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Arbeitsplatzbeschreibung

(206 words)

Author(s): H. Buske
Eine A., auch Arbeitsplatzanalyse, ist die systematische Beschreibung eines Ortes, an dem eine Tätigkeit verrichtet wird, und enthält Aussagen über Ausstattung und Anlage, Möbel, Maschinen, Geräte, Karteien, Kataloge, Materialien, Formulare, seine Lage innerhalb von Geschäftsräumen. Sie dient der Arbeitsbewertung und der Verbesserung von Arbeitsbedingungen, ist Voraussetzung für die Bestimmung der physischen und psychischen Anforderungen, die an den Menschen gestellt werden, und ist unerläßlich …

Preußische Schrift

(191 words)

Author(s): H. Buske
besser prußische oder altpreußische Schrift. Die alten Preußen (Bruzi, Pruzzün, Pruzzen) besiedelten bis zum 13. Jh. das Küstenland östlich der Weichsel bis zur Memel. Sie wurden in jahrhundertelangen Kämpfen mit dem Dt. Orden und den Polen unterdrückt, vermischten sich mit eingewanderten Letten, Litauern, Masowiern und gingen darin auf. Ihre Sprache erlosch um 1700. Die umfangreiche prußische Sprachforschung stützt sich auf nur wenige, teilweise fehlerhafte Quellen, wie den Codex Neumannianus (…

Schreibmaschinenpapier

(219 words)

Author(s): H. Buske
handelsübliche Bezeichnung SM-Papier, ist ein vornehmlich maschinenglattes, holzfreies, vollgeleimtes Papier mit matter Oberfläche in Gewichten von 60–90 g/m2 in weiß oder leicht getönten Farben. Es muß einen hohen Widerstand gegen mechanische Verletzung durch den Anschlag der Typen einer Schreibmaschine haben, soll radier-, schab- und tintenfest sein, die Schrift darf weder auslaufen noch durchschlagen. Diese Merkmale gelten nach DIN 6730 vom Mai 1996, die für farbige S.e nach DIN 19 300 vom Juni 1994, das insg…

Sahidische Schrift

(125 words)

Author(s): H. Buske
sa idisch (von arab. Es-sa id = das obere Land) ist der oberägyptische Dialekt des Koptischen im Gebiet von Theben, früher «thebanisch» genannt. Die S. entspricht weitgehend der koptischen Schrift. Das rechtsläufige Alphabet hat 31 Buchstaben, wovon die letzten sieben der demotischen Schrift entnommen wurden. Sahidisch. Das Vaterunser. H. Buske Bibliography Stegemann, V.: Koptische Palaeographie. Heidelberg 1936 Steindorff, G.: Lehrbuch der koptischen Sprache. Chicago 1951 Cramer, M.: Koptische Paläographie. Wiesbaden 1964 Walters, C. C.: An elementary Coptic grammar…

Hosemann, Theodor

(285 words)

Author(s): H. Buske
(Friedrich Wilhelm Heinrich Theodor), * 24. 9. 1807 in Brandenburg an der Havel, f 15. 10. 1875 in Berlin, Maler und Graphiker. H. wuchs in kärglichen Verhältnissen auf und mußte bereits als Zwölfjähriger zum Unterhalt der Familie beitragen. Er begann als Lehrling bei der lithographischen Anstalt von Arnz und Winckelmann in Düsseldorf, besuchte neben-540 her die neugegründete Kunst-Akademie. H. ging 1828 mit Winckelmann nach dessen Trennung von Arnz nach Berlin als erster Zeichner und Lithograph…

Alternativbuchladen

(269 words)

Author(s): H. Buske
Vertriebsstelle für alternative Literatur, Plakate, Postkarten, Aufkleber und Non-Books bis hin zu Naturprodukten, Spielzeug, Töpferund Flechtwaren, Flohmarktartikeln und Antiquitäten. Oft spezifisch ausgerichtet z.B. als: Ökoladen + Buchvertrieb, Mannerschwarm-Buchladen, Laden für Kunst(-handwerk) & Literatur, Frauenbuchladen, Kinderbuchladen, seltener in Verbindung mit politischer Buchhandlung. Alternativbuchläden stehen außerhalb des kommerziellen Literatur- und Kunstbetriebes, arbeiten durch…

Kröner, Adolf von

(437 words)

Author(s): H. Buske
* 26. 5. 1836 in Stuttgart, 29. 1. 1911 ebd., eine der größten Verlegerpersönlichkeiten im dt. Buchhandel. Nach der Buchhändlerlehre in Stuttgart nahm K. als Gehilfe in München Kontakt zum Künstlerkreis «Krokodil» um E. Geibel und P. Heyse auf. Er übernahm durch Heirat mit Amalie Mäntler, Erbtochter der Stuttgarter Hof- und Kanzlei-Buchdruckerei, den kleinen Betrieb und gründete auf dieser Basis im gleichen Jahr den «Gebr. Mäntler (A. Kröner) Verlag», den er zwei Jahre später unter dem Namen «A.…

OriginalveröfFentlichung

(79 words)

Author(s): H. Buske
ein mit Zustimmung des Berechtigten der Öffentlichkeit erstmals zugänglich gemachtes Werk. Das kann durch öffentlichen Vortrag, Fernseh-/Hörfunksendung, Aufführung oder Vorführung geschehen. Daß Werkstücke verbreitet werden, ist nicht erforderlich. Bei Werken der bildenden Künste genügt ihre öffentliche Ausstellung. Nach § 12 Urheberrechtsgesetz ist dem Urheber Vorbehalten, Art und Weise sowie Zeitpunkt der Veröff. zu bestimmen. O. und Erscheinen eines Werkes werden fälschlicherweise häufig gleichgesetzt. H. Buske Bibliography Ulmer, E.: Urheber- und Verlagsrec…

Repräsentationsbibliothek

(238 words)

Author(s): H. Buske
a. Prunkvoller Bibliothekssaal oder –bau. b. Außergewöhnliche Slg. wertvoller Hss., Graphiken und Bücher in kunstvollen Mappen und Einbänden. Wenngleich beide als R.en bezeichnet werden, ergeben erst Raum und Slg. zus. das vollkommene Bild einer R. Gab es schon in der Antike und im MA berühmte Bibl.en, entstanden im 13. Jh. in Frankreich die ersten Fürstenbibl.en als R.en, entwickelten sich im 16. Jh. in Italien und Frankreich bibliophile Privatslg., entstanden seit dem 17. Jh. auch in Deutschla…

Ausbilder-Eignungsverordnung

(203 words)

Author(s): H. Buske
Die AEVO vom 20. April 1972 stellt bestimmte Mindestanforderungen an die Ausbildungsbetriebe und an die persönliche und fachliche Qualifikation der Ausbilder, insbesondere berufs- und arbeitspädagogische Eignung. Ausbilden darf nur, wessen Arbeitsstätte nach § 22 des Berufsausbildungsgesetzes nach Art und Einrichtung für die Ausbildung in einem bestimmten Lehrberuf geeignet ist, mit Erfolg über einen längeren Zeitraum ausgebildet oder vor der Industrie- und Handelskammer eine entsprechende Eignu…

Reformschriften

(684 words)

Author(s): H. Buske
sind neue Druck– oder Schreibschriften, die sich durch grundlegende Formveränderungen von den alten abheben (Schriftreform). Sie schließen Buchstaben, Ziffern und Satzzeichen ein. Der erste bekannte Reformversuch ist im Akropolissystem dokumentiert. In einer auf der Akropolis gefundenen Steininschrift aus der Mitte des 4. vorchristlichen Jh.s wird vorgeschlagen, Vokale durch Strichzeichen, Konsonanten durch an die Vokale anzufügende Seitenstriche darzustellen. In der 2. Hälfte des 4. Jh.s n. Chr…

Erstauflage

(68 words)

Author(s): H. Buske
erste in einem Arbeitsgang hergestellte Druckaufl. eines Werkes. In der modernen Verlagswerbung mit oft großem Aufwand eingesetzte Bezeichnung für die Höhe der Startaufl., die dem Käufer (Sortiment) die hohe Qualität und damit leichte Verkäuflichkeit des betreffenden Titels suggerieren und ihn zum sofortigen Bestellen veranlassen soll. Im Antiquariat nur dann bezeichnet, meist als Erste Ausg. (EA), wenn ein Werk von bibliophilem oder wissenschaftsgeschichtlichem Interesse ist H. Buske

Verein für buchhändlerischen Abrechnungsverkehr e. V.

