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Your search for 'dc_creator:( "H. Bohrmann" ) OR dc_contributor:( "H. Bohrmann" )' returned 295 results. Modify search

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Redaktionsgeschichte

(194 words)

Author(s): H. Bohrmann
Zu Beginn der Pressegesch. im 17. Jh. waren die Berufsrollen von Drucker, Verleger und Redakteur häufig noch ungeschieden. Die R. behandelt den Differenzierungsprozeß, der sich seitdem vollzogen hat und in dessen Gefolge immer mehr festan gestellte Redakteure als Produzenten und Organisatoren des Inhalts von Ztg. und Zss. gebraucht wurden und in der Redaktion Zusammenwirken. Anhand von Quellen die R. nachzuvollziehen, bietet sich selten Gelegenheit, und das eher bei Zss. als bei Zeitungen. Die Geschäftsakten privater Verleger müssen lediglich kürze…

Straßenhandel

(141 words)

Author(s): H. Bohrmann
Bezeichnung für die Gewohnheit, Zeitungs- und Zeitschriftennummern durch Einzelhändler (Kioske) oder fliegende Zeitungshändler (Zeitungsjungen) dem Leser vor allem an Verkehrsknotenpunkten anzubieten. Bis zur Märzrevolution 1848 besaß die Post im Deutschen Reich ein Vertriebsmonopol für die Presse und bot ausschließlich Abonnements an. Eine Errungenschaft der Märzrevolution war das Angebot von Einzelnummern an den Brennpunkten des revolutionären Geschehens. Die Presse konnte dadurch ihr Publikum…

Generalanzeiger

(250 words)

Author(s): H. Bohrmann
Zeitungstypus, der in der zweiten Hälfte des 19. Jh.s bei Zeitungsneugründungen bevorzugt wurde. Die Finanzierung des Zeitungsunternehmens stützt sich beim G. im wesentlichen auf Anzeigeneinnahmen (Kleinanzeigen und ganzseitige Großanzeigen von Kaufhäusern), ohne auf Abonnements- oder Einzelverkaufseinnahmen insgesamt, es sei denn zur Markteinführung des Blattes, zu verzichten. Voraussetzung für die Entwicklung von G.n war die im Prozeß der Industrialisierung stark steigende Bevölkerungszahl, di…

Kollektivität

(100 words)

Author(s): H. Bohrmann
eines der vier hauptsächlichen Bestimmungsmerkmale einer Ztg. und in eingegrenzter Form auch einer Zs., wie sie von der Zeitungs– und älteren Pu-N blizistikwissenschaft bestimmt wurden. K. bezeichnet die widmet und keines grundsätzlich aus ihrem Interessenfeld ausschließt. Dasselbe gilt für die aktuellen Illustrierten und anderen Publikumszss., während es bei der Fachpresse und wiss. Periodika durch die jeweilige thematische Widmung eingegrenzt erscheint, ohne jedoch die einheitliche thematische…

Kontrahierungszwang

(83 words)

Author(s): H. Bohrmann
Ein marktwirtschaftlich organisiertes Medienwesen baut wesentlich auf der Vertragsfreiheit auf. K. kann nur gerechtfertigt werden, wenn anders die Herstellung vielfältiger Öffentlichkeit nicht erreicht werden kann, so bei der Aufnahme von Wahlkampfanzeigen in einem Zeitungskreis, auch wenn dies Blatt einer bestimmten anderen Partei publizistisch zu neigt, oder bei der Aufnahme eines Titels ins Pressegrosso bzw. in den Postzeitungsdienst. H. Bohrmann Bibliography Löffler, M. / Pucker, R.: Handb. des Presserechts. München 1978 Brummund, P.: Struktur und Organisation …

Presseausweis

(64 words)

Author(s): H. Bohrmann
Der P. bescheinigt die Identität seines Inhabers als beruflich tätigen Journalisten. Er wird von den Journalistenverbänden ausgegeben und ist allg. anerkannt. Er berechtigt zum Zutritt von Pressekonferenzen ebenso wie zum i.d.R. unentgeltlichen Eintritt bei öffentlichen Veranstaltungen. Ein P. dient auch dazu, die Berufseigenschaft zu beglaubigen, wenn spezifische Rechte journalistischer Recherche (Wahrnehmung des Informationsanspruchs gegenüber Behörden / Bildberichterstattung) wahrgenommen werden sollen. H. Bohrmann

