Search

Your search for 'dc_creator:( "W. Harms" ) OR dc_contributor:( "W. Harms" )' returned 18 results. Modify search

Sort Results by Relevance | Newest titles first | Oldest titles first

Imprese

(127 words)

Author(s): W. Harms
formulieren, Wort und Bild kombinierend, knapp und oft rätselhaft derzeitige oder permanente Lebensziele und -werte einer Person, die sich mit ihnen identifiziert. Der I.n-Brauch stammt zunächst wohl vom Hof in Burgund (15. Jh.), wurde in Italien – vor allem über Schriften von Paolo Giovio (1559), Luca Contile (1574) u.a. – und in ganz Europa weiter entfaltet. Ausführlicher werdende Deutungsteile führten zu formalen und funktionalen Ähnlichkeiten mit der Emblematik und legten eine Wechselwirkung…

Emblem

(151 words)

Author(s): W. Harms
Das E. ist eine literarisch-graphische Mischform vor allem des 16. bis 18. Jh.s, in der Dinge oder Ereignisse sprachlich und graphisch dargestellt und partiell oder vollständig auf weltliche oder spirituelle Aussagen hin gedeutet werden. Oft besteht ein E. aus drei Teilen, aus dem themaandeutenden Motto, der gegenstandsdarstellenden Pictura und der auslegenden Subscriptio. Im Buch erscheinen E.e reihenartig in Gestalt eines E.buchs (Alciatus), einzeln u. a. als Grundlage von Predigten oder in de…

Gelehrtenbibliothek

(192 words)

Author(s): W. Harms
private, meist von einem einzelnen Gelehrten geprägte Slg. von Büchern, früher auch von Hss. In den ersten Jahrhunderten des Buchdrucks hatte eine G. regelmäßig enzyklopädisch an den meisten «artes» wie auch an theologischen, poetischen und histo-riographischen Werken Anteil, während seit dem 19. Jh. die Spezialisierung der Wissenschaften trotz des anhaltenden Interesses an allg. Bildung in den G.en deutliche Akzente auf einzelne Fachgebiete setzte. Die ältere humanistisch geprägte G. war prinzi…

Hetzblatt

(49 words)

Author(s): W. Harms
abgeleitet von «hetzen» im Sinne des Aufwiegelns. Neuere Bezeichnung für demagogische, aktuell gegen Gruppen oder Personen gerichtete Einzelpublikation (auch: Pamphlet; ältere Synonyme:Pasquill, Famosschrift, Flugblatt, Flugschrift) sowie für ein Periodikum, das längerfristig zur Diffamierung seiner Gegnerschaft (insbes. politischer, konfessioneller oder ethnischer Gruppen) auf sachliche Information verzichtet. W. Harms

Flugblätter-Sammlungen

(265 words)

Author(s): W. Harms
werden seit dem 16. Jh. angelegt, wobei die Zielsetzung durch ein Interesse an einer Dokumentation der jeweiligen Gegenwart oder an Quellen vergangener Epochen bestimmt sein kann. Herausragende Beispiele aus der Zeit 1550/1750 sind die Sammlungen Wiek in Zürich (Themen aus Natur, Medizin und Zeitgesch. des 16. Jh.s) und Dobrensky in Prag (u.a. Prager Stadtgesch.) sowie des M. zum Lamm (Darmstadt), Herzog Augusts d.J. (Wolfenbüttel), des Marquis de Paulmy d'Argenson (Paris) und G. Thomasons (Lond…

Stammbuch

(659 words)

Author(s): W. Harms
auch «Album amicorum», urspr. ein Verz. von Familienangehörigen (Stammtafel, Geschlechterbuch), später ein Erinnerungsbuch, in das Freunde des Besitzers ihre Namen, Wappen, Wahlsprüche, gute Wünsche und Zeichnungen eintrugen. Als Gästebuch oder Poesiealbum lebt das S. fort. Es erfüllt damit mehrere Funktionen und nimmt dabei wohl mehrere Traditionen auf: Das Verlangen, eine personbezogene dauerhafte «Memoria»-Sicherung zu gewährleisten, könnte u. a. von ma. Gedächtnisbüchern her eine angemessene…

Privatbibliotheken

(1,020 words)

