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Your search for 'dc_creator:( "G. Brinkhus" ) OR dc_contributor:( "G. Brinkhus" )' returned 335 results. Modify search

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Archivexemplar

(37 words)

Author(s): G. Brinkhus
Von den Neuerscheinungen eines Verlages wird jeweils mindestens ein Exemplar dem Verlagsarchiv einverleibt, in dem das gesamte Verlagsprogramm in seiner Entwicklung dokumentiert wird. G. Brinkhus Bibliography Handb. des Buchhandels. Bd. 2. Hamburg 1975, S. 193 f

Nylon-Heftzwirn

(32 words)

Author(s): G. Brinkhus
ungenaue Bezeichnung für dünnen, aber sehr reißfesten Maschinenheftzwirn, der nur aus synthetischen Fasern (Nylon, Perlon u.ä.) hergestellt wird. G. Brinkhus Bibliography Krickler, G.: Die Werkstoffe des Buchbinders. Hannover 1982, S. 125.

Stoss, Rolet

(41 words)

Author(s): G. Brinkhus
*um 1463,†um 1502, war als Buchbinder und Berater beim Bücherkauf im Franziskanerkloster Freiburg / Schweiz tätig. Er verwendete auf Bucheinbänden einen Namenstempel «Fr. Rolet stos». G. Brinkhus Bibliography Helwig, H.: Handb. der Einbandkunde. Bd. 2. Hamburg 1954, S. 21.

Holzfrei

(89 words)

Author(s): G. Brinkhus
Holz als Papierbestandteil schränkt die Haltbarkeit des Papieres ein. Daher dient die Bezeichnung «h.» als Qualitätsmerkmal. Papiere dürfen als h. bezeichnet werden, wenn sie aus reinem Zellstoff ohne Zusatz von Holzschliff hergestellt werden. Nach DIN 6730 dürfen h.e Papiere und Kartons bis zu 5% Gewichtanteile verholzte Fasern enthalten. Obgleich der Zellstoff zum überwiegenden Teil durch chemischen Aufschluß von Holz gewonnen wird, ist die Bezeichnung h. gerechtfertigt, denn die Zellstoff-Faser hat mit dem Ausgangsprodukt Holz keine Gemeinsamkeit mehr. G. Brinkhus Bibli…

Haderndrescher

(43 words)

Author(s): G. Brinkhus
Gerät, in dem die für die Papierherstellung vorgesehenen Lumpen durch Klopfen von Staub und Fremdkörpern befreit werden, bevor sie maschinell zerkleinert und weiter aufbereitet werden. G. Brinkhus Bibliography Kirchner, K.: Satz, Druck, Einband und verwandte Dinge. 9. Aufl. Wiesbaden 1970, S. 179.

Gauthier, V. Eugène

(61 words)

Author(s): G. Brinkhus
Typograph, Drucker und Verleger in Frankreich. G. gab 1853 bis 1856 das «Annuaire de l'imprimerie et de la presse» heraus und veröff. eine Reihe von Tabellen, z.B. «Concordance du point typographique avec le système métrique» (1868) und «Eléments pratique d'évaluation et de tarification typographiques» (1876). G. Brinkhus Bibliography Faulmann, K.: 111. Gesch. der Buchdruckerkunst. Wien 1882, S. 600.

Hemizellulose

(57 words)

Author(s): G. Brinkhus
uneinheitliche Gruppe von pflanzlichen Polysacchariden, die mit Cellulose und Lignin zusammen die verholzten Zellwände von Pflanzenfasern aufbauen. Die H.n werden bei der Zellstoffgewinnung chemisch entfernt. In holzschliffhaltigen Papieren sind bis zu 25% Lignin und H.n enthalten, welche die Dauerhaftigkeit der Papiere stark herabsetzen. Alterung von Papier G. Brinkhus Bibliography Wächter, W.: Buchrestaurierung. Leipzig 1981, S. 47.

