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Piaggio, Antonio

(99 words)

Author(s): B. Bader
* 1713 in Genua, ✝ 1796 in Neapel, Piaristen-Pater, Bibliothekar an der Biblioteca Vaticana; er wurde 1753 nach Neapel berufen, um die verkohlten Papyrusrollen von Herculaneum zu entrollen. Mit einem eigens dafür konstruierten Apparat entwickelte er eine Methode, die sich allen anderen Verfahren als überlegen erwies und erst seit den 1960er Jahren durch moderne Methoden überholt bzw. wesentlich weiterentwikkelt worden ist. B. Bader Bibliography Gallo, I.: Avviamento alla papirologia grecolatina. Napoli 1983, S. 59–60 Capasso, M.: Storia fotografica dell'officina dei pa…

Pergamentrolle

(128 words)

Author(s): B. Bader
Mit der Ablösung der Buchrolle durch den Codex (1. — 4. Jh. n. Chr.) begann auch die allmahliche Zuriickdrangung des Papyrus durch den kon-kurrierenden Beschreibstoff Z Pergament. Doch ver-wendete man auch danach noch, z. T. bis in unsere Zeit, in manchen Bereichen die E, so fur Urkunden, Perso-nenverz., liturgische Texte (auch jiidische), kurze lit. Texte. Die Zeilen laufen dabei im allg. parallel zur Schmalseite (anders z.T. in hebraischen P.n). Pergamentrolle. Das Buch Esther, hebräische Pergamentrolle. 1 .5.Jh. UB Gießen, Handschrift 654. Pergamentunziale. Romische Unzi…

Atticus, Titus Pomponius

(96 words)

Author(s): B. Bader
(110–32 v. Chr.), röm. Geschäftsmann, reicher und kultivierter Freund Ciceros. Zu seinen Geschäften gehörte auch die Vervielfältigung und Verbreitung von Handschriften (u. a. von Werken Ciceros) mit Hilfe seiner Privatbibliothek und eines Stabs von Schreibersklaven; mit ihm beginnt die für uns greifbare Geschichte des Buchhandels im alten Rom. Eine umfangreiche Sammlung von Briefen Ciceros an ihn ist erhalten. B. Bader Bibliography Feger, R.: Pomponius 102. In: Pauly-Wissowa. Suppl.-Bd. 8. Sp. 503–526 Cicero's Letters to Atticus, ed. by D. R. Shackleton Bailey. Cam…

Carmina figurata

(302 words)

Author(s): B. Bader
(lat. = Figurengedichte). Gedichte, deren Schriftbild im Umriß bestimmte Gegenstände nachahmt oder in deren Schriftbild Buchstaben so hervorgehoben sind, daß sie bestimmte Figuren (z. B. ein Christusmonogramm) bilden und, für sich gelesen, neue sinnvolle Texte ergeben. Die ältesten C. f. stammen von griech. Dichtern des 3. Jh.s v. Chr., z.B. komponierte Theokrit ein Gedicht in der Gestalt einer Syrinx (Hirtenflöte), Simias von Rhodos in der Gestalt eines Beils. Zu besonderer Meisterschaft bracht…

Pergamon

(324 words)

Author(s): B. Bader
antike Stadt im nordwestlichen Kleinasien, eines der kulturellen Hauptzentren des Hellenismus, bis 133 v. Chr. Hauptstadt eines Königreichs unter der Dynastie der Attaliden. Diese gründeten hier Ende des 3. oder Anfang des 2. Jh.s eine Bibl., die zur bedeutendsten ihrer Zeit nach Alexandria wurde. Bes. König Eumenes II. (197 — 159) förderte sie energisch durch Beschaffung von Büchern (teilweise in Konkurrenz zu den gleichgerichteten Bestrebungen in Alexandria). Wie die alexandrinische war sie in…

Notitia Dignitatum

(75 words)

Author(s): B. Bader
(lat. für Verz. der Ämter), eine Art Staatshandb. des spatröm. Reichs, mit Bildern, entstanden 425 / 430; es verzeichnet die hohen zivilen und militärischen Ämter und gibt Aufschluß über die Gliederung des Reichs und der Armee. B. Bader Bibliography Ward, J. H.: The N.D. In: Latomus 33. 1974, S. 397—434 Lippold, A. in: Der kleine Pauly. Bd. 4. München 1975, Sp. 166 bis 168 Pabst, A. in: Lex. d.MA. Bd. 6, Sp. 1286—1287.

