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Your search for 'dc_creator:( "B. Bader" ) OR dc_contributor:( "B. Bader" )' returned 205 results. Modify search

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Apellikon

(136 words)

Author(s): B. Bader
von Teos († ca. 84 v.Chr.), reicher griech. Büchersammler, Anhänger der Philosophie des Peripatos, ein unsteter und wankelmütiger Charakter; er dilettierte auch auf militärischem Gebiet. In Athen und anderen Städten entwendete er alte Dokumente aus Archiven; einer Bestrafung konnte er sich nur durch die Flucht aus Athen entziehen. In Skepsis (Kleinasien) erwarb er den Büchernachlaß des Aristoteles und des Theophrast, der dort lange Zeit verwahrlost und fast vergessen in einem Keller gelegen hatt…

Aristonym

(11 words)

Author(s): B. Bader
Siehe Pseudonym, das aus einem Adelsnamen besteht. B. Bader

Anagraphê

(62 words)

Author(s): B. Bader
Im Griech. άναуραφή Eintragung in ein Verzeichnis oder Register oder das Verzeichnis selbst; Ausdruck insbes. der Rechts- und Urkundensprache. A. kann auch ein Verzeichnis von Büchern oder Autoren (so in den Pinakes des Kallimachos) bezeichnen. B. Bader Bibliography Wolff, H. J.: Das Recht der griech. Papyri Ägyptens in der Zeit der Ptolemäer und des Prinzipats. Bd. 2. München 1978, S. 36–40.

Apokryph

(62 words)

Author(s): B. Bader
griech. ὰπóϰϱνφοϛ verborgen, unecht, nicht zum Gültigen und Anerkannten gehörend; Bezeichnung von Schriften unklarer Verfasserschaft. Der Begriff ist heute in der Bibliographienkunde nicht mehr gebräuchlich und wird vorwiegend mit Bezug auf die Apokryphen verwendet. B. Bader Bibliography Schneider, G.: Handbuch der Bibliographie. 4. Aufl. Leipzig 1930 (ND Stuttgart 1969), S. 458 Schneider, G.: Einführung in die Bibliographie. Leipzig 1936, S. 161–162.

Autographon (griech.)

(42 words)

Author(s): B. Bader
Bei literarischen Schriften der Antike: die eigenhändige Niederschrift des Autors, das Original, im Gegensatz zur Abschrift (Antigraphon und Apographon). Literarische Autographa sind uns in keinem Fall erhalten. Autograph B. Bader Bibliography Dziatzko, K.: A. In: Pauly-Wissowa. Halbbd. 4, Sp. 2596-2597.

Akzente

(649 words)

Author(s): B. Bader | G. Hatißon
Hilfszeichen in der Schrift, durch die das Lesen erleichtert und sichergestellt werden soll. In der griechischen Schrift entwickelt wurden die Zeichen Akut ('), Gravis (') und Zirkumflex (^). Diese wurden von den alexandrinischen Gelehrten des 3. Jh. v. Chr. (die Quellen nennen Aristophanes von Byzanz namendich) eingeführt. Im Altertum verwendete man sie aber nur gelegentlich und unsystematisch, wohl vor allem in schwierigen Dichtertexten; in nichtliterarischen Papyri fehlen sie fast vollständig…

Album

(70 words)

Author(s): B .Bader
In der Antike urspr. eine geweißte Tafel zum Anschreiben öffentlicher Bekanntmachungen. Dann Liste, Verzeichnis, Buch mit leeren Blättern für Aufzeichnungen; seit dem 17./18. Jh. Stammbuch, Gedenkbuch; seit dem 19. Jh. gedrucktes Buch, das vorwiegend aus einer Zusammenstellung von Bildern oder Gedichten besteht. B .Bader Bibliography Bogeng, G. A. E.: Einführung in die Bibliophilie. Leipzig 1931 Radke, G.: A. In: Der Kleine Pauly. Bd. 1. Stuttgart 1964, Sp. 235 f.