Rollenverzierung

(54 words)

Author(s): G. Brinkhus
werden die als Einbandschmuck mit Rollstempeln (Rolle) auf das Einbandleder aufgebrachten Blindprägungen oder Vergoldungen genannt. Die R. wird vor allem auf dem Buchdeckel angebracht und besteht in der Regel aus einem Endlosmuster, das in den Ecken auf Gehrung gearbeitet wird. G. Brinkhus Bibliography Wiese, F.: Der Bucheinband. Hannover 1983, S. 311 — 312.

Immergangerbung

(46 words)

Author(s): G. Brinkhus
Bezeichnung für ein Gerbverfahren unter Verwendung synthetischer chemischer Gerbmittel, bei dem ein weiches Leder erzeugt wird, das ähn- liehe Eigenschaften wie sämisch gegerbtes Leder aufweist. G. Brinkhus Bibliography Gnamm, H.: Die Gerbstoffe und Gerbmittel. 3. Aufl. Stuttgart 1949 Wächter, W.: Buchrestaurierung. Leipzig 1981, S. 178

Leinen, Leinwand (Ln, Lwd)

(87 words)

Author(s): G. Brinkhus
Bezeichnung für textile Bucheinbandstoffe. aus Leinenfaden in einer in Kette und Schuß alternierenden Bindung (Leinenbindung) verwendet. Heute werden die meisten Einbandgewebe aus Baumwolle hergestellt und appretiert; Zellwollgewebe (nicht appretiert) haben einen offenen Gewebecharakter und zeigen große Farbbrillanz. Buchleinen ist wegen der besseren Verarbeitbarkeit meist linksseitig papierkaschiert. Buckram Kaliko G. Brinkhus Bibliography Picard, B.: Einbandmaterialien. Berlin 1976, S. 16-33 Krickler, G.: Die Werkstoffe des Buchbinders. Hannover 1982,…

Leimungsgrad

(78 words)

Author(s): G. Brinkhus
Zur Messung des Leimungsgrads eines Papiers wird die Zeit (t), in der ein auf Prüftinte gelegtes Stück des zu prüfenden Papiers ganz von der Tinte durchdrungen wird, in ein Verhältnis zum Flächengewicht (F) des zu prüfenden Papiers gesetzt und nach der Dabei gilt ein Wert von zwischen 1 und 10 als schwacher, zwischen 10 und 20 als mittlerer und über 20 als starker L. G. Brinkhus Bibliography Krickler, G.: Die Werkstoffe des Buchbinders. Hannover 1982, S. 63

Mikrokonturtest

(56 words)

Author(s): G. Brinkhus
Test zur Prüfung der Oberflächenbeschaffenheit gestrichener Papiere. Auf die Oberfläche der Papierprobe wird eine Spezialtinte gleichmäßig aufgebracht; kleine Fehlstellen im Strich werden als dunkle Punkte, Fasern an der Oberfläche als helle Linien sichtbar, Unregelmäßigkeiten im Strich werden durch eine gesprenkelte oder marmorierte Einfärbung angezeigt. G. Brinkhus Bibliography Schwieger, H. G.: Papierpraktikum. Wiesbaden 1973, S. 50.

Leinenpapier

(46 words)

Author(s): G. Brinkhus
ist Papier, dem durch Pragen oder Gau-frieren (Gaufriertes Papier) eine Leinenstruktur verlie-hen wird. Schreib- und Druckpapiere sind in der Regel doppelseitig gepragt, wahrend fur die Verwendung als Vorsatz- oder Oberzugpapier die einseitige Pragung aus-reicht. G. Brinkhus Bibliography Schwieger, H. G.: Papierpraktikum. Wiesbaden 1973, S. 51

Netzvergoldung

(22 words)

Author(s): G. Brinkhus
Handvergoldung auf dem Buchrükken mit Fileten, deren Muster sich wiederholt, so daß sie übergangslos mehrfach aneinandergesetzt werden können. G. Brinkhus

Totmahlen

(76 words)

Author(s): G. Brinkhus
in der Papiererzeugung Bezeichnung für einen zu lange ausgedehnten Mahlgang bei der Aufbereitung von Faserstoffen (vor allem Holzschliff und Baumwolle). Dadurch werden die kurzfaserigen Anteile dieser Stoffe zu «Staub» zermahlen, der nur zum Teil bei der Blattbildung auf dem Sieb der Papiermaschine ausgeschwemmt wird, der im Papier verbleibende Anteil führt zu dem beim Druck äußerst hinderlichen Stauben, die Papierbahn reißt außerdem sehr leicht. G. Brinkhus Bibliography Klemm, P.: Handb. der Papierkunde. Leipzig 1904, S. 133.