(183 words)

Author(s): H. Buske
Da die bisherige Rechtsform der 1953 in Frankfurt a. M. neu gegr. BAG Buchhändler-Abrechnungs-Genossenschaft sich als nicht mehr geeignet erwies, wurde auf der Hauptversammlung am 30. 4. 1956 die Genossenschaft aufgelöst und die Umwandlung in eine GmbH beschlossen. Dachorganisation wurde der V., aus Mitgliedern der Genossenschaft wurden Vereinsmitglieder, und die Genossenschaftsanteile wurden Vereinsvermögen. Mit diesen Mitteln beteiligte sich der V. an der neu gegr. BAG Buchhändler-Abrechnungs-…

Gegenstände des Buchhandels

(312 words)

Author(s): H. Buske
In den verschiedenen Fassungen buchhändlerischer Satzungen, Verkehrsund Verkaufsordnungen seit der Jahrhundertwende und ihren Definitionen von G.n spiegeln sich die tiefgreifenden Strukturveränderungen im Buchhandel, die parallel gehen mit der Entwicklung der Technik und gesellschaftlichen Veränderungen. So bezeichnete man in der ersten Verkaufsordnung von 1909 als G. solche «Werke der Lit., Tonkunst, Kunst und Photographie, die durch ein graphisches, phonographisches (unter Ausschluß von Musika…

Leucht(ius), Valentin

(289 words)

Author(s): H. Buske
* ca. 1550 in Hollstadt an der fränkischen Saale, 1. 7· 1619 in Frankfurt a. M., katholischer Theologe und geistlicher Dichter, bekannter Bücherkommissar. Ausbildung im nahe gelegenen Zisterzienser-Kloster Bildhausen und bei den Jesuiten in Würzburg, Priesterweihe 1576. Nach Pfarrstellen in Bernstadt (Oberlausitz) 1578, wo er von den Protestanten vertrieben wurde, Erfurt 1582, Neustadt /Saale 1584 wurde L. 1589 Pfarrer, Prediger und Kanoniker an St. Bartholo- mäus in Frankfurt a. M. und 1590 Kan…

Voigt, L., Offizin

(256 words)

Author(s): H. Buske
Leopold Voigt (Voit) wurde 1670 in Wien als Univ.buchdrucker vereidigt. Sein Betrieb genoß hohes Ansehen, seine Werkstatt war sehr gut mit orientalischen Schriften bestückt, und er druckte fast alle Bücher des bekannten Orientalisten J. B. Podesta, der 1674 aus Rom nach Wien gekommen war, dort den ersten Lehrstuhl für Orientalistik einrichtete und gleichzeitig um die Errichtung einer «arabisch- oder türkische(n) Truckherey» nachsuchte. Sie wurde ihm genehmigt, seine Werke jedoch druckte Voigt. S…

Vorbestellpreis

(77 words)

Author(s): H. Buske
oder Vorausbestellpreis ist ein dem Subskriptionspreis ähnlicher Vorzugspreis. Der V. wird bes. von Nachdruckverlagen für seltene Titel ohne Angabe des Erscheinungstermins angeboten mit dem Slogan: «V. bis Erscheinen Euro ..., späterer Ladenpreis Euro ...» Die Preisdifferenz muß groß genug sein, um die meist aus dem Wissenschafts- und Sammlerbereich stammenden Interessenten zum Vorbestellen zu veranlassen, obwohl zwischen Ankündigung und Erscheinen Jahre liegen können. Der Verlag ist nicht verpflichtet, das angebotene Werk überhaupt zu veröffentlichen. H. Buske

Übergangsschrift

(276 words)

Author(s): H. Buske
ist die herkömmliche, nicht ganz eindeutige und damit mißverständliche Bezeichnung für sich wandelnde Formen einzelner Buchstaben eines klar umrissenen Schrifttyps zu einem neuen mit ebenso deutlichen anderen Merkmalen. Diese Wandlungsprozesse zogen sich über längere Zeiträume hinweg, abhängig von Schreibern, Schreib- und Beschreibmaterial sowie Art der Schriftstücke, so daß sich Ü. nicht auf einen bestimmten Typ festlegen lassen und eigentlich Bastardalphabete darstellen. Dennoch spricht man be…

Vieweg, Friedrich, & Sohn Verlagsges. mbH., Wiesbaden

(829 words)

Author(s): H. Buske
Hans Friedrich Vieweg, * 11. 3. 1761 in Halle/Saale, kam nach Besuch der dortigen Lateinschule des Waisenhauses und des Gymnasiums als Lehrling in ein Magdeburger Handelshaus, machte danach eine Lehre in der Buchhandlung des Waisenhauses, Halle. Danach ging V. als Gehilfe zu J. G. Bohn nach Hamburg, wo er B. Hoffmann (später Hoffmann & Campe) und seinen künftigen Schwiegervater J. H. Campe kennenlernte. 1784 folgte er einem Ruf August Mylius’ als Geschäftsführer nach Berlin. Dort gründete er mit…

Lauensteiner Bewegung

(272 words)

Author(s): H. Buske
vom Verleger Eugen Diederichs, Jena, nach dem Ersten Weltkrieg ins Leben gerufener Kreis fortschrittlich gesonnener Buchhändler, Verleger und später auch Autoren, die allj. auf der Burg Lauenstein in Thüringen zusammenkamen, um bei gemeinsamen Wanderungen und Sitzungen über Beruf, Ausbildung, aktuelle Fragen der Politik, Wirtschaft und bes. des Buchhandels zu diskutieren mit dem Ziel, der schwerfälligen Branchenpolitik Anstöße für Reformen zu vermitteln, die Zusammenarbeit mit Bibliothekaren, Re…

Distribution

(114 words)

Author(s): H. Buske
Lehnwort von lat. distributio = Verteilung, Aufteilung, vornehmlich von Gütern. In der Wirtschaftstheorie geläufige und nach 1950 vom deutschen Buchhandel aus dem Engl, übernommene Bezeichnung für Verteilung, Vertrieb von Büchern und Zss. (the mail-order distribution of books); man spricht z. B. vom dichten D.snetz des Buchhandels in Deutschland. Unter D.spolitik versteht man die Überbrückung der räumlichen und zeitlichen Distanz zwischen Herstellung und Verbrauch. Im Buchhandel mehr in wirtscha…

Bestellerkorrektur

(112 words)

Author(s): H. Buske
ist die Korrektur des Auftraggebers, bers, das ist in der Regel der Verlag, am Korrekturabzug einger Druckerei. Sie setzt sich zusammen aus Teilen der Hauskorrektur derSetzerei, Autoren- und Verlagskorrektur und beinhaltet vom Setzer nicht verschuldete Fehler ler sowie alle vom Ms. abweichenden Änderungen an Text und Abbildungen sowie Zusätze und Nachtrge. Die B. wird vonder Setzerei zusätzlich in Rechnung gestellt und ist gelegentlich Ursache heftigen Streites zwischen Autor/Verleger und Verleger/Setzerei. H. Buske Bibliography Weitershaus, F. W.: Duden Satz- und Korr…

Lieferanten- und Konditionenkartei

(168 words)

Author(s): H. Buske
Slg. der fur eine Buchhandlung wichtigsten Lieferanten in Form einer Lo-seblatt-Kartei aus zweiseitig bedrucktem hellen, strapa-zierbaren, radierfesten Schreibkarton im Format DIN A 5 quer. Namensalphabetisch, seltener nach Verkehrsnum-mern, geordnet in einem Karteikasten oder als Flachkar-tei, Sichtkartei. Die Kartenvorderseite enthalt die Grundangaben: Anschriften von Verlag, Auslieferung, Vertreter mit Telefon-, Telex-, Fax- und Verkehrsnum-mer, BAG, Preisbindung, Lieferweg, ferner die Namen …

Volckmar

(507 words)

Author(s): H. Buske
Leipziger Buchhändlerfamilie von Verlegern und Kommissionären. Die Firma F. Volckmar & Co. wurde am 1. Februar 1829 in Leipzig von Friedrich V. (1799–1876) zus. mit seinem Freund Fr. Gustav Schaarschmidt durch Übernahme des Sortiments- und Kommissionsgeschäfts G. H. F. Hartmann in Leipzig zunächst als Hartmann’sche Buchhandlung gegründet, später fortgeführt unter dem Namen Schaarschmidt & Volckmar. 1833 übernahm V. Verlag und Kommissionsgeschäft auf eigene Rechnung, erwarb 1835 zus. mit Bernhard…

Gewohnheitsrecht des Buchhandels

(279 words)