Augustus

(89 words)

Author(s): B. Bader
(63 v. Chr. –14 n. Chr.) der erste röm. Kaiser. Im Rahmen seiner Kulturpolitik, durch die er eine neue Epoche der röm. Kulturgeschichte heraüffuhrte, gründete er in Rom zwei öffentliche Bibliotheken: beim Apollo-Tempel auf dem Palatin (28 v. Chr. eingeweiht und endgültig 363 durch Brand zerstört) und wenige Jahre später im Porticus der Octavia auf dem Marsfeld. B. Bader Bibliography Wendel, C. / Göber, W. in: Handb. d. Bibliothekswiss. 2. Aufl. Bd. 3,1. Wiesbaden 1955, S. 119–121 Strocka, V. M.: Röm. Bibliotheken. In: Gymnasium 88, 1981, S. 307–309.

Apographon

(47 words)

Author(s): B. Bader
(griech.; lat. apographum): Abschrift, im Gegensatz zum Original (Autographon) und zur Doppelausfertigung ( Antigraphon). Das Wort ist antik in der lat. Lit. selten (Cicero, Plinius d. Ältere, Symmachus), in der griech. anscheinend überhaupt nicht belegt. B. Bader Bibliography Dziatzko, K. in: Pauly-Wissowa. Halbbd. 2, Sp. 2822/2823.

Athen

(232 words)

Author(s): B. Bader
1. Antike Bibliotheken. Die früheste Bibliothek in A., von der wir wissen, ist die des Peisistratos. Die erste inschriftlich bezeugte Bibliothek befand sich im Ptolemaion, einem im 3. Jh. v. Chr. gegründeten Gymnasion; nach Inschriften des 1. Jh. s v. Chr. wurde sie von den Epheben jährlich um 100 Buchrollen vermehrt. Um 100 n. Chr. stiftete T. Flavius Pantainos eine kleine Bibliothek, die erst durch die Ausgrabungen auf der Agora seit 1933 bekanntgeworden ist. Der Gebäudekomplex bestand aus einem …

Archinos

(90 words)

Author(s): B. Bader
athenischer Staatsmann (2. Hälfte 5. Jh. v. Chr.). Auf seinen Antrag hin, den er in einer eigenen Denkschrift begründete, wurde 403/2 v. Chr. im Rahmen der staatlichen Neuordnung Athens nach dem verlorenen Peloponnesischen Krieg das ionische Alphabet amtlich eingeführt. Dieses setzte sich daraufhin im Lauf des 4. Jh.s vollends im ganzen griechischen Raum gegen die lokalen Schriftsysteme durch; es ist das uns heute geläufige griechische Alphabet. B. Bader Bibliography Larfeld, W.: Griech. Epigraphik, 3. Aufl. München 1914, S. 263 Guarducci, M.: Epigrafia greca. Bd. 1. Roma 1…

Aristophanes von Byzanz

(136 words)

Author(s): B. Bader
(ca. 257–180 oder 270–193 v. Chr.) griech. Philologe, seit ca. 195 (oder 210) Leiter der Bibliothek von Alexandria. Die alexandrinische Philologie erreichte mit ihm ihren Höhepunkt. Seine kritischen Ausgaben älterer Dichter (Homer, Hesiod, Alkaios, Pindar u. a.) waren von großer Bedeutung für die weitere Überlieferungsgeschichte; dafür entwickelte er ein verbessertes System von Lesezeichen, Akzenten und verschiedenen kritischen Zeichen zur Markierung unechter oder irgendwie bemerkenswerter Verse…

Akrostichon

(188 words)

Author(s): B. Bader | G. Pflug
Bezeichnung für eine Dichtung, bei der die Anfangsbuchstaben (-silben), (-Wörter) der Verse oder Strophen, fortlaufend gelesen, ein Wort, einen Satz oder eine alphabetische Folge ergeben. Aus dem Orient kommend, fand es spätestens im 3. Jh. v. Chr. Eingang in die griech., im 2. Jh. v. Chr. in die röm. Literatur (Psalmen und Ennius). Das A. war im ganzen MA sowohl in der lat. (z.B. Walahfrid, Adso, Caesarius v. Heisterbach) wie in der volkssprachlich. Lit. (z.B. Otfrid v. Weißenburg, Gottfried v.…

