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Your search for 'dc_creator:( "H. Buske" ) OR dc_contributor:( "H. Buske" )' returned 399 results. Modify search

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Sabäische Schrift

(307 words)

Author(s): H. Buske
auch minäische, mino-sabäische, altsüdarabische oder himjarische Schrift genannt. Sie gehört zu den süd- semitischen Schriften, welche die südarab. Alphabete im Südwesten der arab. Halbinsel und der afrikanischen Küste Äthiopiens umfassen. Die Schrift geht bis ins 12. Jh. v. Chr. zurück (minäisch), die sabäische bis zum 3./ 2. Jh. v. Chr. Sie war in regionalen und zeitlich abgewandelten Formen bis ins 6. Jh. n. Chr. gebräuchlich. Aus zahlreichen Steininschriften bekannt, ist sie wie alle semitis…

Gemeinschaftswerbung

(467 words)

Author(s): H. Buske
oder Kollektivwerbung ist die gemeinsame Werbung mehrerer Unternehmen, auch solcher verschiedener Handelsstufen, für ihre Produkte und Leistungen ohne Nennung einer bestimmten Firma mit dem Ziel, den Markt für die eigenen Erzeugnisse zu erhalten oder zu erweitern. G. ist in der Regel nicht auf direkten Verkauf, sondern auf eine allg. Bedarfswek-kung abgestellt. Sie ist eine Form der Öffentlichkeitsarbeit, der Public Relations, und im deutschsprachigen Buchhandel von großer Bedeutung. Herausgeste…

Vereinigung Selbständiger Verlagsvertreter (VSV)

(215 words)

Author(s): H. Buske
gegr. am 27. 9. 1952 während der Buchmesse in Frankfurt a. M. Einer Integration in den Börsenverein stand die damalige Satzung entgegen. Damit blieb es bei einer losen Vereinigung ohne Satzung und ohne Eintrag in das Vereinsregister. Alljährlich fanden am Vorabend der Buchmesse Zusammenkünfte statt, in denen Probleme der a Verlagsvertreter beraten, praktische Hilfen für in Not geratene Kollegen eingeleitet und über Grundsatzurteile in Auseinandersetzungen mit Verlagen diskutiert wurden. Mit der …

Term Catalogues

(255 words)

Author(s): H. Buske
übliche engl. Abk.: T. C. Ab Mitte des 17. Jh.s bemühte man sich in England, eine nationale Allgemeinbibliographie zu schaffen. Schmale Kat. von 1658 und 1664 blieben ohne Resonanz. Die erste engl. periodische Bibliographie, die die Neuerscheinungen des engl. Buchhandels anzeigte, waren die T. C. Sie erschienen gegen Ende der vier Gerichtszeiten (Law Term) im November (Michaelmas Term), Februar (Hilary Term), Mai (Easter Term) und Juni (Trinity Term). Anfangs bestanden sie nur aus einem, zwei, s…

Sequoyah

(110 words)

Author(s): H. Buske
Schreibweise auch Sikwoyi, Sikquoyi, Sikewaya und ähnlich, * 1760 im östlichen Tennessee, † 1843 bei San Fernando, Mexiko, Halbindianer aus dem Stamm der Cherokee (Tscherokesen). Nannte sich auch John oder Charles Gist, Guest oder George Guess. S. lebte in North Georgia (North Carolina, USA) und entwickelte für die Cherokee in einem langjährigen Prozeß eine Schrift (Tscherokesische Schrift), die 1827 auch als Druckschrift geschnitten wurde. Seine Bedeutung für die Region lebt in den nach ihm ben…

Expeditionsarbeiten

(46 words)

Author(s): H. Buske
sind die mit der Auslieferung zusammenhängenden Arbeiten in allen Zweigen des Buchhandels. Das sind die Entnahme der bestellten Ware aus dem Lager (Auslegen), das Zusammenstellen der Sendungen, das Rechnungschreiben (Fakturieren), Pakken, Postfertigmachen und der Versand per Boten, Lieferwagen, Post, Spedition oder Büchersammelverkehr. H. Buske

Wöchentliches Verzeichnis der erschienenen und vorbereiteten Neuigkeiten des deutschen Buchhandels. J. C. Hinrichs. Leipzig 1893–1915

(493 words)

Author(s): H. Buske
Vorbild für alle künftigen durch Autopsie erfolgten Titelaufnahmen von Nationalbibliographien. Das W. hatte zahlreiche Vorläufer und entwickelte sich aus den bibliographischen Verz. «Bibliographie von Deutschland oder Wöchentliches, vollständiges Verzeichnis aller in Deutschland herausgekommenen neuen Bücher und Kunstsachen, mit Angabe der Bogenzahl, des Preises und der Verleger, nebst Subscriptions- und Pränumerations-Anzeigen. Mit Register und Beilagen. Jg. 1–10. Leipzig: Industrie-Comptoir 18…

Venetische Schrift

(232 words)

Author(s): H. Buske
Venetisch ist die indogermanische Sprache der vorrömischen Bevölkerung der Veneter im östlichen Oberitalien und der Randgebiete. Die V. geht zurück auf das sog. Veneter-Alphabet von Este, ca. 5. Jh. v. Christus, das sich auf Bronzeplatten und -stiften aus der Chiusara Baratela bei Este befindet. Es leitet sich ab von der Etruskischen Schrift. Die dort fehlenden Buchstaben b, d, g fehlen auch in der Venetischen Schrift. Das im Etruskischen nicht vorhandene o -Zeichen wurde später dem venetischen Alphabet angehängt. Die Schri…

Universalsprache

(311 words)

Author(s): H. Buske
ist ein Kommunikationsmittel, das von allen Völkern als einzige Sprache anerkannt und an die Stelle von Nationalsprachen treten sollte. U., Weltsprache, intern. Sprache, Welthilfssprache oder Plansprache werden vielfach synonym gebraucht. Ihnen liegt die Annahme zugrunde, daß sich alle Denkinhalte und ihre Strukturen durch eine begrenzte Zahl sprachlicher Zeichen darstellen lassen, wenn diese Zeichen nach bestehenden Regeln miteinander verknüpft werden in der Weise, einfache Ideen durch einfache…

Verlagsvertreter

(313 words)

Author(s): H. Buske
ist nach dem HGB § 84, 1 Satz 1, ein Handelsvertreter, der als selbständiger Gewerbetreibender ständig damit betraut ist, für einen anderen Unternehmer (Verlag oder auch mehrere Verlage) Geschäfte zu vermitteln oder in dessen Namen abzuschließen. Vertreter bei gleicher Tätigkeit (HGB § 84, 2) ohne selbständig zu sein, gelten als Angestellte. In der Regel reisen für einen Verlag je nach Fachgebiet und Größe mehrere Verlagsvertreter, deren Reisegebiete gewöhnlich nach den Nielsen-Gebieten festgele…

Vorbestellung

(180 words)

Author(s): H. Buske
nennt man im Buchhandel und in Bibl. eine Bestellung auf z. Zt. nicht lieferbare / benutzbare Bücher oder andere Gegenstände des Buchhandels. Vorbestellte Titel werden vorgemerkt, sind sie verfügbar, erhalten Buchhandelskunden wie Bibl.benutzer eine Nachricht. In Verlagen wird die Anzahl der V. sorgfältig registriert, um bis zum Imprimatur die Höhe der Aufl. und Bindequote verändern zu können. In der DDR (Deutschland. 13) waren V. Bestellungen, die bis zum Erscheinen eines Titels der LKG vom Buc…

Verlagshandlung Julius Buddeus

(169 words)

Author(s): H. Buske
Am 10. 4. 1839 gründete Julius Buddeus in Düsseldorf einen Verlag und gliederte ihm 1843 eine Sortimentsbuchhandlung an, die er bereits 1848 an Eduard Schulte verkaufte, der sie unter der Firma J. Buddeus’sche Buch- und Kunsthandlung (Ed. Schulte) weiterführte. Nach dem Tod von Julius Buddeus 1873 ging der Verlag auf seine Witwe Pauline, geb. Krönig, über. Diese verkaufte ihn am 1. 12. 1877 an Ludwig Ebner, Besitzer von «Ebner & Seubert» in Stuttgart, der den Verlag dorthin verlegte und ihn 1893…

Jungbuchhandel, Der

(118 words)

Author(s): H. Buske
1. Beilage zum «Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel» Leipziger Ausgabe mit Berichten und Erfahrungen junger Buchhändler über Aus- und Weiterbildung, den Stellenwert von Buch und Buchhandel in einer neuen Gesellschaft, und umfangreichem Rezensionsteil. Zunächst mit den Folgen 1 (September 1951 im Börsenbl. Nr. 35) bis 6 (1955) als Bestandteil des Börsenbl.s mit durchgehender Numerierung. Ab Folge 7 (Juli 1955) bis Folge 12 (1961) als selbständige Beilage. Fortsetzung 1962, Folge 1 bis 1962, Folge 11/12 u. d.T. «Der junge Buchhändler». Danach eingestellt. 2. Der J., Fachz…

