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Your search for 'dc_creator:( "W. Schmitz" ) OR dc_contributor:( "W. Schmitz" )' returned 77 results. Modify search


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Bibliophilen-Gesellschaft in Köln (BGK)

(100 words)

Author(s): W. Schmitz
Die BGK wurde 1930 gegr., um sich der Pflege und Förderung des schönen Buches und der Betreuung des lit., künstlerischen, kultur- und geistesgeschichtlichen Erbes des Rheinlands zu widmen. R. A. Schröder, A. Renker, H. Rothschild, später H. Corsten, R. Juchhoff und A. Hoff waren führende Mitglieder; Geschäftsführer ist seit 1933 H. T. Schmitz-Otto. Die Ges. erfüllt ihre Aufgabe durch monatliche Vorträge (Teestunden) während des Winterhalbjahres, Führungen sowie durch Veröff., wobei die Reihe der Kölner Volksbücher besonders hervorzuheben ist. W. Schmitz Bibliography Beilage …

Deschamps, Pierre Ernest Charles

(192 words)

Author(s): W. Schmitz
*5. 6. 1821 in Magnyen-Vexin (Seine-et-Oise), † 1906, war 1845 bis 1854 Redakteur der «Gazette musicale», wurde dann Bibliothekar des Financiers Felix Solar und bearbeitete den Kat. von dessen reicher Slg. (Catalogue de la bibliothèque de M. Félix Solar, 1860–1861.) D. war Mitarbeiter J. C. Brunets am 1. und 2. Suppl, des «Manuel du libraire et de l'amateur de livres» (Paris 1878–1880) und Verfasser des anonym erschienenen weiteren Suppl. «Dictionnaire de géographie ancienne et moderne» (Paris 1…

Bulle

(227 words)

Author(s): W. Schmitz
(lat. bulla) ursprünglich die Kapsel für das einer Urkunde angehängte Siegel, dann das Siegel selbst, endlich die besiegelte Urkunde, wurde vor allem für die vom Papst erlassenen feierlichen Urkunden benutzt. Die päpstlichen B.n spielen in der Gesch. des Buchdrucks eine wichtige Rolle, sie wurden schon bald nach seiner Erfindung an vielen Orten gedruckt, um sie schnell allgemein bekannt zu machen (z. B. die Türkenbulle Calixt III., 1456). Neben dem lat. Original erschien häufig eine volkssprachl…

Kinckius

(264 words)

Author(s): W. Schmitz
Kölner Drucker-, Verleger- und Buchhändlerfamilie. 1. Johann K. (* 1579 in Heinsberg, 1657 in Köln), heiratete Elisabeth, die Tochter Johann Gym- nichs III und machte sich 1605 selbständig. K. wurde zum bedeutendsten Kölner Verleger des 17. Jh.s (560 Werke, meist Theologie und Andachtslit.), ließ auch in Mainz und Luxemburg drucken, unterhielt Geschäftsbeziehungen bis Graz und Krakau und hatte eine Niederlassung in Frankfurt a. M. Er druckte zahlreiche ausländische Werke nach, verlegte aber auch…

Apud

(35 words)

Author(s): W. Schmitz
mit dem Namen des Verlegers in Frühdrucken und später bedeutet soviel wie: zu haben bei... In der Regel handelt es sich dabei nicht um die Druckoffizin, sondern um den Verlag, Druckvermerke W. Schmitz

Eber, Jakob

(175 words)

Author(s): W. Schmitz
Straßburger Drucker, aus Landsberg am Lech. Er heiratete 1473 eine Bürgerstochter aus Straßburg und wurde selbst Bürger dieser Stadt. Um 1481 begann seine Druckertätigkeit, denn sein Druck von Gregors des Großen Dialogi (H 7959) muß spätestens in diesem Jahr fertiggestellt sein, da das Berliner Ex. damals schon rubriziert wurde. Es folgten bis ca. 1483 Johann Gobius' «Scala coeli» (H 9407), sein einziger Druck mit Impressum (1483), schließlich (aufgrund typographischer Kennzeichen ihm zu gesproc…

Fere humanística

(241 words)

Author(s): W. Schmitz
Form der gotischen Minuskel, die zur Antiqua neigt, daher auch Gotico-Antiqua genannt; oft als Petrarca-Schrift bezeichnet, da sie von ihm zuerst gebraucht wurde. Sie entstand im 14. Jh., zeigt noch gotische Züge, kam aber mit dem runden Duktus dem humanistischen Stilempfinden entgegen. Typisch sind das a mit «Dach», das runde d und das geschlossene v. Trotz ihrer geringen Größe war die Schrift gut lesbar. In Deutschland war die F. vor Einführung des Buchdrucks wenig in Gebrauch (z.B. in Augsbur…

Ausgangskolumnen

(52 words)

Author(s): W. Schmitz
finden sich auf Satzseiten, die nicht voll mit Text bedruckt sind, entweder am Schluß eines Buches oder bei solchen Abschnitten, die jeweils auf einer neuen Seite beginnen. Die A. werden auch Spitzkolumnen genannt, weil im frühen Buchdruck der Text dieser Seiten in einer nach unten zeigenden Spitze auslief. W. Schmitz

Hornken, Ludwig

(227 words)

Author(s): W. Schmitz
* in Groeningen (Maas), † (nach Aschermittwoch) 1521, Buchhändler und Verleger. H. ist erstmals 1509 in Leipzig nachweisbar, wobei sich damals schon durch seine Tätigkeit Beziehungen nach Köln ergaben. 1511 in Paris hatte er gemeinsam mit Denis Roce und Gottfried Hittorp eine Verlagsgemeinschaft. 1513 hielt er sich für einige Zeit in Köln auf, ging dann nach Leipzig, wo er im selben Jahr das Bürgerrecht erhielt. Die Drucke, die er 1513 -1520 teils mit Hittorp, teils allein herausbrachte, haben a…

Ghetelen, Hans von

(49 words)

Author(s): W. Schmitz
war kaufmännischer und literarischer Leiter der Mohnkopfdruckerei in Lübeck, auch selbst als Autor tätig. Er beschäftigte u.a. M. Brandis und S. Arndes. Sein Name erscheint im Akrostichon der Schlußverse der niederdt. Plenarien von 1488 und 1492 (H 6752). W. Schmitz Bibliography Geldner Bd. 1, S. 212.

