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Your search for 'dc_creator:( "Auffarth, C." ) OR dc_contributor:( "Auffarth, C." )' returned 25 results. Modify search

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Königtum, sakrales, religionsgeschichtlich

(468 words)

Author(s): Auffarth, C.
[English Version] . K. als vor- und frühstaatliche Form von Herrschaft ist zunächst auf die Person des Herrschers begrenzt; mit seinem Tod geht die von ihm garantierte Ordnung unter. Um diese Anarchie zu vermeiden, suchen die herrschenden Familien erstens nach Verfahren, über die Person hinaus die Stabilität der Gemeinschaft zu garantieren: so durch die frühzeitige Festsetzung des Nachfolgers, die Begrenzung der wählbaren Nachfolger auf die königliche Familie oder wenige Adelsfamilien, die Begrenzung der exekutiven Macht durch den bestimmenden Einfluß des Ältestenrates. Dazu kommt zweitens eine Repräsentation des Königs, die nicht mit dem Tod des Individuums untergeht: »Die zwei Körper des Königs«, der verwesliche der Person und der unverwesliche des Amtes, können eine solche transpersonale Vorstellung darstellen. Dazu bedarf es Bilder aus der Kosmologie wie die täglich neu erstehende Sonne, der Lebensbaum, Gott als der ewige Repräsentant des sterblichen irdischen K. u.a. Die Verbindung zw. dem Herrscher des Kosmos und dem irdischen Herrscher des Landes kann hergestellt werden durch den täglichen Kult für den Gott, ohne den der Kosmos aufhören würde zu existieren, ferner z.B. durch Divination zw. König und Gott, Formen des s.K. sind zwar unterschiedlich ausgeprägt, doch l…

Anrufung

(347 words)

Author(s): Auffarth, C.
[English Version] . Um mit einer Gottheit in Verbindung treten zu können, bedarf es der Kenntnis des Verfahrens, ihre Aufmerksamkeit zu gewinnen, zum Ort ihrer Präsenz zu gehen und ihre Epiphanie aufzurufen oder das sie repräsentierende Bild zu besuchen. Daneben stehen Formen, die nicht notwendig auf die lokale Präsenz bezogen sind, so Gebet, Fluch und Segen. Immer müssen die Kultteilnehmer den Namen der Gottheit kennen als deren Repräsentation. In der konkreten Anrufung im Kult ist die einfache Nennung des Namens ergänzt oder ersetzt 1. durch eine speziell im Kult verwendete Anrufung (Epiklese), die oft die lokale oder funktionale Differenzierung der Gottheit oder ihre Eigenschaft angibt, die für diesen Anlaß gefragt ist; 2. durch einen Kult-Titel, der 3. zugleich zur Vermeidung des persönlichen Namens dienen kann (vgl. im Judentum Adonaj). 4. Ebenso werden generische Gottesnamen lokal und sozial passend durch Epitheta (Typ: Baal von Tyros; El des Abraham) ergänzt. 5. Durch generische Namen lassen sich umgekehrt andere Götter einschließen (Typ: Agnostos Theos; Allerheiligen). 6. Gruppen kleinerer Götter besitzen keine kultischen Namen und werden oft durch euphemistische Anrede gnädig gestimmt (Typ: Eumeniden). 7. Namenskataloge (wie die 50 Kultnamen des Marduk am Ende des »Enuma Elisch«) verlangen spezielle Ausbildung des Vorbeters. 8. Namen können übergehen in den Preis (Typ: Optimus Maximus) der Fähigkeiten und der früheren Wundertaten im Hymnos mit Aretalogie, Doxologie, die in der Bitte um Erscheinen oder zumindest Gehör (Typ: »veni, creator spiritus!«) gipfeln. Daran schließt sich die konkrete Bitte und das Versprechen des Danks oder einer Gabe an. Außer Einladung und Bitte kann die Kenntnis der A. einer Gottheit auch als Fähigkeit von Spezialisten verstanden sein, diese herbeizuzwingen (Beschwörung). In dieser Anredeform liegt die Gefahr des »Mißbrauchens« des Namens Gottes. Die Anrede schafft auch im Polytheismus henotheistische Exklusivität des Beters mit »…

Athene

(252 words)

Author(s): Auffarth, C.

