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Your search for 'dc_creator:( "H. Buske" ) OR dc_contributor:( "H. Buske" )' returned 399 results. Modify search


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Weltsprache

(302 words)

Author(s): H. Buske
ist der gebräuchliche Name für jede der großen intern. Verkehrssprachen, in der sich Sprecher der verschiedensten Sprachgemeinschaften verständigen können wie englisch, spanisch, portugiesisch, franz. oder deutsch. Nur etwa 20 Sprachen werden heute von mehr als 50 Mio. Menschen gesprochen. Als älteste W. gilt das Babylonische, das im 2. Jahrtausend v. Chr. in Vorderasien bis nach Ägypten gesprochen wurde, abgelöst vom Aramäischen, das in Kleinasien und Mesopotamien verbreitet war. Einen weit grö…

Verband der Schulbuchverlage

(299 words)

Author(s): H. Buske
heute VdS Bildungsmedien e. V. in Frankfurt a. M. Der V. vertritt die Interes- sen aller Firmen, die Medien für das Bildungswesen produzieren, ist Ansprechpartner für Lehrer, Eltern, Schüler und Dozenten. Er veranstaltet gemeinsam mit dem Didacta-Verband die «didacta-Bildungsmesse». Zus. mit dem Institut für Bildung in der Informationsges. an der TU Berlin (IBI) wurde der «bildungssoftwareatlas» ins Netz gestellt. 2004 hat der V. die größte Online-Daten-bank zu Bildungsmedien mit ca. 56 Tsd. Titeln übernommen…

Sofortvariante

(169 words)

Author(s): H. Buske
Begriff aus der Sprache des Marketing, auch als «unverzügliche Alternative» geläufig. Verkaufsförderungsaktionen werden in zeitlich begrenzte Abschnitte eingeteilt, sog. Meilensteine. Bei Erreichen jedes neuen Abschnittes wird geprüft, ob die vorgegebenen Ziele erreicht wurden. Ist das nicht der Fall, wird sich umgehend für eine S. entschieden, die sowohl in der Forts. der Aktion mit anderen Mitteln oder aus ihrem Abbruch bestehen kann. Aus dem Buchhandel sind zahlreiche Beispiele bekannt wie de…

Linear–Antiqua

(152 words)

Author(s): H. Buske
sind Druckschriften aus dem Zeitalter der Technik des 19. und 20.Jh.s nach DIN 16518 und DIN 1451. Sachbetont und unpersönlich, werden sie vornehmlich in der Werbung eingesetzt. Man unterscheidet serifenbetonte (Beispiele: Clarendon, Schadow, Pro–Arte) und serifenlose (Beispiele: Akzidenz-Grotesk, Helvetica, Optima, Futura) L. Alle L.–Schriften haben eine meist einheitliche Strichdicke, bei den serifenbetonten gleich starke Serifen. Die Bez. «Linear» geht auf die Klassifikation des franz. Typographen Maximilien Vox von 1954 zurück, der sie «Linéale» nannte Memphis, e…

Kröner-Reform

(233 words)

Author(s): H. Buske
benannt nach dem Stuttgarter Verleger Adolf von Kröner, der wesentliche Teile der buchhändlerischen Reformbestrebungen in der zweiten Hälfte des 19. Jh.s durchsetzte. Mit der Einführung der Gewerbefreiheit und dem Eindringen branchenfremder Kräfte in den Buchhandel hatten Prcisschleuderei und Kundenrabatte zu untragbaren Zuständen geführt, unter denen bes. kleine Sortimente zu leiden hatten. Zahlreiche Bestrebungen, die Orts- und Kreisvereine zu einigen und gemeinsam die Statuten des Börsenverei…

Lexikonabsatz

(952 words)

Author(s): H. Buske
bezeichnet Verkauf und Vertriebswege von Lexikoneinheiten. Ersch. anfangs umfangreiche Lexika aus Preisgründen und um einen größeren Käuferkreis anzusprechen in Lfg., die meistens durch Kolporteure vertrieben wurden, ging man etwa ab Mitte/Ende des 19.Jh.S zum bandweisen Vertrieb über, der in Deutschland durch das Sortiment und über den Reise- und Versandbuchhandel, in anderen Ländern direkt von den Verlagen und über den Buchhandel, in den USA direkt durch Vertreter der Verlage erfolgte. Diese V…

Weiland, Gustav, Buchhandlung

(461 words)

Author(s): H. Buske
G. W. wurde am 28. 4. 1845 in Tating (Eiderstedt) als Sohn des dortigen Pastors geboren. Buchhändlerische Lehr- und Wander-jahre absolvierte er von 1864 bis 1870 bei A. Mentzel in Altona, bis 1872 beim Hamburger Verlag Carl Gaßmann. Am 1. 7. 1873 erwarb er von Johannes Carstens (1816 bis 1875) in Lübeck dessen am 1. 5. 1845 gegr. «Kunst- und Buchhandlung nebst Antiquar- und Commissionsgeschäft» mitsamt Beständen und Rechten von sieben Verlagswerken. Zunächst firmierte er als Johs Carstens’sche B…

Südsemitische Schriften

(424 words)

Author(s): H. Buske
südlicher Zweig der semitischen Schriften. Unterschieden werden fünf Schriftarten, die sich in eine nordarab. Gruppe aus dem Raum Nordwest-Arabien bis nach Syrien und eine südarab. aus dem Süden der arab. Halbinsel und dem gegenüber liegenden afr. Abessinien unterteilen. Die Schriften der nördlichen Gruppe sind 1. die liḥjanische Schrift aus Nordwestarabien. Sie ist auf das 4.–2. Jh. v. Chr. zu datieren, der ältere Schrifttypus auf etwa 7.–4. Jh. v. Chr. Sie wurde später im 2. Jh. v. Chr. von de…

Erscheinungsweise

(69 words)

Author(s): H. Buske
ist die Bezeichnung für den zeitlichen Abstand zwischen dem Erscheinen von zwei aufeinander folgenden Ausg. eines Druckwerkes, das unregelmäßig (Fortsetzungswerk, Gesetzeskommentar, Lieferungswerk, Monographienserie) oder periodisch (Ztg., Zs., Jb.) z.B. täglich, wöchentlich, monatlich, viertelj., halbj., j. erscheint. Zeitliche Zwischenstufungen wie zweimal täglich bei Großstadtzeitungen, 14tägig bei Heftromanen oder zweimonatlich bei einigen Taschenbuchserien sind üblich. Die Angabe der E. ist bei Zss. obligatorisch und Bestandteil des Impressums H. Buske

Reformbewegung

(328 words)

Author(s): H. Buske
hier Zusammenschluß einer größeren Anzahl von dt. Verlegern und Buchhändlern, um angestrebte Reformen gemeinsam durchzusetzen. Reform-bestrebungen galten im Buchhandel vorwiegend der Schleuderei und dem unberechtigten Nachdruck. Sie waren gleichzeitig Versuche, für den Buchhandel untereinander und den Kunden gegenüber einheitliche Verkehrsregeln zu schaffen sowie einmal gewährte Privilegien zu verteidigen. Wohl die früheste Bildung einer R. wurde 1765 ausgelöst durch P. E. Reichs Schrift «Erstes…

Gegen-Buchmesse

(226 words)

Author(s): H. Buske
(Gegenbuchmesse) ist eine Protestmesse der Arbeitsgemeinschaft alternativer Verlage und Autoren (AGAV) gegen die «Übermacht» der großen Buchkonzerne auf der Intern. Frankfurter Buchmesse. Als Folge der politischen Geschehnisse im Frühjahr 1968 und der heftigen Studentendemonstrationen riefen im Herbst 1968 die APO (Außerparlamentarische Opposition) und der SDS (Sozialistischer Deutscher Studentenbund) zu einer «Gegen-Buchmesse» in Frankfurt, zu Boykott und Demontage «bürgerlicher Linksgeschäftem…

Rawlinson, Sir Henry Creswicke

(369 words)

Author(s): H. Buske
*11.4.1810 in Chadlington, Oxfordshire, f 5* 3· 1895 in London, Militär, Diplomat und Gelehrter. R. war 1826-1833 im Dienst der engl. Ostindischen Kompanie in Indien, wo der britische Diplomat Sir John Malcolm (1768-1833) als Orientkenner in ihm das Interesse für altorientalische Sprachen weckte. Trotz wechselvoller Aufenthalte in Persien, Afghanistan, Arabien und Indien als Offizier, Berater und Konsul mit mehrfacher zwischenzeitlicher Rückkehr nach England fand er immer und überall Gelegenheit…

Barpaket

(214 words)

