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Your search for 'dc_creator:( "H. Buske" ) OR dc_contributor:( "H. Buske" )' returned 368 results. Modify search

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Buchausträgerdienst

(385 words)

Author(s): H. Buske
in der DDR und den (sozialistischem Ländern gebräuchliche Bezeichnung für sozialen Büchereidienst, alte und behinderte Menschen, die ans Zimmer gefesselt sind, über Literatur zu informieren und mit Lesestoff zu versorgen, wobei neben den sozialen Aspekten politische und propagandistische Aufgaben wahrgenommen werden. In der «Weisung zur Verbesserung der Literaturpropaganda der allgemeinen öffentlichen Bibliotheken» vom 15. 8. 1955 wird im Punkt 2: «Ausleihe» angewiesen, daß durch die Einführung …

Vorabdruck

(132 words)

Author(s): H. Buske
vollständiger oder auszugsweiser Abdruck einer Publikation, meist Roman oder Sachbuch, in einer Ztg. oder Zs. vor deren Erscheinen als Buch oder Taschenbuch. Als V. wird gelegentlich ein Textauszug in einer Anzeige, als Muster in einer Vertretermappe oder als Booklet bezeichnet. Durch den V. gilt das Schriftwerk im urheberrechtlichen Sinne als noch nicht erschienen. Verlage werben in Anzeigen häufig mit dem Hinweis «V. im Spiegel» oder «V. im Stern» oder «Mehrtägiger V. in der ...» Preprints von…

Festschrift

(261 words)

Author(s): H. Buske
Sammelband mit Beiträgen zu einem bestimmten Thema. Besonders für die Wissenschafts-gesch. von hohem Quellenwert. In Deutschland geläufig seit der 2. Hälfte des 19. Jh.s. Untersteht verlagsrechtlich den Bestimmungen über das Sammelwerk. Es gibt zwei Gruppen: 1. Gelegenheitsschrift anläßlich eines Jubiläums z. B. von Firmen, Vereinen, Städten, Univ., Gelehrten Ges. F.en erscheinen oft als Privatdrucke außerhalb des Buchhandels und sind deshalb schwer zu ermitteln und zu beschaffen. 2. Wiss. Sammelwerk für eine bedeutende Persönlichkeit meist anläßlich eines run…

Buchgewerbe

(169 words)

Author(s): H. Buske
In den ersten Jh.en nach Gutenberg übergreifende Bezeichnung für alle mit der technischen und künstlerischen Herstellung und dem Vertrieb von Druck–Erzeugnissen in Beziehung stehenden Berufe. Mit zunehmender Verbesserung der Techniken und steigender Produktion erfolgte nach und nach die Trennung von Gewerbe und Handel, so daß die Bezeichnung B. sich nur noch bezog auf die Herstellung und den Teilvcrtrieb aller Gegenstände, die mit Druck und Papier in Verbindung standen. Als Gemeinschaft der Buch…

Verleger

(638 words)

Author(s): H. Buske
nannte man seit dem 13. Jh. Unternehmer, welche die Finanzierung kleinerer Gewerbetreibender übernahmen und die Fertigprodukte für sie verkauften. Entwickelten sich in der Frühdruckzeit die Druckerverleger zu reinen Verlegern, taucht der Name «Verläger» zuerst in einem Ratsprotokoll in Frankfurt a. Main von 1569 und der «gebesserten» kaiserlichen Reichspolizei-Ordnung von 1577 als bes. buchhändlerische Erscheinung auf. Mit der Industriealisierung erhielt der finanzielle Aspekt immer größere Bede…

Mormonen-Alphabet

(157 words)

Author(s): H. Buske
Der in keiner Schriftgesch. belegte Ausdruck bezieht sich auf ein Phantasieprodukt aus griech., hebräischen, lat. und auf den Kopf gestellten Buchstaben, Häkchen, Schnörkeln und Kreuzen. Ähnlichkeiten mit hieroglyphischen, hieratischen oder demotischen Schriftzeichen sind nicht zu erkennen. Das M. geht zurück auf eine Vision des Gründers der Mormonen, Joseph Smith jun. (1805–1844), der 1827 in einer Steinkiste goldene Tafeln mit Gravuren in «reformed Egyptian» Schrift gefunden haben will und dur…

Vorausdruck

(78 words)

Author(s): H. Buske
ist ein provisorischer Sonderdruck oder Probedruck einer Zeitung, eines Buches oder Teilen davon. V. haben nicht die endgültige Form und Ausstattung, sind meistens unkorrigiert und werden in kleiner Aufl. an nur wenige für das Thema und den Verlag wichtige Personen geschickt, um die Resonanz zu erkunden, oder der V. erfolgt seitens der Druckerei nur für Verf. und Verlag, um noch Korrekturen anbringen zu können. In einem solchen Fall wäre der V. eine letzte Korrekturfassung. H. Buske