Nachrichtendienst

(86 words)

Author(s): H. Bohrmann
1. Bezeichnung für Nachrichtenagen turen oder einzelne Dienste einer Nachrichtenagentur, beispielsweise Sportnachrichten. 2. Von N. wird auch bei den Produkten der zentralen Nachrichtenredaktion eines Pressekonzerns gesprochen, z. B. SpringerInland – Dienst (SID) / Springer-Ausland – Dienst (SAD). 3. Bezeichnung für die Nachrichtensendungen und deren Redaktionen bei den elektronischen Medien. 4. Auch Benennung für den Geheimdienst, der in der Regel in staatlichem Auftrag nicht allg. zugängliche Nachrichten sammelt und auswertet. H. Bohrmann Bibliography Höhne, H.: Di…

Lesergruppe

(149 words)

Author(s): H. Bohrmann
1. Teil des Publikums einer Ztg. oder Zs., der in aller Regel virtuell und nicht aktuell tatsächlich sich versammelt. Die Mediaforschung kann mit ihren Methoden die sozialstatistischen Daten verschiedener L.n beschreiben. Wichtige Kriterien sind Einkommen, Ausbildung, Beruf, Alter, politische Stellung und Organisation, Zuspruch zur Massenkommunikation. Ztg. und Zss. haben im allg. die Absicht, möglichst große Publika anzuziehen, d.h. in aller Regel heterogene Publika, die zahlreiche L.n umfassen…

Chef vom Dienst

(68 words)

Author(s): H. Bohrmann
leitender Redakteur, der im Vorlauf und während des Produktionsprozesses der Zeitschriften- oder Zeitungsnummer die Aufgliederung des redaktionellen Teils nach Sparten und deren Verteilung über die einzelnen Seiten, einschl. des Anzeigenteils, bestimmt (Umbruch). Damit ist er Schlüsselfigur für das Gesicht der Zeitung und Verbindungsmann zwischen Redaktion und Druckerei zur zeitgerechten Fertigstellung des Produkts. H. Bohrmann Bibliography Groth, O.: Die Zeitung. Bd. 1. Mannheim 1921, S. 344-345.

Mittagsblatt

(29 words)

Author(s): H. Bohrmann
1. In der Regel bereits in den frühen Vormittagsstunden auf dem Markt erscheinende Boule-vardztg., seltener Abonnementszeitung. 2. Zweite Ausg. einer mehrfach am Tag erscheinenden Tageszeitung. H. Bohrmann

Verbreitungsanalyse

(290 words)

Author(s): H. Bohrmann
Weil Werbung (Anzeigen) Zeitungen, Zeitschriften, den öffentlich-rechtlichen Rund-funk (Hörfunk und Fernsehen) und Filmtheater zu unterschiedlichen Prozentsätzen mit finanziert und andere Medien voll finanziert (Anzeigenblätter, Gratiszeitungen, privater Rundfunk, Plakate und viele Angebote des Internets u. a. m.) hat sich im zweiten Jahrzehnt des 20. Jh.s eine objektive Kontrolle der Verbreitung bei Lesern, Zuhörern, Zuschauern, Internetnutzern herausgebildet, mit deren Hilfe die Reichweiten u.…

International Organization of Journalists (IOJ)

(87 words)

Author(s): H. Bohrmann
Intern. Vereinigung von Journalisten, die den Ländern des kommunistischen Blocks angehören oder sich ihm verbunden fühlen. Die IOJ wurde 1946 in Kopenhagen gegr., seit 1947 besteht ihr Sekretariat in Prag. Vorsitzender ist der finnische Kommunikationswissenschaftler Kaarle Nordenstreng. Das auch in dt. Sprache verbreitete Fachbl.: Der demokratische Journalist (Prag) erscheint monatlich und wird (auch in engl., russ., franz. und span. Sprache) in 165 Ländern verbreitet. H. Bohrmann Bibliography What is the international Organization of Jounalists? The I.O.J. Fif…