Author(s): H. Buske
Das B. ist die Sonderform einer Verlags-Büchersendung, deren Wert vom Kommissionär beim Sortimenter anfangs bar (Nachnahme), später gegen Barrechnung, meistens wöchentlich oder über Monatskonto, eingezogen wurde. Der B.verkehr entwickelte sich ab Mitte des 19. Jh.s in Leipzig als der Zentrale des mitteleuropäischen Buchhandels immer stärker. Zur Erleichterung und Vereinfachung von B.abrechnungen wurde die Girokasse der Leipziger Kommissionäre gegründet mit eigener B. kasse. An der Abwicklung des…

Semitische Keilschriftzeichen

(209 words)

Author(s): H. Buske
Mit der Übernahme der sumerischen Schrift um 2800 v. Chr. durch die semitischen Akkader begann eine mehrtausendjährige Entwicklung. Zu unterscheiden sind grundsätzlich die feineren Toninschriften vom 23. bis 18. Jh. v. Chr. von den späteren gröberen Steininschriften ca. 18. bis 17. Jh. v. Chr. Beide haben sich, bei gleichzeitiger Reduzierung des Zeicheninventars von etwa 900 auf 100, von der kräftigen Form der altakkadischen Keilschrift zur klassischen deutlicheren Darstellung entwickelt. Änderu…

Sozialgeschichte des dt. Buchhandels

(321 words)

Author(s): H. Buske
ist der historische Ablauf täglichen Geschehens unter bes. Berücksichtigung der an Herstellung, Vertrieb und Nutzung des Buches beteiligten Personen und Institutionen mit ihrem sozialen Umfeld innerhalb der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen. Sie ist wesentlicher Bestandteil der Buchhandelsgesch. einbezogen in die allg. politische Sozial- und Wirtschaftsgeschichte. Die Historiographie der S. ist Teil der historischen Forschung. Sie beschreibt unter Anwendung sozialwiss. Methoden Alltagsleben, …

Stade (Niederelbe)

(450 words)

Author(s): H. Buske
1. Buchdruck Elias Holwein (1579 bis 1659)war 1600–1627 in Wolfenbüttel und bis 1651 in Celle als Buchdrucker und Formschneider tätig. Er erhielt 1651 vom Kgl. Schwed. Kommissariat in Bremen die Erlaubnis zum Betrieb einer Druckerei in Stade. Damit verbunden waren eine j. Besoldung, freie Wohnung und die Zusage zum Druck amtlicher Schriften. Nach seinem Tod 1659 übernahm seine Witwe die Druckerei, ab 1663 sein Sohn Caspar. Holwein druckte Gesang- und Gebetsbücher, Leichenpredigten, Kalender und Sc…

Wittich’sche Hofbuchdruckerei, L. C.

(377 words)

Author(s): H. Buske
Hervorgegangen aus der 1684 gegr. Buchdruckerei von Sebastian Griebel. 1701 durch Heirat mit der Witwe Griebels an Gottfried Haußmann, 1717 an Joh. Christoph Forter, 1737 an dessen Schwiegersohn Gottfried Heinrich Eylau. Seit 1738 ersch. dort das «Darmstädtische Frag- und Anzeigenblättgen», das damals wöchentlich in einer Aufl. von 100 Ex. vertrieben wurde. Aus ihm ging 1874 das «Darmstädter Tag(e)blatt» hervor, das bis 1951 bei W. erschien. Nach Eylaus Tod 1762 kam durch Heirat mit dessen Tocht…

Wochenblatt für Buchhändler, Antiquare, Musikund Dispütenhändler

(311 words)

Author(s): H. Buske
Titel des sog. «Krieger’schen Wochenblatts», das von dem Marburger Verleger Johann Christian Konrad a Krieger (1746–1825) von 1820 bis zu seinem Tode hrsg. wurde. Der erste Jg. 1819 bis 1821 umfaßte 52 Nummern, meist Doppelnummern, zu jeweils vier bzw. acht Seiten mit je 8 bis 16 Spalten, ein Bändchen von 201 Seiten mit 402 Spalten bestehend vorwiegend aus Verlagsanzeigen, Bücherangeboten und Büchergesuchen sowie Stellenanzeigen. Die Probleme des Buchhandels wurden beklagt wie Kundenrabatt, Schl…

Verpackungspapiere

(222 words)

Author(s): H. Buske
gehören zur großen Gruppe aller für Groß- und Kleinverpackungszwecke geeigneten Papiere mit bestimmten Festigkeitseigenschaften und hohen Grammaturen wie Packpapier, Goudronné-Papier oder Wellpappe. V. mit geringeren Gewichten werden vorwiegend für Klein-, Geschenk- und Schmuckverpackungen verwendet. Sie müssen über gefällige optische Eigenschaften und gute Bedruckbarkeit verfügen. Als V. für Südfrüchte und Pralinen werden die verschiedenen Seidenpapiere verwendet. V. für Lebensund Genußmittel m…

Zunner, Johann David d. J.

(379 words)

Author(s): H. Buske †
1656 ersch. die Witwe Z. des Älteren als Verlegerin von zwei Werken und 1665 erstmalig der älteste Sohn Johann David Z. der Jüngere mit vier Werken. Z. d. Ä. hatte seine Familie trotz seines hohen Ansehens erhebliche Schulden hinterlassen bei vier schweizer Firmen aus Basel, Zürich und Genf, vier holländischen aus Leyden und Amsterdam, ferner bei Wilhelm Lestenius aus Antwerpen, Lambert Passporte aus Lyon und Peter Haubold aus Kopenhagen. Noch 1673 hatte Z. d. J. trotz des eingebrachten Vermögen…

Schreibstoffe sind

(236 words)

Author(s): H. Buske
1. Flüssigkeiten wie Farben, Tinten, Tuschen und feste Materialien wie Graphit, Holzkohle, Kreide oder Schiefer, die entweder von Hand oder mittels Schreibwerkzeugen auf Beschreibstoffe und Schriftträger aufgetragen werden. Rote und gelbe aus Mineralien gewonnene Farbstoffe kommen schon in den Felsmalereien des Paläolithikums vor, weit über 30 Tsd. Jahre früher als die in den ägyptischen Wandmalereien. Reste antiker Rußtinten sind auf alten ägyptischen Schreibzeugen nachweisbar. Man benutzte dan…

Reprint

(249 words)

Author(s): H. Buske
(engl, to reprint = nachdrucken), reprographischer Nachdruck oder Neudruck eines urheberrechtsfreien oder durch die Rechtsinhaber lizensierten Druckwerkes vom urspr. Druckbild (also ohne Neusatz) in kleiner Auflage von heute meist weniger als 300 Exemplaren. Die Bezeichnung R. wurde nach 1945 aus dem Engl, übernommen. Waren bereits zu Beginn des 19. Jh.s durch den Steindruck von Alois Senefelder die technischen Voraussetzungen für die Herstellung von R.s geschaffen, ab ca. 1850 durch anastatisch…

Wunderlich Verlag, Rainer

(492 words)

Author(s): H. Buske
hervorgegangen aus der am 15. 2. 1913 von Ernst Rainer Wunderlich und Adolf Schmidt-Volker in Leipzig gegr. Verlags- und Sortimentsbuchhandlung. Letzterer übernahm 1919 die ausgegliederte Verlagsabteilung und firmierte Rainer Wunderlich Verlag. Dieser wurde 1921 an Wilhelm Stute verkauft, der die Firma am 1. 10. 1922 nach Bremen verlegte. Am 1. 3. 1926 kaufte Hermann Leins (* 25. 5. 1899 in Stuttgart, † 18. 7. 1977 in Reutlingen) den Firmen-mantel mit dem handelsrechtlich vorgeschriebenen Minimu…

Hörerrabatt

(81 words)

Author(s): H. Buske
Der in den dt. Universitäts- und Hochschulbuchhandlungen oft verlangte H. existiert so nicht. Gemeint ist ein Hörernachlaß, d.h., ein verbilligter Bezug von Büchern einzelner Dozenten, die i. d. R. auf Hörerschein zu einem um 20% ermäßigten Ladenpreis, dem sog. Hörerpreis, möglich ist. In der Schweiz wird Studenten deutschschweizerischer Hochschulen und Schülern der kantonalen Techniken auf Bücher gegen Vorlage des Studentenausweises ein Studentenrabatt von 10% gewährt. H. Buske Bibliography Verkaufsbestimmungen des Schweizerischen Buchhändler- und Verleger-Vere…

Angebot

(304 words)

Author(s): H. Buske
Das A. (der Antrag, die Offerte) ist Bestandteil des Kaufvertrages (i. d. R. zweiseitiges Rechtsgeschäft). Durch das A. (Vertragsantrag) der einen Seite und die Annahme (Einverständniserklärung) durch den Interessenten kommt der Kaufvertrag (§ 305 BGB) zustande. Der Anbieter ist an sein A. gebunden, sofern er nicht die Gebundenheit durch eine Freizeichnungsklausel ausgeschlossen hat. Im Sortimentsbuchhandel üblich «Liefermöglichkeit und Preisänderung Vorbehalten» z. B. bei Titeln, die zwischen A…

Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)

(246 words)

Author(s): H. Buske
sind alle für eine Vielzahl von Verträgen vorformulierten Vertragsbedingungen, die eine Vertragspartei (Verwender) der anderen bei Abschluß eines Vertrages stellt. Sie werden nur dann Bestandteil eines Vertrages, wenn der Verwender die andere Vertragspartei ausdrücklich auf sie hinweist und ihr die Möglichkeit verschafft, von ihrem Inhalt Kenntnis zu nehmen. Niedergelegt im Gesetz zur Regelung des Rechts der Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB-Gesetz) vom 9. Dez. 1976 (Bundesge-setzbl. 1, S. 3…

Verlagswerk

(198 words)

Author(s): H. Buske
im weitesten Sinne jedes von einem Verlag veröff. Produkt. Festgeschrieben in der letzten Fassung der Verkehrsordnung für den Buchhandel (gültig seit 31. 8. 1989)§ 1, 3: «Werke» sind alle Gegenstände des Buchhandels sowie des Zeitschriften- und Kunsthandels, die der Verlag herstellt und verbreitet. Gegenstände des Buchhandels sind alle Werke der Literatur, Tonkunst, Kunst und Fotografie, die durch ein grafisches, phonografisches, fotografisches, fotomechanisches oder magnetisches Verfahren (auch…

Zickfeldt, A. W., Verlag

(325 words)

Author(s): H. Buske †
gegr. am 23. 11. 1868 in Osterwieck am Harz von August Wilhelm Z. (* 2. 2. 1946 in Gandersheim, † 11. 8. 1905 in Osterwieck) als Druckerei des «Osterwiecker Anzeiger», der wöchentlich dreimal ersch. und später umbenannt wurde in «Ilse-Zeitung». Laut «Russel’s Gesammt-Verlags-Katalog» von 1881 lag das Hauptgeschäft in «Redaction und Expedition der ‹Ilse-Zeitung›, Buchdruckerei mit Dampfbetrieb für Werke und Accidenzen, Notendruckerei, Buchbinderei, Xylographische Anstalt, Liniieranstalt, Papier- …

Weltbild Verlagsgruppe GmbH

(460 words)

Author(s): H. Buske
führendes Medienunternehmen (Bücher, Tonträger, Videofilme, Spiel- und Lernprodukte) im dt.sprachigen Raum sowie Vertrieb ausgewählter Gebrauchs- und Geschenkartikel mit Sitz in Augsburg. Eigene Niederlassungen oder Kooperationen mit anderen namhaften Medienhäusern in der Schweiz, Österreich, Polen, Russland und den Niederlanden. Gesellschafter mit unterschiedlichen Anteilen sind 14 Diözesen und die Soldatenseelsorge in Berlin. Verkauft wird seit 1972 über den W. Versandkat. mit einer Aufl. von 4 Mio. / Monat, in der Schweiz und Österreich je 1 / sub:2 Mio. / Monat, ü…

Usancen-Codex

(500 words)

Author(s): H. Buske
ist die Bezeichnung für die kodifizierten Handelsbräuche im Buchhandel. Erste Überlegungen reichen bis ins Ende des 18. Jh.s zurück, als Nachdruck, Preisschleuderei und Kundenrabatt, hervorgerufen durch Überproduktion der Verlage und zunehmende Zahl von Buchhandlungen ausuferten und der Ruf nach Kodifizierung solider Handelsbräuche immer lauter wurde. Schon Göschen verwies darauf in seinen «Meine Gedanken über den Buchhandel» (Leipzig 1802). Eine Deputation von 30 Buchhändlern hatte 1803 in Leip…

Ras Schamra

(330 words)

Author(s): H. Buske
Gegenüber der Insel Zypern hegt an der nordsyrischen Mittelmeerküste ca. 13 km nördlich von Latakia der Hafen Menet el–Bēda, wo 1928 eine Grabkammer mit zyprischen und mykenischen Keramiken aus dem 13. — 12. Jh. v. Chr. entdeckt wurde. Franz. Archäologen unter Claude F. A. Schaeffer und G. Chenet konnten dort 1929 eine Nekropole aus der Spätbronzezeit freilegen und stießen ca. 1 km östlich des Hafens auf den Schutthügel Räs–eš Šamra mit Spuren einer Siedlung aus der Zeit 16. — 12. Jh. v. Chr. Di…

Normdatenlexikon

(154 words)

Author(s): H. Buske
Das seit 1990 von der Buch- und Verlagsbranche geforderte und von einer Kommission des Betriebswirtschaftlichen Ausschusses (BWA) des Börsenvereins erarbeitete N. definiert die vier Standardformate für den Austausch elektronischer Daten im Buchhandel zwischen Verlag, Zwischenbuchhandel und Sortiment: Bestellsatz, Lieferschein, Rückmeldung, Titelstammsatz. Sie sind so aufgebaut, daß fehlende oder erst in Zukunft benötigte Informationen ohne Änderung der Grundstruktur hinzugefügt werden können. In…

Vide infra

(44 words)

Author(s): H. Buske
veraltet für «siehe unten», «weiter hinten» in einem Buch. Verweis auf eine Person oder Sache, einen Ort oder Vorgang, ein Ereignis in den nachfolgenden Textteilen. Auch in der Abkürzung «v. i.», vereinzelt als «ut infra» = «wie unten bemerkt». H. Buske

Gemeinschaftsverlag

(186 words)

Author(s): H. Buske
Ein G. oder eine Co-Produk-tion (Koproduktion) liegen dann vor, wenn Herstellung und Vertrieb eines Werkes oder mehrerer Werke von zwei oder mehr verschiedenen Verlagen, die ihren Sitz nicht in einem Land zu haben brauchen, vorgenommen werden. Der G. wird meist aus wirtschaftlichen Gründen angestebt, um die Herstellungskosten zu mindern und/oder den Vertrieb zu optimieren, wenn einer der Partner nur auf Teilmärkten vertreten ist. Die gemeinsamen Objekte bei inländischen Verlagen sind, abgesehen …

Wegner, Grossohaus

(258 words)

Author(s): H. Buske
angesehenes, auf den kleinen und mittleren Sortimentsbuchhandel in Norddeutschland ausgerichtete Buch- und Zss.großhandlung (1875–1996) mit hohem Exportanteil, hervorgegangen aus der am 1. 3. 1875 in Hamburg gegr. Verlags- und Exportbuchhandlung, Druckerei und lithographischen Anstalt H. Carly. Besitzer H. Carly und Oscar Enoch (ab 1884) und Robert Enoch (ab 1893). Von 1931 an Alleinauslieferung und Vertrieb der Verlage The Albatross Hamburg, Bernhard Tauchnitz und Jakob Hegner, beide in Leipzig…

Buchhändlerfahne

(79 words)

Author(s): H. Buske
Eine B. hat es nie gegeben. Anläßlich großer Jubiläen wie Gutenbergfeiern oder Schiller-Festen sind zwar in den Festzügen Fahnen und Banner auch von Buchhändlern getragen worden, es hat sich aber um reine Phantasie– und Scherzprodukte gehandelt, die nicht als B.n zu bezeichnen sind. Buchhändlerbanner H. Buske Bibliography Endrulat, B.: Das Schillerfest in Hamburg. Hamburg 1860, S. 183 Buchhandel in Hamburg. Hrsg.: Norddt. Verleger- u. Buchhändler–Verband. Hamburg 1960, S. 16 Taubert, S.: Bibliopola. Bd. 2. Hamburg 1966, S. 428/429

Sozialwerk des Dt. Buchhandels e. V.

