne

(159 words)

Author(s): G. Pflug
* 20. 3. 1903 in Paris, † 29. 12. 1979 ebd., Diplomat und Bibliothekar, Administrateur Général der Bibliothèque Nationale in Paris von 1964 bis 1975. D. begann seine Karriere als Experte des Völkerbundes in der Mandschurei und wurde 1941 Informationsdirektor in der Exilregierung von De Gaulle in London und Algier. Nach dem Zweiten Weltkrieg vertrat er Frankreich als Diplomat in Warschau, Bern und Tokio. Seit 1954 Nachfolger von J. Cain als Leiter der Bibliothèque Nationale sowie als Direktor der…

Vorlesung (Vorlesen)

(248 words)

Author(s): G. Pflug †
1. In der Antike war es üblich, daß selbst gebildete und lesekundige Personen sich zumeist von einem Sklaven (lector) vorlesen ließen (Lautes Lesen). Dieser Brauch hat sich durch das gesamte MA bis in die Gegen-wart gehalten, etwa in privaten oder öffentlichen Lesungen, in den Damensalons des 18. und 19. Jahrhunderts, heute in den von Buchhandlungen organisierten Dichterlesungen, sowie neuerdings in den Hörfunksendungen und Hörbüchern. 2. Vor allem zur Unterhaltung noch leseunkundiger Kinder wird diesen von ihren Eltern oder anderen Erziehungspersonen – gewö…

Freier Deutscher Autorenverband (FDA)

(138 words)

Author(s): G. Pflug
Der FDA wurde 1973 in München gegründet, nachdem sich der Verband Deutscher Schriftsteller (VS) der Industrie-Gewerkschaft Druck und Papier anschloß. Nach seiner Satzung «bildet er eine Berufsorganisation für deutschsprachige Autoren (Schriftsteller, Texter, Kritiker, Librettisten sowie sonstige publizistische Kunst- und Kulturschaffende) und Autorenerben, gleich welcher Staatsangehörigkeit». Er versteht sich als liberal-konservativ und sieht seine Aufgaben im Eintreten für die Anliegen der Auto…

World Book Capital

(86 words)

Author(s): G. Pflug †
Die UNESCO ernennt gemeinsam mit der International Publishers Association (IPA), der International Booksellers Federation (IBF) und International Federation of Library Associations and Federanions (IFLA) seit 2001 eine Stadt für ein Jahr zur World Book Capital. Die Verleihung findet jeweils am Weltbuchtag am 23. April statt. Die erste Stadt 2001 war Madrid. Es folgten Alexandria, Neu Delhi, Antwerpen, Montreal, Turin, Bogota, Antwerpen, Beirut, Ljubljana (2010), Buenos Aires (2011). G. Pflug † Bibliography Beirut named World Book Capital. In: IFLA Journal 33. 2007. S. 286.

Trockenkopierverfahren

(241 words)

Author(s): G. Pflug
Vor allem für die Bürotechnik wurden in den letzten beiden Jh.en Verfahren entwickelt, die in einem einfachen Arbeitsablauf Kopien von Vorlagen liefern. Gegenüber der traditionellen fotografischen Technik fallen bei ihnen die Arbeitsschritte des Naßentwickelns und Fixierens fort. Das älteste T. ist das Wärmekopieverfahren, auch Thermographie genannt, das mit Hilfe von Ultrarotstrahlen auf entsprechend präpariertem Papier Kopien erzeugt. Es wurde zuerst 1840 als «Evaporographie» von F. W. Herschel entwickelt und war bis zur zweiten …

Traditor codicum

(113 words)

Author(s): G. Pflug
(lat.: Bücherverräter) ist eine von Christen geschaffene Bezeichnung für Glaubensgenossen, die auf Grund des im Jahr 303 erlassenen Edikts gegen das Christentum des röm. Kaisers C. Valerius Diocletian Bibeln und andere christliche Schriften den röm. Behörden zur Vernichtung ablieferte. Die Bezeichnung findet sich u. a. bei Augustinus und bei den Donatisten in Nordafrika. G. Pflug Bibliography Allard, P.: La Persécution de Dioclétien et le triomphe de l’ég-lise. Vol. 1. Paris 1908, S. 256 Moreau, J.: Die Christenverfolgung im röm. Reich. Berlin 1961, S. 98–119 Frend, W.H.C.: Maty…

Conteur

(91 words)

Author(s): G. Pflug
in der nichtschriftlichen Tradition des MA wichtiger Träger der lit. Überlieferung. Sozial ist der C. den Histriones und Jongleurs zuzuordnen. Im HochMA bildete sich ein Gegensatz zwischen der mündlichen und schriftlichen Textvermittlung heraus, der etwa durch Chretien de Troyes und Raoul de Houdenc überliefert ist. Mit der Zunahme des Alphabetismus sank der Con-teur zum Moritatensänger herab. In dieser Form überlebte er bis zum Beginn des 20. Jh.s. G. Pflug Bibliography Farral, E.: Les jongleurs en France au Moyen Age. Paris 1910 Nykrog, P.: Les fabliaux. Kopenhagen 1957 (Ne…

Labanation

(41 words)

Author(s): G. Pflug
(auch Labanotation) ist eine von dem Tänzer und Choreographen Rudolf von Laban (1879—1958) in seinem Werk «Schrifttanz, Methodik und Orthographie» (2 Bde. Leipzig 1928 — 1930) entwickelte Methode zur Aufzeichnung choreographischer Abläufe. G. Pflug Bibliography Hutchinson, A.: Labanotation. London 1972.

