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American Society for Information Science (ASIS)

(108 words)

Author(s): G. Pflug
Die Gesellschaft wurde 1937 als American Documentation Institute mit dem Ziel gegründet, den Mikrofilm in die Informationsprozesse einzubeziehen und entsprechende Lesegeräte zu entwickeln. In den 50er Jahren des 20. Jh.s befaßte sich dieses Institut auch mit der Einführung von Lochkarten verfahren in die Dokumentation. 1968 erfolgte die Umgründung des Instituts zur American Society for Information Science. Die Gesellschaft hat die Aufgabe, sich aller Probleme anzunehmen, die sich aus der Erzeugu…

Erster Bibliotheksrat

(79 words)

Author(s): G. Pflug
Als nach dem Ersten Weltkrieg der Titel «Rat» zu einer Amtsbezeichnung wurde, erhielt der Stellvertreter des Direktors einer UB und gelegentlich auch der Direktor einer Spezialbibl, die Amtsbezeichnung E.B. Voran gingen die preußischen Bibl.en, während sich in Süddeutschland noch bis in die 1930er Jahre der Titel Oberbibliotheksrat hielt. Mit der Angleichung der bibliothekarischen Laufbahn an die anderen Laufbahnen des höheren Dienstes und die allg. Einführung des Oberbibliotheksrates wurde die Amtsbezeichnung E. B. 1959 aufgegeben G. Pflug

Liederbücher

(849 words)

Author(s): G. Pflug
sind Slg. von Liedtexten eines oder mehrerer Verf., auch von Volksliedern, oft mit Beigabe der Noten, für den praktischen Solo– oder Chorgesang. Das Wort ist im Dt. zuerst bei dem Zürcher Minnesänger Hadlaub (13. Jh.) belegt. Es bezeichnete ursprünglich eine Slg. von Liedern, die in Adels- und Bürgerkreisen gesungen und dazu in handschriftlicher Form aufgezeichnet wurden (Liederhandschriften). Diese Form der L. setzte sich auch noch im gesamten 16. Jh. fort («Antwerps Liedboek» 1544, «Ambraser Liederbuch» 1582). Dane…

Prenonym

(45 words)

Author(s): G. Pflug
(neuere Wortbildung von franz. prénom = Vorname und Pseudonym) ist ein Pseudonym, das aus den Vornamen des Autors besteht, z. B. Jean Paul für Jean Paul Richter oder Otto Ernst für Otto Ernst Schmidt. G. Pflug Bibliography Söhn, G.: Literaten hinter Masken. Berlin 1974.

Altmann, Wilhelm

(71 words)

Author(s): G. Pflug
*4. 4. 1862 in Adelnau (Prov. Posen), † 25. 3. 1951 in Hildesheim. Bibl.direktor an der SB Berlin. Baute seit 1906 in enger Zusammenarbeit mit den Musikverlegem die Deutsche Musiksammlung in Berlin auf und entwickelte die Musikabteilung der SB zu einer der bedeutenden Musiksammlungen der Welt. G. Pflug Bibliography Losch, P.: W.A. In: ZfB 65. 1951, S. 284-286 Krabbe, W.: W.A. zum Gedächtnis. In: Musikforschung 4. 1951, S. 347–349.

ONULP

(303 words)

Author(s): G. Pflug
(Ontario New Universities Library Project). 1953 wurde die UB Toronto beauftragt, für fünf neu-gegr. Univ. der kanadischen Provinz Ontario die Bibl.en aufzubauen. Der Direktor der Bibl., Robert Blackburn, entschloß sich, dazu den Computer seiner Univ. einzusetzen. Damit ist «ONULP» eines der ältesten Projekte zur Automatisierung der Katalogisierung in Bibl.en. Die Eingabe erfolgte über Lochkarten, die Kat. wurden über den Schnelldrucker ausgegeben und im Offset-Druck vervielfältigt. Nach dem Abs…

Baye, Nicolas de

(54 words)

Author(s): G. Pflug
* gegen 1364 in Baye,† 9. 5. 1419 in Paris. Advokat des Parlaments in Paris, Gerichtsschreiber am franz. Hof. Einer der franz. Frühhumanisten des Kreises um Gontier Col. Besaß eine umfassende Bibl, von Hss. klassischer Autoren. G. Pflug Bibliography Tuetey, A.: Notice biographique. In: Inventaire de N. de B. Paris 1888.

Habent sua fata libelli

(218 words)

Author(s): G. Pflug
(lat.: Bücher haben ihre Schicksale) ist ein seit dem beginnenden 19. Jh. beliebtes Zitat vor allem in Bibliophilenkreisen, das auf den spätrömischen, aus Nordafrika stammenden Grammatiker Terentianus Maurus (Lebenszeit ungewiß zwischen dem 2. und 4. Jh. n. Chr.) zurückgeht. Er verfaßte mehrere grammatische Werke in Versform, die von der philologischen Tradition unter dem Titel «De litteris, de syllabis, de metris libri tres» zu einem Werk vereinigt wurden. Am des Textes über die Silben schiebt …

Celsus, A. Cornelius

(57 words)

Author(s): G. Pflug
röm. Enzyklopädist. C. verfaßte in der ersten Hälfte des 1. Jh.s n. Chr. eine Enzyklopädie u. d. T. «Artes», von der sich nur der medizinische Teil erhalten hat. G. Pflug Bibliography Ed.: Corpus medicorum latinorum. Bd. 1. Berlin 1915 Baader, G.: Überlieferungsprobleme des A. C. C. In: Forschungen und Fortschritte 34. 1960, S. 215-218.

Sammelauftrag

(177 words)

Author(s): G. Pflug
einer Bibliothek. Der S. legt für eine Bibl. diejenigen Gebiete fest, aus denen sie für ihren Bestandsaufbau ihre Auswahl trifft. Gewöhnlich ist er durch die Aufgabenstellung der Bibl. explizit vorgegeben, etwa durch die Institution, in welche die Bibl. eingegliedert ist (z. B. Univ., Institut, Unternehmen), aber auch durch die spezielle Aufgabenstellung z. B. als LB im Rahmen des Pflichtexemplarrechts (Pflichtex.) oder als Musikoder Blindenbibliothek. Doch kann auch bes. für Spezialslg. oder in…

Tochteralphabete

(44 words)

Author(s): G. Pflug
werden Alphabete genannt, die mit gewissen sprachbedingten Abwandlungen von einem Basisalphabet abstammen. So sind z. B. das Dt. (mit seinen Sonderbuchstaben der Umlaute und des ß) oder das Franz. (mit seinen Akzenten und dem ç) T. der lat. Schrift. Schwesternalphabet G. Pflug

Allegorese

(229 words)

Author(s): G. Pflug
ist eine sinnbildhafte Erklärung eines vorgegebenen Textes im Unterschied zur Allegorie, die eine sinnbildliche Gestaltung eines Textes durch seinen Autor bezeichnet. Die A. ist in der Spätantike und im MA die vorherrschende Methode der Texterklärung gewesen. Schon früh wurden Homer und Hesiod allegorisch gedeutet, sicherlich seit dem späten 6. Jh. (Theagenes v. Rhegion). Unter dem Einfluß des Neuplatonismus wurden auch lat. Dichter (Vergil) allegorisch erklärt (Fulgentius, Konstantin d. Gr.). D…

Tierliteratur

(2,087 words)

Author(s): G. Pflug
Die T. gliedert sich in vier Komplexe: 1. Symbolisch-religiöse Darstellungen. 2. Wiss. Abhandlungen, 3. Sachbezogene Lit. (Tierhaltung, Jagd, Nutzen), 4. Lit. Behandlung, wenn auch diese Gruppen, wie etwa der Physiologus zeigt, nicht immer exakt zu trennen sind. 1. Symbolische Darstellung. Diese Darstellung ist die älteste Form der Tierliteratur. Sie läßt sich bis ins 3. Jahrtausend zurückverfolgen. Ein typisches Beispiel liefert das 1. Kap. der Genesis mit dem Gespräch zwischen Eva und der Schlange. Auch bei Homer begegnen symbolisch…

Kontamination

(69 words)