Galik-Alphabet

(224 words)

Author(s): H. Buske
auch Ali-Gali-Alphabet gen., ist ein um mehrere tibetische Schriftzeichen erweitertes uigu-risch-mongolisches Alphabet, das die korrekte Wiedergabe von sanskritisch/indischen und tibetischen Wörtern in den mongolischen Ubers, der buddhistischen Schriften erlaubt. Es wurde 1587 von dem mongolischen buddhistischen Mönch und Übersetzer Ayusi-gusi (Ayüsi güsi) geschaffen und geht zurück auf die Arbeit des Ccos-kyi 3od-zer zu Beginn des 14. Jh.s. Der Begriff ali-gali kommt vom Tibetischen ā-li kā-li …

Bouquiniste français, Le

(121 words)

Author(s): H. Buske
Organe hebdomadaire de la librairie ancienne et moderne, erschien im Januar 1920 zunächst halbmonatlich, ab 1921 wöchentlich, ab 1945 wechselnd monatlich, zwei- und dreimonatlich mit einem Umfang von je 28 – 32 Seiten mit anfangs nur Bücherangeboten und -gesuchen, später mit Beiträgen über Bibliophilie und Buchwesen, einer Rubrik «Briefkasten» über Probleme von Sammlern und Händlern, Listen der eingesandten Kataloge, redaktionellen Anzeigen, Berichten über Kongresse, neue Gesetze sowie Steuer- u…

Vormerken

(114 words)

Author(s): H. Buske
Vom Sortiment beim Verlag, der Verlagsauslieferung oder dem Barsortiment bestellte, aber noch nicht erschienene oder vorübergehend nicht lieferbare Titel werden auf Wunsch generell oder individuell vorgemerkt. Das gilt auch für Bestellungen von Privatkunden bei einer Buchhandlung. Eine wesentliche Arbeitshilfe ist ein seit Beginn der 1990er Jahre vom Rationalisierungsausschuß des Börsenvereins entwickeltes einheitliches Meldenummernsystem mit Angabe des Grundes der Nichtlieferung und dem Vermerk…

Schnelldreher

(111 words)

Author(s): H. Buske
aus der Wirtschafts- und Werbesprache übernommene Bezeichnung für Einzeltitel oder Warengruppen, die sich schnell umschlagen. Dazu gehören neben den meist kurzlebigen Bestsellern auch Schulbücher, Semestertitel, Videos oder neue PC-Software. S. entstehen im Buchhandel durch beliebte Fernsehserien, aktuelle Ereignisse in Gesellschaft, Politik und bes. im Sport. Ihr Verkauf wird i.d.R. durch massive Verlagswerbung und Sonderkonditionen unterstützt, so daß größere Sortimente oft 100 oder mehr Ex. d…

Verlagsgruppe Fleißner

(380 words)

Author(s): H. Buske
Benannt nach dem Gründer des Verbundes zahlreicher Publikumsverlage, dem Rechtsanwalt Dr. Herbert Fleißner (* 2. 6. 1928 in Eger/ Sudetenland). Nach kleinen Anfängen mit dem Bogen-Verlag, Stuttgart (gegr. 29. 12. 1955) und dem Klinger Verlag, Starnberg (gegr. 21. 10. 1958), seit 1960 Klinger Verlag Verlags- und Werbeges. Dr. Fleißner & Co. KG, Sitz beider Verlage München mit Büchern weniger bekannter Autoren und Vertriebenen-Zss. konnte er 1961 den Amalthea Verlag, Wien (gegr. 1917 in Zollikon/ …

Verkehr über Leipzig

(479 words)

Author(s): H. Buske
wurde bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 der zentrale buchhändlerische Bestell-, Lieferungs- und Zahlungsverkehr genannt, der über den Leipziger Platz lief. Schon in den letzten Jahrzehnten des 15. Jh.s war die Leipziger Messe fester Bestandteil des buchhändlerischen Geschäftsverkehrs, der mit dem späteren Übergang vom Tausch- zum Konditionshandel sich wandelte zu Kommissions- und Zahlungsstätten. Es ent-stand der Brauch, nicht verkaufte Ware auf den Meßplätzen übers Jahr zu lagern, um Kos…

Trema

(156 words)

Author(s): H. Buske
griech. = Loch, Öffnung, lat. puncta diaereseos = Trennungspunkte, in der Sprachwissenschaft diakritisches Zeichen (Lautzeichen) in Form zweier Punkte über dem ersten oder zweiten Vokal einer Vokalfolge, die getrennt gesprochen werden soll, z. B. franz. Noël oder die Inselgruppe Alëuten. Eine solche Aussprache wird Diarese genannt. Darüber hinaus dient das T. in vielen Schriften der Erweiterung des Grapheminventars, indem man i. d. R. über den Vokalen ein T. setzt. Im Dt. z. B. a, o und u, aus denen durch Ergänzung um das T. die Umlaute ä, ö und ü werden. H. Buske Bibliography Heepe, M.: …

Zunner, Johann David d. Ä.