Sponsoring

(226 words)

Author(s): G. Pflug
(engl. Sponsor = Bürge, Förderer). S. ist seit den 1960er Jahren ein verbreitetes Verfahren einer finanziellen Unterstützung von Vereinen, Organisationen und Institutionen durch Wirtschaftsunternehmen. Im Unterschied zu der uneigennützigen Form des Mäzenatentums zielt der Sponsor auf eine werbliche Wirkung für sein Unternehmen. Während lange Zeit das S. im wesentlichen auf den Sport beschränkt blieb, wird das Verfahren seit dem Beginn der 1990er Jahre auch auf den kulturellen Bereich angewandt. …

Mahrenholtz-Formel

(159 words)

Author(s): G. Pflug
Oskar Mahrenholtz (17. 5. 1931 in Ostrhauderfehn), Professor für Mechanik an der TH Hannover, hat 1972 im Auftrag der «Sachverständigenkommission für den Ausbau der wiss. Bibl.en in Niedersachsen» eine mathematische Methode zur Berechnung des Personalbedarfs von Hochschulbibl.en entwik-kelt, die den Anspruch auf objektive Geltung und allg. Anwendung erhob. Das Modell geht dabei von den Bereichen Ausleihe und Bucherwerbung aus und berücksichtigt die bibliothekarischen Verwaltungsvorgänge durch Zu…

CD-ROM

(176 words)

Author(s): G. Pflug
Akronym für Compact Disc Read Only Memory. Datenspeicher, der ca. 500 Mio. Zeichen speichert und zwar im Unterschied zu den üblichen elektronischen Plattenspeichem nicht in elektronischer Weise, sondern in Form physischer Byte-Verschlüsselung, indem mikrometergroße Löcher in eine Folie gestanzt werden, die auf einer Platte befestigt und mittels eines Laserstrahls abgetastet wird. Die C. kann lediglich einmal beschriftet werden. Bei Erstellung einer größeren Zahl von C.s mit gleichem Text ist das…

Prolegomena

(117 words)

Author(s): G. Pflug
(griech. πϱολέϒεІν = erklären, vorherverkünden), seit dem 18. Jh. Bezeichnung für eine Einleitungsschrift zu einem Thema, die einer umfassenderen Darstellung vorangeht. Der Begriff tritt im Deutschen zum ersten Mal in dem Werk «A la Mode–Sprach der Teutschen» auf, das F. Gladow unter dem Pseudonym «Sperander» 1727 in Nürnberg veröffentlichte, und findet sich auch in der «Gesch. der Gelehrtheit», die J. M. Wieland 1753 «seinen Schülern dedizierte» (Hrsg, von Ludwig Hirzel, Frauenfeld 1891). Klassisch wurde er durch die «P. zu einer jeden künftigen Metaphysik», die I.…

Stempel, David

(233 words)

Author(s): G. Pflug
* 9. 9. 1869 in Lambsheim (Pfalz), † 1. 11. 1927 in Frankfurt a. M. Nach einer Banklehre ging S. 1888 als Angestellter zur Schriftgießerei Roos & Junge in Offenbach. 1895 gründete er eine eigene Schriftgießerei in Frankfurt, die sich in den ersten Jahren auf die Herstellung von Ausschluß- und Füllmaterial beschränkte. 1898 erwarb er die Schriftgießerei Juxberg-Rust in Offenbach. Von entscheidender Bedeutung für die Schriftentwicklung in Deutschland wurde seine Zusammenarbeit mit der Mergenthaler…

Standard Generalized Markup Language (SGML)

(260 words)

Author(s): G. Pflug
Bei der elektronischen Speicherung und Wiedergabe von Texten aus unterschiedlichen Quellen ist es zweckmäßig, vorweg eine einheitliche formale Struktur der Texte fest-zulegen, um die verschiedenen Texte ohne Verlust und aufwendige formale Überarbeitung wiedergeben zu können. Das gilt nicht nur für die Redaktion von Zss., deren Artikel von verschiedenen Autoren in Form von Disketten eingereicht werden, sondern auch für die verschiedenen Stufen der Herstellung eines jeden Textes beim Autor, dem Ve…

Binfos

(42 words)

Author(s): G. Pflug
elektronisches Buchhandelsverwaltungssystem der Firma C&S, Moers, das alle internen Verwaltungsvorgänge im Verlags- und Buchhandelsbereich umfaßt (Lagerhaltung, Bestellung, Adressenverwaltung usw.). Ein Anschluß an externe Bestellsysteme ist möglich. B. wurde 1977 entwickelt und ist 1986 bei rund 70 Kunden eingesetzt. G. Pflug

Öffentliche Bibliotheken

(308 words)

Author(s): G. Pflug
Der Terminus ö.B. wird in zwei verschiedenen Bedeutungen gebraucht 1. zur Bezeichnung ihrer Rechtsstellung. In Unterscheidung zu privaten Bibl.en werden als Ö.B. Einrichtungen bezeichnet, deren Träger eine öffentlich—rechtliche Person ist. In diesem Sinn sind alle Bibl.en, die von Gebietskörperschaften (Bund, Ländern oder Gemeinden), aber auch von Kirchen und anderen öffentlichrechtlichen Personen getragen werden, öffentlich 2. zur Bezeichnung ihrer Zugänglichkeit. Als ö.B. werden jedoch auch Bibl.en bezeichnet, die im Grundsatz jedermann zugängig sind.…

International Group of Publishing Libraries (IGPL)

(84 words)

Author(s): G. Pflug
Die IGPL wurde 1983 auf Initiative der British Library (London) als loser Zusammenschluß ohne feste Mitgliedschaft gegr., um Erfahrungen auszutauschen und die Möglichkeiten aktiver Zusammenarbeit zwischen den Bibl.en mit Publikationsaktivitäten zu ermitteln. Die erste Versammlung fand 1985 in London statt, weitere folgen im Zweijahresturnus. Seit 1986 gibt die Gruppe ein Newsletter heraus, der einmal j. erscheint (International Group of Publishing Libraries. 1 ff. London 1986 ff.). G. Pflug Bibliography Library Publishing. In: British Library Occasional Papers 2. 1985.

