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Your search for 'dc_creator:( "B. Bader" ) OR dc_contributor:( "B. Bader" )' returned 205 results. Modify search


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Livia

(30 words)

Author(s): B. Bader
nach Plinius (nat. hist. 13,74) die zweitbeste Papyrussorte, benannt nach L., der Gemahlin des Kaisers Au-gustus B. Bader Bibliography Lewis, N.: Papyrus in classical Antiquity. Oxford 1974, S. 34—69

Duenos-Inschrift

(58 words)

Author(s): B. Bader
auf einem in Rom gefundenen Gefäß vermutlich des 4. Jh.sv. Chr.; eine linksläufige Inschrift, die zu den ältesten Dokumenten der lat. Sprache zählt; sie nennt einen gewissen Duenos als Verfertiger des Gefäßes. Duenos-Inschrift. 4. Jh. v. Chr. B. Bader Bibliography Corpus inscriptionum latinarum. 1. ed. 2. Berolini 1918, S.371 Radke, G.: Archaisches Latein. Darmstadt 1981, S. 79–93.

Apellikon

(136 words)

Author(s): B. Bader
von Teos († ca. 84 v.Chr.), reicher griech. Büchersammler, Anhänger der Philosophie des Peripatos, ein unsteter und wankelmütiger Charakter; er dilettierte auch auf militärischem Gebiet. In Athen und anderen Städten entwendete er alte Dokumente aus Archiven; einer Bestrafung konnte er sich nur durch die Flucht aus Athen entziehen. In Skepsis (Kleinasien) erwarb er den Büchernachlaß des Aristoteles und des Theophrast, der dort lange Zeit verwahrlost und fast vergessen in einem Keller gelegen hatt…

Schubart, Wilhelm

(100 words)

Author(s): B. Bader
* 21. 10. 1873 in Liegnitz, † 9.8.1960 in Halle (Saale), Papyrologe und Althistoriker, Mitarbeiter der 1. Aufl. dieses Lexikons; 1900–1937 Leiter der Berliner Papyrus-Slg., 1946–1952 Professor für Alte Gesch. an der Univ. Leipzig. Sein Werk «Das Buch bei den Griechen und Römern» (1907, 2. Aufl. 1921, 3. Aufl. 1962) war lange das dt.sprachige Standardwerk auf diesem Gebiet. B. Bader Bibliography Zucker, F.: W. S. In: Gnomon 33. 1961, S. 108–109 Schrot, G.: W. S. In: Bedeutende Gelehrte in Leipzig. Bd. 1. Leipzig 1965, S. 269–274 Radke, G.: W. S. In: Eikasmos 4. 1993, S. 341 bis 342.

Soloi

(62 words)

Author(s): B. Bader
antike Stadt auf Zypern. Dort gab es nach inschriftlicher Erwähnung in der Kaiserzeit ein Bibliophylákion (βιβλιoφυλάϰιον= Ort, wo Bücher aufbewahrt werden), womit wohl ein Archiv, nicht eine Bibl., gemeint ist. B. Bader Bibliography Mitford, T. B.: Notes on some published inscriptions from Roman Cyprus. In: Annual of the British School at Athens 42. 1947, S. 201–230, hier S. 204, Anm. 11.

Cista

(26 words)

Author(s): B. Bader
(lat.), ein oben offenes oder zu öffnendes Behältnis (Korb, Kasten, oder ähnliches), in dem u. a. Buchrollen stehend aufbewahrt werden konnten, Rollenkasten B. Bader

Ostia

(39 words)

Author(s): B. Bader
antike Hafenstadt an der Tibermündung. Dort gab es im 2. Jh. n. Chr. eine kaiserliche Bibl., wie die Grabinschrift eines Bibliothekars (Corpus inscriptionum Latinarum 14, 196) bezeugt. B. Bader Bibliography Meiggs, R.: Roman Ostia. Oxford 1960, S. 76.

Demetrios von Phaleron

(64 words)

Author(s): B. Bader
athenischer Staatsmann und Philosoph. Nach 307 v. Chr. ging er nach Agypten, wo er vermutlich an der Grfindung der Bibl. von Alexandria maßgeblich beteiligt war. B. Bader Bibliography Bayer E.: D. P. der Athener. Stuttgart 1942 Die Schule des Aristoteles. Hrsg. von M. Wehrli. H. 4. 2. Aufl. Basel 1968 Wehrli, M.: D. P. In: Pauly-Wissowa Suppl.Bd. 11, Sp. 514bis 522.

