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Your search for 'dc_creator:( "G. Brinkhus" ) OR dc_contributor:( "G. Brinkhus" )' returned 335 results. Modify search


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Wiegefuß

(71 words)

Author(s): G. Brinkhus
(engl. drawer-handle) wird ein Stempel zur Einbandgestaltung genannt, der aus zwei konzentrischen Bogen besteht, die in Voluten auslaufen. In der zweiten Hälfte des 18. Jh.s in England für einen neuen filigranen Typ der Einbandgestaltung entwickelt, findet sich der Stempel in Verbindung mit kleinen Blatt- und Blütenstempeln z. B. beim Queens Binder B und bei Samuel Mearne, wurde aber auch in den Niederlanden von der Buchbinderfamilie Magnus verwendet. G. Brinkhus

Weidlich, Christoph

(50 words)

Author(s): G. Brinkhus
Sohn von Jakob Weidlich, ist 1584 in Basel zünftig als Buchbinder und Buchführer nachgewiesen. W. arbeitete zeitweise für Herzog Friedrich I. von Württemberg. 1594 erhielt er das Bürgerrecht in Dresden und bewarb sich 1595 vergeblich um die Nachfolge Kaspar Meusers als Hofbuchbinder am kursächsischen Hof. G. Brinkhus

Umstochenes Kapital

(133 words)

Author(s): G. Brinkhus
wird ein mit verschiedenfarbigen Fäden verziertes a Kapital gen., die Fäden wurden urspr. um den a Kapitalbund geführt und abwechselnd durch jede Lage gestochen. Das umstochene Kapital beim modernen Handeinband wird um eine Einlage gestochen und nur zur besseren Befestigung jeweils im Abstand von ca. 1 cm durch eine Lage geführt. Die verschiedenfarbigen Fäden werden mit je einer eigenen Nadel so um die Einlage geführt, daß eine gleichmäßige Farbenfolge entsteht und die Verkettung der Fäden unmit…

Leinenband

(45 words)

Author(s): G. Brinkhus
nicht ganz korrekte Bezeichnung für in der Buchbinderei verwendete Textilbänder, die als Heftband, Mappen- und Zeichenband verwendet werden. Bänder werden in Reinleinen, Halbleinen, Zellwolle, Seide und Kunstseide für die verschiedenen Zwecke hergestellt. G. Brinkhus Bibliography Krickler, G.: Werkstoffe des Buchbinders. Hannover 1982, S. 74

Regemorter, Berthe van

(108 words)

Author(s): G. Brinkhus
* 21.4.1879 in Malines, 31. 12. 1964 in Brüssel, Buchbinderin und Einbandforscherin. Sie lehrte unter anderem Einbandgestaltung an der «Vrije Akademie» in Antwerpen und an der «Ecole nationale des arts décoratifs» in Brüssel. Die Einbandforschung, der sie sich bes. im Ruhestand zuwandte, erschöpfte sich für sie nicht in Beschreibung der Dekoration, sie widmete vielmehr ihre Aufmerksamkeit besonders den technischen Details. Die Wurzeln byzantinischer und abendländischer Einbandtechnik fand sie ca. 700 Jahre v. Chr. in Ägypten. G. Brinkhus Bibliography Irrigoin, J.: Berthe v…

Strohstoff

(58 words)

Author(s): G. Brinkhus
Aus Getreidestroh werden zwei Halbstoffarten gewonnen, der bleichbare Strohzellstoff, der sehr kurzfaserig ist und bei der Papierherstellung eine gewissen Härte erzeugt, sowie der unbleichbare gelbe Strohstoff, der zur Herstellung von Strohpappen und einfachen Packpapieren verwendet wird. G. Brinkhus Bibliography Schwieger, H. G.: Papier-Praktikum. Wiesbaden 1985, S. 25 Bayer, G. / Pichol, K.: Papier. Reinbek 1986, S. 135–137.