Oberstrich

(51 words)

Author(s): G. Pflug
von Johann Christoph Adelung und einigen Sprachlehrern des 18. Jh.s vorgeschlagene Eindeutschung für «Apostroph». Sie konnte sich ebensowenig durchsetzen wie das von Johann Friedrich Heynatz und Joachim Heinrich Campe vorgeschlagene «Wegwerfzeichen» und das «Auslassungszeichen» desAllg. Dt. Sprachvereins. G. Pflug Bibliography Osman, N.: Kleines Lexikon untergegangener Wörter. München 1982, S. 156.

Layout

(164 words)

Author(s): G. Pflug
(engl. Plan, Skizze) En twurf einer Druckvorl age für eine Publikation (Buch, Zs., Ztg.) oder jede andere Drucksache, z. B. ein Werbemittel (Anzeige, Prospekt, Plakat) in Originalgröße als Skizze oder geklebter Umbruch. Es dient der endgültigen Festlegung der graphischen Gestalt eines Druckerzeugnisses (z.B. des Umbruchs einer Seite in einem Buch), der Gliederung und Verteilung der einzelnen Elemente (z.B. Überschriften, Text, Abschnitte, Zwischentitel, Abbildungen und Tabellen) sowie bei Mehrfa…

Buchmetaphorik

(2,907 words)

Author(s): G. Pflug
ist die bildliche Verwendung des Bu-ches fiir einen anderen, mit dem Buch nicht urspriinglich zusammenhangenden Gegenstand, eine Eigenschaft oder eine Verrichtung. In weiterem Sinne gehoren zur B. alle Metaphern, die sich auf das Buch und seine Teile (z. B. Seite, Schrift, Buchstabe, Einband) und Verrichtungen (z. B. Schreiben, Lesen) beziehen. Von der B. ist die Buchsymbolik zu unterscheiden, die das Buch als Attribut fur eine geistige Eigenschaft oder als ein Symbol fiir einen auf ein Hoheres verweisen-den Vorgang benutzt (Buch als Attribut u…

Schriftsprache

(341 words)

Author(s): G. Pflug
Mit S. wird diejenige Sprachausprägung bezeichnet, der sich die Mitglieder einer Sprachgemein-schaft i.d.R. bei der schriftlichen Fixierung ihrer Sprachäußerungen bedienen. Sie unterscheidet sich von den mündlichen Sprachäußerungen gewöhnlich durch den Verzicht auf dialektale Sprachformen, aber auch auf zeitabhängige lexikalische und grammatische Eigenheiten. Damit wird durch sie eine Einheitlichkeit des Sprachgebrauchs innerhalb einer Sprachgemeinschaft angestrebt. Sie schließt über die Sprachn…

Deutsche-Dichter-Gedächtnis-Stiftung

(78 words)

Author(s): G. Pflug
eine von Ernst Schultze 1901 in Hamburg gegründete Stiftung, die durch die Verbreitung von «guter Lit. die breiten Massen» bilden wollte. In engem Zusammenhang mit der Bücherhallenbewegung stehend, versorgte sie bes. die ländlichen Büchereien, jedoch auch Krankenhaus-, Gefängnis- und Schulbibl.en mit Lit. aus eigener und fremder Verlagsproduktion. Sie bestand bis 1928 und vertrieb in den 28 Jahren ihres Bestehens rund 5,5 Mio. Bücher, vor allem Klassikerausgaben und Heimatlit. G. Pflug Bibliography Müller, M.: Die «Deutsche-Dichtcr-Gedächtnis-Stiftung». Frankfurt 1986.

Alpha und Omega

(45 words)

Author(s): G. Pflug
Erster und letzter Buchstabe des griech. Alphabets, als Symbol für Anfang und Ende benutzt. Bezeichnet in der Apokalypse Johannis Gott als den Allumfassenden. Seit dem 4. Jh. fast ausschließlich auf Christus bezogen und gewöhnlich mit dem -Zeichen zus. verwandt. G. Pflug

Notebook

(88 words)

Author(s): G. Pflug
ist ein kleiner, transportabler Computer, der sich von einem Personal Computer dadurch unterscheidet, daß seine Grundfläche ungefähr einer DIN–A4–Seite entspricht, daß seine Stromversorgung netzunabhängig über einen Akku erfolgen kann und daß sein Gewicht zwischen 200 und 500 g liegt, so daß er bequem auf Reisen mitgenommen werden kann. Gegenüber dem Pocketcomputer, der nur Jackentaschengröße besitzt, ist das N. in der Lage, die in ihm gespeicherten Daten über Leitung an einen anderen Computer oder Drucker zu übertragen. Notizbuch G. Pflug Bibliography Sasse, V: Das große N.…

Cyprian, Ernst Salomon

(55 words)

Author(s): G. Pflug
* 22. 9. 1673 in Ostheim, † 19. 9. 1745 in Gotha. Seit 1713 Direktor der Herzoglichen Bibl, in Gotha. Er bildete diese Bibl, zu einer wiss. Bibl, um und veröff. ihren Handschriftenkat. (Catalogus codicum manuscriptorum bibliothecae Gothanae. Leip-zig 1740). G. Pflug Bibliography Fischer, E. R.: E. S. C.s Leben. Leipzig 1749.