(311 words)

Author(s): H. Buske
Das S. ist ein Verein bürgerlichen Rechts. Es entstand 1952, als sich der Unterstützungsverein Dt. Buchhändler und Buchhandlungsgehülfen, Berlin (gegr. 1836), das Erholungsheim für Dt. Buchhändler e. V., Berlin (gegr. 1911 und aus dem Sozialwerk 1957 ausgeschieden), die Max-Röder-Stiftung, Düsseldorf (gegr. 1918), und die Herbert-Hoff-mann-Gedächtnis-Stiftung e. V., Stuttgart (gegr. 1952), zusammenschlossen, um ihre Aufgaben aufeinander abzustimmen und sich gegenseitig zu fördern. Im Jahre 1974 …

Freiexemplar

(289 words)

Author(s): H. Buske
Im Buchhandel unentgeltlich abgegebenes Druckerzeugnis, dessen Abgabe freiwillig z. B. als Lese-, Besprechungsstücke oder Werbeex. auf vertraglicher Basis z. B. als Autorenfreiex. oder durch Gesetz bestimmt als Pflichtex. erfolgt. Im ZeitungsundZeitschriftenwesen (Grossohandel) werden diejenigen als F.e bezeichnet, welche kostenlos abgegeben werden, jedoch keine Werbeex. sind und auch nicht als Vorauslieferung bei einem neuen Abonnement dienen. Im dt. Verlagsgesetz § 6 ist die zulässige Anzahl von F.en bestimmt. Sie darf den zwanzigsten Teil einer A…

Korrespondenzblatt

(251 words)

Author(s): H. Buske
periodisch erscheinendes zei-tungs– oder zeitschriftenähnliches Mitteilungsbl. mit allg. Nachrichten, vorwiegend jedoch von fachlichen und wiss. Vereinigungen in der anfänglichen Schreibweise Correspondenzblatt. Entstanden aus den zahlreichen Correspondenten des 18. Jh.s, deren Rubriken von neuen, merkwürdigen und gelehrten Sachen sich zu selbständigen Beilagen von Nachrichten aus dem Reich der Wissenschaften entwickelten, die wiederum eigene K.er nach sich zogen. Die ersten K.er sind wohl das L…

Tartessische Schrift

(329 words)

Author(s): H. Buske
verschiedentlich auch turdetanische gen., hat ihren Namen nach Tartessos, antiken Quellen zufolge der Name für eine Stadt, ein Land oder den Fluß Baetis, heute Guadalquivir. Die Fundorte der tartessischen Inschriften sind geographisch recht klar ab-gegrenzt und liegen hauptsächlich im westlichen Gebiet der Algarve (Portugal) und in Andalusien im Südwesten Spaniens. Die T. wird durchweg übereinstimmend der Zeit zwischen dem 7. und 5. Jh. v. Chr. zugeordnet. Sie gehört mit der nordostiberischen un…

Depot-System

(213 words)

Author(s): H. Buske
Das D. im Buchhandel ist eine Sonderform des Geschäftsverkehrs zwischen vorwiegend wiss. sowie Fachverlag und wiss. und Fachbuchhandlung, wobei das Sortiment als sog. Depotbuchhandlung die lieferbaren Titel eines Verlages ganz oder in Teilen zu Sonderkonditionen erhält und ständig am Lager zu führen hat. Neuerscheinungen folgen durch Blanket Order. Das Depot bleibt Eigentum des Verlages, berechnet wird i. d. R. monatlich nach Verkauf. Das Sortiment erhält unter Umständen Gebietsschutz, d. h. ble…

Kinderbuchladen

(509 words)

Author(s): H. Buske
Spezialbuchhandlung für Kinderund Jugendlit. ergänzt durch Spiele, kindergerechtes (Holz–)Spielzeug, Handspielpuppen sowie in einigen Fällen pädagogischer und/oder sonderpädagogischer Lit., oft mit vorbildlichen Spiel– und Leseecken. K. veranstalten Autorenlesungen, erstellen Buchtips, Kataloge und pflegen bes. Kontakte zu Kindergärten und Schulen. Die besorgniserregende Jugendgefährdung in der Nachkriegszeit und der Kampf gegen Schmutz und Schund führten 1950 zur Gründung des ersten K.s in Deut…

Verlagsgruppe

(123 words)

Author(s): H. Buske
nennt man den Zusammenschluß mehrerer Verlage zu einer Firmengruppe mit dem Ziel, bessere Synergieeffekte zu erzielen, die einer kleineren Verlagseinheit alleine nicht möglich sind. Der Name V. entstand um 1990 als Folge der um 1960 einsetzenden Übernahmen bekannter Wissenschaftsverlage, kleinerer Allg.verlage oder auch nur der Verlagsrechte durch ausländische, dt. aufstrebende Firmen oder Konzerne. Damals noch Firmengruppe oder Verlagsgemeinschaft genannt, waren um 1980 die Bezeichnung Verlagsn…

Round Hand

(208 words)

Author(s): H. Buske
(Runde Hand), in England Anfang des 18. Jh.s aus der Italian hand (17. Jh.), verwandt der franz. batärde italienne, entstandene Schreibschrift mit betont breitem und rundem Schriftbild, größerem Kontrast der Haar- und Schattenstriche mit Betonung der Schlingen. Der Einfluß niederl. Kalligraphen ist unverkennbar. Die R. und ihre Variante Round text ähneln der modernen kursiven Lateinschrift. Beide dienten als Korrespondenzschrift und wurden von den Schreibmeistern in zahlreichen Veröff. herausges…

Remake

(130 words)

Author(s): H. Buske
Neufassung und Neuinterpretation einer künstlerischen Produktion. I. Bes. gebräuchlich bei erfolgreichen Filmen wie «King Kong» (1933/1976) oder «Holiday» (1930/1938). R.s sind gelegentlich ort– und zeitversetzt. Als Western–R. bezeichnet man Akira Kurosawas «Yojimbo» (Der Leibwächter 1960). 2. R.s in der Musik sind Interpretationen klassischer Werke aller Epochen mit anderen Künstlern und neuer Instrumentierung. Umgangssprachlich nennt man so etwas «recycelte» E– und U–Musik. 3. In der Lit. ist…

Verbreitender Buchhandel

(125 words)

Author(s): H. Buske
um 1960 entstandene zusammenfassende Bezeichnung für den gesamten Einzelund Großhandel mit Gegenständen des Buchhandels im Gegensatz zum rein herstellenden Buchhandel (Verlagsbuchhandel). Zum V. zählt man den a Sortimentsbuchhandel, Antiquariatsbuchhandel, Bahnhofsbuchhandel, a Reisebuchhandel, a Versandbuch-handel, Warenhausbuchhandel, a Werbender Buchund Zeitschriftenhandel. Im Wb. des Buches von Helmut Hiller erst in der 3. Aufl. 1967 (1. Aufl. 1954) genannt, bei Hiller / Strauß «Der dt. Buch…

Kassenzone

(84 words)

Author(s): H. Buske
in der Sortimentsbuchhandlung der Ladenraum, in dessen Mittelpunkt oder an dessen Ausgang die Kasse steht. Früher meist nur aus einem Kassentisch mit Kasse bestehend, haben moderne Ladenbauer eine Zone geschaffen, in der ein gefälliger, meist offener, halbrunder Kassentresen Informationsstand, Kasse, Warenausgabe und Buchausstellung zugleich ist. Um ihn herum befinden sich nach verkaufstaktischen Gesichtspunkten aufgestellte Bücher und Bücherstapel in vielfältiger Anordnung, die zu Zusatzkäufen …

Verlagshaus

(461 words)

Author(s): H. Buske
1. Soviel wie Buch- und / oder Zeitungs-verlag. Vereinzelt, in ca. 15 bis 20 Fällen, ist V. von der dt. Reichsgründung 1871 bis etwa 1930 Teil des Firmennamens, wie z. B. Leipziger Verlagshaus, V. der dt. Baptisten in Kassel, V. Bong in Berlin u. a. Ist dem Verlag eine Druckerei angeschlossen, heißt es oft «Druck- und Verlagshaus»; dahinter steckt meist ein Ztg.verlag mit Drukkerei und Buchabteilung. Adolph Russell verzeichnet 1894 im Firmenregister seines «Gesammt-Verlags-Katalogs» sechs als V. gen. Firmen. 2. Domizil mehrerer selbständiger oder im Verbund operierender Ve…

Richtungstaktschrift

(140 words)

Author(s): H. Buske
ein nach DIN 6 6010 binäres Schreibverfahren für Magnetbandaufzeichnungen, bei dem jedes Spurelement in zwei Teile geteilt ist, die in einander entgegengesetztem Sinne magnetisch gesättigt sind, wobei jede Pachtung des Flußwechsels (Bitflußwechsel) einem der beiden Binärzeichen fest zugeordnet ist. Dabei treten bei aufeinanderfolgenden gleichen Binärzeichen zusätzliche Flußwechsel (Phasenflußwechsel) an den Grenzen der Spurelemente auf. Die R., Zweiphasenschrift, PE–Schrift oder Phasencoding–Sch…

Vollbuchhandlung

(245 words)

Author(s): H. Buske
ist eine veraltete Bezeichnung für eine handelsgerichtlich eingetragene Buchhandlung, die ausschließlich Gegenstände des Buchhandels vertreibt und von einem Vollbuchhändler geführt wird. Die Entstehung des Begriffes ist in den 1930er Jahren zu suchen, als mit der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten in Deutschland 1933 auch die Gremien des Börsenvereins in das neue System eingebunden wurden. Mit der «Anordnung zum Schutze der Bezeichnung, ‹Buchhand-lung› und ‹Buchhändler›» von 1935 erfol…