Kabiren

(176 words)

Author(s): Auffarth, C.
[English Version] . Die zwei oder auch mehr K. bilden eine namenlose Göttergruppe, für die in der östlichen und nördlichen Ägäis lokale Kulte eingerichtet wurden. Nur in Böotien besteht ein Kult im griech. Kernland. Manchmal mit anderen kultischen G…

Mater Magna

(250 words)

Author(s): Auffarth, C.
[English Version] . Der Kult der M.M. gehört zu den bedeutenden in der römischen Religion, ist somit in strikter Weise von anderen Kulten »mütterlicher« Göttinnen des AO zu trennen. Kubaba von Karkemisch, bereits in der B-Zeit als umfassende weibliche Göttin in Nordsyrien und Südostanatolien verehrt, hat zwar den Kult der Kybele von Pessinus beeinflußt, die Übertragung dieses Kultes von Pessinus nach Rom i.J. 205 v.Chr. hat jedoch keine Verbindung mehr zur Göttin aus Karkemisch. Die Einführung der…

Lokale Kulte

(315 words)

Author(s): Auffarth, C.
[English Version] …

Artemis

(434 words)

Author(s): Auffarth, C.
[English Version] (῎Αρτεμις, dorisch Artamis, lat. Diana). Der Kult der griech. Göttin A. ist wohl der populärste in allen griech. Poleis; auch wenn sie seltener zur Stadtgottheit gewählt wurde, so doch in Ephesos, Sparta, Kalydon-Patrai. A.' geringe Bedeutung in der (männlichen) Polis ist darin begründet, daß v.a. die Frauen die männlichen Begehren abholde Jungfrau A. als ihre Göttin wählen: die Mädchen, etwa die Athenerinnen in Brauron, lernen vor ihrer (sehr frühen) Heirat als »Bärinnen« weibli…

Kybele/Attis

(290 words)

Author(s): Auffarth, C.
[English Version] . K. ist nicht erst als eine »späte orientalische« Gottheit in der griech.-röm. Antike zu finden, sondern sie wird als »Mutter der Götter« oder einfach »Mutter« (Muttergottheiten) bereits im 6.Jh. im Zentrum Athens mit einem Tempel verehrt. In Rom wurde 205/04 v.Chr. der Stein von Pessinus (ein Baityl) von einer der vornehmsten Familien eingeführt und mit einem Tempel an zentraler Stelle der Stadt auf dem Palatin und mit einem bedeutenden Fest, den »ludi Megalenses«, ausgestattet…

Korinth

(387 words)

Author(s): Auffarth, C.
[English Version] …

Lokalgötter

(449 words)

Author(s): Auffarth, C.
[English Version] . Der lokale Trägerkreis einer Rel. findet seinen Ausdruck in der Repräsentation »seines« Gottes, ob nun (im Polytheismus; Monotheismus und Polytheismus) als verschiedene L. mit eigenen Namen oder (in Universalrel.) als sekundäre L., als Heilige oder Heroen oder als lokales Gottesbild des »einen« Gott…

Hades

(246 words)

Author(s): Auffarth, C.
[English Version] . H. ist der Bereich der Toten (Tod) unter der Erde (s.a. Hölle) oder am Ende der Welt, wo die Sonne nicht hingelangt, also Lebenslicht und -lust »ohne Sehen« (α᾿ι´δης/a-ídēs, aspiriert nur im Attischen ᾳ῞δης/hadēs) dahindämmern. Vom Seelengeleiter Hermes geleitet, trennt die Toten von den Lebenden der Erdhügel des Grabes, ein Tor, ein Fluß (Hom.Od.11). Dieser Bereich ist personifiziert als der Gott H., der zwar mächtig ist, aber durch Gaben und Bitten nicht gnädig gestimmt werden kann (Hom.Il. 9, 128; die Fluchtäfelchen). So ist der H. nicht gottlos (wie die Unterwelt im AT), aber kultlos. Bes. in der etruskischen Ikonographie erhält er ekel- und angsterregende Züge. Er nimmt sich »das Mädchen« Kor…

Dioskuren.