Akademie

(2,971 words)

Author(s): B. Bader | H. Rosenfeld | H. M. Werhahn
1. Anfänge Als A bezeichnete man einen Tempelbezirk in der Nähe von Athen, benannt nach einem Ortsheros Akademos. Dort gründete Platon um 385 v. Chr. seine Philosophenschule, auf die der Name überging. Die Schule gab wahrscheinlich nach Platons Tod seine Schriften heraus und überwachte auch später ihre Überlieferung. Sie entwickelte sich weiter bis zu ihrer Auflösung durch Justinian im Jahre 529. Der Gedanke der platonischen A. wurde wieder aufgegriffen durch Alkuin im Kreis um Karl d. Gr., dann durch die «Accademia Platonica» um Marsilio Ficino im 15. Jh. in Florenz. Mit dem 16. Jh.…

Atrium Libertatis

(102 words)

Author(s): B. Bader
Großes öffentliches Gebäude in Rom, nördlich des Forum. Darin gründete der Politiker, Schriftsteller und Mäzen C. Asinius Pollio (76 v.Chr.—4/5 n. Chr.) zwischen 39 und 28 v. Chr. die erste öffentliche Bibliothek in Rom. Sie bestand aus einer griech. und einer lat. Abteilung und war u. a. mit Schriftstellerportraits prächtig ausgestattet. Vermutlich wurde das Gebäude beim Bau des Trajansforums abgebrochen und die Buchbestände in die dort neu errichtete Bibliothek überführt. B. Bader Bibliography Wendel, C. / Göber, W. in: Handb. d. Bibliothekswiss. 2. Aufl.Bd. 3, 1. Wies…

Apollonius von Tyrus

(162 words)

Author(s): B. Bader
Titel eines spätantiken Romans, der vermutlich im 3. Jh. in griech. Sprache geschrieben wurde. Sicher nachweisbar sind 2 christliche lat. Fassungen des 5-/6. Jh.s. Der Held muß vor einem ungerechten Tyrannen fliehen, besteht mannigfache Abenteuer zu Wasser und zu Land, findet schließlich seine Frau und seine Tochter wieder und wird König. Im MA und in der frühen Neuzeit war der Roman sehr beliebt und verbreitet, sowohl in lat. als auch in volkssprachlichen Fassungen. 15 Drucke des 15. Jh.s (eini…

Apagoge

(53 words)

Author(s): B. Bader
griech. ὰπαγѡγή Wegführung, in der Logik: indirekter Beweis durch deductio ad absurdum; auch Wahrscheinlichkeitsschluß in Form eines Syllogismus. In der Gelehrtenliteratur der Humanistenzeit wird A. gelegentlich als Titel verwendet. B. Bader Bibliography Aristotle's prior and posterior Analytics, a rev. Text with Introd. and Comm. by W. D. Ross. Oxford 1965, S. 489–490.

Apokryphen

(205 words)

Author(s): B. Bader
Jüdische und christliche Schriften des Altertums, die nicht zu den voll anerkannten biblischen Schriften gehören, ihnen aber in irgendeiner Weise (Inhalt, literarische Form) nahestehen. Man unterscheidet: 1. Alttestamentliche A.: in der evangelischen Theologie diejenigen Schriften, die über den jüdischen Kanon hinaus in die Septuaginta und die Vulgata aufgenommen wurden, z. B. Judith, Jesus Sirach, Makkabäer 1–2; die katholische Theologie bezeichnet diese als deuterokanonisch, die von der evange…

Apologie

(80 words)