Verschränken

(154 words)

Author(s): H. Buske
Unter v. versteht man im allg. Sprachgebrauch meistens: Etwas gegen- oder übereinander versetzt legen. In der älteren Lit. z. B. in Papierfabriken, -handlungen und Druckereien beim «Abzählen» von Papierbogen (... die Bogen zählt, «bis ein Buch [25 Bogen] abgezählt ist»), dann «die Buche [Plural von Buch] verschränkt legt») V. kann auch heißen: Um ein kleines Stück zurücklegen. Ähnlich wurde nach dem Ausdrukken vor Ablieferung an den Buchbinder verfahren. In der Buchbinderei bedeutet v. das Recht…

Sinnrebus

(133 words)

Author(s): H. Buske
In den Bilderschriften Wiedergabe eines Begriffs durch ein symbolisches Zeichen. In der älteren Lit. als Sinnzeichen gebräuchlich, in der neueren unbekannt. Die Weiterentwicklung bezeichnet den Übergang von der Wort-Bildschrift zur Wort-Lautschrift, indem er in Verbindung mit Determinativen die Darstellung abstrakter Begriffe erleichtert. Der heute als Rebus-Lesung, -Methode, -Prinzip, -system und -Verfahren bezeichnete Vorgang findet sich bes. ausgeprägt bei den altägyptischen Hieroglyphen, der Maya-Schrift, der Osterinsel-Schrift und der a sumerischen Schrift. H…

Korn, Johann Jacob

(319 words)

Author(s): H. Buske
*20. 7. 1702 in Neustadt bei Coburg, f 16. 12. 1756 in Breslau, Gründer des späteren Verlages Wilhelm Gottlieb Korn in Breslau. Nach einer Buchhändlerlehre in Coburg wurde K. 1729 selbständiger Buchhändler in Berlin, wo er 1732 die Tochter des damals bedeutendsten Berliner Buchhändlers und Zeitungsverlegers J. A. Rüdiger heiratete. Er eröffnete im gleichen Jahr in Breslau sein «Buchgewölbe». Schon 1733 zeichnete sich mit fünf auf Polen bezogenen Titeln die spätere Polonica-Spezialisierung ab. Er…

Präkoptisch

(194 words)

Author(s): H. Buske
bezeichnet die Übergangsphase vom Mitteldemotischen über das Spätdemotische zum Altkoptischen. Sie setzte bereits vor dem 2. Jh. v. Chr. ein, als man anfing, wegen der mangelhaften Bezeichnung der Vokale im Demotischen die ägyptische Sprache mit griech. Buchstaben zu schreiben. Es begann zunächst mit der Schreibung ägyptischer Eigennamen in griech. Texten, dann mit magischen und Sakraltexten, bis sie im Laufe des 3. Jh.s n. Chr. mit christlichen Texten ins Koptische überging. Schon das sog. «alt…

Mory's Hofbuchhandlung

(126 words)

Author(s): H. Buske
von Otto Mory am 17. 10. 1885 als reine Sortimentsbuchhandlung in Donaueschingen gegründet. Der Antrag auf Führung des Titels «Hofbuchhändler» wurde Ende 1886 gestellt und vom damaligen Herrn des Hauses, Karl Egon III. (1820 bis 1872) Fürst zu Fürstenberg, Donaueschingen, «... ausnahmsweise ... bewilligt», weil der Vater M.s 1837-1869 Schloßverwalter gewesen war. Als äußeres Zeichen erhielten die Hoflieferanten an die Hausfassade ein etwa 60 cm hohes gußeisernes und bunt bemaltes Fürstenber-gisc…

Junge Buchhandel, Der

(138 words)

Author(s): H. Buske
Beilage zum Börsenblatt für den Dt. Buchhandel, Frankfurter Ausg., war das Diskussionsforum der jungen Buchhändler-Generation nach dem Zweiten Weltkrieg, anknüpfend an die Tradition des alten Jungbuchhandels vor 1933, jedoch in dem Bestreben, sich den brennenden Gegenwartsfragen zu stellen. Wichtige Impulse erhielt die Zs. von ihren Redakteuren, der Buchhandelshistorikerin Annemarie Meiner seit der Gründung und von Kurt Meyer seit 1953. Der J. B. erschien zuerst als Beilage des Börsenblatts 9/19…

Studienführer

(436 words)

Author(s): H. Buske
Leitfaden für die Wahl des Studienortes und der Studienfächer, die Anlage, Form, Dauer und den Abschluß eines Studiums. Vorgestellt werden Lehrkörper, Lehrangebot, Bibliotheksverhältnisse sowie örtliche Besonderheiten. Hinweise auf Wohnraum- und Kulturangebote sind ebenso üblich wie die auf Studien- und Fachberatung. Eine wichtige Ergänzung ist das jeweilige Vorlesungsverzeichnis. Ergänzend dazu gibt es S. als methodische Anleitung für die Studienorganisation, Arbeitstechniken und rationelle Bib…

Vandenhoeck & Ruprecht

(688 words)

Author(s): H. Buske
Der holländische Buchdrucker Abraham Vandenhoeck (Van Hoeck, Van den Hoeck), * 1700 in Den Haag, betrieb schon als 20jähriger in London eine Druckerei und heiratete dort Anna Parry (1709–1787). 1732 bis 1735 wirkte er als Drucker in Hamburg, wo er sich in seinen ersten Druckerzeugnissen als «Libraire à London» bezeichnete. Die neugegr. Univ. Göttingen berief ihn als Universitätsbuchhändler und -drucker. Der 13. 2. 1735 gilt als das Gründungsdatum des Verlages V. Anfang August 1750 starb er im Al…

Leder als BeschreibstofF

(206 words)

Author(s): H. Buske
Im Altertum dienten Rollen aus aneinandergenähten Lederstreifen, teilweise ausgebessert durch Aufsetzen von Lederstreifen auf der Rückseite der Rolle und von einem kleinen Lederriemen zusammengehalten, als Beschreibstoff. Bes. wertvolle Texte wurden auf Leder geschrieben und sind in zahlreichen Fällen überliefert, so die im Amontempel bewahrten Annalen (Kriegstagebücher) Thutmosis III. oder die Lederrolle Sesostris I. mit einem Tempelbautext. L. wurde ebenfalls in Babylonien und Assyrien zu pers…

Liederbuch des Buchhändlers

(187 words)

Author(s): H. Buske
allg. Bezeichnung für Slg. von buchhändlerischen Reimen, Singversen, Trink-und Wanderliedern. Sie gehören zur Gattung der berufsständischen Lieder und sind wertvolle Dokumente zur Kultur- und Geistesgesch. des Buchhandels, entstanden Mitte des vorigen Jh.s mit den Buchhandelsgehilfenvereinen in Anlehnung an studentische Trink- und Gesangsgewohnheiten. Ihre Inhalte beziehen sich auf den Buchhandel, das Berufsleben, den sozialen Unterschied zwischen Prinzipal und Gehilfen sowie auf festliche buchh…

Debit

(160 words)

Author(s): H. Buske
1. Von franz. débit = Absatz, Verkauf einer Ware, Warenkleinhandel. Bezeichnet auch das ausschließliche Verkaufsrecht für monopolisierte Waren. So wurde der Postzeitungsdienst Postdebit genannt. Eine ähnliche Vertriebsart war im Buch- und Zeitschriftenhandel üblich, indem Verleger, die im allgemeinen nicht über den Buchhandel verkehrten, den Vertrieb ihrer Waren einem Buchhändler übertrugen. Heute nicht mehr gebräuchlich. Seit 1692 verwendet für «Vertrieb, Abgang, Verkauffung, Absatz von Wahren». D…

Petroglyphen

(229 words)

Author(s): H. Buske
(von griech. πέτρα = Fels und γλύφειν = einritzen) sind prähistorische, auf Felsen oder Steinen eingeritzte oder eingemeißelte Zeichnungen; sie werden Petrogramme gen., wenn es sich um Malereien handelt. Beide Formen kommen auch nebeneinander vor. Solche Ritzungen und Malereien sind i.d.R. an den Wänden von Höhlen, oft auch an freien Felswänden angebracht. Bes. reichhaltige Funde wurden in Nordamerika, Mittelamerika, Nordeuropa, Südfrankreich und Nordspanien, Nord- und Südafrika und in Nordaustralien …

Phönizische Schrift

(296 words)

