Search

Your search for 'dc_creator:( "H. Buske" ) OR dc_contributor:( "H. Buske" )' returned 399 results. Modify search

Sort Results by Relevance | Newest titles first | Oldest titles first

Buchhändlerfahne

(79 words)

Author(s): H. Buske
Eine B. hat es nie gegeben. Anläßlich großer Jubiläen wie Gutenbergfeiern oder Schiller-Festen sind zwar in den Festzügen Fahnen und Banner auch von Buchhändlern getragen worden, es hat sich aber um reine Phantasie– und Scherzprodukte gehandelt, die nicht als B.n zu bezeichnen sind. Buchhändlerbanner H. Buske Bibliography Endrulat, B.: Das Schillerfest in Hamburg. Hamburg 1860, S. 183 Buchhandel in Hamburg. Hrsg.: Norddt. Verleger- u. Buchhändler–Verband. Hamburg 1960, S. 16 Taubert, S.: Bibliopola. Bd. 2. Hamburg 1966, S. 428/429

Sozialwerk des Dt. Buchhandels e. V.

(311 words)

Author(s): H. Buske
Das S. ist ein Verein bürgerlichen Rechts. Es entstand 1952, als sich der Unterstützungsverein Dt. Buchhändler und Buchhandlungsgehülfen, Berlin (gegr. 1836), das Erholungsheim für Dt. Buchhändler e. V., Berlin (gegr. 1911 und aus dem Sozialwerk 1957 ausgeschieden), die Max-Röder-Stiftung, Düsseldorf (gegr. 1918), und die Herbert-Hoff-mann-Gedächtnis-Stiftung e. V., Stuttgart (gegr. 1952), zusammenschlossen, um ihre Aufgaben aufeinander abzustimmen und sich gegenseitig zu fördern. Im Jahre 1974 …

Freiexemplar

(289 words)

Author(s): H. Buske
Im Buchhandel unentgeltlich abgegebenes Druckerzeugnis, dessen Abgabe freiwillig z. B. als Lese-, Besprechungsstücke oder Werbeex. auf vertraglicher Basis z. B. als Autorenfreiex. oder durch Gesetz bestimmt als Pflichtex. erfolgt. Im ZeitungsundZeitschriftenwesen (Grossohandel) werden diejenigen als F.e bezeichnet, welche kostenlos abgegeben werden, jedoch keine Werbeex. sind und auch nicht als Vorauslieferung bei einem neuen Abonnement dienen. Im dt. Verlagsgesetz § 6 ist die zulässige Anzahl von F.en bestimmt. Sie darf den zwanzigsten Teil einer A…

Nonbooks, Non Book Materials

(252 words)

Author(s): H. Buske | G. Wiegand
1. Buchhandel. N. auch Non-Books, Sammelbegriff für Z Gegenstände des Buchhandels, die keine Bücher sind, wie Globen, Landkarten, Musik– und Sprachkassetten, Schallplatten, Poster, Kunstdrucke, Musikalien, Videofilme, EDV-Soft-ware usw. In Bibl.en ist die Bezeichnung «non-bookma-terials» geläufig, in größeren Buchhandlungen und Kaufhäusern werden immer häufiger eigene «Non-Book-Abt.» eingerichtet. Der Terminus N., für den es im Deutschen keine treffende Bezeichnung gibt, entstand Ende der 1960er…

Korrespondenzblatt

(251 words)

Author(s): H. Buske
periodisch erscheinendes zei-tungs– oder zeitschriftenähnliches Mitteilungsbl. mit allg. Nachrichten, vorwiegend jedoch von fachlichen und wiss. Vereinigungen in der anfänglichen Schreibweise Correspondenzblatt. Entstanden aus den zahlreichen Correspondenten des 18. Jh.s, deren Rubriken von neuen, merkwürdigen und gelehrten Sachen sich zu selbständigen Beilagen von Nachrichten aus dem Reich der Wissenschaften entwickelten, die wiederum eigene K.er nach sich zogen. Die ersten K.er sind wohl das L…

Tartessische Schrift

(329 words)

Author(s): H. Buske
verschiedentlich auch turdetanische gen., hat ihren Namen nach Tartessos, antiken Quellen zufolge der Name für eine Stadt, ein Land oder den Fluß Baetis, heute Guadalquivir. Die Fundorte der tartessischen Inschriften sind geographisch recht klar ab-gegrenzt und liegen hauptsächlich im westlichen Gebiet der Algarve (Portugal) und in Andalusien im Südwesten Spaniens. Die T. wird durchweg übereinstimmend der Zeit zwischen dem 7. und 5. Jh. v. Chr. zugeordnet. Sie gehört mit der nordostiberischen un…

Kongreß

(724 words)

Author(s): G. Pflug | P. Neumann | P. Kaegbeiti | H. Buske | H. Baske
(lat. congressus Zusammenkun ft) Versammlung von Fachleuten zum Gedankenaustausch über ein Fachgebiet oder ein Thema, häufig periodisch wiederkehrend (jährlich, zweijährlich) an wechselnden Orten, in regionalem, nationalem oder internationalem Rahmen; oft von Fachverbänden oder Vereinen organisiert. Im Bereich des Buchwesens finden unter anderem regelmäßig folgende Kongresse statt: 1. Bibliographische Kongresse. Initiative von P. Otlet und H. Lafontaine fand unter dem Namen «Conférence bibliographique internationale» 1895 der erste intern. K. …

Buchausträgerdienst

(385 words)

Author(s): H. Buske
in der DDR und den (sozialistischem Ländern gebräuchliche Bezeichnung für sozialen Büchereidienst, alte und behinderte Menschen, die ans Zimmer gefesselt sind, über Literatur zu informieren und mit Lesestoff zu versorgen, wobei neben den sozialen Aspekten politische und propagandistische Aufgaben wahrgenommen werden. In der «Weisung zur Verbesserung der Literaturpropaganda der allgemeinen öffentlichen Bibliotheken» vom 15. 8. 1955 wird im Punkt 2: «Ausleihe» angewiesen, daß durch die Einführung …

Vorabdruck

(132 words)

Author(s): H. Buske
vollständiger oder auszugsweiser Abdruck einer Publikation, meist Roman oder Sachbuch, in einer Ztg. oder Zs. vor deren Erscheinen als Buch oder Taschenbuch. Als V. wird gelegentlich ein Textauszug in einer Anzeige, als Muster in einer Vertretermappe oder als Booklet bezeichnet. Durch den V. gilt das Schriftwerk im urheberrechtlichen Sinne als noch nicht erschienen. Verlage werben in Anzeigen häufig mit dem Hinweis «V. im Spiegel» oder «V. im Stern» oder «Mehrtägiger V. in der ...» Preprints von…

Festschrift

(261 words)

Author(s): H. Buske
Sammelband mit Beiträgen zu einem bestimmten Thema. Besonders für die Wissenschafts-gesch. von hohem Quellenwert. In Deutschland geläufig seit der 2. Hälfte des 19. Jh.s. Untersteht verlagsrechtlich den Bestimmungen über das Sammelwerk. Es gibt zwei Gruppen: 1. Gelegenheitsschrift anläßlich eines Jubiläums z. B. von Firmen, Vereinen, Städten, Univ., Gelehrten Ges. F.en erscheinen oft als Privatdrucke außerhalb des Buchhandels und sind deshalb schwer zu ermitteln und zu beschaffen. 2. Wiss. Sammelwerk für eine bedeutende Persönlichkeit meist anläßlich eines run…

Buchgewerbe

(169 words)

Author(s): H. Buske
In den ersten Jh.en nach Gutenberg übergreifende Bezeichnung für alle mit der technischen und künstlerischen Herstellung und dem Vertrieb von Druck–Erzeugnissen in Beziehung stehenden Berufe. Mit zunehmender Verbesserung der Techniken und steigender Produktion erfolgte nach und nach die Trennung von Gewerbe und Handel, so daß die Bezeichnung B. sich nur noch bezog auf die Herstellung und den Teilvcrtrieb aller Gegenstände, die mit Druck und Papier in Verbindung standen. Als Gemeinschaft der Buch…

Verleger

(638 words)

Author(s): H. Buske
nannte man seit dem 13. Jh. Unternehmer, welche die Finanzierung kleinerer Gewerbetreibender übernahmen und die Fertigprodukte für sie verkauften. Entwickelten sich in der Frühdruckzeit die Druckerverleger zu reinen Verlegern, taucht der Name «Verläger» zuerst in einem Ratsprotokoll in Frankfurt a. Main von 1569 und der «gebesserten» kaiserlichen Reichspolizei-Ordnung von 1577 als bes. buchhändlerische Erscheinung auf. Mit der Industriealisierung erhielt der finanzielle Aspekt immer größere Bede…

