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Your search for 'dc_creator:( "G. Brinkhus" ) OR dc_contributor:( "G. Brinkhus" )' returned 335 results. Modify search

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Schrift auf Bucheinbänden

(120 words)

Author(s): G. Brinkhus
Bereits auf karolingischen Einbdn. finden sich handgeschriebene Titelschilder, die gelegentlich durch Hornplättchen geschützt wurden. Im 15. Jh. war Schrift Gestaltungselement, einmal als Schrift-bandstempel, aber auch als Einzelletternstempel (Konrad Forster) zur Angabe des Buchbinders und für den Titel (Johannes Richenbach). Im 16. Jh. wurden häufig die Initialen des Auftraggebers und das Bindejahr aufgepresst. Erst im Laufe des 19. Jh.s setzte sich Prägung bzw. Pres-sung von Verfassername und…

Safavid-Einbände

(115 words)

Author(s): G. Brinkhus
sind persische Einbde., die in der Zeit der Safaviden-Dynastie (16. Jh.) entstanden sind. Die Einbde. mit der für orientalische Einbde. typischen Klappe am Rückendeckel, die über den Vorderschnitt auf den Vorderdeckel reicht, sind mit reicher Goldprägung verziert, die mit großen, in Metall (meist Kupfer) gravierten Platten flächig direkt auf das Leder geprägt wurden. Als Motive für die Medaillons und Eckzwickel wurden die für die Safavidenzeit typischen chinesischen Formen, wie das Wolkenband, a…

Tête (franz.)

(55 words)

Author(s): G. Brinkhus
bezeichnet den Kopf, d. h. den oberen Teil des Buches. T. dorée meint in der Bibliophilie den vergoldeten Oberschnitt eines Bandes, während Vorderschnitt und Unterschnitt unbeschnitten oder berauft sind. G. Brinkhus Bibliography Kuhn, H.: Wb. der Handbuchbinderei und der Buchrestaurie-rung von Einbänden, Papyri, Handschriften, Graphiken, Auto-graphien, Urkunden und Globen. Hannover 1979, S. 56.

Hanf

(82 words)

Author(s): G. Brinkhus
Die 5 bis 55 mm langen und 15 bis 28 |im breiten Fasern der in Zentralasien beheimateten, inzwischen vielfach kultivierten Hanfpflanze (Cannabis sativa) bestehen fast ausschließlich aus Zellulose. H. wird wegen seiner Festigkeit zu Tauen, Segeltuch usw. verarbeitet, dient aber auch – vor allem in wiederaufbereiteter Form – zur Herstellung besonders fester Papiere. In der Buchbinderei findet H. neben Leder und Pergament Verwendung für die echten Bünde. G. Brinkhus Bibliography Römpps Chemie Lexikon. 8. Aufl. Bd. 3. Stuttgart 1983, S. 1623.

Maschinenpapier

(19 words)

Author(s): G. Brinkhus
im Gegensatz zu Handpapier solches Papier, das maschinell gefertigt wurde und deswegen eine Laufrichtung aufweist. G. Brinkhus

Kontobuchvorsatz

(93 words)

Author(s): G. Brinkhus
eine Vorsatzkonstruktion, die urspr. für schwere Geschäftsbücher bestimmt war. Das eigentliche Vorsatzpapier wird durch Ankleben eines Schirtingstreifens im Falz verstärkt. Zwischen Spiegel und fliegendem Vorsatz wird Buntpapier, das im Falz durch einen Gewebestreifen verbunden ist, durchgeheftet und auf den Spiegel und das fliegende Vorsatzblatt aufkaschiert. Weil der Heftfaden auf dem Gewebestreifen sichtbar bleibt, wird meist ein farbig zum Buntpapier oder Gewebe passendes Heftgarn als zusätz…

Kugelkocher

(46 words)

Author(s): G. Brinkhus
in der Papierindustrie ein großer kugelförmiger Behälter, in dem Lumpen durch Kochen unter Zugabe von Lauge für die Papierherstellung aufbereitet werden. Der K. befindet sich während des ganzen Kochprozesses in langsamer Drehung. G. Brinkhus Bibliography Schwiecer, H. G.: Papier-Praktikum. 5. Aufl. Wiesbaden 1988, S. 27