Titelanzeigen

(86 words)

Author(s): H. Bohrmann
Für das Wiedererkennen und die Image-bildung von Printmedien spielt die Wahl des Kopftitels eine wichtige Rolle. Deshalb suchen Verlage oder auch Blattmacher im Zuge der Planung von neuen Produkten den von ihnen in Aussicht genommenen Titel rechtlich zu schützen. Das geschieht durch T. in der Fachpresse (z. B. in Verbandsorganen von Verlegern, Journalisten, DruckereifachblΣttern), in denen Titel (oft auch in unterschiedlicher grafischer Gestaltung und Schreibweise) ÷ffentlich in Anspruch genommen werden. Titelanzeige aus Börsenblatt, Wochenmagazin für den Deutsch…

Deutsche Journalisten-Union

(67 words)

Author(s): H. Bohrmann
bis zum Übergang in die «Mediengewerkschaft» (1985) Sparte der Journalisten in der Industriegewerkschaft Druck und Papier, begründet 1951 und nach Streikaktion der Industriegewerkschaft Druck 1966 auch Tarifpartner im Pressebereich. H. Bohrmann Bibliography Fabian, W.: Journalisten in der Gewerkschaft. In: Solidarität gegen Abhängigkeit. In: Auf dem Weg zur Mediengewerkschaft. Hrsg. U. Paetzold u. H. Schmidt. Darmstadt/Neuwied 1973, S. 126–134 Drüke, H.: Journalisten und Gewerkschaft. Frankfurt/Main 1984.

Nachrichtenbeschaffung

(186 words)

Author(s): H. Bohrmann
Seit sich Mitte des 19. Jh.s das Nachrichtengewerbe als eigenständiger weig der Publizistik konstituiert hat, stützt sich die Presse nur noch in der lokalen Berichterstattung auf die Recherche durch Redakteure, freie Mitarbeiter und gelegentlich angebotene und angekaufte Nachrichten aus der Bevölkerung. Die Nachrichtenredaktion, der die dt. und intern. Berichterstattung zufallt, analysiert die von den Nachrichtenagenturen (Universalnachrichtenagenturen, wie dpa [Dt. Presseagentur] oder Spezialna…

Institut für Zeitungsforschung

(165 words)

Author(s): H. Bohrmann
kommunales Forschungsinstitut der Stadt Dortmund (gegr. 1926), das den journalistischen Gebrauch von periodischen Druckmedien, vor allem der Tagespresse, in Gesch. und Gegenwart untersucht. Das I. betreibt eine Slg. von Ztg. und Zss., bes. auch auf Mikrofilm. Hier arbeitet die Geschäftsstelle des Mikrofilmarchivs der deutschsprachigen Presse e. V. (gegr. 1965). Ferner ist eine Fachbibl, für alle Medien der öffentlichen Kommunikation, eine fachliche Dokumentation betreffend Ztg.- und Zss.aufsatze…

Voß, Christian Friedrich, d.Ä.

(182 words)

Author(s): H. Bohrmann
(1724D1795), war Buchhandler und Verleger, der das vom Vater 1693 in Potsdam gegr. Geschaft weiterfuhrte und mit kgl. Genehmigung 1748 nach Berlin verlegte. Neben lit. Veroff. (Ramler, Gleim, Gellert), zu denen spater sogar Lessings Werke gehorten D beide Familien waren miteinander verschwagert D, zahlten auch philosophische Titel, etwas Moses Mendelssohn, zu seinem Programm. Von bes. Bedeutung war, das V. auch ab 1751 die .Kgl. Privilegirte Berlinische Zeitung von Staats- und Gelehrten Sachen. …

Werbender Buch- und Zeitschriftenhandel (WBZ)

(192 words)