Hase, Oskar, von

(294 words)

Author(s): W. Schmitz
* 15. 9. 1846 in Jena, † 26. 1. 1921 in Leipzig. H. stammte aus einer alten thüringischen Pfarrersfamilie, studierte in Bonn und Jena, wo er 1869 mit einer Arbeit über die Koberger promovierte (2. Aufl. 1885). Er trat zur Ausbildung in die Firma Breitkopf & Härtel ein, in der er schnell zum Prokuristen und 1875 nach dem Tode seines Onkels Hermann Härtel zum Teilhaber aufstieg. Die Firma führte er gemeinsam mit seinem Vetter Wilhelm Volkmann († 1896), dann mit dessen Sohn Ludwig. Seine buchhändle…

Dramensatz

(84 words)

Author(s): W. Schmitz
Beim D. werden die Namen der handelnden Personen kursiv, halbfett oder gesperrt in die Mitte oder nach vorn über den zugehörigen Text gesetzt. Erklärende Zusätze erscheinen in anderer Type oder kleiner hinter den Namen oder nach dem zugehörigen Text. Wird beim Wechselgespräch die Rede innerhalb eines Verses abgebrochen und von einem anderen Darsteller fortgesetzt, beginnt der Satz an der Stelle, wo der unterbrochene Satz aufhört. (Abb. s. S. 354) W. Schmitz Bibliography Müller, A.: Lehrbuch der Buchdruckerkunst. 9. Aufl. Leipzig 1913, S. 293.

Jöcher, Christian Gottlieb

(351 words)

Author(s): W. Schmitz
* 20.7. 1694 Leipzig, † 10. 5. 1758 ebd., Polyhistor und Lexikograph. J. stammte aus einer angesehenen Kaufmannsfamilie, studierte ab 1712 an der Univ. Leipzig Medizin, trieb aber seit 1715 ausschließlich philosophische und theologische Studien. Seit 1717 hielt er Vorlesungen über Philosophie, Gelehrtengesch. und Rhetorik. Von 1718 an war er an der Redaktion der »Acta eruditorum» beteiligt. 1742 wurde er Universitätsbibliothekar. Schon als Student beteiligte sich J. an der Herausgabe des «Compendiösen Gelehrten-Lexicons» nach Vorarbeiten J. B. Menckes (1.…

Dedikationstitel

(10 words)

Author(s): W. Schmitz
Zueignungstitel, aus dem die Dedikation hervorgeht. W. Schmitz

Hofbuchdruckereien

(96 words)

Author(s): W Schmitz
seit dem 16. Jh. von Fürsten eingerichtet und der Hofkammer unterstellt. Die Hofbuchdrucker arbeiteten z. T. gegen feste Bezahlung, z. T. mit Pachtverträgen und druckten amtliche Schriftstücke, aber auch sonstige Werke im Auftrag eines Fürsten. W Schmitz Bibliography Barge, H.: Geschichte der Buchdruckerkunst. Leipzig 1940, S. 211f. Hoedt, K.: Die Anfänge der Hofbuchdruckerei des Fürstbischofs von Paderborn. In: Westfälische Zs. 104. 1955, S. 219–238 Reuter, W.: Zur Wirtschafts- und Sozialgesch. des Buchdruckgewerbes im Rheinland bis 1800 (Köln, Bonn, Düsseld…

Mameranus, Heinrich

(151 words)

Author(s): W. Schmitz
* kurz nach 1500 in Manier (Luxemburg), in Köln zwischen 1563 und 1567; Kölner Druckerverleger. M. hieß eigentlich Wagner, nannte sich aber wie sein Bruder, der Humanist Nicolaus M., nach seinem Geburtsort. 1549 Notar in Köln, wandte er sich nach der Übersiedlung seines Bruders Nicolaus 1550 dem Verleger– und Druckergeschäft zu. Er erwarb die Drukkerei des Heinrich Becker (Artopäus), der zeitweilig in seinem Unternehmen als Faktor tätig blieb. Zu den 19 Drucken aus den, Jahren 1550-1552 und 1560…

Goedeke, Karl

(506 words)

Author(s): W. Schmitz
(Pseud. Ernst Fröhlich, Karl Stahl), * 15.4. 1814 in Celle, ✝ 27. 10. 1887 in Göttingen, Literaturhistoriker und Bibliograph; studierte in Göttingen bei Jacob Grimm, dem er zeitlebens in Freundschaft verbunden blieb. Die Entlassung der «Göttinger Sieben» führte ihn zur Betätigung als politisch-oppositioneller Schriftsteller und Journalist (vgl. «König Kodrus», 1839). In der Folgezeit wandte er sich wiss. Arbeiten zu, veröffentlichte Monographien, z. B. über Knigge (1844), einige Anthologien, z. …

Delalein

(237 words)

Author(s): W. Schmitz
franz. Buchhandler- und Buchdruckerfamilie. Nicolas-Augustin D. (1735 – 1807) war 1764 Buchhandler geworden, druckte u. a. den «Almanach des muses» und 1793 zum ersten Male die Marseillaise. Sein Sohn Jacques-Auguste D. (1774–1852) ubernahm 1808 Drukkerei und Buchhandlung Barbou. Dessen Sohn Jules D. (1810–1877) verlegte in groBem Stil Publikationen fur den Unterricht im Primar- und Sekundarbereich und er-hielt daftir 1845 den Titel Universitatsdrucker. Er gab an Periodika die «Recueil des lois …

Barth, Hans

(97 words)

Author(s): W. Schmitz
Buchdrucker, druckte sehr viele Schriften Luthers und anderer Prediger in niederdeutschen Ausgaben. 1525–1527 ist er in Wittenberg nachweisbar, wo er eine kleinere Anzahl von Drucken herstellte, zwei zusammen mit dem nicht näher bekannten Hans Bossow (Borchling-Claussen Nr. 825, 843). 1527 ging er nach Magdeburg, wo er bis 1532 «tom Pyle by Sünte Peter» firmierte. Anschließend war er 1534 bis 1540 in Roskilde (Dänemark) tätig. Ob der von Borchling-Claussen Nr. 1643 genannte Druck (Heinrich Regiu…