Mormonen-Alphabet

(157 words)

Author(s): H. Buske
Der in keiner Schriftgesch. belegte Ausdruck bezieht sich auf ein Phantasieprodukt aus griech., hebräischen, lat. und auf den Kopf gestellten Buchstaben, Häkchen, Schnörkeln und Kreuzen. Ähnlichkeiten mit hieroglyphischen, hieratischen oder demotischen Schriftzeichen sind nicht zu erkennen. Das M. geht zurück auf eine Vision des Gründers der Mormonen, Joseph Smith jun. (1805–1844), der 1827 in einer Steinkiste goldene Tafeln mit Gravuren in «reformed Egyptian» Schrift gefunden haben will und dur…

Vorausdruck

(78 words)

Author(s): H. Buske
ist ein provisorischer Sonderdruck oder Probedruck einer Zeitung, eines Buches oder Teilen davon. V. haben nicht die endgültige Form und Ausstattung, sind meistens unkorrigiert und werden in kleiner Aufl. an nur wenige für das Thema und den Verlag wichtige Personen geschickt, um die Resonanz zu erkunden, oder der V. erfolgt seitens der Druckerei nur für Verf. und Verlag, um noch Korrekturen anbringen zu können. In einem solchen Fall wäre der V. eine letzte Korrekturfassung. H. Buske

Galik-Alphabet

(224 words)

Author(s): H. Buske
auch Ali-Gali-Alphabet gen., ist ein um mehrere tibetische Schriftzeichen erweitertes uigu-risch-mongolisches Alphabet, das die korrekte Wiedergabe von sanskritisch/indischen und tibetischen Wörtern in den mongolischen Ubers, der buddhistischen Schriften erlaubt. Es wurde 1587 von dem mongolischen buddhistischen Mönch und Übersetzer Ayusi-gusi (Ayüsi güsi) geschaffen und geht zurück auf die Arbeit des Ccos-kyi 3od-zer zu Beginn des 14. Jh.s. Der Begriff ali-gali kommt vom Tibetischen ā-li kā-li …

Bouquiniste français, Le

(121 words)

Author(s): H. Buske
Organe hebdomadaire de la librairie ancienne et moderne, erschien im Januar 1920 zunächst halbmonatlich, ab 1921 wöchentlich, ab 1945 wechselnd monatlich, zwei- und dreimonatlich mit einem Umfang von je 28 – 32 Seiten mit anfangs nur Bücherangeboten und -gesuchen, später mit Beiträgen über Bibliophilie und Buchwesen, einer Rubrik «Briefkasten» über Probleme von Sammlern und Händlern, Listen der eingesandten Kataloge, redaktionellen Anzeigen, Berichten über Kongresse, neue Gesetze sowie Steuer- u…

Vormerken

(114 words)

Author(s): H. Buske
Vom Sortiment beim Verlag, der Verlagsauslieferung oder dem Barsortiment bestellte, aber noch nicht erschienene oder vorübergehend nicht lieferbare Titel werden auf Wunsch generell oder individuell vorgemerkt. Das gilt auch für Bestellungen von Privatkunden bei einer Buchhandlung. Eine wesentliche Arbeitshilfe ist ein seit Beginn der 1990er Jahre vom Rationalisierungsausschuß des Börsenvereins entwickeltes einheitliches Meldenummernsystem mit Angabe des Grundes der Nichtlieferung und dem Vermerk…

Schnelldreher

(111 words)

Author(s): H. Buske
aus der Wirtschafts- und Werbesprache übernommene Bezeichnung für Einzeltitel oder Warengruppen, die sich schnell umschlagen. Dazu gehören neben den meist kurzlebigen Bestsellern auch Schulbücher, Semestertitel, Videos oder neue PC-Software. S. entstehen im Buchhandel durch beliebte Fernsehserien, aktuelle Ereignisse in Gesellschaft, Politik und bes. im Sport. Ihr Verkauf wird i.d.R. durch massive Verlagswerbung und Sonderkonditionen unterstützt, so daß größere Sortimente oft 100 oder mehr Ex. d…

Verlagsgruppe Fleißner

(380 words)

Author(s): H. Buske
Benannt nach dem Gründer des Verbundes zahlreicher Publikumsverlage, dem Rechtsanwalt Dr. Herbert Fleißner (* 2. 6. 1928 in Eger/ Sudetenland). Nach kleinen Anfängen mit dem Bogen-Verlag, Stuttgart (gegr. 29. 12. 1955) und dem Klinger Verlag, Starnberg (gegr. 21. 10. 1958), seit 1960 Klinger Verlag Verlags- und Werbeges. Dr. Fleißner & Co. KG, Sitz beider Verlage München mit Büchern weniger bekannter Autoren und Vertriebenen-Zss. konnte er 1961 den Amalthea Verlag, Wien (gegr. 1917 in Zollikon/ …

Verkehr über Leipzig

(479 words)

Author(s): H. Buske
wurde bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 der zentrale buchhändlerische Bestell-, Lieferungs- und Zahlungsverkehr genannt, der über den Leipziger Platz lief. Schon in den letzten Jahrzehnten des 15. Jh.s war die Leipziger Messe fester Bestandteil des buchhändlerischen Geschäftsverkehrs, der mit dem späteren Übergang vom Tausch- zum Konditionshandel sich wandelte zu Kommissions- und Zahlungsstätten. Es ent-stand der Brauch, nicht verkaufte Ware auf den Meßplätzen übers Jahr zu lagern, um Kos…

Trema

(156 words)

Author(s): H. Buske
griech. = Loch, Öffnung, lat. puncta diaereseos = Trennungspunkte, in der Sprachwissenschaft diakritisches Zeichen (Lautzeichen) in Form zweier Punkte über dem ersten oder zweiten Vokal einer Vokalfolge, die getrennt gesprochen werden soll, z. B. franz. Noël oder die Inselgruppe Alëuten. Eine solche Aussprache wird Diarese genannt. Darüber hinaus dient das T. in vielen Schriften der Erweiterung des Grapheminventars, indem man i. d. R. über den Vokalen ein T. setzt. Im Dt. z. B. a, o und u, aus denen durch Ergänzung um das T. die Umlaute ä, ö und ü werden. H. Buske Bibliography Heepe, M.: …

Zunner, Johann David d. Ä.

(348 words)

Author(s): H. Buske †
wurde am 15. 11. 1610 in Nürnberg als Sohn des Rektors der St. Sebold-Schule, Magister Johann Zunner und der Ehefrau Dorothea, geb. Löhner, geboren. Nach dem frühen Tod seines Vaters wurde er von dessen Nachfolger als Rektor der oben genannten Schule, Johann Vogel, zus. mit seinen sechs Geschwistern erzogen. J. Vogel hatte Johann David Z.s Mutter geheiratet und unterrichtete ihn in der lat. und griech. Sprache. 1624 gab er Z. zum Nürnberger Buchhändler Michael Külßner in eine siebenjährige Lehre…

Empfohlene Bestellungen

(113 words)

Author(s): H. Buske
waren die vom Sortiment an Verlage oder ihre Auslieferungen gerichteten eiligen Bestellungen, die den Kommissionären der großen Kommissionsplätze zum Einholen «empfohlen» wurden, im Bestellbuch mit drei Kreuzen als E.B. bezeichnet. Im Gegensatz zu den allgemeinen gelblichen Bestellzetteln waren E. B. auf rosa Papier und durch Aufdruck eines vollflächigen, schwarzen, gleichseitigen Dreiecks besonders gekennzeichnet. E. B. wurden von den anderen Bestellungen getrennt und bevorzugt erledigt, meist …

Fleischer, Georg F(riedrich)

(188 words)

Author(s): H. Buske
* 6. 4· 1794, t 22. 9· 1863 in Leipzig. Er war der Sohn des Buchhändlers Johann Benjamin Georg F., erlernte bei seinem Vater den Buchhandel und übernahm 1819 das 1788 von seinem Vater in Leipzig gegründete Geschäft und setzte es unter der Firma «Friedrich F.» fort. Als Verleger trat er bes. hervor mit Titelkupfern (in Lfg.) zu den Werken Goethes (Ausg. letzter Hand), um deren Verlag er sich vergebens bemüht hatte. F. erwarb sich große Verdienste um die damals entstehenden buchhändlerischen Organ…

Blind disponieren

(77 words)

Author(s): H. Buske
Unsitte vorwiegend des wiss. Sortimentsbuchhandels, bedingt bezogene, bereits verkaufte Bücher bei der nächsten Kommissionsabrechnung als Disponenden anzugeben, um sich dadurch für einen weiteren Zeitraum zusätzlichen Kredit zu verschaffen. Der den Verlagen bekannte Mißbrauch wird z. T. dadurch unterbunden, daß diese zum Abrechnungstermin einige Titel blockieren oder streichen und den Sortimenter damit zur Zahlung zwingen. H. Buske Bibliography Paschke, M. / Rath, R.: Lehrbuch d. dt. Buchhandels. 4. Aufl. Leipzig 1918, S. 176 u. spätere Aufl.