Author(s): H. Buske
die um 1700—1500 v. Chr. im syrisch–palästinensischen Raum entstandene nordsemitische Buchstabenschrift mit 22 Konsonanten. Sie wurde von rechts nach links geschrieben. Als Lesehilfe dienten Vokalzeichen, z.B. das w für u, das j für i. In den ältesten Inschriften wurden Wörter noch durch Striche oder Punkte voneinander getrennt. Die frühen Buchstabenformen stimmen im wesendichen mit den späteren, z.B. der Ahiram–Inschrift, überein. Die berühmte Mêsa–Stele, die 1868 bei Dibän, dem biblischen Dïbö…

Weltsprache

(302 words)

Author(s): H. Buske
ist der gebräuchliche Name für jede der großen intern. Verkehrssprachen, in der sich Sprecher der verschiedensten Sprachgemeinschaften verständigen können wie englisch, spanisch, portugiesisch, franz. oder deutsch. Nur etwa 20 Sprachen werden heute von mehr als 50 Mio. Menschen gesprochen. Als älteste W. gilt das Babylonische, das im 2. Jahrtausend v. Chr. in Vorderasien bis nach Ägypten gesprochen wurde, abgelöst vom Aramäischen, das in Kleinasien und Mesopotamien verbreitet war. Einen weit grö…

Verband der Schulbuchverlage

(299 words)

Author(s): H. Buske
heute VdS Bildungsmedien e. V. in Frankfurt a. M. Der V. vertritt die Interes- sen aller Firmen, die Medien für das Bildungswesen produzieren, ist Ansprechpartner für Lehrer, Eltern, Schüler und Dozenten. Er veranstaltet gemeinsam mit dem Didacta-Verband die «didacta-Bildungsmesse». Zus. mit dem Institut für Bildung in der Informationsges. an der TU Berlin (IBI) wurde der «bildungssoftwareatlas» ins Netz gestellt. 2004 hat der V. die größte Online-Daten-bank zu Bildungsmedien mit ca. 56 Tsd. Titeln übernommen…

Sofortvariante

(169 words)

Author(s): H. Buske
Begriff aus der Sprache des Marketing, auch als «unverzügliche Alternative» geläufig. Verkaufsförderungsaktionen werden in zeitlich begrenzte Abschnitte eingeteilt, sog. Meilensteine. Bei Erreichen jedes neuen Abschnittes wird geprüft, ob die vorgegebenen Ziele erreicht wurden. Ist das nicht der Fall, wird sich umgehend für eine S. entschieden, die sowohl in der Forts. der Aktion mit anderen Mitteln oder aus ihrem Abbruch bestehen kann. Aus dem Buchhandel sind zahlreiche Beispiele bekannt wie de…

Linear–Antiqua

(152 words)

Author(s): H. Buske
sind Druckschriften aus dem Zeitalter der Technik des 19. und 20.Jh.s nach DIN 16518 und DIN 1451. Sachbetont und unpersönlich, werden sie vornehmlich in der Werbung eingesetzt. Man unterscheidet serifenbetonte (Beispiele: Clarendon, Schadow, Pro–Arte) und serifenlose (Beispiele: Akzidenz-Grotesk, Helvetica, Optima, Futura) L. Alle L.–Schriften haben eine meist einheitliche Strichdicke, bei den serifenbetonten gleich starke Serifen. Die Bez. «Linear» geht auf die Klassifikation des franz. Typographen Maximilien Vox von 1954 zurück, der sie «Linéale» nannte Memphis, e…

Kröner-Reform

(233 words)

Author(s): H. Buske
benannt nach dem Stuttgarter Verleger Adolf von Kröner, der wesentliche Teile der buchhändlerischen Reformbestrebungen in der zweiten Hälfte des 19. Jh.s durchsetzte. Mit der Einführung der Gewerbefreiheit und dem Eindringen branchenfremder Kräfte in den Buchhandel hatten Prcisschleuderei und Kundenrabatte zu untragbaren Zuständen geführt, unter denen bes. kleine Sortimente zu leiden hatten. Zahlreiche Bestrebungen, die Orts- und Kreisvereine zu einigen und gemeinsam die Statuten des Börsenverei…

Lexikonabsatz

(952 words)

Author(s): H. Buske
bezeichnet Verkauf und Vertriebswege von Lexikoneinheiten. Ersch. anfangs umfangreiche Lexika aus Preisgründen und um einen größeren Käuferkreis anzusprechen in Lfg., die meistens durch Kolporteure vertrieben wurden, ging man etwa ab Mitte/Ende des 19.Jh.S zum bandweisen Vertrieb über, der in Deutschland durch das Sortiment und über den Reise- und Versandbuchhandel, in anderen Ländern direkt von den Verlagen und über den Buchhandel, in den USA direkt durch Vertreter der Verlage erfolgte. Diese V…

Weiland, Gustav, Buchhandlung

(461 words)

Author(s): H. Buske
G. W. wurde am 28. 4. 1845 in Tating (Eiderstedt) als Sohn des dortigen Pastors geboren. Buchhändlerische Lehr- und Wander-jahre absolvierte er von 1864 bis 1870 bei A. Mentzel in Altona, bis 1872 beim Hamburger Verlag Carl Gaßmann. Am 1. 7. 1873 erwarb er von Johannes Carstens (1816 bis 1875) in Lübeck dessen am 1. 5. 1845 gegr. «Kunst- und Buchhandlung nebst Antiquar- und Commissionsgeschäft» mitsamt Beständen und Rechten von sieben Verlagswerken. Zunächst firmierte er als Johs Carstens’sche B…

Südsemitische Schriften

(424 words)

Author(s): H. Buske
südlicher Zweig der semitischen Schriften. Unterschieden werden fünf Schriftarten, die sich in eine nordarab. Gruppe aus dem Raum Nordwest-Arabien bis nach Syrien und eine südarab. aus dem Süden der arab. Halbinsel und dem gegenüber liegenden afr. Abessinien unterteilen. Die Schriften der nördlichen Gruppe sind 1. die liḥjanische Schrift aus Nordwestarabien. Sie ist auf das 4.–2. Jh. v. Chr. zu datieren, der ältere Schrifttypus auf etwa 7.–4. Jh. v. Chr. Sie wurde später im 2. Jh. v. Chr. von de…

Erscheinungsweise

(69 words)

Author(s): H. Buske
ist die Bezeichnung für den zeitlichen Abstand zwischen dem Erscheinen von zwei aufeinander folgenden Ausg. eines Druckwerkes, das unregelmäßig (Fortsetzungswerk, Gesetzeskommentar, Lieferungswerk, Monographienserie) oder periodisch (Ztg., Zs., Jb.) z.B. täglich, wöchentlich, monatlich, viertelj., halbj., j. erscheint. Zeitliche Zwischenstufungen wie zweimal täglich bei Großstadtzeitungen, 14tägig bei Heftromanen oder zweimonatlich bei einigen Taschenbuchserien sind üblich. Die Angabe der E. ist bei Zss. obligatorisch und Bestandteil des Impressums H. Buske

Reformbewegung

(328 words)

Author(s): H. Buske
hier Zusammenschluß einer größeren Anzahl von dt. Verlegern und Buchhändlern, um angestrebte Reformen gemeinsam durchzusetzen. Reform-bestrebungen galten im Buchhandel vorwiegend der Schleuderei und dem unberechtigten Nachdruck. Sie waren gleichzeitig Versuche, für den Buchhandel untereinander und den Kunden gegenüber einheitliche Verkehrsregeln zu schaffen sowie einmal gewährte Privilegien zu verteidigen. Wohl die früheste Bildung einer R. wurde 1765 ausgelöst durch P. E. Reichs Schrift «Erstes…

Gegen-Buchmesse

(226 words)

Author(s): H. Buske
(Gegenbuchmesse) ist eine Protestmesse der Arbeitsgemeinschaft alternativer Verlage und Autoren (AGAV) gegen die «Übermacht» der großen Buchkonzerne auf der Intern. Frankfurter Buchmesse. Als Folge der politischen Geschehnisse im Frühjahr 1968 und der heftigen Studentendemonstrationen riefen im Herbst 1968 die APO (Außerparlamentarische Opposition) und der SDS (Sozialistischer Deutscher Studentenbund) zu einer «Gegen-Buchmesse» in Frankfurt, zu Boykott und Demontage «bürgerlicher Linksgeschäftem…

Rawlinson, Sir Henry Creswicke

(369 words)

Author(s): H. Buske
*11.4.1810 in Chadlington, Oxfordshire, f 5* 3· 1895 in London, Militär, Diplomat und Gelehrter. R. war 1826-1833 im Dienst der engl. Ostindischen Kompanie in Indien, wo der britische Diplomat Sir John Malcolm (1768-1833) als Orientkenner in ihm das Interesse für altorientalische Sprachen weckte. Trotz wechselvoller Aufenthalte in Persien, Afghanistan, Arabien und Indien als Offizier, Berater und Konsul mit mehrfacher zwischenzeitlicher Rückkehr nach England fand er immer und überall Gelegenheit…