Author(s): W. Harms
sind i. d. R. von der Initiative und den Zielsetzungen eines einzelnen Besitzers oder weniger Einzelpersonen geprägt. Rechtlich können zwar auch zu Institutionen gehörende (Klosterbibl.en, Firmenbibl.en u.a.m.) oder dem Staat eng verbundene (z.B. viele Fürstenbibl.en) Bibl.en den P. zugerechnet werden. Aber wenn P. von der Leserforschung (auch Lesersoziologie) und allg. von der Literaturwissenschaft befragt werden und sie dabei Interessen, Zielsetzung und geistiges Profil einzelner Personen zu e…

Emblematik

(607 words)

Author(s): W. Harms
Auf der Publikationsform des Emblembuchs fußend kann das Emblem innerhalb und außerhalb der Buchkultur auf vielfache Weise wirken: Es kann ältere Bild- und Deutungstraditionen weitervermitteln (Ergebnisse und Verfahren der ma. Allegorese, zeitweise auch der Renaissancehieroglyphik), kann speziellere lit. Traditionen fortsetzen (Anthologia Graeca z. B. bei Alciatus und Boissard, Sprichwörter und Sentenzen in der Tradition der «Adagia» des Erasmus von Rotterdam, ital. Impresen nach Giovio und Barg…

Flugblatt

(419 words)

Author(s): W. Harms
in der frühen Neuzeit mit Synonymen für die periodische Presse (Ztg., Aviso, Relation) oder für Schmähschriften (Pasquill, Famosschrift) bezeichnet, eine polyfunktional wirkungsreiche Form des Einblattdrucks, die in ihrer Appellstruktur meist situationsbezogen ist. Dieses oft anonyme, relativ erschwingliche (aber zunächst fast nur durch Verkauf verbreitete) Medium kombiniert lit. und oft auch graphische Mittel meist traditioneller Art zur oft einfallsreichen, inhaltlich unkonventionellen Behandl…

Liedflugblatt

(136 words)

Author(s): W. Harms
Einzeldruck auf einem Blatt als Trager und Vermittler sangbarer Lyrik, die hierbei iiber traditio-nelle Leserkreise hinausgelangen, ihre Funktionen und auch die Auffassung von der Rolle des Autors verandern kann. Zuerst in der Reformationszeit, spater auch in an-deren Epochen lebhafter publizistischer Auseinanderset-zungen diente das L. oft der aggressiven Propaganda, da-neben kontinuierlich auch (politisch wie religios) affir-mativen Zielen. Flugblatt W. Harms Bibliography Brednich, R. W.: Die Liedpublizistik im Flugblatt des 15. bis 17. Jh.s. 2 Bde. Bade…

Pegnesischer Blumenorden

(103 words)

Author(s): W. Harms
Diese dt. Sprachges. wurde 1644 von Georg Philipp Harsdörffer und Johann Klaj in Nürnberg gegr. und erzielte im 17. Jh., nicht zuletzt unter Sigmund von Birken, im gelehrten wie auch im weiteren Publikum große Wirkung, an der auch Nichtmitglieder, wie die Prediger Johann Michael Dilherr und J. Säubert, Anteil hatten. Unter den Werken der sog. Pegnitzschäfer ragen Beiträge zur Schäferdichtung und zur Lyrik im 17. Jh. heraus. Der P. B. besteht noch heute. W. Harms Bibliography Die Pegnitz-Schäfer. Hrsg, von E. Mannack. 2. Aufl. Stuttgart 1988 (Nachwort mit Bibliographie) Die Betrübte …

Schmähschrift

(76 words)

Author(s): W. Harms
(im 16. und 17. Jh. auch Schmachschrift und Schmähbrief), eine wenig sachbezogene, vor allem persönlich attackierende und herabsetzende Einzelpublikation schmaleren Umfangs, in früheren Jh. vorwiegend anonym. Es gibt größere formale und funktionale Überschneidungen bes. mit dem Pasquill und der a Famosschrift, auch mit (im dt. Sprachgebrauch) dem Pamphlet, nur in geringerem Maße mit dem breiteren Aufgabengebiet von Flugschriften und Flugblättern. W. Harms Bibliography Grimm, J. und W.: Dt. Wörterbuch. Bd. 9. Leipzig 1893, Sp. 909

Delitiae

(134 words)