Author(s): B. Bader
griech. ὰπολογία Verteidigung(sschrift), Rechtfertigung(sschrift). Ein frühes Beispiel ist die in Platons Fassung überlieferte Verteidigungsrede des Sokrates vor Gericht. In den frühchristlichen A. (beginnend mit den griech. Apologeten des 2. Jh.s) verteidigten und rechtfertigten christliche Autoren ihren Glauben (Beispiele: die 2 «Apologien» des Justinius, Mitte 2. Jh.; Tertullians «Apologeticum», 197 n. Chr.). Auch später wird der Begriff A. in Buchtiteln verwendet, bes. auf religiösem und weltanschaulichem Gebiet. B. Bader Bibliography Altaner, B. / Stuiber, A.: P…

Apostille

(48 words)

Author(s): B. Bader
(neulat., 15. Jh.; Genus und Endung schwanken), Nachschrift zu einem juristischen Dokument; einer Bittschrift beigefügter Bescheid; Randbemerkung. Heute nur noch juristischer Fachausdruck für die vereinfachte te Beglaubigung einer Urkunde. B. Bader Bibliography Bülow, A./Böckstiegel, K. H.: Der internationale Rechtsverkehr in Zivil- und Handelssachen. München 1981, Kap. 761–765.

Atticus, Titus Pomponius

(96 words)

Author(s): B. Bader
(110–32 v. Chr.), röm. Geschäftsmann, reicher und kultivierter Freund Ciceros. Zu seinen Geschäften gehörte auch die Vervielfältigung und Verbreitung von Handschriften (u. a. von Werken Ciceros) mit Hilfe seiner Privatbibliothek und eines Stabs von Schreibersklaven; mit ihm beginnt die für uns greifbare Geschichte des Buchhandels im alten Rom. Eine umfangreiche Sammlung von Briefen Ciceros an ihn ist erhalten. B. Bader Bibliography Feger, R.: Pomponius 102. In: Pauly-Wissowa. Suppl.-Bd. 8. Sp. 503–526 Cicero's Letters to Atticus, ed. by D. R. Shackleton Bailey. Cam…

Aelia Capitolina

(50 words)

Author(s): B. Bader
Römischer Name Jerusalems nach 135 n. Chr. Hier befand sich die früheste sicher bezeugte (Eusebius, hist. eccl. 6, 20) christliche Bibliothek, gegründet um 212 von Bischof Alexander. B. Bader Bibliography Wendel, C. I Göber, W. in: Handb. d. Bibliothekswiss. 2. Aufl. Bd. 3, I. Wiesbaden 1955, S. 59.

Antiochia

(42 words)

Author(s): B. Bader
in Syrien, Hauptstadt des antiken Seleukidenreichs. Unter König Antiochos dem Großen (223 – 181 v. Chr.) bestand dort eine öffentliche Bibliothek. B. Bader Bibliography Wendel, C. / Göber, W. in: Handb. d. Bibliothekswiss. 2. Aufl. Bd. 3,1. Wiesbaden 1955, S. 92.

Aristarch von Samothrake

(102 words)

Author(s): B. Bader
(ca. 216–144 v. Chr.), griech. Philologe und Bibliothekar, Leiter der Bibliothek von Alexandria, neben seinem Lehrer Aristophanes von Byzanz der größte der alexandrinischen Philologen. Er edierte und kommentierte ältere Dichter, besonders Homer sowie als erster auch Prosaiker, und baute das von Zenodot und Aristophanes begonnene System textkritischer Zeichen aus. Er hinterließ eine große Zahl von Schülern. Als Textkritiker und -erklärer genoß er in der Antike höchste Autorität; sein Name wurde in diesem Sinne fast sprichwörtlich. B. Bader Bibliography Pfeiffer, R.: A Histo…

Apollonios von Rhodos

(63 words)

Author(s): B. Bader
Griech. Dichter, Philologe und Bibliothekar des 3. Jh.s v. Chr. Er war in Alexandrien Schüler des Kallimachos und als Nachfolger Zenodots Leiter der Bibliothek, geriet aber in einen Streit mit Kallimachos (wohl wegen seines Epos «Argonautika») und zog sich zurück nach Rhodos; daher erhielt er den Beinamen «Rhodios». B. Bader Bibliography Herter, H.: A. In: Pauly-Wissowa. Suppl.-Bd. 13, Sp. 15–56.