Aelia Capitolina

(50 words)

Author(s): B. Bader
Römischer Name Jerusalems nach 135 n. Chr. Hier befand sich die früheste sicher bezeugte (Eusebius, hist. eccl. 6, 20) christliche Bibliothek, gegründet um 212 von Bischof Alexander. B. Bader Bibliography Wendel, C. I Göber, W. in: Handb. d. Bibliothekswiss. 2. Aufl. Bd. 3, I. Wiesbaden 1955, S. 59.

Memphis

(83 words)

Author(s): B. Bader
eine der Hauptstädte Altägyptens, bedeutender Fundort von Papyri schon in der Frühzeit der Papyrologie Anfang und Mitte des 19. Jh.s (u.a. umfangreiche Urkundenfunde ptolemäischer Zeit im Serapisheiligtum, heute verstreut; Bruchstück eines Bibliothekskat. aus dem 3.Jh. n. Chr., heute in St. Petersburg). B. Bader Bibliography Mitteis, L. / Wilcken, U.: Grundzüge und Chrestomathie der Papyruskunde. Bd. 1,2. Leipzig 1912, S. 182—184 Urkunden der Ptolemäerzeit. Hrsg, von U. Wilcken. 2 Bde. Berlin 1927 bis 1957 Preisendanz, K.: Papyrusfunde und Papyrusforschungen. Leipzig …

Antiochia

(42 words)

Author(s): B. Bader
in Syrien, Hauptstadt des antiken Seleukidenreichs. Unter König Antiochos dem Großen (223 – 181 v. Chr.) bestand dort eine öffentliche Bibliothek. B. Bader Bibliography Wendel, C. / Göber, W. in: Handb. d. Bibliothekswiss. 2. Aufl. Bd. 3,1. Wiesbaden 1955, S. 92.

Saitica

(26 words)

Author(s): B. Bader
bei Plinius und Isidor eine Papyrussorte minderer Qualität, benannt nach der Stadt Sais im Nildelta, wo die Papyruspflanze bes. reichlich vorkam. AmphitheatricaLivia B. Bader

Epidauros

(36 words)

Author(s): B. Bader
besaß im Asklepios-Heiligtum eine Bibl., deren Weihinschrift (ca. 2. Jh. n. Chr.) fragmentarisch erhalten ist. B. Bader Bibliography Thompson, L. S. in: Encyclopedia of Library and Information Science. Bd. 26. New York/Basel 1979. S. 5.

Hederae distinguentes

(75 words)

Author(s): B. Bader
(lat. für trennende Efeublätter; der Ausdruck ist antik bezeugt CIL 8, 6982), stilisierte Efeublätter, die in antiken Inschriften seit dem i.Jh. v. Chr. als Worttrennungszeichen begegnen. Sie sind wohl als ornamentale Weiterbildung der üblichen dreiecksförmigen Punkte zu verstehen. Hederae distinguentes. Abb. (Ausschnitt) aus: Exempla scripturae epigraphicae Latinae. Hrsg. v. A. Hübner. Berlin 1885. B. Bader Bibliography Hommel, H. in: Zs. für Papyrologie und Epigraphik 5. 1970, S. 300–303 und 6. 1970, S. 287.

Parenthese

(90 words)

Author(s): B. Bader
(griech. παρέυϑεστζ = «Daneben–HineinSetzen»), grammatikalisch selbständiger, unverbundener Einschub in einem Satz, der den Zusammenhang des Satzes unterbricht, ohne sein syntaktisches Gefüge zu verändern. Die P. wird zur graphischen Kennzeichnung in runde Klammern, Gedankenstriche oder andere Zeichen eingeschlossen. Die Klammern, die ebenfalls als P. bezeichnet werden können, begegnen in Hss. anscheinend erst im 15. Jh.; in Ink. sind sie geläufig. B. Bader Bibliography Schwyzer, E.: Die P. im engern und weitern Sinn. Berlin 1939 Schulz, H. / Basler, O.: Dt. Fremdwb. Bd.…

Plagula

(31 words)

Author(s): B. Bader
bei Plinius in der Beschreibung der Papyrusfabrikation (hist. nat. 13,77) Bezeichnung des einzelnen Papyrusblatts. Durch Aneinanderkleben mehrerer plagu-lae entstand die Papyrusrolle. B. Bader Bibliography Pauly-Wissowa Halbbd. 40. 1950, Sp. 2006.