Wirsing, Johann

(31 words)

Author(s): G. Brinkhus
Mönch und Buchbinder im Nürnberger Dominikanerkloster, war 1456 / 57 Mitarbeiter von Konrad Forster und wurde dessen Nachfolger. Er signierte seine Einbände wie Forster mit Einzeltypenstempeln. G. Brinkhus

Keferstein, Georg Christoph

(57 words)

Author(s): G. Brinkhus
*1724, 4. 1. 1802, Papiermühlenbetreiber in Cröllwitz (bei Halle), stellte als erster Papier mit glatter Oberfläche (ohne Rippung) her (Velinpapier) und verfaßte einige Fachbücher zur Papiermacherei. Er gilt als einer der ersten Fachbuchautoren im Papiermachergewerbe. G. Brinkhus Bibliography Poggendorf, J. C.: Biographisch–liter. Handwb. zur Gesch. der exacten Wissenschaften. Bd. 1. Leipzig 1863, S. 1234

Taschenbucheinband

(88 words)

Author(s): G. Brinkhus
Taschenbücher werden in der Regel in Klebebindung hergestellt und haben einen leichten, flexiblen Einband aus Karton, meistens mit einer schmutzabweisenden Oberfläche versehen, der am Rücken fest mit dem Buchblock verklebt ist. Die Bde. einer Taschenbuchreihe werden nach einem einheitlichen graphischen Konzept gestaltet und heben in der Regel das individuelle Bild eines Verlags hervor, wobei das Verlagssignet eine wesentliche Rolle spielt. Paperback und wiss. Taschenbuch geben bei der Gestaltung des Einbands der sachlich präzisen Information den Vorzug. G. Brinkhus Biblio…

Scharnier

(39 words)

Author(s): G. Brinkhus
allg. Bezeichnung für eine Gelenkstelle; in der Fachsprache der Buchbinder auch für die meistens als Falz bezeichnete bewegliche Stelle an Buchdeckeln oder Klappen von Schachteln oder Kassetten verwendet. G. Brinkhus Bibliography Helwig, H.: Einbandkunde. Stuttgart 1970, S. 19

Reispapier

(69 words)

Author(s): G. Brinkhus
irreführende Bezeichnung für das aus dem Mark des Tung– Tsau Baumes gewonnene Tsuso–Papier. Aus ca. 5 — 11 cm starken Markstangen wird durch spiralförmiges Schälen ein Blatt erzeugt, das eine sehr weiße samtartige Oberfläche hat und daher vor allem im 18. und 19. Jh. in der chinesischen (Miniatur–)malerei verwendet wurde. G. Brinkhus Bibliography Bartelt, E.: Ein «R.», das keins ist. In: Restaura 95. 1989, S. 54 bis 55.

Hygiene-Papiere

(76 words)

Author(s): G. Brinkhus
Sammelbezeichnung für meist sehr saugfähige, naßfeste, weiche, aber zähe Papiere, wie z. B. Haushaltstücher, Papiertaschentücher und Toilettenpapier. Als Rohstoffe werden für die Herstellung auch Altpapiere verwendet, die geforderten Eigenschaften wie Naßfestigkeit, Weiche und Saugfähigkeit verlangen aber einen großen Anteil hochwertiger Rohstoffasern, bzw. eine aufwendige Aufbereitung des Altpapiers. Der Bereich Hygiene-Papiere hat 1987 mit ca. 730600 t einen Marktanteil in der deutschen Papier…

Zunftwesen der Drucker

(189 words)

Author(s): G. Brinkhus
Der Buchdruck unterlag als «freie Kunst» keiner zunftmäßig festgeschriebenen Ordnung. Das Bindeglied der verschiedenen Buchdruckergesellschaften bildeten die Buchdruckersitten bei der Freisprechung der Gesellen, die dem akademischen ritus depositionis (Depositio Cornuti) ähnlich waren. Das Postulat im weitesten Sinne bildete die sich seit Beginn des 16. Jh.s entwickelnde informelle Ordnung, die sich auf alle dt. Buchdruckergesellschaften erstreckte, aber nicht durch eigene Organe institutionalisiert war. Die Buchdruckergesellschaften entwarfen eigene Ordnu…

Gehämmertes Papier

(35 words)

Author(s): G. Brinkhus
erhält heute seine strukturierte Oberfläche durch Prägen mit gravierten Platten oder Walzen, um den ursprünglich beim Glätten aufgebrachten Hammerschlag nachzuahmen. Gaufriertes Papier G. Brinkhus Bibliography Schwieger, H. G.: Papier-Praktikum. Wiesbaden 1973, S. 51.