Semitische Keilschriftzeichen

(209 words)

Author(s): H. Buske
Mit der Übernahme der sumerischen Schrift um 2800 v. Chr. durch die semitischen Akkader begann eine mehrtausendjährige Entwicklung. Zu unterscheiden sind grundsätzlich die feineren Toninschriften vom 23. bis 18. Jh. v. Chr. von den späteren gröberen Steininschriften ca. 18. bis 17. Jh. v. Chr. Beide haben sich, bei gleichzeitiger Reduzierung des Zeicheninventars von etwa 900 auf 100, von der kräftigen Form der altakkadischen Keilschrift zur klassischen deutlicheren Darstellung entwickelt. Änderu…

Sozialgeschichte des dt. Buchhandels

(321 words)

Author(s): H. Buske
ist der historische Ablauf täglichen Geschehens unter bes. Berücksichtigung der an Herstellung, Vertrieb und Nutzung des Buches beteiligten Personen und Institutionen mit ihrem sozialen Umfeld innerhalb der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen. Sie ist wesentlicher Bestandteil der Buchhandelsgesch. einbezogen in die allg. politische Sozial- und Wirtschaftsgeschichte. Die Historiographie der S. ist Teil der historischen Forschung. Sie beschreibt unter Anwendung sozialwiss. Methoden Alltagsleben, …

Stade (Niederelbe)

(450 words)

Author(s): H. Buske
1. Buchdruck Elias Holwein (1579 bis 1659)war 1600–1627 in Wolfenbüttel und bis 1651 in Celle als Buchdrucker und Formschneider tätig. Er erhielt 1651 vom Kgl. Schwed. Kommissariat in Bremen die Erlaubnis zum Betrieb einer Druckerei in Stade. Damit verbunden waren eine j. Besoldung, freie Wohnung und die Zusage zum Druck amtlicher Schriften. Nach seinem Tod 1659 übernahm seine Witwe die Druckerei, ab 1663 sein Sohn Caspar. Holwein druckte Gesang- und Gebetsbücher, Leichenpredigten, Kalender und Sc…

Wittich’sche Hofbuchdruckerei, L. C.

(377 words)

Author(s): H. Buske
Hervorgegangen aus der 1684 gegr. Buchdruckerei von Sebastian Griebel. 1701 durch Heirat mit der Witwe Griebels an Gottfried Haußmann, 1717 an Joh. Christoph Forter, 1737 an dessen Schwiegersohn Gottfried Heinrich Eylau. Seit 1738 ersch. dort das «Darmstädtische Frag- und Anzeigenblättgen», das damals wöchentlich in einer Aufl. von 100 Ex. vertrieben wurde. Aus ihm ging 1874 das «Darmstädter Tag(e)blatt» hervor, das bis 1951 bei W. erschien. Nach Eylaus Tod 1762 kam durch Heirat mit dessen Tocht…

Wochenblatt für Buchhändler, Antiquare, Musikund Dispütenhändler

(311 words)

Author(s): H. Buske
Titel des sog. «Krieger’schen Wochenblatts», das von dem Marburger Verleger Johann Christian Konrad a Krieger (1746–1825) von 1820 bis zu seinem Tode hrsg. wurde. Der erste Jg. 1819 bis 1821 umfaßte 52 Nummern, meist Doppelnummern, zu jeweils vier bzw. acht Seiten mit je 8 bis 16 Spalten, ein Bändchen von 201 Seiten mit 402 Spalten bestehend vorwiegend aus Verlagsanzeigen, Bücherangeboten und Büchergesuchen sowie Stellenanzeigen. Die Probleme des Buchhandels wurden beklagt wie Kundenrabatt, Schl…

Verpackungspapiere

(222 words)

Author(s): H. Buske
gehören zur großen Gruppe aller für Groß- und Kleinverpackungszwecke geeigneten Papiere mit bestimmten Festigkeitseigenschaften und hohen Grammaturen wie Packpapier, Goudronné-Papier oder Wellpappe. V. mit geringeren Gewichten werden vorwiegend für Klein-, Geschenk- und Schmuckverpackungen verwendet. Sie müssen über gefällige optische Eigenschaften und gute Bedruckbarkeit verfügen. Als V. für Südfrüchte und Pralinen werden die verschiedenen Seidenpapiere verwendet. V. für Lebensund Genußmittel m…

Zunner, Johann David d. J.

(379 words)

Author(s): H. Buske †
1656 ersch. die Witwe Z. des Älteren als Verlegerin von zwei Werken und 1665 erstmalig der älteste Sohn Johann David Z. der Jüngere mit vier Werken. Z. d. Ä. hatte seine Familie trotz seines hohen Ansehens erhebliche Schulden hinterlassen bei vier schweizer Firmen aus Basel, Zürich und Genf, vier holländischen aus Leyden und Amsterdam, ferner bei Wilhelm Lestenius aus Antwerpen, Lambert Passporte aus Lyon und Peter Haubold aus Kopenhagen. Noch 1673 hatte Z. d. J. trotz des eingebrachten Vermögen…

Buchhändler

(1,080 words)

Author(s): H. Buske | W. Adrian
1. Berufsbild und Geschichte Berufsbezeichnung für eine männliche oder weibliche Person, die Bücher verkauft, d.h., die durch gewerbsmäßige Anschaffung und Weiterveräußerung von gebrauchten bzw. verlagsneuen Büchern Handel treibt. Der Beruf des B.s stellt über das rein Kaufmännische hinaus hohe geistige und soziale Anforderungen. Der B. ist aus dem griech.–röm. Altertum als βιβλιοπώλης und bibliopola bekannt. Mit der Errichtung großer Bibl.en wuchs der Bedarf an Büchern, und infolgedessen vermehrten sich die Schreibwerkstätten und Buchläden, wel…

Schreibstoffe sind

(236 words)

Author(s): H. Buske
1. Flüssigkeiten wie Farben, Tinten, Tuschen und feste Materialien wie Graphit, Holzkohle, Kreide oder Schiefer, die entweder von Hand oder mittels Schreibwerkzeugen auf Beschreibstoffe und Schriftträger aufgetragen werden. Rote und gelbe aus Mineralien gewonnene Farbstoffe kommen schon in den Felsmalereien des Paläolithikums vor, weit über 30 Tsd. Jahre früher als die in den ägyptischen Wandmalereien. Reste antiker Rußtinten sind auf alten ägyptischen Schreibzeugen nachweisbar. Man benutzte dan…

Reprint

(249 words)

Author(s): H. Buske
(engl, to reprint = nachdrucken), reprographischer Nachdruck oder Neudruck eines urheberrechtsfreien oder durch die Rechtsinhaber lizensierten Druckwerkes vom urspr. Druckbild (also ohne Neusatz) in kleiner Auflage von heute meist weniger als 300 Exemplaren. Die Bezeichnung R. wurde nach 1945 aus dem Engl, übernommen. Waren bereits zu Beginn des 19. Jh.s durch den Steindruck von Alois Senefelder die technischen Voraussetzungen für die Herstellung von R.s geschaffen, ab ca. 1850 durch anastatisch…

Wunderlich Verlag, Rainer

(492 words)

Author(s): H. Buske
hervorgegangen aus der am 15. 2. 1913 von Ernst Rainer Wunderlich und Adolf Schmidt-Volker in Leipzig gegr. Verlags- und Sortimentsbuchhandlung. Letzterer übernahm 1919 die ausgegliederte Verlagsabteilung und firmierte Rainer Wunderlich Verlag. Dieser wurde 1921 an Wilhelm Stute verkauft, der die Firma am 1. 10. 1922 nach Bremen verlegte. Am 1. 3. 1926 kaufte Hermann Leins (* 25. 5. 1899 in Stuttgart, † 18. 7. 1977 in Reutlingen) den Firmen-mantel mit dem handelsrechtlich vorgeschriebenen Minimu…

Hörerrabatt

(81 words)

Author(s): H. Buske
Der in den dt. Universitäts- und Hochschulbuchhandlungen oft verlangte H. existiert so nicht. Gemeint ist ein Hörernachlaß, d.h., ein verbilligter Bezug von Büchern einzelner Dozenten, die i. d. R. auf Hörerschein zu einem um 20% ermäßigten Ladenpreis, dem sog. Hörerpreis, möglich ist. In der Schweiz wird Studenten deutschschweizerischer Hochschulen und Schülern der kantonalen Techniken auf Bücher gegen Vorlage des Studentenausweises ein Studentenrabatt von 10% gewährt. H. Buske Bibliography Verkaufsbestimmungen des Schweizerischen Buchhändler- und Verleger-Vere…

Verlagswerk

(198 words)