Author(s): G. Pflug
(lat. contaminatio Befleckung, Verderbnis) bezeichnet 1. in der Lit. die Vereinigung verschiedener Werke zu einem neuen Werk oder die Einfügung von Teilen eines alten Werkes in ein neues. Älteste Beispiele liefern die Komödien von Plautus und Terenz, die Teile griech. Komödien enthalten, 2. in der Textkritik das Zusammentragen eines Textes aus verschiedenen Überlieferungen, wobei die Abweichungen der einzelnen Quellen in einem sogenannten Apparat festgehalten werden. G. Pflug

Lochkartenverfahren

(702 words)

Author(s): G. Pflug
1. In der Dokumentation werden L. seit Beginn des 20. Jh.s eingesetzt. Vor allem fanden Handlochkarten Verwendung, Maschinenlochkarten nur gelegentlich große Fachinformationszentren, z. B. der chemischen Industrie, und großen Instituten wie dem Gmelin–Institut, Frankfurt a.M. Dagegen hat das Dokumentationswesen die Entwicklung von Handlochkarten von Kerblochkarten stammt aus dem Jahr 1896. Ihre praktische Verwendung läßt sich jedoch erst seit 1905 nachweisen. Die Sichtlochkarte wurde seit etwa 1…

Sprachlabor

(165 words)

Author(s): G. Pflug
ist eine zuerst in den Univ., später auch in den Schulen eingerichtete Institution, durch die mittels computergestützten Lernens (computer assisted language learning CALL) unter Einsatz auditiver und audiovisueller Mittel der Erwerb von Fremdsprachen beschleunigt und verbessert werden soll. Es gibt verschiedene Typen von S.s. Der einfachste ist das Hörlabor, das aus Hör-Sprechzellen besteht, die eine gemeinsame Verbindung zu einem Lehrer besitzen. Dieser steuert die abzuhörenden Tonbänder. Im Hör-Sprech-Aufnahme-Labor können Schüler…

Maschinenkopie

(47 words)

Author(s): G. Pflug
Mit M. wird eine Kopie bezeichnet, die beim Erstellen eines Textes auf einer Schreibmaschine durch Einfügen eines zusätzlichen Blattes und eines Blattes Kohlepapier entsteht. Sie wird auch «Durchschlag» gen. und dient in Büros als Nachweis (in der Behördensprache: Retent Zurückbehaltenes) für die Registratur. G. Pflug

Fachausschuß der Deutschen UNESCO-Kommission für Dokumentation, Bibliothekswesen, Archive, Urheberrecht und Statistik (DBAUS)

(69 words)

Author(s): G. Pflug
Der F. istinnerhalb der Deutschen UNESCO-Kommission zuständig für das Hauptprogramm VII der UNESCO, das vor allem das General Information Program umfaßt. Ihm sind auch die Fragen des Urheberrechts und der Kulturstatistik zugeordnet. Seine Aufgabe ist entsprechend der Zielsetzung der Deutschen UNESCO-Kommission die Beratung des dt. Standpunkts und Beitrags zu den entsprechenden Aktivitäten der UNESCO. G. Pflug

Hallesches Schema

(115 words)

Author(s): G. Pflug
ist das von Otto Hartwig und den Mitarbeitern der UB Halle zwischen 1879 und 1884 entwickelte Schema für den Realkat. der UB Halle. Es geht ausdrücklich vom Bestand dieser Bibl, aus und will kein Normschema sein, das unverändert auf andere Bibl.en übertragen werden kann. Dadurch sind die einzelnen Fachgebiete sehr unterschiedlich entwickelt (z. B. Recht 108 S., Mathematik 1 S.). Durch seine Veröff. hat es jedoch für die dt. Bibl.en in der ersten Hälfte des 20. Jh.s eine normative Bedeutung erlan…

Denkschrift

(209 words)

Author(s): G. Pflug
Bezeichnung verschiedener Schriftengattungen als Übersetzung des lat. Promemoria oder des franz. Mémoire, seit dem letzten Drittel des 18. Jh.s verwendet als Erinnerung oder Nachruf auf Persönlichkeiten (z. B. J. G. Bernhardi: D. eines nun verewigten Jünglings E. G. Hartmanns. Leipzig 1779; C. Regelsperger:D. der Ehre Marien Theresiens. Wien 1780; J. M. v. Birkenstock: D. auf den König Friedrich II. v. Preußen. Wien 1788); später auch zum Andenken an herausragende Ereignisse oder Jubiläen (z.B. …

Gemeinschaftswerk Evangelisc her Publizistik (GEP)

(110 words)

Author(s): G. Pflug
Das GEP wurde 1973 von der Evangelischen Kirche Deutschlands, den evangelischen Landeskirchen und einigen kirchlichen Einrichtungen gegründet. Es gliedert sich in sechs Fachbereiche. Einer von ihnen, der evangelische Pressedienst (EPD), ist die größte evangelische Presseagentur. Die Medienakademie hat die Aus-und Weiterbildung von Journalisten und ihre Einführung in die aktuellen Probleme der evangelischen Kirche zur Aufgabe. Der Fachbereich Buch und Zss. soll die kirchliche Arbeit auf diesen Ge…

Verona

(717 words)

Author(s): G. Pflug †
Hauptstadt der ital. Provinz Verona, 260 Tsd. Einwohner, mit seinen röm. Bauten – u. a. einer Arena aus dem 1. Jahrhundert –, seinen zahlreichen Kirchen aus dem 11.–16. Jh. und seinen Palästen aus gleicher Zeit wurde der Ort zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt. Die Wirtschaft wird neben Maschinenbau und Textilindustrie auch vom Druck- und Verlagswesen bestimmt. Verona ist Bischofssitz. Seit 1768 gibt es die Accademia di agricultura, Science e lettere, seit 1868 die Società letteraria di Verona, seit 1960 die Università degli Studie di Verona. 1. Buchdruck und Verlagswesen. Der erste…

Verschlüsselung von Texten

(76 words)

Author(s): G. Pflug †
ist eine Technik, Texte oder Mitteilungen vor fremden Lesern zu schützen, z. B. durch das Ersetzen der Buchstaben durch andere (etwa z statt a, y statt b) oder durch Ziffern sowie durch einen eigenen, nur einem bestimmten Kreis bekannten Zeichensatz. Sie reicht bis in die Antike zurück. KrytogrammKryptographieGeheimschrift G. Pflug † Bibliography Smith, L. D.: Cryptography. New York 1955 Philipp, L.: Die Geheimschrift. 3. Aufl. München 1965 Singh, S.: Geheime Botschaften. München 2000.

British Council

(200 words)

Author(s): G. Pflug
1934 von Großbritannien mit dem Ziel gegründet, im Ausland Kenntnisse der engl. Sprache und Kultur zu vermitteln und die kulturellen Beziehungen mit anderen Ländern zu vertiefen. Das B. C. lädt Ausländer zu Studienaufenthalten nach Großbritannien ein und unterhält in zahlreichen Ländern Institute, denen auch eine Bibl. angegliedert ist. Entsprechend den Bedürfnissen der einzelnen Institute sind die Bibl.en im Umfang unterschiedlich. Sie reichen von kleinen Sammlungen allgemeiner Informationswerk…

Chiffre

(177 words)

Author(s): G. Pflug
Der Begriff ist von Sifr (arab. = leer) abgeleitet und diente seit dem 13. Jh. für die Bezeichnung der Null. Als diese Zahl am Beginn des 15. Jh.s einen neuen Namen erhielt, der sich vom Italienischen nulla herleitet, wurde mit Ziffer jede Zahl bezeichnet. Seit dem 18. Jh. übernahm man in Deutschland die Bezeichnung C. aus dem Französischen für die Benennung von Geheimzeichen. Heute bezeichnet C. eine Geheimschrift, die einzelne Buchstaben oder ganze Wörter durch andere Buchstaben oder Wörter nach einer festgesetzten Regel (Code) ersetzt, um so den Text für…

Bibliotheksorganisation

(631 words)

Author(s): G. Pflug
Mit dem Entstehen einer arbeitsteiligen B. in der zweiten Hälfte des 19. Jh.s entstand eine Organisationsform, welche die Bibl.en entsprechend den Arbeitsabläufen in Erwerbung, Katalogisierung und Benutzung gliederte, denen eine allg. Verwaltung und technische Dienste (Buchbinderei, Photostelle) zugeordnet wurden, meist als Teil einer dieser drei Abteilungen. Die Eingliederung der Fachreferenten für die Literaturauswahl in der Sacherschließung blieb jedoch häufig ungeklärt, so daß eindeutige Kompetenzen nicht in allen Bereichen entstanden. Dieses traditionelle Or…