Diple

(65 words)

Author(s): B. Bader
(διπλή «die Doppelten) eines der von Aristarch eingeführten kritischen Zeichen in Ausg. lit. Texte, mit der Form >. Es diente zur Markierung einer irgendwie bemerkenswerten Stelle, die in einem separaten Kommentar erklärt wurde; daneben scheint es auch speziellere Funktionen gehabt zu haben. B. Bader Bibliography Gudeman, A.: Kritische Zeichen. In: Pauly-Wissowa Bd. 11, Sp. 1918–1920 Turner, E. G.: Greek Papyri. Princeton 1968, S. 112–118.

Orphische Schriften

(84 words)

Author(s): B. Bader
seit dem 6.Jh. v. Chr. entstandene Dichtungen, die von den sektenartig organisierten Anhängern des mythischen Sängers Orpheus als heilig verehrt und z. T dem Orpheus selbst zugeschrieben wurden. Die frühen O. S. haben meist Götter- und Weltentstehungsmythen zum Inhalt. Bis in die Spätantike wuchs der Bestand immer weiter an. Orpheus, Druckschrift von Walter Tiemann. B. Bader Bibliography Orphicorum Fragmenta collegit O. Kern. Berlin 1922 Orpheus. Übertragen und erl. von J. O. Plassmann. Köln 1982 West, M. L.: The Orphic Poems. Oxford 1983.

Aristarch von Samothrake

(102 words)

Author(s): B. Bader
(ca. 216–144 v. Chr.), griech. Philologe und Bibliothekar, Leiter der Bibliothek von Alexandria, neben seinem Lehrer Aristophanes von Byzanz der größte der alexandrinischen Philologen. Er edierte und kommentierte ältere Dichter, besonders Homer sowie als erster auch Prosaiker, und baute das von Zenodot und Aristophanes begonnene System textkritischer Zeichen aus. Er hinterließ eine große Zahl von Schülern. Als Textkritiker und -erklärer genoß er in der Antike höchste Autorität; sein Name wurde in diesem Sinne fast sprichwörtlich. B. Bader Bibliography Pfeiffer, R.: A Histo…

Diaskeuastes

(67 words)

Author(s): B. Bader
(griech. διασϰευατής = «Ordner») Im griech. Altertum: 1. Korrektor, der das von einem Schreiber geschriebene Buch durchkorrigierte. 2. Kritischer Bearb. eines Textes, Philologe. In der antiken Philologie wurde der Begriff oft polemisch verwendet, indem man einem D. Entstellung des Textes vorwarf und damit eigene Änderungsvorschläge zu rechtfertigen suchte. B. Bader Bibliography Lehrs, K.: De Aristarchi studiis Homericis. 3. Aufl. Leipzig 1882 (ND Hildesheim 1964), S. 330.

Mommsen, Theodor

(82 words)

Author(s): B. Bader
30. 11. 1817 in Garding, 1. 11. 1903 in Charlottenburg, der bedeutendste Altertumswissenschaftler seiner Zeit, bahnbrechend auch als Wissenschaftsorganisator. Zu den Großprojekten, an deren Begründung und erfolgreicher Entwicklung er entscheidend beteiligt war, gehört das «Corpus Inscriptionum La–tinarum». Für seine «Rom. Gesch.» (3 Bde., 1854—1856; Bd. 5, 1885) erhielt er 1902 den Literaturnobelpreis. B. Bader Bibliography Wickert, L.: T.M. 4 Bde. Frankfurt a.M. 1959—1980 Classical Scholarship. Ed. by W. W. Briggs and W. M. Calder III. New York/London 1990, S. 285—309.