Aristonym

(11 words)

Author(s): B. Bader
Siehe Pseudonym, das aus einem Adelsnamen besteht. B. Bader

Textus receptus

(125 words)

Author(s): B. Bader
wird diejenige Textform des griech. NT genannt, die auf der Erstausg. des Erasmus von Rotterdam (1516) beruht. Der Verleger Elzevier bezeichnete sie im Vorwort zu seiner Ausg. von 1633 als «textum . . . ab omnibus receptum». Trotz der eklatanten Mängel des Erasmus-Textes hielt man bis ins 19. Jh. hinein am T. als dem allein gültigen Urtext fest, auch als immer mehr bessere Hss. mit überlegenen Textvarianten bekannt und veröff. wurden. Erst die philologische Textkritik des 19. Jh.s überwand den T. vollends. Der Ausdruck wird auch für die Standardform anderer alter Texte verwendet. B. Bad…

Anagraphê

(62 words)

Author(s): B. Bader
Im Griech. άναуραφή Eintragung in ein Verzeichnis oder Register oder das Verzeichnis selbst; Ausdruck insbes. der Rechts- und Urkundensprache. A. kann auch ein Verzeichnis von Büchern oder Autoren (so in den Pinakes des Kallimachos) bezeichnen. B. Bader Bibliography Wolff, H. J.: Das Recht der griech. Papyri Ägyptens in der Zeit der Ptolemäer und des Prinzipats. Bd. 2. München 1978, S. 36–40.

Cerata tabula

(227 words)

Author(s): B. Bader
(lat. Wachstafel). Neben Papyrus und Pergament der wichtigste Beschreibstoff der Antike. Ein viereckiges Holzbrettchen (auch Elfenbeintäfelchen kamen vor) wurde auf einer oder beiden Seiten so ausgehöhlt, daß ringsherum ein erhöhter Rand stehenblieb; die flache Vertiefung wurde mit Wachs gefüllt, in das man die Beschriftung mit einem Griffel (Stilus) einritzte; das andere Ende des Griffels war spatenförmig ausgebildet und diente zum Einebnen der Wachsschicht und damit zum Tilgen des Geschriebene…

Opisthograph

(230 words)

Author(s): B. Bader
Opisthograph (griech. omatoYQacpuv = «rückseitig beschreibew » , Bezeichnung rur einen beidseitig beschriebenen Papyrus. Die Papyrusrolle wurde üblicherweise nur auf der Innenseite beschriftet, die besser geschützt war und durch den waagrechten Verlauf der Fasern dem Schreibrohr weniger Widerstand bot. In zahlreichen Fällen aber hat man Rollen oder Blätter aus Sparsamkeit auch auf der Rück- (d. h. Außen-)Seite beschriftet. Manchmal setzt sich ein Text, nachdem die Vorderseite vollgeschrieben war, au…

Halikarnassos

(64 words)

Author(s): B. Bader
antike Hafenstadt in Südwest-Kleinasien. Nach einer Ehreninschrift für einen einheimischen Dichter von 127 n. Chr. gab es hier Bibl.en, in welche die Werke dieses Dichters aufgenommen werden sollten, «damit durch sie die Jugend ebenso erzogen wird wie durch die Schriften der Alten». B. Bader Bibliography Wendel, C. / Göber, W. in: Handbuch der Bibl.Wissenschaft. Bd. 3, 1. 2. Auf]. Wiesbaden 1955, S. 97.

Apokryph

(62 words)

Author(s): B. Bader
griech. ὰπóϰϱνφοϛ verborgen, unecht, nicht zum Gültigen und Anerkannten gehörend; Bezeichnung von Schriften unklarer Verfasserschaft. Der Begriff ist heute in der Bibliographienkunde nicht mehr gebräuchlich und wird vorwiegend mit Bezug auf die Apokryphen verwendet. B. Bader Bibliography Schneider, G.: Handbuch der Bibliographie. 4. Aufl. Leipzig 1930 (ND Stuttgart 1969), S. 458 Schneider, G.: Einführung in die Bibliographie. Leipzig 1936, S. 161–162.