Verlust von Büchern, Schriften, Texten

(531 words)

Author(s): G. Pflug †
Der Verlust von Büchern hat verschiedene Aspekte. Zum einen gehen ganze Texte verloren. Vor allem in der Zeit vor dem Buchdruck, als die Mehrzahl der schriftlichen Überlieferungen singulär war, gingen Werke verloren oder blieben nur in reduzierter Form erhalten. Charakteristisches Beispiel sind die mesopotamischen Mythentexte aus dem 2. Jahrtausend. Von den neun heute noch dem Titel nach bekannten Texten ist nur das Gilgamesch-Epos in größeren Teilen erhalten. Selbst von der klassischen griech.-…

Kugelschreiber

(95 words)

Author(s): G. Pflug
Der K. ist ein Schreibgerät, bei dem eine kleine rollende Kugel an der Schreibspitze eine Farbpaste auf den Beschreibstoff überträgt. Die Farbmasse besteht dabei aus Fettfarbstoffen mit einem Farbanteil von 10 bis 20%. Nach vergeblichen Versuchen zu Beginn des 20. Jh.s gelang es D. Biro 1942, ein argentinisches Patent für die Konstruktion eines K.s zu erhalten. 1948 ging der K. in den USA in die Produktion. Er ist heute (1991) das weltweit meistbenutzte Schreibgerät. G. Pflug Bibliography Schlottmann, K.: K. In: Lueger, O.: Lexikon der Technik. 4. Aufl. Bd. 13. Stuttgart 1968…

Visiotypie

(84 words)

Author(s): G. Pflug †
ist die Theorie einer Visualisierung der Schrift in ihren verschiedenen Formen. Das typische Beispiel ist die Verwendung von Schrifttypen zur Charakterisierung einer Firma, z. B. das Bayer-Kreuz, in dem die allg. Bedeutung des Wortes gegenüber seiner speziellen graphischen Verwendung zurücktritt. Doch auch im Buchbereich wird das Übergewicht der Bilddarstellung gegenüber dem Text, z. B. in Abbildungswerken, als V. bezeichnet. G. Pflug † Bibliography Pörksen, U.: Weltmarkt der Bilder. Stuttgart 1997 ders.: Logos, Kurven, Visiotype. Leipzig 1998 Marquardt, E.: Visiotype un…

ELAG (European Library Automation Group)

(109 words)

Author(s): G. Pflug
Die E. wurde 1979 als Untergruppe der INTERMARC Group gegründet. Sie dient als Forum zum Gedankenaustausch über Fragen der Bibliotheksautomatisierung innerhalb der europäischen Bibliotheken. Heute ist sie nach Auflösung der INTERMARC Group eine selbständige Einrichtung, die jährlich ein Meeting mit wechselndem Tagungsort abhält, auf dem jeweils ein festes Thema behandelt wird (z. B. 1986 in Madrid: Open Public Access Catalogues). Im wesentlichen sind die Nationalbibliotheken in Westeuropa die Tr…

Verständigungssprache

(54 words)

Author(s): G. Pflug †
ist nach einer Definition der UNESCO von 1953 eine Sprache, die sich als Kommunikationsmittel zwischen Menschen mit verschiedenen Muttersprachen als Verkehrs- und Handelssprache durchgesetzt hat, im Altertum wie im MA z. B. das Latein, heute vor allem die Pidginsprachen. G. Pflug † Bibliography Schmidt-Rohr, G.: Die Sprache als Bildnerin des Volkes. Mün-chen 1932.

Wikipedia

(155 words)

Author(s): G. Pflug†
ist eine von Jimmy Wales in Alabama gegr. online-Enzyklopädie, in die jedermann Informationen ungeprüft eingeben sowie dort verzeichnete Angaben ergänzen oder abändern kann. Abrufe sind kostenlos. Das System wird von der Wikipedia Foundation in Florida betrieben. Mittlerweile gibt es Ausg. in mehr als 100 Spra-chen, wobei die dt. Ausg. nächst der engl. mit ca. 250 Tsd. Eintragungen die größte ist. Sie wächst ständig, so daß sich in vier Monaten die Menge der Eintragungen verdoppelt. Allein das dt. W. weist täglich ca. 120 Tsd. Nutzer aus. Der Name setzt sich aus dem hawaiischen …

Bildkatechese

(65 words)

Author(s): G. Pflug
Da der Laie im MA meist Analphabet war, erfolgte die christliche Unterweisung i. d. R. über Bilderzyklen, die an den entsprechenden Orten (Kirchen, Schulen, Herbergen, Spitälern) ausgestellt waren. Aus diesen entwickelten sich Einblattdrucke und Blockbücher (Biblia pauperum, Speculum humanae salvationis). G. Pflug Bibliography Geffcken, J.: Der Bildercatechismus des 15. Jh.s und die catechetischen Hauptstücke in dieser Zeit bis auf Luther. Bd. 1. Hamburg 1855.

Philologie

(104 words)

Author(s): G. Pflug
(griech. φίλος = Freund; λόγος = Wort) ist urspr. die Bezeichnung für die wiss. Untersuchung überlieferter Texte, bes. für die Erstellung einer korrekten Version (Textkritik). Sie nahm ihren Anfang in den textkritischen Arbeiten der alexandrinischen Philologen seit dem 4. Jh. v. Chr. und lebte in der Renaissance wieder auf. Die neuzeitliche P. fand ihren ersten großen Vertreter in Richard Bentley (1662 — 1752), der die heute noch gültigen Grundsätze der Editionstechnik entwickelte. Im 19. Jh. wurde …

Titelbuch

(60 words)

Author(s): G. Pflug
ist ein Nachschlagewerk, das die Titel von Werken, deren Autor dem Suchenden nicht bekannt ist, in alphabetischer Folge mit Angabe des Verfassernamens verzeichnet. Gelegentlich werden auch Gedichte in dieser Weise erschlossen. Titelbibliographie G. Pflug Bibliography Schneider, M.: Dt. Titelbuch. 2. Aufl. Berlin 1965 Ahnert, H.J.: Dt. Titelbuch 2. Ein Hilfsmittel zum Nachweis von Verfassern deutscher Literaturwerke 1915–1965. Berlin 1966.

Motto

(63 words)

Author(s): G. Pflug
(ital. Leitspruch) ist ein einem Buch oder seinen einzelnen Kapiteln vorangestellter, thesenhafter kurzer Text, der gewöhnlich aus einem Zitat besteht, und der den Inhalt oder die Stimmung des folgenden Textes wiedergibt. Das M. ist mit der Devise verwandt, die jedoch einen stärker appellativen Charakter besitzt. Bei der alphabetischen Katalogisierung wird ein auf dem Titelbl. stehendes M. ohne Kennzeichnung weggelassen. G. Pflug

Hektographie

(226 words)

Author(s): G. Pflug
griech. von έατόν = hundert, γάφειν = schreiben, d. h. Verfahren, das bis zu hundert Abzüge liefert). Die H. ist als ältestes Verfahren der Büro-Vervielfältigung seit Mitte des 19. Jh.s in Gebrauch. Eine urspr. mit H.-Tinte geschriebene, auf eine glyzerinhaltige Schicht übertragene Vorlage wurde mittels einer rotierenden Maschine auf Papier übertragen. Schon bald wurde die Abdruckvorlage mit einem Spezialfarbblatt auf einer Schreibmaschine erstellt. In dieser Form fand das Verfahren weltweite Ve…

Graphische Künste, Die

(98 words)

Author(s): G. Pflug
Zeitschrift der Gesellschaft für vervielfältigende Kunst in Wien, 1879 von Otto Berggruen begründet. Sie enthielt zahlreiche 111. in den verschiedenen Reproduktionstechniken (Holzschnitt, Radierung, Kupferstich, Heliogravüre, Photogravüre). In den ersten Jahren bestand zu ihr eine Beilage «Galeriewerk für vervielfältigende Kunst», später «für ältere und moderne Meister». Den 21. bis 47. Jg. gab Karl Mosner heraus, seit dem 48. Jg. war Arpad Weixgärtner Hrsg. Die Zs. stellte mit dem Jg. 56. 1933 …

Journal

(359 words)

