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Your search for 'dc_creator:( "H. Buske" ) OR dc_contributor:( "H. Buske" )' returned 399 results. Modify search

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Sondrio-Alphabet

(168 words)

Author(s): H. Buske
Das S. wird den sogen. Alpenalphabeten zugerechnet und nach dem Fundort benannt. Es umfaßt im wesentlichen Inschriften westlich des Garda-Sees und der angrenzenden Schweiz. Die Schriftrichtung ist vorwiegend linksläufig, auch Spiegelschrift kommt vor. Seine Herkunft ist nicht eindeutig geklärt. Von den Schreibsystemen der Venetischen Alphabete (Venetische Schrift) unterscheidet es sich durch bes. häufige Formvarianten von l, p und u. Eine Zuweisung zu den rätischen Alphabeten (Rätische Schrift) …

Mainzer Minipressen-Archiv

(210 words)

Author(s): H. Buske
Slg. von über 5000 (1992) lit., künstlerischen und politischen Schriften vom Einblattdruck über Plakate, Broschüren, Bücher, Zss. bis zu bibliophilen Pressendrucken und Videos von Eigen-und Kleinverlagen aus der Alternativbewegung seit Ende der 1960er Jahre. Seine Aufgabe ist die Pflege, Ergänzung und Katalogisierung der Produktion von Mini- und Alternativpressen, deren Erzeugnisse von öffentlichen Bibl.en kaum oder gar nicht zur Kenntnis genommen werden. Bei der Literaturvermittlung und Fragen …

Teillieferung

(143 words)

Author(s): H. Buske
ist die Lieferung einer bestimmten Warenmenge in Raten oder einer unbestimmten Menge auf Abruf für eine gewisse Zeit an den Handelspartner, der regelmäßig zu entsprechender Ratenzahlung verpflichtet ist. Gesamtmenge und Laufzeit werden von beiden Seiten festgelegt. Bei größeren Kontingenten wird über die T. ein Teillieferungsvertrag oder Sukzessionslieferungsvertrag abgeschlossen. So ist es durchaus üblich, daß zwischen einer Druckerei oder einem Verlag und einer Papierfabrik bzw. einem Papiergr…

Volksausgabe

(419 words)

Author(s): H. Buske
ist die rechtlich nicht verbindlich erklärte Bezeichnung für die Ausg. eines bereits früher erschienenen Werkes, das durch einfachere Ausstattung, höhere Auflage, auch durch Vereinigung mehrerer Teilbde. zu einem wesentlich niedrigeren Preis angeboten werden kann. V. unterscheiden sich von diesen nur durch die Ausstattung, nicht durch den Inhalt. Gab es wohlfeile Ausg. bereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts, tauchen die ersten sog. V. in den 1870er Jahren auf. So ersch. 1877 bei Breitkopf & Härt…

Vorausexemplar

(145 words)

Author(s): H. Buske
oder Vorabex. nennt man ein Buch, das vor der regulären Auslieferung durch den Verlag an den Verfasser, bekannte Schriftsteller und anderen Per- sönlichkeiten des öffentlichen Lebens geschickt wird, um deren Urteile einzuholen und in der Werbung zu benutzen. Für die Öffentlichkeitsarbeit am wichtigsten sind die sog. Multiplikatoren der Medienbranche (Zeitungen, Zeitschriften, Funk und Fernsehen), die ein V. mit der Bitte erhalten, das Werk zu rezensieren. Vorzugsweise werden bekannte Kritiker mi…

Handstück

(131 words)

Author(s): H. Buske
Aus der geologischen Fachsprache übernommener Terminus, angewendet 1. auf ein Buch, das zu Lehr- und Anschauungszwekken benutzt wird, z. B. Lehrerhandstück, ein Lehrbuch, das dem Lehrer vom Verlag ohne Entgelt überlassen wird, wenn ein ganzer Klassensatz des betr. Titels bestellt wurde (auch Lehrerfreiexemplar). 2. Mit Schreibpapier durchschossenes wiss. Werk, in das der Autor Korrekturen und Ergänzungen für eine Neuaufl. einträgt. 3. In der Hand des Verlegers ein mit Schreibpapier durchschossener Verlagskat, für Korrekturen und Ergänzungen, die bei eine…

Ideenschriften

(226 words)

Author(s): H. Buske
oder Inhaltsschriften sind eine bestimmte Art von Bilderschrift (Piktographie) als zeichnerische Vorstufen der Schrift in Form einfacher Darstellungen von Begriffen, Ideen und Bedeutungen, ähnlich unseren modernen Piktogrammen zum Zwecke der Mitteilung. Die Symbolik dieser Bilder kann ebenso wie die von Gebärden jedermann verständliche Bedeutungen ausdrükken 565 ohne eine sprachliche Form zu haben. Die knappe Darstellung führt dazu, daß gewisse Bilder so vereinfacht werden, daß sie schließlich n…

Lexikologie

(129 words)

Author(s): H. Buske
Bereich der Sprachwissenschaft, der sich mit der Erforschung und Beschreibung des Wortschatzes einer Sprache beschäftigt, auch Wissenschaft von den lexikalischen Begriffen. Die allg. L. versucht die für viele Sprachen gültigen Gesetzmäßigkeiten aufzudecken. Die spezielle L. befaßt sich mit dem Wortschatz einer Sprache z. B. mit der morphologischen Zusammengehörigkeit. Die historisch–vergleichende L. untersucht die Herkunft und Gesch. der Wörter (Etymologie). Die synchronische L. beschreibt eine …

Deckungsauflage

(171 words)

Author(s): H. Buske
auch Kostendeckungsaufl., ist der Teil der Druckaufl., den ein Verlag verkaufen muß, um aus diesem Umsatzerlös alle für die Herstellung eines Titels anfallenden Kosten zu decken. Die Höhe der D. wird auch in Prozenten ausgedrückt. Wird die Gesamtabsatzzeit lang veranschlagt, ist die D. niedrig anzusetzen(z. B. 20%), i. d. R. liegt sie bei kleineren Aufl. bei 50%. Folgende Formel liegt der Errechnung zugrunde: Aus der Höhe der D. ergibt sich der Ladenpreis. Nach Verkauf der D. beginnt der Bruttogewinn. Je nach Verlagsstruktur, Struktur des Abnehmerkreises und Erwartungshalt…

Wittwer, Konrad GmbH & Co. KG

(519 words)

Author(s): H. Buske
mit Sitz in Stuttgart besteht als Firmengruppe aus der Konrad Wittwer GmbH Bahnhofsbuchhandlungen mit 23 Niederlassungen, davon neun in Stuttgart, 11 in Städten des Umlandes, in Chemnitz und zwei in Dresden; weiter aus der Konrad Wittwer GmbH. Verlags- und fünf Sortimentsbuchhandlungen mit Filialen in Stuttgart-Hohenheim, Stuttgart-Pfaffenwald, Sindelfingen und Ludwigsburg. Der Firmengründer K. Wi…

Wachholtz, Karl Verlag GmbH

(345 words)