Author(s): H. Buske
Als G. bezeichnet man Gebräuche, Gewohnheiten und Verkehrssitten einer Gruppe von Menschen zueinander oder zu anderen Gruppen, die sich im z. T. jahrhundertelangen Verkehr untereinander herausgebildet und dadurch Gesetzeskraft erlangt haben. Der Verkehr der Buchhändler untereinander basiert auf § 157 des Bürgerlichen Gesetzbuches der BRDeutschland: «Verträge sind so auszulegen, wie Treu und Glauben mit Rücksicht auf die Verkehrssitte es erfordern», sowie § 346 Handelsgesetzbuch «Unter Kaufleuten…

Sprachführer

(265 words)

Author(s): H. Buske
Anleitung für Reisende oder Berufstätige, sich ohne bes. Sprachkenntnisse anhand gängiger Vokabeln, Redewendungen und einfachen Fragesätzen in einer fremden Sprache verständlich zu machen. Moderne S., i. d. R. klein und handlich, enthalten Aussprachehilfen, oft auch grammatische Grundregeln. Teilweise werden sie ergänzt durch Reise-Sprachplatten (ab 1959) oder Reise- Sprachkassetten (ab 1968). Urspr. nur Anhang von Reiseführern, entstanden parallel zur Entwicklung der Verkehrsmittel (erste dt. E…

Noten

(269 words)

Author(s): H. Buske
sind graphische Zeichen und bestehen aus einem oder mehreren Zeichenelement(en) zur Darstellung von Sprachlauten, sing– oder spielbaren Tönen, Abk., Anm. und Wiedergabe von Nachrichten. In den verschiedensten Formen und Bedeutungen waren N. bereits im Altertum gebräuchlich. Das Wort ist entlehnt aus dem Lat. nota = Kennzeichen, Merkmal; althochdt. und mittelhochdt. nota Tonzeichen. In erster Linie werden heute unter N. Musikn. verstanden. 1. In der Musik: Tonschriftzeichen. Sie drücken Tonhöhe- und –dauer aus, Rhythmen und Tempo als Achteln., Vierteln, us…

Arbeitsgemeinschaft der Buchhandlungen (AdB)

(203 words)

Author(s): H. Buske
Die AdB war ein Zusammenschluß von etwa 600 Buchhandlungen mit dem Ziel, durch gemeinsame Aktionen Image und Betriebsergebnisse zu verbessern und unter stärkerer Einbeziehung der Massenmedien eigene Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben, um verlorengegangene Marktanteile zurückzugewinnen. Als Kurzformel unter «Aktion '69» und mit dem Slogan «Wir Buchhändler sind für alle da» begann mit der Gründungsversammlung anläßlich der Frankfurter Buchmesse 1968 einer der zahlreichen Versuche des Sortimentsbuc…

Punische Schrift

(250 words)

Author(s): H. Buske
Bezeichnung für die Weiterentwicklung der phönizischen Schrift vom 5. Jh. v. Chr. an, verstärkt auftretend seit der Gründung Karthagos in Nordafrika und dem westlichen Mittelmeer. Exakte Detierungen. und Klare Abgrenzungen zwischen den Schrift sind schwierig. Die in der P.n S. zunehmend zu beobachtende Kursive Schreibweise, verbunden mit verstärkten Unterlängen zeigen sich deutlich in der 1845 in Marseille gefundenen Opferschrift um 300 v. Chr., die wegen ihrer Länge von bes. Wichtigkeit für die…

Klemm, Wilhelm

(265 words)

Author(s): H. Buske
*15. 5. 1881 in Leipzig, ✝ 23. 1. 1968 in Wiesbaden, Verleger und Buchhändler. K. studierte Medizin in München, Erlangen, Kiel und Leipzig. Nach Promotion 1906 und Assistententätigkeit in verschiedenen Städten übernahm er 1909 die väterliche Kommissionsbuchhandlung Otto K. in Leipzig und gab den Arztberuf auf. Erste Lyrikveröff. ersch. im «Simplicissimus» (1908–1924) und in der Jugend (1911–1914), seit 1914 in Franz Pfemferts «Aktion». 1912 heiratete K. Erna Kröner, die Tochter des Verlegers Alf…

Karische Schrift

(249 words)

Author(s): H. Buske
linksläufige Schrift der Karer im Südwesten Kleinasiens ohne einheitlichen Charakter mit zahlreichen Varianten für einen und denselben Laut, die je nach Herkunftsgebiet der Inschriften wechseln. Bekannt sind über 150 Inschriften, meist aus Ägypten, Nubien und Äthiopien stammend, wo karische Söldner im 7. und 6. Jh. v. Chr. Einritzungen in Tempelwänden und an Felsen Vornahmen und karische Siedler Grabinschriften verfaßten. Die in Karien selbst gefundenen etwa 50 Inschriften stammen erst aus dem 4…

Vögelin, Gotthard

(244 words)

Author(s): H. Buske
Sohn des Leipziger Druckers Ernst Vögelin, (* 1. 11. 1572 in Leipzig, † 24. 3. 1634 in Worms). V. ging 1589 nach Heidelberg, wofür ihm sein Vater 300 Gulden als Vorschuß auf das väterliche Erbe zur Verfügung stellte. Zum Sommersemester 1595 wechselte V. an die Univ. Basel. Zurück in Heidelberg, erhielt er dort 1598 zus. mit seinem Bruder Philipp die Bestal-lung in kurfürstlichen Hofbuchdrucker. Hatte er schon 1597–1606 in Leipzig um die 70 Titel veröffentlicht, waren es in Heidelberg von 1599 bi…

Voss, Leopold

(390 words)

Author(s): H. Buske
im 19. Jh. einer der angesehensten medizinischen und naturwiss. Verlage Deutschlands mit Sitz in Leipzig. Verlag der Schriften von J. F. Herbart und I. Kant und vor allem des noch heute bei WILEY-VCH ercheinenden «Chemische Centralblatt» (ab 1830) und des erstmals 1881 / 1882 in 2 Bdn. erschienenen «Beilsteins Handbuch der organischen Chemie», heute bei J. Springer, und anderer großer mehrbändiger Werke. Georg Voss gründete zus. mit Friedrich August Leo 1791 in Leipzig eine Buch- und Kunsthandlu…

Proforma-Faktur

(105 words)

Author(s): H. Buske
von lat. pro forma = der Form halber, zum Schein, vorläufig, engl. proforma invoice, franz. facture proforma, dt. auch Vorfaktur, Vorausrechnung, Vorrechnung. Im inländischen und intern. Handelsverkehr gebräuchliche Bezeichnung für Rechnung ohne Ware an unbekannte Besteller oder solche ohne lfd. Konto mit dem Hinweis: Versand erfolgt nach Zahlungseingang; häufig terminiert. Geläufiger Kurzausdruck: Proforma. Säumige Kunden, die bisher mit «offener» Rechnung beliefert wurden, erhalten bei erneute…

Phrygische Schrift

(166 words)

Author(s): H. Buske
Etwa mit dem Zusammenbruch des hethitischen Reiches um 1200 v. Chr. gründeten die vom Balkan nach Anatolien eingewanderten Phryger einen Staat mit Klein-Phrygien im Nordwesten und Groß-Phry-gien im Innern Kleinasiens. Die P. S. ist uns aus etwa 40 altphrygischen Felsinschriften aus dem 7.-6. Jh. v. Chr. bekannt. Das Alphabet entspricht weitgehend dem des Altwestgriech. mit den abweichenden Formen des 1, p, s und z. Stärkere Abweichungen zeigt die Inschrift auf der vorgriech. Stele von Lemnos. Si…

Vorzugsrabatt

(137 words)

Author(s): H. Buske
ist gegenüber dem Grundrabatt, den der Verleger dem Wiederverkäufer gewährt, ein höherer Rabatt, dessen Höhe von verschiedenen Faktoren abhängig ist, die einzeln oder auch kombiniert bestimmend sein können. Ein V. kann firmen- oder werkbezogen sein. Setzt sich z. B. eine Buchhandlung bes. für die Gesamtoder Teilproduktion, zeitbegrenzt auch für ein bestimmtes Werk eines Verlages ein, kann sie als Gegenleistung einen V. erhalten. Einen V. gewähren Taschenbuchverlage bei einer bes. hohen, einmalig…

Distributor

(139 words)

Author(s): H. Buske
1. Distributer, vornehmlich im angelsächsischen Buchhandel, in Frankreich als distributeur, geläufige Bezeichnung für einen Agenten oder Verlag, der den Vertrieb der Produktion oder Teilproduktion mehrerer in-und/oder ausländischer Verlage, ähnlich der Verlagsauslieferung in Deutschland, übernimmt. Die Zusammenarbeit zwischen Verlagen und D. ist meistens zeitlich begrenzt und dient der Rationalisierung von Werbung und Vertrieb. Der Begriff wird innerhalb des dt. Buchhandels bisher nicht benutzt …