Fliegende Blätter

(413 words)

Author(s): H. Buske
ill. humoristisch-satirische Wochenschrift des Verlages Braun & Schneider in München 1844 bis 1944 unter Mitarbeit angesehener Künstler und Schriftsteller wie H. Dyck, M. von Schwind, C. Spitzweg, W. Busch, A. Oberländer, E. Harburger, C. Stäuber, der allein 9000 Zeichnungen lieferte, Graf Pocci, V. von Scheffel, F. Dahn, F. Gerstäcker, E. Geibel, H. Seidel, E. Eckstein. Sie behandelte Tagesthemen und nahm Stellung zu allen bedeutsamen Erscheinungen. Von der politischen Satire bis zu gefühlvolle…

Reimlexikon

(626 words)

Author(s): H. Buske | G. Pflug
Zusammenstellung von Wörtern, die sich reimen, d. h. einen Gleichklang in der Vokálisadon der Silben, vor allem der Endsilben aufweisen. R. sind im Laufe der literarischen Entwicklung zu zwei unterschiedlichen Zwecken erstellt worden, erstens als praktische Hilfsmittel zur Reimfindung und zweitens als Reimregister zu wort– und sprachgeschichtlichen Untersuchungen eines Autors oder einer Epoche. Das älteste R. stammt «Donatz provengals», gedr. Erstausg. Paris 1838). Es verzeichnet die Reimpraxis …

Standard Book Numbering Agency Ltd. (SBNA)

(128 words)

Author(s): H. Buske
zentrale nationale Agentur für die Vergabe, Überwachung und Verwaltung der Standard Book Number (SBN). Für Großbritannien mit der Einführung der SBN im Sommer 1967 gegründet. Ihr gehören an: J. Whitaker and Sons Ltd., Hrsg. von «British Books in Print» (BBP); «The Bookseller», das Council of the British National Bibliography (BNB), sowie die Publisher’s Association (PA). Der Sitz ist London. Mit Einführung der International Standard Book Number (ISBN) 1969 wurden bestehende SBNA umgewandelt in I…

Deutsche Schrift

(59 words)

Author(s): H. Buske
Name einer von Rudolf Koch entworfenen fetten Schwabacher, die 1910 von der Schriftgießerei Gebrüder Klingspor herausgebracht wurde. Ihre Veröffentlichung galt seit Ungers Fraktur um 1790 als das wichtigste Ereignis im deutschen Schriftguß und hatte starken Einfluß auf das gesamte Schriftschaffen in Deutschland. Ihr folgten 1913 die schmale und halbfette, 1921 die magere D. S. H. Buske

Vorauflage

(63 words)

Author(s): H. Buske
bedeutet soviel wie vorherige Auflage. Wird die Neuaufl. eines Werkes z. B. als «völlig überarbeitete», «wesentlich erweiterte», «ergänzte und erweiterte» oder nur als «Neudruck» in einem Prospekt oder in Anzeigen angezeigt, weist der Verlag in den meisten Fällen durch Zitieren positiver Stellungnahmen wie «Aus den Besprechungen der V.», «Urteile zur V.», «Pressestimmen zur V.» auf seine bes. Bedeutung hin. H. Buske

Hauranitische Schrift

(175 words)

Author(s): H. Buske
benannt nach vorislamischen, arabischen Inschriften aus dem 2.–4. Jh. v. Chr., teilweise noch früher datiert, von der Hochebene Hauran (Syrien) östlich des Jordan, die in Bustrophedonform (Bustrophedon), auch von oben nach unten, religiöse Texte und Namen enthalten. Nordsemitische Schrift mit Elementen himyarischer, phönikischer und aramäischer Zeichen, verwandt mit der sinaitischen und thamudischen Schrift. Um ihre Entzifferung haben sich um 1870 J. Halévy und D. H. Müller, später E. Littmann, …

Bulletin du Bouquiniste

(76 words)

Author(s): H. Buske
Seit dem 1. 1. 1857 zweimal monatlich erschienenes Bulletin von 16—32 Seiten Umfang mit Angeboten alter und neuer Bücher, z. T. hervorragenden bibliographischen Beiträgen und Rezensionen von Sammlern und Wissenschaftlern, unter anderen G. und J. Ch. Brunet, Berichten über bedeutende Ankäufe und Bibliotheken bekannter Persönlichkeiten, herausgegeben von dem Pariser Buchhändler und Antiquar Auguste Aubry. Teilweise mit Titel- und Schlußvignetten, Wiedergaben alter Druckermarken und anderen Illustrationen. Erschien bis Nr. 656 (1896). H. Buske

Zweiliniensystem

(208 words)

Author(s): H. Buske †
in der neueren Lit. überwiegend Zweilinienschema genannt. Z. bezeichnet für die klassische griech. (ca. 4. Jh. v. Chr. bis 8. Jh. n. Chr.) und lat. (ca. 1. bis 9. Jh. n. Chr.) Buchschrift (z. B. Uniziale, Capitalis und ähnliche Formen) einen auf Papyri oder Pergament zwischen zwei Linien geschriebenen Text in einzelnen Majuskeln ohne Wort- und Satztrennung (Scriptura continua), wobei nur wenige Buchstaben geringfügig über die obere bzw. untere Linie hinausgehen. Erst durch verstärkte Anwendung d…

Versendungslisten

(300 words)

Author(s): H. Buske
waren im Buchhandel der vorelektronischen Zeit eigens gedr. alphabetische Listen von Sortimenten, geordnet nach Orten und darunter die Buchhandlungen nach dem Firmenalphabet. Heute ersetzt durch Versanddateien. V. wurden benutzt für die Versendung z. B. von Neuigkeiten oder Fortsetzungen (auch Continuationslisten). Die V. hatten Spalten für Firma / Ort, diverse Titel, Anzahl und Gesamtpreis, so daß sich am Ende der Liste die Zahl aller versandten Ex. und der Gesamtbetrag ergaben. Die Versendunge…

Verzierung am Einband

(673 words)

Author(s): H. Buske
nennt man die flächigen oder plastischen Bestandteile auf den Buchdecken, den Rükken, Kanten, Vorsätzen, Schnitten, Einzelteile von Schließen, gesondert hergestellter Schmuck. Diese äußeren Bestandteile müssen aufeinander abgestimmt sein wie die inneren, das sind Text, Papier, Schrift, typographische Gestaltung und Druck. Erst beide zusammen ergeben das Kunstwerk Buch. Die moderne Einbandkunst ist von schlichter Eleganz geprägt. Vorrangig sind künstlerische Zeichenformen oder geometrische Elemen…

Standardalphabet

(215 words)

Author(s): H. Buske
von dem dt. Ägyptologen und Sprachwissenschaftler Carl Richard Lepsius (1810 bis 1884) entwickeltes phonetisches Transkriptionssystem, das 1855 in Berlin u. d. T. «Das allg. linguistische Alphabet. Grundsätze der Übertragung fremder Schriftsysteme und bisher noch ungeschriebener Sprachen in europäische Buchstaben» erschien. Der Name S. geht zurück auf den Kurztitel der im gleichen Jahr in London hrsg. engl. Fassung «Standard Alphabet for Reducing Unwritten Languages and Foreign Graphic Systems t…

Lexikon

(805 words)

Author(s): H. Buske
(Schreibweise früher: Lexicon, im 18. Jh. gleichzeitig mit c und k), nennt man ein alphabetisch oder systematisch geordnetes Nachschlagewerk mit knappen (beim Bücherl. oft nur mit bibliographischen Hinweisen, Handl., Jugendl., Kinderl., Kleini., Schülerl., Taschenl., Volksl.) oder ausführlicheren Angaben über die, je nach angesprochenem Benutzerkreis ausgewählten Begriffe (Lemmata) wie bei den großen Enzyklopädien, Fach und Reallexika, mit Literaturangaben. Wird im angloamer. und franz. Sprachra…

Reichsschule des Deutschen Buchhandels

(225 words)

Author(s): H. Buske
Die Gründung der R. mit Sitz in Leipzig erfolgte auf Anordnung des Präsidenten der Reichsschrifttumskammer (RSK) vom 1. 5. 1934 und wurde dem Börsenverein der Dt. Buchhändler am Sonntag Kantate 1934 (29. April) mitgeteilt. Danach war für alle Lehrlinge im letzten Jahr der Lehrzeit der vierwöchige Besuch der R. Voraussetzung für die Zulassung zur Gehilfenprüfung. Die R. wurde am 1. 4.1935 eröffnet. Sie sollte die in der Betriebspraxis und in der Berufsschule erworbenen Kenntnisse der Lehrlinge zu…