Author(s): H. Buske
Karl Johann Gottfried Wachholtz (1892–1962) aus Neumünster / Holstein absolvierte das dortige Gymnasium, lernte in Hamburg Papierkaufmann und besuchte die Handelshochschulen in München und Berlin. Am 1. 5. 1919 kaufte er von seinem…

Taschenwörterbuch

(230 words)

Author(s): H. Buske
handliches, kompaktes Wb. im Taschenformat, alphabetisch nach Begriffen geordnet und alle Gebiete der Unterhaltung, Bildung, Konversation, des Wissens betreffend oder als fachliches Nachschlagewerk dienend. Mit der Bez. T. wird nur das Format ausgedrückt. T.er sind hervorgegangen aus den kleinformatigen Almanachen und Taschenbüchern des 18. Jahrhunderts. In gl…

Hörerexemplar

(260 words)

Author(s): H. Buske
Bezeichnung für das Werk eines Hochschullehrers, das seine Hörer mit einem Hörerschein in jeder dt. Buchhandlung zu einem um 20% ermäßigten Ladenpreis erwerben können. Der § 26 des dt. Gesetzes über das Verlagsrecht von 1901: Überlassung von Abzügen zum Vorzugspreis, wurde…

Exponent

(123 words)

Author(s): H. Buske
1. Im mathematisch-naturwiss. Satz in einem kleineren Schriftgrad hinter einem Formelbuchstaben hochgestellte Zahlen oder Formelbuchstaben, gelegentlich auch komplizierte mathematische Ausdrücke, welche die Potenz der betreffenden mathematischen oder physikalischen Größe ausdrücken. E.en können Formelbuchstaben sein, die ihrerseits wieder E.en besitzen. Diese mehrstufigen Ausdrücke wie auch E.en 1. oder 2. Ordnung werden durch unterschiedliche Größe …

Standard Book Number (SBN)

(415 words)

Author(s): H. Buske
urspr. auf Großbritannien begrenzte Version der späteren International Standard Book Number (ISBN). Verstärkter Einsatz von EDV-Anlagen im engl. Verlagswesen führten in den 1960er Jahren zu Überlegungen über eine einheitliche Buchnumerierung. Als der bedeutendste Zwischenbuchhändler W. H. Smith and Sons Ltd. außerhalb Londons ein hochmodernes, EVD-gesteuertes Lagerhaus plante, beauftragte das engl. Distribution and Methods Commitee in Zusammenarbeit mit dem System Services Dept. of W. H. Smith P…

Gurmukhi-Schrift

(113 words)

Author(s): H. Buske
auch Gurumukhi-Schrift, eine verbesserte Form der Landā-Schrift, in der das Punjabi oder Panjabi im Nordwesten Indiens geschrieben wird. In der G. sind die heiligen Bücher der Sikhs gedruckt. Das Alphabet ist sehr frei aus der Devanägari-Schrift (Indische Schriften) abgeleitet und das Ergebnis einer vom Sikhfiirsten Angad (1538–1552) durchgeführten Schriftreform. H. Buske Bibliography Grierson, G. A.: Linguistic Survey of India. Vol. 9, Part 1. Calcutta 1916 (ND New Delhi 1968), S. 624 Cummings, T. F. / Bailey, T. G.: Panjabi Manual and Grammar. Calcutta 1925 Diringer, D.: The Alphabet. 3rd ed. Vol. 1. London 1968 Jensen, H.: Die Schrift in Vergangenheit und Gegenwart. 3., neubearb. un derw. Aufl. Berlin 1969, S. 369 (Abb.).

Ausbildungsplan

(89 words)

Author(s): H. Buske
Jeder Ausbildende hat unter Zugrundelegung des Ausbildungsrahmenplans für den Lehrling (Auszubildenden) einen Ausbildungsplan laut § 5 der Verordnung über die Berufsausbildung zum Buchhändler/zur Buchhändlerin zu erstellen. Er soll individuell auf die geistigen und körperlichen Fähigkeiten, Vorbildung und Lernqualitäten zugeschnitten sein. Buchhändler, Berufsausbildung. …

Siebeck

(749 words)

Author(s): H. Buske
Verlegerfamilie. Erster Buchhändler in der kinderreichen Familie des August David Heinrich S., Organist zu St. Johannis in Leipzig, war Hermann A…

Schwabacher

(633 words)

Author(s): H. Buske
aus der Rotunda hervorgegangene, vorherrschende Druckschrift der Spätrenaissance und Reformationszeit. Sie gehört mit der Textura und der späteren Fraktur zur Gruppe der gebrochenen Schriften. Im Unterschied zu der oberrheinischen Bastarda, bei der Schlingen an den Oberlängen vorherrschen, sind sie bei der S. selten. Charakteristisch sind die verdickten Schäfte von f und langem s, das leicht kursive einbäuchige a und die offene untere Krümmung des g. Sie zeichnet sich aus durch breitlaufende Ver…

Semitische Schrift

(239 words)

Author(s): H. Buske
Bezeichnung für die Schriften der semitischen Sprachfamilie, die, nicht unproblematisch, in drei Gruppen eingeteilt werden kann: 1. die ostsemitische Schrift mit akkadisch (babylonisch-assyrisch), 2. die nordsemitische Schrift mit hebräisch-kanaanäisch, aramäisch, phönizisch, syrisch nordarabisch und 3. die südsemtische Schrift mit lihjanisch, thamudisch, safatenisch, sabäisch und äthiopisch. Bis auf die Keilschrift der Ostsemiten benutzten die anderen semitischen Völker eine Mischung aus Elemen…

Vögelin, Ernst

(322 words)

Author(s): H. Buske
*10. 8. 1529 in Konstanz, † 20. 9. 1589, genannt auch Ernestus typographicus, wirkte 1559–1571 als Drucker und Verleger in Leipzig. V. übernahm 1556 die Leitung der Druckerei Valentin Bapst (auch Papst), dessen Tochter Anna er 1557 heiratete. 1559 erhielt er das Leipziger Bürgerrecht. Seit 1559 firmierte er unter seinem Namen und zahlte 1562 seine Schwäger aus, erwarb ein Grundstück in der Nicolaistraße, wohin er die Druckerei verlegte. Im Frühjahr 1565 erweiterte er seine Firma durch Ankauf der…

Originaltext

(123 words)

Author(s): H. Buske
O. heißt 1. der urspr., vom Autor signierte, selbst geschriebene oder auf Tonträger gesprochene Text im Gegensatz zur Ab…

Kalmückische Schrift

(136 words)

Author(s): H. Buske
1648 vom Lama Zaya Pat;u;lit aus der mongolischen Schrift entwickelt rur die an der unteren Wolga angesied…

Reprintverlag

(329 words)

Author(s): H. Buske
Spezialverlag, der ausschließlich oder vorwiegend Reprints herausbringt, was sich in vielen Verlagsnamen ausdrückt, wie u. a. Johnson Reprint (New York), Kraus Reprint (Millwood), Laffitte Reprints (Marseille), Slatkine Reprints (Genf), Reprint Verlag (Leipzig), Sändig Reprint (Vaduz) oder Entomological Reprint Specialists (Los Angeles). Die großen R.e. entstanden nach dem Zweiten Weltkrieg aus Antiquariaten. Dort liefen die Desiderata der Bibl.en und neuen …