Gymnich

(705 words)

Author(s): W. Schmitz
Kölner Drucker-, Verleger- und Buchhändlerfamilie. Johann G. I (* ca. 1480 in Essen?, † 1544 in Köln) erfuhr seine Ausbildung in Münster bei den Humanisten A. Hegius und J. Murmellius. Vermutlich 1506 immatrikuliert in Köln und dort nähere Beziehung zu Hermann von dem Busche. 1516 verlegte er sein erstes Werk. Bis zu seinem Tode waren es mehr als 170 Drucke, meist aus den Bereichen Theologie und Klassiker. Neben vielen Drucken des Erasmus steht auch der Malleus maleficarum. Bis 1520 hatte G. kei…

Abschleifen

(120 words)

Author(s): W. Schmitz
Die Druckformenträger der Flach- und Tiefdruckverfahren können nach dem Ausdrucken der Form durch A. wieder zu neuer Verwendung bereit gemacht werden. Es geschieht in besonderen Schleifmaschinen, die für den Flachdruck bei Stein- und Zinkdruck z.B. auch gleichzeitig zum Körnen eingerichtet sind oder die zugleich Poliermaschinen sind, wie sie für das Polieren der Kupferplatten für den Kupfertiefdruck oder der Kupferzylinder für den Rakeltiefdruck gebraucht werden. Beim Tiefdruck wird statt des Ab…

Nettesheim, Heinrich

(137 words)

Author(s): W. Schmitz
Kölner Buchführer und Verleger, ✝ nach 6.4. 1604 in Köln (?). 1579 ist N. als Buchführer gen., die Drucke aus seinem Verlag stammen aus den Jahren 1585 — 1603, doch gibt es zwei ältere von 1559 und 1568, deren Jahresangabe vorerst mit Vorsicht zu behandeln ist. N. besaß eine geachtete Position in der Kölner Stadtgemeinde und verfügte über einigen Besitz. Er hat nur Werke in dt. Sprache gedr., inhaltlich geprägt von den beiden Schlagworten «volkstümliche Lit.» und «Neueste Nachricht» (Ztg.). Er i…

Eulenspiegel

(274 words)

Author(s): W. Schmitz
Die Sage behandelt die Streiche Till E.s, die dieser in vielfacher Verkleidung mit den Angehörigen verschiedener Stände und Berufsgruppen treibt. Zugrunde liegt ein Stoff, der aus der Verbindung zweier historischer Gestalten des 14. Jh.s erwachsen ist, denen der Name Till und die Berühmtheit des Hofnarren gemeinsam ist. Im 15. Jh. lit. Formung (durch Hermen Bote?) und seit dem 16. Jh. in Deutschland als Volksbuch weit verbreitet, daneben niederl., engl., franz. und poln. Übers., später auch jidd…

Inkunabel

(1,952 words)

Author(s): W. Schmitz
1. Begriff. Als I.n (lat. incunabula = Windeln, übertragen: frühe Kindheit, Anfänge) bezeichnet man die Drucke, die bis einschließlich 1500 ersch. sind. Der Name weist ursprünglich nur auf eine Anfangszeit hin, so bei Mallinckrodt (De ortu ac progressu artis typographicae dissertatio, 1640) und anderen. Der Begriff I. für die Erzeugnisse des frühen Buchdrucks wurde erst Ende des 18. Jh.s auf die Bücher selbst übertragen, etwa gleichzeitig wurde das Lehnwort I. aus lat. incunabula gebildet. Jüngere…

Bernhard von Clairvaux

(368 words)

Author(s): W. Schmitz
*1090 in Fontaines-lès-Dijon, † 20. 8. 1153 in Clairvaux, erhielt bei den Regularkanonikern von St. Vorles in Châtillon eine sorgfältige wiss. Ausbildung, wurde 1112 Mönch in Cîteaux, gründete 1115 bereits das Kloster Clairvaux. Er unterhielt freundschaftliche Beziehungen zu vielen bedeutenden Geistern seiner Zeit (Petrus Lombardus, Hugo von St. Victor, Johannes von Salesbury, Wilhelm von Champeaux). Die ungewöhnliche Ausstrahlung seiner Persönlichkeit schufihm durch Korrespondenz, Schriften, Pr…

Ghotan, Bartholomäus

(372 words)

Author(s): W. Schmitz
Drucker in Magdeburg und Lübeck, ursprünglich Domvikar. Führte um 1480 in Magdeburg den Buchdruck ein und druckte u. a. 1480 einen niederdt. Almanach (GW 1341) und ein Missale Magdeburgense (H 11321) sowie 1483 Eyn schone Arstedyge boek (H 9797). 1484 ist er in Lübeck nachweisbar und stellte dort zahlreiche niederdt. Drucke her, z. B. den Speygel der dogede von 1485 (H 14952). 1486/1487 veröffentlichte er in Stockholm u. a. das Missale Strengnense. Seit Ende 1487 wieder in Lübeck, brachte er dor…

Hittorp, Gottfried

(348 words)

Author(s): W Schmitz
*ca. 1485 in Köln, † 23. 6. 1573 ebd., aus altem Kölner Patriziergeschlecht, studierte ab 1498 an der Univ. Köln. Seit 1521 führte er den Magistertitel, doch ist der Erwerb des Magistergrades unsicher. 1511 wirkte er in Paris bei der Verlegergemeinschaft von L. Hornken und Denis Roce als Socius mit. Vermutlich seit 1512 wieder in Köln, ist er dort seit 1517 als Verleger nachweisbar. H. wohnte im Haus «zum weißen Kaninchen », das Tier diente auch als Signet. Er heiratete Gertrud von Bergen. In Kö…

Ausgangszeilen

(17 words)

Author(s): W. Schmitz
sind die letzten, meist nicht mehr völlig mit Text gefüllten Zeilen eines Absatzes. W. Schmitz

Anfiihrgespan(n)

(37 words)

Author(s): W. Schmitz
heißt der Setzergehilfe, dem die Ausbildung der Setzerlehrlinge im einzelnen anvertraut ist. Da die Setzregale gassenförmig aufgestellt sind, werden die in einer Gasse zusammenstehenden Setzer Gassengespanne genannt; davon ist die Bezeichnung A. abgeleitet. W. Schmitz