Steel(e), Robert

(57 words)

Author(s): G. Brinkhus
Buchbinder und Buchhändler in London. Er ist 1664–1671 als Lehrling bei Samuel Mearne nachweisbar, ab 1677 selbständig und 1710 noch als Buchbinder tätig. G. Brinkhus Bibliography Helwig, H.: Handb. der Einbandkunde. Bd. 2. Hamburg 1954, S. 204 Nixon, H. M.: A London Binding by R. St. (c. 1697). In: Book Collector 25, 1976, S. 63–64

Krepp-Papier

(86 words)

Author(s): G. Brinkhus
Sammelbezeichnung für Papiere, die durch eine Spezialbehandlung auf der Kreppanlage eine Vielzahl von dauerhaften Falten bekommen und dadurch sehr dehnbar und anschmiegsam gemacht werden. Leichtkrepp hat einen Kreppungsgrad von 2-5%, extrem belastbare Kreppapiere erreichen 50-100%. Bei hochgekreppten Papieren wird das Flächengewicht vor und nach der Kreppung angegeben (z.B. 70/100 g/qm). K. findet Verwendung als Verpackungs- und Dekorationsmaterial sowie für flexible, selbstklebend ausgerüstete …

Weidlich, Jakob

(69 words)

Author(s): G. Brinkhus
Buchbinder aus Ostrau bei Merseburg. W. arbeitete für den kursächsischen Hof in Dresden, ohne als Hofbuchbinder angenommen zu sein. Bekannt sind außerdem eine Reihe von Einbänden aus den Jahren 1549 bis 1556 für den Bibliophilen Nikolaus von Ebeleben im sog. «welschen» Stil, den später Jakob Krause und Caspar Meuser am Dresdener Hof zur Blüte in Deutschland brachten. W. war 1564 Mitbegründer der Dresdener Buchbinderinnung. G. Brinkhus

Packpapiere

(127 words)

Author(s): G. Brinkhus
Bei den Rn hat die Festigkeit Vorrang vor dem Aussehen oder der Bedruckbarkeit. Die P werden je nach Rohstoffzusammensetzung in drei Gruppen eingeteilt: 1. AP – Papiere, die aus Altpapier und höchstens 30% Frischfaserzellstoff bestehen, 2. ZP–Papiere aus mindestens 70% Frischfasersulfitzellstoff und Holzschliff und höchstens 30% Altpapier hergestellt und 3. Natron–Zellstoffpapiere aus mindestens 50% Frischfaserzellstoff angefertigt. Zu den Qualitäten der Gruppe 1 gehören z.B. Schrenzpapiere und …

Leinenkaschiert

(49 words)

Author(s): G. Brinkhus
Bezeichnung für Blätter (z.B. Landkarten), die auf Gewebe aufgezogen werden, um sie zu festigen und in Rollenform aufbewahren zu konnen. Bei Landkarten werden oft auch kleinere Segmente abgesetzt auf Gewebe aufgezogen, um groBe Formate falten zu konnen, ohne daB das Kartenbild durch Briiche beein-trachtigt wird. G. Brinkhus

Haken

(31 words)

Author(s): G. Brinkhus
Werkzeug für Restauratoren, das aus einem leichten Griff mit einer gebogenen Stahlspitze besteht. Der Haken entstammt dem zahnärztlichen Instrumentarium. Hefthaken G. Brinkhus Bibliography Wächter, W.: Buchrestaurierung. Leipzig 1981, S. 111.