Association Phonétique Internationale (API)

(80 words)

Author(s): G. Pflug
wurde von Paul Edouard Passy 1886 in Paris gegründet mit dem Ziel einer Vereinheitlichung der Lautschrift. Ihr heutiger Sitz ist London. Auf ihrem Kongreß in Kopenhagen 1925 wurde allgemein ein internationales phonetisches Alphabet angenommen, das heute sowohl im Sprachunterricht wie zur wissenschaftlichen Sprachbeschreibung weltweit Verwendung findet. Es ordnet jedem Laut eindeutig ein Schriftzeichen zu. Dabei wird die lateinische Schrift, erweitert um Sonderzeichen, zugrunde gelegt. G. Pflug Bibliography The Principles of the International phonetic Associatio…

Unikum

(258 words)

Author(s): G. Pflug
(auch Unikat, von lat. unicus = einzigartig) Als U. wird ein Buch bezeichnet, das nur in einem einzigen Ex. existiert. Dabei kann es sich um ein Werk handeln, von dem es urspr. mehrere Ex. gab, die sich jedoch bis auf eines nicht erhalten haben. Hss. sind in der Regel Unika und damit z. B. alle Texte, die aus der Zeit vor dem Buchdruck stammen. Doch gibt es auch Unika, die im Buchdruck nur in einem einzigen Ex. hergestellt wurden, um ihren Wert zu erhöhen. Dabei werden gewöhnlich alle Vorformen, z. B. Mss. oder Andrucke, vernichtet. Diese Unikate werden «künstliche Unikate» genannt. In einem er…

Verbalkonkordanz

(98 words)

Author(s): G. Pflug
ist eine alphabetische Zusammenstellung aller Wörter eines Textes (z. B. der Bibel) oder eines Autors (z. B. Shakespeare), sowie die vergleichende Aufstellung der Wörter zwischen einem Originaltext und seiner Übersetzung. Bibelkonkordanzen gibt es seit dem 13. Jahrhundert. Antoine Vérard. Seite aus: Les Heures. Paris 1489. G. Pflug Bibliography Riedel, K.: Westöstlicher Divan von Marianne und Goethe in Real- und Verbalkonkordanz mit dem Divan von Hafi. Dresden 1960 Busa, R.: Concordances. In: Encyclopedia of Library and Information science. Vol. 5. New York 1971, S. 592–604 Lex…

Visuelle Literatur, Visuelle Poesie

(291 words)

Author(s): G. Pflug †
ist neben der konkreten Poesie eine Bezeichnung für die Verbin-dung von Lit. und bildender Kunst. Dabei wird die konkrete Poesie gewöhnlich näher an die bildende Kunst gerückt, die V. P. näher an die Literatur. Doch halten Auto- ren wie bildende Künstler die Unterscheidung nicht einheitlich durch, zumal die V. P. in den letzten Jahren eine Erweiterung um multimediale Elemente erfahren hat(z. B. bei Franz Mon oder Carlfriedrich Claus). Bei zahlreichen Autoren der V. P. wird auch die Schrift in ihrer Bedeutung wie in ihrem Umfang wesentlich verändert. So wird sie …

Vielverfasserschrift

(83 words)

Author(s): G. Pflug †
1. Verlagsrecht. Nach den §§ 8 und 9 des dt. Urheberrechtsgesetzes werden mehrere Verf. ohne eine Verwertung ihrer Anteile Miturheber genannt. Die Veröff. ihres Textes erfolgt «zur gemeinsamen Hand». 2. Bibliothekswesen. Nach den Regeln für die alphabetische Katalogisierung (RAK. WB) wird ein Werk, das von mehr als drei Personen verfaßt wurde, wie eine anonyme Schrift behandelt und unter seinem Sachtitel katalogisiert (§ 601.3). Die auf dem Titelblatt zuerst genannte oder herausgehobene Person erhält eine Nebeneintragung (§ 603). Sammelwerk G. Pflug †

Schriftgut

(87 words)

Author(s): G. Pflug
Mit S. werden diejenigen Schriftstücke bezeichnet, die in Behörden und wirtschaftlichen Unternehmen für aufbewahrenswert empfunden werden oder deren wenigstens zeitweise Aufbewahrung durch Handels- und Steuerrecht vorgeschrieben sind. I.d.R. wird das S. eine bestimmte Zeit in Ablagen oder Registraturen nach einem vorgegebenen Akten- oder Ablageplan geordnet aufbewahrt. Nicht mehr aktuell benötigtes S. wird – nach einer weiteren Selektion – in Archive verbracht. G. Pflug Bibliography Ablageplan, Aktenplan, Schriftgut. Stuttgart 1978 Schriftgut und seine Aufbewahru…

Polysemes Wörterbuch

(90 words)

Author(s): G. Pflug
(auch Homonymenlexikon) ist ein Wb., das die gleichlautenden Wörter mit unterschiedlichem Bedeutungsinhalt (Homonym) einer Sprache verzeichnet. Das älteste dt. P. ist das «Das Büchlein gleichstimmender Wörter, aber ungleichs Verstandes» von Hans Fabritius (Erfurt 1532), von dem sich jedoch nur ein Ex. in Zwickau erhalten hat, das lange Zeit als verloren galt (ND von John Meier, Straßburg 1895). Als nächstes P. in Deutschland erschien 1803 das «Grammatisch–orthographische Wb. der Homonyme der dt. Sprache» von Michael Kunitsch. G. Pflug Bibliography Kühn, P.: Dt. Wörterbüche…

Rudolstadt

(443 words)

Author(s): G. Pflug
Kreisstadt in Thüringen mit 30 Tsd. Einwohnern, seit 1730 Residenzstadt des Fürstentums Schwarzburg-Rudolstadt, wodurch die Entwicklung des Verlags- und Bibl.wesens nachhaltig beeinflußt wurde. 1. Verlagswesen und Buchhandel. 1663 gründete Caspar Freyschmidt die erste Druckerei in R. Zu Beginn des 19. Jh.s betrieb der Weimarer Verleger Friedrich Justin Bertuch in R. eine Hof-Buch- und Kunsthandlung. Nach dem Ersten Weltkrieg gab es in R. einige Verlage, z. B. 1919–1990 den Greifenverlag, dessen Archiv sich seitdem im Staa…

Hochschulbibliothekszentrum (HBZ)

(154 words)

Author(s): G. Pflug
Das HBZ in Köln ist eine zentrale Einrichtung des Landes Nordrhein-Westfalen mit der Aufgabe, bibliothekarische Planung und Dienstleistung vor allem auf dem Gebiet der elektronischen Datenverarbeitung für die Hochschulbibl.en in diesem Land zu übernehmen. Es wurde am 1. 3. 1973 aus Anlaß der Errichtung der fünf Gesamthochschulen in Nordrhein-Westfalen gegründet. Das HBZ betreibt eine zentrale Datenverarbeitungsanlage, die den angeschlossenen Bibl.en (1988 elf Bibl.en) zu on-line-Dienstleistungen…

Vergleichende Bibliothekswissenschaft

(52 words)

Author(s): G. Pflug
In der V. werden die Leistungen von Bibl.systemen gleicher Struktur oder Aufgabenstellung auf ihre unterschiedlichen Organisationsformen oder Dienstleistungen verglichen, sowohl innerhalb eines Landes als auch im intern. Vergleich. G. Pflug Bibliography Braschoss K.: Das bibliothekarische Selbstverständnis in der DDR und in der Bundesrepublik Deutschland. Berlin 1999 Schmitt-DaunS.: MyLibrary-Systeme. Berlin 2005.