Elyan, Kaspar

(252 words)

Author(s): W. Schmitz
* um 1430 in Groß-Glogau (Schlesien), † um 1486 in Italien, Breslauer Drucker. E. wurde nach Studium in Leipzig, Erfurt und Krakau 1475 Unterkantor an der Heilig-Kreuz-Kirche in Breslau, 1477 Kanonikus an der dortigen Kathedrale. Er druckte als einziger Breslauer Drucker der Wiegendruckzeit, vielleicht angeregt durch den humanistisch gesinnten Bischof Johann IV., theologische und pastorale Texte für den Bedarf des Klerus. 1483 wurde er Mitglied der Heilig-Geist-Bruderschaft in Rom. E. besaß nur eine Texttype nach niederdt. Vorbild, die nach Haebler die Unerfahren…

Ballard

(253 words)

Author(s): W. Schmitz
Pariser Musikverlegerhaus des 16.–18. Jh.s, das Zweitälteste nach Pierre Attaingnant, an das es anschloß. Robert B. und sein Cousin Adrian Le Roy (†1598) gründeten 1551 die Firma und erhielten 1553 von König Heinrich II. ein Privileg als alleinige Hof-Musikdrucker. Dieses Patent, allein Musikalien in Frankreich herstellen zu dürfen, wurde 1607, 1637 und 1673 für die Firmenerben erneuert. AufRobert (†1588) folgten seine Witwe, dann nacheinander Pierre (1606 bis 1639), Robert (II) (1639–1673), Chr…

Henricus, Nikolaus

(230 words)

Author(s): W. Schmitz
Drucker und Buchhändler in Oberursel, † vor 1605. H. absolvierte seine Ausbildung vielleicht beim Frankfurter Drucker Peter Braubach († 1567), dessen Verlagsprogramm er in Oberursel fortsetzte. 1556 errichtete er mit Förderung durch Graf Ludwig von Stolberg-Königstein seine Offizin und nahm seine Tätigkeit auf als Exponent einer Gruppe von Pfarrern und Gelehrten, die mit Eifer die lutherische Reformation verteidigten. Die Zahl der von ihm gedruckten Schriften wird von Kopp mit ca. 400 berechnet.…

Delisle, Leopold

(403 words)

Author(s): W. Schmitz
* 24. 10. 1826 in Valognes (Manche), † 22. 7. 1910 in Chantilly. D. studierte seit 1845 an der Ecole des chartes, legte 1849 seine Prüfung als archiviste paléographe ab und arbeitete seit 1851 an seinem Hauptwerk «Etudes sur la condition de la classe agricole et l'état de l'agriculture en Normandie au Moyen âge», das ihm zwei Jahre später den 1. Preis Gobert der Académie des inscriptions et belles lettres einbrachte. Am 1. 11. 1852 trat er eine Stelle im Cabinet des Manuscrits der NB in Paris an…

Cohn, Albert

(138 words)

Author(s): W. Schmitz
* 2. 2. 1827, 24. 8. 1905 in Berlin. bedeutender Berliner Buchantiquar und Bücherkenner. Mitbesitzer der Buchhandlung Asher, die er zu einem der größten Sortimentsgeschäfte Berlins ausbaute. Verfaßte Shakespeare in Germany in the XVI and XVII Centuries: an Account of English Actors in Germany and the Netherlands, 1865. Sammelte als Bibliophiler Seltenheiten aus der dt. Klassik. Der größte Teil seiner Goethe Originalhss. ist in den Besitz des Goethe–Schiller–Archivs übergegangen, die Schiller–Slg. kam nach bibliographische Handapparat an die Berliner St B. W. Schmitz Bibliogra…

Höltzel, Hieronymus

(313 words)

Author(s): W. Schmitz
* in Traunstein/Oberbayern, nach 27. 1. 1532 in Nürnberg. H. wurde 1500 Bürger von Nürnberg, begann vermutlich im Spätherbst 1499 zu drucken, betrieb auch das Buchbinderhandwerk. Trotz relativ großer Produktion kam er nicht zu wirtschaftlichem Erfolg. Neben scholastischen Schriften finden wir bei ihm Vertreter des Humanismus, zahlreiche Lehrbücher und Texte für die Schule, kaiserliche Mandate und Erklärungen der Stadt Nürnberg, das Holzschnittwerk Dürers und seiner Schule sowie vieles andere meh…

Naumann, Emil Robert Wilhelm

(84 words)

Author(s): W. Schmitz
* 3. 12. 1809 in Leipzig, † 31.8. 1880 ebd., studierte Theologie und Philologie und war 1832-1876 Oberlehrer an der Nicolaischule zu Leipzig, gleichzeitig 1830-1880 Stadtbibliothekar. 1840-1870 gab er das «Serapeum» heraus, die erste bibliothekswiss. Fachzs. in Deutschland. R. Proctor veröffentlichte 1897 ein systematisch geordnetes Gesamtreg. dazu. In einigen Veröff. machte N. die Bestände der Leipziger Bibl, bekannt, u.a. «Catalogus librorum ma-nuscriptorum, qui in bibliotheca senatoria civitatis Lip-siensis asservantur» (1838). W. Schmitz Bibliography Biographisch…

Holwein d. Ä., Johann

(197 words)

Author(s): W. Schmitz
*um 1625 in Wolfenbüttel, † 1681 in Schleswig, Drucker ebd., Sohn des Formschneiders und Druckers Elias H. († 1659), dessen Nachkommen auch in Stade und Celle druckten. Johann lernte bei seinem Vater den Beruf des Formschneiders, ging spätestens 1650 nach Schleswig, wo er im Betrieb Jakob zur Glockens als Faktor oder Teilhaber arbeitete. Ca. 1654 übernahm er die Druckerei, während der Verlag bei zur Glocken und seinen Erben blieb. H. druckte Werke des A. Olearius, darunter dessen Reisebeschreibungen, historische Werke, die mathematischen Werke von J. Mohr und rel…

Ausgang

(15 words)