(348 words)

Author(s): H. Buske †
wurde am 15. 11. 1610 in Nürnberg als Sohn des Rektors der St. Sebold-Schule, Magister Johann Zunner und der Ehefrau Dorothea, geb. Löhner, geboren. Nach dem frühen Tod seines Vaters wurde er von dessen Nachfolger als Rektor der oben genannten Schule, Johann Vogel, zus. mit seinen sechs Geschwistern erzogen. J. Vogel hatte Johann David Z.s Mutter geheiratet und unterrichtete ihn in der lat. und griech. Sprache. 1624 gab er Z. zum Nürnberger Buchhändler Michael Külßner in eine siebenjährige Lehre…

Empfohlene Bestellungen

(113 words)

Author(s): H. Buske
waren die vom Sortiment an Verlage oder ihre Auslieferungen gerichteten eiligen Bestellungen, die den Kommissionären der großen Kommissionsplätze zum Einholen «empfohlen» wurden, im Bestellbuch mit drei Kreuzen als E.B. bezeichnet. Im Gegensatz zu den allgemeinen gelblichen Bestellzetteln waren E. B. auf rosa Papier und durch Aufdruck eines vollflächigen, schwarzen, gleichseitigen Dreiecks besonders gekennzeichnet. E. B. wurden von den anderen Bestellungen getrennt und bevorzugt erledigt, meist …

Fleischer, Georg F(riedrich)

(188 words)

Author(s): H. Buske
* 6. 4· 1794, t 22. 9· 1863 in Leipzig. Er war der Sohn des Buchhändlers Johann Benjamin Georg F., erlernte bei seinem Vater den Buchhandel und übernahm 1819 das 1788 von seinem Vater in Leipzig gegründete Geschäft und setzte es unter der Firma «Friedrich F.» fort. Als Verleger trat er bes. hervor mit Titelkupfern (in Lfg.) zu den Werken Goethes (Ausg. letzter Hand), um deren Verlag er sich vergebens bemüht hatte. F. erwarb sich große Verdienste um die damals entstehenden buchhändlerischen Organ…

Blind disponieren

(77 words)

Author(s): H. Buske
Unsitte vorwiegend des wiss. Sortimentsbuchhandels, bedingt bezogene, bereits verkaufte Bücher bei der nächsten Kommissionsabrechnung als Disponenden anzugeben, um sich dadurch für einen weiteren Zeitraum zusätzlichen Kredit zu verschaffen. Der den Verlagen bekannte Mißbrauch wird z. T. dadurch unterbunden, daß diese zum Abrechnungstermin einige Titel blockieren oder streichen und den Sortimenter damit zur Zahlung zwingen. H. Buske Bibliography Paschke, M. / Rath, R.: Lehrbuch d. dt. Buchhandels. 4. Aufl. Leipzig 1918, S. 176 u. spätere Aufl.

Vertreterkonferenz

(129 words)

Author(s): H. Buske
heißt die Zusammenkunft aller Vertreter des Verlages mit den Lektoren, Herstellern, Marketing- und Vertriebsfachleuten im Verlag, um vor der Vertreterreise über die Neuerscheinungen der Frühjahrs- oder Herbstproduktion Informationen mitzuteilen und auszutauschen. Verlagsprogramm und Auslieferungstermine stehen weitgehend fest. Die Vertreter erhalten Präsentationsmappen mit Texten, Andrucken von Schutzumschlägen, Lageraufnahmeformulare sowie statistische Unterlagen über Bezugsmengen und Bonität d…

Ugarit

(200 words)

Author(s): H. Buske
altorientalische Hafenstadt (heute a Ras Schamra) an der syrischen Mittelmeerküste nördlich von Lakatia. Die seit 1929 vorwiegend von franz. Archäologen durchgeführten Ausgrabungen erschlossen Siedlungsschichten von der Jungsteinzeit, ca. 7. Jahrtausend v. Chr. bis etwa 1200 v. Christus. Entdeckt wurden mehrere Archive mit Keilschrifttexten auf Tontafeln in babylonischer, hurritischer und ugaritischer Sprache, vorwiegend Rechts- und Verwaltungsurkunden. An lit. Texten wurden neben kleineren Dich…