Vereinfachte Remission

(207 words)

Author(s): H. Buske
von a Defektex. (VR), im Buchhandel bis Mitte der 1970er Jahre noch als a körperlose Remission bezeichnet, heißt die Rücksendung von Titelblatt und / oder Defektbogen bzw. anderer defekter Teile an den Verlag zum Umtausch in ein einwandfreies Ex. oder Gutschrift des Betrages. Die V. dient beiden Seiten zur erheblichen Kostenersparnis. Der Sortimenter-Ausschuß des Börsenvereins gibt regelmäßig eine Liste der Verlage heraus, die sich an der V. beteiligen. Sie enthält in Spalten: 1) die Verkehrsnum…

Geschenkausgabe

(38 words)

Author(s): H. Buske
gegenüber einem Taschenbuch oder einer als billig erkennbaren Ausg. ein sauber und fest gebundenes Buch, gedr. auf gutem Papier, in gediegener Typographie des Inhaltes und Einbandes, das auch ein Laie als besonders wertvoll empfindet. H. Buske

Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck GmbH

(696 words)

Author(s): H. Buske
ist ein intern. erfolgreicher Medienverbund von selbständig operierenden Belletristik-, Sachbuch-, Bildungs- und Wissenschaftsverlagen, Ztg., Zss., Druckereien, Ges. für elektronische Medien und Service-Unternehmen mit ca. 13 Tsd. Mitarbeitern (2005) und einem Umsatz von ca. 2 Milliarden Euro, wovon in Deutschland 49 Prozent, in den USA 24 %, in Großbritannien 13 % und in den übrigen Ländern 14 % erwirtschaftet werden. Davon ent-fallen auf die Publikumsverlage 27 %, auf Bildung und Wissenschaft …

Rechtsläufig

(148 words)

Author(s): H. Buske
wird eine Schrift genannt, wenn ihre Zeichen von links nach rechts angeordnet sind, auch als dextrograd bez. (lat. dexter rechts, dexiographisch von links nach rechts geschrieben). Veraltet ist die Bezeichnung Abduktionsschrift (nlat. abductio das Wegführen). R. sind alle lat. Schriften, von den nichtlat. die kyrillischen, armenischen, georgischen, griech. und die meisten indischen. Verschiedentlich trifft man bei stasiatischen Schriften, deren Zeichen in Spalten angeordnet sind, auf r.e Spalten…

Lexikonformat

(123 words)

Author(s): H. Buske
1. Vergleichende Bezeichnung für ein Buch, dessen Größe und Umfang etwa dem eines der bekannten Lexikonbände entspricht. Höhe meist über 25 cm, Rückenstärke über 6 cm. 2. Papierformat «Lexikon» von 18 — 19 Zoll Höhe und 19 — 21 Zoll Breite. Die Bezeichnung L. kam mit Erscheinen der großen Konversationslexika und Realenzyklopädien Anfang des 19. Jh.s auf, als man dazu überging, großformatige und dickleibige Werke mit der Größe eines Lexikons zu vergleichen. Format H. Buske Bibliography Hoepstein, A.: Praktische Vorschule für den eutschen Buchhandel. Abt. 1. Leipzig 1842, S. 210, 272 Un…

Pendred, John

(124 words)

Author(s): H. Buske
* um 1742 in London, 1793 ebd., engl. Drucker, Verleger und Stückeschreiber. P. war Hrsg, des ersten engl. Buchhandels – Adreßbuches «The London and Country Printers, Booksellers and Stationers VADE MECUM», London 1785. Es enthielt ortsalphabetisch die Adressen der Buch – und Kupferdrucker, Schriftgießer, Buchhändler, Buchbinder, Musikalien –, Papier –, Schreibwarenhändler und Kartenmacher in England, Schottland, Wales und der wichtigsten Drucker in Irland sowie eine Aufstellung der in England p…

Wengler, Eduard

(186 words)

Author(s): H. Buske
Buchhändler, Verleger und Autor buchhändlerischer Fachliteratur. * 19. 12. 1809 in Hannover, † 23. 8. 1870 in Leipzig. W. veröff. dort 1855 das «Erklärende Fremdwb. für Buchhändler», 1859 den a «Usancen-Codex» für Buchhändler und Geschäftsverwandte und Bücher für die buchhändlerische Praxis. W. bearb. das Generalregister zum Börsenbl. für den Dt. Buchhandel 1834–1858 (Leipzig 1859). Nach Lehr- und Wanderjahren in der Hahnschen (Hof)buchhandlung Hannover,…

Schriftrichtung

(489 words)

Author(s): H. Buske
bezeichnet die Laufrichtung einer Schrift. Sie wird oft verwechselt mit Schriftanordnung wie z. B. bei Münzen die kreis- oder kreuzförmige oder spiralförmige auf dem Diskos von Phaistos, dessen S. bisher umstritten ist. Die S. bei den lebenden Schriftspra-chen umfaßt die drei großen Gruppen der rechtsläufigen (lat., kyrillisch, griech., georgisch, armenisch u. a. m.), der linksläufigen (arab., hebräisch, persisch u. a. m.) und der vertikalen (chinesisch, japanisch, koreanisch), deren senkrechte …

Somali-Schrift

(191 words)

Author(s): H. Buske
Bezeichnung für die um 1920 von Osman Yusuf Keenadiid, Sohn eines Somali-Sultans, geschaffene rechtsläufige Buchstabenschrift, nach dem Namen ihres Schöpfers «Osmania» genannt. Sie bestand aus 22 Konsonanten nach Vorbild und in der Reihenfolge der arabischen und folgenden fünf Vokalen i, u, o, a, e. Die einzelnen Zeichenformen sind zum großen Teil ohne Vorbild, wenn auch bei einigen eine Anlehnung an arab. und äthiopische Schriftze…

Pergamentunziale

(422 words)

Author(s): H. Buske
ist eine bes. Form der griech. und rom. Unziale, die ihre hochste Vollendung, etwa beim 4. Jh. n. Chr. beginnend, in den prachtigen Bibelhss. des Codex Alexandrinus (griech.), Codex Sinaiticus (griech.), Codex Vaticanus (griech.) sowie der Quedlenburger Itala-Fragmente (rom.) oder dem Wiener Livius-Fragment (rom.) u. a. m. erreicht. War der Unterschied zwischen der Papyrusunziale und der P. urspr. nicht groB, solange beide BeschreibstofFe neben-einander verwendet wurden, entwickelte sich mit dem…

Auszeichnen der Bücher

(514 words)