Faserstoffe

(80 words)

Author(s): G. Brinkhus
Die zur Herstellung von Papier verwendeten Rohstoffe sind fast ausschließlich pflanzlichen Ursprungs. Zur F.herstellung werden heute vorwiegend Laub- und Nadelhölzer, aber auch Einjahrespflanzen (z. B. Stroh, Gräser, Bagasse) verwendet. Die Bastpflanzen Hanf und Flachs sowie Baumwolle bzw. Baumwolllinters bestehen aus fast reiner Zellulose. Für die Herstellung besonders reißfester Papiere wird in Japan Bast der Maulbeerstaude verwendet. Synthetische F. werden in geringem Umfang zur Herstellung von Spezialpapieren benutzt. G. Brinkhus Bibliography Trobas, K.: ABC de…

Gatteaux, Nicolas-Marie

(64 words)

Author(s): G. Brinkhus
(1751-1832), Medaillen-und Stempelschneider sowie Mechaniker in Paris. Er widmete sich unter anderem der Entwicklung eines Stereotypie-Verfahrens, bei dem der aus beweglichen Lettern gesetzte Text kalt in eine Metallplatte geprägt wurde. Dieses Verfahren erforderte für die Matrizen ein sehr hartes Material und war deshalb auf Dauer nur von geringer Wirkung. G. Brinkhus Bibliography Faulmann, K.: III. Gesch. der Buchdruckerkunst. Wien 1882, S. 524.

Holzpappe

(58 words)

Author(s): G. Brinkhus
aus Holzschliff hergestellte Pappe, die in der Buchbinderei als billiges Material zum Einpressen und als Unterlage beim Schneiden verwendet wird. Für Einbandzwecke ist H. aufgrund ihrer unzureichenden Festigkeit nicht brauchbar. G. Brinkhus Bibliography Kirchner, K.: Satz, Druck, Einband und verwandte Dinge. 9. Aufl. Wiesbaden 1970, S. 196 Krickler, G.: Die Werkstoffe des Buchbinders. Hannover 1982, S. 13

Témoins

(43 words)

Author(s): G. Brinkhus
(franz. Zeugen), Bezeichnung für einzelne beim Ebarbieren (Beschneiden) nicht erfaßte Blätter im Buchblock, die als Beweis dafür dienen, daß der Bd. nur sehr knapp beschnitten wurde. G. Brinkhus Bibliography Bogeng, G. A. E.: Umriß einer Fachkunde für Büchersammler. Nikolassee 1911, S. 340.

Vierbruch

(52 words)

Author(s): G. Brinkhus
ist die Falzart (Falzen), durch die ein mit 32 Seiten bedruckter Bogen mit vier Falzbrüchen so gefaltet wird, daß eine Lage mit korrekter Seitenfolge im Sedez- oder Duodezformat entsteht. Voraussetzung dafür ist das korrekte Ausschießen, das ist die Anordnung der einzelnen Seiten bei der Bogenmontage vor dem Druck. G. Brinkhus

Ziegenleder

(60 words)

Author(s): G. Brinkhus
wird wegen seiner Festigkeit und des schönen Narben (Narbung) seit der Renaissance für bes. repräsentative Büchereinbände bevorzugt. Die unterschiedlichen Sorten werden nach der Herkunft (Kapziegenleder, Oasenziegenleder) oder nach der Art der Bearbeitung (Saffian, Maroquin) benannt. Z. ist sehr zäh und kann in fast allen Farben zubereitet werden. Außer dem eignet es sich sehr gut für Goldprägungen. G. Brinkhus

Kamyr-Kocher

(73 words)

Author(s): G. Brinkhus
in der Zellstoffherstellung häufig verwendeter Kochertyp für den Sulfataufschluß von Holzschnitzeln. Die Hackschnitzel werden von oben kontinuierlich in den Kocher (bis zu 5 m Durchmesser, Höhe bis 50 m) gegeben; durch Laugenzusatz und Erhitzen (bis 180 °C) wird das Holz in den vier Phasen des Kochvorganges zu Zellstoff umgewandelt, der kontinuierlich am unteren Ende des Kochers ausgegeben wird. G. Brinkhus Bibliography Lehrbuch der Papier- und Kartonerzeugung. 2. Aufl. Leipzig 1986/1989, S. 88

Füllen

(31 words)

Author(s): G. Brinkhus
oder Beschweren wird die Zugabe von Füllstoffen zum Papier- Faserbrei genannt. Durch das F. können die Eigenschaften des Papiers verändert werden. G. Brinkhus Bibliography Schwieger H. G.: Papier-Praktikum. Wiesbaden 1982

Strich

(40 words)

Author(s): G. Brinkhus
ist in der Papierherstellung die Bezeichnung für die aufgebrachte Streichmasse (auch Streichfarbe), die der Papieroberfläche für den Illustrationsdruck und Mehrfarbendruck die notwendige Glätte verleiht. Gestrichenes Papier G. Brinkhus Bibliography Schweiger, H. G.: Papier-Praktikum. Wiesbaden 1985, S. 90 bis 95.