Kleisterpapier

(197 words)

Author(s): G. Brinkhus
Sammelbezeichnung für Buntpapiere, bei denen Farbe und Muster in Kleistergrund auf einem Trägerpapier eingebracht werden. K.e weisen in der Art der Musterung eine große Variationsbreite auf und sind leicht herzustellen. Je nach Art der Musterung gibt es verschiedene Arten von K.: gestrichene K.e, meist einfarbige Papiere, die oft als Grundlage für weitere Techniken verwendet werden; auf den Kleistergrund wird mit einem Pinsel oder Schwamm die Farbe aufgetragen. Beim Kleister—Maserpapier werden z…

Stevenson, Allan Henry

(107 words)

Author(s): G. Brinkhus
* 1903, † 31. 3. 1970 in Chicago. Er gab mit seinen 1951 erschienenen Studien zur Datierung mit Hilfe von Wasserzeichen neue wichtige Impulse für die Wasserzeichenforschung. Bedeutsam ist die Datierung des Missale Speziale (1967), in der er zeitgleich mit T. Gerardy und G. Piccard die Wasserzeichendatierung in die Frühdruckforschung einführte. Die Einführung der Beta-Radiographie in die Wasserzeichenforschung ist von ihm entscheidend gefördert worden. Zur Neuausg. von Briquet «Les Filigranes» (1…

Archivbibliothek

(53 words)

Author(s): G. Brinkhus
Bibl, mit der Verpflichtung, die einmal erworbenen Bestände auf Dauer zu archivieren. A.en gibt es für bestimmte Regionen (Nationalbibl., Landesbibl.) oder auch Fachgebiete. Auch die wiss. Universalbibl.en haben neben ihrer Gebrauchsfunktion Archivfunktion. G. Brinkhus Bibliography Busse, G. v. / Ernestus, H. / Plassmann, E.: Das Bibl, wesen der BR Deutschland. Wiesbaden 1983

Glätte

(102 words)

Author(s): G. Brinkhus
Als G. wird die Geschlossenheit der Oberfläche eines Papiers bezeichnet. Maschinenglatte Papiere haben lediglich das Glättwerk der Papiermaschine durchlaufen und werden ohne weitere Behandlung verwendet. Für den Druck von feinen Rastern sind besonders geglättete (satinierte) Papiere erforderlich. Diese Papiere durchlaufen im Satinierkalander unter starkem Druck eine Reihe von Guß- und Hartpapierwalzen und erhalten so eine hohe Glätte (satinierte Papiere). Für besonders hohe Qualitätsanforderunge…

Tintenfestigkeit

(69 words)

Author(s): G. Brinkhus
Prüfung eines Papiers nach DIN 5326 auf Saugfähigkeit. Mit einer Schreibfeder werden mehrere sich kreuzende Linien auf das Probeblatt gezogen bzw. mit der Ziehfeder 1/2 oder 1/1 mm werden mehrere parallele Linien im Abstand von 1/2 oder 1/1 mm gezogen. Der Grad des Verlaufens der Tinte ist Anhaltspunkt für die Tintenfestigkeit des geprüften Pa-piers. Leimungsgrad G. Brinkhus Bibliography Krickler, G.: Die Werkstoffe des Buchbinders. Hannover 1982, S. 62

Tunkpapier

(84 words)

Author(s): G. Brinkhus
Technik der Buntpapierherstellung. Die auf einer Flüssigkeit oder einem Schleimgrund schwimmenden Farben, die durch Ziehen mit unterschiedlichen Hilfsmitteln (Marmorieren) gestaltet werden können, werden mit dem zu färbenden Papierbogen von der Oberfläche abgehoben. Im Farbtunkverfahren hergestellte Buntpapiere werden z. B. als Mamorpapier, Ebru, Türkisch Papier oder Öltunkpapier bezeichnet. G. Brinkhus Bibliography Grünebaum, G.: Buntpapier. Gesch., Herstellung, Verwendung. Köln 1982 Sönmez, N.: Ebru – Marmorpapiere. Ravensburg 1992 ders.: Vom Ebru zum Marmo…

Moleskin

(39 words)

Author(s): G. Brinkhus
sehr festes Baumwollgewebe in Satinbindung, das auf der Rückseite aufgerauht ist. M. ist nicht appretiert und wurde früher vor allem als Überzug für Geschäftsbücher verwendet. G. Brinkhus Bibliography Krickler G.: Die Werkstoffe des Buchbinders. Hannover 1982, S. 72.