Samtpapier

(82 words)

Author(s): G. Brinkhus
auch Velourpapier gen., wird als Bezugsstoff für Papp- oder Papiereinbde. verwendet, wenn eine bessere Qualität vorgetäuscht werden soll. Dazu wird die mit Klebstoff (urspr. wurde Mastix oder Firnis verwendet) versehene Oberfläche des Trägerpapiers mit feinen Fasern aus Wolle, Baumwolle oder Tierhaaren beflockt, die auf dem Klebstoff haften bleiben und den Eindruck eines Samteinbandes erwecken. G. Brinkhus Bibliography Haemmerle, A.: Buntpapier. München 1961, S. 31 Grüne-baum, G.: Buntpapier. Köln 1982 Walenski, W.: Wb. Druck + Papier. Frankfurt a. M. 1994, S. 39.

Tooling

(35 words)

Author(s): G. Brinkhus
(engl.) bezeichnet das Verzieren des Bucheinbandes durch Einprägen von Stempeln (engl. tools). Blind bzw. gold tooling bedeutet Blind- bzw. Goldprägung. G. Brinkhus Bibliography Kuhn, H.: Wb. der Handbuchbinderei und Buchrestaurierung. Hannover 1979, S. 47.

Isopropanol

(35 words)

Author(s): G. Brinkhus
falsch gebildete und chemisch unzulässige, dennoch häufig verwendete Kurzbezeichnung für Isopropylalkohol, der in der Restaurierung häufig als Lösungsmittel eingesetzt wird. G. Brinkhus Bibliography Römpp, H.: Chemie-Lex. 8. Aufl. Bd. 3. Stuttgart 1983, S. 1967

Leinenkarton

(41 words)

Author(s): G. Brinkhus
ein Karton, der durch Prägen oder Gaufrieren (Gaufriertes Papier) mit einer Leinenstruktur versehen wird. L. wird unter anderem für Akzidenzdrucksachen, Briefkarten und als Umschlagkarton (meist nur einseitig geprägt) verwendet. G. Brinkhus Bibliography Schwieger, H. G.: Papierpraktikum. Wiesbaden 1973, S. 51

Hofmarnn, Carl

(54 words)

Author(s): G. Brinkhus
* 1836 in Karlsruhe, † 1916, Ingenieur. H. leitete Papierfabriken in Deutschland und den USA, wo er unter dem Titel «Practical Treatise on Paper Making» ein Handb. zur Papierherstellung herausgab (dt. im Selbstverlag 1875). Ab 1876 gab er die «Papier-Ztg.» heraus. G. Brinkhus Bibliography Wrede. R.: Das geistige Berlin. Bd.3. Berlin 1898.

Thum, Nicolaus

(63 words)

Author(s): G. Brinkhus
Buchbinder in Augsburg, 1483 urkundlich erwähnt, vielleicht identisch mit dem Buchbinder Nicolaus, der 1494 ca. 400 Bde. für das Kloster St. Ulrich und Afra gebunden hat. G. Brinkhus Bibliography Schreiber, H.: Augsburger Buchbinder der Gotik und der Renaissance. o. O. 1938, S. 19 Archiv für die Gesch. des Bisthums Augsburg. Hrsg. von V. A. Steichele. Bd. 3. Augsburg 1860, S. 12

Kanzleipapier

(50 words)

Author(s): G. Brinkhus
heute unter der Bezeichnung «Normalpapier», ist der Name aller Arten von Schreibpapieren mit Wasserzeichen nach DIN 19307 Verwertungsklasse 2a bis 4c. Urspr. waren die K.e hochwertige Hadern-papiere in der Größe 33 x 42 cm (ungefalzt). G. Brinkhus Bibliography Handb. der Papier- und Pappeproduktion. 2. Aufl. Niederwal-luf 1971, S. 256.