Author(s): H. Buske
Nach der deutschen Verordnung zur Regelung der Preisangaben vom 14. 03. 1985 (BGBl.Jg. 1985. I, S. 580) ist jeder Kaufmann verpflichtet, seine Ware mit Preisschildern oder ähnlichem deutlich auszuzeichnen, einschließlich der gesetzlichen Mehrwertsteuer. Diese Auszeichnungsverpflichtung trifft auch für Ware in Schaufenstern, Schaukästen oder Verkaufsständen zu, wenn sie sichtbar ausgestellt oder vom Kunden unmittelbar entnommen werden kann. An Re- galen müssen Preishinweise angebracht oder Preisl…

Katabanische Schrift

(72 words)

Author(s): H. Buske
linksläufige Schrift des altsüdarab. (südwestsemitischen) Dialekts von Kataban (auch Qatȃban oder Quatȃban), in älteren Inschriften teilweise in Bustrophedon – Form, bis auf wenige Varianten identisch mit der sabäischen Schrift. Sie gehört mit ihr, dem Minäischen und dem Hadramitischen zu den vier Hauptdialekten des Altsüdarabischen. Älteste katabanische Inschrift aus dem 10./9. Jh. v. Chr. H. Buske Bibliography Höfner, M.: Altsüdarab. Grammatik. Leipzig 1943 Diringer, D.: The Alphabet. 3rd ed. London 1968.

Thamudenische Schrift

(184 words)

Author(s): H. Buske
oder thamudische, früher auch protoarab. genannt, gehört zur Gruppe der nordarab. Schriften und wird neuerdings als Frühnordarab. bezeich- net. Die meist als Graffiti auf Stein vorliegenden Funde sind weit verstreut im westlichen und zentralen Nordarabien, bes. in Midian. Ihr Alter wird unterschiedlich beurteilt und bis ins 6. Jh. v. Chr. datiert. Der Inhalt der Inschriften hat vorwiegend Memorialcharakter. Man unterscheidet zwei…

Sütterlin-Schrift

(225 words)

Author(s): H. Buske
Nach dem Schriftkünstler und Pädagogen Sütterlin benannte dt. und lat. Schreibschrift, die er unter Mitarbeit anderer Pädagogen ab 1911 entwickelte und an zahlreichen Schulen erprobte. Beide Schriften wurden 1915 in Preußen amtlich eingeführt. Unter S. wird im allg. die dt. Version verstanden, die fälschlicherweise als Synonym für dt. Schrift schlechthin gilt. Wesentlich an der S. war der Übergang von der vorherrschenden Schräg- in die Steillage, wodurch die Formen reicher und differenzierter wurden. Sütterlin forderte von der Schreibschrift Deutlichkeit, Lesbarkeit und harmonische Ausgewogenheit von Buchstaben, Zeilen und Seiten. Sein «Neuer Leitfaden» wurde 1924 als Lehrbuch amtlich empfohlen. Fast alle namhaften Schulbuchverlage boten Fibeln und Lesebücher mit S. an. Für den Schreibunterricht gab es Sütterlin-Material für die dt. und lat. Schrift als Anschauungstafeln, Bu…

Option

(349 words)

Author(s): H. Buske
bezeichnet das Recht einer Person, aufgrund eines Angebotes in einen Vertrag einzutreten. Im Buchhandel geregelt durch § 40 Urheberrechtsgesetz der BR Deutschland: Verträge über künftige Werke. 1. O.en zwischen Autor und Verleger treten in Verlagsverträgen oft als Nebenabreden auf, mit denen der Verlag neue Autoren mit künftigen Werken an sich binden will. Solche O.sverträge, auch Vorrechtsverträge, können zusätzlich abgeschlossen werden und besagen, daß der Verf. dem Verlag eine O. auf das (die) nächste(n) von ihm zur V…

Paetel, Gebr.

(443 words)

Author(s): H. Buske
Verlag in Berlin, hervorgegangen aus dem am 1. 1. 1837 gegr. Buch– und Kunstverlag von Alexander Duncker. Der größte Teil des Verlages wurde am 1. I. 1870 von Elwin und Hermann P. käuflich erworben und fortgeführt als A. Duncker's Buchverlag (G. R), am 2. 6. 1871 abgeändert in die spätere Bezeichnung. Die Brüder erweiterten den Verlag sehr schnell durch Zukauf von Werken der Belletristik, Kulturgesch., Philosophie, Literaturwissenschaft, Völkerkunde und Politik aus zahlreichen Verlagen, u.a. J. …

Buchhändlerbanner

(288 words)

Author(s): H. Buske
Mit dem Aufkommen von Buchhändlerwappen im 17. bis 19. Jh. entstanden überall in Europa Banner und Standarten der buchhändlerischen Orts– und Landesvereine, farbig geschmückt mit den verschiedensten Buchhändler–Insignien und –Wappen. Sie wurden bei größeren Festlichkeiten in der Öffentlichkeit gezeigt. Am bekanntesten ist das des Börsenvereins der Deutschen Buchhändler zu Leipzig. Anläßlich der Einweihung des deutschen Buchhändlerhauses in Leipzig am 29. 4. 1888 wurde dem Börsenverein als Ehreng…

Walther, Christoph

(262 words)

Author(s): H. Buske
*um 1515 in Döbeln / Sachsen, †1574 in Holzdorf, wurde 1535 an der Univ. Wittenberg immatrikuliert und war von 1536 bis 1…

Alternative Literatur

(292 words)

Author(s): H. Buske
Die A.L., auch Alternativliteratur, ist die lit. Form von Protesten meist Jugendlicher und Studenten gegen politische und gesellschaftliche Verhältnisse. Als Sammelbecken der unterschiedlichsten lit. und politischen Richtungen, die man selbst als lit. -alternativ bezeichnet, präsentiert sich die A.L., von einigen wohltuenden Ausnahmen abgesehen, als ein buntes Gemisch von Lyrik und Prosa aus Schülersprache und Politszene, durchsetzt mit Obszönitäten, oft von brut…

Schrift

(1,086 words)

Author(s): H. Buske

Vossische Buchhandlung

(258 words)

Author(s): H. Buske
gegr. in Berlin am 7. September 1693 von Johann Michael Rüdiger aus Heidelberg durch Privileg des Kurfürsten Friedrich III., das erst am 3. November ausgefertigt wurde und oft als Gründungsdatum ausgewiesen wird. Es folgten ab 1745 Johann Andreas (Vossische Zeitung) und Johann Adam Rüdiger sowie 1758–1769 Johann Heinrich Rüdiger. Eine Tochter des Johann Andreas heiratete den aus Lübben gebürtigen Potsdamer Buchhändler Christian Friedrich Voss, der zus. mit einigen Kollegen 1765 die «Buchhandlung…

Druckfragmente

(144 words)

Author(s): H. Buske
Als D. bezeichnet man durch Verschulden oder Tod des Verf. oder Verlegers, durch höhere Gewalt oder politische Umstände bedingt, unvollendete und unvollständige Druckwerke, die z. T. makuliert oder als Fragmente an den Handel verkauft wurden. Von der Schwierigkeit der bibliographischen Titelaufnahme bei D.n zeugen Antiquariats- und Bibliothekskat. Zahlreiche D. werden aufgrund der seltsamen oder spektakulären Umstände ihrer Entstehung von Sammlern gesucht und im Antiquariat hoch gehandelt.…