Kröner, Alfred

(230 words)

Author(s): H. Buske
*28. 2. 1861 in Stuttgart, ✝ 2. 1. 1922 in Berlin, ältester Sohn von Adolf von Kröner. K. wurde 1896 Teilhaber im väterlichen Verlag der «J. G. Cotta'schen Buchhandlung Nachf.» und erhielt vom Vater den 1898 erworbenen Architekturverlag Arnold Bergsträsser, Darmstadt sowie den technischen Verlag von Cotta. Es kam jedoch 1898 zur Trennung. K. kaufte 1901 den Emil Strauß Verlag in Bonn mit den Werken von Ernst Haekkel und D. F. Strauß. Seit 1904 firmierte er «A. K. Verlag, Stuttgart». 1907 verlegt…

Valuta

(167 words)

Author(s): H. Buske
ist eine bes. Form des Warenkredits und wurde in der Bedeutung von Wert, Währung, Fälligkeit im 16. Jh. aus dem Italienischen übernommen. Im Buchhandel übliche Kurzbezeichnung für Valutierung als Teil der buchhändlerischen Lieferungs- und Zahlungsbedingungen. Bei größeren Lageraufträgen durch Vertreter, zur Buchmesse, zum Semester- und Schulbuchgeschäft, aus bes. Anlässen wie Firmenjubiläen oder Lesewettbewerb bieten Verlage oft Zahlungsziele von 30, 60, 90 und mehr Tagen an, gewähren darüber hi…

Ungarische Kerbschrift

(276 words)

Author(s): H. Buske
vereinzelt als «ungar. Runen», «szeklerisch-ungar. Kerbschrift», auch als «altungar. Schrift» bezeichnet, wurde 1515 bekannt durch eine von einem ungar. Reisenden in Konstantinopel entdeckte Inschrift, deren Buchstaben er nicht lesen konnte. Das war erst möglich, als Janos Telegdi in seinem Werk «Rudimenta priscae Hunnorum linguae ...» (Leiden 1598) auf die altungar. Schrift verwies, die er für eine alte Schrift der Hunnen hielt. Das älteste bekannte Denkmal der U. wurde auf dem hinteren Pergame…

Gujarātī-Schrift

(224 words)

Author(s): H. Buske
in dt. Umschrift auch Gudscharati. Benannt nach der gleichnamigen Provinz Gujarat im Westen Vorderindiens, in der Gujarātī, das zur indoarischen Sprachfamilie gehört, gesprochen wird; Sanskrit krit Gurjaratrā, ma. Form ist Prākrit Gujjarattā. Es gibt fur das Gujārāti drei Alphabete: i. Devanāgarī, in der die ersten Gujarātī-Bücher gedruckt waren, und 2. Gujarātī für den allg. Gebrauch auf der Basis des Devanāgarī mit Kaithi Charakterzeichen (Nordindien) sowie 3. das Vaniati (vanio = Kleinhändler…

Sprachkassette

(225 words)

Author(s): H. Buske
intern. genormte Kompakt-Ton- Kassette mit magnetbeschichtetem Kunststoff- oder Metallband, einer Laufzeit von 60 (C 60), 90 (C 90) oder 120 (C 120) Minuten und einer Bandgeschwindigkeit von 4,75 cm/Sekunde für Tonwiedergaben und -aufnahmen. S. enthalten Tonmaterial von Sprachlehrbüchern oder Sprachführern. S. mit vierfacher Bandspur dienen Lernenden dazu, den gehörten Text auf der Leerspur nachzusprechen, um so ihre Aussprache kontrollieren zu können. Der Kassettenrecorder muß dann allerdings m…

Verschnitten

(87 words)

Author(s): H. Buske
heißt in der Buchbinderei ein ungleichmä-ßiger oder schief beschnittener Buchblock, ein angeschnittener Text, zu stark beschnittene Tafeln, schief geschnittene Schutzumschläge. Auch Überzugsmaterial wie Leder, Pergament oder Leinen kann v. werden ebenso wie die Graupappe für Deckeleinlagen. Werden von der Druckerei Bogen mit doppeltem oder mehrfachem Nutzen angeliefert und ist dort nicht exakt rechtwinklig geschnitten worden, gelten sie als v. und beeinträchtigen das Falzergebnis erheblich. Ursa…

Michaelis

(142 words)

Author(s): H. Buske
Kurzform von M.messe, benannt nach dem Tag des Erzengels Michael, dem 29. September; Beginn zahlreicher Herbstmessen. Die bedeutendste M.messe war in Leipzig seit Ende des 15.J11.S, zu der viele Besucher von der zeitlich früher liegenden Frankfurter Herbstmesse kamen. Eine zunehmende Verlagerung der Meßgeschäfte auf die Ostermessen führte zu einer immer größer werdenden Bedeutungslosigkeit von M., bis schließlich zur Ostermesse 1788 der Vorschlag zur Aufhebung der M.messe gemacht wurde. Weiteres…

Vossische Zeitung

(541 words)

Author(s): H. Buske
bis 1934 bestehende älteste Berliner Tageszeitung. Sie geht zurück auf eine Berliner Wochenztg. von 1626 mit wechselnden Titeln und wurde seit 1704 von Johann Lorentz als «Berlinische ordinäre Zeitung» gedruckt, am 25. Februar 1721 an Johann Andreas Rüdiger übergeben, der sie als «Berlinische privilegirte Zeitung» fortführte. Sie ersch. dreimal wöchentlich. Nach J. A. Rüdigers Tod 1751 ging das Privileg auf seinen Schwiegersohn Christian Friedrich Voss d. Ä. über, der sie «Staats- und gelehrte Z…

Roter Elefant

(183 words)

Author(s): H. Buske
Der «Arbeitskreis R. Kinder-Bücher-Medien e.V», benannt nach der Kinderzeichnung auf einem Buchprospekt wurde im Oktober 1976 in Arnoldshain als Alternative zum «Arbeitskreis für Jugendlit. München» von Pädagogen, Bibliothekaren, Schriftstellern, Buchhändlern und Verlegern gegründet. Zielsetzung war die Förderung und Verbreitung einer «fortschrittlich-kritischen und für Kinder und Jugendliche lesbaren und interessanten Kinder- und Jugendlit.» unter Berücksichtigung anderer Jugendmedien. Der Arbe…

Unverlangtsendung

(314 words)

Author(s): H. Buske
ist eine nicht bestellte Warenliefe-rung und damit nach geltender dt. Rechtsprechung sittenwidrig. Der Empfänger muß sie nicht zurücksenden, sondern sie nur eine zeitlang zur Abholung durch den Sender bereithalten, dann kann er sie entsorgen, soweit es sich nicht um bes. Werte handelt. Diese Auffassung setzt sich zunehmend auch im Buchhandel durch. Der im 16. und 17. Jh. sog. «unverlangten à condition Sen-dung» lag i. d. R. eine Abmachung zwischen Verlag und Buchhandlung zugrunde, nach heutigem …

Verband deutscher Zeitungsverleger

(267 words)

Author(s): H. Buske
heute Bundesverband Dt. Zeitungsverleger (BDZV), seit August 2000 mit Sitz in Berlin, entstand am 15. 7. 1954 in Bad Godesberg durch den Zusammenschluß des «Gesamtverbands der dt. Zeitungsverleger», der Organisation der Lizenzträger, in dem die Verleger organisiert waren, die nach dem Zweiten Weltkrieg die Lizenz zur Hrsg. einer Ztg. erhalten hatten und des «Vereins Dt. Zeitungsverleger», der die 1933 unterbrochene Tradition des «Vereins Dt. Zeitungs-Verleger (Hrsg. der dt. Tageszeitungen) e. V.…

Markthelfer

(350 words)

Author(s): H. Buske | G. Pflug
ist eine im 18. Jh. entstandene Bezeichnung für Gehilfen der «Kaufleute während der Märkte», zuerst erwähnt bei P. J. Marperger. Die Buchhändler bedienten sich des M.s am Ort der Leipziger Buchmesse, später auch in Frankfurt, um durch sie die zahlreichen Botengänge erledigen zu lassen. Ihre Tätigkeit bestand vor allem darin, die bei der Messe eingehenden Bestellzettel (Meßmemorial) auszutragen und die Bücher zu besorgen. Um sich unnötige Laufereien zu ersparen, trafen sie sich in Leipzig in eine…

Polyphonie

(177 words)