Author(s): W. Schmitz
Nicht bedruckter, freibleibender Raum am Ende der letzten Zeile eines Absatzes. W. Schmitz

Grevenbroich, Gerhard

(138 words)

Author(s): W. Schmitz
Kölner Drucker (von 1583 bis nach 1640). Offizin in der Bechergasse bei St. Martin, ab etwa 1630 an der hohen Schmiede; 1589 Bürger, 1627 Mitglied der Weinbruderschaft. Gertrud G. wurde 1595 wegen der Herstellung des Heidelberger Katechismus verurteilt. G. war anfangs auch Lohndrücker für W. Lützenkirchen, erhielt viele Privilegien und druckte über 200 Werke: Lehrbücher in lat. und franz. Sprache, Historisches, Theologie mit geistlicher Erbauungslit., Kalender, vor allem auch Kirchen- und weltli…

DuMont Buchverlag

(119 words)

Author(s): W. Schmitz
1815/1818 eröffnete Marcus DuMont in Köln einen Buchverlag, der 1894 verkauft wurde. 1956 gründete Ernst Brücher (* 1925), Mitinhaber und Geschäftsführer im Kölner Verlagshaus Du-Mont-Schauberg innerhalb des Gesamtunternehmens den neuen D., 1976 wurde die Tochtergesellschaft unabhängig vom Stammhaus. Das Unternehmen entwickelte sich schnell zum größten deutschen Kunstverlag, besonders erfolgreich durch die Serie der «Kunst-Reiseführer» und der Kunstkalender, daneben auch durch Bde. über große Ma…

Briefdrucker

(319 words)

Author(s): W. Schmitz
(Briefmaler). Arbeitsobjekte der B. waren kürzere Schriftstücke mittelhochdeutsch brief von lat. breve) jeder Art: Einzelblatter und Flugblatter (AblaBbriefe, Kalender, Lieder, Plakate, kurze Urkunden usw.). Ursprünglich oblag ihnen lediglich das Herstellen von UmriBzeichnungen. Die frtihe Bezeichnung «Briefdrucker» deutet auf den Gebrauch von Modeln, Patronen und Schablonen hin, nicht auf die Verwendung des Block- oder Buchdruckverfahrens. Dafür spricht auch, daB die Bezeichnung Briefdrucker um…

Dedikationsblatt

(17 words)

Author(s): W. Schmitz
separates Blatt des Buches in der Titelei, auf dem sich die Dedikation befindet. W. Schmitz

Albrecht, Lorenz

(130 words)

Author(s): W. Schmitz
seit Mitte der 80er Jahre des 16. Jh.s als Buchfuhrer in Lübeck bezeugt. 1591 u. 1599 sind Verkaufskataloge überliefert, die u. a. zahlreiche dän. und einige schwed. Texte verzeichnen. Schon seit 1586 beschäftigte er als Verleger Rostocker Drucker (bes. St. Möllemann). Versuche, in Ratzeburg eine eigene Drukkerei zu eröffnen, scheiterten 1592, und erst ab 1599 ist A. in Lübeck als Drucker tätig. Nach seinem Tode 1604 führten seine Erben die Druckerei bis 1610 fort. Seine Verlagsproduktion vor Er…

Goslar

(177 words)

Author(s): W. Schmitz
Erster Drucker war ab 1604/1605 Johannes Vogt, der auch für die Gebrüder Stern in Lüneburg arbeitete. Sein Hauptwerk war die Bibel in niederdt. Fassung für Stern, in Hochdt. auf eigene Rechnung (1614); sonst druckte Vogt fast nur theologische Lit. und Gelegenheitsschrifttum. 1619 begann er mit der Herausgabe von Kalendern, die als Bergkalender noch heute existieren. Nach seinem Tod (1626) folgte 1629 sein Schwiegersohn Nicolaus Duncker, in dessen Familie die Drukkerei bis 1782 bzw. 1827 blieb. N…

Dedikation

(681 words)

Author(s): W. Schmitz
Widmungen als Ausdruck freundschaftlicher Verbundenheit und gemeinsamen Interesses finden sich schon früh in der Antike (z.B. Archimedes an Dositheos, 3. Jh. v. Chr.). Im 1. vorchristlichenJh. kam bei den Dichtern um Mäcenas die Förderung des Nachruhms des Gönners hinzu. Seitdem versuchten viele Schriftsteller durch eine Widmung die materielle und sonstige Unterstützung eines Widmungsempfangers für sich und ihr Anliegen zu erhalten. Als Bezeichnung setzte sich «dedicatio» durch, die bei den Röme…

Auslaufen

(46 words)

Author(s): W. Schmitz
1. beim Satz die Art, wie der Satz des Ms. den vorgesehenen Umfang ausfüllt. A. wird aber z. T. auch die Art genannt, wie die Schrift eine Zeile füllt. 2. Reaktion von Druckfarben, durch die sich um die Druckelemente ölige Ränder bilden. W. Schmitz

DuMont

(287 words)

Author(s): W. Schmitz
Buchhändler- und Verlegerfamilie in Köln, aus Belgien stammend. Marcus Theodor D. (1784 bis 1831) heiratete 1805 die Erbin der alteingesessenen Firma Schauberg und übernahm im gleichen Jahr die dort verlegte Kölnische Ztg. 1815/1818 gründete er den Verlag D. Schauberg, der 1894 wieder verkauft wurde. Sein Sohn Joseph (1811–1861) modernisierte den Betrieb (1833 Schnellpresse), erhöhte die Aufl. beträchtlich und machte die Ztg. zum Sprachrohr des rheinischen Liberalismus. 1837 führte er als erster…

Dorn, Hans

(85 words)

Author(s): W. Schmitz
erster Buchdrucker in Braunschweig, «apud divum Martinum», schon 1483 urkundlich in der Altstadt erwähnt, ist 1505 – 1526 als Drucker nachweisbar. Druckte anfangs Ratsbekanntmachungen, dann Religiös-Erbauliches, daneben auch Volkstümliches (Bruder Rusch, Gengenbach und andere), viel in niederdt. Sprache. Für 1518 ist ein Lutherdruck von ihm überliefert (Sermon van dem Aflath und Genade). W. Schmitz Bibliography Grotefend, K. L.: Geschichte der Buchdruckereien in den Hannoverschen und Braunschweigischen Landen. Hannover 1840 Camerer, L.: Der Buchdruck in der Stadt …