Author(s): H. Buske
im weitesten Sinne jedes von einem Verlag veröff. Produkt. Festgeschrieben in der letzten Fassung der Verkehrsordnung für den Buchhandel (gültig seit 31. 8. 1989)§ 1, 3: «Werke» sind alle Gegenstände des Buchhandels sowie des Zeitschriften- und Kunsthandels, die der Verlag herstellt und verbreitet. Gegenstände des Buchhandels sind alle Werke der Literatur, Tonkunst, Kunst und Fotografie, die durch ein grafisches, phonografisches, fotografisches, fotomechanisches oder magnetisches Verfahren (auch…

Zickfeldt, A. W., Verlag

(325 words)

Author(s): H. Buske †
gegr. am 23. 11. 1868 in Osterwieck am Harz von August Wilhelm Z. (* 2. 2. 1946 in Gandersheim, † 11. 8. 1905 in Osterwieck) als Druckerei des «Osterwiecker Anzeiger», der wöchentlich dreimal ersch. und später umbenannt wurde in «Ilse-Zeitung». Laut «Russel’s Gesammt-Verlags-Katalog» von 1881 lag das Hauptgeschäft in «Redaction und Expedition der ‹Ilse-Zeitung›, Buchdruckerei mit Dampfbetrieb für Werke und Accidenzen, Notendruckerei, Buchbinderei, Xylographische Anstalt, Liniieranstalt, Papier- …

Weltbild Verlagsgruppe GmbH

(460 words)

Author(s): H. Buske
führendes Medienunternehmen (Bücher, Tonträger, Videofilme, Spiel- und Lernprodukte) im dt.sprachigen Raum sowie Vertrieb ausgewählter Gebrauchs- und Geschenkartikel mit Sitz in Augsburg. Eigene Niederlassungen oder Kooperationen mit anderen namhaften Medienhäusern in der Schweiz, Österreich, Polen, Russland und den Niederlanden. Gesellschafter mit unterschiedlichen Anteilen sind 14 Diözesen und die Soldatenseelsorge in Berlin. Verkauft wird seit 1972 über den W. Versandkat. mit einer Aufl. von 4 Mio. / Monat, in der Schweiz und Österreich je 1 / sub:2 Mio. / Monat, ü…

Usancen-Codex

(500 words)

Author(s): H. Buske
ist die Bezeichnung für die kodifizierten Handelsbräuche im Buchhandel. Erste Überlegungen reichen bis ins Ende des 18. Jh.s zurück, als Nachdruck, Preisschleuderei und Kundenrabatt, hervorgerufen durch Überproduktion der Verlage und zunehmende Zahl von Buchhandlungen ausuferten und der Ruf nach Kodifizierung solider Handelsbräuche immer lauter wurde. Schon Göschen verwies darauf in seinen «Meine Gedanken über den Buchhandel» (Leipzig 1802). Eine Deputation von 30 Buchhändlern hatte 1803 in Leip…

Ras Schamra

(330 words)

Author(s): H. Buske
Gegenüber der Insel Zypern hegt an der nordsyrischen Mittelmeerküste ca. 13 km nördlich von Latakia der Hafen Menet el–Bēda, wo 1928 eine Grabkammer mit zyprischen und mykenischen Keramiken aus dem 13. — 12. Jh. v. Chr. entdeckt wurde. Franz. Archäologen unter Claude F. A. Schaeffer und G. Chenet konnten dort 1929 eine Nekropole aus der Spätbronzezeit freilegen und stießen ca. 1 km östlich des Hafens auf den Schutthügel Räs–eš Šamra mit Spuren einer Siedlung aus der Zeit 16. — 12. Jh. v. Chr. Di…

Normdatenlexikon

(154 words)

Author(s): H. Buske
Das seit 1990 von der Buch- und Verlagsbranche geforderte und von einer Kommission des Betriebswirtschaftlichen Ausschusses (BWA) des Börsenvereins erarbeitete N. definiert die vier Standardformate für den Austausch elektronischer Daten im Buchhandel zwischen Verlag, Zwischenbuchhandel und Sortiment: Bestellsatz, Lieferschein, Rückmeldung, Titelstammsatz. Sie sind so aufgebaut, daß fehlende oder erst in Zukunft benötigte Informationen ohne Änderung der Grundstruktur hinzugefügt werden können. In…

Vide infra

(44 words)

Author(s): H. Buske
veraltet für «siehe unten», «weiter hinten» in einem Buch. Verweis auf eine Person oder Sache, einen Ort oder Vorgang, ein Ereignis in den nachfolgenden Textteilen. Auch in der Abkürzung «v. i.», vereinzelt als «ut infra» = «wie unten bemerkt». H. Buske

Gemeinschaftsverlag

(186 words)

Author(s): H. Buske
Ein G. oder eine Co-Produk-tion (Koproduktion) liegen dann vor, wenn Herstellung und Vertrieb eines Werkes oder mehrerer Werke von zwei oder mehr verschiedenen Verlagen, die ihren Sitz nicht in einem Land zu haben brauchen, vorgenommen werden. Der G. wird meist aus wirtschaftlichen Gründen angestebt, um die Herstellungskosten zu mindern und/oder den Vertrieb zu optimieren, wenn einer der Partner nur auf Teilmärkten vertreten ist. Die gemeinsamen Objekte bei inländischen Verlagen sind, abgesehen …

Wegner, Grossohaus

(258 words)

Author(s): H. Buske
angesehenes, auf den kleinen und mittleren Sortimentsbuchhandel in Norddeutschland ausgerichtete Buch- und Zss.großhandlung (1875–1996) mit hohem Exportanteil, hervorgegangen aus der am 1. 3. 1875 in Hamburg gegr. Verlags- und Exportbuchhandlung, Druckerei und lithographischen Anstalt H. Carly. Besitzer H. Carly und Oscar Enoch (ab 1884) und Robert Enoch (ab 1893). Von 1931 an Alleinauslieferung und Vertrieb der Verlage The Albatross Hamburg, Bernhard Tauchnitz und Jakob Hegner, beide in Leipzig…

Koerner Verlag

(229 words)

Author(s): V. Koerner | H. Buske
(Baden-Baden) gegr. 1954 von Paul H. Heitz und Valentin Koerner als Librairie Heitz GmbH in Kehl, um die Veröff. des Straßburger Verlages Heitz & Cie. einfacher exportieren zu können und die deutschsprachige Produktion fortzusetzen. 1958 Verlegung nach Baden-Baden, 1971 Umfirmierung nach Ausscheiden von P. Heitz. Seit 1986 besteht wieder ein franz. Bureau (Bouxwiller/Elsaß), das die Rechte der ehemaligen Straßburger Firma übernommen hat. Verlagsgebiete: Bibliographie (Bibliotheca bibliographica …

Buchhändlerfahne

(79 words)

Author(s): H. Buske
Eine B. hat es nie gegeben. Anläßlich großer Jubiläen wie Gutenbergfeiern oder Schiller-Festen sind zwar in den Festzügen Fahnen und Banner auch von Buchhändlern getragen worden, es hat sich aber um reine Phantasie– und Scherzprodukte gehandelt, die nicht als B.n zu bezeichnen sind. Buchhändlerbanner H. Buske Bibliography Endrulat, B.: Das Schillerfest in Hamburg. Hamburg 1860, S. 183 Buchhandel in Hamburg. Hrsg.: Norddt. Verleger- u. Buchhändler–Verband. Hamburg 1960, S. 16 Taubert, S.: Bibliopola. Bd. 2. Hamburg 1966, S. 428/429

Sozialwerk des Dt. Buchhandels e. V.