Kegelrefiner

(103 words)

Author(s): G. Brinkhus
in der Papierindustrie kontinuierlich arbeitende Geräte zur Faserstoffaufbereitung. Zwischen den in einem Hohlkegel starr angeordneten Messern (Stator) dreht sich ein ebenfalls mit Messern bestückter Kegel (Rotor). Der Abstand zwischen den Messern kann verändert werden und bestimmt den Mahlgrad des Ganzstoffes. Der Halbstoff wird an der Kegelspitze zugegeben, gleitet, durch die Zentrifugalkraft getrieben, bis zur Kegelbasis an den Messern vorbei. K. erlauben eine sehr gleichmäßige Stoffaufbereit…

Strohpappe

(90 words)

Author(s): G. Brinkhus
ist billige, heute kaum noch hergestellte Pappe aus gehäckseltem Stroh, das unter Zusatz von Kalkmilch oder Soda gekocht und gemahlen wurde. Auf der Papiermaschine wurden dann Pappen unterschiedlicher Dicke geformt. S. hat eine gelbe Farbe, ist sehr brüchig und infolge der enthaltenen Unreinheiten und des hohen Kalkgehaltes sehr aggressiv und daher nicht für die dauerhafte Aufbewahrung von Archiv-, Bibliotheksgut oder Graphik geeignet. G. Brinkhus Bibliography Hoyer, F.: Einführung in die Papierkunde. Leipzig 1941, S. 94 bis 96 Lüers, H.: Das Fachwissen des Buchbinders. 4…

Silbereinbände

(123 words)

Author(s): G. Brinkhus
sind Bucheinbände, deren Deckel mit Silberschmiedearbeiten verziert sind. Diese Schmuck-form war im MA vor allem liturgischen Prachteinbänden vorbehalten. In der Renaissance wurde die prunkvolle Verzierung mit Silber auch auf profane Werke ausgedehnt ( Silberbibliothek). Grundsätzlich ist zu unterscheiden zwischen den mit Silberblech und Edelsteinen verzierten Deckeln eines Holzdeckelbandes mit Leder- oder Samtüberzug und dem mit Scharnieren versehenen Metalleinband, in den der Buchblock integri…

Krispeln

(46 words)

Author(s): G. Brinkhus
levantieren oder pantoffeln wird in der Lederherstellung ein Arbeitsvorgang genannt, bei dem durch Bearbeiten des nassen Leders mit dem Krispel- oder Le-vantierholz (Brettchen mit Korkschicht) die natürliche Narbenstruktur des Leders herausgearbeitet wird. G. Brinkhus Bibliography Krickler, G.: Die Werkstoffe des Buchbinders. Hannover 1982, S. 90

Schnitt

(217 words)

Author(s): G. Brinkhus
werden die drei Randflächen des Buchblocks gen., die durch die Blattkanten gebildet werden. Der Heftung (Heften) gegenüber liegt der Vorderschnitt, der oberhalb des Schriftspiegels befindliche S. wird als Kopfschnitt (gelegentlich auch als Querschnitt) bezeichnet, während der untere S. Fuß- oder Schwanzschnitt gen. wird. Wenn die bei mehrfach gefalzten Bogen vorhandenen geschlossenen Brüche mit einem Messer aufgeschnitten werden, bilden sie mit den urspr. Papierrändern zus. den rauhen S., ebenso…

Kollergang

(88 words)

Author(s): G. Brinkhus
in der Papierindustrie Maschine zur Zerfaserung von trockenem Papierausschuß und Altpapier (35 — 45 % Trockengehalt nach der Aufbereitung). In einer gußeisernen Schale werden zwei scheibenförmige Läufersteine mit konischer Lauffläche von der Königswelle mit etwa 10 bis 15 Umdrehungen pro Minute auf einem leicht trichterförmigen Bodenstein angetrieben; sie lockern den Faserzusammenhalt. Der K. wird zunehmend durch Stofflöser und kontinuierlich arbeitende Refiner abgelöst. Siehe Abb. vorige Seite. G. Brinkhus Bibliography Handb. der Papier – und Pappe – Fabrikation…

Typographischer Einband

(59 words)

Author(s): G. Brinkhus
Bezeichnung für eine Einbandverzierung, die einer vom Typographischen her bestimmten Gesamtbuchgestaltung Rechung trägt. Die Schrift als Gestaltungselement wird bei künstlerischen Handeinbdn. meist mit Einzeltypenstempeln aufgebracht, für Verlegereinbände werden Platten verwendet. Auch typographisch gestaltete gedr. Umschläge bei Broschuren und Taschenbüchern sind den T.en zuzurechnen. G. Brinkhus Bibliography Zahn, G.: Grundwissen für Buchbinder. Itzehoe 1990, S. 233 bis 241.

