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Buchausträgerdienst

(385 words)

Author(s): H. Buske
in der DDR und den (sozialistischem Ländern gebräuchliche Bezeichnung für sozialen Büchereidienst, alte und behinderte Menschen, die ans Zimmer gefesselt sind, über Literatur zu informieren und mit Lesestoff zu versorgen, wobei neben den sozialen Aspekten politische und propagandistische Aufgaben wahrgenommen werden. In der «Weisung zur Verbesserung der Literaturpropaganda der allgemeinen öffentlichen Bibliotheken» vom 15. 8. 1955 wird im Punkt 2: «Ausleihe» angewiesen, daß durch die Einführung …

Aushangpflichtige Gesetze

(151 words)

Author(s): H. Buske
sind alle wichtigen Gesetzes- und Verordnungstexte des gesamten Arbeitsschutzrechtes, auf den Buchhandel bezogen, insbesonders die Arbeitszeitordnung (AZO) mit Ausführungsverordnung (AVAZO), das Gesetz über den Ladenschluß (LadschlG), die Gewerbeordnung (GewO), das Gesetz zum Schutze der arbeitenden Jugend (JArbSchG), das Gesetz zum Schutze der erwerbstätigen Mutter (MuSchG), die Reichsversicherungsordnung (RVO), das Schwerbehindertengesetz (SchbG), die Arbeitsstättenordnung sowie für Ladengesch…

Vorabdruck

(132 words)

Author(s): H. Buske
vollständiger oder auszugsweiser Abdruck einer Publikation, meist Roman oder Sachbuch, in einer Ztg. oder Zs. vor deren Erscheinen als Buch oder Taschenbuch. Als V. wird gelegentlich ein Textauszug in einer Anzeige, als Muster in einer Vertretermappe oder als Booklet bezeichnet. Durch den V. gilt das Schriftwerk im urheberrechtlichen Sinne als noch nicht erschienen. Verlage werben in Anzeigen häufig mit dem Hinweis «V. im Spiegel» oder «V. im Stern» oder «Mehrtägiger V. in der ...» Preprints von…

Festschrift

(261 words)

Author(s): H. Buske
Sammelband mit Beiträgen zu einem bestimmten Thema. Besonders für die Wissenschafts-gesch. von hohem Quellenwert. In Deutschland geläufig seit der 2. Hälfte des 19. Jh.s. Untersteht verlagsrechtlich den Bestimmungen über das Sammelwerk. Es gibt zwei Gruppen: 1. Gelegenheitsschrift anläßlich eines Jubiläums z. B. von Firmen, Vereinen, Städten, Univ., Gelehrten Ges. F.en erscheinen oft als Privatdrucke außerhalb des Buchhandels und sind deshalb schwer zu ermitteln und zu beschaffen. 2. Wiss. Sammelwerk für eine bedeutende Persönlichkeit meist anläßlich eines run…

Buchgewerbe

(169 words)

Author(s): H. Buske
In den ersten Jh.en nach Gutenberg übergreifende Bezeichnung für alle mit der technischen und künstlerischen Herstellung und dem Vertrieb von Druck–Erzeugnissen in Beziehung stehenden Berufe. Mit zunehmender Verbesserung der Techniken und steigender Produktion erfolgte nach und nach die Trennung von Gewerbe und Handel, so daß die Bezeichnung B. sich nur noch bezog auf die Herstellung und den Teilvcrtrieb aller Gegenstände, die mit Druck und Papier in Verbindung standen. Als Gemeinschaft der Buch…

Verleger

(638 words)

Author(s): H. Buske
nannte man seit dem 13. Jh. Unternehmer, welche die Finanzierung kleinerer Gewerbetreibender übernahmen und die Fertigprodukte für sie verkauften. Entwickelten sich in der Frühdruckzeit die Druckerverleger zu reinen Verlegern, taucht der Name «Verläger» zuerst in einem Ratsprotokoll in Frankfurt a. Main von 1569 und der «gebesserten» kaiserlichen Reichspolizei-Ordnung von 1577 als bes. buchhändlerische Erscheinung auf. Mit der Industriealisierung erhielt der finanzielle Aspekt immer größere Bede…

Mormonen-Alphabet

(157 words)

Author(s): H. Buske
Der in keiner Schriftgesch. belegte Ausdruck bezieht sich auf ein Phantasieprodukt aus griech., hebräischen, lat. und auf den Kopf gestellten Buchstaben, Häkchen, Schnörkeln und Kreuzen. Ähnlichkeiten mit hieroglyphischen, hieratischen oder demotischen Schriftzeichen sind nicht zu erkennen. Das M. geht zurück auf eine Vision des Gründers der Mormonen, Joseph Smith jun. (1805–1844), der 1827 in einer Steinkiste goldene Tafeln mit Gravuren in «reformed Egyptian» Schrift gefunden haben will und dur…

Vorausdruck

(78 words)

Author(s): H. Buske
ist ein provisorischer Sonderdruck oder Probedruck einer Zeitung, eines Buches oder Teilen davon. V. haben nicht die endgültige Form und Ausstattung, sind meistens unkorrigiert und werden in kleiner Aufl. an nur wenige für das Thema und den Verlag wichtige Personen geschickt, um die Resonanz zu erkunden, oder der V. erfolgt seitens der Druckerei nur für Verf. und Verlag, um noch Korrekturen anbringen zu können. In einem solchen Fall wäre der V. eine letzte Korrekturfassung. H. Buske

Galik-Alphabet

(224 words)

Author(s): H. Buske
auch Ali-Gali-Alphabet gen., ist ein um mehrere tibetische Schriftzeichen erweitertes uigu-risch-mongolisches Alphabet, das die korrekte Wiedergabe von sanskritisch/indischen und tibetischen Wörtern in den mongolischen Ubers, der buddhistischen Schriften erlaubt. Es wurde 1587 von dem mongolischen buddhistischen Mönch und Übersetzer Ayusi-gusi (Ayüsi güsi) geschaffen und geht zurück auf die Arbeit des Ccos-kyi 3od-zer zu Beginn des 14. Jh.s. Der Begriff ali-gali kommt vom Tibetischen ā-li kā-li …

Bouquiniste français, Le

(121 words)

Author(s): H. Buske
Organe hebdomadaire de la librairie ancienne et moderne, erschien im Januar 1920 zunächst halbmonatlich, ab 1921 wöchentlich, ab 1945 wechselnd monatlich, zwei- und dreimonatlich mit einem Umfang von je 28 – 32 Seiten mit anfangs nur Bücherangeboten und -gesuchen, später mit Beiträgen über Bibliophilie und Buchwesen, einer Rubrik «Briefkasten» über Probleme von Sammlern und Händlern, Listen der eingesandten Kataloge, redaktionellen Anzeigen, Berichten über Kongresse, neue Gesetze sowie Steuer- u…

Vormerken

(114 words)

Author(s): H. Buske
Vom Sortiment beim Verlag, der Verlagsauslieferung oder dem Barsortiment bestellte, aber noch nicht erschienene oder vorübergehend nicht lieferbare Titel werden auf Wunsch generell oder individuell vorgemerkt. Das gilt auch für Bestellungen von Privatkunden bei einer Buchhandlung. Eine wesentliche Arbeitshilfe ist ein seit Beginn der 1990er Jahre vom Rationalisierungsausschuß des Börsenvereins entwickeltes einheitliches Meldenummernsystem mit Angabe des Grundes der Nichtlieferung und dem Vermerk…

Schnelldreher

(111 words)

Author(s): H. Buske
aus der Wirtschafts- und Werbesprache übernommene Bezeichnung für Einzeltitel oder Warengruppen, die sich schnell umschlagen. Dazu gehören neben den meist kurzlebigen Bestsellern auch Schulbücher, Semestertitel, Videos oder neue PC-Software. S. entstehen im Buchhandel durch beliebte Fernsehserien, aktuelle Ereignisse in Gesellschaft, Politik und bes. im Sport. Ihr Verkauf wird i.d.R. durch massive Verlagswerbung und Sonderkonditionen unterstützt, so daß größere Sortimente oft 100 oder mehr Ex. d…

Verlagsgruppe Fleißner

(380 words)

Author(s): H. Buske
Benannt nach dem Gründer des Verbundes zahlreicher Publikumsverlage, dem Rechtsanwalt Dr. Herbert Fleißner (* 2. 6. 1928 in Eger/ Sudetenland). Nach kleinen Anfängen mit dem Bogen-Verlag, Stuttgart (gegr. 29. 12. 1955) und dem Klinger Verlag, Starnberg (gegr. 21. 10. 1958), seit 1960 Klinger Verlag Verlags- und Werbeges. Dr. Fleißner & Co. KG, Sitz beider Verlage München mit Büchern weniger bekannter Autoren und Vertriebenen-Zss. konnte er 1961 den Amalthea Verlag, Wien (gegr. 1917 in Zollikon/ …