Author(s): G. Pflug
franz. Wortbildung aus dem lat. diurnus = täglich, urspr. adjektivisch gebraucht – z. B. journal papier –, seit dem 16. Jh. Substantiv. Das Wort hat im Dt. im Laufe der Zeit vier verschiedene Bedeutungen entwickelt: 1. Die älteste, urspr. auf das Lat. und nicht auf das Franz, zurückgehende Form bezeichnet ein Buch, in das die täglichen Ereignisse oder dienstlichen Verrichtungen vermerkt sind. Sie läßt sich bis in die klassische Antike zurückverfolgen und bezeichnet dort das Tagebuch, in das ein Sklave die häuslichen Angelegenheit…

Theon von Alexandria, Aelius

(89 words)

Author(s): G. Pflug
(1./ 2. Jh. n. Chr.), hellenistischer Rhetoriklehrer. Er verfaßte das älteste überlieferte Lehrbuch für Rhetoriklehrer, die «Progymnasmata», das eine eingehende Darstellung des Lese- und Schreibunterrichts enthält. Es ist in der griech. Original-fassung nur unvollst. erhalten. Eine armenische Übers. aus dem 6. Jh. enthält jedoch das Kapitel über die Leseanweisungen. (Ausg. mit armenischem Text von Michel Patillon. Paris 1997). G. Pflug Bibliography Stegemann, W. in: Pauly-Wissowa Bd. 5 A 2. Stuttgart 1934, S. 2037–2054 Schindel, U.: Ein unidentifiziertes «Rhetorik-Exz…

Schreibung

(90 words)

Author(s): G. Pflug
ist in der Schriftgeschichte die Bezeichnung für eine Schriftstufe, auf der eine Sprache zwar eine schriftliche Darstellung besitzt, die jedoch noch nicht durch Regeln normiert ist. Ihr fehlen alle Festlegungen, die zu einer Rechtschreibung erforderlich sind. Die europäischen Sprachen des MA besaßen alle nur eine S., erst seit dem 16. Jh. fand in einem langen Prozeß der Übergang von der S. zur Rechtschreibung statt. G. Pflug Bibliography Glücks, H.: Schrift und Schriftlichkeit. Stuttgart 1987 Gün-ther, H.: Schriftliche Sprache. Tübingen 1988 Wiesinger, P.:S. und Aussprache i…

Umpunktierung

(57 words)

Author(s): G. Pflug
in frühma. Cod. wurden die Zierbuchstaben oft mit einer Reihe von Punkten umgeben, um sie bes. hervorzuheben. Ein typisches Beispiel liefert der a «Wiener Dioskurides» aus dem frühen 6. Jahrhundert. U. ist vor allem in der insularen Ornamentik verbreitet. G. Pflug Bibliography Nordenfalk C.: Die spätantiken Zierbuchstaben. Kopenhagen 1970 Jakobi-Mirwald, C.: Das ma. Buch. Stuttgart 2004.

Catenen

(83 words)

Author(s): G. Pflug
von Catena (lat. = Kette). Bibelkommentare byzantinischer Kompilatoren zwischen dem 6. und 11. Jh., die exegetische Erläuterungen aus den Schriften der Kirchenväter und frühchristlichen Häretiker in der Reihenfolge des Textes enthalten. Die C. sind wichtig für die Rekonstruktion verlorener Schriften wie der älteren Texttradition der Bibel. G. Pflug Bibliography Eltester, W.: C. In: Religion in Geschichte und Gegenwart Bd. 1. 3. Aufl. Tübingen 1957, Sp. 1627-1628 Staab, K.: K. In: Lex. f . Theol. u. Kirche. Bd. 6. Freiburg 1961, Sp. 56-57.

Tepl, Johannes von

(339 words)

Author(s): G. Pflug
(auch Johannes von Saaz) wahrscheinlich identisch mit Johannes Henslin deŠitboř (Schüttwa), * 1350 in Tepl, † zwischen 11. 3. und 24. 4. 1414 in Prag. 1378–1411 Stadtschreiber und Notar, dann Schulrektor in Saaz, 1411 Pronotar in der Prager Neustadt. Er veröff. u. a. einen Bd. des Prager Stadtbuches. T. ist vor allem bekannt als der Verf. des frühhumanistischen Prosatextes «Der Ackermann von Böhmen», den er um 1370 zum Tod seiner Mutter in lat. Sprache verfaßte und 1401 nach dem Tod seiner Frau in dt. Sprache umsetzte. Das Werk stellt ein Str…

BLAISE

(150 words)

Author(s): G. Pflug
Abk. fiir British Library Automated Information Service. Datenbank der British Library, welche die Datenbasen der Monographien der British Library und der Library of Congress sowie anderer im MARC-Format erfaßter - auch älterer - Titel mit denjenigen der unselbständigen Literatur vereinigt, die von der National Library of Medicine der USA angeboten und vertrieben werden. B. besteht aus einem On-line-Teil (B-line), der über Teletype und intelligente Terminals zu Retrievalzwecken und zur Datenände…

Worttrennung

(145 words)

Author(s): G. Pflug †
Beim Übergang von der Bilder- zur Lautschrift knüpfte man, zuerst in Phönizien, seit dem 9. Jh. v. Chr. auch in Griechenland, an die klassische Schrifttradition an, alle Wörter miteinander zu verbinden, was jedoch die Lesbarkeit deutlich einschränkte. So setzte sich eine W. durch, die bei den Griechen und Römern dazu führte, einen Punkt oder mehrere zwischen die Wörter zu setzen. Erst in denjenigen Schriften, die stärker von der Kursive zur Buchschrift neigten, wurden die Wörter durch Zwischenräume getrennt, wobei vor allem die gotische Schrift durch die…

Wortlautschrift

(75 words)

Author(s): G. Pflug
ist die schriftliche Darstellung der Lautung eines Wortes. Sie fand ihre erste Ausprägung im 6. Jh. v. Chr. auf Zypern. Dabei wurden urspr. nur Konsonanten wiedergegeben, wie heute noch im Hebräischen. Doch wurden schon bald die Vokale durch entsprechende Charakterisierungen über oder unter den Zeichen angegeben, vor allem, wenn eine Konsonantenfolge zu mehreren verschiedenen Begriffen führt. Heute verwenden das Amharische, das Japanische und die 1821 entwickelte Silbenschrift Cherokee noch eine Wortlautschrift. G. Pflug

Schlegel, August Wilhelm von

(200 words)

Author(s): G. Pflug
*5.9.1767 in Hannover, † 12. 5. 1845 in Bonn, Philologe, Übers. und roman-tischer Dichter. S. studierte Philologie in Göttingen und gab 1798–1800 zus. mit seinem Bruder Friedrich S. (1772–1829) die Zs. «Athenaeum» heraus. Nach Reisen durch Europa wurde er 1818 als Professor für Kunst- und Literaturwissenschaft an die neugegr. Univ. Bonn berufen. S. gilt als der Begründer der altindischen Philologie und der Gesch. der Weltliteratur. Er gab 1823–1830 die «Indische Bibl.» heraus und übersetzte Dante, Calderon und vor allem Shakespeare ins Deutsche. Sein umfangreiches Literaturst…

Dziatzko, Karl

(383 words)

Author(s): G. Pflug
* 27. 1. 1842 in Neustadt (Oberschlesien), † 13. 1. 1903 in Göttingen, dt. Bibliothekar. Er studierte von 1859 bis 1863 klassische Philologie in Breslau und Bonn und war unter Friedrich Wilhelm Ritschl als Amanuensis an der Neukatalogisierung der UB Bonn beteiligt. Nach einigen Jahren Lehrtätigkeit an Gymnasien in Oppeln und Luzern wurde er 1871 Vorstand der UB Freiburg, wo er sich im gleichenjahr auch für klassische Philologie habilitierte. 1872 wurde er nach erneutem kurzen Zwischenspiel als G…

Stummes Lesen

(204 words)

Author(s): G. Pflug
Während im Altertum das laute Lesen die Norm darstellte – nicht nur durch die Praxis des Vorlesens durch Lese- und Schreibsklaven, sondern auch bei der Individuallektüre, setzte sich seit dem frühen MA das S. durch. Dieser Übergang wurde wesentlich durch die Änderung eines Schriftbildes im Übergang von der Scriptura continua zu einer durch Spatien und Satzzeichen gegliederten Schrift beeinflußt. Doch hat auch eine Änderung der Lesegewohnheiten auf diesen Vorgang eingewirkt. An die Stelle des rhe…