Themistios

(38 words)

Author(s): B. Bader
(ca. 317–388) griech. Philosoph und Redner. Erhalten sind von ihm 33 Reden (weitere in syrischer Übers.) sowie Paraphrasen zu mehreren Schriften des Aristoteles. B. Bader Bibliography Themistios: Staatsreden. Übers. von H. Leppin und W. Port-mann. Stuttgart 1998

Messapische Schrift

(60 words)

Author(s): B. Bader
die Schrift des altitalischen Volkes der Messapier im äußersten Südosten der Halbinsel, wie sie in mehreren 100 Inschriften aus vorchristlicher Zeit überliefert ist. Sie stammt sicher vom Griech. ab, doch ist unklar, von welchem Zweig des Griechischen. B. Bader Bibliography Diringer D.: The alphabet. 3rd ed. London 1968. Vol. 1, S. 371—372, Vol. 2, S. 338 und 357

Opusculum

(49 words)

Author(s): B. Bader
Diminutiv zu Opus, bezeichnet ein lit. Werk von geringerem Gewicht als Opus, insbes. (aus Bescheidenheit) ein eigenes Werk. Der Plural erscheint neuzeitlich gelegentlich in Titeln von Zss. (z.B. Opuscula entomologica) und Aufsatzsammlungen. B. Bader Bibliography Thesaurus linguae Latinae. Bd. 9,2. Leipzig 1968 — 1981, Sp. 862 bis 863.

Serapeion

(53 words)

Author(s): B. Bader
die kleinere der beiden großen Bibl.en in Alexandria. Sie wurde von Ptolemaios II. oder III. im Tempelbezirk des Serapis gegr. und im Jahre 391 zerstört. B. Bader Bibliography Fraser, P. M.: Ptolemaic Alexandria. Vol. 1. Oxford 1972, S. 323 bis 324 Blanck, H.: Das Buch in der Antike. München 1992, S. 144–145

Neleus aus Skepsis (Kleinasien)

(96 words)

Author(s): B. Bader
Mitglied der von Aristoteles begründeten Philosophenschule des Peripatos. Theophrast, Schüler und Nachfolger des Aristoteles, vermachte dem N. seine Bibl, samt dem schriftlichen Nachlaß des Aristoteles. Die Erben des N. lagerten die Bücher in Skepsis in einem Keller, nachdem vielleicht ein Teil davon an König Ptolemaios Philadelphos für die Bibl, von Alexandria verkauft worden war. Die N.-Bibl. bildet eine wichtige und kritische Phase in der Uberliefe-rungsgesch. der aristotelischen Schriften. Apellikon B. Bader Bibliography Moraux, R.: Der Aristotelismus bei den Gri…

Delphische Verbindungstafeln

(95 words)

Author(s): B. Bader
Auf einer Inschrift aus Delphi vom Jahr 277/276 v. Chr., von der mehrere Bruchstücke gefunden worden sind, wird eine Vereinfachung der griech. Schrift vorgeführt. Die Vereinfachung besteht darin, daß Verbindungen von zwei Konsonanten sonanten (z.B. br, gl, mn) und vielleicht auch andere Buchstabenverbindungen durch je ein eigenes neues Zeichen ausgedrückt werden. Die neuen Zeichen sind auf schachbrettartigen Tafeln tabellarisch dargestellt. Von einer praktischen Verwendung dieses Systems, dessen…

Philodemos aus Gadara

(65 words)

Author(s): B. Bader
griech. Epigrammatiker und epikureischer Philosoph des I. Jh.s v. Chr. Er lebte vorwiegend in Campanien, u.a. in Herculaneum. Die dort ausgegrabene Bibl, besteht zu einem großen Teil aus philosophischen Schriften von ihm und war vielleicht seine persönliche Arbeitsbibliothek. B. Bader Bibliography Gigante, M.: La biblioteca di Filodemo. In: Cronache ercolanesi 15. 1985, S. 5 — 30 ders.: Filodemo in Italia. Firenze 1990.