Author(s): H. Bohrmann
(früher Kolportagehandel und Werbender Zss.handel), spezialisierter Verkaufsweg, auf dem vor allem Publikumszss. durch Werber an der Haustür abgesetzt werden sollen. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, seinerzeit noch stärker auf den Buchvertrieb (Reihenveröffentlichungen bspw. Klassischer Literatur, Lexika) ausgerichtet als heute, ist der WBZ durch den seinerzeit üblichen, hiermit verbundenen Versicherungsverkauf zusätzlich mit Argumenten versehen worden. Eine Versicherung als Zusatzlei…

Fédération Internationale de la Presse Périodique (FIPP)

(87 words)

Author(s): H. Bohrmann
Als intern. Vereinigung der Zss. verleger wurde die FIPP 1910 in Brüssel gegr. Sie erfuhr 1925 in Paris eine Neuorganisation. Ihr heutiger Sitz ist London. In 29 Ländern existieren nationale Sektionen. Die FIPP vertritt weltweit die Interessen der Presse und fördert insbes. die freie Verbreitung von Nachrichten, die Hebung der Standards für periodische Veröffentlichungen und die intern. Zusammenarbeit ihrer Mitglieder. Die FIPP veranstaltet jedes zweite Jahr einen Kongreß und veröffentlicht jährlich den «International Report on Periodical Publishing». H. Bohrmann

Slogan

(32 words)

Author(s): H. Bohrmann
engl. für Schlagwort oder Werbespruch, meint die knappe und treffende sprachliche Charakterisierung eines Sachverhaltes, die z. B. durch die Schlagzeile einer Ztg. oder für deren Reklame geprägt wurde. H. Bohrmann

Fachpresse

(241 words)

Author(s): H . Bohrmann
Unter pragmatischen Gesichtspunkten abgegrenzter Teil des Zeitschriftenwesens, der inhaltlich auf berufliche Tätigkeit bezogen ist. «Eine Fachzs. ist ein Blatt für Veröff., die Theorie und Praxis einer Wissenschaft, einer Kunst, eines Gewerbes oder eines Handwerks betreffen, mit dem Zweck, den Angehörigen eines Berufes Führerin zu sein und die Ergebnisse der Arbeiten den Berufsangehörigen allgemein bekanntzumachen.» (Intern. Kongreß der F., 1925). Innerhalb der F. wird demzufolge zwischen Period…

Verband deutscher Buch-, Zeitschriften- und Zeitschriftengrossisten e. V.

(46 words)

Author(s): H. Bohrmann
(Bundesverband Pressegrosso) ist der Fachverband aller Firmen, die im Vertrieb den Printmedien engagiert sind. Er nimmt die Interessen seiner Mitglieder in der Öffentlichkeit wahr und ist Hrsg. der namhaften Fachzs. «Der neue Vertrieb», gegr. 1948. H. Bohrmann

Tausenderpreis

(30 words)

Author(s): H. Bohrmann
Zum Zweck des Vergleichs von verschiedenen Werbemöglichkeiten (etwa bei Printmedien in EURO ausgedrückte Summe, die aufgewandt werden muß, um jeweils 1000 Leser durch Anzeigen zu errei-chen). H. Bohrmann

Avisenschreiber

(126 words)

Author(s): H. Bohrmann
Zeitunger oder Novellisten hießen im 16. und 17. Jh. Personen, die im Dienste von Fürsten, für Städte und Fernhandelskaufleute (in der Regel wohl nebenberuflich) die ihnen zukommenden Nachrichten sammelten und an ihre Auftraggeber in Nachrichten-Briefen, später wohl häufiger auch von fremder Hand vervielfältigt, als geschriebene Zeitungen versandten. Geschriebene Zeitungen haben trotz Erfindung des Buchdrucks auch wegen geringerer Zensureingriffsmöglichkeiten längere Zeit neben gedruckten bestanden. H. Bohrmann Bibliography Kleinpaul, J.: Die Fuggerzeitungen de…

Tatler, The

(116 words)