Deutsche Studiengesellschaft für Publizistik

(56 words)

Author(s): G. Pflug
Die Gesellschaft, die 1958 in Köln gegründet wurde, dient der wiss. Erforschung der rechtlichen und politischen Probleme der Publizistik, besonders auf den Gebieten der Presse, des Rundfunks und des Films. In ihr wirken Wissenschaftler und Praktiker zus. Ihr derzeitiger Sitz ist Stuttgart. Seit 1959 gibt sie eine Schriftenreihe heraus. G. Pflug

Segmentialschrift

(102 words)

Author(s): G. Pflug
ist ein Schrifttypus, in dem sich die Schriftzeichen aus Lautelementen zusammensetzen. Im Unterschied zu den Buchstabenschriften, die im Grundsatz die einzelnen Laute der Sprache wiedergeben, faßt die S. Lautverbindungen zu einem Zeichen zusammen. Das typische Beispiel für eine S. sind die ägyptischen Hieroglyphen. Die S. unterscheidet sich von der Silbenschrift dadurch, daß ihre Zeichen nicht in einer festen Beziehung zur Phonetik stehen, sondern – wahrscheinlich nach einem logographischen Vorb…

Kleine Schriften

(177 words)

Author(s): G. Pflug
1. Seit der zweiten Hälfte des 18. Jh.s ist «K. S.» TitelbegrifF für einen Sammelband, der Schriften eines Autors, z. B. H. D. Hermes «K. S. vom Verfasser der Lehre vom Gewissen» (Leipzig 1769) oder mehrerer Verfasser, z.B. «K. S., grösstentheüs von Weimarischen Gelehrten» (Hrsg, von F. C. L. von Seckendorf. Weimar 1801) enthält. Seit der Mitte des 19. Jh.s wird «K. S.» verbreiteter Titel für Aufsatzsammlungen berühmter Gelehrter (Zusammenstellung in Handb. der Bibliothekswissenschaft. 2. Aufl. Bd. 3, 2. Wiesbaden 1957, S. 166). 2. Seit dem ausgehenden 18. Jh. wird «K. S.» auc…

Tokyo Resolution

(206 words)

Author(s): G. Pflug
Aus Anlaß ihres hundertjährigen Bestehens hat die Fédération internationale d’information et de documentation (FID) im August 1994 alle intern. Ges., die sich mit der Information befassen, zu einer Konferenz nach Tokyo eingeladen, auf der eine «Resolution über die strategische Zusammenarbeit zur besseren Versorgung der Weltgemeinschaft mit Information» verabschiedet wurde. Diese Resolution wird von den intern. Verbänden des Dokumentations- und Bibl.-wesens, des Buchhandels und des Verlagswesens,…

Idiotikon

(83 words)

Author(s): G. Pflug
(griech.: ἰδιωτιϰός = kunstlos, gemein) wird seit dem 18. Jh. ein Wörterbuch einer Mundart oder einer Gruppensprache (z. B. Studentensprache «Studikoses I.», Jena 1841) bezeichnet. I. tritt als Titelbegriff zum ersten Mal in dem «Idioticon Hamburgense» des Martin Richey (Hamburg 1754) auf. Weitere Belege für das 18. Jh. sind C. E. Moll, «Salzburger I.» (Salzburg 1796), und A. W. Hupel, «I. der dt. Sprache Lief- und Esthlands» (Riga 1795). Idiotikon. Titelblatt zu: Joh. Friedr. Schütze: Holsteinisches Idiotikon. Hamburg 1800. G. Pflug

Pflichtlektüre

(470 words)

Author(s): G. Pflug
ist eine Lektüre, die von einem in der schulischen oder beruflichen Ausbildung Befindlichen vom Lehrplan oder vom Lehrer erwartet und als Teil der Ausbildung angesehen wird. Zu ihrem Zweck werden Leselisten mit Titeln zusammengestellt, die von jedem Auszubildenden außerhalb der eigentlichen Unterrichtszeit gelesen werden sollen. Die Einrichtung entstand in der Mitte des 19. Jh.s, als in den Gymnasien neben den Klassenunterricht auch die häusliche Lektüre als ein pädagogisches Mittel trat. Im Sinne des Humboldtschen Bildungsideals wurde, zu…

PEN

(186 words)

Author(s): G. Pflug
(Abkürzung von engl. Poets, Essayists, Novellists, auch pen = Feder) ist die größte und bedeutendste intern. Schriftstellervereinigung mit Sitz in London und nationalen Zentren in fast allen Ländern der Erde (1990: 104 Zentren). Ihr Verwaltungssitz ist London. PEN wurde 1921 von der engl. Schriftstellerin Catherine Amy Dawson Scott (1865 — 1934) gegründet. Seine Mitglieder werden von den Mitgliedern der nationalen Zentren gewählt. Der PEN hat sich die Zusammenarbeit der Schriftsteller der Meinungsfreiheit und die Unterstützung politisch verfolgter Autoren …

Nachwort

(43 words)

Author(s): G. pflug
ein vom Autor oder Hrsg, eines Werkes nachgestellter, meist das Werk oder seine Ed. erläuternder Text. Er hat gewöhnlich eine ähnliche Aufgabe wie das Vorwort. G. pflug Bibliography Busch, U.: Vorwort und N. In: Neue Sammlung i. 1961, S. 349 bis 356.

Literatur

(288 words)

Author(s): G. Pflug
(lat. litteratura = das Alphabet, die Buchstabenschrift, das Geschriebene) bezeichnet die Gesamtheit des schriftlich Überlieferten von der Dichtung bis zum Lehrbuch und dem Fachwerk (z. B. dem Kochbuch). Im weiteren Sinn schließt der Begriff auch nicht schriftlich Fixiertes ein, z.B. mündlich tradierte Mythen, Sagen, Märchen, Volkslieder. Jedoch auch persönliche Aufzeichnungen und Dokumente wie Briefe und Tagebücher entsprechen dem lat. littera, das auch «Bildung» bedeuten kann Im engeren Sinn wird unter L. die schöne L. oder Belletristik verstanden, die pers…

World Atlas of Language Structures

(75 words)

Author(s): G. Pflug †
ed. M. Haspel-math u. a., 2. Aufl. Oxford 2005. Der Atlas zeigt auf 142 Weltkarten rund 6.700 Sprachen auf, die heute noch gesprochen werden. Davon sind nach dem Atlas ca. 800 vom Aussterben bedroht. Auch in Europa sind 58 Spra- chen gefährdet, 38 «stark gefährdet» und acht bereits ver-loren. In Afrika sind mehr als 140 Sprachen gefährdet. G. Pflug † Bibliography Kulturgut Sprache.In: UNESCO Heute. 2007, Nr. 1, S. 49.

Tifinagh-Schrift

(121 words)

Author(s): G. Pflug
(auch Tafinag oder Tafineqq) ist eine von den Tuareg südlich der Sahara für die Sprache Tamachek verwendete alphabetische Schrift, deren Ursprung in das 6. Jh. zurückreicht und sich vom Numidischen (Altsyrischen) des 2. Jh.s n. Chr. ableitet. Die Schriftzei-chen werden Asekkil genannt. Die Schrift wird gewöhnlich linksläufig geschrieben. Der in den 1970er Jahren unternommene Versuch, sie für alle Berbersprachen in Algerien und Marokko wiederzubeleben, blieb ohne Erfolg. Tifinagh-Schrift. G. Pflug Bibliography Hanoteau, A.: Essai de grammaire de langue tamachek. 2nd …

BIBLID

(160 words)

Author(s): G. Pflug
intern. Numerierungssystem für bibliographisch unselbständiges Schrifttum (Aufsätze in Zss. und Sammelwerken), das vor allem im Hinblick auf die Speicherung von bibliographischen Daten in elektronischen Datenbanken jedem Titel eine eindeutige Nummer zuordnet, die aus der Nummer der bibliographischen Einheit (ISBN oder ISSN) und dem Erscheinungsjahr sowie den Seitenzahlen besteht, dem noch weitere Angaben — z. B. Heftnummer und Angabe von Sonderheften — zugefügt werden können, soweit diese Angabe…

Retrodigitalisierung

(206 words)