Antigraphon

(66 words)

Author(s): B. Bader
In der Antike Abschrift einer Urkunde oder eines Briefs oder dem Original gleichwertige Doppelausfertigung (Duplikat); (handschriftliches) Exemplar eines literarischen Werks. Gegensatz: Autographon B. Bader Bibliography Dziatzko, K. in: Pauly-Wissowa. Halbbd. 2, Sp. 2424 Gardthausen, V.: Griech. Paläographie. 2. Aufl. Bd. 2. Leipzig 1913, S. 162, 425 – 7 Preisigke, F. / Kiessling, E.: Wörterbuch der griech. Papyrusurkunden. Bd. 4. Berlin 1944, Sp. 172 – 173.

Livia

(30 words)

Author(s): B. Bader
nach Plinius (nat. hist. 13,74) die zweitbeste Papyrussorte, benannt nach L., der Gemahlin des Kaisers Au-gustus B. Bader Bibliography Lewis, N.: Papyrus in classical Antiquity. Oxford 1974, S. 34—69

Duenos-Inschrift

(58 words)

Author(s): B. Bader
auf einem in Rom gefundenen Gefäß vermutlich des 4. Jh.sv. Chr.; eine linksläufige Inschrift, die zu den ältesten Dokumenten der lat. Sprache zählt; sie nennt einen gewissen Duenos als Verfertiger des Gefäßes. Duenos-Inschrift. 4. Jh. v. Chr. B. Bader Bibliography Corpus inscriptionum latinarum. 1. ed. 2. Berolini 1918, S.371 Radke, G.: Archaisches Latein. Darmstadt 1981, S. 79–93.

Schubart, Wilhelm

(100 words)

Author(s): B. Bader
* 21. 10. 1873 in Liegnitz, † 9.8.1960 in Halle (Saale), Papyrologe und Althistoriker, Mitarbeiter der 1. Aufl. dieses Lexikons; 1900–1937 Leiter der Berliner Papyrus-Slg., 1946–1952 Professor für Alte Gesch. an der Univ. Leipzig. Sein Werk «Das Buch bei den Griechen und Römern» (1907, 2. Aufl. 1921, 3. Aufl. 1962) war lange das dt.sprachige Standardwerk auf diesem Gebiet. B. Bader Bibliography Zucker, F.: W. S. In: Gnomon 33. 1961, S. 108–109 Schrot, G.: W. S. In: Bedeutende Gelehrte in Leipzig. Bd. 1. Leipzig 1965, S. 269–274 Radke, G.: W. S. In: Eikasmos 4. 1993, S. 341 bis 342.

Soloi

(62 words)

Author(s): B. Bader
antike Stadt auf Zypern. Dort gab es nach inschriftlicher Erwähnung in der Kaiserzeit ein Bibliophylákion (βιβλιoφυλάϰιον= Ort, wo Bücher aufbewahrt werden), womit wohl ein Archiv, nicht eine Bibl., gemeint ist. B. Bader Bibliography Mitford, T. B.: Notes on some published inscriptions from Roman Cyprus. In: Annual of the British School at Athens 42. 1947, S. 201–230, hier S. 204, Anm. 11.

Cista

(26 words)

Author(s): B. Bader
(lat.), ein oben offenes oder zu öffnendes Behältnis (Korb, Kasten, oder ähnliches), in dem u. a. Buchrollen stehend aufbewahrt werden konnten, Rollenkasten B. Bader

Ostia

(39 words)

Author(s): B. Bader
antike Hafenstadt an der Tibermündung. Dort gab es im 2. Jh. n. Chr. eine kaiserliche Bibl., wie die Grabinschrift eines Bibliothekars (Corpus inscriptionum Latinarum 14, 196) bezeugt. B. Bader Bibliography Meiggs, R.: Roman Ostia. Oxford 1960, S. 76.