Author(s): H. Buske
(griech. πολυφωνία) Vieltönigkeit, Vielstimmigkeit, Mehrstimmigkeit. 1. In der Musik Bezeichnung für eine Kompositionsweise, bei der jeder Stimme selbständige melodische Bedeutung zukommt (Gegensatz: Homophonie). 2. In der Schriftgesch. Bezeichnung für eine Erscheinung von geschriebenen Zeichen oder Silben, wenn sie mehrere Lautwerte besitzen. Bes. häufig tritt diese in den Keilschriften der akkadischen und babylonisch–assyrischen Periode auf. So steht z.B. das Ideogramm (urspr. Bild eines Sterns) in allen Keilschrift…

Syrische Schrift

(378 words)

Author(s): H. Buske
Die S. gehört zur Gruppe der nordsemitischen Schriften, die auf die phönizische Schrift zurückgehen. Die linksläufige Kursive mit 22 Konsonanten ist seit Beginn unserer Zeitrechnung durch Inschriften aus dem Raum Edessa belegt: 6 n. Chr. Birecik, 73 n. Chr. Serrin und zahlreiche später. Die älteste datierte Pergamentschrift ist ein Kaufvertrag aus Dura Europos aus dem Jahr 243 n. Chr. Die S. besteht aus drei unterschiedlichen Schriftarten, wovon die älteste Esțrangelā ist, die unmittelbar auf di…

Originalverleger

(122 words)

Author(s): H. Buske
ist derjenige Verleger, der zuerst das Verlagsrecht an einem Werk ausübt im Gegensatz zum Verleger, der in Lizenz z.B. Buchgemeinschaftsausg., anders ausgestattete Sonderausg., Taschenbücher oder Übers, herausbringt bzw. schutzfreie Werke nachdruckt. Die heute übliche Bezeichnung O. wird in der Lit. ausgedehnt auf Verleger von Werken ab dem 16. Jh., die damals «privilegierte Verleger» gen. wurden. H. Buske Bibliography Kapp, F: Gesch. des Dt. Buchhandels. Bd. 1. Leipzig 1886 (ND 1970), S. 750-756 Handb. des Buchhandels. Bd. 2: Verlagsbuchhandel. Hrsg, von E. Heinold…

Kredit im Buchhandel

(233 words)

Author(s): H. Buske
Wie im allg. ist es das Vertrauen, das man einer Person oder einem Unternehmen entgegenbringt (lat. credere = glauben, hoffen), auf Rechnung gelieferte Ware zu bezahlen. Krcditnahme und -gewährung sind auf allen Stufen des Buchhandels seit jeher in vielen Formen üblich und stellen einen nicht unerheblichen Anteil der allg. Geschäftskosten dar. Eine grundlegende, historisch begründete Rolle spielt der Lieferanten- oder Warenk. in seinen vielfältigen Formen. Aus Rechnungsbüchern der Firmen Froben …

Fehlerhafte Bücher

(79 words)

Author(s): H. Buske
sind solche mit verdeckten Fehlern, die während des Herstellungsprozesscs entstanden und im Verlag unbemerkt geblieben sind. Nach § 12 der Buchhändlerischen Verkehrsordnung (Fassung vom 31. 12.1962) ist der dt. Verleger verpflichtet, gegenPorto-erstattung einwandfreie Ex. als Ersatz zu liefern. Die häufigsten Fehler sind: Schimmelbogen (Bogen nur einseitig bedruckt); fehlende oder doppelte Bogen, doppelt oder teilbedruckte, eingerissene oder verschmutzte Seiten; Buchblock umgekehrt eingehängt; f…

Sondrio-Alphabet

(168 words)

Author(s): H. Buske
Das S. wird den sogen. Alpenalphabeten zugerechnet und nach dem Fundort benannt. Es umfaßt im wesentlichen Inschriften westlich des Garda-Sees und der angrenzenden Schweiz. Die Schriftrichtung ist vorwiegend linksläufig, auch Spiegelschrift kommt vor. Seine Herkunft ist nicht eindeutig geklärt. Von den Schreibsystemen der Venetischen Alphabete (Venetische Schrift) unterscheidet es sich durch bes. häufige Formvarianten von l, p und u. Eine Zuweisung zu den rätischen Alphabeten (Rätische Schrift) …

Mainzer Minipressen-Archiv

(210 words)

Author(s): H. Buske
Slg. von über 5000 (1992) lit., künstlerischen und politischen Schriften vom Einblattdruck über Plakate, Broschüren, Bücher, Zss. bis zu bibliophilen Pressendrucken und Videos von Eigen-und Kleinverlagen aus der Alternativbewegung seit Ende der 1960er Jahre. Seine Aufgabe ist die Pflege, Ergänzung und Katalogisierung der Produktion von Mini- und Alternativpressen, deren Erzeugnisse von öffentlichen Bibl.en kaum oder gar nicht zur Kenntnis genommen werden. Bei der Literaturvermittlung und Fragen …

Teillieferung

(143 words)

Author(s): H. Buske
ist die Lieferung einer bestimmten Warenmenge in Raten oder einer unbestimmten Menge auf Abruf für eine gewisse Zeit an den Handelspartner, der regelmäßig zu entsprechender Ratenzahlung verpflichtet ist. Gesamtmenge und Laufzeit werden von beiden Seiten festgelegt. Bei größeren Kontingenten wird über die T. ein Teillieferungsvertrag oder Sukzessionslieferungsvertrag abgeschlossen. So ist es durchaus üblich, daß zwischen einer Druckerei oder einem Verlag und einer Papierfabrik bzw. einem Papiergr…

Volksausgabe

(419 words)

Author(s): H. Buske
ist die rechtlich nicht verbindlich erklärte Bezeichnung für die Ausg. eines bereits früher erschienenen Werkes, das durch einfachere Ausstattung, höhere Auflage, auch durch Vereinigung mehrerer Teilbde. zu einem wesentlich niedrigeren Preis angeboten werden kann. V. unterscheiden sich von diesen nur durch die Ausstattung, nicht durch den Inhalt. Gab es wohlfeile Ausg. bereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts, tauchen die ersten sog. V. in den 1870er Jahren auf. So ersch. 1877 bei Breitkopf & Härt…

Vorausexemplar

(145 words)

Author(s): H. Buske
oder Vorabex. nennt man ein Buch, das vor der regulären Auslieferung durch den Verlag an den Verfasser, bekannte Schriftsteller und anderen Per- sönlichkeiten des öffentlichen Lebens geschickt wird, um deren Urteile einzuholen und in der Werbung zu benutzen. Für die Öffentlichkeitsarbeit am wichtigsten sind die sog. Multiplikatoren der Medienbranche (Zeitungen, Zeitschriften, Funk und Fernsehen), die ein V. mit der Bitte erhalten, das Werk zu rezensieren. Vorzugsweise werden bekannte Kritiker mi…

Handstück

(131 words)

Author(s): H. Buske
Aus der geologischen Fachsprache übernommener Terminus, angewendet 1. auf ein Buch, das zu Lehr- und Anschauungszwekken benutzt wird, z. B. Lehrerhandstück, ein Lehrbuch, das dem Lehrer vom Verlag ohne Entgelt überlassen wird, wenn ein ganzer Klassensatz des betr. Titels bestellt wurde (auch Lehrerfreiexemplar). 2. Mit Schreibpapier durchschossenes wiss. Werk, in das der Autor Korrekturen und Ergänzungen für eine Neuaufl. einträgt. 3. In der Hand des Verlegers ein mit Schreibpapier durchschossener Verlagskat, für Korrekturen und Ergänzungen, die bei eine…

Witsch, Joseph Caspar

(313 words)

Author(s): H. Buske
schöngeistiger und Sachbuchverleger in Köln (* 17. 7. 1906 in Köln, † 28. 4. 1967 in ebd.), 1931 Diplom-Volksbibliothekar in Leipzig und Köln. W. studierte nach Ablegung der Hochbegabtenprüfung an der Univ. Leipzig Philosophie, Soziologie, Gesch. und Lit.geschichte. 1935 Promotion, Bibliothekar in Stralsund, 1936–1948 Direktor der Ernst-Abbe-Bibl. in Jena und Leiter der staatlichen (nach 1945 Thüringischen) Landesstelle für das volkstümliche Büchereiwesen. Er schloß 1947 mit Gustav Kiepenheuer e…

Zeitschriftenhandel

(629 words)

Author(s): H. Buske
ist die Bezeichnung für den Verkauf von Zss. im Einzelhandel. Die Belieferung mit Zss. durch den Großhandel wird Zss.vertrieb genannt. Bei der Auslieferung einer Zs. ab Druckerei wird unterschieden zwischen Postaufl. (der bei der Post angelieferten Ex.) und der Speditionsaufl. (auch LKW-Auflage). Die Post-aufl. wird über die Pressepost (vormals Postzeitungsdienst) als Postvertriebsstück einzeln an Abonnenten oder mehrfach an Privatfirmen für einzelne Abteilungen und an den Sortimentsbuchhandel f…