Verkehr über Leipzig

(479 words)

Author(s): H. Buske
wurde bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 der zentrale buchhändlerische Bestell-, Lieferungs- und Zahlungsverkehr genannt, der über den Leipziger Platz lief. Schon in den letzten Jahrzehnten des 15. Jh.s war die Leipziger Messe fester Bestandteil des buchhändlerischen Geschäftsverkehrs, der mit dem späteren Übergang vom Tausch- zum Konditionshandel sich wandelte zu Kommissions- und Zahlungsstätten. Es ent-stand der Brauch, nicht verkaufte Ware auf den Meßplätzen übers Jahr zu lagern, um Kos…

Trema

(156 words)

Author(s): H. Buske
griech. = Loch, Öffnung, lat. puncta diaereseos = Trennungspunkte, in der Sprachwissenschaft diakritisches Zeichen (Lautzeichen) in Form zweier Punkte über dem ersten oder zweiten Vokal einer Vokalfolge, die getrennt gesprochen werden soll, z. B. franz. Noël oder die Inselgruppe Alëuten. Eine solche Aussprache wird Diarese genannt. Darüber hinaus dient das T. in vielen Schriften der Erweiterung des Grapheminventars, indem man i. d. R. über den Vokalen ein T. setzt. Im Dt. z. B. a, o und u, aus denen durch Ergänzung um das T. die Umlaute ä, ö und ü werden. H. Buske Bibliography Heepe, M.: …

Zunner, Johann David d. Ä.

(348 words)

Author(s): H. Buske †
wurde am 15. 11. 1610 in Nürnberg als Sohn des Rektors der St. Sebold-Schule, Magister Johann Zunner und der Ehefrau Dorothea, geb. Löhner, geboren. Nach dem frühen Tod seines Vaters wurde er von dessen Nachfolger als Rektor der oben genannten Schule, Johann Vogel, zus. mit seinen sechs Geschwistern erzogen. J. Vogel hatte Johann David Z.s Mutter geheiratet und unterrichtete ihn in der lat. und griech. Sprache. 1624 gab er Z. zum Nürnberger Buchhändler Michael Külßner in eine siebenjährige Lehre…

Empfohlene Bestellungen

(113 words)

Author(s): H. Buske
waren die vom Sortiment an Verlage oder ihre Auslieferungen gerichteten eiligen Bestellungen, die den Kommissionären der großen Kommissionsplätze zum Einholen «empfohlen» wurden, im Bestellbuch mit drei Kreuzen als E.B. bezeichnet. Im Gegensatz zu den allgemeinen gelblichen Bestellzetteln waren E. B. auf rosa Papier und durch Aufdruck eines vollflächigen, schwarzen, gleichseitigen Dreiecks besonders gekennzeichnet. E. B. wurden von den anderen Bestellungen getrennt und bevorzugt erledigt, meist …

Fleischer, Georg F(riedrich)

(188 words)

Author(s): H. Buske
* 6. 4· 1794, t 22. 9· 1863 in Leipzig. Er war der Sohn des Buchhändlers Johann Benjamin Georg F., erlernte bei seinem Vater den Buchhandel und übernahm 1819 das 1788 von seinem Vater in Leipzig gegründete Geschäft und setzte es unter der Firma «Friedrich F.» fort. Als Verleger trat er bes. hervor mit Titelkupfern (in Lfg.) zu den Werken Goethes (Ausg. letzter Hand), um deren Verlag er sich vergebens bemüht hatte. F. erwarb sich große Verdienste um die damals entstehenden buchhändlerischen Organ…

Blind disponieren

(77 words)

Author(s): H. Buske
Unsitte vorwiegend des wiss. Sortimentsbuchhandels, bedingt bezogene, bereits verkaufte Bücher bei der nächsten Kommissionsabrechnung als Disponenden anzugeben, um sich dadurch für einen weiteren Zeitraum zusätzlichen Kredit zu verschaffen. Der den Verlagen bekannte Mißbrauch wird z. T. dadurch unterbunden, daß diese zum Abrechnungstermin einige Titel blockieren oder streichen und den Sortimenter damit zur Zahlung zwingen. H. Buske Bibliography Paschke, M. / Rath, R.: Lehrbuch d. dt. Buchhandels. 4. Aufl. Leipzig 1918, S. 176 u. spätere Aufl.

Vertreterkonferenz

(129 words)

Author(s): H. Buske
heißt die Zusammenkunft aller Vertreter des Verlages mit den Lektoren, Herstellern, Marketing- und Vertriebsfachleuten im Verlag, um vor der Vertreterreise über die Neuerscheinungen der Frühjahrs- oder Herbstproduktion Informationen mitzuteilen und auszutauschen. Verlagsprogramm und Auslieferungstermine stehen weitgehend fest. Die Vertreter erhalten Präsentationsmappen mit Texten, Andrucken von Schutzumschlägen, Lageraufnahmeformulare sowie statistische Unterlagen über Bezugsmengen und Bonität d…

Ugarit

(200 words)

Author(s): H. Buske
altorientalische Hafenstadt (heute a Ras Schamra) an der syrischen Mittelmeerküste nördlich von Lakatia. Die seit 1929 vorwiegend von franz. Archäologen durchgeführten Ausgrabungen erschlossen Siedlungsschichten von der Jungsteinzeit, ca. 7. Jahrtausend v. Chr. bis etwa 1200 v. Christus. Entdeckt wurden mehrere Archive mit Keilschrifttexten auf Tontafeln in babylonischer, hurritischer und ugaritischer Sprache, vorwiegend Rechts- und Verwaltungsurkunden. An lit. Texten wurden neben kleineren Dich…

Spithöver, Joseph

(304 words)

Author(s): H. Buske
* 11. 10. 1813 in Sendenhorst bei Münster, † 12. 1. 1892 in Rom, westfälischer Buchbinder und Vergolder. S. erhielt 1845 als erster Deutscher die päpstliche Konzession zum Betrieb einer dt. Buchhand-lung in Rom. Sie war beliebter Treffpunkt der in Rom lebenden Deutschen und dt. Romreisenden. 1846 gliederte S. einen Verlag an, vorwiegend mit Titeln zur Theologie, christlicher Archäologie und Kat. für den gebildeten Italienreisenden. In den unruhigen Jahren um 1848 begann S. mit dem Handel von Wer…

Neutrale Bestelanstalt

(316 words)

Author(s): H. Buske
in Deutschland Bezeichnung für den der BAG (Buchhändler–Abrechnungs–Ges.) zugehörigen buchhandelseigenen Informationsverbund Buchhandel (IBU), der Bestellungen des Buchhandels online, bei elektronisch nicht erreichbaren Verlagen über Fax, vereinzelt noch per Briefpost, abwickelt. Im Gegensatz dazu stehen die privaten Bestellanstalten der Barsortimente und Verlagsauslieferungen. Der urspr. Plan, entstanden in den Diskussionen zwischen 1969 und 1971 um die Rationalisierung des buchhändlerischen Be…

Schriftfamilie

(213 words)

Author(s): H. Buske
vereinzelt auch Schriftenfamilie. S. bezeichnet alle von einer Druckschrift gleichen Namens mit gleichen Formelementen hergestellten Garnituren. Die vier gebräuchlichsten mit Normal, Kursiv, Halbfett und Kapitälchen bilden eine kleine Schriftfamilie. Große S.en, die bes. in der Werbung eingesetzt werden, bestehen z. T. aus über 20 verschiedenen Garnituren wie die Akzidenz-Grotesk, Akzidenz-Grotesk Buch, Benguiat, Century, Cheltenham, Futura, Helvetica oder Univers, die Garamond sogar aus 35. Ihr…

Weidmann, Moritz Georg d. J.