Originalverpackung

(219 words)

Author(s): H. Buske
ist die Herstellerverpackung, in der die Ware zum Verkauf gelangt. Sie kann offen oder geschlossen sein. Als «innere Verpackung» oder laut Verpackungsverordnung vom 12. 6. 1991 «Verkaufsverpackung», teilweise auch «Umverpackung» gen., ist die O. Teil der Ausstattung der Ware, z.B. Bücher und Kassetten in Einschweißfolie, bei wertvollen oder mehrbändigen Ausg. Schuber oder Karton teilweise mit Lasche, wobei diese oft den Aufdruck tragen: O. oder O.-Karton mit dem Zusatz «Ohne diesen Karton wird k…

Lexikon-Oktav

(169 words)

Author(s): H. Buske
Abk. Lex. 8°, bezeichnet die Höhe eines Buches von 25 bis etwa 30 cm, taucht zuerst auf in Kaysers Bücher-Lexicon bei der Beschreibung des «Conversations– und Universal-Haus-Lexicons» von 1843 und in Heinsius Allg. Bücher-Lexikon, beide von 1848, bei der «Pädagogischen Real-Encyclopädie» von 1840 — 1842, wobei unklar ist, ob schon bei Erscheinen dieser Werke die Verlage die Bezeichnung Lex. 8° benutzt haben oder sie von den Bibliographen stammen. Bis dahin war die Größenangabe gr. 8° üblich. L. …

Hohlbuchstabe

(232 words)

Author(s): H. Buske
hohler Buchstabe, bezeichnet einen offenen Buchstaben, von dem nur der Umriß gedruckt ist, heißt auch Schaubuchstabe, Zierbuchstabe. Die Bezeichnung H. ist heute im typographischen Bereich unüblich, man nennt diese Art offene oder lichte Schrift. Der Orientalist, Drucker und Verleger Elias Hutter (* ca. 1553 in Görlitz, f zwischen 1605 und 1609 in Frankfurt/ Main oder Augsburg) verwendete H.n als Lese- und Lernhilfe zum besseren Erlernen der hebräischen Sprache. Er unterschied optisch die Radika…

Kröner, Robert

(184 words)

Author(s): H. Buske
*10. 10. 1869 in Stuttgart, ✝ 6. 1. 1945 in Kirchheim/Teck, jüngster Sohn Adolf von K.s. K. in den väterlichen Verlag der J. G. Cottaschen Buchhandlung Nachf. ein, wurde 1899 Geschäftsführer, 1907 Teilhaber und stand 1911 beim Tode seines Vaters an der Spitze eines der angesehensten und größten Verlage Deutschlands. Entgegen den Bestimmungen Bismarcks veröffentlichte er 1921 den dritten Bd. der «Gedanken und Erinnerungen». Die erste Aufl. von 200 Tsd. Stück war bereits bei Erscheinen vergriffen.…

Volksbuchhandel

(351 words)

Author(s): H. Buske
nach dem Zweiten Weltkrieg in der DDR staatlich gelenkter, sozialistischer Lit.vertrieb über den Bucheinzelhandel und anderen Ebenen wie Militär, Firmen oder Schulen in der SBZ (Sowjetische Besatzungszone) 1945–1949, und nach der Gründung der DDR 1949 bis zum 3. Oktober 1990, dem Beitritt der DDR zur Bundesrepublik Deutschland. Der V. der DDR war ein juristisch und ökonomisch selbständiger volkseigener Buchhandelsbetrieb und dem Ministerium für Kultur, Hauptverwaltung Verlage und Buchhandel, unt…

Tironische Noten

(994 words)

Author(s): H. Buske
heißen die im 1. Jh. v. Chr. entstandenen Kürzungszeichen (notae) der röm. Tachygraphie, des damit ältesten aller Stenographie-Systeme. Die Hauptnachricht über die Erfindung der T. liefert Isidor von Sevilla (um 560–636)im 12. Kapitel des 1. Buches der Origines oder Etymologiae (Steffens S. xxxi und Taf. 33, Foerster/Frenz S. 290–291, Text und dt. Übers.): «Romae primus Tullius Tiro, Ciceronis libertus, commentatus est notas, sed tantum praepositionum» (In Rom erfand als erster Tullius Tiro, Cic…

Verein für Verkehrsordnung im Buchhandel e. V.

(285 words)

Author(s): H. Buske
Nach dem Zweiten Weltkrieg führten die veränderten politischen Verhältnisse im damaligen Westdeutschland und in West-Berlin im Jahr 1957 zum Erlaß des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen, das allg. Kartellgesetz gen. wird. Eine Beibehaltung der alten Verkehrsund Verkaufsordnung als vorgegebene Rechtsordnung war nicht mehr möglich. Der Buchhandel jedoch wollte an den alten Usancen (Verkehrsregeln) festhalten. Er war an einer neuen Verbands-Verkehrsordnung interessiert, um bes. die Lieferungs…

Georgische Schrift

(445 words)

Author(s): H. Buske
Georgisch ist die bedeutendste Sprache der südkaukasischen (auch iberischen oder kart-welischen) Gruppe der kaukasischen Sprachen, die in ihrer Struktur und in ihrem materiellen Bestand nach die einheitlichste Gruppe bildet. Über den Ursprung der G. S. gibt es verschiedene Theorien. So soll im Zuge der Christianisierung Transkaukasiens im 4. und 5. Jh. der armenische Mönch Mesrop Maschtotz um 400 für die drei neubekehrten Völker der Armenier, Georgier und Albaner (Bezeichnung für die Bewohner de…

Vollständigkeit des Exemplars

(344 words)

Author(s): H. Buske
bedeutet bei reinen Textausgaben, z. B. Romanen oder Anthologien, daß der Text vollständig ist, die Seitenziffern in der richtigen Reihenfolge stehen und keine Schimmelbogen vorliegen. Bei aufwendig hergestellten Büchern müssen alle Taf. und Beilagen (Pläne, Karten, Faltbl. u. a.) vorhanden sein, die anhand eines im Buch befindlichen Verz. nachgeprüft werden. Die Prüfung der V. nennt man kollationieren (auf Vollständigkeit prüfen). Sie ist für einige wiss. Bibl. obligatorisch. In modernen Buchbi…

Verbandssortiment

(201 words)

Author(s): H. Buske
oder a Vereinssortiment ist ein auf genossenschaftlicher Basis arbeitendes a Barsortiment. Zweck der V.e war es, Vorteile des gemeinsamen Bezuges den Buchhändlern einer Region oder eines Verbandes zu verschaffen durch Errichtung einer Einkaufsgenossenschaft. V.e gaben ihre Bücher zu Verlegerpreisen an alle Buchhandlungen ihres Bezirks oder auch nur an Mitglieder der Genossenschaft. Die ersten V.e waren das «Schlesische Vereinssortiment» in Breslau (1879–1944), das «Mitteldt. Vereinssortiment» in…

Tscherokesische Schrift

(331 words)

Author(s): H. Buske
von dem Halbindianer Sequoyah (1760–1843) aus dem Stamme der Cherokee (Tscherokesen) ab 1809 in einem langjährigen Prozeß entwickelt. Ohne Lese- und Schreibkenntnisse versuchte er, zunächst erfolglos, das Tscherokesische in einer bildhaften Wortschrift darzustellen. Erst als er die Wörter der T. in Silben zerlegte und für die einzelnen Silben bes. Zeichen erfand, konnte er die Schrift, anfangs aus etwa 200 Silbenzeichen bestehend, weiter vereinfachen, indem er für die mit s anlautenden Gruppen v…

Reprintbibliographie

(374 words)

Author(s): H. Buske
intern. Spezialbibliographie über lieferbare Reprints von Büchern und Zss., versehen mit Erscheinungsjahr der Originalausgabe, Verlagskürzel, ISBN und Preis, jedoch i. d. R. ohne Umfang- und Formatangaben. Nur vereinzelt ist das Jahr des Nachdrucks angegeben. Gab es in den USA schon 1940 den «Catalog of reprints in séries» von R. M. Orton (25.ed. New York 1965), führte erst die anschwellende Flut von Reprints nach dem Zweiten Weltkrieg zu zahlreichen weiteren R.en. So entstand zunächst als Provi…

Verlegen

(218 words)

Author(s): H. Buske
ist ein mehrdeutiger Begriff, der bereits im Althochdt. als «ferlegen / farlegan» bekannt war. Die neudt. Bezeichnung V. erscheint erstmals im ersten Vier-tel des 14. Jh.s in Nürnberg im Zusammenhang mit den Schmieden. Mit dem Bevölkerungswachstum im SpätMA und der frühen Neuzeit, dem allg. wirtschaftli-chen Aufschwung und dem damit benötigten erhöhten Kapitalbedarf bes. für Kleingewerbetreibende entwickelte sich eine Form des Geldgebens, die V. genannt wurde, der Geldgeber war der Verleger. Im …