Stuhlschreiber

(207 words)

Author(s): H. Buske
oder Cathedralis, scriba cathedralis, von cathedra = Schreibstuhl, Armsessel. Auch kathedralis, kathedral, schreiber kathedrāl, Stūelschreiber. Im späten MA Bezeichnung für den bürgerlichen Berufs- und Lohnschreiber, der gegen Geld oder Naturalien für Klöster Hss. kopierte, beim Gerichtsstuhl für die Rechtsparteien Schriften verfaßte oder für Schreibunkundige Briefe und Schriftstücke anfertigte. Künstlerisch begabte S. arbeiteten als Illuministen und Modisten (Schreibmeister). Vielfach spezialis…

Vinz, Curt

(169 words)

Author(s): H. Buske
Buchhändler und Verleger. * 12. 12. 1908 in Lauenstein im Erzgebirge, † 12. 5. 2006 in Otterfing. Zunächst Buchhandelslehre in der Hofbuchhandlung H. Burdach in Dresden, danach erster Sortimenter bei Lipsius & Tischer, Kiel. Seit 1931 war V. im Vertrieb und als Verlagsvertreter bei E. Diederichs in Jena. In amer. Kriegsgefangenschaft gründete er 1944 die Ztg. der dt. Kriegsgefangenen in USA «Der Ruf», dessen erste Nummer am 1. März 1945 erschien. Nach Rückkehr 1946 war V. Lizenzträger und Mitinh…

Schwarzer Stein

(231 words)

Author(s): H. Buske
in der Lit. eher als Lapis niger geläufig. Pflaster aus schwarzem Marmor beim Comitium (Versammlungsplatz) im Nordwesten des Forum in Rom, gelegentlich auch S. vom Comitium genannt, optischer Hinweis auf eine alte Grabanlage, über deren Bedeutung seit hundert Jahren unterschiedliche Hypothesen kursieren. Bei Grabungen unter dem Lapis niger wurde 1899 ein viereckiger Pfeilerstumpf aus graubraunem Grotto-Oscura Tuffstein gefunden mit einer bustrophedon verlaufenden vertikalen Inschrift in archaisc…

Vorankündigung

(124 words)

Author(s): H. Buske
bedeutet im Buchhandel die Ankündigung eines neuen Buches oder einer neuen Serie einige Monate vor Erscheinen. Sie erfolgt i. d. R. durch den Vertreter oder in Anzeigen im Börsenblatt, anderen Buchbranchenzeitschriften, Fachzeitschriften, als Sonderprospekt bzw. Ankündigung in den üblichen Neuerscheinungsprospekten und -katalogen. Heute vermehrt als Newsletter im Internet. In der DDR war der regelmäßig erscheinende «Vorankündigungsdienst für den Buchhandel (VD)» das entscheidende Informationsmittel für Vorbestellungen des Bucheinzelhandels. A…

Frauenbuchladen

(296 words)

Author(s): H. Buske
ist eine von Frauen geführte Buchhandlung, meist auf kollektiver Basis, mit Lit. speziell für Frauen, die in dieser Fülle in «bürgerlichen» Buchhandlungen nicht zu finden ist; andere Bücher werden i.d.R. zur Besorgung angeboten. Der Name Laden ersetzt heute (1988) besonders bei Jugendlichen und Studenten die alte, als elitär empfundene Bezeichnung Buchhandlung. Das Lager besteht vorwiegend aus den theoretischen Schriften von Autorinnen der dt. und intern. Frauenbewegungen, Romanen und Gedichten …

Verlagsort

(260 words)

Author(s): H. Buske
ist der auf der Titelseite und / oder im Impressum angegebene Sitz eines Verlages. Sind bei intern. tätigen Verlagen zwei oder mehr V. angegeben, gilt der erste als Hauptsitz. Bezeichnete in der Ink.zeit noch der Druckort gleichzeitig den Verlagsort, änderte sich das mit der ausgangs des 15. Jh.s beginnenden Trennung von Drucker und Verleger (Verlagsvermerk). Diese allmähliche Teilung in Geldgeber und Druckern wurde bes. deutlich in Mailand und Venedig. So arbeiteten dort Hermann und sein Neffe …

VDI Verlag

(236 words)

Author(s): H. Buske
Buch- und Zss.-Verlag des 1856 in Berlin gegr. «Vereins Dt. Ingenieure», der bereits 1857 publizistisch tätig wurde, was 1918 zum Aufbau einer eigenen Verlagsabt. führte. Der V. wurde als 100 %ige Tochter des VDI am 1. 12. 1923 in Berlin gegr. mit angeschlossener Abt. Sortiment und Bücherstube. Im Februar 1947 wiederbegr. unter der Bezeichnung «Deutscher Ingenieur Verlag GmbH» in Düsseldorf, am 8. 7. 1955 Umfirmie-rung in «VDI-Verlag GmbH». Der V. veröff. vorwiegend technisch-wiss. Fachliteratur…

Nabatäische Schrift

(163 words)

Author(s): H. Buske
Schrift des alten arab. Nomadenvolkes der Nabatäer (ca. 400 v. Chr. bis ca. 300 n. Chr.) aus dem Raum Jordanien mit Petra (heute Wādī Mūsā) als Mittelpunkt bis ans Rote Meer. Zahlreiche Inschriftenfunde auf Ruinen, Felsengräbern, Papyri und Münzen sind mit Sicherheit zu datieren. Die N. S. ist eine Konsonantenschrift und geht auf eine aramäische Urform zurück, entwickelte sich über das Mittelaramäische mit starker Neigung zu Ligaturen und diversen Finalformen in einer Übergangsstufe der sinaitischen Schrift zur arab. Schrift. Nabatäische Schrift. H. Buske Bibliography Euting, J…

Tachygraphie

(394 words)

Author(s): H. Buske
von griech. tachygraphia, ist die im Sprachgebrauch der Althistoriker, Paläographen, Epigraphiker und Papyrologen üblich gewordene Bez. für die Schnellschrift der Antike und des MA, während man Stenographie für die Schnellschrift der Neuzeit verwendet. In ihrer Wortbedeutung und ihrem Inhalt nach sind die Bez. T., Stenographie und Kurzschrift identisch. Der noch vor 100 Jahren für alle Formen einer verkürzten Normalschrift benutzte Begriff «Brachygraphie» ist eher dem Bereich Abkürzungen zuzuord…

Sabellische Schrift

(160 words)

Author(s): H. Buske
Sie wird der Gruppe der adriatischen Schriften zugerechnet und ist nach dem Gott Sabus des Volksstammes der Sabeller oder Sabiner benannt. Die Grabinschriften aus der Zeit um 500 v. Chr. wurden vorwiegend in Picenum gefunden. Ihr unregelmäßiges Bustrophedon mit wechselnder Buchstabenstellung macht eine Zuordnung schwierig, zumal a, l, m, p und u häufig gestürzt vorkommen und die Formen der einzelnen Buchstaben stark variieren. Eine inkonsequente Punktierung hinter den Buchstaben zeigt eine gewisse Verwandtschaft mit den Veneterinschriften. Inwie…

Restbuchhandelsordnung

(262 words)

Author(s): H. Buske
vom 16.5.1897. Sie regelte den geschäftlichen Verkehr der dt. Buchhändler untereinander über den Ein– und Verkauf von Büchern, Bilderwerken, Musikalien und Karten, deren Ladenpreis vom Verleger dauernd oder zeitweise aufgehoben war (Restbuchhandel). Gültigkeit hatte die R. auch für Nichtmitglieder des Börsenvereins, sofern diese sie durch eine schriftliche Erklärung anerkannt hatten. Vorangegangen waren jahrzehntelange Auseinandersetzungen über Preisschleuderei von Kaufhäusern und Firmen des Mod…

Vahlen, Franz

(366 words)

Author(s): H. Buske
(* 12. 12. 1833 in Bonn, 18. 5. 1898 in Honnef am Rhein), erlernte den Buchhandel bei Eduard Weber ( Marcus, A. und E. Weber) in Bonn und blieb dort nach beendigter vierjähriger Lehrzeit als erster Gehilfe bis 1859. Nach Wanderjahren übernahm er 1862 die Geschäftsführung der bedeutenden Immanuel Guttentag Verlagsbuchhandlung und wurde am 1. 1. 1865 Mitbesitzer bis November 1869. V. gründete am 1. 1. 1870 unter eigenem Namen einen Verlag durch Übernahme der von J. A. Gruchot hrsg. «Beiträge zur E…

Vorderschnitt

(96 words)

Author(s): H. Buske
heißt der seitliche Schnitt des Buch-blocks, vereinzelt auch als Längs- oder Seitenschnitt geläufig. Ist der V. nach innen gerundet, bezeichnet man ihn als Hohlschnitt. Bis ins 16. Jh. bewahrte man Bücher wegen des großen Formates liegend auf und schrieb den Titel auf den Vorderschnitt, der danach Schnittitel genannt wurde. Ist der V. in irgendeiner Weise verziert, was bereits bei Hss. des 13. Jh.s der Fall war, spricht man von Schnittverzierung. H. Buske Bibliography Brade, L.: Das ill. Buchbinderbuch. Leipzig 1860 (ND 1990), S. 55–71 Helwig, H.: Einführung in die Einbandkunde.…

Lattmann, F. A.