(299 words)

Author(s): H. Buske
Johann Ludwig Gleditsch (1663–1741) heiratete am 19. 1. 1694 die Witwe Weidmann und erzog seinen Stiefsohn Moritz Georg W. d. J. zu seinem Nachfolger. Er ließ ihn in den berühmtesten Druckereien und Verlagen in Belgien, England, Italien, Augsburg, München und Innsbruck ausbilden. Der Verlag wuchs unter Gleditsch zu einem der führenden in Leipzig heran. Zwischen 1694 und 1717 wurden 826 Neuerscheinungen von theologischen Werken und griech. / lat. Klassikern hergestellt. W. wurde 1713 Teilhaber de…

Verlegersammlung

(115 words)

Author(s): H. Buske
Im Gegensatz zu den zahlreichen Reihenwerken mit der Bezeichnung Sammlung, die einen Querschnitt durch verlegerisches Schaffen zeigen und mit dem Namen des Verlags / Verlegers verbunden sind wie z. B. Slg. Göschen, Slg. Luchterhand, Slg. Metzler, Slg. Insel wird unter V. die ganz persönliche Samm-lung als Teil der Bibl. oder Arbeitsbibl. des Verlegers und gleichzeitigen Sammlers verstanden. Einige V. wurden als Kat. gedr. und sind unverzichtbare bibliographische Hilfen. Bekannte Beispiele sind d…

Erscheinungsform

(69 words)

Author(s): H. Buske
ist die äußere Form eines Druckwerkes unabhängig von seiner Erscheinungsweise. Ihre Vielfalt zeigt sich in jeder Bibl., ihr sind keine Grenzen gesetzt. So können ein Lieferungswerk in gehefteten Bogen oder in Loseblattform, ein Sammelwerk in Zeitschriftenform oder Einzelbänden, ein Buch geheftet oder gebunden, im Handsatz, in einer limitierten Aufl., numerierten oder signierten Ausg., in einer einfachen und einer Vorzugsausg., einer normalen und einer Luxusausg. erscheinen H. Buske

Flop

(90 words)

Author(s): H. Buske
Lehnwort aus dem Englischen, flop = Plumps, Niete, Mißerfolg. 1. Im Werbejargon Bezeichnung für eine mißlungene Werbekampagne, vergebliche Innovation, gescheiterte Neueinführung eines Produktes. Das Verhältnis erfolgloser Neueinfuhrungen zur Gesamtzahl der neu angebotenen Produkte bezeichnet man als Floprate. 2. Im Buchhandel ist die erfolglose Bemühung, trotz intensiver Werbung einen Titel zu verkaufen, ein F. «Entweder das Buch wird ein Erfolg oder ein F.». Erst in den letzten beiden Jahrzehnten verstärkt in die buchhändlerische Werbesprache eingedrungen. H. Buske Bib…

Piktogramm

(399 words)

Author(s): H. Buske
1.Bildzeichen, Zeichensymbol innerhalb der klassischen Schriftgeschichte. P. und Piktographie werden häufig synonym benutzt. Die Bezeichnung taucht in den großen Schriftgeschichten von Heinrich Wuttke (1877), Karl Faulmann (1880), David Diringer (1948), Ignaz Jay Gelb (1958), Johannes Friedrich (1966), Hans Jensen (1969), Harald Haarmann (1990) nicht auf, man spricht von Bildzeichen, Logogrammen, Wortzeichen oder piktographischer Schrift. Lediglich Marcel Cohen (1958) unterscheidet zwischen «pic…

Schreibmaschinenschrift

(396 words)

Author(s): H. Buske
1. In der Büromaschinenbranche Maschinenschrift oder einfach Schrift. Die grobe Einteilung erfolgt mit allg. verständlichen Bezeichnungen wie Perl-, Normal-, schmale oder weite Normal-, Schräg-, Plakat-, Block-, Zier- oder Frakturschrift. S.en bestehen aus Einzelbuchstaben oder Schrifttypen aus Metall, Gummi oder Kunststoff. Als Vorbild dienten Druckschriften vom Egyptienne-Charakter, die den technischen Besonderheiten der Schreibmaschine angepaßt wurden, weil alle Typen gleiche Breite erfordert…

Tinneschrift

(161 words)

Author(s): H. Buske
Schrift der Tinne-Indianer, auch Tinné oder Tinneh. Heute mehr als Slave oder Slavey geläufig nach ihren Wohngebieten im Nordwesten Kanadas an den Ufern des Great Slave Lake und des Mackenzie-Flusses. Slave gehört zu den athapaskischen Sprachen, eng verwandt mit den Sprachen der Chippewyan und Yellowknife. Die T. ist eine Silbenschrift. Sie wurde aus der Cree-Schrift entwickelt und den Besonderheiten der T.sprache angepaßt. So besteht sie aus 17 geometrischen (Dreieck, Winkel, Kurven) Stammzeich…

Ausbildungsordnung

(76 words)

Author(s): H. Buske
Voraussetzung für die Anerkennung von Ausbildungsberufen im Buchhandel ist die Ausbildungsordnung. Sie ist Bestandteil des deutschen Berufsbildungsgesetzes (§ 25) und legt dieBez. des Ausbildungsberufes fest, die Ausbildungsdauer sowie die Fertigkeiten und Kenntnisse, die Gegenstand der Berufsausbildung sind, gibt Anleitungen zur sachlichen und zeitlichen Gliederung der Fertigkeiten und Kenntnisse (Ausbildungsrahmenplan) und legt die Prüfungsanforderungen fest. H. Buske Bibliography Handbuch für die Ausbildungspraxis. Hrsg. Handelskammer Hamburg 1978ff. Arbei…

Leske, Carl Wilhelm

(203 words)

Author(s): H. Buske
*30.3.1784 in Leipzig, 13. 11. 1837 in Darmstadt, Verleger und Buchhändler in Darmstadt, mit 14 Jahren Lehrling in der neu gegr. Buchhandlung von Georg Friedrich Heyer in Gießen. Bereits nach drei Jahren war L. Geschäftsführer der Filiale der «Heyerischen Neuen Buchhandlung» in Darmstadt, 1806 Teilhaber; seit 1811 Firmierung «Heyer & Leske». 1821 kam es zu einer freundschaftlichen Trennung in «Hofbuchhandlung C. W. Leske» und «J. W. Heyer & Sohn». L. war ungemein rührig, verlegte die «Baudenkmäl…

Arbeitsnormen (-ablauf)

(206 words)

Author(s): H. Buske
Unter A. versteht man menschliche Arbeitsleistungen, die in bestimmten Zeiteinheiten zu erbringen sind. Ihre Festlegung ist Voraussetzung für alle Arbeitsabläufe und bildet die Grundlage für wirtschaftliche und menschengerechte Arbeitsgestaltung. Die Kenntnis der Arbeitsabläufe in einem Betrieb beruht auf der Arbeitsanalyse. Daraus ergibt sich die Arbeitsorganisation mit der Arbeitskontrolle und schließlich die Auswertung von Kontrollinformationen als wesentliche Bestandteile für die Disposition…

Tiflis (Tbilissi)

(164 words)

Author(s): H. Buske
T. als Hauptstadt Georgiens mit ca. 1,4 Mio. Einwohnern eines Landes mit nur etwa 6 Mio. Gesamtbevölkerung verfügt über ein ausgezeichnet ausgebautes Bibliothekssystem und reiche Bücherbestände. Allein die 1918 gegr. Univ. besitzt neben der UB mit ca. 3 Mio. Bdn. über ein Dutzend Institutsbibl. mit zusammen 2,4 Mio. Einheiten, davon das Polytechnische Institut mit über 1,14 Mio. Bänden. Die 1846 gegr. Georgi-sche NB hat einen Bestand von über 6 Mio. Einheiten, die Bibl. der Akad. der Wiss. 3,2 M…

Trennungszeichen

(427 words)

Author(s): H. Buske
bzw. Verbindungszeichen sind Inter-punktionszeichen, Striche, Klammern u.a., die Sätze, Satzteile, Einschübe, Wörter, Kapitel, Titel, Zahlen und Zif-fern voneinander trennen oder miteinander verbinden. Eine Silbentrennung am Zeilenende erfolgt z. B. im Anti-quasatz durch Bindestrich (-), im Fraktursatz durch doppelte Bindestriche (=) oder Schrägstriche (//). In der Setzersprache heißt T. «Divis» (lat. divisum = das Getrennte). Es bezeichnet gleichzeitig das Verbinden («Verkuppeln») der sog. «Kup…

Buchhandelsgesellschaft

(174 words)

Author(s): H. Buske
Der im Buchhandel bis dahin übliche Change-(Tausch–) und Kreditverkehr und das Überhandnehmen von Nachdrucken veranlaßte den Verleger Philipp Erasmus Reich, der seit 1762 Teilhaber der Weidmannschen Buchhandlung in Leipzig war, zur Leipziger Ostermesse 1765 eine Schrift Erstes Grundgesetz der neuerrichteten B. in Deutschland vorzulegen und darin zur Gründung einer B. aufzurufen. Ihr oberster Grundsatz sollte sein, Geschäfte nur noch gegen Barzahlung abzuwickeln und den Nachdruck auf ein Mindestm…

Veneterinschriften

(169 words)