Papierrheologie

(37 words)

Author(s): G. Brinkhus
erforscht die Struktur des mechanischen Verhaltens und untersucht die Erscheinungen und Vorgänge des Fließens und der Verformung der Werkstoffe und Erzeugnisse der Papierherstellung. G. Brinkhus Bibliography Lehrbuch der Papier – und Kartonerzeugung. Leipzig 1989, S. 405.

Winter, Wilhelm

(37 words)

Author(s): G. Brinkhus
Buchbinder aus Nürnberg. 1474 an der Erfurter Univ. immatrikuliert erwarb er 1478 das Baccalaureat. Zwischen 1474 und 1483 ist W. in Erfurt als Buchbinder tätig, er signierte seine Einbände mit einem Namensstempel. G. Brinkhus

Mausern

(42 words)

Author(s): G. Brinkhus
regional umgangssprachlich für ausfransen, verlaufen. Ausgehend vom Leipziger Raum hat sich der Begriff in der Buchbinderei als Bezeichnung fur unsaubere Linien bei fehlerhafter Vergoldung durchgesetzt. G. Brinkhus Bibliography Brade, L. / Kersten, E: 111. Buchbinderbuch. 9. Aufl. Halle 1930, S. 106–111.

Schieferpapier

(61 words)

Author(s): G. Brinkhus
Auf glatte Pappe oder festes Schreibpa-pier wird nacheinander Ölfarbe, Kienruß in Leinölfirnis und schließlich mit Bimsteinpulver und Kienruß versetzte Ölfarbe aufgetragen. Die getrockneten Schichten werden jeweils angeschliffen. S. ist wesentlich dunkler als Naturschiefer und außerdem bruchfester und wurde daher als Ersatz für Tafeln aus natürlichem Schiefer verwendet. G. Brinkhus Bibliography Brockhaus Konversationslexikon. 14. Aufl. Bd. 14. Leipzig 1908, S. 431.

Hadern

(50 words)

Author(s): G. Brinkhus
sind Textilabfälle (Lumpen) aus Baumwolle, Flachs und Hanf, die in Europa bis ins 19. Jh. den einzigen Rohstoff für die Papierherstellung bildeten. Heute werden Hadern nur noch für hochwertige Maschinenbüttenpapiere (Büttenpapier) verwendet. G. Brinkhus Bibliography Kirchner, K.: Satz, Druck, Einband und verwandte Dinge. 9. Aufl. Wiesbaden 1970, S. 179.

Solanderschuber

(86 words)

Author(s): G. Brinkhus
wird eine in Buchform hergestellte Sammelschachtel genannt, die mit Hals gearbeitet ist. Als Schutzbehältnis für empfindliche Einbände hat der S. den Vorteil, daß ein zu schützender Band vorsichtig von oben in den ausgepolsterten Fußteil eingesetzt werden kann und dann erst der Deckel aufgesetzt wird. Einfachere Formen des S.s wurden wie Stehsammler verwendet; sie bieten einen sehr guten Staubschutz. Benannt wurde der S. nach dem Naturforscher und Bibliothekar D. C. Solander. G. Brinkhus Bibliography Hennigsen, T.: Das Handb. für den Buchbinder. St. Gallen 1969, S. 214–223.