Hürde

(50 words)

Author(s): G. Brinkhus
Bezeichnung für die Gestelle, die zum Trocknen von Siebdrucken verwendet werden. Die Hürden bestehen aus Holz- oder Metallgittern (rostfrei), die entweder fest in Gestelle montiert sind oder bei Bedarf abgeklappt werden können. G. Brinkhus Bibliography Kirchner, K.: Satz, Druck, Einband und verwandte Dinge. 9. Aufl. Wiesbaden 1970, S. 164

Hexan

(48 words)

Author(s): G. Brinkhus
(CHsub:3 -(CHsub:2 )sub:4 -CHsub:3 ) ist ein farbloser, flüchtiger, feuergefährlicher Kohlenwasserstoff, der als fettlösendes Mittel vor allem in der Lederrestaurierung eingesetzt wird. H. ist z. B. als Lösungsmittel im Lederbalsam nach der Rezeptur des Britischen Museums enthalten. G. Brinkhus Bibliography Wächter, W.: Buchrestaurierung. Leipzig 1981, S. 181.

Gando

(106 words)

Author(s): G. Brinkhus
Familie von Stechern und Schriftgießern, ursprünglich aus der Schweiz. Jean Louis G., * in Genf, Besitzer einer Schriftgießerei in Basel, ging 1705 nach Paris. Sein Neffe und Schüler Nicolas († 1767) gründete eine Schriftgießerei in Genf und widmete sich besonders dem Typendruck von Noten. Sein Bruder François († 1764), auch Schüler von Jean Louis, begann in Lille als Schriftgießer und wechselte 1754 ebenfalls nach Paris. Pierre-François (1733–1800) wurde 1760 Teilhaber im väterlichen Betrieb, den er 1787 an seinen Sohn Nicolas Pierre übergab. G. Brinkhus Bibliography H. G.: In:…

Storr, R.

(39 words)

Author(s): G. Brinkhus
engl. Buchbinder, der um 1820 in Grantham nachgewiesen ist. Arbeiten von S. befinden sich z. B. in der J. R. Abbey Library, London. G. Brinkhus Bibliography Helwig, H.: Handb. der Einbandkunde. Bd. 2. Hamburg 1954, S. 273.

Gebrauchsform

(46 words)

Author(s): G. Brinkhus
beim Buchbinden Bezeichnung für den Zustand, den der Buchblock nach dem Runden bekommt. Dieser Zustand wird vor allem durch das Abpressen stabilisiert, damit beim Schließen nach einer Benutzung der Buchblock seine gerundete Form wieder erreicht. G. Brinkhus Bibliography Wächter, W.: Buchrestaurierung. Leipzig 1981, S. 157.

Halbmaier, Simon

(72 words)

Author(s): G. Brinkhus
(1587–1632), Buchführer und ab 1620 selbständiger Drucker in Nürnberg. H. stand neben seiner Tätigkeit als Buchhändler bereits ab 1610 als Buchdrucker in Diensten bei Georg Leopold Fuhrmann in Nürnberg. In den unruhigen Zeiten zu Beginn des 17. Jh.s kam H. mehrfach mit den sehr strengen Zensurbestimmungen seiner Heimatstadt in Konflikt. G. Brinkhus Bibliography Sporhan-Rrempel, L./Wohnhaas, T.: Simon Halbmaier, Buchdrucker in Nürnberg. In: AGB 6. 1966, Sp. 899–936 Benzing S. 364·

Montgolfier

(180 words)

Author(s): G. Brinkhus
franz. Papiermacherfamilie mit langer Tradition in Vidalon – lès – Annonay (Ardèche). Jean M., während der Kreuzzüge von den Türken gefangengenommen und zur Arbeit in einer Papierfabrik in Damaskus gezwungen, soll angeblich die Kenntnis der Papiermacherei nach Europa gebracht haben. Seit dem 14. Jh. wurden von den M. Papiermühlen in der Auvergne betrieben, im 16. Jh. ließ sich ein Zweig der Familie in Lyon als Papiermacher nieder, seit 1692 war der Sitz der Firma Vidalon. Eine Reihe von Innovati…

Halbkarton

(56 words)

Author(s): G. Brinkhus
Bezeichnung für Papiere mit einem Gewicht zwischen 150 und 200 g/m 2 . Die DIN 730 kennt diese Bezeichnung nicht, sie teilt ein in: Papier bis 225 g/m 2 ; Karton 150 bis 600 g/m 2 ; Pappe über 225 g/m 2. G. Brinkhus Bibliography Krickler, G.: Die Werkstoffe des Buchbinders. Hannover 1982, S. 33.