Author(s): G. Pflug
auch retrospektive Digitalisierung. Bei der Umstellung der Kat. in Bibl.en von konventionellen Zettelkat. auf elektronisch lesbare Kat. (Online-Katalog) wird es erforderlich, die bestehenden Titelaufhahmen in eine elektronisch lesbare Form zu überführen. Dazu werden die Zettelkat. manuell digitalisiert. Für diesen Arbeitsgang hat sich der Begriff «R.» eingebürgert. In zunehmendem Maße sind die Bibl.en weltweit neuerdings dazu übergegangen, nicht nur ihre Altkat., sondern auch wesentliche Teile ihres Buchbestandes zu digitalisieren. Auch für…

Vokalzeichen

(169 words)

Author(s): G. Pflug †
Mit dem Übergang von einer Bilderschrift zu einer Lautschrift im 14. Jh. v. Chr., zuerst im nordsemitischen Raum, wurden die Vokale nicht bezeichnet. Es entstanden reine Konsonantenschriften, z. B. das Phönizische, das Hebräische oder das Arabische. Im 10. Jh. hat das Griech. als erste Schrift auch die Vokale mitgeschrieben. Erst später wurden auch für die reinen Konsonantenschriften V. eingeführt, z. B. durch Punktierungen, Strich- oder Akzentsetzungen, um bei Worten mit gleichen Konsonanten, a…

Teppichseiten

(57 words)

Author(s): G. Pflug
In irischen Bibelhss. aus dem 7. Jh. treten zu Beginn und gewöhnlich auch vor jedem Evangelium ganzseitige textlose Zierseiten auf, die als Bild allen-falls ein Kreuz aufweisen. Typische Beispiele finden sich im Book of Durrow und im Book of Lindisfarne. G. Pflug Bibliography Nordenfalk, C.: Insulare Buchmalerei. München 1977 Jakobi-Mirwald, C.: Das ma. Buch. Stuttgart 2004.

Wortschatz

(170 words)

Author(s): G. Pflug †
Unter W. wird gewöhnlich der Wortbe-stand einer Sprache verstanden, der zu einer bestimmten Zeit allg. gebräuchlich ist. Vor allem in der schönen Lit. läßt sich aus dem dort verwendeten W. die Zeit ihres Entstehens feststellen. So besitzt die Klassik in Deutsch-land einen etwa von der Romantik oder dem Naturalismus abweichenden Wortschatz. Nach der Nutzung des W. durch den Sprechenden unterscheidet man den aktiven Wortschatz, also tatsächlich gesprochenen, vom passiven Wortschatz, d. h. nur vers…

Geologische Literatur

(678 words)

Author(s): G. Pflug
Die Geologie als Wissenschaft ist verhältnismäßig jung. Zwar finden sich Fragen der Erdgesch. und Erklärungen geologischer Vorgänge wie Erdbeben und Vulkanismus schon bei antiken Autoren, etwa bei Aristoteles, Lukrez, Strabo oder Seneca, doch werden sie in einem nicht-geologischen Zusammenhang erörtert (Meteorologie, Geographie). Die aristotelische Tradition wurde über Avicenna ins MA überliefert, jedoch nicht systematisch vertieft. Seit der Renaissance wurden geologische Probleme innerhalb der …

Augustinus, Aurelius

(515 words)

Author(s): G. Pflug
* 13. November 354 in Thagaste (Nordafr.), †28. August 430 als Bischof in Hippo Regius. Einer der Kirchenvater, die das System christlicher Theologie und Philosophie entwickelt haben. Ursprünglich dem Manichäismus nahestehend, wurde er 386 für das Christentum gewonnen. Als umfassend geschulter Rhetorik-Lehrer brachte er die griechische und lateinische Bildung in das theologische Denken ein und bestimmte damit den christlichen Bildungskanon der Spätantike und des Mittelalters. Seine Schriften behandeln theologische, philosophische und allgemeine Bildungsfragen…

Theophrast von Eresos

(209 words)

Author(s): G. Pflug
371–287 v. Chr., griech. Philosoph, Peripatetiker. Er führte die Tradition seines Lehrers Aristoteles fort und übernahm und ergänzte dessen Bibl., die 84 v. Chr von Lucius Cornelius Sulla nach Rom gebracht wurde. Er schrieb zahlreiche Werke, von denen sich jedoch nur wenige vollst. erhalten haben, darunter eine Pflanzenkunde und eine Charakterologie. Mit seiner von Hermann Diels (Doxographi graeci. Berlin 1879) rekonstruierten Schrift φυσικvν δ ´ αι (Die Meinungen der Physiker) gilt er als der Begründer der Philosophiegeschichtsschreibung. Von seinen Werken ersch. gedr. …

Tagebucharchiv

(113 words)

Author(s): G. Pflug
Seit den 1980er Jahren gibt es in einigen Ländern auf privater Initiative T.e, in die Bürger ihre persönlichen Aufzeichnungen – Tagebücher, Briefe, Haus- und Hofbücher, unveröff. Autobiographien, jedoch keine Chroniken – einliefern können. Eines der ersten T.e wurde 1990 in Italien von Saverio Tutino gegründet. Es befindet sich in Pieve San Stefano bei Arezzo. 1998 schuf Philippe Lejeune ein entsprechendes Archiv für Frankreich in Amberieu bei Lyon. Im glei-chen Jahr gründete Frauke von Troschke nach dem ital. Vorbild ein dt. T…

Shaw, George Bernard

(281 words)

Author(s): G. Pflug
26. 7. 1856 in Dublin, † 2. 11. 1950 in Ayot St. Lawrence, Herfortshire, irischer Dramatiker. S. befaßte sich in den letzten Jahren seines Lebens mit einer Reform der engl. Orthographie, für die er von dem Typographen Kinsley Read 48 neue Schriftzeichen entwerfen ließ, 40 für die einfachen Laute und acht für solche Lautgruppen, die im Engl. häufig vorkommen, z. B. «are» oder «or». Diese Schrift lehnt sich an die von John Robert Gregg (1864–1948) entwickelte Kurzschrift an, doch enthält sie auch Zeichen aus alten Schriften wie dem Griech. oder dem Phönizischen. Diese Schriftzeichen werd…

Virtueller Katalog

(207 words)

Author(s): G. Pflug †
ein Katalog, der die Titel in elektronischer Form speichert. Seit Anfang der 1970er Jahre wurden in den Bibl. die manuell geführten Kat. auf die elektronische Datenverarbeitung umgestellt, die eine leichtere und umfassendere Recherche ermöglichen (online Kataloge). Auch die Zentralkat. folgten diesem Trend. Zur gleichen Zeit wurden zu bestimmten Fachgebieten und Lit.formen (z. B. Dissertationen, Preprints) entsprechende V. entwickelt. Der umfassendste V. für Deutschland ist der «Karlsruher Virtu…

Thaumasia

(101 words)

Author(s): G. Pflug
(von griech. θανμάσιος = wunderbar, wunderlich) bezeichnet eine lit. Form aus der hellenistischen Antike, in der Wissenswertes aus allen Disziplinen ohne systematische Ordnung in unterhaltsamer Weise dargeboten wird. Sie wird auch Buntschriftstellerei (παιϰιλή ιστοϱια) genannt. Eine beliebte Form der T. ist die Gelage- oder Symposienliteratur (Deipnographie von δεῖπνoν = Gelage). Ein Beispiel ist Athenaios, Das Gelehrtenmahl. G. Pflug Bibliography Martin, J.: Symposium. Gesch. einer lit. Form. Paderborn 1931 Hug, A.: Symposiumsliteratur. In: Pauly-Wissowa. Reihe …

Tophoven, Elmar

(153 words)

Author(s): G. Pflug
* 6. 3. 1923 in Straelen (Niederrhein), † 23. 4. 1989 ebd., Übersetzer. Seit 1949 in Paris lebend, war er zuerst Lektor an der Sorbonne, später an derÉsub:cole normale supérieure. Als Übers. hat er in der zweiten Hälfte des 20. Jh.s wesentlich zur Kenntnis der franz.sprachigen Lit. in Deutschland beigetragen. Er ist als Übers. von Samuel Beckett, Alain Robbe-Grillet, Claude Simon, Nathalie Sarraute oder Fernando Arrabal hervorgetreten. Vor allem hat er sich jedoch um die Theorie und die Kunst des Übersetzens verdient gemacht. So gründete er 1979 in seiner Heima…

Weltgipfel zur Informationsgesellschaft

(62 words)