Author(s): H. Buske
sind die auf diversen Schriftträgern gefundenen Inschriften im östlichen Oberitalien und der Randgebiete. Bezeugt sind etwa 300 Inschriften aus dem 5.–1. Jh. v. Christus. Fundorte der Inschriften mit zahlreichen lokalen Varianten sind Este, (das alte, schon bei Plinius und Tacitus erwähnte Ateste), das obere Piavetal, Gailtal (Kärnten) und Padua. Die wichtigsten finden sich auf Nekropolen, den bronzenen Votivtafeln von Este, auf Felsblöcken, Grabplatten, Tongefäßen, bes. zahlreich auf Bronzestiften und -nägeln. Die…

Rekordpreise

(580 words)

Author(s): H. Buske
sind außergewöhnliche Verkaufspreise, wie sie vorher noch nie in solcher Höhe erzielt wurden; sie sind immer Ausnahme, nie die Regel. R. sind abhängig von Modeströmungen und der allg. Wirtschaftslage. Oft entstehen R. erst dann, wenn auf Auktionen finanzkräftige Bieter und / oder Kenner das Objekt einander streitig machen. Gleiche Objekte können im Laufe mehrfachen Besitzerwechsels häufig verschiedene R. erreichen. Für erste R. sorgte am 17. 6. 1812 in London die Versteigerung der Bibl, des John…

Weidmann’sche Verlagsbuchhandlung

(494 words)

Author(s): H. Buske
Der Buchhändler und Verleger Philipp Erasmus Reich (1717 bis 1787) wurde von der Witwe Weidmann 1745 zum Geschäftsführer berufen und 1762 als Teilhaber aufgenommen. Der Verlag firmierte danach als M. G. Weidmanns Erben und Reich. Dieser führte den Verlag zu hohem Ansehen, indem er Herder, Heyne, Lavater, Wieland u. a. als Autoren gewann. Nach Reichs Tod 1787 wurde Marie Louise Weidmann (1714–1793) Alleinerbin der nun wieder Weidmann’schen Verlagsbuchhandlung. Nach ihrem Tod ging die Firma an ihr…

Arbeitsgemeinschaft der Erfahrungsaustauschgruppen (ARDEG)

(128 words)

Author(s): H. Buske
ist ein loser Zusammenschluß von Erfagruppen, um die Interessen des Sortimentsbuchhandels, die bisher von den einzelnen Erfagruppen nur unzureichend wahrgenommen werden konnten, gegenüber den Lieferanten in stärkerem Maße zu vertreten und nach Möglichkeit durchzusetzen. Ende 1973 schlossen sich 20 von insgesamt 32 Erfagruppen in der Bundesrepublik Deutschland zur ARDEG zusammen. Die - nicht unumstrittene - jährliche Verleihung des «Schwarzen Schafes des Buchhandels» will nicht nur einen Partner …

Kaufvertrag

(100 words)

Author(s): H. Buske
lt. BGB §§433 ff. in Deutschland gegenseitiger Vertrag, durch den eine Verpflichtung zum Austausch einer Sache oder eines sonstigen Gegenstandes, insbes. des Rechts (Rechtskauf) oder einer Sachgesamtheit gegen Geld (sonst Tausch) begründet wird. K.e zwischen 191 Sortiment und Verlag bzw. Barsortiment sowie zwischen Barsortiment und Verlag werden durch die Allg. Geschäftsbedingungen (AGB) sowie die buchhändlerische Verkaufsordnung geregelt und finden in den buchhändlerischen Handelsbräuchen ihren Niederschlag. H. Buske Bibliography Scherner, K. O.: Kauf. In: Handwö…

International Standard Book Number (ISBN)

(659 words)

Author(s): H. Buske
Die Internationale Standard-Buchnummer ist eine aus vier durch Bindestriche oder Zwischenräume getrennten Teilen bestehende zehnstellige Ziffergruppe, der die Buchstaben staben ISBN vorangestellt sind. Sie kennzeichnet in aller Welt als kurzes und eindeutiges, auch maschinenlesbares Identifikationsmerkmal jedes Buch unverwechselbar. Die ISBN begleitet das Verlagserzeugnis von seiner Herstellung an und ist weltweit ein wesentliches Instrument zeitgerechter Rationalisierung im Buchhandel, in Bibl.…

Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft

(144 words)

Author(s): H. Buske
Am 9. 6. 1921 gründete der Stuttgarter Apotheker und Chemiker Dr. Roland Schmiedel (1888–1967) die W. als naturwiss. Fachbuch- und Zss.verlag, heute unter der Geschäftsfüh-rung von Christian Rotta. Sie veröff. Werke auf den Gebieten Pharmazie, Medizin, Chemie, Physik und Biologie, diverse Zss. wie Arzneimitteltherapie, Chemotherapie-Journal, Dt. Lebensmittel Rundschau, Naturwiss. Rundschau, Universitas u. a. Seit Januar 2006 wird Med-Pharm Scientific Publishers als Imprint der W. geführt. Die W. gehört zus. mit dem Deutschen Apotheker Verlag (gegr. 1861), S. …

Faktur

(196 words)

Author(s): H. Buske
Im allgemeinen und bes. im buchhändlerischen Geschäftsverkehr Bezeichnung für Warenrechnung. Factur, älter Faktura, Factura. Entlehnt aus dem italienischen fattura = Anfertigung. Üblich seit dem 17. Jh. Die F. muß enthalten: Namen und Anschrift des Lieferanten mit Ort und Datum der Ausstellung, genaue Angabe und Wohnort des Adressaten mit Bestelldatum und -Zeichen bzw. -nummer, Bezeichnung des Lieferweges, die Lieferungsform (fest, fest mit RR, ac), Inhaltsangabe wie Anzahl der Bücher mit Verfas…

Zeitschriftenverlag

(712 words)

Author(s): H. Buske
Verlagshaus, das ausschließlich oder überwiegend Zss. publiziert, i. d. R Publikums, Programm-, Fach-, wiss. Zeitschriften. Manche Z. unterhalten eigene technische Einrichtungen wie Druckvorstufen, Druckereien oder Buchbindereien. Andere Zss.verlage, insb. die von politischen Wo-chen- oder Sportzeitschriften, denen wöchentliche Informationen nicht mehr genügen, bringen zwischen den Erscheinungsterminen sog. Newsletter online als Zwischeninformationen, andere gliedern sich TV-Abt. an, um das Prin…

Vorzugspreis im Buchhandel

(153 words)

Author(s): H. Buske
nennt man einen unter dem Normalpreis liegenden Sonderpreis, der unter bestimmten Voraussetzungen eingeräumt wird, soweit nicht seine Gewährung dem dt. Gesetz über die Preisbindung her (Buchpreisbindungsgesetz – BuchPrG) entgegen steht, z. B. «für Institutionen, die bei der Herausgabe einzelner bestimmter Verlagswerke vertraglich in einer für das Zustandekommen des Werkes ausschlaggebenden Weise mitgewirkt haben» oder für Abonnenten einer Zs. beim Bezug eines Buches, das die Redaktion dieser Zs.…

Kakographie

(178 words)

Author(s): H. Buske
(griechisch χαχός = schlecht, γραφή = Schrift), I. falsche Schreibweise im Gegensatz zu Rechtschreibung, Orthographie, falscher Stil, unrichtiger Gebrauch von Wörtern, 2. schlechte, unleserliche Schrift im Gegensatz zu Kalligraphie, 3. Schrift voller Unsinnigkei–ten, 4. Bezeichnung für nicht zu entziffernde Schriften, z. B. bei John Swinton, The Cacography of the Etruscans, in: Philos. Transactions of the Royal Society 51, 838. 1760. Alle Bedeutungen können durchaus gemischt Vorkommen. Zuerst genannt bei Meigret, Paris 1554 als cacographie. Bes. in weste…

Busch, Wilhelm

(1,310 words)

Author(s): H. Buske
*15. 4. 1832 in Wiedensahl als ältestes von sieben Kindern, † 9. 1. 1908 in Mechtshausen am Harz, Zeichner, Dichter und Maler, Karikaturist und Satiriker. Besuchte die Polytechnische Schule in Hannover ab Herbst 1847; seit Sommer 1851 studierte er an der Kunstakademie Düsseldorf, ab Mai 1852 an der Kgl. Akademie der Schönen Künste in Antwerpen, wo ihn die Werke der großen niederl. Meister des 16. und 17. Jh.s tief beeindruckten. Nach schwerer Typhuserkrankung 1853 Rückkehr nach Wiedensahl und Lü…

Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ)

(392 words)

Author(s): H. Buske
ist der Dachverband der drei Fachverbände 1) «Die Publikumszeitschriften» zuständig für Gestaltung und Siche-rung der rechtlichen Sonderstellung von Presse und Presseunternehmen mit dem Arbeitskreis «Pressemarkt Vertrieb»; 2) der «Fachpresse» mit der Kommission Vertrieb der «Dt. Fachpresse» mit (1992) 200 Mitgliedern und 3) der «Konfessionellen Presse», der 43 Verlage angehören und die regelmäßig Seminare und Tagungen zu vertrieb-lichen Fragen durchführt. Der V. vertritt die Interessen seiner Mi…