Kanten

(118 words)

Author(s): G. Brinkhus
sind die Teüe des Buchdeckels, die über den Buchblock hinausreichen und ihm dadurch zusätzlichen Schutz gewähren. Die K. des Buches werden als Ober-, Vorder- und Unter- bzw. Stehk. bezeichnet, die auf einer Ebene mit dem Spiegel hegenden K. heißen Innenkanten. Bei schweren ma. Bänden wurden die K. der Holzdeckel häufig abgeschrägt oder abgerundet, um sie nicht so unförmig erscheinen zu lassen. Im 16. Jh. wurden die K. aus dem gleichen Grund bis zu den Schließen bzw. den Eckbeschlägen ausgebuchte…

Harzgerbung

(50 words)

Author(s): G. Brinkhus
Behandlung von Häuten mit Harnstoffoder Melamin-Formaldehyd-Kondensationsprodukten, die eher eine füllende als gerbende Wirkung haben. Die Gerbung mit synthetischen organischen Stoffen hellt die Farbe des Leders auf und ermöglicht zahlreiche Spezialeffekte, die auch bei Einbandledern auftreten. G. Brinkhus Bibliography Römpps Chemie Lexikon. 8. Aufl. Bd. 2. Stuttgart 1981, S. 1452.

Masson, Germain

(51 words)

Author(s): G. Brinkhus
und Charles Debonnelle waren Mitarbeiter des Pariser Buchbinders Charles–Francois Capé und wurden 1867 seine Nachfolger in der Rue Dauphine Nummer 16. Beide waren bis 1885 tätig. G. Brinkhus Bibliography Flety, J.: Dictionnaire des Relieurs Francais ayant exercé de 1800 a nos jours. Paris 1988, S. 53 s. u. Debonnelle

Noulhac, Henri

(134 words)

Author(s): G. Brinkhus
franz. Kunstbuchbinder, * 1866 in Chäteauroux, 22. 3. 1931 in Paris. N. ging 1890 nach Paris und arbeitete dort in verschiedenen Ateliers, bis er 1894 eine eigene Werkstatt einrichten konnte. Er fertigte zunächst schlichte Ganzbände ohne ornamentalen Schmuck, gliederte dann eine Vergoldewerkstatt an und fertigte schließlich Einbände im romantischen Stil, lieferte aber auch moderne Entwürfe z. B. von A. G. Giraldon und J. C. Chadel und arbeitete für zahlreiche Samniler. G. Brinkhus Bibliography Devauchelle, A.: La reliure en France de ses origines à nos jours. T. 3. Pa…

Tate, John

(57 words)

Author(s): G. Brinkhus
† 1507, gilt als der erste Papiermacher in England. Papiere aus der von ihm in der Nähe von Hert-ford eingerichteten Papiermühle sind seit 1494 anhand der Wasserzeichen sicher nachweisbar. G. Brinkhus Bibliography Renker, A.: Das Buch vom Papier. Leipzig 1936, S. 46 Hills, R. H.: Papermaking in Britain 1488–1988. London 1988, S. 9 bis 12

Graukrepp

(28 words)

Author(s): G. Brinkhus
Sehr einfaches, aus unsortiertem Altpapier hergestelltes Kreppapier, das in Qualität und Dicke etwa dem Schrenz entspricht. G. Brinkhus Bibliography Schwieger, H. G.: Papier-Praktikum. Wiesbaden 1973, S. 112.