Maschinelle Lexikographie

(193 words)

Author(s): G. Pflug
Unter m. L. werden drei verschiedene Sachverhalte zusammengefaßt: die Erstellung konventioneller Wb. mit Hilfe der EDV, die Veröff. von Wb. in Form von Taschenrechnern und die Erstellung spezieller Wb. für Datenverarbeitungsanlagen. 1. Über den Einsatz der EDV bei der Produktion gedr. Texte hinaus bietet die Erstellung von Wb. zur menschlichen Nutzung die Möglichkeit, verschiedene Wörterbuchfunktionen miteinander zu verknüpfen, zum Beispiel Sprachwb. mit etymologischen und Synonymlexikaoder mit einer Enzyklopädie, wie dies in…

Crux

(37 words)

Author(s): G. Pflug
lat. = Kreuz. Unheilbare Verderbnis eines (vor allem klassischen) Textes, die offensichtlich durch Konjekturen nicht zu beheben ist. In kritischen Ausg. wird die verderbte Stelle mit einem Kreuz bezeichnet oder in Kreuze eingeschlossen. G. Pflug

Paraphrase

(152 words)

Author(s): G. Pflug
(griech. παράΨρασιζ = Umschreibung) Mit P. (auch Metaphrase) wird seit der Antike die Umarbeitung eines Textes in eine andere Form, 2. B. eine Versdichtung in ein Prosawerk, oder einen anderen Stil, z.B. Anpassung an den Zeitgeschmack, bezeichnet. Sie war in der antiken Rhetoriktradition als Stilübung beliebt (Quintilian, Institutiones 10,5,4) und wurde vom Christentum übernommen (z.B. Evangelienparaphrasen von Juvencus und Nonnos). Forts, der P. sind heute etwa die Umsetzung eines Prosatextes in ein Schauspiel, ein Opernlibretto oder einen Film. In der generativen Gramma…

Cahier

(135 words)

Author(s): G. Pflug
nach einer nicht gesicherten Etymologie von lat. quaternus (Lage von vier Bogen), bezeichnet ursprünglich ein Schreibheft, von dort ausgehend auch ein Zss. – Heft. Im übertragenen Sinn wurde C. vor allem im 18. Jh. in der Bedeutung von Denkschrift, Eingabe, Be 49 schwerdeschrift verwandt, insbes. für die schriftlichen Anträge und Beschwerden der Wählerschaft an die Abgeordneten zu den franz. Generalständen. Nach der franz. Revolution trat C. gelegentlich als Titelbegriff von durchweg kurzlebigen…

Optimus Codex

(72 words)

Author(s): G. Pflug
In der Altphilologie wird mit o. C. diejenige Hs. bezeichnet, die in den meisten Fällen die beste Lesart enthält. Sie wird in der Regel bei Ed. zugrunde gelegt, doch werden die Lesarten anderer Hss. im kritischen Apparat berücksichtigt. G. Pflug Bibliography Gercke, A.: Methodik. In: Einleitung in die Altertumswissenschaft. 2. Aufl. Bd. 1. Berlin/Leipzig 1912, S. 36 — 128 Jäger, G.: Einführung in die klassische Philologie. München 1980, S. 42-47·

Printmedien

(97 words)

Author(s): G. Pflug
(auch Druckmedien) ist ein von der Kommunikationswissenschaft in der zweiten Hälfte des 20. Jh.s geprägter Begriff, mit dem sie den Mediencharakter der gedr. Veröff. (Buch, Zs., Ztg.) herausstellen und sie gegen die elektronischen Medien (Hörfunk und Fernsehen) abgrenzen will. Damit wird zwar nur eine Seite der Druckerzeugnisse erfaßt, ihre Informations und Unterhaltungsfunktion, er eignet sich jedoch gut zur Charakterisierung dieser Veröffentlichungsformen innerhalb von Studien, die sich mit der Wirkung von Medien befassen. G. Pflug Bibliography Medienwirkungsforschun…

Current Awareness Service

(92 words)

Author(s): G. Pflug
ist eine kontinuierliche Dienstleistung für Wissenschaftler über neue Entwicklungen und Ergebnisse auf ihren Forschungsgebieten. Die am stärksten verbreitete Form ist der Current Contents-Dienst, der lediglich die Inhaltsverzeichnisse von Fachzeitschriften verbreitet. Doch gibt es auch C. A.-Dienste, die in Kurzreferaten und Besprechungen über neue Lit. auf bestimmten Gebieten berichten. Von elektronischen Lit.-Speichern werden laufend Dienstleistungen nach individuellen Benutzerprofilen in Form…

Kompatibilität

(125 words)

Author(s): G. Pflug
(aus dem Engl. compatibility Verträgl ichkeit) ist ein der Technik entstammender Fachterminus, der die Eigenschaft eines Gerätes oder Systems bezeichnet, sich verschiedenen Normen oder Strukturen anpassen zu können, in der Fernsehtechnik z.B. ein Gerät, das sowohl in SECAM wie in PAL ausgestrahlte Programme empfangen kann. In der elektronischen Datenverarbeitung wird K. bei der Hardware– wie bei der Software– Entwicklung einschließlich der Datenaufzeichnung angestrebt, im Buchhandel wie bei Bibl.en z.B. bei der Nutzung eines Terminals für …

Cebit

(82 words)

Author(s): G. Pflug
Akronym für Zentrum für Büro- und Informationstechnik: C. bildete sich 1985 durch Herauslösung des Angebots an elektronischen Geräten und Dienstleistungen aus der Industrie-Messe in Hannover. Sie faßt alle Hard- und Software-Produkte zusammen und ist die größte Messe auf diesem Gebiet. Für den Bereich des Buchwesens sind vor allem die Druck-, Speicher- und Informationssysteme von Bedeutung. Daher findet C. allg. Beachtung im Buchhandel sowie bei den Bibl.en. G. Pflug Bibliography Möller, K.-H.: Ein digitales Solo. In: Börsenbl. (Frankfurt) 42. 1986, S. 805.