Demetrios von Phaleron

(64 words)

Author(s): B. Bader
athenischer Staatsmann und Philosoph. Nach 307 v. Chr. ging er nach Agypten, wo er vermutlich an der Grfindung der Bibl. von Alexandria maßgeblich beteiligt war. B. Bader Bibliography Bayer E.: D. P. der Athener. Stuttgart 1942 Die Schule des Aristoteles. Hrsg. von M. Wehrli. H. 4. 2. Aufl. Basel 1968 Wehrli, M.: D. P. In: Pauly-Wissowa Suppl.Bd. 11, Sp. 514bis 522.

Textus receptus

(125 words)

Author(s): B. Bader
wird diejenige Textform des griech. NT genannt, die auf der Erstausg. des Erasmus von Rotterdam (1516) beruht. Der Verleger Elzevier bezeichnete sie im Vorwort zu seiner Ausg. von 1633 als «textum . . . ab omnibus receptum». Trotz der eklatanten Mängel des Erasmus-Textes hielt man bis ins 19. Jh. hinein am T. als dem allein gültigen Urtext fest, auch als immer mehr bessere Hss. mit überlegenen Textvarianten bekannt und veröff. wurden. Erst die philologische Textkritik des 19. Jh.s überwand den T. vollends. Der Ausdruck wird auch für die Standardform anderer alter Texte verwendet. B. Bad…

Cerata tabula

(227 words)

Author(s): B. Bader
(lat. Wachstafel). Neben Papyrus und Pergament der wichtigste Beschreibstoff der Antike. Ein viereckiges Holzbrettchen (auch Elfenbeintäfelchen kamen vor) wurde auf einer oder beiden Seiten so ausgehöhlt, daß ringsherum ein erhöhter Rand stehenblieb; die flache Vertiefung wurde mit Wachs gefüllt, in das man die Beschriftung mit einem Griffel (Stilus) einritzte; das andere Ende des Griffels war spatenförmig ausgebildet und diente zum Einebnen der Wachsschicht und damit zum Tilgen des Geschriebene…

Opisthograph

(230 words)

Author(s): B. Bader
Opisthograph (griech. omatoYQacpuv = «rückseitig beschreibew » , Bezeichnung rur einen beidseitig beschriebenen Papyrus. Die Papyrusrolle wurde üblicherweise nur auf der Innenseite beschriftet, die besser geschützt war und durch den waagrechten Verlauf der Fasern dem Schreibrohr weniger Widerstand bot. In zahlreichen Fällen aber hat man Rollen oder Blätter aus Sparsamkeit auch auf der Rück- (d. h. Außen-)Seite beschriftet. Manchmal setzt sich ein Text, nachdem die Vorderseite vollgeschrieben war, au…

Halikarnassos

(64 words)

Author(s): B. Bader
antike Hafenstadt in Südwest-Kleinasien. Nach einer Ehreninschrift für einen einheimischen Dichter von 127 n. Chr. gab es hier Bibl.en, in welche die Werke dieses Dichters aufgenommen werden sollten, «damit durch sie die Jugend ebenso erzogen wird wie durch die Schriften der Alten». B. Bader Bibliography Wendel, C. / Göber, W. in: Handbuch der Bibl.Wissenschaft. Bd. 3, 1. 2. Auf]. Wiesbaden 1955, S. 97.