(236 words)

Author(s): Auffarth, C.
[English Version] Das Zwillingspaar der beiden »Jungen des Zeus«. Mythologisch erhalten sie Eigennamen und Persönlichkeiten, bei Hom.Od. 11,298–304; Hesiod, fragmentum 24 und Pindar, Nemee 10, sind Kastor und Polydeukes Kinder des Königs der Spartaner Tyndareus, neben ihrer Schwester Helena, der Ursache des epischen Krieges von Troja. Sie sind pferdeverliebt, treiben Jagd und Sport, wagen jeden Kampf, gerade wie die Adligen, die in den Heroen ihr göttliches Spiegelbild verehren. In Rom flankieren…

Aphrodite

(464 words)

Author(s): Auffarth, C.
[English Version] ('Αϕροδι´τη; lat. Venus). Der griech. Göttin A. haben die meisten griech. Poleis Heiligtümer geweiht, als Stadtgottheit findet sie sich selten, wie im kleinasiatischen Aphrodisias; Korinth gilt als ihre Stadt. In der sozialen Binnengliederung der Polis wird A. als Göttin gewählt: 1. von den jungen Frauen am Tag vor der Hochzeit; sexuelles Verlangen, Verführungskunst, sexuelles Vermögen, wenn die Ehe unfruchtbar blieb, wünschen sich die Frauen von ihr. Ihre Begleiter sind Himeros …

Anthropogonie

(559 words)

Author(s): Auffarth, C.
[English Version] . Hinter der Erzählung von der »Entstehung der Menschen« steht weniger die Frage, wie die Spez…

Apollo

(492 words)

Author(s): Auffarth, C.
[English Version] ('Απο´λλων/Apóllōn; dorisch Apellon). Der griech. Gott A. wurde zwar in allen griech. Poleis verehrt, als Stadtgottheit aber v.a. in Argos, Sparta und Milet mit seinen Kolonien. Panhellenische A.-Heiligtümer, zu denen von weit her Besucher kamen, waren Delphi mit seiner Orakelstätte und Delos. In der sozialen Differenzierung wählen A. als »ihren« Gott besonders die männlichen Jugendlichen zwischen dem Ende der mütterlichen Obhut im Haus und der Aufnahme unter die erwachsenen Bürg…

Griechenland

(4,083 words)

Author(s): Auffarth, C. | Hölscher, F. | Theodorou, E. | Begzos, M.
[English Version] I. Antike 1 . Religion Das Modell der griech. Rel. ist für die Theol. von zentraler Bedeutung. In der Tradition des humanistischen Gymnasiums setzt bis heute das Studium der christl. Rel. die Kenntnis der griech. voraus. Insbes. der (für die griech. Rel. gar nicht typische) platonische Entwurf bildet das Modell, an dem die Aussagen der Bibel gemessen werden. G.Kittels ThWNT hat diese Konfrontation von hebr. und griech. Denken kanonisiert. Der folgende Artikel behandelt bes. die Frag…

Himmel

(3,578 words)

Author(s): Auffarth, C. | Houtman, C. | Rowland, C. | Lang, B. | Farrow, D.B. | Et al.
[English Version] I. Religionswissenschaftlich 1. Der H. ist für eine nicht durch naturwiss. Theorie gezähmte Anschaulichkeit ein Raum des Jenseits (Jenseitsvorstellungen). Wie die Unterwelt ragt er in die Welt der Menschen hinein als Luft bzw. Erde und Meer, aber für die Lebenden ist er nicht zu erfahren; er ist zwar konkret, aber nicht zu betreten. Die Beobachtung der konkreten Phänomene bestätigt das durch Tradition vorgegebene Symbolsystem. Seine Topographie, seine Bewohner, seine Herrschaftsst…

Asyl

(1,779 words)

Author(s): Auffarth, C. | Derlien, J. | Schenker, A. | Wall, H. de | Frey, C.
[English Version] I. Religionsgeschichtlich Erst nach dem 2. Weltkrieg, in dessen Schatten ganze Völker ermordet und Oppositionelle verfolgt worden waren, proklamierten 1948 die UN das A. als Menschenrecht; jedoch nicht als Recht jedes Menschen, bei Verfolgungen von anderen Schutz zu erhalten, sondern als Recht der Staaten, A. zu gewähren. Das »Privileg der Politiker« in ein Menschenrecht auszuweiten ist bisher nicht erreicht. So berechtigen rel. Fluchtgründe nicht zum A. Das A. ist aber älter als j…
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