Füllstoff

(117 words)

Author(s): G. Brinkhus
Dem Papier- Faserbrei werden als F.e feingemahlene mineralische Stoffe beigegeben, um eine für das Beschreiben und Bedrucken hinreichend geschlossene Oberfläche des Papiers zu erreichen. Die F.e schließen die Unebenheiten zwischen den Fasern und bewirken, daß die Papiere undurchsichtiger (opak) werden. Verwendet werden Silikate (z.B. Kaolin), Sulfate (z. B. Gips) und Oxyde (z.B. Titandioxyde). Durch erhöhte F.beimengungen können auch besonders weiche, geschmeidige, beim Blättern geräuscharme Pap…

Programmpapier

(56 words)

Author(s): G. Brinkhus
stark beschwertes, d. h. mit Füllstoffen versehenes, weiches und schwach geleimtes Papier mit matter Oberfläche, das für Theater– und Konzertprogramme verwendet wird; es verursacht beim Umblättern keine störenden Geräusche und gibt wegen der nicht reflektierenden Oberfläche auch bei Dämmerlicht die Schrift gut lesbar wieder. G. Brinkhus Bibliography Schwieger, H. G.: Papier–Praktikum. Wiesbaden 1985, S. 100.

Holzzellstoff

(104 words)

Author(s): G. Brinkhus
wird durch chemischen Aufschluß aus Holz (Nadel- und Laubhölzer) und verholzten Fasern (Stroh, Espartogras) gewonnen und stellt den wichtigsten Rohstoff für die Papierproduktion dar. Für den chemischen Aufschluß des Holzes bedient man sich hauptsächlich zweier Verfahren: 1. Sulfitzellstoff wird durch Kochen des Holzes in Kalziumbisulfitlösung erzeugt. 2. Sulfatzellstoff wird durch Kochen des Holzes in Ätznatronlauge oder einer Lauge aus Ätznatron, Soda und Schwefelnatrium hergestellt. Mehr als 6…

Grünpigment

(77 words)

Author(s): G. Brinkhus
(Grünspan, lat.: viride) auf der Grundlage von basischem Kupferazetat hergestelltes Pigment, das in den Buchmalereirezepten aus Kupfer und verschiedenen Zusätzen, meist unter Verwendung von Weinessig, hergestellt wird. Das Kupfergrün ist die Ursache für den gefürchteten Farbfraß G. Brinkhus Bibliography Roosen-Runge, H.: Farbgebung und Technik ma. Buchmalerei. Bd. 2. München 1967, S. 95–102 Banik, G. / Stachelberger, H. / Mairinger, F.: Untersuchungen zum Abbau von Papier durch grüne Kupferpigmente. In: Texte, Noten, Bilder. Wien 1984, S. 337–349

Weckesser, Jacques

(98 words)

Author(s): G. Brinkhus
* 1860,† 1923, belgischer Buch-binder und Vergolder. 1880 lernte er auf der Brüsseler Ausstellung Einbände von Pierre-Corneille Schavye, dem großen Buchbinder der Romantik, kennen und blieb einige Zeit bei ihm. Er arbeitete dann von 1882 bis 1909 mit Charles de Samblanx (1855–1943) zusammen, wobei W. vor allem die Entwürfe und Vergoldungen fertigte. W. nahm Techniken und Ideen der Einbandgestaltung des 15. bis 18. Jh.s auf und gestaltete, ohne purer Imitation zu verfallen, sehr intuitiv. Das «Mu…

Homöographie

(58 words)

Author(s): G. Brinkhus
ist die Bezeichnung für ein anastatisches Druckverfahren, bei dem unter Verwendung von Chloroform, Gallussäure und Wasser das Druckbild vom Papier auf einen lithographischen Stein übertragen wurde, damit Nachdrucke (Reprints) hergestellt werden konnten. Als Erfinder dieses Verfahrens gilt der Drucker Boyer in Nimes. Umdrucklithographie. G. Brinkhus Bibliography Goebel, T.: Die graphischen Künste der Gegenwart. Stuttgart 1895, S. 212.