Bibliophile Gesellschaften

(1,216 words)

Author(s): W. Schmitz
Als älteste bekannte Bi-bliophilengesellschaft gilt der Roxburghe-Club der 1812 in London gegründet wurde. Er setzte sich zur Aufgabe, bibliophile Drucke in beschränkter Auflage zu veröff. und den gesellschaftlichen Kontakt zwischen den Gleichgesinnten zu pflegen. Damit waren schon wichtige Charakteristika angesprochen, die bis heute b. G. auszeichnen. Der Roxburghe-Club wirkte als Vorbild für ähnliche Gründungen in Europa, auch in der gesellschaftlichen Exklusivität (Adel), die bis heute etwa f…

Berliner Bibliophilen-Abend

(94 words)

Author(s): W. Schmitz
1905 gegründet, stand in den ersten Jahrzehnten unter der Leitung des Schriftstellers Fedor von Zobeltitz, des Verlegers Flodoard von Biedermann, des Antiquars Martin Breslauer und von Gustav Adolf Erich Bogeng. Nach einer Unterbrechung durch Krieg und Nachkriegszeit wurde die Gesellschaft 1954 durch Gerd Rosen, Wolf Meinhard von Staa und Maximilian Müller-Jabusch neu gegründet. Die Veranstaltung regelmäßiger Vorträge und die Herausgabe von Jahresgaben prägen die Gesellschaft W. Schmitz Bibliography Biedermann, F. v.: 25 Jahre Berliner Bibliophilen-Abend. Berlin 1930 Sch…

Abschlag

(13 words)

Author(s): W. Schmitz
in der Schriftgießerei die rohe Matrize vor dem Justieren. W. Schmitz

Bussemacher, Johann

(117 words)

Author(s): W. Schmitz
(auch Bussemecher, Buxemacher, Buxenmacher), der bedeutendste Kölner Kupferdrucker, gebürtig aus Düsseldorf, in Köln ca. aus 1580—1616 nachweisbar, wirkte auch als Verleger. Den Textsatz in seinen Drucken ließ er von Druckern am Ort oder auswärts herstellen. B. wandte die neue Illustrawußt des Kupferstiches und Kupferdrucks be und mit großem Erfolg an und verhalf z.B. dem geographischen Werk des Matthias Quad durch die beigefiigten Kupferstiche zu allgemeiner Anerkennung. W. Schmitz Bibliography Büllingen, L. v.: Annales typographici Colonienses Bd. 2, S. 424 — 427…

Einhorn-Presse

(245 words)

Author(s): W. Schmitz
1909 von Melchior Lechter im Verlag Otto von Holten gegründet. Der Name leitet sich vom Einhorn her, das in der christlichen Ikonographie als Zeichen der jungfräulichen Reinheit wie der Allmacht Christi galt. Vielleicht wirkte zusätzlich die englische Unicorn-Press (London 1895–1905) namengebend. Das Programm wurde von Lechter in der Subskriptionseinladung zum ersten Druck, Friedrich Wolters «Herrschaft und Dienst» (1909), formuliert: «Ein reiner, nur dem göttlichen Wesen dienender Inhalt, eine …

Clairvaux

(345 words)

Author(s): W. Schmitz
ehemaliges Zisterzienserkloster in VillesouslaFerté, Département Aube (Frankreich), gegr. 1115 durch Bernhard von Clairvaux, der dem Kloster bis zu seinem Tode Vorstand. Trotz der außerordentlich rauhen Lebensbedingungen erlebte C. seit den 30er Jahren des 12. Jh.s einen wirtschaftlichen Aufstieg, der, durch Schenkungen begünstigt, bis Ende des Jh.s anhielt. Bernhards Förderung der Patristik kam der Bibl, zugute, die noch im 12. Jh. die Zahl von 350 Bdn. erreichte, meist theologischen Inhalts (K…

Divisorium

(80 words)

Author(s): W. Schmitz
wörtlich das Teilende, heißt der Querbalken, der gemeinsam mit dem Tenakel (Manuskripthalter) zur Befestigung des Manuskriptes dient und dem Setzer anmerkt, wie weit er das Manuskript abgesetzt hat, damit er nicht stets von neuem die Stelle im Ms. suchen muß. Aus diesem Grund muß der Setzer das D. nachrücken, wenn er zwei bis drei Zeilen abgesetzt hat. Unterlassung fuhrt leicht zu Doppelsatz oder Auslassungen. W. Schmitz Bibliography Neubürger, H.: Encyklopädie der Buchdruckerkunst. Leipzig 1844 (ND Leipzig 1984), S. 57f.

Doppelbogen

(44 words)

Author(s): W. Schmitz
ein auf die Weise bedrucktes Format, daß wie beim Sedezformat 16 Blätter auf dem Bogen sind, die aber vom Buchbinder nicht auseinandergeschnitten, sondern zu einer Heftlage ineinander gefalzt werden. W. Schmitz Bibliography Heichen, P.: Deutsches Polygraphisches Kompendium. Bd. 1. Leipzig 1883, S. 224.

Greven Verlag

(164 words)

Author(s): W. Schmitz
Köln. Anton Greven (1793–1870), Polizeikanzlist in Köln, gab 1828 für seine Heimatstadt ein Stadt-Adreßbuch heraus, das in vielen Ausg. in Grevens Adreßbuchverlag bis 1975 erschien. Im selben Jahr 1828 folgte das Fremdenblatt der Stadt Köln, das in den 1830er Jahren zum Kölnischen Anzeiger und ab 1855 zur Rheinischen Handelsztg. erweitert wurde (1866 eingestellt). Sein Sohn Wilhelm (1820–1893) gründete die Druckerei Greven & Bechtold (1858). In seinem Verlag erschienen Einzelschriften von Lasall…

Deniker, Joseph

(120 words)