Author(s): H. Bohrmann
die bedeutendste «moralische Wochenschrift» Englands (1709–1711 von Richard Steele und Joseph Addison hrsg.), die nicht nur dort stilbildend wurde und zahlreiche Nachahmer im englischsprachigen Be-reich (auch Nordamerikas) und allen europäischen Spra-chen fand. Der T. verband liter. und unterhaltende Qualitäten mit journalistischer Nachrichtenübermittlung. In der Kombination ließen sich z. Zt. der aufblühenden bürgerlichen Öffentlichkeit hohe Aufl.en erzielen, da die Inhalte und deren Vermittlung dem bes. auch weiblichen Lesepublikum entgegenkamen. H. Bohrmann Bib…

Heftliteratur

(62 words)

Author(s): H. Bohrmann
nach der Art ihres Erscheinens in wöchentlichen Heften bezeichnete Gattung der Trivialliteratur. Sie geht zurück auf die seit der Mitte des vergangenen Jh.s vertriebenen Kolportageromane und besitzt in- und formale Beziehungen zum Zeitungs- und Illustriertenroman. H. Bohrmann Bibliography Nusser, P.: Romane für die Unterschicht. 3. Aufl. Stuttgart 1974 Wernsing, A. V. / Wucherpfennig, W.: Die «Groschenhefte»: Individualität als Ware. Wiesbaden 1976.

Postzeitungsgebühren

(45 words)

Author(s): H. Bohrmann
finanzieller Beitrag zur Finanzierung des Presseverteildienstes (Postzeitungsdienst) der Post, den die herausgebenden Verlage, bezogen auf das einzelne Vertriebsstück, gemäß gültigem Tarif zu zahlen verpflichtet sind. Die P. sind Teil des Abonnementpreises und werden in der Regel für den Abonnenten separat ausgewiesen. H. Bohrmann

Chefredakteur

(69 words)

Author(s): H. Bohrmann
Leiter der gesamten Redaktion, der die publizistische Linie einer Ztg. (mit-)bestimmt und gegenüber der Öffentlichkeit und Leserschaft einerseits, sowie gegenüber den Ressortleitern und Redakteuren andererseits im Aufträge des ihn berufenden Verlegers vertritt. Er ist in der BRDeutschland presserechtlich zumeist mitverantwortlich und hat weitgehenden Einfluß auf die Verteilung der redaktionellen Finanzmittel und die Personalpolitik. H. Bohrmann Bibliography Cron, H.: Redaktionelle Leitung. In: Handbuch der Publizistik. Berlin 1969, S. 161-165.

Extrablatt

(70 words)

Author(s): H. Bohrmann
zusätzlich zur regelmäßigen Nummernfolge aus bes. Anlaß hrsg., meist nur ein Bl. umfassende Ausg., die gegen geringes Entgelt oder kostenlos vertrieben wird. E.er sorgen für raschen Nachrichtenumschlag außerhalb des Erscheinungsrhythmus einer Ztg. Sie sind heute durch Hörfunk und Fernsehen mit ihren regelmäßigen Nachrichtendiensten publizistisch überholt worden und unterbleiben deshalb auch fast vollständig. H. Bohrmann Bibliography Dovifat, E. / Wilke, J.: Zeitungslehre. Bd. 1. 6. Aufl. Berlin 1976, S. 18.

Kennziffer – Zeitschrift

(111 words)

Author(s): H. Bohrmann
Fachblatt, das kostenfrei an einen seinem Inhaltsspektrum möglichst angepaßten Interessentenkreis versandt wird. Die einzelnen Beiträge sind mit Kennziffern versehen, unter deren Angabe der Leser beim Verlag weiterführende Informationen, sei es in Form von bibliographischen Hinweisen, Kopien von Belegstellen, oder Bezugsquellenhinweisen erhält. Die K. versucht, den Kommunikationsprozeß vom Leser zum Verlag aktiv zu gestalten; nur der Leser, der nachfragt, erhält fortlaufend das Blatt. K.en mache…

Open-End-Abonnement

(43 words)

Author(s): H. Bohrmann
zeitlich unbegrenzt eingegangene Abnahmeverpflichtung flir ein Periodikum. Im dt. Bereich ist das O. üblich, in anderen Ländern wird im allg. eine Verpflichtung zur Abnahme flir einen festen Zeitraum, meist ein Jahr, eingegangen und muß dann auch ausdrücklich erneuert werden. H. Bohrmann