Schreibzeug

(849 words)

Author(s): H. Buske
Sammelbegriff für Schreibwerkzeug und Schreibmaterial ( Tinte, Schreibfeder, Schreibpinsel u. a. m.) samt Zubehör wie Messer, Bimsstein, Eberzahn, Kreide, Tintenfässer oder -hörner, Lineal. Teil des S.s sind Schreibgarnituren zum Ablegen und Aufbewahren der Schreibgeräte und Tinten. Es gibt sie seit jeher in einfachen und kunstvollen Formen aller Stilrichtungen und in allen Materialien wie Holz, Metall, Fayence, Porzellan, Steingut oder Keramik. Sie sind heute nur noch in Privatslg. und Museen a…

Vordatierung

(212 words)

Author(s): H. Buske
bedeutet, Schriftstücke, Schecks, Wechsel u. a. m. mit einem spätern Ausstelldatum zu versehen. Im Buchhandel entspricht die V. bei Büchern einem alten Verlegerbrauch, von dem schon Sigmund Feyerabend 1568 in einem Schreiben an den Kurfürsten von Sachsen wegen eines Rechtsstreits über Druckprivilegien berichtet. Er habe das betreffende Werk bereits 1565 «zu truk-ken angefangen», obwohl der Druckvermerk 1566 ausweist. Es sei ein üblicher Brauch «wie alle Büchtrucker zu thun pflegen ... das Datum …

Zur Ansicht

(377 words)

Author(s): H. Buske †
bis ca. Mitte / Ende des 20. Jh.s Anweisung in Bibliotheken, bestimmte Bücher beim Buchhandel «zur Ansicht» zu bestellen mit dem üblichen Remissionsrecht. Diese Titel wurden in Verlagsprospekten, Vorankündigungen oder anderen Informationsunterlagen mit dem Kürzel «z. A.» versehen. Im Sortimentsbuchhandel erfolgte beim Eingang von Novitätense…

Deckblatt

(196 words)

Author(s): H. Buske
1. Das bedruckte oder unbedruckte erste Blatt eines Buches, einer Loseblattkartei, aller Papiererzeugnisse in Blockform wie Brief-, Formular-, Kalender- oder Zeichenblocks. Dient dem Schutz der folgenden Blätter, wird graphisch intensiv für Werbung genutzt und ist als die Urform des Schmutztitels anzusehen. 2. Das bei wertvollen Färb- oder Kunstdrucktafeln vorgeheftete oder umgeklebte Blatt aus Seiden- oder anderem weichen durchsichtigen Papier, häufig bedruckt mit Erläuterungen zur Tafel. 3. Da…

Archiv für Geschichte des Deutschen Buchhandels

(303 words)

Author(s): H. Buske
Das A. verstand sich als Quellensammlung für eine «Geschichte des Deutschen Buchhandels». Es enthält wertvolles Material zur Gesch. der Verlage und ihrer führenden Persönlichkeiten, zur Organisation des Berufsstandes, zum Geschäftsbetrieb des dt. Buchhandels, der verschiedensten Zeiten unter Berücksichtigung der Besonderheiten in einzelnen Landesteilen, berichtet über Probleme der Zensur, Privilegien und Nachdrucke und behandelt darüber hinaus Themen der dem Buchhandel nahestehenden Gewerbe wie …

Sog(h)dische Schrift

(204 words)

Author(s): H. Buske
linskläufige Schrift der nordostiranischen Sogdier, die vom 5. Jh. v. Chr. an jahrhundertelang das heutige Usbekistan, Teile von Kirgisien, Tadschikistan und Turkmenien bevölkerten. Die S. ist, wie die semitischen Schriften, eine reine Konsonantenschrift. Hss.-, Münz- und Inschriftenfunde mit buddhistischen, manichäischen und christlichen Texten aus dem 2. Jh. und vorwiegend dem 9. und 10. Jh. n. Chr. deuten darauf hin, daß die S. ebenso wie die ähnliche s…

Überschriftmajuskeln

(239 words)

Author(s): H. Buske
werden jene Majuskeln gen., die in griech. und lat. Minuskelhss. etwa seit dem 5. Jh. bis ins späte MA, teilweise noch bis in die frühe Neuzeit für Büchertitel, Kapitelüberschriften und -anfänge, Eigennamen sowie zur Hervorhebung einzelner Textstellen verwendet wurden; Überschriften oft mit goldenen und/oder roten Tinten. Die monumentale Capitalis und die, je nach Zeit und Land, aus ihr hervorgegangenen Formveränderungen unter Einbeziehung von Unzialen zeigen viele Berührungspunkte mit Inschrift…

Auspacken

(220 words)

Author(s): H. Buske
ist Bestandteil der Warenannahme, insbes. in Buchhandlungen. Die Verpackung jeder eingehenden Ware wird zunächst auf Schäden geprüft. Ist sie einwandfrei, erfolgt das A. Die ausgepackte Ware wird anhand der Rechnung (Faktur) oder des Lieferscheines auf Vollständigkeit und Richtigkeit der Portobelastung überprüft und die Papiere mit Datum, Eingangsvermerk und Zeichen versehen. Hat der Sendung weder Faktur noch Lieferschein beigelegen, wird eine Interimsfaktur (vorläufige Unterlage) erstellt mit A…

Umsatzsteuer

(167 words)

Author(s): H. Buske
Die U. ist eine Mehrwertsteuer, die auf entgeltliche Umsätze mit Lieferungen und sonstigen Leistungen erhoben wird (dt. UstG § 1). In Deutschland beträgt der Regelsteuersatz 19 %, für Verlagserzeugnisse gilt ein ermäßigter Steuersatz von 7 % (UstG 12 (2), 1 + Anlage 43). Dazu gehören Bücher, Zss., Ztg., Landkarte…

Vertreterrabatt

(140 words)

Author(s): H. Buske
ist eine im Buchhandel seltener gebrauchte Bezeichnung für Reiserabatt und fällt in das Gebiet der buchhändlerischen Konditionen. Der V. liegt gewöhnlich 10 % über dem Normalrabatt und wird in der Regel beim Vertreterbesuch, auf Vertreterbörsen oder bei schriftlichen Bestellungen an den Vertreter gewährt. Auch spätere Bestellungen können als «Ergänzung zum Reiseauftrag vom ...» mit V. geliefert werden. Oft werden an den V. bes. Zahlungswünsche des Sortimenters geknüpft. Je nach Firma und Person …

Veit, Moritz

(299 words)

Author(s): H. Buske
* 12. 9. 1838 in Berlin, † 5. 2. 1864 ebd., entstammt einer seit ca. 1730 in Berlin ansässigen wohlhabenden jüdischen Bankiersfamilie. Nach Abschluß des Joachimsthaler’schen Gymnasiums studierte er 1825–1832 an der Berliner Univ. Philosophie, Philologie und Geschichte. 1833 wurde er in Jena zum Dr. phil. promoviert. Hatte er bereits 1830 / 1831 mit Freunden den Berliner a Musenalmanach herausgegeben, wurde er später Alleinherausgeber. Heinrich Heine war regelmäßig Gast im Hause Veit. V. arbeitet…