Eumenes II

(70 words)

Author(s): B. Bader
König von Pergamon (197–159 v. Chr.), Erbauer der dortigen Bibl., deren Bücherslg. wohl schon von seinem Vater Attalos I. (241–197 v. Chr.) begründet worden war. Der in antiken Berichten erwähnte bibliothekarische Sammeleifer der pergamenischen Könige (Aristoteles) zeichnete gewiß auch ihn aus. Aristophanes von Byzanz wollte zu ihm fliehen, wurde aber gewaltsam in Alexandria zurückgehalten. B. Bader Bibliography Hansen, E. V.: The Attalids of Pergamon. 2nd ed. Ithaca 1971.

Sueton (C. Suetonius Tranquillus)

(43 words)

Author(s): B. Bader
röm. Historiker (ca. 70–130 n. Chr.). Zu den hochrangigen Ämtern, die er unter den Kaisern Trajan und Hadrian bekleidete, gehörte auch das des Procurator bibliothecarum. B. Bader Bibliography Blank, H.: Das Buch in der Antike. München 1992, S. 220.

Szenarium (auch -ario oder ar, ital. scenario)

(144 words)

Author(s): B. Bader
Ausdruck der Theatersprache: in der Commedia dell’arte und im Stegreifspiel eine Skizze des Handlungsablaufs und der Szenenfolge, die den Schauspielern als Anhaltspunkte für ihre Improvisationen diente; seit dem 19. Jh. der Übersichtsplan insbes. für den Inspizienten, in dem die Einzelheiten der technischen Realisierung einer Aufführung festgehalten sind: Szenenfolge, Auftritte und Abgänge, Dekorationen, Versatzstücke, Möbel und Requisiten, Geräusche, Musik, Beleuchtung, Spezialeffekte, Vor-hang-, Applaus- und Pausenordnung. Bei kulturellen Aktivitäten ist S…

Dekade

(55 words)

Author(s): B. Bader
(griech. «Zehnereinheit»). Die D. begegnet als Gliederungsprinzip vielteiliger lit. Werke; Beispiele: das Geschichtswerk des Livius, dessen 142 Bücher man seit der Spätantike in D.n einzuteilen pflegt; Boccaccios «Decamerone»; R. Edens «The Decades of the Newe World» (1555); K. Stielers «Die geharnschte Venus» (1660). B. Bader Bibliography Luce, T. J.: Livy. Princeton 1977, S. 5f.

Mouseion

(70 words)

Author(s): B. Bader
(griech Moυσεινo, lat. museum), urspr. Stätte, an der Musen verehrt werden. Entsprechend dem Charakter der Musen war das M. oft zugleich Stätte der Bildung und Wissenschaft bzw. verband sich mit einer solchen Stätte, wie z.B. in der Akademie Platons. Am bekanntesten war das M. in Alexandria, das bedeutendste Wissenschaftszentrum des Hellenismus, das die größte Bibl, der Antike beherbergte. B. Bader Bibliography Pauly–Wissowa Bd. 16, 1, Sp. 797 – 821.

Schreibersklave

(69 words)

Author(s): B. Bader
Die Buchproduktion durch manuelles Abschreiben war in der Antike Aufgabe von Sklaven. Vor allem an den großen Bibl.en müssen zur Bestandserhaltung und -vermehrung große Scharen von S.n tätig gewesen sein. Einige Bibl.sklaven des 1. Jh.s n. Chr. sind uns durch Grabinschriften bekannt. B. Bader Bibliography Fehrle, R.: Das Bibl.wesen im alten Rom. Freiburg, Breisgau 1986, S. 71–88 Blanck, H.: Das Buch in der Antike. München 1992, S. 219–222

Griechischer Kalender

(170 words)

Author(s): B. Bader
Das Sonnenjahr (365¼ Tage) ist mit den Mondmonaten (29½ Tage) zeitlich nicht zur Deckung zu bringen; die Summe von 12 Monaten ist um ca. 11 Tage zu kurz. Die alten Griechen versuchten einen Ausgleich durch periodische Einschaltung eines 13. Monats. Im 7./6. Jh. v. Chr. setzte sich ein achtjähriger Schaltzyklus mit 5 Jahren zu 12 Monaten und 3 Schaltjahren zu 13 Monaten durch. Mit ihm hängt die Zeiteinheit der Olympiade (4 Jahre) zusammen. Da er um 1½ age zu lang war, arbeiteten die Astronomen we…