(311 words)

Author(s): H. Buske
Das S. ist ein Verein bürgerlichen Rechts. Es entstand 1952, als sich der Unterstützungsverein Dt. Buchhändler und Buchhandlungsgehülfen, Berlin (gegr. 1836), das Erholungsheim für Dt. Buchhändler e. V., Berlin (gegr. 1911 und aus dem Sozialwerk 1957 ausgeschieden), die Max-Röder-Stiftung, Düsseldorf (gegr. 1918), und die Herbert-Hoff-mann-Gedächtnis-Stiftung e. V., Stuttgart (gegr. 1952), zusammenschlossen, um ihre Aufgaben aufeinander abzustimmen und sich gegenseitig zu fördern. Im Jahre 1974 …

Freiexemplar

(289 words)

Author(s): H. Buske
Im Buchhandel unentgeltlich abgegebenes Druckerzeugnis, dessen Abgabe freiwillig z. B. als Lese-, Besprechungsstücke oder Werbeex. auf vertraglicher Basis z. B. als Autorenfreiex. oder durch Gesetz bestimmt als Pflichtex. erfolgt. Im ZeitungsundZeitschriftenwesen (Grossohandel) werden diejenigen als F.e bezeichnet, welche kostenlos abgegeben werden, jedoch keine Werbeex. sind und auch nicht als Vorauslieferung bei einem neuen Abonnement dienen. Im dt. Verlagsgesetz § 6 ist die zulässige Anzahl von F.en bestimmt. Sie darf den zwanzigsten Teil einer A…

Nonbooks, Non Book Materials

(252 words)

Author(s): H. Buske | G. Wiegand
1. Buchhandel. N. auch Non-Books, Sammelbegriff für Z Gegenstände des Buchhandels, die keine Bücher sind, wie Globen, Landkarten, Musik– und Sprachkassetten, Schallplatten, Poster, Kunstdrucke, Musikalien, Videofilme, EDV-Soft-ware usw. In Bibl.en ist die Bezeichnung «non-bookma-terials» geläufig, in größeren Buchhandlungen und Kaufhäusern werden immer häufiger eigene «Non-Book-Abt.» eingerichtet. Der Terminus N., für den es im Deutschen keine treffende Bezeichnung gibt, entstand Ende der 1960er…

Korrespondenzblatt

(251 words)

Author(s): H. Buske
periodisch erscheinendes zei-tungs– oder zeitschriftenähnliches Mitteilungsbl. mit allg. Nachrichten, vorwiegend jedoch von fachlichen und wiss. Vereinigungen in der anfänglichen Schreibweise Correspondenzblatt. Entstanden aus den zahlreichen Correspondenten des 18. Jh.s, deren Rubriken von neuen, merkwürdigen und gelehrten Sachen sich zu selbständigen Beilagen von Nachrichten aus dem Reich der Wissenschaften entwickelten, die wiederum eigene K.er nach sich zogen. Die ersten K.er sind wohl das L…

Tartessische Schrift

(329 words)

Author(s): H. Buske
verschiedentlich auch turdetanische gen., hat ihren Namen nach Tartessos, antiken Quellen zufolge der Name für eine Stadt, ein Land oder den Fluß Baetis, heute Guadalquivir. Die Fundorte der tartessischen Inschriften sind geographisch recht klar ab-gegrenzt und liegen hauptsächlich im westlichen Gebiet der Algarve (Portugal) und in Andalusien im Südwesten Spaniens. Die T. wird durchweg übereinstimmend der Zeit zwischen dem 7. und 5. Jh. v. Chr. zugeordnet. Sie gehört mit der nordostiberischen un…

Witsch, Joseph Caspar

(313 words)

Author(s): H. Buske
schöngeistiger und Sachbuchverleger in Köln (* 17. 7. 1906 in Köln, † 28. 4. 1967 in ebd.), 1931 Diplom-Volksbibliothekar in Leipzig und Köln. W. studierte nach Ablegung der Hochbegabtenprüfung an der Univ. Leipzig Philosophie, Soziologie, Gesch. und Lit.geschichte. 1935 Promotion, Bibliothekar in Stralsund, 1936–1948 Direktor der Ernst-Abbe-Bibl. in Jena und Leiter der staatlichen (nach 1945 Thüringischen) Landesstelle für das volkstümliche Büchereiwesen. Er schloß 1947 mit Gustav Kiepenheuer e…

Zeitschriftenhandel

(629 words)

Author(s): H. Buske
ist die Bezeichnung für den Verkauf von Zss. im Einzelhandel. Die Belieferung mit Zss. durch den Großhandel wird Zss.vertrieb genannt. Bei der Auslieferung einer Zs. ab Druckerei wird unterschieden zwischen Postaufl. (der bei der Post angelieferten Ex.) und der Speditionsaufl. (auch LKW-Auflage). Die Post-aufl. wird über die Pressepost (vormals Postzeitungsdienst) als Postvertriebsstück einzeln an Abonnenten oder mehrfach an Privatfirmen für einzelne Abteilungen und an den Sortimentsbuchhandel f…

Signiertournee

(137 words)

Author(s): H. Buske
Als Tournee veranstaltete Autorenlesungen mit anschließenden Signierstunden in Buchhandlungen, Bibl.en, Lit.häusern oder anderen ortsbekannten Lokalitäten. Reine S.s ohne Lesungen sind selten, sie finden vereinzelt im Anschluß an Podiumsdiskussionen statt. Eine S. wird i. d. R. von Publikums- und Kinderbuchverlagen, Agenturen oder freien Veranstaltern organisiert. Rund 70 % der Veranstaltungspartner sind Buchhandlungen. Für die Verlage sind S.s wichtige Faktoren des Absatzprozesses. So organisie…

International Standard Serial Number (ISSN)

(364 words)

Author(s): H. Buske
Die ISSN ist ein in maschinell wie manuell organisierten Systemen anwendbarer Code zur kurzen, eindeutigen und intern, verbindlichen Kennzeichnung fortlaufender Sammelwerke (Zss.), zeitschriftenartiger Reihen, Schriftenreihen und Zeitungen. Sie besteht aus einer achtstelligen Zahl, die aus den arabischen Ziffern o bis 9 gebildet wird, der stets die Buchstaben «ISSN» vorangestellt sein müssen und die der besseren Lesbarkeit wegen in zwei Zahlengruppen von je vier Stellen durch einen waagerechten …

Depot-System

(213 words)

Author(s): H. Buske
Das D. im Buchhandel ist eine Sonderform des Geschäftsverkehrs zwischen vorwiegend wiss. sowie Fachverlag und wiss. und Fachbuchhandlung, wobei das Sortiment als sog. Depotbuchhandlung die lieferbaren Titel eines Verlages ganz oder in Teilen zu Sonderkonditionen erhält und ständig am Lager zu führen hat. Neuerscheinungen folgen durch Blanket Order. Das Depot bleibt Eigentum des Verlages, berechnet wird i. d. R. monatlich nach Verkauf. Das Sortiment erhält unter Umständen Gebietsschutz, d. h. ble…

Kinderbuchladen

(509 words)

Author(s): H. Buske
Spezialbuchhandlung für Kinderund Jugendlit. ergänzt durch Spiele, kindergerechtes (Holz–)Spielzeug, Handspielpuppen sowie in einigen Fällen pädagogischer und/oder sonderpädagogischer Lit., oft mit vorbildlichen Spiel– und Leseecken. K. veranstalten Autorenlesungen, erstellen Buchtips, Kataloge und pflegen bes. Kontakte zu Kindergärten und Schulen. Die besorgniserregende Jugendgefährdung in der Nachkriegszeit und der Kampf gegen Schmutz und Schund führten 1950 zur Gründung des ersten K.s in Deut…

Verlagsgruppe

(123 words)

Author(s): H. Buske
nennt man den Zusammenschluß mehrerer Verlage zu einer Firmengruppe mit dem Ziel, bessere Synergieeffekte zu erzielen, die einer kleineren Verlagseinheit alleine nicht möglich sind. Der Name V. entstand um 1990 als Folge der um 1960 einsetzenden Übernahmen bekannter Wissenschaftsverlage, kleinerer Allg.verlage oder auch nur der Verlagsrechte durch ausländische, dt. aufstrebende Firmen oder Konzerne. Damals noch Firmengruppe oder Verlagsgemeinschaft genannt, waren um 1980 die Bezeichnung Verlagsn…

Round Hand

(208 words)

Author(s): H. Buske
(Runde Hand), in England Anfang des 18. Jh.s aus der Italian hand (17. Jh.), verwandt der franz. batärde italienne, entstandene Schreibschrift mit betont breitem und rundem Schriftbild, größerem Kontrast der Haar- und Schattenstriche mit Betonung der Schlingen. Der Einfluß niederl. Kalligraphen ist unverkennbar. Die R. und ihre Variante Round text ähneln der modernen kursiven Lateinschrift. Beide dienten als Korrespondenzschrift und wurden von den Schreibmeistern in zahlreichen Veröff. herausges…

Remake

(130 words)

Author(s): H. Buske
Neufassung und Neuinterpretation einer künstlerischen Produktion. I. Bes. gebräuchlich bei erfolgreichen Filmen wie «King Kong» (1933/1976) oder «Holiday» (1930/1938). R.s sind gelegentlich ort– und zeitversetzt. Als Western–R. bezeichnet man Akira Kurosawas «Yojimbo» (Der Leibwächter 1960). 2. R.s in der Musik sind Interpretationen klassischer Werke aller Epochen mit anderen Künstlern und neuer Instrumentierung. Umgangssprachlich nennt man so etwas «recycelte» E– und U–Musik. 3. In der Lit. ist…

Verbreitender Buchhandel

(125 words)