Papierrand

(101 words)

Author(s): G. Brinkhus
rspr. Bezeichnung für die natürlichen, leicht unregelmäßigen Ränder des handgeschöpften Papierbogens, die sich beim Schöpfen ergeben. Der Büttenrand gilt als bes. Qualitätsmerkmal nachweislich handgeschöpften Papiers und wird deshalb gelegentlich auch bei Maschinenpapieren durch Abschleifen oder durch Beschneiden mit wellenförmigen Messern nachgeahmt. Bei Graphikbl. schützt der P. die künstlerische Darstellung. Die Breite des P. wird bei der Bewertung von Graphiken herangezogen, breitrandige Ex. werden deutlich höher bewertet. Nur vere…

Sarsenet

(35 words)

Author(s): G. Brinkhus
ein leichtes, nicht appretiertes Baumwollgewebe, das für wenig strapazierfähige Einbde. verwendet wurde. Heute werden durchweg appretierte Einbandstoffe, z. B. auch Schirting, verwendet. G. Brinkhus Bibliography Moessner, G.: Buchbinder ABC. Bergisch Gladbach 1981, S. 102

Tierisch geleimt

(133 words)

Author(s): G. Brinkhus
ist die ungenaue Bezeichnung für die Verwendung von Leimen tierischen Ursprungs (Heißleim) bei der Leimung des Papiers. Schreibpapiere müssen zur Verringerung der Saugfähigkeit geleimt werden, damit die Tinte nicht verläuft. Während in der Frühzeit der Papierherstellung in China und im islamischen Kulturkreis Leime pflanzlichen Ursprungs üblich waren, wurden in der Papierherstellung in Italien seit ca. 1275 tierische Leime verwendet. Die maschinelle Papierherstellung kehrte mit der Harzleimung (…

Stockpresse

(63 words)

Author(s): G. Brinkhus
(auch Glätt- oder Packpresse) wird eine große, in der Buchbinderei vielseitig eingesetzte zweioder viersäulige Standpresse genannt, deren Kopfteil mit einer Spindel abgesenkt werden kann, um Druck zu erzeugen. Der Name leitet sich von der urspr. Verwendung dieses Pressentyps zum Prägen von Platten auf Holzdeckeleinbänden her. G. Brinkhus Bibliography Brade, L. / Winckler, E.: Das ill. Buchbinderbuch. Leipzig 1860 (ND 1990), S. 32–34.

Sieneser Einband

(187 words)

Author(s): G. Brinkhus
ist die Bezeichnung für eine sehr spezielle Form in Ölfarben auf Kreidegrund bemalter Bucheinbände. Die Holzdeckel der Rechnungsbücher der Stadtregierung von Siena wurden seit der Mitte des 13. Jh.s mit dem Porträt des jeweils nur ein halbes Jahr amtierenden Kämmerers versehen, die vier Provveditori (Kontrolleure) wurden jeweils mit Namen und Wappen auf den Bänden einer zweiten Serie aufgeführt. Die älteste «tavoletta» stammt von 1258, ab 1314 wurde nur noch eine Serie der Rechnungsbücher mit be…

Sortenpapier

(37 words)

Author(s): G. Brinkhus
Bezeichnung für Papiere, die vom Feinpapiergroßhandel im Sortiment vorrätig gehalten werden, um den Bedarf der Druckereien an verschiedenen Feinpapieren kurzfristig decken zu können. G. Brinkhus Bibliography Schwieger, H. G.: Papier-Praktikum. Wiesbaden 1985, S. 140 bis 145.

Klauenöl

(51 words)

Author(s): G. Brinkhus
wird aus den Fußknochen von Rindern, Schafen und Pferden nach Entfernen der Hufe durch Auskochen oder Extraktion mit Fettlösern gewonnen. Das hellgelbe, fast geruchlose und nicht verharzende Öl wird in einer Reihe von Rezepten zur Lederpflege als wesentliche Komponente genannt. G. Brinkhus Bibliography Wächter, W.: Buchrestaurierung. Leipzig 1981, S. 180.