Nysa

(96 words)

Author(s): B. Bader
antike Stadt in Karien (Kleinasien). Eine kaiserzeitliche Bibl, ist dort archäologisch festgestellt worden, aber noch nicht ausgegraben. Sie folgt dem röm. Bautyp: Ein Saal enthält Wandnischen in zwei oder drei Reihen übereinander zur Aufnahme von Bücherschränken. Offen bleibt, ob diese Bibl. identisch ist mit dem «Archiv» in N., das Julius Africanus im 3.Jh. n. Chr. erwähnt. B. Bader Bibliography Wendel, C. / Göber, W. in: Handb. d. Bibliothekswissenschaft. Bd. 3,1. 2. Aufl. Wiesbaden 1955, S. 97–98 Bean, G. E.: Turkey beyond the Maeander. London 1971, S. 215–216 (dt. St…

Diogenianos

(57 words)

Author(s): B. Bader
von Herakleia, griech. Philologe (1. Hälfte des 2. Jh.s n. Chr.). Sein Hauptwerk war ein griech. Wb. in funf Büchern, das sich groBer Beliebtheit erfreute und noch im 12. Jh. zitiert wurde. B. Bader Bibliography Cohn, L.: D. In: Pauly-Wissowa Bd. 5, Sp. 778–783 Hesychii Alexandrini Lexicon rec. K. Latte. Vol. 1. Kopenhagen 1953, S. XLII-XLIV.

Tabellarius (von lat. tabula, Tafel, Schrift)

(104 words)

Author(s): B. Bader
Im antiken Rom der Briefbote, ein Sklave oder Freigelassener, der einen Brief vom Absender zum Adressaten transportierte. Cicero erwähnt häufig «tabellarii», die seine Briefe und die seiner Korrespondenten beförderten. In der Kaiserzeit gab es ein Kollegium von «tabellarii» im Rahmen des von Augustus fest eingerichteten Postwesens, das aber nicht jedermann zur Verfügung stand, sondern dem Verkehr zwischen der kaiserlichen Zentralgewalt und den Provinzen diente. Tabellensatz in Blei-Handsatz. Unten ist das Blindmaterial mitgedruckt. B. Bader Bibliography Ausbüttel, F. M.:…

Livius, Titus

(182 words)

Author(s): B. Bader
röm. Historiker (59 v. Chr. —17 n. Chr.). Seine 142 Bücher ab urbe condita, eine Gesch. Roms von den Anfängen bis 9 v. Chr., wurden zur maßgeblichen Darstellung dieser Zeit bis weit in die Neuzeit hinein. Das Riesenwerk ließ sich nicht ungeschmälert überliefern: Schon in der Antike entstanden Auszüge und Inhaltsangaben, und die meisten Bücher sind verlorengegangen. Die Bücher 1—10 und 21—40 sind abschnittsweise in mehreren antiken und über IOO ma. Hss. erhalten; sie wurden zum ersten Mal 1469 be…

Tibur

(66 words)

Author(s): B. Bader
antike Stadt nahe Rom, heute Tivoli. Dort sind zwei Bibl.en bezeugt: 1. lit. bei Gellius eine Bibl. im Tempel des Hercules Victor; 2. archäologisch eine Privatbibl. des Kaisers Hadrian in seiner «Villa»; sie folgte dem repräsentativen stadtröm. Bautyp und ist im Museo della Civiltà Romana in Rom rekonstruiert worden. B. Bader Bibliography Blanck, H.: Das Buch in der Antike. München 1992, S. 168, 201–205, 216.