Verband deutscher Archivarinnen und Archivare e. V. (VdA)

(164 words)

Author(s): G. Pflug
Der Verband wurde am 11. 12. 1946 in Bünde (Westfalen) als Zusammenschluß verschiedener regionaler und fachlicher Archivvereine unter dem Namen «Verein dt. Archivare e. V.» gegr. und am 12. 10. 2000 auf dem Archivtag in Nürnberg umbenannt, um einerseits dem großen Anteil an Frauen im Archivwesen gerecht zu werden und andererseits der Struktur einer die verschiedenen Archivformen und -trägern vereinigenden Organisationen zu entsprechen. Es gibt sieben Fachgruppen für die staatlichen, die städtischen, die kirchlichen, die Familien-, die politischen und die Medienarchive. Der V…

Nidus (lat. = Nest)

(71 words)

Author(s): G. Pflug
Mit N. wurde, wohl zuerst von Martial (Epigr. 1,117,15 und 7,17,5), das Fach bezeichnet, in dem der Buchhändler seine Bücher lagerte. Eine die in Neumagen an der Mosel gefunden wurde, ist heute verschollen. In späterer Zeit wurde auch das Regal im Armarium einer antiken Bibl. N. genannt. G. Pflug Bibliography Blanck, H.: Das Buch in der Antike. München 1992, S. 181 (mit einer Abb. des Neumagener Reliefs).

Durchschreibeverfahren

(147 words)

Author(s): G. Pflug
ist ein Vervielfältigungsverfahren, bei dem die Schrift auf mehrere übereinanderliegende Blätter durchgedrückt wird. Dieser Effekt wird dadurch erreicht, daß sich zwischen den Blättern oder in den Papieren ein Farbgeber befindet, der auf Druck Farbe an das darunterliegende Papier freigibt. Das Verfahren wurde 1810 erfunden. Ursprünglich wurde zwischen die zu beschreibenden Blätter Kohlepapier gelegt. Es handelt sich dabei um ein Papier, das eine Rußschicht mit einer wachsähnlichen Substanz als Bindemittel besitzt. Diese Technik hat s…

Schriftbild

(264 words)

Author(s): G. Pflug
1. In der Typographie wird mit S. die gestaltende Darstellung einer Textseite bezeichnet, wie sie sich im Layout, der Makro- und Mikrotypographie wie auch in der Abfolge der Zeichen (Scriptura continua) ausdrückt. 2. In der Editionstechnik werden Ms.-Seiten als Schriftbilder bezeichnet, in denen der Autor mehrfach handschriftliche oder maschinenschriftliche Änderungen und Ergänzungen vorgenommen hat, so daß aus dem linearen Text ein komplexes Geflecht von Streichungen, Überschreibungen und Ergänzungen im Text und an den Ränder…

Titelgeschichte

(45 words)

Author(s): G. Pflug
ist diejenige Gesch. in einem Erzähl-band, die dem gesamten Bd. den Titel gibt. In der Presse wird T. derjenige Beitrag genannt, auf den sich die Schlagzeile des Titelblattes bezieht. G. Pflug Bibliography Wilpert, G. von: Sachwb. der Lit. 7. Aufl. Stuttgart 1986, S. 788.

Beschreibstoffe

(34 words)

Author(s): G. Pflug
sind Materialien, die als Träger von Schriften dienen, z. B. Papyrus, Pergament, Papier, Seide, in weiterem Sinne auch Wachs- oder Tontafeln. G. Pflug Bibliography Beiträge zur Geschichte der Beschreibstoffe im Mittelalter. Graz/Köln 1953.

Wissenschaftliche Literatur

(149 words)

Author(s): G. Pflug †
ist eine nicht sehr exakte Bezeichnung für eine Lit.gattung, die im Gegensatz zur Belletristik Sachwissen vermitteln will. Sie gehört zu dem weiteren Begriff der Fachlit. (Fachbuch). Die W. gliedert sich in die streng W. und die populärwiss. Literatur. Die erste richtet sich an den Fachmann, die zweite an den interessierten Laien. Für einzelne Gebiete existieren spezielle Buchhandlungen, z. B. für Jurisprudenz, Theologie oder Medizin. Auch im Bibl.wesen existieren spezielle Bibl.en für Fachliteratur, so die Medizinische Zentralbibl. in Köln, die…

Textsemantik

(121 words)

Author(s): G. Pflug
Die T. geht von der Bedeutung eines textlichen Zusammenhangs, z. B. eines Satzes, aus und ordnet den Wörtern nur in diesem Zusammenhang eine eindeutige Bedeutung zu, da sich ein Wort immer erst sekundär in diesem Zusammenhang präzisieren läßt. Ihre weitestgehende Interpretation erfährt die T. in der Deconstruktion, wie sie der Philosoph Jacques Derrida in seiner «Grammatologie» (1974) entwickelt hat. Für ihn ergibt sich ein Sinnzusammenhang nicht aus dem Text an sich, sondern aus seiner je individuellen Hermeneutik des den Text Aufnehmenden. G. Pflug Bibliography Kegel, G. / Salle…

Syngramm

(126 words)