Signiertournee

(137 words)

Author(s): H. Buske
Als Tournee veranstaltete Autorenlesungen mit anschließenden Signierstunden in Buchhandlungen, Bibl.en, Lit.häusern oder anderen ortsbekannten Lokalitäten. Reine S.s ohne Lesungen sind selten, sie finden vereinzelt im Anschluß an Podiumsdiskussionen statt. Eine S. wird i. d. R. von Publikums- und Kinderbuchverlagen, Agenturen oder freien Veranstaltern organisiert. Rund 70 % der Veranstaltungspartner sind Buchhandlungen. Für die Verlage sind S.s wichtige Faktoren des Absatzprozesses. So organisie…

International Standard Serial Number (ISSN)

(364 words)

Author(s): H. Buske
Die ISSN ist ein in maschinell wie manuell organisierten Systemen anwendbarer Code zur kurzen, eindeutigen und intern, verbindlichen Kennzeichnung fortlaufender Sammelwerke (Zss.), zeitschriftenartiger Reihen, Schriftenreihen und Zeitungen. Sie besteht aus einer achtstelligen Zahl, die aus den arabischen Ziffern o bis 9 gebildet wird, der stets die Buchstaben «ISSN» vorangestellt sein müssen und die der besseren Lesbarkeit wegen in zwei Zahlengruppen von je vier Stellen durch einen waagerechten …

Depot-System

(213 words)

Author(s): H. Buske
Das D. im Buchhandel ist eine Sonderform des Geschäftsverkehrs zwischen vorwiegend wiss. sowie Fachverlag und wiss. und Fachbuchhandlung, wobei das Sortiment als sog. Depotbuchhandlung die lieferbaren Titel eines Verlages ganz oder in Teilen zu Sonderkonditionen erhält und ständig am Lager zu führen hat. Neuerscheinungen folgen durch Blanket Order. Das Depot bleibt Eigentum des Verlages, berechnet wird i. d. R. monatlich nach Verkauf. Das Sortiment erhält unter Umständen Gebietsschutz, d. h. ble…

Kinderbuchladen

(509 words)

Author(s): H. Buske
Spezialbuchhandlung für Kinderund Jugendlit. ergänzt durch Spiele, kindergerechtes (Holz–)Spielzeug, Handspielpuppen sowie in einigen Fällen pädagogischer und/oder sonderpädagogischer Lit., oft mit vorbildlichen Spiel– und Leseecken. K. veranstalten Autorenlesungen, erstellen Buchtips, Kataloge und pflegen bes. Kontakte zu Kindergärten und Schulen. Die besorgniserregende Jugendgefährdung in der Nachkriegszeit und der Kampf gegen Schmutz und Schund führten 1950 zur Gründung des ersten K.s in Deut…

Verlagsgruppe

(123 words)

Author(s): H. Buske
nennt man den Zusammenschluß mehrerer Verlage zu einer Firmengruppe mit dem Ziel, bessere Synergieeffekte zu erzielen, die einer kleineren Verlagseinheit alleine nicht möglich sind. Der Name V. entstand um 1990 als Folge der um 1960 einsetzenden Übernahmen bekannter Wissenschaftsverlage, kleinerer Allg.verlage oder auch nur der Verlagsrechte durch ausländische, dt. aufstrebende Firmen oder Konzerne. Damals noch Firmengruppe oder Verlagsgemeinschaft genannt, waren um 1980 die Bezeichnung Verlagsn…

Round Hand

(208 words)

Author(s): H. Buske
(Runde Hand), in England Anfang des 18. Jh.s aus der Italian hand (17. Jh.), verwandt der franz. batärde italienne, entstandene Schreibschrift mit betont breitem und rundem Schriftbild, größerem Kontrast der Haar- und Schattenstriche mit Betonung der Schlingen. Der Einfluß niederl. Kalligraphen ist unverkennbar. Die R. und ihre Variante Round text ähneln der modernen kursiven Lateinschrift. Beide dienten als Korrespondenzschrift und wurden von den Schreibmeistern in zahlreichen Veröff. herausges…

Remake

(130 words)

Author(s): H. Buske
Neufassung und Neuinterpretation einer künstlerischen Produktion. I. Bes. gebräuchlich bei erfolgreichen Filmen wie «King Kong» (1933/1976) oder «Holiday» (1930/1938). R.s sind gelegentlich ort– und zeitversetzt. Als Western–R. bezeichnet man Akira Kurosawas «Yojimbo» (Der Leibwächter 1960). 2. R.s in der Musik sind Interpretationen klassischer Werke aller Epochen mit anderen Künstlern und neuer Instrumentierung. Umgangssprachlich nennt man so etwas «recycelte» E– und U–Musik. 3. In der Lit. ist…

Verbreitender Buchhandel

(125 words)

Author(s): H. Buske
um 1960 entstandene zusammenfassende Bezeichnung für den gesamten Einzelund Großhandel mit Gegenständen des Buchhandels im Gegensatz zum rein herstellenden Buchhandel (Verlagsbuchhandel). Zum V. zählt man den a Sortimentsbuchhandel, Antiquariatsbuchhandel, Bahnhofsbuchhandel, a Reisebuchhandel, a Versandbuch-handel, Warenhausbuchhandel, a Werbender Buchund Zeitschriftenhandel. Im Wb. des Buches von Helmut Hiller erst in der 3. Aufl. 1967 (1. Aufl. 1954) genannt, bei Hiller / Strauß «Der dt. Buch…

Kassenzone

(84 words)

Author(s): H. Buske
in der Sortimentsbuchhandlung der Ladenraum, in dessen Mittelpunkt oder an dessen Ausgang die Kasse steht. Früher meist nur aus einem Kassentisch mit Kasse bestehend, haben moderne Ladenbauer eine Zone geschaffen, in der ein gefälliger, meist offener, halbrunder Kassentresen Informationsstand, Kasse, Warenausgabe und Buchausstellung zugleich ist. Um ihn herum befinden sich nach verkaufstaktischen Gesichtspunkten aufgestellte Bücher und Bücherstapel in vielfältiger Anordnung, die zu Zusatzkäufen …

Verlagshaus

(461 words)

Author(s): H. Buske
1. Soviel wie Buch- und / oder Zeitungs-verlag. Vereinzelt, in ca. 15 bis 20 Fällen, ist V. von der dt. Reichsgründung 1871 bis etwa 1930 Teil des Firmennamens, wie z. B. Leipziger Verlagshaus, V. der dt. Baptisten in Kassel, V. Bong in Berlin u. a. Ist dem Verlag eine Druckerei angeschlossen, heißt es oft «Druck- und Verlagshaus»; dahinter steckt meist ein Ztg.verlag mit Drukkerei und Buchabteilung. Adolph Russell verzeichnet 1894 im Firmenregister seines «Gesammt-Verlags-Katalogs» sechs als V. gen. Firmen. 2. Domizil mehrerer selbständiger oder im Verbund operierender Ve…

Richtungstaktschrift

(140 words)

Author(s): H. Buske
ein nach DIN 6 6010 binäres Schreibverfahren für Magnetbandaufzeichnungen, bei dem jedes Spurelement in zwei Teile geteilt ist, die in einander entgegengesetztem Sinne magnetisch gesättigt sind, wobei jede Pachtung des Flußwechsels (Bitflußwechsel) einem der beiden Binärzeichen fest zugeordnet ist. Dabei treten bei aufeinanderfolgenden gleichen Binärzeichen zusätzliche Flußwechsel (Phasenflußwechsel) an den Grenzen der Spurelemente auf. Die R., Zweiphasenschrift, PE–Schrift oder Phasencoding–Sch…

Vollbuchhandlung

(245 words)

Author(s): H. Buske
ist eine veraltete Bezeichnung für eine handelsgerichtlich eingetragene Buchhandlung, die ausschließlich Gegenstände des Buchhandels vertreibt und von einem Vollbuchhändler geführt wird. Die Entstehung des Begriffes ist in den 1930er Jahren zu suchen, als mit der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten in Deutschland 1933 auch die Gremien des Börsenvereins in das neue System eingebunden wurden. Mit der «Anordnung zum Schutze der Bezeichnung, ‹Buchhand-lung› und ‹Buchhändler›» von 1935 erfol…

Stuhlschreiber

(207 words)

Author(s): H. Buske
oder Cathedralis, scriba cathedralis, von cathedra = Schreibstuhl, Armsessel. Auch kathedralis, kathedral, schreiber kathedrāl, Stūelschreiber. Im späten MA Bezeichnung für den bürgerlichen Berufs- und Lohnschreiber, der gegen Geld oder Naturalien für Klöster Hss. kopierte, beim Gerichtsstuhl für die Rechtsparteien Schriften verfaßte oder für Schreibunkundige Briefe und Schriftstücke anfertigte. Künstlerisch begabte S. arbeiteten als Illuministen und Modisten (Schreibmeister). Vielfach spezialis…