Archivexemplar

(37 words)

Author(s): G. Brinkhus
Von den Neuerscheinungen eines Verlages wird jeweils mindestens ein Exemplar dem Verlagsarchiv einverleibt, in dem das gesamte Verlagsprogramm in seiner Entwicklung dokumentiert wird. G. Brinkhus Bibliography Handb. des Buchhandels. Bd. 2. Hamburg 1975, S. 193 f

Nylon-Heftzwirn

(32 words)

Author(s): G. Brinkhus
ungenaue Bezeichnung für dünnen, aber sehr reißfesten Maschinenheftzwirn, der nur aus synthetischen Fasern (Nylon, Perlon u.ä.) hergestellt wird. G. Brinkhus Bibliography Krickler, G.: Die Werkstoffe des Buchbinders. Hannover 1982, S. 125.

Stoss, Rolet

(41 words)

Author(s): G. Brinkhus
*um 1463,†um 1502, war als Buchbinder und Berater beim Bücherkauf im Franziskanerkloster Freiburg / Schweiz tätig. Er verwendete auf Bucheinbänden einen Namenstempel «Fr. Rolet stos». G. Brinkhus Bibliography Helwig, H.: Handb. der Einbandkunde. Bd. 2. Hamburg 1954, S. 21.

Holzfrei

(89 words)

Author(s): G. Brinkhus
Holz als Papierbestandteil schränkt die Haltbarkeit des Papieres ein. Daher dient die Bezeichnung «h.» als Qualitätsmerkmal. Papiere dürfen als h. bezeichnet werden, wenn sie aus reinem Zellstoff ohne Zusatz von Holzschliff hergestellt werden. Nach DIN 6730 dürfen h.e Papiere und Kartons bis zu 5% Gewichtanteile verholzte Fasern enthalten. Obgleich der Zellstoff zum überwiegenden Teil durch chemischen Aufschluß von Holz gewonnen wird, ist die Bezeichnung h. gerechtfertigt, denn die Zellstoff-Faser hat mit dem Ausgangsprodukt Holz keine Gemeinsamkeit mehr. G. Brinkhus Bibli…

Haderndrescher

(43 words)

Author(s): G. Brinkhus
Gerät, in dem die für die Papierherstellung vorgesehenen Lumpen durch Klopfen von Staub und Fremdkörpern befreit werden, bevor sie maschinell zerkleinert und weiter aufbereitet werden. G. Brinkhus Bibliography Kirchner, K.: Satz, Druck, Einband und verwandte Dinge. 9. Aufl. Wiesbaden 1970, S. 179.

Gauthier, V. Eugène

(61 words)

Author(s): G. Brinkhus
Typograph, Drucker und Verleger in Frankreich. G. gab 1853 bis 1856 das «Annuaire de l'imprimerie et de la presse» heraus und veröff. eine Reihe von Tabellen, z.B. «Concordance du point typographique avec le système métrique» (1868) und «Eléments pratique d'évaluation et de tarification typographiques» (1876). G. Brinkhus Bibliography Faulmann, K.: 111. Gesch. der Buchdruckerkunst. Wien 1882, S. 600.

Hemizellulose

(57 words)

Author(s): G. Brinkhus
uneinheitliche Gruppe von pflanzlichen Polysacchariden, die mit Cellulose und Lignin zusammen die verholzten Zellwände von Pflanzenfasern aufbauen. Die H.n werden bei der Zellstoffgewinnung chemisch entfernt. In holzschliffhaltigen Papieren sind bis zu 25% Lignin und H.n enthalten, welche die Dauerhaftigkeit der Papiere stark herabsetzen. Alterung von Papier G. Brinkhus Bibliography Wächter, W.: Buchrestaurierung. Leipzig 1981, S. 47.