Themistios

(38 words)

Author(s): B. Bader
(ca. 317–388) griech. Philosoph und Redner. Erhalten sind von ihm 33 Reden (weitere in syrischer Übers.) sowie Paraphrasen zu mehreren Schriften des Aristoteles. B. Bader Bibliography Themistios: Staatsreden. Übers. von H. Leppin und W. Port-mann. Stuttgart 1998

Messapische Schrift

(60 words)

Author(s): B. Bader
die Schrift des altitalischen Volkes der Messapier im äußersten Südosten der Halbinsel, wie sie in mehreren 100 Inschriften aus vorchristlicher Zeit überliefert ist. Sie stammt sicher vom Griech. ab, doch ist unklar, von welchem Zweig des Griechischen. B. Bader Bibliography Diringer D.: The alphabet. 3rd ed. London 1968. Vol. 1, S. 371—372, Vol. 2, S. 338 und 357

Opusculum

(49 words)

Author(s): B. Bader
Diminutiv zu Opus, bezeichnet ein lit. Werk von geringerem Gewicht als Opus, insbes. (aus Bescheidenheit) ein eigenes Werk. Der Plural erscheint neuzeitlich gelegentlich in Titeln von Zss. (z.B. Opuscula entomologica) und Aufsatzsammlungen. B. Bader Bibliography Thesaurus linguae Latinae. Bd. 9,2. Leipzig 1968 — 1981, Sp. 862 bis 863.

Serapeion

(53 words)

Author(s): B. Bader
die kleinere der beiden großen Bibl.en in Alexandria. Sie wurde von Ptolemaios II. oder III. im Tempelbezirk des Serapis gegr. und im Jahre 391 zerstört. B. Bader Bibliography Fraser, P. M.: Ptolemaic Alexandria. Vol. 1. Oxford 1972, S. 323 bis 324 Blanck, H.: Das Buch in der Antike. München 1992, S. 144–145

Neleus aus Skepsis (Kleinasien)

(96 words)

Author(s): B. Bader
Mitglied der von Aristoteles begründeten Philosophenschule des Peripatos. Theophrast, Schüler und Nachfolger des Aristoteles, vermachte dem N. seine Bibl, samt dem schriftlichen Nachlaß des Aristoteles. Die Erben des N. lagerten die Bücher in Skepsis in einem Keller, nachdem vielleicht ein Teil davon an König Ptolemaios Philadelphos für die Bibl, von Alexandria verkauft worden war. Die N.-Bibl. bildet eine wichtige und kritische Phase in der Uberliefe-rungsgesch. der aristotelischen Schriften. Apellikon B. Bader Bibliography Moraux, R.: Der Aristotelismus bei den Gri…

Delphische Verbindungstafeln

(95 words)

Author(s): B. Bader
Auf einer Inschrift aus Delphi vom Jahr 277/276 v. Chr., von der mehrere Bruchstücke gefunden worden sind, wird eine Vereinfachung der griech. Schrift vorgeführt. Die Vereinfachung besteht darin, daß Verbindungen von zwei Konsonanten sonanten (z.B. br, gl, mn) und vielleicht auch andere Buchstabenverbindungen durch je ein eigenes neues Zeichen ausgedrückt werden. Die neuen Zeichen sind auf schachbrettartigen Tafeln tabellarisch dargestellt. Von einer praktischen Verwendung dieses Systems, dessen…

Philodemos aus Gadara

(65 words)

Author(s): B. Bader
griech. Epigrammatiker und epikureischer Philosoph des I. Jh.s v. Chr. Er lebte vorwiegend in Campanien, u.a. in Herculaneum. Die dort ausgegrabene Bibl, besteht zu einem großen Teil aus philosophischen Schriften von ihm und war vielleicht seine persönliche Arbeitsbibliothek. B. Bader Bibliography Gigante, M.: La biblioteca di Filodemo. In: Cronache ercolanesi 15. 1985, S. 5 — 30 ders.: Filodemo in Italia. Firenze 1990.