Vinz, Curt

(169 words)

Author(s): H. Buske
Buchhändler und Verleger. * 12. 12. 1908 in Lauenstein im Erzgebirge, † 12. 5. 2006 in Otterfing. Zunächst Buchhandelslehre in der Hofbuchhandlung H. Burdach in Dresden, danach erster Sortimenter bei Lipsius & Tischer, Kiel. Seit 1931 war V. im Vertrieb und als Verlagsvertreter bei E. Diederichs in Jena. In amer. Kriegsgefangenschaft gründete er 1944 die Ztg. der dt. Kriegsgefangenen in USA «Der Ruf», dessen erste Nummer am 1. März 1945 erschien. Nach Rückkehr 1946 war V. Lizenzträger und Mitinh…

Schwarzer Stein

(231 words)

Author(s): H. Buske
in der Lit. eher als Lapis niger geläufig. Pflaster aus schwarzem Marmor beim Comitium (Versammlungsplatz) im Nordwesten des Forum in Rom, gelegentlich auch S. vom Comitium genannt, optischer Hinweis auf eine alte Grabanlage, über deren Bedeutung seit hundert Jahren unterschiedliche Hypothesen kursieren. Bei Grabungen unter dem Lapis niger wurde 1899 ein viereckiger Pfeilerstumpf aus graubraunem Grotto-Oscura Tuffstein gefunden mit einer bustrophedon verlaufenden vertikalen Inschrift in archaisc…

Vorankündigung

(124 words)

Author(s): H. Buske
bedeutet im Buchhandel die Ankündigung eines neuen Buches oder einer neuen Serie einige Monate vor Erscheinen. Sie erfolgt i. d. R. durch den Vertreter oder in Anzeigen im Börsenblatt, anderen Buchbranchenzeitschriften, Fachzeitschriften, als Sonderprospekt bzw. Ankündigung in den üblichen Neuerscheinungsprospekten und -katalogen. Heute vermehrt als Newsletter im Internet. In der DDR war der regelmäßig erscheinende «Vorankündigungsdienst für den Buchhandel (VD)» das entscheidende Informationsmittel für Vorbestellungen des Bucheinzelhandels. A…

Frauenbuchladen

(296 words)

Author(s): H. Buske
ist eine von Frauen geführte Buchhandlung, meist auf kollektiver Basis, mit Lit. speziell für Frauen, die in dieser Fülle in «bürgerlichen» Buchhandlungen nicht zu finden ist; andere Bücher werden i.d.R. zur Besorgung angeboten. Der Name Laden ersetzt heute (1988) besonders bei Jugendlichen und Studenten die alte, als elitär empfundene Bezeichnung Buchhandlung. Das Lager besteht vorwiegend aus den theoretischen Schriften von Autorinnen der dt. und intern. Frauenbewegungen, Romanen und Gedichten …

Verlagsort

(260 words)

Author(s): H. Buske
ist der auf der Titelseite und / oder im Impressum angegebene Sitz eines Verlages. Sind bei intern. tätigen Verlagen zwei oder mehr V. angegeben, gilt der erste als Hauptsitz. Bezeichnete in der Ink.zeit noch der Druckort gleichzeitig den Verlagsort, änderte sich das mit der ausgangs des 15. Jh.s beginnenden Trennung von Drucker und Verleger (Verlagsvermerk). Diese allmähliche Teilung in Geldgeber und Druckern wurde bes. deutlich in Mailand und Venedig. So arbeiteten dort Hermann und sein Neffe …

VDI Verlag

(236 words)

Author(s): H. Buske
Buch- und Zss.-Verlag des 1856 in Berlin gegr. «Vereins Dt. Ingenieure», der bereits 1857 publizistisch tätig wurde, was 1918 zum Aufbau einer eigenen Verlagsabt. führte. Der V. wurde als 100 %ige Tochter des VDI am 1. 12. 1923 in Berlin gegr. mit angeschlossener Abt. Sortiment und Bücherstube. Im Februar 1947 wiederbegr. unter der Bezeichnung «Deutscher Ingenieur Verlag GmbH» in Düsseldorf, am 8. 7. 1955 Umfirmie-rung in «VDI-Verlag GmbH». Der V. veröff. vorwiegend technisch-wiss. Fachliteratur…

Nabatäische Schrift

(163 words)

Author(s): H. Buske
Schrift des alten arab. Nomadenvolkes der Nabatäer (ca. 400 v. Chr. bis ca. 300 n. Chr.) aus dem Raum Jordanien mit Petra (heute Wādī Mūsā) als Mittelpunkt bis ans Rote Meer. Zahlreiche Inschriftenfunde auf Ruinen, Felsengräbern, Papyri und Münzen sind mit Sicherheit zu datieren. Die N. S. ist eine Konsonantenschrift und geht auf eine aramäische Urform zurück, entwickelte sich über das Mittelaramäische mit starker Neigung zu Ligaturen und diversen Finalformen in einer Übergangsstufe der sinaitischen Schrift zur arab. Schrift. Nabatäische Schrift. H. Buske Bibliography Euting, J…

Tachygraphie

(394 words)

Author(s): H. Buske
von griech. tachygraphia, ist die im Sprachgebrauch der Althistoriker, Paläographen, Epigraphiker und Papyrologen üblich gewordene Bez. für die Schnellschrift der Antike und des MA, während man Stenographie für die Schnellschrift der Neuzeit verwendet. In ihrer Wortbedeutung und ihrem Inhalt nach sind die Bez. T., Stenographie und Kurzschrift identisch. Der noch vor 100 Jahren für alle Formen einer verkürzten Normalschrift benutzte Begriff «Brachygraphie» ist eher dem Bereich Abkürzungen zuzuord…

Sabellische Schrift

(160 words)

Author(s): H. Buske
Sie wird der Gruppe der adriatischen Schriften zugerechnet und ist nach dem Gott Sabus des Volksstammes der Sabeller oder Sabiner benannt. Die Grabinschriften aus der Zeit um 500 v. Chr. wurden vorwiegend in Picenum gefunden. Ihr unregelmäßiges Bustrophedon mit wechselnder Buchstabenstellung macht eine Zuordnung schwierig, zumal a, l, m, p und u häufig gestürzt vorkommen und die Formen der einzelnen Buchstaben stark variieren. Eine inkonsequente Punktierung hinter den Buchstaben zeigt eine gewisse Verwandtschaft mit den Veneterinschriften. Inwie…

Restbuchhandelsordnung

(262 words)

Author(s): H. Buske
vom 16.5.1897. Sie regelte den geschäftlichen Verkehr der dt. Buchhändler untereinander über den Ein– und Verkauf von Büchern, Bilderwerken, Musikalien und Karten, deren Ladenpreis vom Verleger dauernd oder zeitweise aufgehoben war (Restbuchhandel). Gültigkeit hatte die R. auch für Nichtmitglieder des Börsenvereins, sofern diese sie durch eine schriftliche Erklärung anerkannt hatten. Vorangegangen waren jahrzehntelange Auseinandersetzungen über Preisschleuderei von Kaufhäusern und Firmen des Mod…

Vahlen, Franz

(366 words)

Author(s): H. Buske
(* 12. 12. 1833 in Bonn, 18. 5. 1898 in Honnef am Rhein), erlernte den Buchhandel bei Eduard Weber ( Marcus, A. und E. Weber) in Bonn und blieb dort nach beendigter vierjähriger Lehrzeit als erster Gehilfe bis 1859. Nach Wanderjahren übernahm er 1862 die Geschäftsführung der bedeutenden Immanuel Guttentag Verlagsbuchhandlung und wurde am 1. 1. 1865 Mitbesitzer bis November 1869. V. gründete am 1. 1. 1870 unter eigenem Namen einen Verlag durch Übernahme der von J. A. Gruchot hrsg. «Beiträge zur E…

Vorderschnitt

(96 words)

Author(s): H. Buske
heißt der seitliche Schnitt des Buch-blocks, vereinzelt auch als Längs- oder Seitenschnitt geläufig. Ist der V. nach innen gerundet, bezeichnet man ihn als Hohlschnitt. Bis ins 16. Jh. bewahrte man Bücher wegen des großen Formates liegend auf und schrieb den Titel auf den Vorderschnitt, der danach Schnittitel genannt wurde. Ist der V. in irgendeiner Weise verziert, was bereits bei Hss. des 13. Jh.s der Fall war, spricht man von Schnittverzierung. H. Buske Bibliography Brade, L.: Das ill. Buchbinderbuch. Leipzig 1860 (ND 1990), S. 55–71 Helwig, H.: Einführung in die Einbandkunde.…

Lattmann, F. A.