Rollenverzierung

(54 words)

Author(s): G. Brinkhus
werden die als Einbandschmuck mit Rollstempeln (Rolle) auf das Einbandleder aufgebrachten Blindprägungen oder Vergoldungen genannt. Die R. wird vor allem auf dem Buchdeckel angebracht und besteht in der Regel aus einem Endlosmuster, das in den Ecken auf Gehrung gearbeitet wird. G. Brinkhus Bibliography Wiese, F.: Der Bucheinband. Hannover 1983, S. 311 — 312.

Immergangerbung

(46 words)

Author(s): G. Brinkhus
Bezeichnung für ein Gerbverfahren unter Verwendung synthetischer chemischer Gerbmittel, bei dem ein weiches Leder erzeugt wird, das ähn- liehe Eigenschaften wie sämisch gegerbtes Leder aufweist. G. Brinkhus Bibliography Gnamm, H.: Die Gerbstoffe und Gerbmittel. 3. Aufl. Stuttgart 1949 Wächter, W.: Buchrestaurierung. Leipzig 1981, S. 178

Leinen, Leinwand (Ln, Lwd)

(87 words)

Author(s): G. Brinkhus
Bezeichnung für textile Bucheinbandstoffe. aus Leinenfaden in einer in Kette und Schuß alternierenden Bindung (Leinenbindung) verwendet. Heute werden die meisten Einbandgewebe aus Baumwolle hergestellt und appretiert; Zellwollgewebe (nicht appretiert) haben einen offenen Gewebecharakter und zeigen große Farbbrillanz. Buchleinen ist wegen der besseren Verarbeitbarkeit meist linksseitig papierkaschiert. Buckram Kaliko G. Brinkhus Bibliography Picard, B.: Einbandmaterialien. Berlin 1976, S. 16-33 Krickler, G.: Die Werkstoffe des Buchbinders. Hannover 1982,…

Leimungsgrad

(78 words)

Author(s): G. Brinkhus
Zur Messung des Leimungsgrads eines Papiers wird die Zeit (t), in der ein auf Prüftinte gelegtes Stück des zu prüfenden Papiers ganz von der Tinte durchdrungen wird, in ein Verhältnis zum Flächengewicht (F) des zu prüfenden Papiers gesetzt und nach der Dabei gilt ein Wert von zwischen 1 und 10 als schwacher, zwischen 10 und 20 als mittlerer und über 20 als starker L. G. Brinkhus Bibliography Krickler, G.: Die Werkstoffe des Buchbinders. Hannover 1982, S. 63

Mikrokonturtest

(56 words)

Author(s): G. Brinkhus
Test zur Prüfung der Oberflächenbeschaffenheit gestrichener Papiere. Auf die Oberfläche der Papierprobe wird eine Spezialtinte gleichmäßig aufgebracht; kleine Fehlstellen im Strich werden als dunkle Punkte, Fasern an der Oberfläche als helle Linien sichtbar, Unregelmäßigkeiten im Strich werden durch eine gesprenkelte oder marmorierte Einfärbung angezeigt. G. Brinkhus Bibliography Schwieger, H. G.: Papierpraktikum. Wiesbaden 1973, S. 50.

Leinenpapier

(46 words)

Author(s): G. Brinkhus
ist Papier, dem durch Pragen oder Gau-frieren (Gaufriertes Papier) eine Leinenstruktur verlie-hen wird. Schreib- und Druckpapiere sind in der Regel doppelseitig gepragt, wahrend fur die Verwendung als Vorsatz- oder Oberzugpapier die einseitige Pragung aus-reicht. G. Brinkhus Bibliography Schwieger, H. G.: Papierpraktikum. Wiesbaden 1973, S. 51

Netzvergoldung

(22 words)

Author(s): G. Brinkhus
Handvergoldung auf dem Buchrükken mit Fileten, deren Muster sich wiederholt, so daß sie übergangslos mehrfach aneinandergesetzt werden können. G. Brinkhus

Totmahlen

(76 words)