Regia

(38 words)

Author(s): B. Bader
(charta), lat. fur «königlich», bei Catull 22,6 Bezeichnung einer bes. hochwertigen Sorte des Papyrus. Ob es sich wirklich um einen terminus technicus oder eher um eine allg. Bezeichnung für «Spitzenqualität» handelt, ist unklar. AugustaFanniana B. Bader

Folium

(72 words)

Author(s): B. Bader
(lat. Blatt), und zwar zunächst Bl. eines Baumes oder einer Pflanze. Die in der Handschriftenkunde geläufige Bedeutung «BL eines Buches», die mit der Codex-Form zusammenhängt, ist einmal unsicher bei Sueton (Frg. 135,6 = Isidor 6,12 ) und dann von ca. 400 an belegt. Im Vulgär- und Mittellatein begegnet auch die weibliche Form «folia», wovon franz. «feuille» stammt. B. Bader Bibliography Lehmann, P.: Erforschung des MA. Bd. 3. Stuttgart 1960. S. 1–59.

Libellus

(82 words)

Author(s): B. Bader
Deminutiv zu Liber. 1. Buchrolle oder lit. Werk geringen Umfangs; Gedicht(buch); Schmäh- oder Streitschrift; auch synonym zu Liber. 2. Kurzes Schriftstück jeglicher Art, z. B. Brief, amtliche Eingabe. B. Bader Bibliography Birt, T.: Das antike Buchwesen in seinem Verhältnis zur Lit. Berlin 1882 (ND Aalen 1974), S. 22—24 Medicus, D. in: Der kleine Pauly. Bd. 3. Stuttgart 1969, Sp. 618—620 Thesaurus Linguae Latinae. Vol. 7, 2, 2. Leipzig 1970—1979, Sp. 1262—1270 Weimar, P. in: Lex. des MA Bd. 5. Sp. 1938—1939

Diphthera

(201 words)

Author(s): B. Bader
(διφϑέϱα = präparierte Tierhaut) Leder, insbesondere als Beschreibstoff; Buch, Schriftstück (meist im Plural -rai), mit dem Beigeschmack des ehrwürdigen Alters, da Leder besonders in früher Zeit als Beschreibstoff diente. So fand der griech. Historiker Ktesias um 400 v. Chr. am persischen Königshof «königliche D.i» mit historischen Aufzeichnungen vor, die er als Quelle benützte (Diodor 2,32); Euripides erwahnt D.i, auf denen in Delphi Orakelsprüche aufgeschrieben wurden (Frg. 627 N.). Sprichwört…

Apollonios von Rhodos

(63 words)

Author(s): B. Bader
Griech. Dichter, Philologe und Bibliothekar des 3. Jh.s v. Chr. Er war in Alexandrien Schüler des Kallimachos und als Nachfolger Zenodots Leiter der Bibliothek, geriet aber in einen Streit mit Kallimachos (wohl wegen seines Epos «Argonautika») und zog sich zurück nach Rhodos; daher erhielt er den Beinamen «Rhodios». B. Bader Bibliography Herter, H.: A. In: Pauly-Wissowa. Suppl.-Bd. 13, Sp. 15–56.

Narthex Ilias

(79 words)

Author(s): B. Bader
von griech. νάϬΰηέ= Kästchen oder Kasten zur Aufbewahrung von Salben, Medikamenten u.ä. Alexander der Große führte auf seinen Feldzügen eine von seinem Lehrer Aristoteles revidierte Ausg. der Ilias mit. Als er unter persischen Schätzen einen bes. kostbaren Narthex erbeutete, bestimmte er ihn zur Aufbewahrung seiner Ilias, die deshalb «die Ilias aus dem Narthex» gen. wurde. (Strabo 13.1.27; Plutarch, Alex. 8,2. 26,1.2; Plinius d.Ä. 7,108). B. Bader Bibliography Fox, R. L.: Alexander der Große. Düsseldorf 1974, S. 76.

Kylistos

(44 words)

Author(s): B. Bader
(Κυλιστός, verwandt mit Kylindros) im hellenistischen Ägypten Fachausdruck des Postwesens: ein größeres Schriftstück (oder ein Konvolut von Schriftstücken?), das zum Zweck des Transports zusammengerollt war. B. Bader Bibliography Preisigke, F.: Die ptolemäische Staatspost. In: Klio 7. 1907, S. 241—277, hier S. 263 f.