Author(s): W. Harms
(lat. = Ergötzlichkeiten, «Merkwürdigkeiten»), bes. im 16. und 17. Jh. Titel für Gedichtsammlungen, z.B. «D. poetarum Germanorum», Bde. I-VI (Frankfurt 1612) von Janus Gruter, sowie für vorwiegend unsystematische Formen der Ansammlung und Vermittlung von Wissen, z.B. «D. mathematicae et physicae», Bd. I, von Daniel Schwenter (1636), Bde. II -III von Georg Philipp Harsdörffer (Nürnberg 1651 -1653), auch für speziellere Fachliteratur, z.B. «D. hortenses, das ist: Blumen-Artzney, Küchen- und Baumga…

Tannengesellschaft

(94 words)

Author(s): W. Harms
Die «Aufrichtige Gesellschaft von der Tannen» war im 17. Jh. die wichtigste, vor allem durch weltliche und geistliche Lit. wirksame dt. Sprachges. im Elsaß. Um die Autoren Johann Matthias Schneuber und Jesaias Rompler von Löwenhalt stand die T. neben- und nacheinander späthumanistischen Positionen Matthias Berneggers und der Straßburger Reformorthodoxie Johann Schmidts wie auch der lutherischen Orthodoxie nahe. Die Arbeit an der dt. Sprache war bes. im Werk Romplers Teil einer umfassenden Kultur-, Bildungs- und Gesellschaftskritik. W. Harms Bibliography Bopp, M.: Die «T.»:…

Familienbibliothek

(113 words)

Author(s): W. Harms
Im Bereich der Privatbibi.en ist die F. dadurch gekennzeichnet, daß sie nicht allein von der Individualität eines einzelnen Besitzers geprägt ist (Gelehrtenbibliothek), sondern über mehrere Generationen hin bewahrt, benutzt und verändert wurde. Dabei können unterschiedliche Interessen oder Berufe der einzelnen Besitzer bes. Akzente des Bestandes bedingen. F.en (ersatzweise auch deren Rekonstruktion aus Versteigerungskatalogen oder Nachlaßinventaren) können sozialgeschichtliche Rückschlüsse auf B…

Einblattdruck

(262 words)

Author(s): W. Harms
engl, broadside, franz. feuille volante, span, pliego, einseitig bedrucktes Blatt, oft mit der Möglichkeit zu plakativer Verwendung und mit unterschiedlichen Inhalten und Funktionen, so z. B. als kleines Andachtsbild, Ablaßbrief, Kalender, Porträt, Städtebild, obrigkeitliche Bekanntmachung, Thesenblatt und – mit besonders breitem, heterogenen Adressatenkreis – Flugblatt (oft illustriert). Während frühe E.e (15./16. Jh.) als rare Zeugnisse der europäischen Druck- und Kulturgeschichte hochgeschätz…

Fruchtbringende Gesellschaft

(284 words)

Author(s): W. Harms
Diese wichtigste der dt. Sprachges. des 17. Jh.s förderte, eng verbunden Fmit umfassenderen kulturellen und auch gesellschaftlichen Zielen, die dt. Sprache und die Entstehung und Drucklegung dt. Lit. Vorstellungen und Organisationsformen älterer Akademien (Accademia della Crusca, Florenz) aufgreifend, unternahm die F. G. seit ihrer Gründung 1617 den Versuch, mit diesen Zielen zu einer kulturellen dt. Identität beizutragen und dabei die Wirkung ständischer und konfessioneller Grenzen zu verringer…

Sprachgesellschaft

(346 words)

Author(s): G. Pflug | W. Harms
1. Ausland In der Renaissance entstand in Italien nach dem antiken Vorbild der Platonischen Akademie 1459 in Florenz auf Initiative von Marsilio Ficino (1433–1499) am Hof von Cosimo di Medici eine Akademie, die Vorbild für eine Reihe von Gründungen abgab, die sich vor allem im 16. Jh. der Dichtung widmeten. Aus ihnen hat sich 1582 in Florenz die erste S. entwickelt, die den Namen «Accademia della crusca» (Kleie-Akademie, da sie in der Sprache das Mehl von der Kleie trennen wollte) trug. Vor allem diese Akademie hatte auf die Entwicklung in Deutschland wesent-lichen Einfluß. Doch bereits…