Kalamos

(176 words)

Author(s): B. Bader
(griech. κάλαμος, lat. calamus) Schilfrohr, auch Bezeichnung der daraus angefertigten Schreibfeder, des üblichen antiken Geräts zur Beschriftung von Papyrus. In Altägypten diente als Schreibgerät eine Binse, die an einem Ende durch Kauen pinselartig zerfasert wurde. Die Griechen und Römer verwendeten seit etwa dem 3. Jh. v. Chr. das Schreibrohr, den eigentlichen K. Er wurde am Ende mit einem Messer zugespitzt und mit einem Spalt versehen und bei Bedarf mit Bimsstein geschärft. Zur Aufbewahrung di…

Claudius

(179 words)

Author(s): B. Bader
Zwei Staatsmänner aus dieser altrömischen Adelsfamilie spielen in der Geschichte des lat. Alphabets eine Rolle: 1. Appius C. Caecus (um 300 v. Chr.), der erste Römer, der aus den Quellen als deutlich profilierte Persönlichkeit erkennbar wird. Er schaffte den Buchstaben Z ab, dessen Stelle im Alphabet das G einnahm (Carvilius), und führte in gewissen Wörtern die Schreibung mit R statt mit S ein (z. B. in Valesius). Bibliography Leumann, M.: Lat. Laut– und Formenlehre. München 1977, S. 11 und 178 Crawford, M.: The Roman Republic. Cambridge, Massachusetts 1982, S. 49—51. 2. Titus C. Nero G…

Normalzeile

(123 words)

Author(s): B. Bader
Die moderne papyrologische Forschung hat vermutet, daß in der Antike die Schreiber nach der Zahl der geschriebenen Zeilen entlohnt wurden (vgl. das Preisedikt Diokletians 7, 39 — 41) und daß für diesen Zweck eine Standard-Zeilenlänge als N. zugrundegelegt wurde, nämlich die Länge des epischen Hexameters. Die tatsächliche Zeilenlänge in den erhaltenen Papyri variiert stark. In lit. Prosatexten ist sie meist viel geringer (7 bis 22 Buchstaben), während andrerseits insbesondere bei Urkunden und Kom…

Philon, Herennios

(70 words)

Author(s): B. Bader
aus Byblos (Phönikien), um 50 bis 140 n. Chr. griech. Philologe. Unter seinen verlorenen Werken befand sich ein umfangreiches mit dem Titel «Über die Erwerbung und die Auswahl von Büchern», vermutlich eine Art bio-bibliographisches Handb. der Li-teraturgesch. in der Art der Pinakes. B. Bader Bibliography Pauly-Wissowa Halbbd. 15. 1912, Sp. 653-654 Herennius Philo: De diversis verborum significationibus, testo critico a cura di V. Palmieri. Napoli 1988, S. 39-40.

Rollenkasten. B

(137 words)

Author(s): B. Bader
uchrollen (Rolle) wurden in der Antike, wenn man sie nicht in Regalen oder Schränken stapelte, in kasten oder truhenförmigen Behältnissen aufbewahrt (meistens zu mehreren), bes. zum Zweck des Transports. Solche Behälter sind uns durch zahlreiche bildliche Darstellungen bekannt. Griech.hießen sie κιβωτός (kibotós), κιβώτιον (kibótion), κίστη (kíste) oder τεũχος (teûchos). Bei den Römern nahmen sie meist eine zylindrische Gestalt an (capsa oder scrinium) und begegnen in dieser Form häufig bei Statuen, wobei sie neben den Füßen auf dem Boden…

Galenos

(246 words)

Author(s): B. Bader
(129–199), griech. Arzt, aus Pergamon, lebte später in Rom. In seinen zahlreichen erhaltenen Werken äußert er sich ausgiebig über seine eigenen Schriften und die Umstände ihrer Entstehung und gibt dadurch Einblick in das Buchwesen seiner Zeit. Viele seiner Arbeiten schrieb er zunächst als Gelegenheitsschriften für Freunde oder für eigene Zwecke, ohne die Absicht einer weiteren Verbreitung; erst später, als sie ohne sein Wissen und Wollen doch in weiteren Kreisen kursierten, arbeitete er sie zur Veröff. aus. Im Buchdruck des 15. und 16. Jh.s (erste Ausg. 1473, H 14691) ü…

Römische Ziffern

(256 words)

Author(s): B. Bader
Die Romer übernahmen die Zahlzeichen von den Etruskern. Ein einfacher Strich bedeutet 1, zwei gekreuzte Striche 10, deren obere Halfte 5. Drei gekreuzte Striche X bezeichneten bei den Etruskern die 100, woraus sich Ж entwickelte, das zu C reduziert wurde; durch Halbierung entstand das Zeichen fur 50 (ursprünglich ᗐ, dann i, ᅩ↓, schließlich L). Das etruskische Zeichen fur 1000 war © oder (x), was bei den Römern zu CD oder 00 verändert wurde und wiederum durch Halbierung das Zeichen fur 500 D (spä…

Forulus

(34 words)

Author(s): B. Bader
(lat.), Aufbewahrungsort für Bücher; nach den wenigen Belegstellen zu schließen, ist ein Kasten, Regaloder Schrankfach oder ähnliches kleineres Behältnis gemeint. B. Bader Bibliography Thesaurus linguae Latinae. Bd. 6,1. Leipzig 1912–1926, Sp. 1197, 76–80.