Author(s): W. Schmitz
* 6. 3. 1852 in Astrakan, f 1918 in Paris. D. wurde als Angehöriger einer franz. Familie in Rußland geboren und erhielt in Moskau und St. Petersburg eine technische Ausbildung. Schon damals hatte er lebhaftes Interesse an der Erforschung der Menschenrassen. 1886 promovierte er in Paris über «Recherches anatomiques et embryologiques sur les singes anthropoides» und wurde 1888 dort Museumsbibliothekar. Er bearbeitete seit 1891 die «Bibliographie des travaux scientifiques publiés par les sociétés s…

Alinea

(65 words)

Author(s): W. Schmitz
(lat. a linea = von der Linie weg oder von der Linie an), Absatz im Text, durch eine Ausgangszeile und den Beginn einer neuen Zeile gekennzeichnet, mit oder ohne Einzug. Statt des Einzugs in alten Drucken oft noch das A. Zeichen C, ein Paragraphenzeichen als Unterscheidungsmerkmal für den Beginn eines neuen Abschnittes, was gelegentlich von Vertretern der neuen Buchkunst nachgeahmt wird. W. Schmitz

Bibliotheksbrände

(297 words)

Author(s): W. Schmitz
seit der Antike eine der Hauptgefährdungen der Bibl.en aller Sparten, bewirken u.U. den Totalverlust. Prinzipiell lassen sich verschiedene Ursachen unterscheiden: 1. sog. «natürliche» Ursachen wie Blitzschlag, der z.B. 1671 im Escorial 4000 Hss. und viele Drucke vernichtete; 2. Unachtsamkeit. Die Verwendung von Holz und die enge Bebauung führten vielfach zum Übergreifen von Bränden auch auf die Bibl.en. Namentlich in den Klöstern ist im Laufe der Jh.e eine wiederholte Vernichtung zu konstatieren…

Cum privilegio

(18 words)

Author(s): W. Schmitz
formelhafter Hinweis, meist auf dem Titelblatt, auf die Erteilung kaiserlicher oder sonstiger Privilegien. W. Schmitz

Cohn, Alexander Meyer

(117 words)

Author(s): W. Schmitz
*1. 5. 1853 in Berlin, 11. 8. 1904 ebd., Bankier und einer der größten Autographen Sammler seiner Zeit. Seine Slg. (Kat. von 1886 und 1905) enthielt Zeugnisse besonders im Bereich der deutschen Klassik. Er gab Privatdrucke heraus und wirkte als Mäzen für viele Institutionen, namentlich in Berlin. Daneben verdankt ihm vor allem das Goethe–Schiller Archiv in Weimar kostbare Hss. und Erstausg. dt. Dichtung. Die Slg. wurde nach seinem Tode bei Stargardt versteigert. W. Schmitz Bibliography Kat. einer Autographensammlung zur Gesch. der dt. Lit. seit Beginn des 18. Jh.s (Privatdruck) Kat.…

Herzog Ernst

(292 words)

Author(s): W. Schmitz
mittelhochdt. Epos aus der Zeit um 1170/1180, behandelt die Gesch. eines Herzog Ernst von Bayern, der bei seinem Stiefvater Kaiser Otto verleumdet wurde, sein Land verlor, darauf im Orient Abenteuer bestand und u.a. im Heiligen Land gegen die Heiden kämpfte und schließlich nach seiner Rückkehr wieder, mit dem Kaiser versöhnt, sein Land zurückerhielt. Historische Grundlagen waren die Empörung Liudolfs von Schwaben gegen Otto den Großen 953 und Ernsts II. von Schwaben gegen Konrad II. 1027. Beide …

Gering, Ulrich

(373 words)

Author(s): W. Schmitz
† 23. 8. 1510 in Paris, Buchdrucker in Paris. G. gehörte mit Michael Friburger und Martin Crantz zu den dt. Druckern, die von Johannes Heynlin und Guillaume Fichet verpflichtet wurden, unter der Obhut der Sorbonne eine Druckerei einzurichten (1470), in der sie vorwiegend humanistische und klassische Schriften druckten. Seit dem Frühjahr 1473 bildeten die drei Drucker eine von der Sorbonne unabhängige Drukkergemeinschaft. Ludwig XI verlieh ihnen auf ihre Bitte und höhere Fürsprache hin die Rechte…

Grobianische Dichtung

(165 words)

Author(s): W. Schmitz
erwuchs aus der Tischzuchtlit. des späten MA und gab satirisch gemeinte Anweisungen zu rüdem und unflätigem Benehmen, in der Absicht zu bessern. Eingewirkt haben auch die Dichtungen vom Schlaraffenland und ironische Enkomien mit Lob auf Laster und Trunk. Solche Züge finden wir unter anderem bei Jakob Kobel (Tischzucht, 1492), Sebastian Brant (Narrenschiff von 1495), Thomas Murner (Schel-menzunft, 1512) und Hans Sachs (Die verkert Tischzucht, 1563). W. S. (Salzmanns?) «Kleiner Grobianus» (Worms 1538) war Vorläufer für das Hauptwerk der Richtung, F. Dedekinds (…

Cervicornus, Eucharius

(301 words)

Author(s): W. Schmitz
Kölner Buchdrucker, wurde vermutlich im Oktober 1513 in Köln in der Artistenfakultät immatrikuliert, ab 1516 ist er hier als Drucker bezeugt, er hat allem Anschein nach die Offizin Martins von Werden übernommen. 1520 druckte er vorübergehend zus. mit Hero Fuchs (Alopecius), seit 1521 arbeitete er für den Verleger Gottfried Hittorp, aber auch auf eigene Rechnung. Er druckte grammatische und rhetorische Schriften, Theologica, darunter erbauliche Traktate volkstümlicher Art, klassische und ma. Auto…

Gennep, Jaspar von

(345 words)

Author(s): W. Schmitz
* um 1500, † 1564 in Köln, Kölner Drucker, Verleger und Schriftsteller, tätig ca. 1531 — 1564; druckte wie Hermann Bungart (f 1521) im Hause zum Wilden Mann am Altermarkt, ab 1539 «Auf der Weyerpforte», schließlich «Zum Hirsch» an St. Paul. Er arbeitete für Quentell und Hittorp, fur den Kölner Rat und den Erzbischof, war in den 1540er Jahren in der Auseinandersetzung mit dem evangelisch gesinnten Erzbischof Hermann von Wied der Drucker des Domkapitels. Außerdem nahm er geradezu die Stellung eine…