Zimmermann Musikverlag Frankfurt / Main

(579 words)

Author(s): H. Buske †
Julius Heinrich Z. (* 22. 9. 1851 in Sternberg / Mecklenburg, † 23. 4. 1923 in Berlin) gründete 1876 in St. Petersburg (offizielles Gründungsjahr mit Handelsregistereintrag 1876) eine Musikalienhandlung vorwiegend zum Vertrieb von Instrumenten aus Markneukirchen bei Zwickau, dem dt. Hauptsitz für Musikinstrumentenbau. Wenige Jahre später war es nötig, eigene Spezialwerkstätten für Holz-, Streich- und Zupfi nstrumente einzurichten. Für alle Instrumente bot Z. Lernmittel an, die Grundlage des später…

Bestellbuch

(282 words)

Author(s): H. Buske
1. Fest gebundenes Buch in das alle Bestellungen der Buchhandlung chronologisch und mit laufenden Nummern versehen eingetragen werden mit Titel, Anzahl, Datum der Kundenbestellung, Kundenanschrift, Versandard and Art der Zustellung, Kundenanschrift, Versamdart und Art der Zustellung, auch als Durchschreibe-B. In losen Blättern. Von Zeit zu Zeit mussen, um langwierge Sucharbeit zu vermeiden, alte, nicht augeführte Bestellungen vorgetragen werden. Je nach Firmengröße sind mehrere Bestellbücher eingeri…

Barsortimentskatalog

(165 words)

Author(s): H. Buske
auch BS-Katalog oder BS-Fi-che. Im Sortiment gebräuchliche Bezeichnung für das unentbehrliche Arbeitsinstrument B. in Buch- oder Ficheform. Exakter Name Barsortiments-Lagerkatalog. Der alphabetische Verfasserteil verzeichnet alle am Barsortimentslager befindlichen Titel, bei großen Firmen etwa 120000 mit bibliographischen Angaben und Bestellnummer, enthält außer den Lieferungs- und Zahlungsbedingungen wichtige Hinweise für das Bestellbuch. Der B. wird, je nach Größe des Barsortiments, ergänzt du…

Verlag

(1,445 words)

Author(s): H. Buske
ist die ältere Bezeichnung für Kapital, das von Verlegern/Kaufleuten etwa seit dem 13. Jh. in der gewerblichen Massenproduktion eingesetzt wurde, indem man z.B. Handwerkern und Kleingewerbetreibenden Geld vorstreckte (vorlegte). Diese Organisationsform war bes. ausgeprägt in der flandrischen Tuchindustrie, dem Florentiner Wollgewerbe, der ital. und franz. Seidenindustrie und wurde in der Frühdruckzeit vom Druckgewerbe übernommen. In den Schlußschriften der Ink. finden sich Begriffe wie cura, ope…

Strichinschriften

(174 words)

Author(s): H. Buske
werden altmesopotamische, bildähnliche Schriftzeichen um 3000 v. Chr. genannt. Sie können als Vorform der Keilschrift angesehen werden. Mit hölzernen Griffeln in Ton geritzt, dienten sie vorwiegend wirtschaftlichen Aufzeichnungen. Aufgrund des weichen Beschreibstoffes traten Rundungen weniger auf, dafür sind gradlinige Striche stärker anzutreffen, bes. ausgeprägt bei der elamischen (Strich)schrift. Bei Steininschriften behielt man zunächst die alten Strichformen bei. Erst einige Jh.e später wurd…

Kirchhoff, Carl Gustav Albrecht

(301 words)

Author(s): H. Buske
* 30. 1. 1827 in Berlin, f 2 0. 8. 1902 in Leipzig, dt. Buchhändler, Verleger und Antiquar, Geschichtsschreiber des dt. Buchhandels. Nach einer Lehrzeit bei Duncker & Humblot war K. Sortimenter bei E. S. Mittler in Berlin. K. ging 1848 nach Leipzig zur J. C. Hinrichsschen Buchhandlung und übernahm die Bearbeitung des Halbjahreskat, und des wöchentlichen Verz. der Neuerscheinungen. 1856 gründete er mit Georg Wigand das Antiquariat K. & Wigand, das er nach dem Tode Wigands 1858 allein und seit 186…

Herstellerverleger

(91 words)

Author(s): H. Buske
auch Herstellungsverleger, Herstellungskostenverleger. Selten gebräuchliche Bezeichnung für Verleger, die Ltnter Nutzung der Eitelkeit von Autoren meist Erstlingswerke in den Verlag nehmen und sich Herstellungs- und Vertriebskosten einschließlich Über- schuß als Druckkostenzuschuß bezahlen lassen. Dieses ist besonders stark verbreitet im alternativen Verlagswesen und bei zahlreichen Dissertationsverlagen. H. ist heute weitgehend ersetzt durch Selbstkostenverleger. Nicht zu verwechseln mit Kommissionsverleger. H. Buske Bibliography Voigtländer, R./Fuchs, …

Jungbuchhandel

(268 words)

Author(s): H. Buske
berufs- und sozialpohtische Reformen anstrebende Erneuerungs- und Büdungsbewegung im dt. Buchhandel der 1920er Jahre, deren Wurzeln in der dt. Jugendbewegung zu suchen sind. Unter den Hauptinitiatoren Eugen Diederichs und Otto Reichl entstanden die Lauensteiner Tafelrunden (1922 –1926), denen die Sommerakademien und zahlreiche regionale Arbeitstagungen folgten, in deren Mittelpunkt neue Formen der Berufsgestaltung standen. In den Zss. des J.s stand die Aus- und Fortbildung des Nachwuchses an ers…

Sütterlin, Ludwig

(127 words)

Author(s): H. Buske
* 23. 7. 1865 in Lahr (Schwarzwald), † 20. 11. 1917 in Berlin. Schriftkünstler, Gebrauchsgraphiker, Kunstgewerbler und Pädagoge. S. war Schüler von Emil Doepler und Max Koch, er entwarf Ausstellungsplakate, Buchschmuck für bibliophile Ausgaben der Offizin W. Drugulin in Leipzig und anderer Verlage. Seine «Sütterlingläser» der Glashütte Fritz Heckert im Riesengebirge genossen um die Jahrhundertwende Weltruf. S. erteilte in Berlin Fachunterricht für Buchdrucker an der Handwerkerschule und entwarf …

Unverbindliche Preisempfehlung

(132 words)

Author(s): H. Buske
für eine Ware besagt, daß ein Händler sich nicht an diesen vom Verkäufer empfohlenen Ladenpreis zu halten braucht, ihn also überschreiten (selten) oder (häufiger) unterbieten kann im Gegensatz zum «festen» Ladenpreis, dessen Einhaltung durch das ab 1. Oktober 2002 geltende Buchpreisbindungsgesetz (BuchPrG) in Deutschland vorgeschrieben ist (§ 3). In Ausnahmefällen können Verlage U. ausspre-chen, so für Titel, für welche die Preisbindung aufgehoben wurde, was in Deutschland frühestens 18 Monate n…

Buchhändlerwappen

(213 words)

Author(s): H. Buske
sind wie viele Berufswappen reine Phantasieerzeugnisse. Hervorgegangen aus alten Buchdrucker– und Verlegermarken tragen sie symbolische Figuren und Zeichen, welche die Verbundenheit des Berufes mit Kunst und Literatur demonstrieren sollen. So das aufgeschlagene Buch, Eule, Pegasus, Merkurstab, den Krebs als Symbol für die gefürchteten Remittenden, gekrönte Stechhelme reich verziert mit Farben und Devisenbändern wie «Habent sua fata libelli» (Bücher haben ihre Schicksale), «Nunquam retrorsum, plu…

Anführe-Geld

(148 words)

Author(s): H. Buske
Meist geringe Vergütung für die Bemühungen des Anfuhr(e)gespans, während der mindestens vierjährigen, oft jedoch erheblich längeren Lehrzeit den Lehrling in allen Künsten des Buchdruckens zu unterweisen. Mit zunehmender wirtschaftlicher Bedeutung des Druckwesens erhöhte sich der Anteil des Anführgespans. Er erhielt Mitte des vorigen Jh.s von dem Einschreibegeld die Hälfte, die andere Hälfte teilten sich die in der Druckerei beschäftigten Gehilfen, wenn der Lehrherr nicht selbst den Unterricht üb…

Nicht-Zeichen (ô)

(81 words)

Author(s): H. Buske
im Buchhandel gebräuchliche Abk. für «nicht»; z. B.: ô am Lager, ô mein Verlag, ô vorrätig, ô geb., ô zu finden, ô verzeichnet usw. Sie geht zurück auf die mittellat. Abk. ō für non. Ein waagerechter Strich, verschieden geformte Bogen oder Winkel, nach unten geöffnet, bezeichnen die Auslassung eines Buchstabens [(n)ô(n)]. H. Buske Bibliography Grun, P. A.: Leseschlüssel zu unserer alten Schrift. Görlitz 1935 (ND Limburg 1984), S. 37 Cappelli, A.: Lexicon abbreviaturarum. 6 ed. Milano 1979, S. 244.