Ritschl, Friedrich

(156 words)

Author(s): B. Bader
* 6.4.1806 in GroߗVargula bei Erfurt, 9. 11.1876 in Leipzig, klassischer Philologe und Bibliothekar. R. war 1839–1865 Professor in Bonn, seit 1854 zugleich Leiter der UB Bonn, danach Professor in Leipzig. Weniger durch zukunftsweisende Neuerungen als mit Tatkraft, Pragmatismus und organisatorischem Geschick erreichte er an der UB Bonn grundlegende Verbesserungen im Sinne einer modernen wiss. Gebrauchsbibliothek. Aus den Reihen der zahlreichen von ihm beschäftigten Hilfskräfte gingen einige bede…

Pamphilos von Caesarea

(61 words)

Author(s): B. Bader
(309/310 als Märtyrer), Presbyter, Lehrer des Eusebios, Neuschöpfer der von Origenes gegr. Bibl. von Caesarea. B. Bader Bibliography Wendel, C. / Göber, W. in: Handb. der Bibliothekswissenschaft. Bd. 3,1. 2. Aufl. Wiesbaden 1959, S. 131 — 132 Cavallo, G. in: Le biblioteche nel mondo antico e medievale, a cura di G. Cavallo. Bari 1988, S. 65 — 78.

Tabula (lat.)

(188 words)

Author(s): B. Bader
Brett, Tafel oder Platte aus Holz; üblicher Ausdruck für die als Schriftträger dienende Holztafel, einen der gebräuchlichsten Beschreibstoffe der Antike (Schreibtafel). Manchmal mit weißer Farbe überzogen, oft mit einer Wachsschicht versehen (Cerata tabula), diente die T. für Aufzeichnungen jeder Art, z. B. für Schulübungen, Briefe (Brieftafel), Entwürfe zu lit. Werken. Speziell kann T. eine Tafel für öffentliche Bekanntmachungen (Album), einen «Stimmzettel» bei Wahlen sowie (meistens im Plural)…

Antigraphon

(66 words)

Author(s): B. Bader
In der Antike Abschrift einer Urkunde oder eines Briefs oder dem Original gleichwertige Doppelausfertigung (Duplikat); (handschriftliches) Exemplar eines literarischen Werks. Gegensatz: Autographon B. Bader Bibliography Dziatzko, K. in: Pauly-Wissowa. Halbbd. 2, Sp. 2424 Gardthausen, V.: Griech. Paläographie. 2. Aufl. Bd. 2. Leipzig 1913, S. 162, 425 – 7 Preisigke, F. / Kiessling, E.: Wörterbuch der griech. Papyrusurkunden. Bd. 4. Berlin 1944, Sp. 172 – 173.

Serenus Sammonicus

(48 words)

Author(s): B. Bader
† 212, röm. Schriftsteller. Er soll eine Bibl. von nicht weniger als 62 Tsd. Buchrollen besessen haben, die sein Sohn seinem Schüler, dem späteren Kaiser Gordian II. (238), vermachte (Script. Hist. Aug., Gord. 18,2). B. Bader Bibliography Der Kleine Pauly. Bd. 5. München 1975, Sp. 133

Exzerpt

(113 words)

Author(s): B. Bader
(lat. excerptum «Herausgepflücktes»), Stellen (z. B. Zitate, Kapitel), die aus einem oder mehreren größeren schriftlichen Werken ausgewählt worden sind, um als Zitate- oder Materialzusammenstellung für die verschiedensten Zwecke (z. B. Quellenslg., lit. Blütenlese, Schulbuch) zu dienen und das für den Auswählenden oder sein Publikum Relevante bequem und übersichtlich verfügbar zu machen. Schon in der Antike waren solche Slg. überaus beliebt und verbreitet. In neuerer Zeit wird E. auch allgemeine…

Akzente

(649 words)

Author(s): B. Bader | G. Hatißon
Hilfszeichen in der Schrift, durch die das Lesen erleichtert und sichergestellt werden soll. In der griechischen Schrift entwickelt wurden die Zeichen Akut ('), Gravis (') und Zirkumflex (^). Diese wurden von den alexandrinischen Gelehrten des 3. Jh. v. Chr. (die Quellen nennen Aristophanes von Byzanz namendich) eingeführt. Im Altertum verwendete man sie aber nur gelegentlich und unsystematisch, wohl vor allem in schwierigen Dichtertexten; in nichtliterarischen Papyri fehlen sie fast vollständig…