Leseexemplar

(348 words)

Author(s): H. Buske
1. geheftetes oder in losen Bogen meist ans Sortiment und die Presse einige Monate vor Auslieferung der Originalausg. verschicktes, z. T. unkorrigiertes Buch, um Vorabaufträge zu erhalten und, oft verbunden mit Preisausschreiben oder Geschenkzusagen, Leserstimmen wichtiger Buchverkäufer werblich nutzen, evtl, sogar die Druckaufl. verändern zu können. L.e werden mitunter nicht auf Originalpapier gedruckt, sind nicht immer vollst., teils mit Blanko–, teils mit Originalum–schlag und Klappentext ver…

Verlagsgemeinkosten

(170 words)

Author(s): H. Buske
sind im allg. betrieblichen Be-reich Gemeinkosten als Teil der Verlagsgemeinkosten. Die V. gliedern sich in 1) Kostenarten, das sind konstante Kosten wie Gehälter, Sozialabgaben, Mieten, Versicherungen, Abschreibungen, Zinsen u. a. m., die im Kontenrahmen der Verlagsbuchhaltung erfaßt werden. Zu den V. gehören 2) die Kostenstellen, das sind Abt. im Verlag wie z. B. das Lektorat, die Herstellung, das Ma…

Plansprache

(408 words)

Author(s): H. Buske
oder intern. P., ein in der Linguistik noch wenig bekannter Begriff, ist eine nach bestimmten Kriterien konstruierte, intern, anwendbare Hilfssprache zur Unterstützung der sprachlichen Kommunikation wie Esperanto, Ido, Interlingua oder Volapük. Synonym werden gebraucht Allg. Sprache, Einheitssprache, Kunstoder künstliche Sprache, Universalsprache, (Welt-)Hilfs-sprache, Weltsprache. P.nprojekte, aus dem Bedürfnis heraus entstanden, eine allen Menschen verständliche Sprache zu schaffen, tauchten i…

Weidmann, Moritz Georg d. Ä

(248 words)

Author(s): H. Buske
wurde am 13. 3. 1658 in Speyer als Sohn des dortigen Pastors Primarius geboren. 1673 kam er in die Lehre bei dem Frankfurter Buchhändler und Verleger Johann David Zunner d. J. Danach sammelte er weitere Erfahrungen in der Schweiz, Frankreich, Flandern und Holland, gründete 1680 in Frankfurt / M. seinen Verlag, der im Meßkat. zur Ostermesse 1680 sechs in seinem Verlag erschienene Bücher anbot. Er heiratete am 30. 10. 1682 Maria Ritter, geb. Sacer, die einen Anteil an der Fuhrmann’schen Buchhandlu…

Wanderbuchhandel

(354 words)

Author(s): H. Buske
wird der Buchvertrieb in der Frühdruckzeit genannt, in der die Druckerverleger ihre Erzeugnisse selbst oder durch Buchführer vor allem in Klöstern, auf Märkten und Messen anboten, mit ihren Druckwerken von Ort zu Ort zogen, teilweise in größeren Handelsstädten sog. Wanderlager einrichteten, aus denen sie ihr Warenangebot ergänzten. Nach Grimms vorläufiger Bestandsaufnahme gab es bis Ende des 16. Jh.s etwa 1200 Buchführer in ca. 250 Niederlassungen. Der W. bestand bis etwa zum Beginn des 16. Jh.s und erhielt sich in wechselnder Form auch darüber hinaus insbes. in ländlichen Gebieten als Hausierhandel…

Verband Deutscher Bahnhofsbuchhändler e. V.

(346 words)

Author(s): H. Buske
gegr. am 16. 4. 1905 in Leipzig als «Verein Dt. Bahnhofsbuchhändler» auf Initiative der Bahnhofsbuchhändler Max Fromberg und August Vaternahm. Der Verein be- zweckte die Vertretung des Standes gegenüber den Behörden und der Reichsbahn u. a. mit dem Anspruch «Entfernung ungeeigneter, unsittlicher und gegen die Staatseinrichtungen verstoßender Literatur». Dem Sortiment wurde volle Beihilfe im Kampf gegen Schleuderei und Warenhaus-Buchhandel zugesagt. Vor dem Ersten Weltkrieg gehörten dem V. auch F…

Bestellanstalt

(350 words)

Author(s): H. Buske
Sammel-,…

Buchhändlereid

(244 words)

Author(s): H. Buske
Der B. war im Gegensatz zum gerichtlichen Eid ein Gelöbnis- oder Versprechenseid, der in früherer Zeit weit verbreitet war und eine größere Bedeutung hatte als heute. Die kursächsische Preßgesetzgebung u.a. mit der Verordnung von den Buchhändlern und Buchdruckern 1594 verlangte, daß diese 601 einen eid schworen mubten, night bstchende gesetuz zu verstoßen. Der Text der Eidesformeln war je nach Stadt und Univ. verschieden. So ist in den Statuten der Univ. Tübingen von 1601 festgelegt, daß unstudi…

Diversifikation

(167 words)

Author(s): H. Buske
auch Diversifizierung. Aus dem Amer. übernommener Begriff der Unternehmenspolitik für gezielte Ausweitung auf neue Produkte, Dienstleistungen oder Märkte im Hinblick auf die bisherige Tätigkeit. Im Sortimentsbuchhandel bezeichnet man als konvergente D. z. B. das neue Angebot von Unterhaltungs- und Bildungsmedien (Nonbooks) wie Schallplatten, Tonkassetten, Videofilme oder Dias, als divergente D. zusätzlich neue Artikel außerhalb des bisherigen Angebots wie z. B. Wein, Kaffee oder Ökowaren. Ledigl…

Changeverkehr

(270 words)

Author(s): H. Buske
soviel wie Changegeschäft, Tauschhandel, Tauschverkehr, Tauschen nannte man auch changen, changi(e)ren, stechen, verstechen. Der C. ist buchhändlerische Verkehrsform vom Ende des 16. Jh.s bis zum auslaufenden 18. Jh., die sich vorwiegend auf den Meßplätzen entwickelt hatte, indem man fremde Verlagswerke gegen eigene eintauschte. Es wurde durchweg ohne Berücksichtigung von Qualität Bogen gegen Bogen getauscht, «verstochen». Bei der Auswahl bediente man sich eines nur zu diesem Zwecke gedruckten V…

Bücher-Streit

(424 words)

Author(s): H. Buske
benannt nach dem Leipziger Nationalökonomen Karl Bücher (1847 — 1930). Vorausgegangen waren Auseinandersetzungen zwischen Wissenschaftlern und Buchhandel über Bücherrabatte, die nicht mehr gewährt werden sollten. Der Börsenverein der Deutschen Buchhändler in Leipzig ließ sich im Dezember 1901 dazu bringen, den Bibl.en das Börsenblatt zu sperren, das erst zu Ostern 1903 wieder freigegeben wurde mit der Einschränkung, es nur für die eigene Verwaltung und nur in Ausnahmefällen für w…