Viaticum, Viatikum

(188 words)

Author(s): H. Buske
von lat. via «Weg», «Reise»; viator «Pilger». Vom 16. bis zum 20. Jh. Reiseunterstützung für wandernde Buchdruckergesellen, wenn keine Arbeit vorhanden war. Mit Aufkommen der Zünfte wurde das Gesellenwandern im Handwerk des 14. Jh.s üblich, im 16. Jh. Pflicht und Vorbedingung für die Zulassung als Meister. Alle Statuten der sich bildenden Gesellenbruderschaften enthielten einen Paragraphen «Wanderunterstützung», in Handwerk und Buchdruckerkunst als V. bezeichnet. Sachsen erließ 1780 Vorschriften…

Hörerschein

(255 words)

Author(s): H. Buske
mit Originalunterschrift (Unterschriftstempel sind wegen möglichen Mißbrauchs unzulässig) versehene, namentlich ausgestellte Bescheinigung eines dt. Hochschullehrers, der Autor oder Mitautor eines wiss. Buches ist, daß der Student als Hörer an seinen Veranstaltungen teilnimmt und berechtigt ist, dieses Werk zu einem um 20% ermäßigten Ladenpreis zu erwerben. Die Vordrucke stellt der Verlag, sie enthalten Titel, Ladenpreis und Hörerpreis. Der Betrag muß ohne weitere Abzüge in bar entrichtet werden…

Schreibschrift

(611 words)

Author(s): H. Buske
1. Im Schriftwesen Bezeichnung für eine Handschrift, in der die einzelnen Buchstaben eines Wortes in einem Zuge, ohne abzusetzen, geschrieben werden. 2. Im Druckwesen wird als S. die Schriftgattung der runden Schriften bezeichnet, deren Buchstaben denen von Handschriften nachgeahmt sind. Nach DIN 16 518 Schriftenklassifikation Gruppe VIII sind S.en zur Druck-type gewordene lat. Schul- und Kurrentschriften. Fast alle S.en lassen das verwendete Schreibwerkzeug erkennen, z. B. Spitz- oder Breitfeder, Graviernadel oder …

Tax(e)

(160 words)

Author(s): H. Buske
(von lat. taxare). Aufgekommen ist T. Mitte des 15. Jh.s als Schätzung, Beurteilung eines Warenwertes, Preis, Gebühr, Abgabe, Steuer. Nach der alten Gewerbeordnung (Titel V §§ 72–80, seit 1987 weggefallen) allg. behördlich festgesetzte Preise für Waren, im Versteigerungswesen Höchstsätze (Taxen) für die Vergütungen des öffentlich bestellten Versteigerers, ganz allg. Vergütungssätze für gewerbliche Leistungen. Im Buchhandel des 16. und 17. Jh.s als Büchertaxe geläufig, die gleichbedeutend war mit…

Autorenverlag

(293 words)

Author(s): H. Buske
Ein A. ist im Gegensatz zum Selbstverlag/Eigenverlag ein Buch- oder Zeitschriftenverlag, dessen Eigentümer nur ihre eigene schriftstellerische Produktion oder Teile davon verlegen und vertreiben. Ideen und Bestrebungen von Schriftstellern und Wissenschaftlern, aus eigenen Werken mehr Gewinn zu erzielen verbunden mit dem Vorwurf an den Buchhandel, nur gut verkäufliche Titel zu verlegen, lassen sich bis in die Antike zurückführen. Die Versuche von Leibniz mit seiner Subskriptions-Gesellschaft, die…

Universalschrift

(158 words)

Author(s): H. Buske
Bezeichnung für Begriffsschriften und Pasigraphien, die auf geschriebene Sprachform begrenzt sind und keine lautliche Realisierung verlangen oder ermöglichen. Sie streben an, meist nach Vorbildern der Piktographie, jede beliebige Sprache schreiben zu können, also für eine Universalsprache ein geeignetes Schriftsystem anzubieten. Darüber hinaus wurden bes. in der Gehörlosenpädagogik Notationssysteme herangezogen, die anhand nichtalphabetischer graphischer Zeichen Sprache darzustellen versuchten (…

Handlager des Verlegers

(217 words)

Author(s): H. Buske
heißt der vom Hauptlager getrennte Teil des Verlagslagers, der alle lieferbaren Titel je nach Gängigkeit in einem oder mehreren Ex. in offenen Regalen übersichtlich und leicht greifbar enthält. Das H. ist gewöhnlich Teil des Packraumes. Je nach Struktur des Verlages sind die Bücher nach Serien geordnet, Einzeltitel nach Gebieten, auch nach Verlagsnummern oder alphabetisch nach Autoren. Großformatige Bände, Tonkassetten oder Karten und Poster sind gesondert untergebracht. Häufig benötigte Titel w…

Schriftklassifikation

(641 words)

Author(s): H. Buske
ist ein intern. Ordnungssystem für Druckschriften. Seit den ersten bescheidenen Schriftproben von Schriftgießereien aus der Frühzeit des Buchdrucks bis hin zu den umfangreichen Schriftmusterkat. Anfang des 20. Jh.s ist der Schriftenbestand nach groben Gesichtspunkten wie Antiqua, Gotisch, Kursiv eingeteilt. Von einer systematischen Ordnung konnte keine Rede sein. Erst der Amerikaner Theodore Low De Vinne stellte in seinem Buch «Plain Printing Types» (New York 1900) den ersten brauchbaren Versuch…

Slips

(77 words)

Author(s): H. Buske
(engl.), Fachbezeichnung in der engl. Buchbranche für 1. Fahnenabzüge; 2. Papierstreifen, schmale Zettel, Fäden; 3. beim Handeinband die freien Enden der Heftschnüre, die Deckel und Buchblock miteinander verbinden. Im dt. Buchgewerbe ist der Fachbegriff S. selten gebräuchlich. H. Buske Bibliography Bogeng, G. A. E.: Umriss einer Fachkunde für Büchersammler. Bd. 3. Nikolassee 1911 (ND Hildesheim 1978), S. 152 Glaister, G. A.: Encyclopedia of the book. 2nd ed. New Castle / London 1996, S. 447 (mit Abb.).

Ailly, Pierre d’

(299 words)

Author(s): H. Buske
gen. Petrus de Alliaco, auch Aigle de France, franz. Universalgelehrter des späten MA, eine der berühmtesten und schillerndsten Gestalten seiner Zeit, * um 1350 in Compiègne †14 22 in Avignon. Studierte Theologie in Paris. 1389 von Papst Clemens VII. zum Kanzler der Universität Paris ernannt. Wurde 1395 Bischof von Le Puy und 1397 Bischof v. Cambrai. Nahm 1409 am Konzil v. Pisa teil, wurde 1411 zum Kardinal ernannt. War mit Gerson von 1414 bis 1418 eine der wichtigsten Persönlichkeiten des Konzi…

Unterlänge

(294 words)

Author(s): H. Buske
heißt in der Epigraphik und Paläographie der Teil von Minuskelbuchstaben, die über die Grundlinie des Vierlinienschemas in den Unterlängenbe-reich mehr oder weniger weit hineinreicht. Erste Anzei-chen von U. finden sich bereits im 1. Jh. n. Chr. in der sog. röm. Kursive in dem Papyrusfragment aus Ochyrhynchus und dem Claudius-Papyrus. Die vielfältigen Formen (stumpf, spitz, kurz, lang, Schleifen, Schlingen) sind abhängig vom Schreibgerät (Griffel, Rohr, Feder, Pinsel), Beschreibstoff (Papyrus, P…

Prototyrrhenische Schrift

(156 words)