Justorium

(43 words)

Author(s): W. Schmitz
heißt in der Druckbranche I. ein Hilfsmittel zum Justieren der Seiten und wird in der Arbeitspraxis Kolumnenmaß oder Kolumnenhöhe genannt, die aus umgelegten Drei–Cicero–Stegen gebildet wird; 2. Hilfsmittel zur Nachprüfung der Schrifthöhe der neugelieferten Typen und der genauen Schriftlinie. W. Schmitz

Dedikationsepistel

(28 words)

Author(s): W. Schmitz
an den Widmungsempfänger gerichtetes Widmungsschreiben, kam im ersten nachchristlichen Jahrhundert auf (Martial) und setzte sich über das Mittelalter bis in die Neuzeit fort, Dedikation W. Schmitz

Manderscheid-Blankenheirn

(197 words)

Author(s): W Schmitz
dt. Adelsgeschlecht, in der Eifel ansässig. Im späteren 15. Jh. werden die Grundbestände der später berühmten AdelsbibI. faßbar. In einer ersten Phase (ca. 1470-1520) wurden bes. Hss. mit lit. Werken des dt. MA erworben. Die Bibl. war um 1500 keineswegs ungewöhnlich groß, sie umfaßte relativ wenige religiöse Schriften, dagegen auf dem Gebiet der weltlichen Lit. Außergewöhnliches. Ein eigenes Scriptorium existierte vermutlich nicht. Im frühen 17. Jh. folgte in einer zweiten Phase die Anschaffung …

Ausheben

(15 words)

Author(s): W. Schmitz
ist das Herausheben des zusammengesetzten Bleisatzes vom Winkelhaken auf das Schiff. W. Schmitz

Guldenschaff, Johann

(190 words)

Author(s): S. Corsten | W. Schmitz
Kölner Buchdrucker des 15. Jh.s, der bei Ulrich Zell oder Konrad Winters von Homberg das Handwerk erlernte. Seine drei Gotico-antiqua-Typen stehen denen der beiden genannten Kölner Drucker sehr nahe, sie können aber auch auf das Vorbild von Peter Schöffer in Mainz, von wo G. stammte, zurückgehen. Sein erster datierter Druck ist von 1477, seit 1481 nannte er sich Kölner Bürger. Ob er schon längere Zeit vor 1477 in Köln gearbeitet hat, ist ungewiß. Es spricht aber einiges dafür, daß er Konrad Wint…

Aufnadeln

(207 words)

Author(s): C. W. Gerhardt | W. Schmitz
1. Durch regelmäßige Einstiche in den Seiten der ältesten Frühdrucke ist erwiesen, daß jeder Druckbogen auf Metallstifte im Deckel der Presse aufgenadelt wurde, um Schön- und Widerdruck paßgenau zur Übereinstimmung zu bringen. Das Verfahren wird — mit Variationen — bis heute praktiziert, wenn haargenaue Übereinstimmung gefordert ist, besonders bei der Arbeitsvorbereitung für den Druck. So etwa das Lochsystem für den Landkartendruck, das für Übereinstimmung von den kartographischen Vorlagen bis zur Fertigung der Offsetdruckplatten sorgt. Punkturen C. W. Gerhardt 2. Im Buch…

Kolumne

(480 words)

Author(s): D. Walz | W. Schmitz | G. Pflug
1. Textspalte (von lat. columna Säule). Die Anordnung des Textes in K.n geht auf die antike Papyrusrolle zurück: Dank des Schreibens in gleichförmigen K.n von links nach rechts konnte der Text beim Abwik–keln der Rolle in derselben Richtung mühelos gelesen werden. Die Anzahl und Breite der K.n hing nicht nur von der Länge, sondern auch von der Textart ab. Bei kürzeren und Gebrauchstexten wie Urkunden bedeckte oft eine einzige K. mit extrem langen Zeilen die Fläche, während lange Texte eher in sc…

Köln

(7,265 words)

Author(s): O. Mazal | W. Schmitz | F. A. Schmidt-Künsemüller | W Grebe | R. Feldmann | Et al.
1. Buchmalerei. Die Anfänge der K.er Buchmalerei reichen in die karolingische Epoche zurück, lagen doch die Zentren der karolingischen Buchkunst in jenen Teilen des Frankenreiches, die seit längerem christianisiert waren und bedeutende Scriptorien besaßen, also unter anderem in den Gebieten am Rhein und links des Stromes. Freilich trat die Produktion von K. hinter Schulen wie Aachen, Tours, Trier, Reims, Metz, Corbie, St. Gallen etwas in den Hintergrund. Sollte ein Evangeliar des K.er Domes (Ms. f…

Bibliotheksgeschichte

(11,092 words)

Author(s): H.-S. Schuster | B. Bader | W. Milde | R. Hacker | W. Schmitz
I. Alter Orient. Trotz der immensen Menge von bisher im mesopotamischen Raum und den zugehörigen Nachbargebieten ausgegrabenen Tontafeln (mehrere hunderttausend) sind Bibl.en (im strengen Sinne) im Alten Orient selten nachzuweisen. Denn der überwiegende Teil der Tafeln (mehr als 80%) ist wirtschaftlicher Natur (Verträge über die verschiedensten Rechtsgeschäfte, Abrechnungen, Geschäfts-und Privatbriefe). Bereits im 3. Jahrtausend v. Chr. pflegte man sie zu sammeln und in Krügen aus Ton bzw. Käste…

Deutschland

(12,318 words)

Author(s): G. Pflug | W. Milde | W. Schmitz | F. A. Schmidt-Kütisemüller | H. Wendland | Et al.
Im Unterschied zu den meisten Staatennamen verbindet sich mit dem Namen D. keine Vorstellung kontinuierlicher Entwicklung eines geographischen Gebiets und einer staatlichen Struktur. Schon beim Entstehen des Wortes im 12. Jh. bezeichnete es stärker ein Volk als einen Staat. Heute wird unter D. gewöhnlich das Staatsgebiet verstanden, das in der 2. Hälfte des 19. Jh.s entstand und sich 1871 in der Gründungsversammlung in Versailles konstituierte. Seitdem sind Teile ausgegliedert worden, und vor al…
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