(210 words)

Author(s): H. Buske
Druckerei, Verlag, Buchbinderei und Spielkartenfabrik in Goslar, gegr. 1604 vom ersten Buchdrucker der Stadt, Johann Voigt (Vogd, Vogt). Sie druckte hervorragende Folio-Bibeln, u. a. bis 1614 ftir die berühmten Bibelverleger Stern in Lüneburg. Nach Voigts Tode 1625 vererbte sich die Firma nicht in direkter Linie weiter, sondern ging durch Heiraten und Käufe im Laufe der Zeit an Mitglieder der Familien Duncker, Kir-cher, Brückner und Jäger über, 1888 geändert in «J. Jäger & Sohn», 1898 von Herman…

Weinheimer Buchhändler-Verein

(422 words)

Author(s): H. Buske
Beginn und Auflö-sung des W. in der ersten Hälfte des 19. Jh.s sind geprägt von den Auseinandersetzungen zwischen den konkurrierenden Kommissionsplätzen Frankfurt/M. und Stuttgart. Um ihre Vormachtstellung zu festigen, Preisunterbietungen und Schleuderei zu bekämpfen, schlossen sich 17 Frankfurter Buchhändler 1838 zu einer «Corporation» zusammen, die jedoch vom Senat verboten wurde. Dennoch forderte sie mit Rundschreiben vom 26. 2. 1839 Buchhändler und Verleger aus dem Rhein-Main Gebiet auf, an …

Verlagswert

(215 words)

Author(s): H. Buske
ist die Summe aller immateriellen Vermögenswerte eines Verlages, wie Firmenname, Ruf, Stand-ort, Organisation, intern. Verbindungen, Leitung, Auto-ren- und Mitarbeiterstamm, Lizenzen, Urheber- und Verlagsrechte, die wesentlich zur Bildung des Gesamtunternehmenswertes beitragen. Der V. ist nach bisher geübter Rechtsprechung ein vom Firmenwert oder Gesamtverlagswert abzugrenzendes Wirtschaftsgut, das bei entgeltlichem Erwerb vom Geschäfts- oder Firmenwert gesondert zu aktivieren ist, aber wie dies…

Roth-Scholtz, Fried(e)rich

(470 words)

Author(s): H. Buske
*17.9.1687 in Herrnstadt, Niederschlesien, 15. 1. 1736 in Nürnberg, Buchhändler, Verleger und Schriftsteller in Nürnberg und Altdorf. Geboren als F. Roth, legte er sich später nach seinem Großvater, dem damals berühmten Theologen Friedrich Scholtz, den Doppelnamen zu (Schreibweise in der Lit. auch Rothscholtz und Rothscholz). Nach Schulbesuchen in Herrnstadt, Steinau (Oder), Stroppen und Breslau zerschlugen sich seine Studienpläne. 1699 — 1704 erlernte er den Buchhandel bei E. Günther in Breslau…

Schriftzeichen

(320 words)

Author(s): H. Buske
1. In der Schriftgesch selbständiges Zeichen mit Lautwert in einem ausgebildeten Schrift-system. Jedes S. kann, je nach Form, dem Typ einer Alphabetschrift, phonetischen Schrift, der Piktographie oder a Pasigraphie zugeordnet werden. Das Problem der Verbindung von S. mit Sprachelementen ist in allen Kulturen unterschiedlich betrachtet und gelöst worden. Definitionen einzelner Termini aus dem Gesamtgebiet Schrift weichen oft stark voneinander ab, je nachdem, ob ein Linguist, Archäologe, Paläograph oder Sprachphilosoph sie vornimmt. Bibliography Sethe, K.: Vom Bilde zu…

Lexikonverlag

(626 words)

Author(s): H. Buske
Spezialverlag für Konversations- und Fachlexika aller Gebiete und Größenordnungen, meist verbunden mit Nachschlagewerken der verschiedensten Gebiete und / oder anderer allgemeinbildender Lit., wobei Erfahrungen und Unterlagen des L.es eingebracht werden. Oft bringen größere wiss., schöngeistige und Sach 517 buch–Verlage Lexika heraus, ohne daß sie als L.e anzusehen sind. Schrieben Brockhaus, Meyer und Pierer zu Beginn der Lexikonära noch große Teile ihrer Lexika selbst, bedarf es heute einer stä…

Reklamemarken

(357 words)

Author(s): H. Buske
sind einseitig, einzeln oder in Bogen gedruckte, briefmarkengroße, an den Rändern perforierte oder geschnittene Kleingraphiken mit teilweise rückseitiger Gummierung oder Werbebeschriftung. Sie entstanden Ende des 19. Jh.S und wurden bis Ende des 20. Jh.s mit Schwerpunkt 1890 — 1915 benutzt von Buchund Zeitschriftenverlagen sowie Buchhandlungen, Verbänden und Vereinen zur Werbung für Gesamtprogramm, Spezialgebiete, Slg., Einzelwerke, Messen und 261 Ausstellungen. In der Blütezeit 1912 / 1913 fand…

Deutsche Schrift

(79 words)

Author(s): H. Buske
Die Zeitschrift des Bundes für deutsche Schrift. Erscheint seit 1924, mit Unterbrechung von 1941 bis 1950, als Zs. des 1918 gegründeten Bundes für deutsche Schrift, der gegen die Verdrängung der Fraktur durch die Antiqua kämpft; Sitz heute in Hannover. Ab Heft 58/1978 mit dem Untertitel: Blätter zur Förderung des Schriftwesens, wechselnde Untertitel ab Heft 67/1982: Zeitschrift zur Förderung von Gotisch, Schwabacher (und) Fraktur, ab Heft 78, 8off./1986: Vierteljahresschrift zur Förderung von Gotisch, Schwabacher, Fraktur. H. Buske

Kekinowin

(115 words)

Author(s): H. Buske
oder kekeenowin. Bis Mitte des vorigen Jh.s in Nordamerika gebräuchlicher Ausdruck aus der Sprache der Ojibwa–Indianer für eine nur den Priestern und Schamanen bekannte Ideen– oder Inhaltsschrift zum Vortragen von Zauberformeln und magischen Gesängen. Kekiwin oder kekeewin war die Bezeichnung für die allgemein verständliche Bilderschrift. Über das Alter der als Felszeichnungen und Rindenschnitte vorliegenden Zeichen herrschen unterschiedHche Meinungen, die Datierungen gehen von 1620 bis 1790. Ewe-Schrift H. Buske Bibliography Schoolcraft, H. R.: Historical and stat…

Vorsteher

(340 words)

Author(s): H. Buske
Bezeichnung für eine Person, die aufgrund ihrer Integrität, wirtschaftlichen Unabhängigkeit und ihres fachlichen Wissens das Vertrauen einer bestimmten Fachgruppe von Menschen besitzt. In der Frühzeit buchhändlerischer Vereinsbildung, deren Vorläufer in den jährlichen Meßabrechnungen der Buchhändler mit den Kommissionären und Verlegern zu suchen sind, versuchte Karl Christian Horvath aus Potsdam (1752–1837) durch Anmietung geeigneter Räume (wegen der Abrechnungen «Börse» gen.) seit 1797 in Leipz…

Universalsprachenschrift

(234 words)

Author(s): H. Buske
Bezeichnung für eine Schrift, die auf alle Universalsprachen angewendet werden kann unabhängig davon, ob Lautschrift oder Pasigraphie. Der größte Teil aller Universalsprachen basiert auf dem lat. Alphabet. Dem Lat. fremde Laute wurden i. d. R. diakritische Zeichen unter- oder übergesetzt nach dem Grundsatz, daß jeder Laut durch ein einheitliches Zeichen ausgedrückt wird. U. sind auch unter Zuhilfenahme von Noten und / oder Zahlen entstanden: So entwarf J.-F. Soudre in Sorèze / Frankreich 1817 an…

Bundle(s)

(55 words)

Author(s): H. Buske
bei Bücherauktionen in England im 17. Jh. Bezeichnung für Lose, die mehrere Titel enthielten, jedoch nur den ersten im Katalog nannten, auch «parcels» genannt. Man beklagte, «daß die kostbarsten Werke hier in Losen unkenntlich zusammengefaßt seien». H. Buske Bibliography Bogeng, G. A. E.: Einf. in die Bibliophilie. Leipzig 1931 (ND Hildesheim 1984), S. 47.