Author(s): G. Pflug †
Im Dezember 2003 fand in Genf der erste W. mit insgesamt 6 Tsd. Teilnehmern statt. Auf ihm wurde diskutiert: der freie Zugang zum Internet als allg. verbindliches Menschenrecht, die Errichtung eines digitalen Solidaritätsfonds zur einheitlichen Ausstattung aller Länder mit Zugangsmöglichkeiten zur Informationstechnik, die Errichtung einer «Internet-Regierung» und der «Global Information Technology Report» des Weltwirtschaftsforums (WEP). G. Pflug †

Schreiben

(295 words)

Author(s): G. Pflug
Unter S. wird traditionell die Tätigkeit verstanden, mit der Hand einen Text in dauerhafter Form mittels eines Schreibgeräts auf einen Beschreibstoff zu übertragen. Jh. lang wurde der Begriff mit dem blo-ßen Abschreiben einer Vorlage gleichgesetzt. Seit dem 17. Jh. tritt jedoch das Verständnis einer selbständigen Tätigkeit in den Vordergrund, bei dem der Schreiber einen eigenen Text konzipiert und durch die Schrift festhält. In diesem Sinn wird der Schreiber zum Autor mit den sich daraus ergebenden kulturellen und urheberrechtlichen Folgen. S. wird seit der zweiten Hälfte …

Beer, Johannes

(109 words)

Author(s): G. Pflug
*2. 11. 1901 in Rehburg Stadt, Kreis Nienburg, †26. 11. 1972 in Weilheim/Oberbayern. Bibliothekar u. Schüler von Erwin Ackerknecht, dessen Grundsätzen er auch noch nach dem Zweiten Weltkrieg treu blieb. Er errang wesentliche Verdienste um die Entwicklung des großstädtischen Büchereisystems mit einer Zentrale und Zweigstellen, das er als Direktor der StBücherei Bochum zwischen 1953 u. 1963 verwirklichte. In der Nachfolge von Wilhelm Olbrich gab er zwischen 1952 u. 1969 den «Romanführer» (Bd. 3–14) im Verlag Anton Hiersemann heraus. G. Pflug Bibliography Eyssen, J.:J. B. 65 Jah…

Phrenonym

(69 words)

Author(s): G. Pflug
(griech. φϱήν = Gemüt, ὄνομα = Name) bezeichnet ein Pseudonym, bei dem an Stelle des Autornamens eine Charaktereigenschaft genannt wird, z.B. »ein Liebhaber der Langeweile», ein Pseudonym, das Johann Georg Hamann fur seine «Sokratischen Denkwürdigkeiten» (1759) benutzte. H. J. C. v. Grimmelshausen verwandte in seinen Schriften mehrere P.e, z.B. Illiteratus Ignorantius, zugenannt Idiota. G. Pflug Bibliography Bormann, E.: Die Kunst des Pseudonyms. Leipzig 1901, S. 23 bis 24.

Kleinschrifttum

(208 words)

Author(s): G. Pflug
ist ein nicht sehr präziser bibliothekarischer Fachterminus, der in zweifacher Bedeutung benutzt wird. 1. Im strengen Sinn werden als K. solche Schriften bezeichnet, die wegen ihres geringen Umfangs Probleme bei der Magazinierung bereiten, da die Bibliotheken in der Regel Schriften geringen Umfangs nicht mit einem festen Einband versehen. Daher wird K. entweder in Sammelbänden zusammengefugt Buchbinderband), oder zu mehreren in Papp- oder Blechschachteln Kapseln) aufbewahrt. 2. In der Kommentarl…

Argumentum

(29 words)

Author(s): G. Pflug
einem Literaturwerk vorangestellte Erklärung, Erläuterung oder Inhaltsangabe, bei antiken Schauspielen oft von späteren Bearbeitern (Plautus). Verbreitet bei barocken Opernlibretti (Metastasio). Im Stegreifspiel die vorgegebene Handlung. G. Pflug

Telonisnym

(39 words)

Author(s): G. Pflug
(von griech. τέλος = Ende) ist ein Pseudonym, in dem der Autor nur die Endsilben oder Endbuchstaben seines Namens verwendet, z. B. Lenau für Nikolaus Strehlenau. Endbuchstaben werden vor allem als Verfasserangaben in Tageszeitungen benutzt. G. Pflug

International Serials Data System (ISDS)

(154 words)

Author(s): G. Pflug
Das System wurde 1973 von der UNESCO im Rahmen ihres UNISIST-Programms mit dem Ziel gegr., jedes fortlaufende Sammelwerk (Zss., Ztg., zeitschriftenartige Reihen und Schriftenreihen) weltweit zu erfassen und mit einem einheitlichen Code zu versehen, und zwar nicht nur die laufenden, sondern auch die abgeschlossenen oder eingegangenen. Dieser Code setzt sich aus dem Key title, einem standardisierten Kurztitel für jede zu berücksichtigende Veröff., und der International Standard Serial Number (ISSN…

Geomantie

(386 words)

Author(s): G. Pflug
ursprünglich Sammelname für verschiedene Verfahren, aus geographisch-geologischen Erscheinungen (Erdbeben, Vulkanismus) die persönliche Zukunft vorauszusagen. In diesem Sinn wird der Begriff unter Berufung auf Varro von Isidor von Sevilla († 636) gebraucht (Etym. 8, 9, 11). Seit dem 12. Jh. schränkte sich der Begriff auf ein von den Arabern übernommenes Verfahren ein, das aus einer Reihe willkürlich erzeugter Punkte zukünftige Ereignisse ableiten will. Diese Punkte wurden in Sand gezeichnet, dah…

Bibliolithen

(156 words)

Author(s): G. Pflug
Steinbücher, Buchversteinerungen, von ßιßλίον = Buch, λίϑοϛ = Stein. Wortbildung aus der zweiten Hälfte des 18. Jh.s zur Bezeichnung der zwischen 1752 und 1754 in der villa dei papiri (Pisonen villa) in Herculaneum ausgegrabenen rund 1900 Buchrollen, die durch die Einwirkung der Lava beim Vesuvausbruch 79 n. Chr. versteinert wurden. Nach ersten unzureichenden Versuchen in Neapel gelang Friedrich Carl Ludwig Sickler 1814 die Aufwicklung einiger Rollen. Das von ihm entwickelte Verfahren wurde von dem en…

Tusche

(138 words)

Author(s): G. Pflug
(von franz. toucher = berühren, Farbe auflegen), ist eine seit dem 17. Jh. in Deutschland bezeugte Bezeichnung für eine wäßrige Lasurfarbe, die zum Zeichnen oder für Kunstschriften verwandt wird. Bis ins frühe 19. Jh. wurde sie – vor allem auf Reisen – wegen ihrer Konsistenz auch an Stelle von Tinte zum Schreiben verwandt. T. besteht aus Pigmentaufschwemmungen oder Farbstofflösungen, die mit Bindemitteln eingedickt sind und bei Gebrauch durch Wasser flüssig gemacht werden. Die älteste bekannte T. ist die chinesische Tusche. Sie besteht aus Lampenruß. Heute wird schw…

Dialog

(79 words)

Author(s): G. Pflug
ist das älteste, bereits in den 1960er Jahren vom Lockheed Research Laboratory in Palo Alto (California) entwickelte Retrievalverfahren für elektronische Datenbanken, das in Ablösung der bis dahin eingesetzten, auf Batch-Operationen basierenden Techniken ein interaktives Arbeiten zwischen dem Anfragenden und der auf Magnetplatten gespeicherten Datenbank ermöglicht. Die Firma hat dieses System zur Grundlage für ein weltweites Angebot zur Recherche in mehr als 200 verschiedenen Datenbanken gemacht…

Transaction Card

(146 words)

Author(s): G. Pflug
ist eine Verbuchungskarte innerhalb eines Ausleiheverbuchungssystems in ÖB, das 1886 von W. K. Stetson entwickelt wurde und nach technischer Weiterentwicklung durch ein Photoverbuchungsverfahren durch Ralph R. Shaw in den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg weite Verbreitung fand. Bei diesem Verfahren werden jedem Ausleihevorgang zwei T.s mit identischer Nummer zugeordnet, von denen eine dem Buch beigefügt, die andere in der Bibl. nach dem Datum der Leihfrist abgelegt wird. Sie steuert das Ma…

Wortbildschrift

(132 words)