Author(s): G. Brinkhus
in der Papiererzeugung Bezeichnung für einen zu lange ausgedehnten Mahlgang bei der Aufbereitung von Faserstoffen (vor allem Holzschliff und Baumwolle). Dadurch werden die kurzfaserigen Anteile dieser Stoffe zu «Staub» zermahlen, der nur zum Teil bei der Blattbildung auf dem Sieb der Papiermaschine ausgeschwemmt wird, der im Papier verbleibende Anteil führt zu dem beim Druck äußerst hinderlichen Stauben, die Papierbahn reißt außerdem sehr leicht. G. Brinkhus Bibliography Klemm, P.: Handb. der Papierkunde. Leipzig 1904, S. 133.

Kleisterpapier

(197 words)

Author(s): G. Brinkhus
Sammelbezeichnung für Buntpapiere, bei denen Farbe und Muster in Kleistergrund auf einem Trägerpapier eingebracht werden. K.e weisen in der Art der Musterung eine große Variationsbreite auf und sind leicht herzustellen. Je nach Art der Musterung gibt es verschiedene Arten von K.: gestrichene K.e, meist einfarbige Papiere, die oft als Grundlage für weitere Techniken verwendet werden; auf den Kleistergrund wird mit einem Pinsel oder Schwamm die Farbe aufgetragen. Beim Kleister—Maserpapier werden z…

Stevenson, Allan Henry

(107 words)

Author(s): G. Brinkhus
* 1903, † 31. 3. 1970 in Chicago. Er gab mit seinen 1951 erschienenen Studien zur Datierung mit Hilfe von Wasserzeichen neue wichtige Impulse für die Wasserzeichenforschung. Bedeutsam ist die Datierung des Missale Speziale (1967), in der er zeitgleich mit T. Gerardy und G. Piccard die Wasserzeichendatierung in die Frühdruckforschung einführte. Die Einführung der Beta-Radiographie in die Wasserzeichenforschung ist von ihm entscheidend gefördert worden. Zur Neuausg. von Briquet «Les Filigranes» (1…

Archivbibliothek

(53 words)

Author(s): G. Brinkhus
Bibl, mit der Verpflichtung, die einmal erworbenen Bestände auf Dauer zu archivieren. A.en gibt es für bestimmte Regionen (Nationalbibl., Landesbibl.) oder auch Fachgebiete. Auch die wiss. Universalbibl.en haben neben ihrer Gebrauchsfunktion Archivfunktion. G. Brinkhus Bibliography Busse, G. v. / Ernestus, H. / Plassmann, E.: Das Bibl, wesen der BR Deutschland. Wiesbaden 1983

Glätte

(102 words)

Author(s): G. Brinkhus
Als G. wird die Geschlossenheit der Oberfläche eines Papiers bezeichnet. Maschinenglatte Papiere haben lediglich das Glättwerk der Papiermaschine durchlaufen und werden ohne weitere Behandlung verwendet. Für den Druck von feinen Rastern sind besonders geglättete (satinierte) Papiere erforderlich. Diese Papiere durchlaufen im Satinierkalander unter starkem Druck eine Reihe von Guß- und Hartpapierwalzen und erhalten so eine hohe Glätte (satinierte Papiere). Für besonders hohe Qualitätsanforderunge…

Tintenfestigkeit

(69 words)

Author(s): G. Brinkhus
Prüfung eines Papiers nach DIN 5326 auf Saugfähigkeit. Mit einer Schreibfeder werden mehrere sich kreuzende Linien auf das Probeblatt gezogen bzw. mit der Ziehfeder 1/2 oder 1/1 mm werden mehrere parallele Linien im Abstand von 1/2 oder 1/1 mm gezogen. Der Grad des Verlaufens der Tinte ist Anhaltspunkt für die Tintenfestigkeit des geprüften Pa-piers. Leimungsgrad G. Brinkhus Bibliography Krickler, G.: Die Werkstoffe des Buchbinders. Hannover 1982, S. 62

Tunkpapier

(84 words)