Author(s): H. Buske
um 1960 entstandene zusammenfassende Bezeichnung für den gesamten Einzelund Großhandel mit Gegenständen des Buchhandels im Gegensatz zum rein herstellenden Buchhandel (Verlagsbuchhandel). Zum V. zählt man den a Sortimentsbuchhandel, Antiquariatsbuchhandel, Bahnhofsbuchhandel, a Reisebuchhandel, a Versandbuch-handel, Warenhausbuchhandel, a Werbender Buchund Zeitschriftenhandel. Im Wb. des Buches von Helmut Hiller erst in der 3. Aufl. 1967 (1. Aufl. 1954) genannt, bei Hiller / Strauß «Der dt. Buch…

Kassenzone

(84 words)

Author(s): H. Buske
in der Sortimentsbuchhandlung der Ladenraum, in dessen Mittelpunkt oder an dessen Ausgang die Kasse steht. Früher meist nur aus einem Kassentisch mit Kasse bestehend, haben moderne Ladenbauer eine Zone geschaffen, in der ein gefälliger, meist offener, halbrunder Kassentresen Informationsstand, Kasse, Warenausgabe und Buchausstellung zugleich ist. Um ihn herum befinden sich nach verkaufstaktischen Gesichtspunkten aufgestellte Bücher und Bücherstapel in vielfältiger Anordnung, die zu Zusatzkäufen …

Verlagshaus

(461 words)

Author(s): H. Buske
1. Soviel wie Buch- und / oder Zeitungs-verlag. Vereinzelt, in ca. 15 bis 20 Fällen, ist V. von der dt. Reichsgründung 1871 bis etwa 1930 Teil des Firmennamens, wie z. B. Leipziger Verlagshaus, V. der dt. Baptisten in Kassel, V. Bong in Berlin u. a. Ist dem Verlag eine Druckerei angeschlossen, heißt es oft «Druck- und Verlagshaus»; dahinter steckt meist ein Ztg.verlag mit Drukkerei und Buchabteilung. Adolph Russell verzeichnet 1894 im Firmenregister seines «Gesammt-Verlags-Katalogs» sechs als V. gen. Firmen. 2. Domizil mehrerer selbständiger oder im Verbund operierender Ve…

Richtungstaktschrift

(140 words)

Author(s): H. Buske
ein nach DIN 6 6010 binäres Schreibverfahren für Magnetbandaufzeichnungen, bei dem jedes Spurelement in zwei Teile geteilt ist, die in einander entgegengesetztem Sinne magnetisch gesättigt sind, wobei jede Pachtung des Flußwechsels (Bitflußwechsel) einem der beiden Binärzeichen fest zugeordnet ist. Dabei treten bei aufeinanderfolgenden gleichen Binärzeichen zusätzliche Flußwechsel (Phasenflußwechsel) an den Grenzen der Spurelemente auf. Die R., Zweiphasenschrift, PE–Schrift oder Phasencoding–Sch…

Vollbuchhandlung

(245 words)

Author(s): H. Buske
ist eine veraltete Bezeichnung für eine handelsgerichtlich eingetragene Buchhandlung, die ausschließlich Gegenstände des Buchhandels vertreibt und von einem Vollbuchhändler geführt wird. Die Entstehung des Begriffes ist in den 1930er Jahren zu suchen, als mit der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten in Deutschland 1933 auch die Gremien des Börsenvereins in das neue System eingebunden wurden. Mit der «Anordnung zum Schutze der Bezeichnung, ‹Buchhand-lung› und ‹Buchhändler›» von 1935 erfol…

Stuhlschreiber

(207 words)

Author(s): H. Buske
oder Cathedralis, scriba cathedralis, von cathedra = Schreibstuhl, Armsessel. Auch kathedralis, kathedral, schreiber kathedrāl, Stūelschreiber. Im späten MA Bezeichnung für den bürgerlichen Berufs- und Lohnschreiber, der gegen Geld oder Naturalien für Klöster Hss. kopierte, beim Gerichtsstuhl für die Rechtsparteien Schriften verfaßte oder für Schreibunkundige Briefe und Schriftstücke anfertigte. Künstlerisch begabte S. arbeiteten als Illuministen und Modisten (Schreibmeister). Vielfach spezialis…

Vinz, Curt

(169 words)

Author(s): H. Buske
Buchhändler und Verleger. * 12. 12. 1908 in Lauenstein im Erzgebirge, † 12. 5. 2006 in Otterfing. Zunächst Buchhandelslehre in der Hofbuchhandlung H. Burdach in Dresden, danach erster Sortimenter bei Lipsius & Tischer, Kiel. Seit 1931 war V. im Vertrieb und als Verlagsvertreter bei E. Diederichs in Jena. In amer. Kriegsgefangenschaft gründete er 1944 die Ztg. der dt. Kriegsgefangenen in USA «Der Ruf», dessen erste Nummer am 1. März 1945 erschien. Nach Rückkehr 1946 war V. Lizenzträger und Mitinh…

Schwarzer Stein

(231 words)

Author(s): H. Buske
in der Lit. eher als Lapis niger geläufig. Pflaster aus schwarzem Marmor beim Comitium (Versammlungsplatz) im Nordwesten des Forum in Rom, gelegentlich auch S. vom Comitium genannt, optischer Hinweis auf eine alte Grabanlage, über deren Bedeutung seit hundert Jahren unterschiedliche Hypothesen kursieren. Bei Grabungen unter dem Lapis niger wurde 1899 ein viereckiger Pfeilerstumpf aus graubraunem Grotto-Oscura Tuffstein gefunden mit einer bustrophedon verlaufenden vertikalen Inschrift in archaisc…

Vorankündigung

(124 words)

Author(s): H. Buske
bedeutet im Buchhandel die Ankündigung eines neuen Buches oder einer neuen Serie einige Monate vor Erscheinen. Sie erfolgt i. d. R. durch den Vertreter oder in Anzeigen im Börsenblatt, anderen Buchbranchenzeitschriften, Fachzeitschriften, als Sonderprospekt bzw. Ankündigung in den üblichen Neuerscheinungsprospekten und -katalogen. Heute vermehrt als Newsletter im Internet. In der DDR war der regelmäßig erscheinende «Vorankündigungsdienst für den Buchhandel (VD)» das entscheidende Informationsmittel für Vorbestellungen des Bucheinzelhandels. A…

Frauenbuchladen

(296 words)

Author(s): H. Buske
ist eine von Frauen geführte Buchhandlung, meist auf kollektiver Basis, mit Lit. speziell für Frauen, die in dieser Fülle in «bürgerlichen» Buchhandlungen nicht zu finden ist; andere Bücher werden i.d.R. zur Besorgung angeboten. Der Name Laden ersetzt heute (1988) besonders bei Jugendlichen und Studenten die alte, als elitär empfundene Bezeichnung Buchhandlung. Das Lager besteht vorwiegend aus den theoretischen Schriften von Autorinnen der dt. und intern. Frauenbewegungen, Romanen und Gedichten …

Verlagsort

(260 words)

Author(s): H. Buske
ist der auf der Titelseite und / oder im Impressum angegebene Sitz eines Verlages. Sind bei intern. tätigen Verlagen zwei oder mehr V. angegeben, gilt der erste als Hauptsitz. Bezeichnete in der Ink.zeit noch der Druckort gleichzeitig den Verlagsort, änderte sich das mit der ausgangs des 15. Jh.s beginnenden Trennung von Drucker und Verleger (Verlagsvermerk). Diese allmähliche Teilung in Geldgeber und Druckern wurde bes. deutlich in Mailand und Venedig. So arbeiteten dort Hermann und sein Neffe …

VDI Verlag

(236 words)

Author(s): H. Buske
Buch- und Zss.-Verlag des 1856 in Berlin gegr. «Vereins Dt. Ingenieure», der bereits 1857 publizistisch tätig wurde, was 1918 zum Aufbau einer eigenen Verlagsabt. führte. Der V. wurde als 100 %ige Tochter des VDI am 1. 12. 1923 in Berlin gegr. mit angeschlossener Abt. Sortiment und Bücherstube. Im Februar 1947 wiederbegr. unter der Bezeichnung «Deutscher Ingenieur Verlag GmbH» in Düsseldorf, am 8. 7. 1955 Umfirmie-rung in «VDI-Verlag GmbH». Der V. veröff. vorwiegend technisch-wiss. Fachliteratur…

Nabatäische Schrift

(163 words)

Author(s): H. Buske
Schrift des alten arab. Nomadenvolkes der Nabatäer (ca. 400 v. Chr. bis ca. 300 n. Chr.) aus dem Raum Jordanien mit Petra (heute Wādī Mūsā) als Mittelpunkt bis ans Rote Meer. Zahlreiche Inschriftenfunde auf Ruinen, Felsengräbern, Papyri und Münzen sind mit Sicherheit zu datieren. Die N. S. ist eine Konsonantenschrift und geht auf eine aramäische Urform zurück, entwickelte sich über das Mittelaramäische mit starker Neigung zu Ligaturen und diversen Finalformen in einer Übergangsstufe der sinaitischen Schrift zur arab. Schrift. Nabatäische Schrift. H. Buske Bibliography Euting, J…