Polyacrylat

(26 words)

Author(s): G. Brinkhus
als Bindemittel für Farben und zur Herstellung von Kaschierfolien und zum Laminieren verwendet, Sammelbezeichnung für Polymerisationsprodukte aus Acrylsäure und deren Estern, Poly(meth)acrylsäureester G. Brinkhus

Karussellbinder

(40 words)

Author(s): G. Brinkhus
Maschine in der Buchbinderei, in der eine größere Zahl von Büchern für die Klebebindung nach dem Lumbeckverfahren aufgefächert und gebunden werden kann. K. werden in Betrieben mittlerer Größe eingesetzt, um kleinere Aufl. rationell bearbeiten zu können. G. Brinkhus

Vellucent-Einband

(82 words)

Author(s): G. Brinkhus
Verfahren zum Schutz von bemalten oder aufwendig verzierten Einbänden mit transparent gemachtem Pergament. Die Edwards of Halifax bekamen 1785 ein Patent auf ein Verfahren, Pergament durch eine bes. Behandlung durchsichtig zu machen; dieses Pergament wurde dann mit gemalten Landschaften oder ähnlichen Verzierungen unterlegt. Cedric Chivers ließ dann wenig später sein modifiziertes Verfahren patentieren, bei dem der bemalte oder dekorierte Einband mit einem durchsichtigen, mit Stempeln verzierten Pergament überzogen wurde. G. Brinkhus Bibliography Wolfstieg, A.: Vellu…

Fettflecke

(80 words)

Author(s): G. Brinkhus
in Papier lassen sich mit einem Brei aus Magnesiatalkum und Reinigungsbenzin entfernen. Der Brei muß ca. 1 bis 2 mm dick aufgetragen werden und kann nach dem Trocknen mit einem Pinsel entfernt werden. Bei frischen Flecken reicht es oft aus, wenn das Magnesiapulver trocken aufgestreut wird und einige Tage einwirken kann. Hartnäckige und alte Flecken kann man mit Petroleum einweichen. Die benachbarten Blätter müssen mit Löschpapier geschützt werden. G. Brinkhus Bibliography Pieper, E.: Handbuch der praktischen Buchpflege. München 1968

Simier, René

(119 words)

Author(s): G. Brinkhus
gen. Père, stammte aus Mans. Er ließ sich, nachdem er 1798 die Armee verlassen hatte, in Paris als Buchbinder nieder und machte sich um 1800 selbständig. 1809–1812 war er «Relieur de la Reine Marie-Louise», ab 1826 zeichnet er «Simier père et fils» (sein Sohn Adolphe ist bis 1847 nachweisbar). S. starb 1837. Seine Arbeiten zeichnen sich bes. durch sehr filigran gestaltete Rücken aus, in der Deckelgestaltung greift er Elemente der klassischen griech. Architektur auf, verwendet aber auch Voluten, …

Mappe

(35 words)

Author(s): G. Brinkhus
einfache Hülle aus zwei Pappen, die mit einem Gewebestreifen verbunden sind, zur Aufbewahrung von losen Blättern. Die M. kann durch Klappen, Bänder und Ecken verbessert und durch entsprechende Überzüge ausgestaltet werden. G. Brinkhus

Rändeln

(37 words)

Author(s): G. Brinkhus
oder einfassen bezeichnet in der Buchbinderei das Umkleben von Papier- und Pappenkanten mit Papier- oder Gewebestreifen, um sie gegen Einreißen und Zerfasern zu schützen. G. Brinkhus Bibliography Zahn, G.: Grundwissen für Buchbinder. Itzehoe 1990, S. 304.

Röntgenfluoreszenzanalyse

(57 words)

Author(s): G. Brinkhus
Verfahren zur zerstörungsfreien Materialanalyse von Oberflächen, das in der Buchrestaurierung u. a. zur Bestimmung von Pigmenten in der Buchmalerei angewendet wird G. Brinkhus Bibliography Schweizer, F.: Zerstörungsfreie Materialanalysen fur die Untersuchung und Restaurierung von Museumsobjekten – Moglichkeiten und Grenzen. In: Naturwissenschaften in der Kunst. Hrsg. Manfred Schreiner. Wien/ Koln / Weimar 1995, S. 67 — 78

Kantenlineal

(46 words)

Author(s): G. Brinkhus
ein dünnes, je nach Buchgröße längeres oder kürzeres Lineal, auf dem eine schmale Schiene in der Breite der Buchkante befestigt ist. Die schmale Kante wird als Anschlag beim Formieren der Deckel von Hand benützt. G. Brinkhus Bibliography Adam, P.: Der Bucheinband. Leipzig 1890, S. 91
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