Journalist

(210 words)

Author(s): H. Bohrmann
ungeschützte Berufsbezeichnung für die haupt– und nebenamtlichen, schreibenden Mitarbeiter der publizistischen Medien, insbesondere von Zeitungsund Zeitschriftenredaktionen, Hörfunk, Fernsehen und Nachrichtenagenturen. Der J. als hauptberuflicher Kommunikator hat sich erst in der zweiten Hälfte des 19. jh.s herausgebildet. Die damals sprunghaft aufstrebende Tagespresse suchte viele neue Mitarbeiter für den Ausbau der Lokalberichterstattung und im Unterhaltungsbereich, Kriterien beim Berufseinsti…

Regionalausgabe

(72 words)

Author(s): H. Bohrmann
unbestimmter Ausdruck für eine Zeitungsausg., die sich weder allein einem Erscheinungsort, noch einem ganzen Staat widmet und in ihm überregional verbreitet ist, sondern das Hauptaugenmerk der Berichterstattung und das Hauptverbreitungsgebiet in einer Region findet. Die dt. Presse ist seit dem Wiederaufbau unter dem Einfluß der alliierten Pressepolitik nach 1945 überwiegend durch Regionalztg. bestimmt. H. Bohrmann Bibliography Frankenfeld, A.: Typologie der Zeitung. In: Handb. der Publizistik. Bd. 3,2. Berlin 1969, S. 153-160.

Zeitschriftenleser

(314 words)

Author(s): H. Bohrmann
der Umfang der Leserschaft ist Verlagen zunächst durch die Aufl. bekannt. Mit Hilfe der Umfrageforschung kann ermittelt werden, wie das Lesepublikum (Zweit- und Drittleser, Mitleser) beschaffen ist, ob und welche Überschneidungen mit den Publikationen anderer Blätter vorliegen. Dabei interessiert, ob das Blatt die Zielleserschaft erreicht und zu welchem Prozentsatz. Ferner ist von Interesse, wie die soziale Struktur der Leserschaft (Geschlecht, Alter, Beruf u. a.) beschaffen ist und sie sich von…

Wochenschrift

(152 words)

Author(s): H. Bohrmann
a. historisch die Gruppe der im 18. Jh. von England ausgehenden «Moralischen Wochenschriften», die im beginnenden 19. Jh. auf den Kontinent, auch Deutschland, in großer Titelvielfalt ausstrahlten. Es waren Unterhaltungsblätter in der Absicht, vorbildliches, auch im christlichen Sinne, bürgerliches Leben zu lehren. b. seit der Mitte des 19. Jahrhunderts, vor allem mit den verbesserten technischen Mitteln der Ill. (Holzschnitt, später Fotografie) erneuerte, in wöchentlicher Periodizität hrsg. Zeitschriften. Sie gingen ebenfalls von Englan…

Mosse-Code

(71 words)

Author(s): H. Bohrmann
vom Berliner Pressegroßverlag Rudolf Mosse für den knappen, aber präzisen Nachrichtenaustausch auf wirtschaftlichem Gebiet erarbeitetes Vokabular. Seine bes. Form erlaubte sehr schnelle und daher kostengünstige Nachrichtenübermittlung. Nutzer waren Wirtschaftsunternehmen, beispielsweise Banken, aber auch Wirtschaftsredaktionen von Zeitungen. Die Bedeutung solcher auch von anderen Anzeigen– und Nachrichtenagenturen angebotenen Codes ist seit dem Zweiten Weltkrieg durch die gewaltige Beschleunigun…

Leserdienst im Zeitungsverlag

(54 words)

Author(s): H. Bohrmann
eine neben Vertriebsund Anzeigenabt. vielfach als selbständige Verlagsfunktion ausgebildete Dienstleistungsgruppe, die Rückäußerungen der Leserschaft im Sinne einer Leser Blatt-Bindung beantwortet: dazu gehören Abwicklung von Urlaubs– und Besichtigungsreisen, Organisieren eines kulturellen Veranstaltungsprogramms, Beantwortung von Leseranfragen aller Art, Beschaffung von Kopien älterer, historisch oder persönlich bedeutsamer Zeitungsseiten u. a. m. H. Bohrmann