Sphragis

(212 words)

Author(s): B. Bader | G. Pflug
(griech. σ ραγι´ς = «Siegel»), in antiker Dichtung Selbstvorstellung des Autors im Anfangs- oder Schlußteil eines Gedichts oder Gedichtbuchs. Wie eine Stelle bei Theognis von Megara aus dem 7./6. Jh. v. Chr. (22) zeigt, liegt in der S. auch ein erster Ansatz zur urheberrechtlichen Sicherung vor («Den von mir verfaßten Aussprüchen drücke ich mein Siegel auf. Keiner entwende sie mir, keiner verändere sie zum Schlechteren»). Auch in den späteren Jh. begegnen Selbstdarstellungen, so z. B. bei Gregor von Nazianz im 4. Jh., König Chilperich und Diogenes von Amiens …

Akrostichon

(188 words)

Author(s): B. Bader | G. Pflug
Bezeichnung für eine Dichtung, bei der die Anfangsbuchstaben (-silben), (-Wörter) der Verse oder Strophen, fortlaufend gelesen, ein Wort, einen Satz oder eine alphabetische Folge ergeben. Aus dem Orient kommend, fand es spätestens im 3. Jh. v. Chr. Eingang in die griech., im 2. Jh. v. Chr. in die röm. Literatur (Psalmen und Ennius). Das A. war im ganzen MA sowohl in der lat. (z.B. Walahfrid, Adso, Caesarius v. Heisterbach) wie in der volkssprachlich. Lit. (z.B. Otfrid v. Weißenburg, Gottfried v.…

Briefsammlungen

(526 words)

Author(s): B. Bader | W. Milde
1. Im Altertum. Schon früh wurden Briefe berühmter Personen wie lit. Werke gesammelt und veröffentlicht, z.T. von den Verf. selbst. So entstanden B. von Platon, Aristoteles, Demosthenes, Isokrates u. a. In sie sind aber auch gefälschte Briefe geraten, und die Unterscheidung von echten und gefälschten Briefen (z. B. Platons) zählt zu den umstrittensten Fragen in der Klassischen Philologie. Daneben sind B. historischer Personen komplett fingiert worden, z. B. der angebliche Briefwechsel zwischen Paul…

Sulla, Lucius Cornelius

(133 words)

Author(s): B. Bader | G. Pflug
(ca. 138–79 v. Chr.), röm. Feldherr und Staatsmann. Er eignete sich bei der Erobe-rung von Athen 86 v. Chr. die Bücherslg. des Apellikon von Teos an, die u. a. die Bibl. des Aristoteles und des Theophrast enthielt. Er brachte sie auf seinen Landsitz nach Cumae. Dort wurde sie von dem Grammatiker Tyrannion und dem Peripatetiker Andronikos von Rhodos katalogisiert. Sie bildete die erste Privatbibl. eines römischen Bürgers und wurde von Cicero gerühmt. Nach seinem Tod erbte sie sein Sohn Faustus, der sie zur Begleichung seiner Schulden veräußerte. B. Bader G. Pflug Bibliography Moraux, P.:…

Kapitel

(231 words)

Author(s): B. Bader | R . Busch
von lat. capitulum «Kopf» (Diminutiv zu caput), das in der heute üblichen Bedeutung «Abschnitt eines Buches» seit ca. 200 n. Chr. bei den frühchristlichen Autoren (vor allem für Teile der biblischen Bücher) und in der ]uristensprache begegnet. K.einteilung ist für das NT schon im 2. ]h. n. Chr. bezeugt; im übrigen ist sie in der antiken Lit. unüblich. Kapitel. Seite aus: Friedrich August Quenstedt: Der Jura. Tübingen I 8 5 8. Quenstedt verwendet griechische Buchstaben als Überschriften von Kapiteln, die bestimmten geologischen Schichten gewidmet sind.…
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