Author(s): G. Brinkhus
Technik der Buntpapierherstellung. Die auf einer Flüssigkeit oder einem Schleimgrund schwimmenden Farben, die durch Ziehen mit unterschiedlichen Hilfsmitteln (Marmorieren) gestaltet werden können, werden mit dem zu färbenden Papierbogen von der Oberfläche abgehoben. Im Farbtunkverfahren hergestellte Buntpapiere werden z. B. als Mamorpapier, Ebru, Türkisch Papier oder Öltunkpapier bezeichnet. G. Brinkhus Bibliography Grünebaum, G.: Buntpapier. Gesch., Herstellung, Verwendung. Köln 1982 Sönmez, N.: Ebru – Marmorpapiere. Ravensburg 1992 ders.: Vom Ebru zum Marmo…

Moleskin

(39 words)

Author(s): G. Brinkhus
sehr festes Baumwollgewebe in Satinbindung, das auf der Rückseite aufgerauht ist. M. ist nicht appretiert und wurde früher vor allem als Überzug für Geschäftsbücher verwendet. G. Brinkhus Bibliography Krickler G.: Die Werkstoffe des Buchbinders. Hannover 1982, S. 72.

Papierrheologie

(37 words)

Author(s): G. Brinkhus
erforscht die Struktur des mechanischen Verhaltens und untersucht die Erscheinungen und Vorgänge des Fließens und der Verformung der Werkstoffe und Erzeugnisse der Papierherstellung. G. Brinkhus Bibliography Lehrbuch der Papier – und Kartonerzeugung. Leipzig 1989, S. 405.

Winter, Wilhelm

(37 words)

Author(s): G. Brinkhus
Buchbinder aus Nürnberg. 1474 an der Erfurter Univ. immatrikuliert erwarb er 1478 das Baccalaureat. Zwischen 1474 und 1483 ist W. in Erfurt als Buchbinder tätig, er signierte seine Einbände mit einem Namensstempel. G. Brinkhus

Mausern

(42 words)

Author(s): G. Brinkhus
regional umgangssprachlich für ausfransen, verlaufen. Ausgehend vom Leipziger Raum hat sich der Begriff in der Buchbinderei als Bezeichnung fur unsaubere Linien bei fehlerhafter Vergoldung durchgesetzt. G. Brinkhus Bibliography Brade, L. / Kersten, E: 111. Buchbinderbuch. 9. Aufl. Halle 1930, S. 106–111.

Schieferpapier

(61 words)

Author(s): G. Brinkhus
Auf glatte Pappe oder festes Schreibpa-pier wird nacheinander Ölfarbe, Kienruß in Leinölfirnis und schließlich mit Bimsteinpulver und Kienruß versetzte Ölfarbe aufgetragen. Die getrockneten Schichten werden jeweils angeschliffen. S. ist wesentlich dunkler als Naturschiefer und außerdem bruchfester und wurde daher als Ersatz für Tafeln aus natürlichem Schiefer verwendet. G. Brinkhus Bibliography Brockhaus Konversationslexikon. 14. Aufl. Bd. 14. Leipzig 1908, S. 431.

Wiegefuß

(71 words)

Author(s): G. Brinkhus
(engl. drawer-handle) wird ein Stempel zur Einbandgestaltung genannt, der aus zwei konzentrischen Bogen besteht, die in Voluten auslaufen. In der zweiten Hälfte des 18. Jh.s in England für einen neuen filigranen Typ der Einbandgestaltung entwickelt, findet sich der Stempel in Verbindung mit kleinen Blatt- und Blütenstempeln z. B. beim Queens Binder B und bei Samuel Mearne, wurde aber auch in den Niederlanden von der Buchbinderfamilie Magnus verwendet. G. Brinkhus

Weidlich, Christoph

(50 words)

Author(s): G. Brinkhus
Sohn von Jakob Weidlich, ist 1584 in Basel zünftig als Buchbinder und Buchführer nachgewiesen. W. arbeitete zeitweise für Herzog Friedrich I. von Württemberg. 1594 erhielt er das Bürgerrecht in Dresden und bewarb sich 1595 vergeblich um die Nachfolge Kaspar Meusers als Hofbuchbinder am kursächsischen Hof. G. Brinkhus
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