Lesemappe

(17 words)

Author(s): H. Bohrmann
Kartonumschlag bei Lesezirkeln, der neben Anzeigen den vollst. Titel der eingehefteten Zs. trägt. H. Bohrmann

Parteipresse

(421 words)

Author(s): H. Bohrmann
Parallel zur Entwicklung politischer Parteien seit dem 1. Drittel des 19. Jh.s entwickelte sich deren politisches Kommunikationsbedürfnis mit einer sich entfaltenden Öffentlichkeit. Seit der Märzrevolution von 1848 bildete sich deshalb eine P. heraus, die von den Parteivorständen oder führenden politischen Persönlichkeiten mehr oder weniger straff geleitet wurde. Vorbild waren die publizistischen Verhältnisse Frankreichs seit der Französischen Revolution 1789, die ebenso Parteien und P. hervorge…

Stammleser

(99 words)

Author(s): H. Bohrmann
regelmäßiger Leser eines Periodikums, sei es, daß er, wie in Deutschland vor allem bei Zeitungen und Fachzeitschriften üblich, ein Abonnement eingegangen ist oder, wie im Ausland überwiegend, am Kiosk jede Nummer kauft. Die Größe der S.schaft ist direkt proportional zur gesicherten ökonomischen Basis einer Ztg. oder Zeitschrift. Die meisten dt. Ztg. sind, wie die Fachpresse und wiss. Blätter, durch eine stabile S.schaft gekennzeichnet, da sie im Abonnement bezogen werden. Das gilt nicht für Publ…

Postmonopol

(245 words)

Author(s): H. Bohrmann
Die Übermittlung von Informationen durch Briefe und andere Sendungsarten gehörte in Deutschland als Postregal zu den Herrschaftsrechten des Kaisers, der sie 1595 erstmalig gegen Zahlung entsprechender jährlicher Ablösesummen an die Fürsten Thurn und Taxis (Regensburg) vergab. Diese betrieben die Reichspost bis zur Auflösung des «Heiligen röm. Reiches dt. Nation» (1806). Danach wurde das P.in den dt. Einzelstaaten ausgeübt, die teilweise auf vertraglicher Basis zusammenwirkten. Durch den Zusammen…

Stiftervereinigung der Presse

(74 words)

Author(s): H. Bohrmann
1966 haben sich deutsche Zeitungsverlage zur S. zusammengeschlossen, um die wiss. Forschung für die Tagespresse anzuregen und für die tägliche Arbeit von Verlag und Redaktion nutzbar zu machen. Sie wird durch einen Vorstand geführt, der durch ein Kuratorium beraten wird, denen Verleger und Kommunikationswissenschaftler angehören. Sitz ist die Geschäftsstelle des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger (Berlin). Die S. unterstützt einschlägige Forschungen finanziell, sie gibt auch Zuschüsse zur Publikation geeigneter Schriften. H. Bohrmann

Kasten

(43 words)

Author(s): H. Bohrmann
grafisches Gestaltungsmoment bei Printmedien, vor allem bei Zeitungen, wobei ein Text (beispielsweise das Inhaltsverz. einer Ausg.), ein Bild oder auch eine Anzeige in einen quadratischen oder rechteckigen, manchmal mal farbigen Rahmen, der eine oder mehrere Spalten umfaßt, gesetzt wird. H. Bohrmann

Rundschreiben

(47 words)

Author(s): H. Bohrmann
(auch Rundbrief oder Zirkular gen.) bezeichnete früher ein handschriftliches Schriftstück (Original), das mehrere Adressaten besaß und in einer bezeichneten Reihenfolge unter ihnen kursierte. Später, insbes. seit Einführung der Schreibmaschinen und Vervielfältigungstechnik, wird als R. die inhaltsgleiche Übermittlung eines Schriftstücks an zahlreiche Adressaten bezeichnet. H. Bohrmann

Postzeitungsdienst

(231 words)