Vertreterbörse

(149 words)

Author(s): H. Buske
ist eine organisierte Ein- und Verkaufsveranstaltung von Sortimentern und Verlagsvertretern zum Zweck einer beiderseitigen Arbeitsrationalisierung. V. finden meist an Wochenenden in einem Hotel statt. Die Vertreter stellen ihre neue Verlagsproduktion vor und weisen auf bes. Werbemaßnahmen hin. Die Sortimenter bestellen dann anhand ihrer vorbereiteten Lageraufnahmen und können in Einzelgesprächen über den Vertreterrabatt hinaus Sonderkonditionen aushandeln, sich zusätzliche Leseex. oder Werbemate…

Osterinsel-Schrift

(381 words)

Author(s): H. Buske
Als O. werden die 1864 auf der Osterinsel im Südpazifik nahe des südlichen Wendekreises, ca. 3600 Kilometer westlich der chilenischen Küste entdeckten Schriftzeichen auf Tafeln und langen, runden Stäben aus Toromiro– und Treibholz bezeichnet. Sie dienten als Gedächtnisstützen beim Rezitieren von Gesängen und konnten z. Z. ihrer Entdeckung von den Insulanern nicht mehr gelesen oder gedeutet werden. Alle fast 100jährigen Entzifferungsversuche mit oft abenteuerlichen Interpretationen haben als mißl…

Nullverkauf

(98 words)

Author(s): H. Buske
im Pressegrosso übliche Bezeichnung für den Fall, daß ein Presseeinzelhändler alle ihm gelieferten Ex. einer Ztg.– oder Zeitschriftenausg. nach Ablauf ihres Erscheinungszeitraumes wieder an den Pressegrossisten zurückgibt, also nichts verkauft hat. Sie werden Nullverkäufer oder auch Vollremittierer gen. und durch EDV–gestützte Verfahren der markt– (oder marketing)–orientierten Bezugsregulierung kontrolliert, was für einzelne Verkaufsstellen bei wiederholten Nullverkäufen zu verkürzten Angebotszeiträumen oder gar zum Einstellen der Lieferungen fuhren kann. H. B…

Hanseatische Verlagsanstalt AG

(496 words)

Author(s): H. Buske
hervorgegangen aus der 1893 von der Deutschnationalen Partei gegründeten Firma «Hanseatische Druck- und Verlagsanstalt eGmbH», Hamburg und der 1917 handelsgerichtlich eingetragenen Verlagsfirma «Deutschnationale Verlags-Anstalt AG», Hamburg, die von …

Verlagsvermerk

(610 words)

Author(s): H. Buske
ist die ältere Bezeichnung für Verlagsangabe auf dem Titelbl. eines Buches oder wie häufig in neueren Publikationen im Impressum. Anstelle des im 15. Jh. üblichen Druckvermerks mit Angabe von Drucker und Druckort erschienen Ende des Jh.s in Ita-lien, Frankreich und Spanien statt der Druckermarke die Verlegermarke, verspätet dann auch in Deutschland. Im Laufe des 16. Jh.s taucht der Name des Druckers nur noch versteckt auf, der V. tritt in den Vordergrund. War in allen Ländern der Übergang vom Dr…

Verlagskompagnien

(290 words)

Author(s): H. Buske
etwas unglückliche dt. Bezeichnung für diverse Formen von Zusammenschlüssen von Druckern und Geldgebern vom 15. bis ins 19. Jahrhundert, um den steigenden Kapitalbedarf für die Produktion, vorwiegend Papier und Löhne, zu decken. In der Regel wurden zwischen den Beteiligten Verträge auf …

Rückgangsliste

(114 words)

Author(s): H. Buske
Verz. der auf einer Auktion ausgerufenen Titel ohne Gebot, sog. Rückgänge. Nach § 20 der Versteigerervorschriften in der BRDeutschland darf der Auktionator, wenn der Auftraggeber ihn hierzu schriftlich ermächtigt, diese Rückgänge innerhalb einer Frist von zwei Monaten nach Schluß der Versteigerung anderweitig anbieten und verkaufen. Das geschieht i.d.R. durch eine R., die, je nach Ergebnis der Auktion, Katalogcharakter annehmen kann und meist unter der Bezeichnung «Rückgänge Auktion XYZ» Interes…

Revolutionsschriften

(491 words)

Author(s): H. Buske
sind kleinere Schriften, auch Flugbl., die sich als Tagesberichte, Proklamationen oder Aufrufe für oder gegen eine als Revolution bezeichnete, meist tiefgreifende gesellschaftliche Auseinandersetzung mit gravierenden politischen Umwälzungen aussprechen. Seit Beginn des 16. Jh.s wurden weltweit an die 150 kleine und große Revolutionen gezählt. Sie alle zogen eine Flut von Kleinschriften und Einblattdrucken nach sich, die stets das Interesse von Sammlern und Bibl.en weckten. So brachte der Londone…

Trade Sales

(402 words)

Author(s): H. Buske
Versteigerung verlagsneuer Bücher durch den Verleger. Ein in England geläufiger Buchhandelster-minus für den zum Ende des 17. Jh.s einsetzenden und bis zur Mitte des 19. Jh.s dauernden Brauch der Londoner Verleger, sich jährlich von Auflagenresten nicht mehr gängiger Werke oder Überschüssen neuerer Produktion zu trennen, indem man sie unter dem urspr. Nettopreis meistbietend versteigerte. Angeboten wurden neben Restaufl. auch neue Werke, selbst Titel, die noch gar nicht ersch. oder im Erscheinen…

Höchste Auflage(n) von Büchern

(739 words)

Author(s): H. Buske
Im Gegensatz zur Höchstaufl., die durch technische oder wirtschaftliche Gegebenheiten definiert wird, bestehen H. aus überdurchschnittlich hohen Aufl., sind veränderbar und bezeichnen die Summe aller Aufl. und Ausg. eines Werkes, die an weniger hohen Aufl anderer Werke gemessen werden. Die Bez. H. muß sich nicht immer auf die Welt-aufl. beziehen, sondern kann durchaus für regionale Ver-öff. oder Bücher in kleinen Sprachen sowie für Einzeltitel eines Verlages gelten, z. B. «die höchste Aufl. in d…

Katalogpreis

(218 words)

Author(s): H. Buske
ist der in Verkaufskat, angegebene Preis und schließt in Deutschland durchweg die gesetzliche Mehrwertsteuer ein. Die Preisangabe ist nach der dt. Verordnung zur Regelung der Preisangaben von 1985 gesetzlich vorgeschrieben (BGBL, Jg. 1985. I, S. 580). Waren die im Deutschen Bücherverz. und in der Deutschen Nationalbibliographie angegebenen Preise zum Zeitpunkt des Erscheinens eines Titels gültig, sind sie später u.a. nur noch Anhalt für die Preisbildung im Antiquariat. Man unterscheidet 1. den f…

Adressenverlag

(338 words)