Author(s): G. Pflug †
Die ältesten Schriftsysteme sind Wortbildschriften. In ihnen werden die schriftliche Darstel-lung eines Begriffs durch das Bild des bezeichneten Gegenstandes wiedergegeben. Bei abstrakten Begriffen wird ein lautlich verwandtes Wort benutzt. Diese Schriftform wird Logographie genannt. Die W. ist seit dem 4. Jahrtausend v. Chr. im vorderasiatischen Raum in der Keilschrift nachweisbar, z. B. bei den Sumerern, Babyloniern, Assyrern, seit dem 3. Jahrtausend bei den Ägyptern in den Hieroglyphen. Sie wurde bereits von den Sumerern weiterentwickelt, so daß z. B. Verben…

Primiz

(117 words)

Author(s): G. Pflug
auch Primitien (lat. primitiae = Erstlinge), bezeichnet im Lat. die ersten Früchte des Jahres, die als Opfergaben verwandt wurden. Dem späten 19. Jh. dient P. u.a. als Bezeichnung für ein Jugend– oder Ersdingswerk eines Autors, um es als Opfergabe des Verf. an die Musenzu charakterisieren. Diese Bedeutung von P. steht noch nicht im Grimmschen Wörterbuch. Ein Beleg für diese Verwendung findet sich jedoch in dem «Allg. verdeutschenden und erklärenden Fremdwb.» von Johann Christian August Heyse sei…

Promptuarium

(86 words)

Author(s): G. Pflug
(lat. promptus sofort, gleich zur = Hand) ist ein Nachschlagewerk zur schnellen Orientierung, auch ein alphabetisch oder systematisch geordneter Abriß einer Wissenschaft. Als Titelbegriff einer Druckschrift tritt P. bereits im 15. Jh. auf, z. B. «Promptuarium medicináé» o. O. 1483 (C 4886) und «Promptuarium rerum moralium et theologicarum» o. O. 1479 (H 13398). Er hat sich durch alle Jh.e gehalten und wird im 20. Jh. gelegentlich noch im kirchlichen Bereich benutzt (z. B. «P. sacerdotis» Kevelaer 1923; «P. des Krankenseelsorgers» Leipzig 1962). G. Pflug

Demonym

(26 words)

Author(s): G. Pflug
Pseudonym, das die Bezeichnung einer Gruppe von Menschen für einen Autor verwendet, z.B. von einem Deutschen, von einem Laien, von einem Bibliophilen. G. Pflug

UNAL

(119 words)

Author(s): G. Pflug
(The UNESCO Network of Associated Libraries) ist eine 1990 von der a UNESCO begründete Vereinigung von Bibl.en, die sich den von ihr proklamierten Zielen verpflichten und diese unterstützen. Sie richtet sich wesentlich an ÖB. Zu den Zielen von U. gehört vor allem die allg. intern. Verständigung, der Dialog der Kulturen, der Einsatz für ethnische Minderheiten, der Kampf gegen die Illiteralität, die Durchsetzung der Menschenrechte, der Umweltschutz, sowie die Gleichstellung der Frau. Die Aktivität…

Unzerreißbare Bücher

(172 words)

Author(s): G. Pflug
Wirklich unzerreißbare Bücher gibt es nicht. Doch geht die Sicherung gegen die Zerreißbarkeit von Büchern in zwei Richtungen. Zum einen soll das Herausreißen eines oder mehrerer Blätter aus dem Buchblock verhindert, oder zumindest erschwert werden. Diese Beschädigung erfolgt z. B. durch Biblioklasten, die aus Sammelleidenschaft einzelne Seiten, vor allem handschriftliche Widmungen oder Illustrationen, aus Büchern herausreißen, oder von Lesern in Bibl.en, die eine bestimmte Stelle, z. B. in einem…

Sickler, Friedrich Carl Ludwig

(231 words)

Author(s): G. Pflug
*30. 11. 1773 in Grafentonna bei Langensalza, † 8. 8. 1836 in Gotha, Archäologe und Philologe. S. lebte 1802 in Paris, 1806 als Haus lehrer bei Wilhelm von Humboldt in Rom, seit 1812 als Pädagoge und Schulrat in Gotha. 1810 / 1811 gab er zus. mit dem Landschaftsmaler Johann Christian Reinhart (1761–1847) den innovativen «Almanach aus Rom für Freunde der bildenden Kunst» bei G. J. Göschen in Leipzig heraus, der sowohl über die Altertümer und ihre Ausgrabungen als auch über die zeitgenössische röm…

Lautes Lesen

(98 words)

Author(s): G. Pflug
Im Altertum war das leise Lesen, wie auch das leise Schreiben, unüblich. Wenn nicht — von einem Sklaven — vorgelesen wurde, so las man laut, da dadurch die Prosodie deutlicher zutage trat und der Text, der in der Regel ohne Wortlücken und Interpunktion geschrieben war, leichter verständlich wurde. Dieser Brauch läßt sich bis in die Renaissance nachweisen, wenn auch schon im MA, soweit in den Klöstern und an den Höfen nicht vorgelesen wurde, das tonlose Lesen die Norm war. G. Pflug Bibliography Baloch, J.: Voces paginarum. In: Philologus Neue Folge 36. 1927, S. 84—109 und 202—240.

Habilitationsschrift

(133 words)

Author(s): G. Pflug
Die H. ist eine wiss. Arbeit, die von den Fakultäten der dt. Hochschulen als eine Voraussetzung für das Recht gefordert wird, an einer Hochschule reguläre Lehrtätigkeit aufzunehmen (venia legendi). Sie entstand mit der Abwertung der Diss. im Laufe des 18. Jh.s und wurde im Laufe des 19. Jh.s nach dem Vorbild der 1816 gegründeten Univ. Berlin zur Regelvoraussetzung an dt. Universitäten. Sie soll nach den Habilitationsordnungen einen wesentlichen Beitrag zur Wissenschaft leisten. An die Stelle der…

Bayle, Pierre

(143 words)

Author(s): G. Pflug
* 18. 11. 1647 in Carlat, † 28. 12. 1706 in Rotterdam, bedeutender Lexikograph des 17. Jh.s. Sein «Dictionnaire historique et critique» — als Gegenwerk gegen das «Grand dictionnaire historique» von Louis Moreri konzipiert — wurde durch seine skeptische Grundhaltung gegen jede theologische und historische Tradition für das 18. und 19. Jh. zu einer Hauptquelle der Aufklärung. Es erschien zuerst in zwei Bdn. 1697 in Rotterdam und erlebte rund ein Dutzend Neuauflagen, von denen die wichtigsten dieje…

Pietsch, Erich

(159 words)

Author(s): G. Pflug
* 6. 5. 1902 in Berlin, 9. 4. 1979 in Bad Homburg, Chemiker und Dokumentar. Als Direktor des Gmelin–Instituts für anorganische Chemie befaßte er sich seit Beginn der 1950er Jahre mit modernen Dokumentationsmethoden, um die Fülle des naturwiss. Wissens leichter erfassen zu können. Sein 1951 in Bad Cannstatt gehaltener Vortrag «Neue Methoden zur Erfassung des exakten Wissens in Naturwissenschaft und Technik» (Nachrichten für Dokumentation 2. 1951, S. 38—44) gilt als Beginn der Automatisierung in d…

Sozialisierte Drucke

(40 words)

Author(s): G. Pflug
In den 1960er Jahren wurden die – vor allem wiss. – Raubdrucke von ihren Verfechtern, z. B. dem «Verband des linken Buchhandels», S. genannt. G. Pflug Bibliography Götz v.Olenhusen, A./Gnirss, C.: Handb. der Raubdrucke. Bd. 2. Pullach 1973.

Regionale Bibliotheksrechenzentren

(218 words)

Author(s): G. Pflug
Die Einführung der elektronischen Datenverarbeitung in Bibl.en zu Beginn der 1960er Jahre erfolgte in der Regel unter Nutzung der Datenverarbeitungskapazität von Hochschulrechenzentren. Nur in wenigen Fällen (z.B. Yale Medical Library, UB Bochum) erhielten die Bibl.en eigene Datenverarbeitungsanlagen. Mit dem Anwachsen des EDV–Einsatzes in Bibl.en und den Überlegungen zu einer stärkeren bibliothekarischen Zusammenarbeit (Verbundsysteme) entstand die Idee, Rechenzentren zu gründen, die für die Bibl.en einer Region Rechenkapazität zur Verfügung ste…
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