Author(s): H. Buske
nennt man die altitalischen, auch frühetruskischen Alphabete, die um 700 v. Chr. im südetruskischen Gebiet entstanden sind. Rechtsläufige auf einer Vase aus Formello, dem Boden einer Flasche aus Cerveteri (dem alten Caere, daher «Caere-Alphabet») und das Alphabetfragment an der Felswand eines etruskischen Grabes nahe Siena. Prototyrrhenische Schrift. Etwa 8. bis 7-Jh. v. Chr. Linksläufig ist als einzig bekanntes das Alphabet auf einer Schreibtafel von Marsiliana. Es enthält alle semiti- sehen sowie die griech. Zeichen für ΘΧΦ dazu und , die im Et…

Gleim, Johann Wilhelm Lud(e)wig

(320 words)

Author(s): H. Buske
* 2. 4. 1719 inErmsleben, † 18. 2. 1803 in Halberstadt, studierte Jura und Philosophie in Halle. Nach verschiedenen Anstellungen als Hauslehrer und Sekretär wurde er 1747 Domsekretär in Halberstadt, widmete sich ganz der Lit. und stand mit fast allen dt. Schriftstellern seiner Zeit in regem Briefverkehr und galt als führender Vertreter der anakreontischen Dichtung. Er lebte in so guten Verhältnissen, daß er viele Studenten und Dichter unterstützen konnte. G. nahm Klopstock und später J. G. Jacob…

Vereinsbuchhandel

(347 words)

Author(s): H. Buske
nennt man die regionale und überregionale buchhändlerische Vereinsbildung und -tätigkeit, deren Anfänge bis ins 17. Jh. zurückgehen. Sie ist entstanden zur Abwehr von Behördenwillkür, Zensur, Nachdruck, Schleuderei und dem Eindringen fachfremder Kräfte in den Buchhandel, um Branchenusancen zu verbessern und gemeinsame wirtschaftliche Aktivitäten anzuregen oder sie zu verbessern. Standen anfangs wirtschaftliche Interessen im Vordergrund, traten später Sozial- und Bildungseinrichtungen hinzu. Früh…

Westermann, Georg, Verlag

(556 words)

Author(s): H. Buske
Der Verlagsgründer George W. (* 23. 2. 1810 in Leipzig, † 7. 9. 1879 in Wiesbaden) besuchte das angesehene Freiberger Gymnasium Albertinum und trat im Herbst 1827 als Lehrling beim Verlag Friedrich Vieweg & Sohn in Braunschweig ein. Wanderjahre führten ihn später nach Königsberg, Hamburg, England und Schottland. W. gründete am 21. 5. 1838 in Braunschweig seinen Verlag und heiratete noch im gleichen Jahr die jüngste Tochter seines ehemaligen Lehrherren, Blanca Vieweg. 1840 kaufte er von den Erben…

Klappentext

(178 words)

Author(s): H. Buske
Werbetext auf den nach innen eingeschlagenen, Schutzumschlages (Buchumschlages)) mit Inhaltsangaben vorderen Klappe, Text oft umlaufend, wenn nicht die hintere Klappe mit anderen Werbetexten zu Titeln gleicher Thematik versehen ist. Der K., fälschlicherweise oft als Waschzettel bezeichnet, mitunter vom Autor selbst, meistens aber von Lektoren oder Werbefachleuten ge schrieben, häufig von mangelnder Aussagekraft bei Überbetonung werblicher Aspekte, ist trotzdem eine erste und wichtige Information…

Piktographie

(251 words)

Author(s): H. Buske
ist eine Bilderschrift, bestehend aus einzelnen Piktogrammen mit eigenen grammatischen Regeln, vereinzelt auch als Piktogrammatik bezeichnet. Piktographische Systeme finden sich in der Frühgesch. der Schrift bei den Azteken, den kleinasiatischen Völkern, den Eskimos, den Ojibwa Indianern in Nordamerika u.a.m. mit allen ihren Übergangsformen, in denen P.n als Laut– und Silbenschrift benutzt wurden und aus denen sich die alphabetischen Schriftsysteme entwickelten. Eine bes. Bedeutung gewinnt die P…

Weise’s, Julius, Hofbuchhandlung, Stuttgart

(481 words)

Author(s): H. Buske
hervorgegangen aus der am 18. 6. 1826 gegr. Verlags- und Sortimentsbuchhandlung Carl Hoffmann (1802–1883), der Schulbücher u. a. «gangbare Werke gebunden am Lager» hielt, einen Journal-Lesezirkel einrichtete und 1827 Sortiment und Leihbücherei der Gebr. Franckh kaufte. Er nahm seinen späteren Schwager, den Buchhändler Julius Weise (1804–1882), als Teilhaber auf. Dieser erwarb 1834 das Hoffmannsche Sortiment und führte es unter seinem Namen weiter. Er gliederte ihm bald einen Verlag an und nahm 1…

Titelauflage

(223 words)

Author(s): H. Buske
nennt man im Buchhandel den Rest einer Aufl., die wegen Unverkäuflichkeit oder Verlagswechsels mit einem neuen Titelbl. oder Titelbogen, oft mit fälsch-lichen oder irreführenden Angaben wie «zweite, dritte usw. Aufl.», «Neue Ausgabe», «Sonderausg.», einer anderen Jahreszahl oder einem neuen Titel u. ä. versehen wird. Solche T. werden wie neue Aufl. vertrieben. Schon vor 150 Jahren mußte jede T. zur Aufnahme in die bibliographischen Verz.e der Hinrichsschen Buchhandlung, Leipzig, die Hinrichs’ Ka…

Sprachenatlas

(313 words)

Author(s): H. Buske
Anders als im a Sprachatlas enthält der S. ethnographische Karten, d. h. solche der räumlichen Verbreitung von Sprachen und Völkern. Die Erforschung der Sprachen und ethnographischen Verhältnisse Europas und der angrenzenden Regionen, insbes. der Vielvölkerstaaten Österreich-Ungarn, Rußland, Türkei und dem Balkan zog zwangsläufig die Erstellung von Sprachenatlanten nach sich. Als ältester S. gilt die «Lusatia superior» von Bartholomaeus Scultetus (Görlitz 1593), in der die dt.-sorbischen Siedlungsgebie…

Young, Thomas

(347 words)

Author(s): H. Buske
* 13. 6. 1773 in Milverton, † 10. 5. 1829 in London, engl. Naturwissenschaftler und Mediziner. Er wuchs als hochbegabter ältester Sohn von zehn Kindern in einer Quäkerfamilie auf, konnte mit zwei Jahren fließend lesen, lernte von 1782 bis 1786 auf einer Schule in Compton / Dorset alte und neue Sprachen sowie Mathematik und Physik. Von 1787 bis 1792 war Y. Hauslehrer und studierte danach Medizin in London. Dort hielt er mit nur 19 Jahren Ende Mai 1793 vor der Royal Society einen Vortrag über das …

Signalexemplar

(95 words)

Author(s): H. Buske
oder Signalband, Vorausband, Fertigungsmuster. In der DDR übliche Bezeichnung für einen in der Buchbinderei handgefertigten Musterband für den Hersteller des Verlages, seltener für Autoren. Es mußte auf Bogen-, Tafel- und Beilagenfolge, auf Stand der Texte des Inhaltes, Einbandes und Schutzumschlages sowie die Qualität der Bindearbeit geprüft werden, um evt. Mängel vor Beginn der Partiearbeit beheben zu können. H. Buske Bibliography Pohle, J. / Wagner, K.-O.: Die Buchherstellung. Leipzig 1969, S. 26 und 64 Lexikon des Bibl.wesens. Bd. 2. 2. Aufl. Leipzig 1975, Sp. 1233 Lexikon …

Gelehrtenbuchhandlung

(426 words)

Author(s): H. Buske
Eine G. druckte und vertrieb auf Kosten der Autoren deren Werke und beteiligte sie am Verkaufserlös wesentlich besser, als man es von den Buchhändlern gewohnt war. Die Idee des Selbstverlages von Schriftstellern und Gelehrten ist bis in die Antike zurückzuverfolgen. Mangelnder Vertrieb ihrer Schriften, geringe Honorare, Schwierigkeiten, einen Verleger zu finden, Vorstellung größerer Unabhängigkeit waren Motive, die zur Gründung von Selbstverlägen, G.en und Autorengenossenschaften führten. Es gab…

Tauschhandel

(534 words)

Author(s): H. Buske
bedeutet urspr. das Tauschen selbst erzeugter Waren, meist Naturalien gegen andere für den eigenen Bedarf und auch zur Gewinnerzielung. Dieser Naturalientauschhandel ist bereits aus der Vorzeit geläufig. Er zieht sich in wechselnden Formen durch alle Zeiten und wird heute nur noch bei wenigen Naturvölkern praktiziert. Mit dem Entstehen des Geldes ging der T. über in den Kaufhandel, wobei der Tauschwert des Geldes ständigen Schwankungen unterworfen war. Eine ältere, nicht mehr gebräuchliche Bez. …