Kalamos

(176 words)

Author(s): B. Bader
(griech. κάλαμος, lat. calamus) Schilfrohr, auch Bezeichnung der daraus angefertigten Schreibfeder, des üblichen antiken Geräts zur Beschriftung von Papyrus. In Altägypten diente als Schreibgerät eine Binse, die an einem Ende durch Kauen pinselartig zerfasert wurde. Die Griechen und Römer verwendeten seit etwa dem 3. Jh. v. Chr. das Schreibrohr, den eigentlichen K. Er wurde am Ende mit einem Messer zugespitzt und mit einem Spalt versehen und bei Bedarf mit Bimsstein geschärft. Zur Aufbewahrung di…

Claudius

(179 words)

Author(s): B. Bader
Zwei Staatsmänner aus dieser altrömischen Adelsfamilie spielen in der Geschichte des lat. Alphabets eine Rolle: 1. Appius C. Caecus (um 300 v. Chr.), der erste Römer, der aus den Quellen als deutlich profilierte Persönlichkeit erkennbar wird. Er schaffte den Buchstaben Z ab, dessen Stelle im Alphabet das G einnahm (Carvilius), und führte in gewissen Wörtern die Schreibung mit R statt mit S ein (z. B. in Valesius). Bibliography Leumann, M.: Lat. Laut– und Formenlehre. München 1977, S. 11 und 178 Crawford, M.: The Roman Republic. Cambridge, Massachusetts 1982, S. 49—51. 2. Titus C. Nero G…

Rom

(9,376 words)

Author(s): O. Mazal | A. Nuovo | M. Palumbo | B. Bader | S. Furlani †
1. Buchmalerei Buchkultur und Buchkunst haben in R. eine jahrhundertelange Tradition, die freilich Höhepunkte und Tiefpunkte, dunkle Jh. neben Perioden der Blüte kannte. Frühe Zeugnisse der Buchmalerei reichen in die Spätantike zurück; die Ablösung der Rolle durch den Cod. seit dem 3./4. Jh. bot der Buchmalerei neue Möglichkeiten. Etwas reicher fließt die Überlieferung der lat. epischen Dichtung. Eine bes. Stellung nehmen die Vergilhss. («Vergilius Vaticanus» und «Vergilius Romanus») ein (Vergil-A…

Normalzeile

(123 words)

Author(s): B. Bader
Die moderne papyrologische Forschung hat vermutet, daß in der Antike die Schreiber nach der Zahl der geschriebenen Zeilen entlohnt wurden (vgl. das Preisedikt Diokletians 7, 39 — 41) und daß für diesen Zweck eine Standard-Zeilenlänge als N. zugrundegelegt wurde, nämlich die Länge des epischen Hexameters. Die tatsächliche Zeilenlänge in den erhaltenen Papyri variiert stark. In lit. Prosatexten ist sie meist viel geringer (7 bis 22 Buchstaben), während andrerseits insbesondere bei Urkunden und Kom…

Philon, Herennios

(70 words)

Author(s): B. Bader
aus Byblos (Phönikien), um 50 bis 140 n. Chr. griech. Philologe. Unter seinen verlorenen Werken befand sich ein umfangreiches mit dem Titel «Über die Erwerbung und die Auswahl von Büchern», vermutlich eine Art bio-bibliographisches Handb. der Li-teraturgesch. in der Art der Pinakes. B. Bader Bibliography Pauly-Wissowa Halbbd. 15. 1912, Sp. 653-654 Herennius Philo: De diversis verborum significationibus, testo critico a cura di V. Palmieri. Napoli 1988, S. 39-40.

Rollenkasten. B

(137 words)

Author(s): B. Bader
uchrollen (Rolle) wurden in der Antike, wenn man sie nicht in Regalen oder Schränken stapelte, in kasten oder truhenförmigen Behältnissen aufbewahrt (meistens zu mehreren), bes. zum Zweck des Transports. Solche Behälter sind uns durch zahlreiche bildliche Darstellungen bekannt. Griech.hießen sie κιβωτός (kibotós), κιβώτιον (kibótion), κίστη (kíste) oder τεũχος (teûchos). Bei den Römern nahmen sie meist eine zylindrische Gestalt an (capsa oder scrinium) und begegnen in dieser Form häufig bei Statuen, wobei sie neben den Füßen auf dem Boden…
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