Opus

(95 words)

Author(s): B. Bader
(lat. Werk), seit frühe ster Zeit geläufige Bezeichnung für ein lit. Werk und auch für das Gesamtwerk eines Schriftstellers. In der Musik seit dem 15. Jh. gebräuchlich, wird das Wort (Abk.: op.) seit dem 17. Jh., verbunden mit einer Zahl, als verlegerische Kennzeichnung der chronologischen Folge der Kompositionen eines Autors in der Reihenfolge ihres Druckes gebraucht. Erst im 19. Jh. wurde es üblich, daß Komponisten ihren Werken schon bei der Veröff. oder bei der Niederschrift eine Opuszahl geben. B. Bader Bibliography Thesaurus Linguae Latinae. Bd. 9,2. Leipzig 1968 — 1981…

Synkollesimon

(52 words)

Author(s): B. Bader
(συνϰολλήσιμον) oder Synkollesimos tomos (συγϰολλήσιμος τόμος), antike Bezeichnung für eine Papyrusrolle, die durch Aneinanderkleben von mehreren gleichartigen Dokumenten entstanden ist. Das S. diente der gesammelten Aufbewahrung und Archivie-rung, z. B. der Deklarationen einzelner Haushalte zum Zwecke der Steuerveranlagung. B. Bader Bibliography Lewis, N.: Papyrus in Classical Antiquity. Oxford 1974, S. 81

Cento

(169 words)

Author(s): B. Bader
(lat., eigentlich ein aus Flicken zusammengenähtes Tuch oder Kleidungsstück), eine aus Versen oder Verstellen anderer Dichter zusammengesetzte Dichtung, sei es in spielerischer, parodistischer oder ernster Absicht. In der Antike dienten vor allem die bekanntesten Dichter Homer und Vergil als «Steinbruch». Vorstufen begegnen schon im 5. Jh. v. Chr. und früher (Epos, Aristophanes). Weite Verbreitung fand die Form in der Spätantike, z. B. bei Ausonius, der sich auch theoretisch darüber äußerte. Chr…

Thesaurus linguae Latinae

(65 words)

Author(s): B. Bader
(«Schatzhaus der lat. Sprache»), das größte lat. Wörterbuch; es erscheint seit 1900 und ist 2005 beim Buchstaben P angelangt. Gegr. als Gemeinschaftsunternehmen der fünf damaligen dt.-sprachigen Akad. d. Wiss., wird der T. heute von 27 Akademien u. ä. Institutionen aus 20 Ländern getragen. B. Bader Bibliography Krömer, D.: Lexikographie III. In: Der Neue Pauly. Bd. 15 / 1. Stuttgart 2001, Sp. 143–149

Nash-Papyrus

(120 words)

Author(s): B. Bader
hebräischer Papyrus vermutlich des 2.Jh.s v. Chr., den W. L. Nash, Sekretär der britischen Society of Biblical Archaeology, 1902 in Ägypten erwarb und der University Library Cambridge schenkte. Das Bl. enthält die zehn Gebote sowie das «Höre, Israel» (5. Mose 6, 4 — 5). Der N. ist nicht ein Bruchstück einer Bibelhs., sondern eine für bestimmte Zwecke hergestellte Textzusammenstellung. Bis zur Entdeckung der Qumran — Hss. 1947 galt er als ältester Textzeuge der hebräischen Bibel. B. Bader Bibliography Cook, S. A.: A pre – masoretic Biblical papyrus. In: Proceedings of the So…

Epaphroditos, Marcus Mettius

(57 words)

Author(s): B. Bader
griech. Philologe in Rom, starb unter Kaiser Nerva (96–98 n. Chr.). Er besaß eine gewaltige Bibl, von 30 Tsd. Buchrollen. Eine Portraitstatue von ihm ist erhalten. B. Bader Bibliography Cohn, L.: E. (5) In: Pauly-Wissowa Halbbd. 10, Sp. 2711 bis 2714 Richter, G.: The Portraits of the Greeks. Bd. 3. London 1965, S. 285.