Buchstabenmystik

(177 words)

Author(s): H. Buske
auch Alphabetmystik, eng verbunden mit der Zahlenmystik, ist der Glaube an die Göttlichkeit oder den göttlichen Ursprung von Zeichen, Buchstaben oder Zahlen, denen eine geheimnisvolle, höhere Wahrheit innewohne, der man mit Hilfe verschiedener mathematischer oder anderer Methoden näherkommen könne. Es sind Versuche, das Verhältnis von Buchstabenschrift und Inhalt zu ergründen. So soll sich z. B. das A mit seinen drei Strichen auf die Dreieinigkeit beziehen, einzelne Vokale entsprechen verschiede…

Vollkostenrechnung

(183 words)

Author(s): H. Buske
ist ein in der verlegerischen Praxis, je nach Verlagsausrichtung und Titel, angewandtes Kostenrechnungssystem, in dem sämtliche im Verlag anfallenden Kosten den Einzelkosten eines bestimmten Titels zugeordnet werden, um damit die Preiskalkulation übersichtlicher zu machen. Das kann entweder von unten nach oben geschehen, indem, ausgehend von den rein technischen Kosten der Herstellung (Einstandspreis), die übrigen auf diese aufgeschlagen werden, einschließlich Vertreterprovision, Händlerrabatt u…

Sabäische Schrift

(307 words)

Author(s): H. Buske
auch minäische, mino-sabäische, altsüdarabische oder himjarische Schrift genannt. Sie gehört zu den süd- semitischen Schriften, welche die südarab. Alphabete im Südwesten der arab. Halbinsel und der afrikanischen Küste Äthiopiens umfassen. Die Schrift geht bis ins 12. Jh. v. Chr. zurück (minäisch), die sabäische bis zum 3./ 2. Jh. v. Chr. Sie war in regionalen und zeitlich abgewandelten Formen bis ins 6. Jh. n. Chr. gebräuchlich. Aus zahlreichen Steininschriften bekannt, ist sie wie alle semitis…

Gemeinschaftswerbung

(467 words)

Author(s): H. Buske
oder Kollektivwerbung ist die gemeinsame Werbung mehrerer Unternehmen, auch solcher verschiedener Handelsstufen, für ihre Produkte und Leistungen ohne Nennung einer bestimmten Firma mit dem Ziel, den Markt für die eigenen Erzeugnisse zu erhalten oder zu erweitern. G. ist in der Regel nicht auf direkten Verkauf, sondern auf eine allg. Bedarfswek-kung abgestellt. Sie ist eine Form der Öffentlichkeitsarbeit, der Public Relations, und im deutschsprachigen Buchhandel von großer Bedeutung. Herausgeste…

Vereinigung Selbständiger Verlagsvertreter (VSV)

(215 words)

Author(s): H. Buske
gegr. am 27. 9. 1952 während der Buchmesse in Frankfurt a. M. Einer Integration in den Börsenverein stand die damalige Satzung entgegen. Damit blieb es bei einer losen Vereinigung ohne Satzung und ohne Eintrag in das Vereinsregister. Alljährlich fanden am Vorabend der Buchmesse Zusammenkünfte statt, in denen Probleme der a Verlagsvertreter beraten, praktische Hilfen für in Not geratene Kollegen eingeleitet und über Grundsatzurteile in Auseinandersetzungen mit Verlagen diskutiert wurden. Mit der …

Term Catalogues

(255 words)

Author(s): H. Buske
übliche engl. Abk.: T. C. Ab Mitte des 17. Jh.s bemühte man sich in England, eine nationale Allgemeinbibliographie zu schaffen. Schmale Kat. von 1658 und 1664 blieben ohne Resonanz. Die erste engl. periodische Bibliographie, die die Neuerscheinungen des engl. Buchhandels anzeigte, waren die T. C. Sie erschienen gegen Ende der vier Gerichtszeiten (Law Term) im November (Michaelmas Term), Februar (Hilary Term), Mai (Easter Term) und Juni (Trinity Term). Anfangs bestanden sie nur aus einem, zwei, s…

Sequoyah

(110 words)

Author(s): H. Buske
Schreibweise auch Sikwoyi, Sikquoyi, Sikewaya und ähnlich, * 1760 im östlichen Tennessee, † 1843 bei San Fernando, Mexiko, Halbindianer aus dem Stamm der Cherokee (Tscherokesen). Nannte sich auch John oder Charles Gist, Guest oder George Guess. S. lebte in North Georgia (North Carolina, USA) und entwickelte für die Cherokee in einem langjährigen Prozeß eine Schrift (Tscherokesische Schrift), die 1827 auch als Druckschrift geschnitten wurde. Seine Bedeutung für die Region lebt in den nach ihm ben…

Expeditionsarbeiten

(46 words)

Author(s): H. Buske
sind die mit der Auslieferung zusammenhängenden Arbeiten in allen Zweigen des Buchhandels. Das sind die Entnahme der bestellten Ware aus dem Lager (Auslegen), das Zusammenstellen der Sendungen, das Rechnungschreiben (Fakturieren), Pakken, Postfertigmachen und der Versand per Boten, Lieferwagen, Post, Spedition oder Büchersammelverkehr. H. Buske

Wöchentliches Verzeichnis der erschienenen und vorbereiteten Neuigkeiten des deutschen Buchhandels. J. C. Hinrichs. Leipzig 1893–1915

(493 words)

Author(s): H. Buske
Vorbild für alle künftigen durch Autopsie erfolgten Titelaufnahmen von Nationalbibliographien. Das W. hatte zahlreiche Vorläufer und entwickelte sich aus den bibliographischen Verz. «Bibliographie von Deutschland oder Wöchentliches, vollständiges Verzeichnis aller in Deutschland herausgekommenen neuen Bücher und Kunstsachen, mit Angabe der Bogenzahl, des Preises und der Verleger, nebst Subscriptions- und Pränumerations-Anzeigen. Mit Register und Beilagen. Jg. 1–10. Leipzig: Industrie-Comptoir 18…

Venetische Schrift

(232 words)

Author(s): H. Buske
Venetisch ist die indogermanische Sprache der vorrömischen Bevölkerung der Veneter im östlichen Oberitalien und der Randgebiete. Die V. geht zurück auf das sog. Veneter-Alphabet von Este, ca. 5. Jh. v. Christus, das sich auf Bronzeplatten und -stiften aus der Chiusara Baratela bei Este befindet. Es leitet sich ab von der Etruskischen Schrift. Die dort fehlenden Buchstaben b, d, g fehlen auch in der Venetischen Schrift. Das im Etruskischen nicht vorhandene o -Zeichen wurde später dem venetischen Alphabet angehängt. Die Schri…

Universalsprache

(311 words)

Author(s): H. Buske
ist ein Kommunikationsmittel, das von allen Völkern als einzige Sprache anerkannt und an die Stelle von Nationalsprachen treten sollte. U., Weltsprache, intern. Sprache, Welthilfssprache oder Plansprache werden vielfach synonym gebraucht. Ihnen liegt die Annahme zugrunde, daß sich alle Denkinhalte und ihre Strukturen durch eine begrenzte Zahl sprachlicher Zeichen darstellen lassen, wenn diese Zeichen nach bestehenden Regeln miteinander verknüpft werden in der Weise, einfache Ideen durch einfache…

Verlagsvertreter

(313 words)

Author(s): H. Buske
ist nach dem HGB § 84, 1 Satz 1, ein Handelsvertreter, der als selbständiger Gewerbetreibender ständig damit betraut ist, für einen anderen Unternehmer (Verlag oder auch mehrere Verlage) Geschäfte zu vermitteln oder in dessen Namen abzuschließen. Vertreter bei gleicher Tätigkeit (HGB § 84, 2) ohne selbständig zu sein, gelten als Angestellte. In der Regel reisen für einen Verlag je nach Fachgebiet und Größe mehrere Verlagsvertreter, deren Reisegebiete gewöhnlich nach den Nielsen-Gebieten festgele…

Vorbestellung

(180 words)

Author(s): H. Buske
nennt man im Buchhandel und in Bibl. eine Bestellung auf z. Zt. nicht lieferbare / benutzbare Bücher oder andere Gegenstände des Buchhandels. Vorbestellte Titel werden vorgemerkt, sind sie verfügbar, erhalten Buchhandelskunden wie Bibl.benutzer eine Nachricht. In Verlagen wird die Anzahl der V. sorgfältig registriert, um bis zum Imprimatur die Höhe der Aufl. und Bindequote verändern zu können. In der DDR (Deutschland. 13) waren V. Bestellungen, die bis zum Erscheinen eines Titels der LKG vom Buc…