(210 words)

Author(s): H. Buske
Druckerei, Verlag, Buchbinderei und Spielkartenfabrik in Goslar, gegr. 1604 vom ersten Buchdrucker der Stadt, Johann Voigt (Vogd, Vogt). Sie druckte hervorragende Folio-Bibeln, u. a. bis 1614 ftir die berühmten Bibelverleger Stern in Lüneburg. Nach Voigts Tode 1625 vererbte sich die Firma nicht in direkter Linie weiter, sondern ging durch Heiraten und Käufe im Laufe der Zeit an Mitglieder der Familien Duncker, Kir-cher, Brückner und Jäger über, 1888 geändert in «J. Jäger & Sohn», 1898 von Herman…

Weinheimer Buchhändler-Verein

(422 words)

Author(s): H. Buske
Beginn und Auflö-sung des W. in der ersten Hälfte des 19. Jh.s sind geprägt von den Auseinandersetzungen zwischen den konkurrierenden Kommissionsplätzen Frankfurt/M. und Stuttgart. Um ihre Vormachtstellung zu festigen, Preisunterbietungen und Schleuderei zu bekämpfen, schlossen sich 17 Frankfurter Buchhändler 1838 zu einer «Corporation» zusammen, die jedoch vom Senat verboten wurde. Dennoch forderte sie mit Rundschreiben vom 26. 2. 1839 Buchhändler und Verleger aus dem Rhein-Main Gebiet auf, an …

Verlagswert

(215 words)

Author(s): H. Buske
ist die Summe aller immateriellen Vermögenswerte eines Verlages, wie Firmenname, Ruf, Stand-ort, Organisation, intern. Verbindungen, Leitung, Auto-ren- und Mitarbeiterstamm, Lizenzen, Urheber- und Verlagsrechte, die wesentlich zur Bildung des Gesamtunternehmenswertes beitragen. Der V. ist nach bisher geübter Rechtsprechung ein vom Firmenwert oder Gesamtverlagswert abzugrenzendes Wirtschaftsgut, das bei entgeltlichem Erwerb vom Geschäfts- oder Firmenwert gesondert zu aktivieren ist, aber wie dies…

Roth-Scholtz, Fried(e)rich

(470 words)

Author(s): H. Buske
*17.9.1687 in Herrnstadt, Niederschlesien, 15. 1. 1736 in Nürnberg, Buchhändler, Verleger und Schriftsteller in Nürnberg und Altdorf. Geboren als F. Roth, legte er sich später nach seinem Großvater, dem damals berühmten Theologen Friedrich Scholtz, den Doppelnamen zu (Schreibweise in der Lit. auch Rothscholtz und Rothscholz). Nach Schulbesuchen in Herrnstadt, Steinau (Oder), Stroppen und Breslau zerschlugen sich seine Studienpläne. 1699 — 1704 erlernte er den Buchhandel bei E. Günther in Breslau…

Schriftzeichen

(320 words)

Author(s): H. Buske
1. In der Schriftgesch selbständiges Zeichen mit Lautwert in einem ausgebildeten Schrift-system. Jedes S. kann, je nach Form, dem Typ einer Alphabetschrift, phonetischen Schrift, der Piktographie oder a Pasigraphie zugeordnet werden. Das Problem der Verbindung von S. mit Sprachelementen ist in allen Kulturen unterschiedlich betrachtet und gelöst worden. Definitionen einzelner Termini aus dem Gesamtgebiet Schrift weichen oft stark voneinander ab, je nachdem, ob ein Linguist, Archäologe, Paläograph oder Sprachphilosoph sie vornimmt. Bibliography Sethe, K.: Vom Bilde zu…

Lexikonverlag

(626 words)

Author(s): H. Buske
Spezialverlag für Konversations- und Fachlexika aller Gebiete und Größenordnungen, meist verbunden mit Nachschlagewerken der verschiedensten Gebiete und / oder anderer allgemeinbildender Lit., wobei Erfahrungen und Unterlagen des L.es eingebracht werden. Oft bringen größere wiss., schöngeistige und Sach 517 buch–Verlage Lexika heraus, ohne daß sie als L.e anzusehen sind. Schrieben Brockhaus, Meyer und Pierer zu Beginn der Lexikonära noch große Teile ihrer Lexika selbst, bedarf es heute einer stä…

Reklamemarken

(357 words)

Author(s): H. Buske
sind einseitig, einzeln oder in Bogen gedruckte, briefmarkengroße, an den Rändern perforierte oder geschnittene Kleingraphiken mit teilweise rückseitiger Gummierung oder Werbebeschriftung. Sie entstanden Ende des 19. Jh.S und wurden bis Ende des 20. Jh.s mit Schwerpunkt 1890 — 1915 benutzt von Buchund Zeitschriftenverlagen sowie Buchhandlungen, Verbänden und Vereinen zur Werbung für Gesamtprogramm, Spezialgebiete, Slg., Einzelwerke, Messen und 261 Ausstellungen. In der Blütezeit 1912 / 1913 fand…

Deutsche Schrift

(79 words)

Author(s): H. Buske
Die Zeitschrift des Bundes für deutsche Schrift. Erscheint seit 1924, mit Unterbrechung von 1941 bis 1950, als Zs. des 1918 gegründeten Bundes für deutsche Schrift, der gegen die Verdrängung der Fraktur durch die Antiqua kämpft; Sitz heute in Hannover. Ab Heft 58/1978 mit dem Untertitel: Blätter zur Förderung des Schriftwesens, wechselnde Untertitel ab Heft 67/1982: Zeitschrift zur Förderung von Gotisch, Schwabacher (und) Fraktur, ab Heft 78, 8off./1986: Vierteljahresschrift zur Förderung von Gotisch, Schwabacher, Fraktur. H. Buske

Kekinowin

(115 words)

Author(s): H. Buske
oder kekeenowin. Bis Mitte des vorigen Jh.s in Nordamerika gebräuchlicher Ausdruck aus der Sprache der Ojibwa–Indianer für eine nur den Priestern und Schamanen bekannte Ideen– oder Inhaltsschrift zum Vortragen von Zauberformeln und magischen Gesängen. Kekiwin oder kekeewin war die Bezeichnung für die allgemein verständliche Bilderschrift. Über das Alter der als Felszeichnungen und Rindenschnitte vorliegenden Zeichen herrschen unterschiedHche Meinungen, die Datierungen gehen von 1620 bis 1790. Ewe-Schrift H. Buske Bibliography Schoolcraft, H. R.: Historical and stat…

Vorsteher

(340 words)

Author(s): H. Buske
Bezeichnung für eine Person, die aufgrund ihrer Integrität, wirtschaftlichen Unabhängigkeit und ihres fachlichen Wissens das Vertrauen einer bestimmten Fachgruppe von Menschen besitzt. In der Frühzeit buchhändlerischer Vereinsbildung, deren Vorläufer in den jährlichen Meßabrechnungen der Buchhändler mit den Kommissionären und Verlegern zu suchen sind, versuchte Karl Christian Horvath aus Potsdam (1752–1837) durch Anmietung geeigneter Räume (wegen der Abrechnungen «Börse» gen.) seit 1797 in Leipz…

Universalsprachenschrift

(234 words)

Author(s): H. Buske
Bezeichnung für eine Schrift, die auf alle Universalsprachen angewendet werden kann unabhängig davon, ob Lautschrift oder Pasigraphie. Der größte Teil aller Universalsprachen basiert auf dem lat. Alphabet. Dem Lat. fremde Laute wurden i. d. R. diakritische Zeichen unter- oder übergesetzt nach dem Grundsatz, daß jeder Laut durch ein einheitliches Zeichen ausgedrückt wird. U. sind auch unter Zuhilfenahme von Noten und / oder Zahlen entstanden: So entwarf J.-F. Soudre in Sorèze / Frankreich 1817 an…

Rebus

(353 words)

Author(s): H. Buske | G. Pflug
1. Der / das R. (lat. mit den Dingen) ist eine Form des Bilderrätsels, das einen Text, der aus ganzen Wörtern oder nur aus Wortteilen bestehen kann, durch Bilder, Bilderfolgen oder Bildelemente ersetzt. Ist die Hauptform des R. das Bild, gibt es zahlreiche Sonderformen als Buchstabenr., Notenr. oder Zahlenrebus. Mischformen +werden gewöhnlich Bilderrätsel genannt. R.elemente lassen sich in Münzen, Wappen oder Siegeln bis in die Antike und die Zeit der ägyptischen Hochkulturzurückverfolgen. Sprach man…
▲   Back to top   ▲