Author(s): G. Pflug
(σύγϱαμμα = Schriftwerk, Buch, auch Vorschrift, Gesetz). Das Wort wird von Platon häufig zur Bezeichnung einer schriftlichen Aufzeichnung verwandt. Diese Tradition wurde in der Renaissance wieder aufgenommen. So bildete S. Titelbegriff für eine Schrift, in der sich 14 schwäbische Theologen in einer entsprechenden Diskussion in Halle gegen Zwinglis Lehre wandten. Sie wurde von Johann Brenz d. Ä. 1526 unter dem Titel «Syngramma clarissimorum, qui Halae Suevorum convenerunt virorum, super verbis co…

Ury, Lesser

(122 words)

Author(s): G. Pflug
* 7. 11. 1861 in Birnbaum (Posen), † 18. 10. 1931 in Berlin, dt. Maler und Druckgraphiker, Schüler von Andreas Müller (Düsseldorf), Jean-François Portales (Brüssel) und Jules Lefebvre (Paris). Urspr. Maler, begann er 1895 mit der Radierung und Lithographie. Neben zahlreichen Einzelblättern veröff. U. drei graphische Mappenwerke, 1920 die «Biblische Gestalten» im Gurlitt-Verlag (Berlin), 1922 die «Holländischen Motive» und 1924 die «Berliner Impressionen», beide im Euphorion-Verlag (Berlin). Sein künstlerischer Nachlaß wurde 1932 bei Paul Cassirer versteigert. Lesser Ur…

Steininschriften

(473 words)

Author(s): G. Pflug
Der Stein ist, neben dem Ton, der älteste Beschreibstoff. Er läßt sich in Ägypten und im vorderen Orient seit dem frühen 3. Jahrtausend nachweisen. Sein Vorteil ist seine große Haltbarkeit. Daher werden S. bis heute vor allem für Inschriften in Außenräumen – z. B. an Felsen, Gebäuden oder freistehenden Steinen (Stele) – verwandt. Die S. dienten seit dem 3. Jahrtausend v. Chr. religiösen Zwecken, vor allem als Grabstelen. Doch sind aus der gleichen Zeit auch S. bekannt, die rechtliche Festlegunge…

Essen-Symposium

(51 words)

Author(s): G. Pflug
Seit 1978 veranstaltet die UB Essen jährlich ein intern. Symposium über Fragen der Bibliotheksautomatisierung und der neueren technischen Entwicklung im Bibliothekswesen. Es wurden u. a. Themen wie: Automatisierung der Zeitschriftenstelle, Bibliotheksnetze, lokale Systeme und Online-Kataloge behandelt. Die Vorträge werden in der Reihe «Veröffentlichungen der Universitätsbibliothek Essen» veröffentlicht. G. Pflug

Köttelwesch, Clemens

(241 words)

Author(s): G. Pflug
*3. 12. 1915 in St. Tönis bei Krefeld, J 24. 12. 1988 in Frankfurt a. M., dt. Bibliothekar. Nach Studium der Germanistik, Gesch. und Zeitungswissenschaft begann K. seine bibliothekarische Ausbildung 1940 in Straßburg, Berlin und Göttingen. 1942 bis 1944 war er an der UB Marburg tätig, 1946-1948 als Sonderbeauftragter des hessischen Kultusministeriums für die Rückführung der in ein Salzbergwerk ausgelagerten Buchbestände der UB Marburg und der SB Berlin verantwortlich. Die Bestände der SB Berlin …

Vierkanal-Rechtschreiben

(73 words)

Author(s): G. Pflug †
ist eine Unterrichtsmethode des orthographisch einwandfreien Schreibenlernens, die den üblichen Hilfsmitteln des Akustischen (Vorsprechen), des Optischen (Wortbild) und des Mechanischen (Hand- und Armbewegung) die Analogie durch entsprechende Sätze oder Verse hinzufügt, die einen leichteren orthographischen Vergleich ermöglichen. Diese Methode soll vor allem die Legasthenie bei Schülern verringern. G. Pflug † Bibliography Sennlaub, G.: Vierkanal-Rechtschreiben. In: Legasthenie gibt es nicht ... Was nun? Hrsg. von G. Spitta. Kronberg / T. 1977, S. 143–161.

Historienbücher

(62 words)

Author(s): G. Pflug
Als H. werden in der Germanistik meist anonym überlieferte volkstümliche Prosabearbeitungen ma. Roman- und Novellenstoffe aus dem 15. bis 17. Jh. bezeichnet. Volksbücher G. Pflug Bibliography Heinzle, J.: Mittelhochdt. Dietrichepik. München 1978 Koppitz, H. J.: Studien zur Tradierung der weltlichen mittelhochdt. Epik im 15. und beginnenden 16. Jh. München 1980 Gotzkowsky, B.: Volksbücher. Bibliographie der dt. Drucke. Bd. 1 Baden-Baden 1991.

Rara

(261 words)

Author(s): G. Pflug
(von lat. rarus = selten) ist eine Klassifizierung von Büchern nach ihrem Seltenheitsgrad mit den Steigerungsformen «Rariora», «Rarissima» und schließlich «Unica». Damit werden Bücher bezeichnet, von denen nur wenige Ex. angefertigt wurden, z.B. limitierte Ausgaben, oder von denen sich nur einzelne Ex. erhalten haben, die jedoch wegen ihrer wiss., lit., historischen oder technischen Bedeutung einen bes. Wert darstellen. R. haben seit der Renaissance ein lebhaftes Sammlerinteresse gefunden. Sie wurden oft in die fürstlichen Raritätenkabinette aufenommen…

Tortenbuch

(158 words)