Verlagshandlung Julius Buddeus

(169 words)

Author(s): H. Buske
Am 10. 4. 1839 gründete Julius Buddeus in Düsseldorf einen Verlag und gliederte ihm 1843 eine Sortimentsbuchhandlung an, die er bereits 1848 an Eduard Schulte verkaufte, der sie unter der Firma J. Buddeus’sche Buch- und Kunsthandlung (Ed. Schulte) weiterführte. Nach dem Tod von Julius Buddeus 1873 ging der Verlag auf seine Witwe Pauline, geb. Krönig, über. Diese verkaufte ihn am 1. 12. 1877 an Ludwig Ebner, Besitzer von «Ebner & Seubert» in Stuttgart, der den Verlag dorthin verlegte und ihn 1893…

Jungbuchhandel, Der

(118 words)

Author(s): H. Buske
1. Beilage zum «Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel» Leipziger Ausgabe mit Berichten und Erfahrungen junger Buchhändler über Aus- und Weiterbildung, den Stellenwert von Buch und Buchhandel in einer neuen Gesellschaft, und umfangreichem Rezensionsteil. Zunächst mit den Folgen 1 (September 1951 im Börsenbl. Nr. 35) bis 6 (1955) als Bestandteil des Börsenbl.s mit durchgehender Numerierung. Ab Folge 7 (Juli 1955) bis Folge 12 (1961) als selbständige Beilage. Fortsetzung 1962, Folge 1 bis 1962, Folge 11/12 u. d.T. «Der junge Buchhändler». Danach eingestellt. 2. Der J., Fachz…

Verschränken

(154 words)

Author(s): H. Buske
Unter v. versteht man im allg. Sprachgebrauch meistens: Etwas gegen- oder übereinander versetzt legen. In der älteren Lit. z. B. in Papierfabriken, -handlungen und Druckereien beim «Abzählen» von Papierbogen (... die Bogen zählt, «bis ein Buch [25 Bogen] abgezählt ist»), dann «die Buche [Plural von Buch] verschränkt legt») V. kann auch heißen: Um ein kleines Stück zurücklegen. Ähnlich wurde nach dem Ausdrukken vor Ablieferung an den Buchbinder verfahren. In der Buchbinderei bedeutet v. das Recht…

Sinnrebus

(133 words)

Author(s): H. Buske
In den Bilderschriften Wiedergabe eines Begriffs durch ein symbolisches Zeichen. In der älteren Lit. als Sinnzeichen gebräuchlich, in der neueren unbekannt. Die Weiterentwicklung bezeichnet den Übergang von der Wort-Bildschrift zur Wort-Lautschrift, indem er in Verbindung mit Determinativen die Darstellung abstrakter Begriffe erleichtert. Der heute als Rebus-Lesung, -Methode, -Prinzip, -system und -Verfahren bezeichnete Vorgang findet sich bes. ausgeprägt bei den altägyptischen Hieroglyphen, der Maya-Schrift, der Osterinsel-Schrift und der a sumerischen Schrift. H…

Ausbildungsrahmenplan

(80 words)

Author(s): H. Buske
In der Verordnung über die Berufsausbildung zum Buchhändler/zur Buchhändlerin ist im Ausbildungsrahmenplan die sachliche und zeitliche Gliederung festgelegt, nach der die Vermittlung der Kenntnisse und Fertigkeiten nach § 3 (Ausbildungsberufsbild) unter Berücksichtigung der jeweiligen Schwerpunkte der Ausbildungsstätten des Buchhandels zu erfolgen hat. Genaue sachliche und zeitliche Gliederung Buchhändler, Berufsausbildung. H. Buske Bibliography Adrian, W.: Das Ausbildungsberufsbild. In: Handbuch des Buchhandels. Bd. I. Hamburg 1974, S. 324 ff. Verordnung über …

Korn, Johann Jacob

(319 words)

Author(s): H. Buske
*20. 7. 1702 in Neustadt bei Coburg, f 16. 12. 1756 in Breslau, Gründer des späteren Verlages Wilhelm Gottlieb Korn in Breslau. Nach einer Buchhändlerlehre in Coburg wurde K. 1729 selbständiger Buchhändler in Berlin, wo er 1732 die Tochter des damals bedeutendsten Berliner Buchhändlers und Zeitungsverlegers J. A. Rüdiger heiratete. Er eröffnete im gleichen Jahr in Breslau sein «Buchgewölbe». Schon 1733 zeichnete sich mit fünf auf Polen bezogenen Titeln die spätere Polonica-Spezialisierung ab. Er…

Präkoptisch

(194 words)

Author(s): H. Buske
bezeichnet die Übergangsphase vom Mitteldemotischen über das Spätdemotische zum Altkoptischen. Sie setzte bereits vor dem 2. Jh. v. Chr. ein, als man anfing, wegen der mangelhaften Bezeichnung der Vokale im Demotischen die ägyptische Sprache mit griech. Buchstaben zu schreiben. Es begann zunächst mit der Schreibung ägyptischer Eigennamen in griech. Texten, dann mit magischen und Sakraltexten, bis sie im Laufe des 3. Jh.s n. Chr. mit christlichen Texten ins Koptische überging. Schon das sog. «alt…

Mory's Hofbuchhandlung

(126 words)

Author(s): H. Buske
von Otto Mory am 17. 10. 1885 als reine Sortimentsbuchhandlung in Donaueschingen gegründet. Der Antrag auf Führung des Titels «Hofbuchhändler» wurde Ende 1886 gestellt und vom damaligen Herrn des Hauses, Karl Egon III. (1820 bis 1872) Fürst zu Fürstenberg, Donaueschingen, «... ausnahmsweise ... bewilligt», weil der Vater M.s 1837-1869 Schloßverwalter gewesen war. Als äußeres Zeichen erhielten die Hoflieferanten an die Hausfassade ein etwa 60 cm hohes gußeisernes und bunt bemaltes Fürstenber-gisc…

Junge Buchhandel, Der

(138 words)

Author(s): H. Buske
Beilage zum Börsenblatt für den Dt. Buchhandel, Frankfurter Ausg., war das Diskussionsforum der jungen Buchhändler-Generation nach dem Zweiten Weltkrieg, anknüpfend an die Tradition des alten Jungbuchhandels vor 1933, jedoch in dem Bestreben, sich den brennenden Gegenwartsfragen zu stellen. Wichtige Impulse erhielt die Zs. von ihren Redakteuren, der Buchhandelshistorikerin Annemarie Meiner seit der Gründung und von Kurt Meyer seit 1953. Der J. B. erschien zuerst als Beilage des Börsenblatts 9/19…

Studienführer

(436 words)

Author(s): H. Buske
Leitfaden für die Wahl des Studienortes und der Studienfächer, die Anlage, Form, Dauer und den Abschluß eines Studiums. Vorgestellt werden Lehrkörper, Lehrangebot, Bibliotheksverhältnisse sowie örtliche Besonderheiten. Hinweise auf Wohnraum- und Kulturangebote sind ebenso üblich wie die auf Studien- und Fachberatung. Eine wichtige Ergänzung ist das jeweilige Vorlesungsverzeichnis. Ergänzend dazu gibt es S. als methodische Anleitung für die Studienorganisation, Arbeitstechniken und rationelle Bib…

Vandenhoeck & Ruprecht

(688 words)

Author(s): H. Buske
Der holländische Buchdrucker Abraham Vandenhoeck (Van Hoeck, Van den Hoeck), * 1700 in Den Haag, betrieb schon als 20jähriger in London eine Druckerei und heiratete dort Anna Parry (1709–1787). 1732 bis 1735 wirkte er als Drucker in Hamburg, wo er sich in seinen ersten Druckerzeugnissen als «Libraire à London» bezeichnete. Die neugegr. Univ. Göttingen berief ihn als Universitätsbuchhändler und -drucker. Der 13. 2. 1735 gilt als das Gründungsdatum des Verlages V. Anfang August 1750 starb er im Al…

Leder als BeschreibstofF

(206 words)

Author(s): H. Buske
Im Altertum dienten Rollen aus aneinandergenähten Lederstreifen, teilweise ausgebessert durch Aufsetzen von Lederstreifen auf der Rückseite der Rolle und von einem kleinen Lederriemen zusammengehalten, als Beschreibstoff. Bes. wertvolle Texte wurden auf Leder geschrieben und sind in zahlreichen Fällen überliefert, so die im Amontempel bewahrten Annalen (Kriegstagebücher) Thutmosis III. oder die Lederrolle Sesostris I. mit einem Tempelbautext. L. wurde ebenfalls in Babylonien und Assyrien zu pers…

Liederbuch des Buchhändlers

(187 words)