Eusebios von Caesarea

(59 words)

Author(s): B. Bader
(ca. 260–340), griech. Kirchenvater, am bedeutendsten als Kirchenhistoriker. Bei seiner fruchtbaren schriftstellerischen Tätigkeit stützte er sich auf die Bibl, von Caesarea, bei deren Ausbau er seinen Lehrer Pamphilos unterstützte. B. Bader Bibliography Wallace-Hadrill, D. S.: Eusebius of Caesarea. London 1960 Ruhbach, G. in: Gestalten der Kirchengeschichte. Hrsg, von M. Greschat. Bd. 1. Stuttgart 1984, S. 224–235.

Frons

(107 words)

Author(s): B. Bader
(lat. Stirn) begegnet ein paarmal in der röm. Lit. (teils im Singular, teils im Plural) als Bezeichnung eines Teils der Buchrolle. Gemeint sind an den meisten Stellen wahrscheinlich die beiden Schnittflächen, d. h. die flachen Schmalseiten der Rolle, deren eine bei der Aufbewahrung im Regal die Schauseite der Rolle bildete. An manchen Stellen hingegen muß F. den Anfang, das erste Blatt einer Rolle oder eines Codex bedeuten. B. Bader Bibliography Thesaurus linguae Latinae. Bd. 6, 1. Leipzig 1912–1926, Sp. 1362,84–1363,12 Besslich, S.: Die «Hörner» des Buches. In: Gut.-Jb. 197…

Pluteus

(16 words)

Author(s): B. Bader
(lat.), Wandbrett oder –gestell zur Aufstellung –regal. (Juvenal 2,7; Sidonius epist. 2,9,4). B. Bader

Stilus

(64 words)

Author(s): B. Bader
lat. Bezeichnung des antiken Schreibgriffels. Er bestand in der Regel aus Bronze, sonst aus Elfenbein, Knochen oder Edelmetall, und diente vor allem zum Ritzen in Wachs (Cerata tabula). Durch viele Funde von Originalen und durch bildliche Darstellungen sind wir über seine Form und Verwendung gut unterrichtet. (Abb. oben rechts) B. Bader Bibliography Blanck, H.: Das Buch in der Antike. München 1992, S. 64.

Pompeji

(102 words)

Author(s): B. Bader
In P. sind Bibl.en nach den bisherigen Ausgrabungen nicht sicher nachweisbar, obwohl es zahlreiche Privatbibl.en gegeben haben dürfte. Jedoch deuten in der Casa del Menandro bestimmte Indizien auf eine Bibl, hin: An einem Peristyl liegen nebeneinander ein Zimmer, das mit hölzernen Regalen ausgestattet war, und vier große Nischen mit Wandmalereien aus der lit. Sphäre, darunter einem Bildnis Menanders. Die Deutung eines Gebäudes an der Ostseite des Forums als öffentliche Bibl, ist sehr zweifelhaft. B. Bader Bibliography Richardson, L.: The Libraries of Pompeii. In: Archaeo…

Procurator bibliothecarum

(43 words)

Author(s): B. Bader
in der röm. Kaiserzeit etwa seit Claudius ein hoher Verwaltungsbeamter, dem die öffentlichen Bibl.en Roms zentral unterstanden. Bekanntester Inhaber des Amtes war der Historiker Sueton. B. Bader Bibliography Fehrle, R.: Das Bibliothekswesen im alten Rom. Freiburg 1986, S. 81 — 84.

Romische Datierung

(171 words)

Author(s): B. Bader
Die Angabe des Jahres erfolgte üblicherweise durch Nennung der beiden j. wechselnden höchsten Beamten, der Konsuln, in der Kaiserzeit auch durch Zahlung der Tribunatsjahre des Kaisers. Die Zählung «ab urbe condita» (= seit der Gründung Roms) setzte sich in der Antike nicht durch und wurde erst in der Neuzeit üblich. Der Tag wurde durch die Kalendae (i. Tag des Monats), Nonae (5. oder 7. je nach Monat) und Idus (13. oder 15.) bzw. durch Rückwartszahlung von diesen – unter Mitzahlung des Ausgangst…

Fanniana (charta)

(46 words)

Author(s): B. Bader
eine gehobene Qualitätsstufe des Schreibmaterials Papyrus, benannt nach einem Fannius, in dessen Papyrusfabrik in Rom sie durch Verfeinerung der mittelmäßigen Sorte Amphitheatrica gewonnen wurde (Plinius, hist. nat. 13, 74 und 78). B. Bader Bibliography Lewis, N.: Papyrus in classical Antiquity. Oxford 1974, S. 34–69.