Hofbuchhandlung

(187 words)

Author(s): H. Buske
Durch Verleihung seitens eines Fürstenhauses, in Deutschland bes. im 18. und 19. Jh., geschützter Titel einer Buchhandlung für bes. Leistungen, ausgestattet mit zahlreichen Privilegien wie Druck und Vertrieb aller im Fürstentum gebräuchlichen Schulbücher, Wochenblätter, Programme und Kirchenzettel. Der Ursprung liegt in den seit dem 16. Jh. von kaiserlichen, kgl. und fürstlichen Häusern vergebenen Bücher- und Druckprivilegien an Buchdrucker (Hofbuchdruckereien). Die in Paris seit dem MA etablier…

Arbeitsgemeinschaft Alternativer Verlage und Autoren e.V. (AGAV)

(147 words)

Author(s): H. Buske
Interessenverband bibliophiler Minipressen, linksliterarischer und politischer Kleinverlage und ihnen nahestehender Autoren, die sich als Alternative zu den Buchfabriken des etablierten Buchhandels verstehen, d. h. nicht marktorientiert produzieren und vertreiben. 1975 gegründet als «Arbeitsgemeinschaft der Kleinverlage» (ADKV), die ein Jahr später auch Autoren als Mitglieder aufnahm und sich umbenannte in «Arbeitsgemeinschaft Alternativer Verlage und Autoren» (AGAV), seit 1979 eingetragener Ver…

Umsatzbonus

(101 words)

Author(s): H. Buske
im allg. Geschäftsverkehr dem Kunden vom Lieferanten eingeräumte Vergütung auf den Gesamtjahres-Umsatz. Sie wird i. d. R. nachträglich als Gutschrift, Barauszahlung oder zusätzliche Warenlieferung erteilt. Die Höhe des U. ist gewöhnlich in den Liefe-rungs- und Zahlungsbedingungen vereinbart. Innerhalb von Kundenbindungsmodellen im Bucheinzelhandel (Sortiment) sind bei Bonussystemen lediglich Sachprä-mien erlaubt, die zudem nur geringwertig sein dürfen (BuchPrG der BRDeutschland, § 7 Abs. 4 Ziff. 1). Die Geringfügigkeitsgrenze liegt bei ca. 2 % vom getätigten Umsatz. H…

Subscriptions-Gesellschaft

(409 words)

Author(s): H. Buske
im 18. Jh. Zusammenschluß von Gelehrten, um durch Subscriptionsangebote, eigens gegr. Verlage und Buchhandlungen gegen die «Habgier der Buchhändler» (Leibniz im Brief vom 15. Okt. und 19. Nov. an S. Kortholt, Kiel) anzugehen und die Autoren durch Selbstverlag zu Eigentümern ihrer Werke zu machen. In den gen. Briefen wird der Plan einer S. für Gelehrte («Societas subscriptoria inter eruditos») dargelegt. Ihre Mitglieder sollten sich bei einem «mäßigen Preis» zur (Teil-)Abnahme der von der Ges. ve…

Tendenzbetriebe

(158 words)

Author(s): H. Buske
sind nach § 118 des Betriebsverfassungsgesetzes (BetrVG) der BRDeutschland Unternehmen, die unmittelbar und überwiegend politischen, koalitionspolitischen, konfessionellen, karitativen, erzieherischen, wiss. oder künstlerischen Zwecken, der Meinungsäußerung oder Berichterstattung dienen, auf die Artikel 5 Abs. 1 Satz 3 des Grundgesetztes Anwendung finden. T. unterliegen nur begrenzt dem BetrVG. So sind z. B. die Vorschriften über den Wirtschaftsausschuß nicht anwendbar, die über Betriebsänderung…

Leske, Carl Friedrich Julius

(256 words)

Author(s): H. Buske
* 8. 12. 1821 in Darmstadt, 12. 10. 1886 ebd., Verleger in Darmstadt, Sohn von C. W. Leske. Buchhändlerische Ausbildung 1838 bis 1841 bei F. Riegel in Potsdam, danach bei A. Baedeker in Amsterdam und in Wien bei F. Schaumburg, bevor er 1846 den väterlichen Verlag übernahm. L. gewann schnell neue bedeutende Autoren wie von Hammer Purgstall, Hoffmann von Fallersleben, den Ungar. Freiheitsdichter Franz Petöfi. Schon 1845 schloß er einen Vertrag mit Karl Marx über dessen Werk «Kritik der Politik und…

Verleger-Inkasso-Stelle (VIK)

(276 words)

Author(s): H. Buske
Dienstleistungsbetrieb des Medienmarktes, um Forderungen gegen buchhändlerische Unternehmen, Abonnenten und Anzeigenkunden zu überwachen und durchzusetzen. Kunden sind Buch-, Zss.- und Musikverlage, Buchhändler, Video- und Tonträger-Firmen sowie Verwertungsges. für Urheberrechte im In- und Ausland. Nach altem Leipziger Vorbild neu gegr. am 1. 5. 1949 in Hamburg als VIK Wallstab & Co. GmbH, Nachfolgerin der Inkasso-Stelle des Verlegervereins in Leipzig, Mitglied im Bundesverband Dt. Inkasso-Unter…

Verein der Buchhändler zu Leipzig

(436 words)

Author(s): H. Buske
gegr. am 25. 2. 1833. Der satzungsgemäße Zweck des V. war die Förderung der in Leipzig zu betreibenden Buchgeschäfte unter einem siebenköpfigen Vorstand, dessen Mitglieder nach altem Brauch «Deputirte» gen. wurden und die Ämter des Vorsitzenden, des Sekretärs und des Kassierers unter sich abmachen mußten. Das erste Börsenbl. wurde am 3. 1. 1834 von den «Deputirten des V.» hrsg. und ging 1835 an den Börsenverein über. Gemeinsam mit diesem entstand 1836 das Börsengebäude. Auf Initiative des V. wur…

Veit & Comp

(362 words)

Author(s): H. Buske
Dr. Moritz Veit erwarb im August 1833 für 22 Tsd. Taler, von Fachleuten als viel zu hoch eingeschätzt, die wenig bedeutende Boike’sche Verlagsbuchhandlung in Berlin, die nur über ein Werk von wiss. Rang verfügte, das «Encyclopädische Wörterbuch der medicinischen Wissenschaften» von C. F. von Graefe und Chr. W. Hufeland, das V. innerhalb von 15 Jahren mit 37 Bdn. abschließen konnte. Nur wenig andere Titel wurden übernommen. Mit diesem Bestand gründete er am 1. 1. 1834 zus. mit seinem Studienfreun…

Umbrische Schrift

(194 words)

Author(s): H. Buske
Die U. gehört zu den sog. altitalischen Schriften, von denen die Gruppe der etruskischen, umbrischen und oskischen Alphabete durch das gemeinschaftliche Zeichen 8 = f gekennzeichnet ist, das in den anderen altital. Schriften fehlt. Im 6. oder 5. Jh. v. Chr. aus einer jüngeren Form des etruskischen Alphabets entlehnt, wurden die Zeichen q und d für einenř und č-Laut neu geschaffen (ähnlich dem Tschechischen rsch und tsch). Wie im Etruskischen wird in der U. von den Vokalzeichen das 0 gar nicht ve…

Romain du Roi

(398 words)

Author(s): H. Buske
Barock– Antiqua des Philippe Grandjean de Fouchy. Die Besonderheiten der R. zeigen sich gegenüber den ähnlichen Renaissance– Schriften im Schnitt der Garamond, Granjon oder Jannon in den flachen sowie den zweiseitigen Serifen am Scheitel der Schäfte beim b, d, i, j, k und 1 wie auch am Schaftfuß von b und u. Charakteristisch das 1 der Gemeinen mit dem kurzen horizontalen Dorn, der links aus dem Schaft ragt. Auf Geheiß des franz. Königs Ludwig XIV. begann 1692 im Auftrag der Académie des Sciences…

Anzeiger für den schweizerischen Buchhandel

(123 words)

Author(s): H. Buske
Journal de la Librairie Suisse. Offizielles Publikationsorgan des Schweiz. Buchhändler-Vereins, herausgegeben vom Schweiz. Vereins-Sortiment in Olten. Erschien seit 1883 zweimal monatlich mit Text- und Inseratenteil in einer Aufl. von 1500 Exemplaren und wurde an sämtliche Buchhandlungen und verwandte Geschäftszweige der deutschen, französischen und italienischen Schweiz direkt versandt. 1897 mangels genügender Beteiligung vom Vereins-Sortiment eingestellt und vom Artistischen Institut Orell Füs…