Author(s): H. Buske
allg. Bezeichnung für Slg. von buchhändlerischen Reimen, Singversen, Trink-und Wanderliedern. Sie gehören zur Gattung der berufsständischen Lieder und sind wertvolle Dokumente zur Kultur- und Geistesgesch. des Buchhandels, entstanden Mitte des vorigen Jh.s mit den Buchhandelsgehilfenvereinen in Anlehnung an studentische Trink- und Gesangsgewohnheiten. Ihre Inhalte beziehen sich auf den Buchhandel, das Berufsleben, den sozialen Unterschied zwischen Prinzipal und Gehilfen sowie auf festliche buchh…

Debit

(160 words)

Author(s): H. Buske
1. Von franz. débit = Absatz, Verkauf einer Ware, Warenkleinhandel. Bezeichnet auch das ausschließliche Verkaufsrecht für monopolisierte Waren. So wurde der Postzeitungsdienst Postdebit genannt. Eine ähnliche Vertriebsart war im Buch- und Zeitschriftenhandel üblich, indem Verleger, die im allgemeinen nicht über den Buchhandel verkehrten, den Vertrieb ihrer Waren einem Buchhändler übertrugen. Heute nicht mehr gebräuchlich. Seit 1692 verwendet für «Vertrieb, Abgang, Verkauffung, Absatz von Wahren». D…

Petroglyphen

(229 words)

Author(s): H. Buske
(von griech. πέτρα = Fels und γλύφειν = einritzen) sind prähistorische, auf Felsen oder Steinen eingeritzte oder eingemeißelte Zeichnungen; sie werden Petrogramme gen., wenn es sich um Malereien handelt. Beide Formen kommen auch nebeneinander vor. Solche Ritzungen und Malereien sind i.d.R. an den Wänden von Höhlen, oft auch an freien Felswänden angebracht. Bes. reichhaltige Funde wurden in Nordamerika, Mittelamerika, Nordeuropa, Südfrankreich und Nordspanien, Nord- und Südafrika und in Nordaustralien …

Phönizische Schrift

(296 words)

Author(s): H. Buske
die um 1700—1500 v. Chr. im syrisch–palästinensischen Raum entstandene nordsemitische Buchstabenschrift mit 22 Konsonanten. Sie wurde von rechts nach links geschrieben. Als Lesehilfe dienten Vokalzeichen, z.B. das w für u, das j für i. In den ältesten Inschriften wurden Wörter noch durch Striche oder Punkte voneinander getrennt. Die frühen Buchstabenformen stimmen im wesendichen mit den späteren, z.B. der Ahiram–Inschrift, überein. Die berühmte Mêsa–Stele, die 1868 bei Dibän, dem biblischen Dïbö…

Weltsprache

(302 words)

Author(s): H. Buske
ist der gebräuchliche Name für jede der großen intern. Verkehrssprachen, in der sich Sprecher der verschiedensten Sprachgemeinschaften verständigen können wie englisch, spanisch, portugiesisch, franz. oder deutsch. Nur etwa 20 Sprachen werden heute von mehr als 50 Mio. Menschen gesprochen. Als älteste W. gilt das Babylonische, das im 2. Jahrtausend v. Chr. in Vorderasien bis nach Ägypten gesprochen wurde, abgelöst vom Aramäischen, das in Kleinasien und Mesopotamien verbreitet war. Einen weit grö…

Verband der Schulbuchverlage

(299 words)

Author(s): H. Buske
heute VdS Bildungsmedien e. V. in Frankfurt a. M. Der V. vertritt die Interes- sen aller Firmen, die Medien für das Bildungswesen produzieren, ist Ansprechpartner für Lehrer, Eltern, Schüler und Dozenten. Er veranstaltet gemeinsam mit dem Didacta-Verband die «didacta-Bildungsmesse». Zus. mit dem Institut für Bildung in der Informationsges. an der TU Berlin (IBI) wurde der «bildungssoftwareatlas» ins Netz gestellt. 2004 hat der V. die größte Online-Daten-bank zu Bildungsmedien mit ca. 56 Tsd. Titeln übernommen…

Sofortvariante

(169 words)

Author(s): H. Buske
Begriff aus der Sprache des Marketing, auch als «unverzügliche Alternative» geläufig. Verkaufsförderungsaktionen werden in zeitlich begrenzte Abschnitte eingeteilt, sog. Meilensteine. Bei Erreichen jedes neuen Abschnittes wird geprüft, ob die vorgegebenen Ziele erreicht wurden. Ist das nicht der Fall, wird sich umgehend für eine S. entschieden, die sowohl in der Forts. der Aktion mit anderen Mitteln oder aus ihrem Abbruch bestehen kann. Aus dem Buchhandel sind zahlreiche Beispiele bekannt wie de…

Linear–Antiqua

(152 words)

Author(s): H. Buske
sind Druckschriften aus dem Zeitalter der Technik des 19. und 20.Jh.s nach DIN 16518 und DIN 1451. Sachbetont und unpersönlich, werden sie vornehmlich in der Werbung eingesetzt. Man unterscheidet serifenbetonte (Beispiele: Clarendon, Schadow, Pro–Arte) und serifenlose (Beispiele: Akzidenz-Grotesk, Helvetica, Optima, Futura) L. Alle L.–Schriften haben eine meist einheitliche Strichdicke, bei den serifenbetonten gleich starke Serifen. Die Bez. «Linear» geht auf die Klassifikation des franz. Typographen Maximilien Vox von 1954 zurück, der sie «Linéale» nannte Memphis, e…

Kröner-Reform

(233 words)

Author(s): H. Buske
benannt nach dem Stuttgarter Verleger Adolf von Kröner, der wesentliche Teile der buchhändlerischen Reformbestrebungen in der zweiten Hälfte des 19. Jh.s durchsetzte. Mit der Einführung der Gewerbefreiheit und dem Eindringen branchenfremder Kräfte in den Buchhandel hatten Prcisschleuderei und Kundenrabatte zu untragbaren Zuständen geführt, unter denen bes. kleine Sortimente zu leiden hatten. Zahlreiche Bestrebungen, die Orts- und Kreisvereine zu einigen und gemeinsam die Statuten des Börsenverei…

Lexikonabsatz

(952 words)

Author(s): H. Buske
bezeichnet Verkauf und Vertriebswege von Lexikoneinheiten. Ersch. anfangs umfangreiche Lexika aus Preisgründen und um einen größeren Käuferkreis anzusprechen in Lfg., die meistens durch Kolporteure vertrieben wurden, ging man etwa ab Mitte/Ende des 19.Jh.S zum bandweisen Vertrieb über, der in Deutschland durch das Sortiment und über den Reise- und Versandbuchhandel, in anderen Ländern direkt von den Verlagen und über den Buchhandel, in den USA direkt durch Vertreter der Verlage erfolgte. Diese V…

Weiland, Gustav, Buchhandlung

(461 words)

Author(s): H. Buske
G. W. wurde am 28. 4. 1845 in Tating (Eiderstedt) als Sohn des dortigen Pastors geboren. Buchhändlerische Lehr- und Wander-jahre absolvierte er von 1864 bis 1870 bei A. Mentzel in Altona, bis 1872 beim Hamburger Verlag Carl Gaßmann. Am 1. 7. 1873 erwarb er von Johannes Carstens (1816 bis 1875) in Lübeck dessen am 1. 5. 1845 gegr. «Kunst- und Buchhandlung nebst Antiquar- und Commissionsgeschäft» mitsamt Beständen und Rechten von sieben Verlagswerken. Zunächst firmierte er als Johs Carstens’sche B…

Südsemitische Schriften

(424 words)

Author(s): H. Buske
südlicher Zweig der semitischen Schriften. Unterschieden werden fünf Schriftarten, die sich in eine nordarab. Gruppe aus dem Raum Nordwest-Arabien bis nach Syrien und eine südarab. aus dem Süden der arab. Halbinsel und dem gegenüber liegenden afr. Abessinien unterteilen. Die Schriften der nördlichen Gruppe sind 1. die liḥjanische Schrift aus Nordwestarabien. Sie ist auf das 4.–2. Jh. v. Chr. zu datieren, der ältere Schrifttypus auf etwa 7.–4. Jh. v. Chr. Sie wurde später im 2. Jh. v. Chr. von de…

Erscheinungsweise

(69 words)

Author(s): H. Buske
ist die Bezeichnung für den zeitlichen Abstand zwischen dem Erscheinen von zwei aufeinander folgenden Ausg. eines Druckwerkes, das unregelmäßig (Fortsetzungswerk, Gesetzeskommentar, Lieferungswerk, Monographienserie) oder periodisch (Ztg., Zs., Jb.) z.B. täglich, wöchentlich, monatlich, viertelj., halbj., j. erscheint. Zeitliche Zwischenstufungen wie zweimal täglich bei Großstadtzeitungen, 14tägig bei Heftromanen oder zweimonatlich bei einigen Taschenbuchserien sind üblich. Die Angabe der E. ist bei Zss. obligatorisch und Bestandteil des Impressums H. Buske