Monobiblos

(76 words)

Author(s): B. Bader
(Nebenformen – biblon, – biblion), griechlat. Ausdruck für ein lit. Werk, das nur aus einem Buch bestand und nur eine Buchrolle eanspruchte. Insbes. wird das erste Elegienbuch des Properz, das zunächst allein veröff. wurde, von Martial (14, 189) und auch in der Überschrift, die ihm in den Hss. orangestellt ist, als M. bezeichnet. B. Bader Bibliography Birt, T.: Zur M. und zum Codex N des Properz. In: Rheinisches Museum 64. 1909, S. 393 — 411.

Album

(70 words)

Author(s): B .Bader
In der Antike urspr. eine geweißte Tafel zum Anschreiben öffentlicher Bekanntmachungen. Dann Liste, Verzeichnis, Buch mit leeren Blättern für Aufzeichnungen; seit dem 17./18. Jh. Stammbuch, Gedenkbuch; seit dem 19. Jh. gedrucktes Buch, das vorwiegend aus einer Zusammenstellung von Bildern oder Gedichten besteht. B .Bader Bibliography Bogeng, G. A. E.: Einführung in die Bibliophilie. Leipzig 1931 Radke, G.: A. In: Der Kleine Pauly. Bd. 1. Stuttgart 1964, Sp. 235 f.

Hippokrates

(89 words)

Author(s): B. Bader
(* 460 v. Chr.), berühmtester Arzt der Antike. Mit ihm verbindet sich ein frühes Beispiel einer Corpus-Bildung: Unter seinen Namen stellte man in der Anzeugten zahlreiche nach Form, Inhalt und Entstehungszeit verschiedenartige medizinische Schriften, so daß sich eine als «Corpus Hippocraticum» bezeichnete umfangreiche Textslg. bildete, deren Verfasserschaft im einzelnen schon früh unklar war; es ist nicht einmal sicher, ob überhaupt echte Schriften des H. darunter sind. B. Bader Bibliography Diller, H.: Stand und Aufgaben der Hippokratesforschung. In: Akad. d. Wis…

Römisches Buch

(112 words)

Author(s): B. Bader
Das R. entspricht in der Form dem griech; die Buchrolle und der Codex einschl. seiner holzernen Vorstufen (Cerata tabula) dominieren auch hier. Jedoch scheint der Beschreibstoff Leinen (Libri lintei) eine italische Spezialität gewesen zu sein. Inhaltlich geht das R. von den amtlichen Aufzeichnungen Acta, Annalen, Commentarii undFasti (Kalender) aus. Die schriftliche rom. Lit. im engeren Sinn entwickelte sich nach griech. Vorbildern seit der 2.Hälfte des 3. Jh.s v. Chr. Die lat. Papyrusfunde aus Ägypten entsprechen in der Buchform ganz den griechischen B. Bader Bibliography Cava…

Augustus

(89 words)

Author(s): B. Bader
(63 v. Chr. –14 n. Chr.) der erste röm. Kaiser. Im Rahmen seiner Kulturpolitik, durch die er eine neue Epoche der röm. Kulturgeschichte heraüffuhrte, gründete er in Rom zwei öffentliche Bibliotheken: beim Apollo-Tempel auf dem Palatin (28 v. Chr. eingeweiht und endgültig 363 durch Brand zerstört) und wenige Jahre später im Porticus der Octavia auf dem Marsfeld. B. Bader Bibliography Wendel, C. / Göber, W. in: Handb. d. Bibliothekswiss. 2. Aufl. Bd. 3,1. Wiesbaden 1955, S. 119–121 Strocka, V. M.: Röm. Bibliotheken. In: Gymnasium 88, 1981, S. 307–309.

Imhotep

(48 words)

Author(s): B. Bader
altägyptischer Baumeister und Priester, 27. Jh. v. Chr. Später wurde er wegen der herausragenden Fähigkeiten und Leistungen, die man ihm auf verschiedenen Gebieten zuschrieb, als Gott verehrt, u. a. als Schutzgott der Schreiber. B. Bader Bibliography Lexikon der Ägyptologie. Bd. 3. Wiesbaden 1980, Sp. 145 – 148.
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