Schreibmaschine

(970 words)

Author(s): H. Buske
Gerät für maschinelle Schreibarbeiten, mit dem man durch Tastendruck unter Verwendung eines Farbbandes Schrifttypen auf über eine Walze laufendes Papier abdrucken kann. Die S. ermöglicht so ein schnelles Schreiben und liefert ein sauberes Schriftbild. Die gleichzeitige Erstellung mehrerer Kopien aus Durchschlagpapier mit einer entsprechenden Anzahl dazwischengelegter Kohlebogen wird nur noch selten praktiziert. Auch die Herstellung von Drucksachen in kleinen Auflagen durch Wachsmatrizen als Druc…

Antiquariatszeitschriften

(302 words)

Author(s): H. Buske
sind periodische Veröffentlichungen über alle Belange des internationalen Buch-, Kunst- und Zeitschriftenantiquariats unter bes. Berücksichtigung nationaler Gegebenheiten. Sie dienen der Kommunikation zwischen Antiquaren, Sammlern und Bibliotheken, sind weltweit verbreitet und enthalten i. d. R. einen redaktionellen Teil mit Nachrichten über Firmen, Personen, Tagesprobleme, Steuer- und Wirtschaftsfragen sowie Beiträge mit z.T. wiss. Charakter und häufig eine Rubrik «Angebotene und gesuchte Büche…

Wagner’sche Universitätsbuchhandlung

(414 words)

Author(s): H. Buske
Zu Beginn des 17. Jh.s wurde die Druckerszene in Innsbruck von den Familien Paur und Gäch beherrscht. Nach dem Tod von Johann Gäch heiratete Michael Wagner aus Deubach (Schwaben) Gächs Witwe. Der 14. 8. 1639 gilt als das Gründungsdatum der W. Als Hieronymus Paur, Sohn des Daniel und Enkel des Hans, 1667 kinderlos verstorben war, erwarb Michael Wagner die Hofdruckerei und verschaffte sich damit in Innsbruck eine Monopolstellung. Die 1649 erteilte Konzession zur Herausgabe einer Wochenzeitung, von…

Broschüre

(219 words)

Author(s): H. Buske
(von franz. brocher, brochure = heften, Heftchen), geheftete Druckschrift von geringem Umfang meist aktuellen Inhalts über politische, religiöse, soziale und wiss. Tagesfragen und daher durchweg Streit- oder Parteienschrift, verschiedentlich auch als Transchrift. Entspricht dem englischen Pamphlet, erscheint oft anonym oder pseudonym und ist für schnelle Verbreitung bestimmt. Nicht zu verwechseln mit Broschur. Zur Standardisierung des Begriffes wurde 1964 von der UNESCO eine Empfehlung angenomme…

Jungbuchhändler, Der

(42 words)

Author(s): H. Buske
war die von Oktober 1952 bis September 1960 monatlich ersch. Beilage zum Anzeiger des österr. Buchhandels mit dem Untertitel «Werkblätter für Österreich». Der Nachfolgeversuch 1966 mit «Die Eule. Mitteilungen für junge Buchhändler scheiterte bereits nach vier Nummern. H. Buske

Verkaufsförderung

(174 words)

Author(s): H. Buske
ist die Summe aller Aktivitäten der buchhändlerischen Handelsstufen Verlag, Zwischenbuchhandlung, Sortiment und dem Börsenverein, den Warenverkauf durch bes. Werbe- und Vertriebsmaßnahmen zu erhöhen und sich gleichzeitig gegenseitig zu unterstützen. Diese V. drücken sich z. B. aus im bundesweiten Lesewettbewerb, Autorenlesungen, lokalen Büchermessen, Bücherflohmärkten oder in der Zusammenarbeit mit Kindergärten und Schulen. Verlage stellen dafür in der Regel Dekorationsmaterial, Kataloge, Sonderprospekte u. a. Werbemittel zur Verfügung und beteiligen sic…

Autorenlesung

(264 words)

Author(s): H. Buske
ist eine von einer Bibl, oder einer Buchhandlung organisierte Veranstaltung, die durch Einladung an die Kunden des Sortiments und durch die örtliche Presse, Plakatanschlag oder Prospektverteilung bekannt gemacht wird, und auf der ein Autor aus seinem neuesten Buch, aus unveröffentlichten oder schon lieferbaren Werken liest. Meistens finden solche Lesungen in der Buchhandlung bzw. in der Bibl, statt. Den Besuchern wird Gelegenheit gegeben, nach der Veranstaltung die Bücher käuflich zu erwerben und vom Autor signieren zu lassen. A.en sind uns bereits aus der griechischen …

Numerierte Exemplare

(154 words)

Author(s): H. Buske
Aufwendig hergestellte Liebhaberausg. in kleinen Aufl. (von wenigen Einzelstücken bis zu ca. 500 Ex.), können auf der letzten Seite, seltener im Kolophon, von Hand oder der Maschine numeriert sein. Zusätzlich vom Autor, oder bei ill. Büchern vom Künstler, signiert, wird der bes. Wert des Buches unterstrichen. Eine Gewähr, daß nicht mehr Ex. gedr. wurden als angegeben, hat der Käufer, wie die Praxis zeigt, nicht immer. Maschinennumerierungen über 1000 dienen lediglich arbeitstechnischen oder stat…

Mängelrüge

(135 words)

Author(s): H. Buske
nach Handelsgesetzbuch §§ 377, 378 unverzügliche Anzeige des Käufers an den Verkäufer, wenn die gelieferte Ware offene Mängel aufweist, z. B. wenn eine andere als die vereinbarte Warenmenge (Falschmenge), eine andere als die bestellte Ware (Falschlieferung) oder beschädigte Ware geliefert wurde. Versteckte Mängel sind innerhalb von sechs Monaten anzuzeigen. Die Behandlung beschädigter oder fehlerhafter Verlagserzeugnisse ist in § 11 der Verkehrsordnung für den Buchhandel festgelegt. Beim einseit…

Kreditliste

(267 words)

Author(s): H. Buske
j . erscheinende, nach Ortsalphabet (innerhalb der Orte firmenalphabetisch) geordnete Liste mit elf Informationsspalten, die Auskunft geben über das Bonitätsverhalten von ca. 10 Tsd. Buchhändlern aus dem Inund Ausland. Bezieher der K. verpflichten sich zur Mitarbeit an der j. «Frageliste» über den Geschäftsverkehr mit ihren Kunden. Als Ergänzung zur K. erhalten sie monatlich die «Vertraulichen Mitteilungen». Diese enthalten Angaben über die laufenden Aktivitäten der «VerlegerInkasso- Stelle» geg…

Arbeitsplatzbeschreibung

(206 words)

Author(s): H. Buske
Eine A., auch Arbeitsplatzanalyse, ist die systematische Beschreibung eines Ortes, an dem eine Tätigkeit verrichtet wird, und enthält Aussagen über Ausstattung und Anlage, Möbel, Maschinen, Geräte, Karteien, Kataloge, Materialien, Formulare, seine Lage innerhalb von Geschäftsräumen. Sie dient der Arbeitsbewertung und der Verbesserung von Arbeitsbedingungen, ist Voraussetzung für die Bestimmung der physischen und psychischen Anforderungen, die an den Menschen gestellt werden, und ist unerläßlich …

Preußische Schrift

(191 words)

Author(s): H. Buske
besser prußische oder altpreußische Schrift. Die alten Preußen (Bruzi, Pruzzün, Pruzzen) besiedelten bis zum 13. Jh. das Küstenland östlich der Weichsel bis zur Memel. Sie wurden in jahrhundertelangen Kämpfen mit dem Dt. Orden und den Polen unterdrückt, vermischten sich mit eingewanderten Letten, Litauern, Masowiern und gingen darin auf. Ihre Sprache erlosch um 1700. Die umfangreiche prußische Sprachforschung stützt sich auf nur wenige, teilweise fehlerhafte Quellen, wie den Codex Neumannianus (…

Schreibmaschinenpapier

(219 words)

Author(s): H. Buske
handelsübliche Bezeichnung SM-Papier, ist ein vornehmlich maschinenglattes, holzfreies, vollgeleimtes Papier mit matter Oberfläche in Gewichten von 60–90 g/m2 in weiß oder leicht getönten Farben. Es muß einen hohen Widerstand gegen mechanische Verletzung durch den Anschlag der Typen einer Schreibmaschine haben, soll radier-, schab- und tintenfest sein, die Schrift darf weder auslaufen noch durchschlagen. Diese Merkmale gelten nach DIN 6730 vom Mai 1996, die für farbige S.e nach DIN 19 300 vom Juni 1994, das insg…
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