Author(s): G. Pflug
In der Anhaltinischen Landesbücherei in Dessau befindet sich ein kreisrundes Buch, das der Drukker und Verleger Theodor Jeremias Schwan in Quedlinburg 1708 – wohl im Auftrag der Fürsten Victor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg und Wilhelm von Anhalt-Bernburg-Harzrode – veröff. hat. Den Hintergrund bildet die Zulassung der lutherischen Kirche in einem reformierten Land in der Mitte des 17. Jahrhunderts. Schwan vereinigte in ihm zwei Gesangbücher: den in der reformierten Kirche üblichen Genfer Psalte…

Directory

(36 words)

Author(s): G. Pflug
engl. Bezeichnung fiir Adreßbücher aller Art. Der Terminus dient seit dem Zweiten Weltkrieg intern, auch zur Bezeichnung von Handbüchern intern. Organisationen, Verbänden (z. B. IFLA Directory) und Firmen (z. B. Trade Directories). G. Pflug

Orthographiezettel

(46 words)

Author(s): G. Pflug
Zur Vereinheitlichung des Satzes wird bei umfangreicheren Werken vom Verlag oder vom Vorauskorrektor in der Druckerei ein O. angelegt, in dem die Schreibweise der im Manuskript vorkommenden Fachtermini und Abkürzungen festgelegt wird. G. Pflug Bibliography Lexikon der grafischen Technik. 4. Aufl. Leipzig 1977, S. 427.

Symbol

(544 words)

Author(s): G. Pflug
(griech. σύμβολον = Erkennungszeichen). Urspr. wurde S. im Griech. mit großer Bedeutungsbreite gebraucht, etwa Verkehr, Zutritt, Vertrag, aber auch Merkmal, Signal, Vorzeichen, Erkennungszeichen. Platon verwendet es unter anderem für einen zerschnittenen Gegenstand, dessen Teile den Inhabern – z. B. den Rich-tern in Athen – gewisse Rechte verleihen. Im 6. Jh.v. Chr. gründete Pythagoras in Kroton (Unteritalien) eine esoterische Schule, die ihre philosophischen Grundsätze in einer symbolischen Ausd…

Collection Management

(112 words)

Author(s): G. Pflug
Seit Anfang der 80er Jahre des 20. Jh.s setzt sich bei den Bibliothekaren die Erkenntnis durch, daß die beiden ursprünglich getrennten Aufgaben des Bestandsaufbaus und der Konservierung eine gemeinsame Planung erfordern, da die Sicherung der Bibl, bestände schon bei der Wahl des Datenträgers beginnt. Für diese Planungsaufgabe hat sich im englischen Sprachbereich der Terminus C. M. herausgebildet. Anfänge einer solchen Verbindung von Bestandsaufbau und Bestandssicherung lassen sich bis in die 192…

Byblos

(96 words)

Author(s): G. Pflug
alte Siedlung, 25 km nördlich von Beirut gelegen, schon im 5. Jahrtausend v. Chr. besiedelt. Seit dem beginnenden 3. Jahrtausend v. Chr. bedeutendetende phonizische Stadt mit weltweiten Handelsbeziehungen, vor allem zu Ägypten. Um 1800 v. Chr. entwickelte sich dort eine eigene Silbenschrift, die als Grundlage für die europäischen Buchstabenschriften angesehen wird (Phönizische Schrift). B. war in der Antike ein Hauptort für den Papyrushandel. Sein Name ging in die griech. Sprache zur Bezeichnung…

Allatios

(183 words)

Author(s): G. Pflug
(Allatius, Allacci, Allacio, Allazio), Leon (Leone) (1586 - 1669). Griechischer Theologe, Gelehrter und Bibliothekar. Auf Chios geboren, trat A. 1599 in das griech. Kolleg in Rom ein und studierte klassische Philologie, Philosophie und Theologie, promovierte 1616 in der Medizin. Papst Paul V. ernannte ihn zum Skriptor für griech. Texte an der Biblioteca Vaticana. Von Gregor XV. wurde er 1622 beauftragt, die Bibliotheca Palatina von Heidelberg nach Rom zu überführen. A. fiel unter Urban VIII. in …

Unicode

(254 words)

Author(s): G. Pflug
Der Begriff wurde seit den 1950er Jahren unabhängig für mehrere Systeme zur Optimierung von Informations-Vermittlung oder -verarbeitung benutzt. 1. Als erstes entwickelte 1956 die tschechoslowakische Handelskammer unter dem Namen U. einen Telegrammschlüssel für den intern. Außenhandel, der aus einer Kombination von drei Grundbuchstaben und einer Erweiterung um zwei Folgebuchstaben besteht (z. B. HJCLZ = Dokument verloren gegangen). Die originale engl.sprachige Ausg. wie eine dt. Übers., hrsg. von der Kammer für Außenhandel der DDR, erschienen 1961. Bibliography Zavada D…

Graphische Symbole

(92 words)

Author(s): G. Pflug
sind alle Arten von Sonderzeichen, die eine symbolische Bedeutung besitzen. Zu ihnen gehören neben Abbreviaturen (z.B. &) und monogrammatischen Zeichen (z. B. Signete, aber auch die drei Kreuze von Schreibunkundigen) religiöse Symbole (z. B. Chrismon) und magisch-apotropäische Zeichen. Sie waren vor allem in der Schreibtradition des Mittelalters verbreitet und sind daher vielfach Gegenstand archi-valischer Forschung. Doch auch heute werden g. S. z. B. in der Werbung und zur Corporate Identity (E…

Bücherverzeichnis

(175 words)

Author(s): G. Pflug
Bezeichnung für eine Zusammenstellung von Buchtiteln, zuerst von Andreas Gottlob Masch für eine theologische Literaturzusammenstellung verwandt («Allgem. und in seine gehörige Classen verteiltes Bücherverzeichnis und Hauptregister». Leipzig 1785). Wurde im 18. und 19. Jh. sowohl zur Benennung von Bibliographien (allgem. und Spezialbibliographien), von Katalogen (Bibliotheks-, Verlags-, Verkaufskat.) und von Rezensionszss. (räsonierende oder kritische Bibliographien) verwendet. Für die dt. nationalbibliographischen Veröffentlichungen setzte sich der …
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