Wickelbroschur

(38 words)

Author(s): G. Brinkhus
nur noch selten verwendete Broschurenart. Um den mit Vorsätzen versehenen Broschuren-block wird vom hinteren Vorsatzblatt über den Rücken auf den vorderen Vorsatz ein mit Klebstoff versehenes Einbandmaterial «gewickelt». Anschließend wird der Block dreiseitig beschnitten. G. Brinkhus

Gold

(703 words)

Author(s): G. Brinkhus
ist ein weiches und sehr gut walz- und dehnbares Edelmetall, das auf den Menschen in fast allen Epochen und Kulturen eine besondere Faszination ausgeübt hat. Obgleich es – sieht man von den modernen industriellen Anwendungen ab – an praktischem Nutzen den meisten Metallen weit unterlegen ist, weil es zu weich ist, wird das G. ob seiner relativen Seltenheit und seines Widerstands gegen Oxydation in fast allen Kulturen, die mit ihm in Berührung gekommen sind, hoch geschätzt und nimmt einen hohen R…

Kantenhobel

(20 words)

Author(s): G. Brinkhus
diente in der Handbuchbinderei zum Schräghobeln von Pappkanten und Buchdeckeln. Heute werden Schrägschnitt-Pappscheren oder Fräsen benutzt. G. Brinkhus

Minimum

(47 words)

Author(s): G. Brinkhus
1. beim Typenguß für den Hochdruck diekleinste Menge von Typen, die von der Schriftgießereiabgegeben wird, 2. der tariflich festgelegteMindestlohn für Buchdrucker, der auch die Tarife für verschiedeneSparten und Alterszuschläge umfaßt. Übertarifliche Bezahlungwird als über Mum bezeichnet. G. Brinkhus Bibliography Säuberlich, O. : Buchgewerbliches Hilfsbuch. Leipzig 1939.

Papierwolf

(45 words)

Author(s): G. Brinkhus
ein auch als Reißwolf bezeichnetes Gerät, das zur Aktenvernichtung in Büros verwendet wird. Die Papiere werden in schmale Streifen geschnitten, so daß ein zusammenhängender Text nicht mehr herstellbar ist. Der P. kann auch zur Herstellung von Papierwolle als Verpackungsmaterial verwendet werden. G. Brinkhus

Akademische Lesehallen

(110 words)

Author(s): G. Brinkhus
Vorform der an vielen Univ. noch heute unterhaltenen Studentenbüchereien. Sie entstanden um die Jahrhundertwende mit der Zielsetzung, Studenten und den übrigen Univ.-Angehörigen einen einfachen Zugang zu allgemeinbildender Lit. und politischen Ztg. zu bieten. Die A. L. standen zumeist in subsidiärem Verhältnis zur UB und hielten die Ztg.- und Zss.-Literatur bereit, die an den UB nicht gehalten wurde. In der Regel wurden die Bestände der A. L. sukzessive von den UB übernommen, während die UB den …

Heißleim

(125 words)

Author(s): G. Brinkhus
aus tierischem Eiweiß bestehende Klebstoffe (Glutinleime), die bei Temperaturen zwischen 6o° und 70° C verarbeitet werden. Je nach dem Rohstoff, aus dem das Eiweiß für den Leim gewonnen wird, spricht man von Haut-, Leder-, Knochen-, Pergament- oder Fischleim (Ichthyocollon, Hausenblase). Die Glutinleime zählen zu den ältesten in der Buchherstellung verwendeten Klebstoffen, einige Sorten (Hausenblase, Pergamentleim) werden auch als Bindemittel in den Rezepten zur Buchmalerei genannt. In der Buchb…

Gummiertes Papier

(81 words)

Author(s): G. Brinkhus
ist einseitig mit einer Schicht aus Klebstoff (Gummi oder Dextrin) beschichtet, die durch Walzen in der Gummiermaschine aufgetragen wird. Die Klebeschicht läßt sich durch einfaches Befeuchten aktivieren. Verwendet wird g. P. z. B. für Briefmarken, Etiketten und Papierklebestreifen. In den beiden letzten Verwendungsarten wird das g. P. zunehmend von Selbstklebeprodukten verdrängt, die mit Kunstharzklebern beschichtet sind und daher zur Aktivierung nicht befeuchtet werden müssen G. Brinkhus Bibliography Kirchner, K.: Satz, Druck, Einband und verwandte Dinge. 9. Au…
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