Inventur

(325 words)

Author(s): H. Buske
im Buchhandel, gesetzlich vorgeschriebene körperliche Bestandsaufnahme aller Vermögenswerte und Schulden (§39 HGB und §141 AO der BRDeutsch-land) nach Art und Menge durch Zählen, Messen, Fotografieren, Wiegen und (ausnahmsweise) Schätzen. Die I. ist bei Beginn eines Handelsgewerbes, am Ende jedes Geschäftsjahres und bei Geschäftsaufgabe vorzunehmen. Nach Abschluß der I. werden alle Vermögensgegenstände bewertet (Abschreibung) und in einer Liste (Inventar, Inventarbuch) verzeichnet. Die I. muß na…

Fliegende Blätter

(413 words)

Author(s): H. Buske
ill. humoristisch-satirische Wochenschrift des Verlages Braun & Schneider in München 1844 bis 1944 unter Mitarbeit angesehener Künstler und Schriftsteller wie H. Dyck, M. von Schwind, C. Spitzweg, W. Busch, A. Oberländer, E. Harburger, C. Stäuber, der allein 9000 Zeichnungen lieferte, Graf Pocci, V. von Scheffel, F. Dahn, F. Gerstäcker, E. Geibel, H. Seidel, E. Eckstein. Sie behandelte Tagesthemen und nahm Stellung zu allen bedeutsamen Erscheinungen. Von der politischen Satire bis zu gefühlvolle…

Anzeiger des österreichischen Buchhandels

(235 words)

Author(s): H. Buske
Mitteilungsblatt des Hauptverbandes des österr. Buchhandels. Mitteilungen des Bundesgremiums und der Landesgremien des Handels mit Büchern, Kunstblättern und Musikalien. Erscheint 1984 im 119. Jahrgang im Verlag des Hauptverbandes des österr. Buchhandels in Wien. Gliedert sich in einen redaktionellen Teil und einen Inseratenteil. Zusätzlich erscheinen jährlich drei Sondernummern. Der Zs. liegt der unregelmäßig erscheinende Anzeiger des Verbandes der Antiquare Österreichs bei. Die erste Nummer er…

Standard Book Numbering Agency Ltd. (SBNA)

(128 words)

Author(s): H. Buske
zentrale nationale Agentur für die Vergabe, Überwachung und Verwaltung der Standard Book Number (SBN). Für Großbritannien mit der Einführung der SBN im Sommer 1967 gegründet. Ihr gehören an: J. Whitaker and Sons Ltd., Hrsg. von «British Books in Print» (BBP); «The Bookseller», das Council of the British National Bibliography (BNB), sowie die Publisher’s Association (PA). Der Sitz ist London. Mit Einführung der International Standard Book Number (ISBN) 1969 wurden bestehende SBNA umgewandelt in I…

Deutsche Schrift

(59 words)

Author(s): H. Buske
Name einer von Rudolf Koch entworfenen fetten Schwabacher, die 1910 von der Schriftgießerei Gebrüder Klingspor herausgebracht wurde. Ihre Veröffentlichung galt seit Ungers Fraktur um 1790 als das wichtigste Ereignis im deutschen Schriftguß und hatte starken Einfluß auf das gesamte Schriftschaffen in Deutschland. Ihr folgten 1913 die schmale und halbfette, 1921 die magere D. S. H. Buske

Vorauflage

(63 words)

Author(s): H. Buske
bedeutet soviel wie vorherige Auflage. Wird die Neuaufl. eines Werkes z. B. als «völlig überarbeitete», «wesentlich erweiterte», «ergänzte und erweiterte» oder nur als «Neudruck» in einem Prospekt oder in Anzeigen angezeigt, weist der Verlag in den meisten Fällen durch Zitieren positiver Stellungnahmen wie «Aus den Besprechungen der V.», «Urteile zur V.», «Pressestimmen zur V.» auf seine bes. Bedeutung hin. H. Buske

Hauranitische Schrift

(175 words)

Author(s): H. Buske
benannt nach vorislamischen, arabischen Inschriften aus dem 2.–4. Jh. v. Chr., teilweise noch früher datiert, von der Hochebene Hauran (Syrien) östlich des Jordan, die in Bustrophedonform (Bustrophedon), auch von oben nach unten, religiöse Texte und Namen enthalten. Nordsemitische Schrift mit Elementen himyarischer, phönikischer und aramäischer Zeichen, verwandt mit der sinaitischen und thamudischen Schrift. Um ihre Entzifferung haben sich um 1870 J. Halévy und D. H. Müller, später E. Littmann, …

Autorenbuchhandlung

(287 words)

Author(s): H. Buske
Eine A. ist eine im Besitze von Autoren befindliche Buchhandlung, die sich verpflichtet, deren sämtliche lieferbaren Titel am Lager zu halten und besonders herauszustellen, ihnen die Räume für Lesungen, Diskussionen und Vorführungen aller Art zur Verfügung zu stellen, die sich daneben aber auch dem herkömmlichen Sortimentsgeschäft widmet. Diese Garantien erwerben die Beteiligten gegen Zahlung eines Darlehens von mindestens DM 1000,-, das mit 5 % oder nach Vereinbarung verzinst wird. Aus rechtlic…

Bulletin du Bouquiniste

(76 words)

Author(s): H. Buske
Seit dem 1. 1. 1857 zweimal monatlich erschienenes Bulletin von 16—32 Seiten Umfang mit Angeboten alter und neuer Bücher, z. T. hervorragenden bibliographischen Beiträgen und Rezensionen von Sammlern und Wissenschaftlern, unter anderen G. und J. Ch. Brunet, Berichten über bedeutende Ankäufe und Bibliotheken bekannter Persönlichkeiten, herausgegeben von dem Pariser Buchhändler und Antiquar Auguste Aubry. Teilweise mit Titel- und Schlußvignetten, Wiedergaben alter Druckermarken und anderen Illustrationen. Erschien bis Nr. 656 (1896). H. Buske

Zweiliniensystem

(208 words)

Author(s): H. Buske †
in der neueren Lit. überwiegend Zweilinienschema genannt. Z. bezeichnet für die klassische griech. (ca. 4. Jh. v. Chr. bis 8. Jh. n. Chr.) und lat. (ca. 1. bis 9. Jh. n. Chr.) Buchschrift (z. B. Uniziale, Capitalis und ähnliche Formen) einen auf Papyri oder Pergament zwischen zwei Linien geschriebenen Text in einzelnen Majuskeln ohne Wort- und Satztrennung (Scriptura continua), wobei nur wenige Buchstaben geringfügig über die obere bzw. untere Linie hinausgehen. Erst durch verstärkte Anwendung d…

Barsortiment

(590 words)

Author(s): H. Buske
Das B. ist als Einrichtung des Zwischenbuchhandels ein Großhandel mit Büchern und anderen Gegenständen des Buchhandels. Es führt je nach Größe bis zu 120000 nach rein wirtschaftlichen Kriterien ausgewählte Titel am Lager, die i. d. R. zu Originalverlagsrabatten (Verlagsrabatt) an das Sortiment abgegeben werden. Durch den Bezug aus einer Hand mit einer Rechnung für die Buchhandlungen sowie durch größere Bestellmengen bei den Verlagen trägt das B. wesentlich zur Rationalisierung im Buchhandel bei.…

Versendungslisten

(300 words)

Author(s): H. Buske
waren im Buchhandel der vorelektronischen Zeit eigens gedr. alphabetische Listen von Sortimenten, geordnet nach Orten und darunter die Buchhandlungen nach dem Firmenalphabet. Heute ersetzt durch Versanddateien. V. wurden benutzt für die Versendung z. B. von Neuigkeiten oder Fortsetzungen (auch Continuationslisten). Die V. hatten Spalten für Firma / Ort, diverse Titel, Anzahl und Gesamtpreis, so daß sich am Ende der Liste die Zahl aller versandten Ex. und der Gesamtbetrag ergaben. Die Versendunge…

Verzierung am Einband

(673 words)

Author(s): H. Buske
nennt man die flächigen oder plastischen Bestandteile auf den Buchdecken, den Rükken, Kanten, Vorsätzen, Schnitten, Einzelteile von Schließen, gesondert hergestellter Schmuck. Diese äußeren Bestandteile müssen aufeinander abgestimmt sein wie die inneren, das sind Text, Papier, Schrift, typographische Gestaltung und Druck. Erst beide zusammen ergeben das Kunstwerk Buch. Die moderne Einbandkunst ist von schlichter Eleganz geprägt. Vorrangig sind künstlerische Zeichenformen oder geometrische Elemen…
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