Reformbewegung

(328 words)

Author(s): H. Buske
hier Zusammenschluß einer größeren Anzahl von dt. Verlegern und Buchhändlern, um angestrebte Reformen gemeinsam durchzusetzen. Reform-bestrebungen galten im Buchhandel vorwiegend der Schleuderei und dem unberechtigten Nachdruck. Sie waren gleichzeitig Versuche, für den Buchhandel untereinander und den Kunden gegenüber einheitliche Verkehrsregeln zu schaffen sowie einmal gewährte Privilegien zu verteidigen. Wohl die früheste Bildung einer R. wurde 1765 ausgelöst durch P. E. Reichs Schrift «Erstes…

Gegen-Buchmesse

(226 words)

Author(s): H. Buske
(Gegenbuchmesse) ist eine Protestmesse der Arbeitsgemeinschaft alternativer Verlage und Autoren (AGAV) gegen die «Übermacht» der großen Buchkonzerne auf der Intern. Frankfurter Buchmesse. Als Folge der politischen Geschehnisse im Frühjahr 1968 und der heftigen Studentendemonstrationen riefen im Herbst 1968 die APO (Außerparlamentarische Opposition) und der SDS (Sozialistischer Deutscher Studentenbund) zu einer «Gegen-Buchmesse» in Frankfurt, zu Boykott und Demontage «bürgerlicher Linksgeschäftem…

Rawlinson, Sir Henry Creswicke

(369 words)

Author(s): H. Buske
*11.4.1810 in Chadlington, Oxfordshire, f 5* 3· 1895 in London, Militär, Diplomat und Gelehrter. R. war 1826-1833 im Dienst der engl. Ostindischen Kompanie in Indien, wo der britische Diplomat Sir John Malcolm (1768-1833) als Orientkenner in ihm das Interesse für altorientalische Sprachen weckte. Trotz wechselvoller Aufenthalte in Persien, Afghanistan, Arabien und Indien als Offizier, Berater und Konsul mit mehrfacher zwischenzeitlicher Rückkehr nach England fand er immer und überall Gelegenheit…

Barpaket

(214 words)

Author(s): H. Buske
Das B. ist die Sonderform einer Verlags-Büchersendung, deren Wert vom Kommissionär beim Sortimenter anfangs bar (Nachnahme), später gegen Barrechnung, meistens wöchentlich oder über Monatskonto, eingezogen wurde. Der B.verkehr entwickelte sich ab Mitte des 19. Jh.s in Leipzig als der Zentrale des mitteleuropäischen Buchhandels immer stärker. Zur Erleichterung und Vereinfachung von B.abrechnungen wurde die Girokasse der Leipziger Kommissionäre gegründet mit eigener B. kasse. An der Abwicklung des…

Semitische Keilschriftzeichen

(209 words)

Author(s): H. Buske
Mit der Übernahme der sumerischen Schrift um 2800 v. Chr. durch die semitischen Akkader begann eine mehrtausendjährige Entwicklung. Zu unterscheiden sind grundsätzlich die feineren Toninschriften vom 23. bis 18. Jh. v. Chr. von den späteren gröberen Steininschriften ca. 18. bis 17. Jh. v. Chr. Beide haben sich, bei gleichzeitiger Reduzierung des Zeicheninventars von etwa 900 auf 100, von der kräftigen Form der altakkadischen Keilschrift zur klassischen deutlicheren Darstellung entwickelt. Änderu…

Sozialgeschichte des dt. Buchhandels

(321 words)

Author(s): H. Buske
ist der historische Ablauf täglichen Geschehens unter bes. Berücksichtigung der an Herstellung, Vertrieb und Nutzung des Buches beteiligten Personen und Institutionen mit ihrem sozialen Umfeld innerhalb der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen. Sie ist wesentlicher Bestandteil der Buchhandelsgesch. einbezogen in die allg. politische Sozial- und Wirtschaftsgeschichte. Die Historiographie der S. ist Teil der historischen Forschung. Sie beschreibt unter Anwendung sozialwiss. Methoden Alltagsleben, …

Stade (Niederelbe)

(450 words)

Author(s): H. Buske
1. Buchdruck Elias Holwein (1579 bis 1659)war 1600–1627 in Wolfenbüttel und bis 1651 in Celle als Buchdrucker und Formschneider tätig. Er erhielt 1651 vom Kgl. Schwed. Kommissariat in Bremen die Erlaubnis zum Betrieb einer Druckerei in Stade. Damit verbunden waren eine j. Besoldung, freie Wohnung und die Zusage zum Druck amtlicher Schriften. Nach seinem Tod 1659 übernahm seine Witwe die Druckerei, ab 1663 sein Sohn Caspar. Holwein druckte Gesang- und Gebetsbücher, Leichenpredigten, Kalender und Sc…

Wittich’sche Hofbuchdruckerei, L. C.

(377 words)

Author(s): H. Buske
Hervorgegangen aus der 1684 gegr. Buchdruckerei von Sebastian Griebel. 1701 durch Heirat mit der Witwe Griebels an Gottfried Haußmann, 1717 an Joh. Christoph Forter, 1737 an dessen Schwiegersohn Gottfried Heinrich Eylau. Seit 1738 ersch. dort das «Darmstädtische Frag- und Anzeigenblättgen», das damals wöchentlich in einer Aufl. von 100 Ex. vertrieben wurde. Aus ihm ging 1874 das «Darmstädter Tag(e)blatt» hervor, das bis 1951 bei W. erschien. Nach Eylaus Tod 1762 kam durch Heirat mit dessen Tocht…

Wochenblatt für Buchhändler, Antiquare, Musikund Dispütenhändler

(311 words)

Author(s): H. Buske
Titel des sog. «Krieger’schen Wochenblatts», das von dem Marburger Verleger Johann Christian Konrad a Krieger (1746–1825) von 1820 bis zu seinem Tode hrsg. wurde. Der erste Jg. 1819 bis 1821 umfaßte 52 Nummern, meist Doppelnummern, zu jeweils vier bzw. acht Seiten mit je 8 bis 16 Spalten, ein Bändchen von 201 Seiten mit 402 Spalten bestehend vorwiegend aus Verlagsanzeigen, Bücherangeboten und Büchergesuchen sowie Stellenanzeigen. Die Probleme des Buchhandels wurden beklagt wie Kundenrabatt, Schl…

Verpackungspapiere

(222 words)

Author(s): H. Buske
gehören zur großen Gruppe aller für Groß- und Kleinverpackungszwecke geeigneten Papiere mit bestimmten Festigkeitseigenschaften und hohen Grammaturen wie Packpapier, Goudronné-Papier oder Wellpappe. V. mit geringeren Gewichten werden vorwiegend für Klein-, Geschenk- und Schmuckverpackungen verwendet. Sie müssen über gefällige optische Eigenschaften und gute Bedruckbarkeit verfügen. Als V. für Südfrüchte und Pralinen werden die verschiedenen Seidenpapiere verwendet. V. für Lebensund Genußmittel m…

Zunner, Johann David d. J.

(379 words)

Author(s): H. Buske †
1656 ersch. die Witwe Z. des Älteren als Verlegerin von zwei Werken und 1665 erstmalig der älteste Sohn Johann David Z. der Jüngere mit vier Werken. Z. d. Ä. hatte seine Familie trotz seines hohen Ansehens erhebliche Schulden hinterlassen bei vier schweizer Firmen aus Basel, Zürich und Genf, vier holländischen aus Leyden und Amsterdam, ferner bei Wilhelm Lestenius aus Antwerpen, Lambert Passporte aus Lyon und Peter Haubold aus Kopenhagen. Noch 1673 hatte Z. d. J. trotz des eingebrachten Vermögen…

Schreibstoffe sind

(236 words)

Author(s): H. Buske
1. Flüssigkeiten wie Farben, Tinten, Tuschen und feste Materialien wie Graphit, Holzkohle, Kreide oder Schiefer, die entweder von Hand oder mittels Schreibwerkzeugen auf Beschreibstoffe und Schriftträger aufgetragen werden. Rote und gelbe aus Mineralien gewonnene Farbstoffe kommen schon in den Felsmalereien des Paläolithikums vor, weit über 30 Tsd. Jahre früher als die in den ägyptischen Wandmalereien. Reste antiker Rußtinten sind auf alten ägyptischen Schreibzeugen nachweisbar. Man benutzte dan…
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