Tachygraphie

(394 words)

Author(s): H. Buske
von griech. tachygraphia, ist die im Sprachgebrauch der Althistoriker, Paläographen, Epigraphiker und Papyrologen üblich gewordene Bez. für die Schnellschrift der Antike und des MA, während man Stenographie für die Schnellschrift der Neuzeit verwendet. In ihrer Wortbedeutung und ihrem Inhalt nach sind die Bez. T., Stenographie und Kurzschrift identisch. Der noch vor 100 Jahren für alle Formen einer verkürzten Normalschrift benutzte Begriff «Brachygraphie» ist eher dem Bereich Abkürzungen zuzuord…

Sabellische Schrift

(160 words)

Author(s): H. Buske
Sie wird der Gruppe der adriatischen Schriften zugerechnet und ist nach dem Gott Sabus des Volksstammes der Sabeller oder Sabiner benannt. Die Grabinschriften aus der Zeit um 500 v. Chr. wurden vorwiegend in Picenum gefunden. Ihr unregelmäßiges Bustrophedon mit wechselnder Buchstabenstellung macht eine Zuordnung schwierig, zumal a, l, m, p und u häufig gestürzt vorkommen und die Formen der einzelnen Buchstaben stark variieren. Eine inkonsequente Punktierung hinter den Buchstaben zeigt eine gewisse Verwandtschaft mit den Veneterinschriften. Inwie…

Restbuchhandelsordnung

(262 words)

Author(s): H. Buske
vom 16.5.1897. Sie regelte den geschäftlichen Verkehr der dt. Buchhändler untereinander über den Ein– und Verkauf von Büchern, Bilderwerken, Musikalien und Karten, deren Ladenpreis vom Verleger dauernd oder zeitweise aufgehoben war (Restbuchhandel). Gültigkeit hatte die R. auch für Nichtmitglieder des Börsenvereins, sofern diese sie durch eine schriftliche Erklärung anerkannt hatten. Vorangegangen waren jahrzehntelange Auseinandersetzungen über Preisschleuderei von Kaufhäusern und Firmen des Mod…

Vahlen, Franz

(366 words)

Author(s): H. Buske
(* 12. 12. 1833 in Bonn, 18. 5. 1898 in Honnef am Rhein), erlernte den Buchhandel bei Eduard Weber ( Marcus, A. und E. Weber) in Bonn und blieb dort nach beendigter vierjähriger Lehrzeit als erster Gehilfe bis 1859. Nach Wanderjahren übernahm er 1862 die Geschäftsführung der bedeutenden Immanuel Guttentag Verlagsbuchhandlung und wurde am 1. 1. 1865 Mitbesitzer bis November 1869. V. gründete am 1. 1. 1870 unter eigenem Namen einen Verlag durch Übernahme der von J. A. Gruchot hrsg. «Beiträge zur E…

Vorderschnitt

(96 words)

Author(s): H. Buske
heißt der seitliche Schnitt des Buch-blocks, vereinzelt auch als Längs- oder Seitenschnitt geläufig. Ist der V. nach innen gerundet, bezeichnet man ihn als Hohlschnitt. Bis ins 16. Jh. bewahrte man Bücher wegen des großen Formates liegend auf und schrieb den Titel auf den Vorderschnitt, der danach Schnittitel genannt wurde. Ist der V. in irgendeiner Weise verziert, was bereits bei Hss. des 13. Jh.s der Fall war, spricht man von Schnittverzierung. H. Buske Bibliography Brade, L.: Das ill. Buchbinderbuch. Leipzig 1860 (ND 1990), S. 55–71 Helwig, H.: Einführung in die Einbandkunde.…

Lattmann, F. A.

(210 words)

Author(s): H. Buske
Druckerei, Verlag, Buchbinderei und Spielkartenfabrik in Goslar, gegr. 1604 vom ersten Buchdrucker der Stadt, Johann Voigt (Vogd, Vogt). Sie druckte hervorragende Folio-Bibeln, u. a. bis 1614 ftir die berühmten Bibelverleger Stern in Lüneburg. Nach Voigts Tode 1625 vererbte sich die Firma nicht in direkter Linie weiter, sondern ging durch Heiraten und Käufe im Laufe der Zeit an Mitglieder der Familien Duncker, Kir-cher, Brückner und Jäger über, 1888 geändert in «J. Jäger & Sohn», 1898 von Herman…

Weinheimer Buchhändler-Verein

(422 words)

Author(s): H. Buske
Beginn und Auflö-sung des W. in der ersten Hälfte des 19. Jh.s sind geprägt von den Auseinandersetzungen zwischen den konkurrierenden Kommissionsplätzen Frankfurt/M. und Stuttgart. Um ihre Vormachtstellung zu festigen, Preisunterbietungen und Schleuderei zu bekämpfen, schlossen sich 17 Frankfurter Buchhändler 1838 zu einer «Corporation» zusammen, die jedoch vom Senat verboten wurde. Dennoch forderte sie mit Rundschreiben vom 26. 2. 1839 Buchhändler und Verleger aus dem Rhein-Main Gebiet auf, an …

Verlagswert

(215 words)

Author(s): H. Buske
ist die Summe aller immateriellen Vermögenswerte eines Verlages, wie Firmenname, Ruf, Stand-ort, Organisation, intern. Verbindungen, Leitung, Auto-ren- und Mitarbeiterstamm, Lizenzen, Urheber- und Verlagsrechte, die wesentlich zur Bildung des Gesamtunternehmenswertes beitragen. Der V. ist nach bisher geübter Rechtsprechung ein vom Firmenwert oder Gesamtverlagswert abzugrenzendes Wirtschaftsgut, das bei entgeltlichem Erwerb vom Geschäfts- oder Firmenwert gesondert zu aktivieren ist, aber wie dies…

Roth-Scholtz, Fried(e)rich

(470 words)

Author(s): H. Buske
*17.9.1687 in Herrnstadt, Niederschlesien, 15. 1. 1736 in Nürnberg, Buchhändler, Verleger und Schriftsteller in Nürnberg und Altdorf. Geboren als F. Roth, legte er sich später nach seinem Großvater, dem damals berühmten Theologen Friedrich Scholtz, den Doppelnamen zu (Schreibweise in der Lit. auch Rothscholtz und Rothscholz). Nach Schulbesuchen in Herrnstadt, Steinau (Oder), Stroppen und Breslau zerschlugen sich seine Studienpläne. 1699 — 1704 erlernte er den Buchhandel bei E. Günther in Breslau…

Schriftzeichen

(320 words)

Author(s): H. Buske
1. In der Schriftgesch selbständiges Zeichen mit Lautwert in einem ausgebildeten Schrift-system. Jedes S. kann, je nach Form, dem Typ einer Alphabetschrift, phonetischen Schrift, der Piktographie oder a Pasigraphie zugeordnet werden. Das Problem der Verbindung von S. mit Sprachelementen ist in allen Kulturen unterschiedlich betrachtet und gelöst worden. Definitionen einzelner Termini aus dem Gesamtgebiet Schrift weichen oft stark voneinander ab, je nachdem, ob ein Linguist, Archäologe, Paläograph oder Sprachphilosoph sie vornimmt. Bibliography Sethe, K.: Vom Bilde zu…

Lexikonverlag

(626 words)

Author(s): H. Buske
Spezialverlag für Konversations- und Fachlexika aller Gebiete und Größenordnungen, meist verbunden mit Nachschlagewerken der verschiedensten Gebiete und / oder anderer allgemeinbildender Lit., wobei Erfahrungen und Unterlagen des L.es eingebracht werden. Oft bringen größere wiss., schöngeistige und Sach 517 buch–Verlage Lexika heraus, ohne daß sie als L.e anzusehen sind. Schrieben Brockhaus, Meyer und Pierer zu Beginn der Lexikonära noch große Teile ihrer Lexika selbst, bedarf es heute einer stä…

Reklamemarken

(357 words)

Author(s): H. Buske
sind einseitig, einzeln oder in Bogen gedruckte, briefmarkengroße, an den Rändern perforierte oder geschnittene Kleingraphiken mit teilweise rückseitiger Gummierung oder Werbebeschriftung. Sie entstanden Ende des 19. Jh.S und wurden bis Ende des 20. Jh.s mit Schwerpunkt 1890 — 1915 benutzt von Buchund Zeitschriftenverlagen sowie Buchhandlungen, Verbänden und Vereinen zur Werbung für Gesamtprogramm, Spezialgebiete, Slg., Einzelwerke, Messen und 261 Ausstellungen. In der Blütezeit 1912 / 1913 fand…
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