Author(s): H. Bohrmann
Der Vertrieb von Periodika (Zss. und Ztg.) oblag seit deren Entstehung im 17. Jh. in Deutschland immer dann der Post, wenn Ex. außerhalb des Druckortes verbreitet werden sollten. Insofern die Post Hoheitsverwaltung des Staates war (auch wenn sie bis Anfang des 19. Jh.s an die Regensburger Fürsten Thurn und Taxis verpachtet blieb), galt das Verbot des Aufbaus einer separaten Vertriebsorganisation durch die Verlage (Postzwang). Die Post war auch Bestellanstalt für Periodika und übernahm das Inkass…

Ludewig, Johann Peter von

(233 words)

Author(s): H. Bohrmann
*15. 8. 1668 in Hohenhard bei Schwäbisch-Hall, 7. 9. 1743 in Halle a. d. Saale. L. war ein im Sinne des Gelehrtentypus des 18. Jh.s universell interessierter Geist, der in Tübingen und Wittenberg Theologie studierte und sich später an der neugegr. Univ. Halle als Privatdozent für Gesch. und Philosophie habilitierte. 1695 erhielt er dort eine Professur für Philosophie. L. wandte sich dann aber der Rechtswissenschaft zu, in der er promoviert wurde und 1705 eine juristische Professur in Halle erhie…

Kommission für den Ausbau des technischen Kommunikationssystems (KtK)

(187 words)

Author(s): H. Bohrmann
unter dem Vorsitz von Eberhard Witte von der deutschen Bundesregierung Ende 1973 berufene 22köpfige Enquetekommission. Sie legte Anfang 1976 einen Vorschlag für den Ausbau eines wirtschaftlich vernünftigen und gesellschaftlich wünschenswerten technischen Kommunikationssystems vor. Der grundgesetzlichen Ordnung der Bundesrepublik entsprechend, befaßte sich die KtK schwerpunktmäßig mit dem technischen Ausbau, für den der Bund durch das Post– und Fernmeldemonopol die Zuständigkeit besitzt. Den auf …

Tabloid

(147 words)

Author(s): H. Bohrmann
engl. Tablette, Bezeichnung für eine kompakte Boulevardzeitung halben (Druck-) Formats (ca. 300 × 400 mm), die zunächst im engl. und amer. Bereich verbreitet war und sich teilweise auch auf andere Länder Europas verbreitete. In Deutschland hat zuerst der wiedererstandene Ullstein-Verlag, Berlin (-West), 1953 die «BZ» (Berliner Zeitung) in Format und Inhalt nach dem Vorbild der Londoner «Daily Mirror» auf den Markt gebracht. Er hat damit durch den Titel bei der «BZ am Mittag» der Weimarer Jahre a…

Pressegeheimnis

(76 words)

Author(s): H. Bohrmann
Die von Journalisten für das Abfassen von Artikeln, Sendungen etc. ermittelten Sachverhalte unterliegen in der BRDeutschland dem Redaktionsgeheimnis, d. h., ein Journalist muß die Quellen seiner Artikel auch vor Gericht nicht offenbaren (Zeugnisverweigerungsrecht). Umstritten ist, ob unter das P. auch jene journalistischen Rechercheergebnisse fallen, die nicht oder noch nicht in Veröff. ihren Niederschlag gefunden haben. H. Bohrmann Bibliography Holtmeier, G. F.: Presse- und Rundfunkfreiheit. Zeugnisver-weigerungsrecht, Beschlagnahme- und Durchsuchungsfr…

Stückkostenrechnung

(111 words)

Author(s): H. Bohrmann
Kennzahl aus der Kosten- und Leistungsrechnung, bei der die z. B. im Zeitungsverlag für die Produktion eines bestimmten Zeitungs- und Zeitschriftentitels die Einnahmen (Abonnement, Einzelverkauf, Anzeigeneinnahmen) und die Kosten (Redaktion, Verlag, Druck, Vertrieb) so aufgeteilt werden, daß sie für das einzelne Ex. ermittelt und über die Zeit verglichen werden können. Auch durch den Vergleich der Stückkosten mit anderen Blättern des eigenen Verlages und, soweit erreichbar, von Konkurrenten lass…
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