Author(s): H. Buske
auch Adressenarchiv, veraltete Bez.: Adreßbüro, Adreßkontor. Gewerbliches Unternehmen, das nach bestimmten Kriterien gegliederte Anschriften von Privatpersonen und Firmen aus aller Welt nur zu jeweils einmaliger Benutzung verkauft und/oder vermietet, wobei es die bes. Vorschriften des deutschen Bundesdatenschutzgesetzes zu beachten hat. Die Lieferung der Adressen erfolgt in der Regel in Form von Listen oder Klebeetiketten, auf Br…

Koerner Verlag

(229 words)

Author(s): V. Koerner | H. Buske
(Baden-Baden) gegr. 1954 von Paul H. Heitz und Valentin Koerner als Librairie Heitz GmbH in Kehl, um die Veröff. des Straßburger Verlages Heitz & Cie. einfacher exportieren zu können und die deutschsprachige Produktion fortzusetzen. 1958 Verlegung nach Baden-Baden, 1971 Umfirmierung nach Ausscheiden von P. Heitz. Seit 1986 besteht wieder ein franz. Bureau (Bouxwiller/Elsaß), das die Rechte der ehemaligen Straßburger Firma übernommen hat. Verlagsgebiete: Bibliographie (Bibliotheca bibliographica …

Nonbooks, Non Book Materials

(252 words)

Author(s): H. Buske | G. Wiegand
1. Buchhandel. N. auch Non-Books, Sammelbegriff für Z Gegenstände des Buchhandels, die keine Bücher sind, wie Globen, Landkarten, Musik– und Sprachkassetten, Schallplatten, Poster, Kunstdrucke, Musikalien, Videofilme, EDV-Soft-ware usw. In Bibl.en ist die Bezeichnung «non-bookma-terials» geläufig, in größeren Buchhandlungen und Kaufhäusern werden immer häufiger eigene «Non-Book-Abt.» eingerichtet. Der Terminus N., für den es im Deutschen keine treffende Bezeichnung gibt, entstand Ende der 1960er…

Rebus

(353 words)

Author(s): H. Buske | G. Pflug
1. Der / das R. (lat. mit den Dingen) ist eine Form des Bilderrätsels, das einen Text, der aus ganzen Wörtern oder nur aus Wortteilen bestehen kann, durch Bilder, Bilderfolgen oder Bildelemente ersetzt. Ist die Hauptform des R. das Bild, gibt es zahlreiche Sonderformen als Buchstabenr., Notenr. oder Zahlenrebus. Mischformen +werden gewöhnlich Bilderrätsel genannt. R.elemente lassen sich in Münzen, Wappen oder Siegeln bis in die Antike und die Zeit der ägyptischen Hochkulturzurückverfolgen. Sprach man…

Bibliographische Auskunft

(606 words)

Author(s): H. Buske | G. Pflug
Eine b. A. ist der Nachweis von Büchern und Zeitschriften oder anderen Gegenständen des Buchhandels wie Landkarten, Noten, Bildnissen oder Tonmaterial und von Schriften außerhalb des Buchhandels wie Dissertationen und Habilitationsschriften, Privatdrucken, Firmen-, Vereins- und amtlichen Druckschriften mit exakten bibliographischen Angaben wie Verf., Hrsg., Titel, Aufl., Erscheinungsjahr und -ort, Umfang, Format, Einband, Preis und Verlag. Die b. A. beinhaltet …

Reimlexikon

(626 words)

Author(s): H. Buske | G. Pflug
Zusammenstellung von Wörtern, die sich reimen, d. h. einen Gleichklang in der Vokálisadon der Silben, vor allem der Endsilben aufweisen. R. sind im Laufe der literarischen Entwicklung zu zwei unterschiedlichen Zwecken erstellt worden, erstens als praktische Hilfsmittel zur Reimfindung und zweitens als Reimregister zu wort– und sprachgeschichtlichen Untersuchungen eines Autors oder einer Epoche. Das älteste R. stammt «Donatz provengals», gedr. Erstausg. Paris 1838). Es verzeichnet die Reimpraxis …

Markthelfer

(350 words)

Author(s): H. Buske | G. Pflug
ist eine im 18. Jh. entstandene Bezeichnung für Gehilfen der «Kaufleute während der Märkte», zuerst erwähnt bei P. J. Marperger. Die Buchhändler bedienten sich des M.s am Ort der Leipziger Buchmesse, später auch in Frankfurt, um durch sie die zahlreichen Botengänge erledigen zu lassen. Ihre Tätigkeit bestand vor allem darin, die bei der Messe eingehenden Bestellzettel (Meßmemorial) auszutragen und die Bücher zu besorgen. Um sich unnötige Laufereien zu ersparen, trafen sie sich in Leipzig in eine…

Silbenschrift

(208 words)

Author(s): H. Buske | G. Pflug
(auch syllabische Schrift oder Syllabographie) ist ein Schrifttyp, in dem die Schriftzeichen Sprachsilben abbilden. Es handelt sich bei ihr zwar um eine phonographische Schrift (Typologie der Schrift). Doch werden in ihr nicht die einzelnen Laute der Sprache wiedergegeben, sondern nur Silben, wobei häufig die Vokale unausgedrückt bleiben. Bei S.en mit lautbezeichnenden Grundzeichen, d. h. wenn ein Konsonant durch ein diakritisches Zeichen eine Vokalfunktion übernimmt – wie bei den indischen Schr…

Georgisches Buch- und Druckwesen

(656 words)

Author(s): H. Buske | M. van Esbroeck
Die erste georgische Druckerei wurde auf Vera…

Kraveenko, Aleksej II'ie

(572 words)

Author(s): K. Migon | H. Buske | H. Wendland
* 30. 1./11. 2. 1889 in Pokrovsk bei Samara, jetzt Engel's, ✝ 31. 5. 1940 in Nikolina Gora bei Moskau, sowjetischer Buchkünstler, Mitglied der Gruppe «Vier Künste» (seit 1925). Als Graphiker benutzte er Kupferstich-, Holz- und Linolschnitt-Technik. K. illustrierte zahlreiche Werke der klassischen und modernen Lit. (z.B. Puschkins Werke, 1937) und schuf auch ausgezeichnete Exlibris. Seine Arbeiten sind durch romantische Erregbarkeit und scharfe Ausdruckskraft gekennzeichnet. Razumovskaja, S. V.: A. I. K. Moskva 1962. K. Migon Krayonmanier COM-110958 Krebse. 1. Im Buchhand…

Kongreß

(724 words)

Author(s): G. Pflug | P. Neumann | P. Kaegbeiti | H. Buske | H. Baske
(lat. congressus Zusammenkun ft) Versammlung von Fachleuten zum Gedankenaustausch über ein Fachgebiet oder ein Thema, häufig periodisch wiederkehrend (jährlich, zweijährlich) an wechselnden Orten, in regionalem, nationalem oder internationalem Rahmen; oft von Fachverbänden oder Vereinen organisiert. Im Bereich des Buchwesens finden unter anderem regelmäßig folgende Kongresse statt:…
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