Spithöver, Joseph

(304 words)

Author(s): H. Buske
* 11. 10. 1813 in Sendenhorst bei Münster, † 12. 1. 1892 in Rom, westfälischer Buchbinder und Vergolder. S. erhielt 1845 als erster Deutscher die päpstliche Konzession zum Betrieb einer dt. Buchhand-lung in Rom. Sie war beliebter Treffpunkt der in Rom lebenden Deutschen und dt. Romreisenden. 1846 gliederte S. einen Verlag an, vorwiegend mit Titeln zur Theologie, christlicher Archäologie und Kat. für den gebildeten Italienreisenden. In den unruhigen Jahren um 1848 begann S. mit dem Handel von Wer…

Neutrale Bestelanstalt

(316 words)

Author(s): H. Buske
in Deutschland Bezeichnung für den der BAG (Buchhändler–Abrechnungs–Ges.) zugehörigen buchhandelseigenen Informationsverbund Buchhandel (IBU), der Bestellungen des Buchhandels online, bei elektronisch nicht erreichbaren Verlagen über Fax, vereinzelt noch per Briefpost, abwickelt. Im Gegensatz dazu stehen die privaten Bestellanstalten der Barsortimente und Verlagsauslieferungen. Der urspr. Plan, entstanden in den Diskussionen zwischen 1969 und 1971 um die Rationalisierung des buchhändlerischen Be…

Schriftfamilie

(213 words)

Author(s): H. Buske
vereinzelt auch Schriftenfamilie. S. bezeichnet alle von einer Druckschrift gleichen Namens mit gleichen Formelementen hergestellten Garnituren. Die vier gebräuchlichsten mit Normal, Kursiv, Halbfett und Kapitälchen bilden eine kleine Schriftfamilie. Große S.en, die bes. in der Werbung eingesetzt werden, bestehen z. T. aus über 20 verschiedenen Garnituren wie die Akzidenz-Grotesk, Akzidenz-Grotesk Buch, Benguiat, Century, Cheltenham, Futura, Helvetica oder Univers, die Garamond sogar aus 35. Ihr…

Weidmann, Moritz Georg d. J.

(299 words)

Author(s): H. Buske
Johann Ludwig Gleditsch (1663–1741) heiratete am 19. 1. 1694 die Witwe Weidmann und erzog seinen Stiefsohn Moritz Georg W. d. J. zu seinem Nachfolger. Er ließ ihn in den berühmtesten Druckereien und Verlagen in Belgien, England, Italien, Augsburg, München und Innsbruck ausbilden. Der Verlag wuchs unter Gleditsch zu einem der führenden in Leipzig heran. Zwischen 1694 und 1717 wurden 826 Neuerscheinungen von theologischen Werken und griech. / lat. Klassikern hergestellt. W. wurde 1713 Teilhaber de…

Verlegersammlung

(115 words)

Author(s): H. Buske
Im Gegensatz zu den zahlreichen Reihenwerken mit der Bezeichnung Sammlung, die einen Querschnitt durch verlegerisches Schaffen zeigen und mit dem Namen des Verlags / Verlegers verbunden sind wie z. B. Slg. Göschen, Slg. Luchterhand, Slg. Metzler, Slg. Insel wird unter V. die ganz persönliche Samm-lung als Teil der Bibl. oder Arbeitsbibl. des Verlegers und gleichzeitigen Sammlers verstanden. Einige V. wurden als Kat. gedr. und sind unverzichtbare bibliographische Hilfen. Bekannte Beispiele sind d…

Erscheinungsform

(69 words)

Author(s): H. Buske
ist die äußere Form eines Druckwerkes unabhängig von seiner Erscheinungsweise. Ihre Vielfalt zeigt sich in jeder Bibl., ihr sind keine Grenzen gesetzt. So können ein Lieferungswerk in gehefteten Bogen oder in Loseblattform, ein Sammelwerk in Zeitschriftenform oder Einzelbänden, ein Buch geheftet oder gebunden, im Handsatz, in einer limitierten Aufl., numerierten oder signierten Ausg., in einer einfachen und einer Vorzugsausg., einer normalen und einer Luxusausg. erscheinen H. Buske

Flop

(90 words)

Author(s): H. Buske
Lehnwort aus dem Englischen, flop = Plumps, Niete, Mißerfolg. 1. Im Werbejargon Bezeichnung für eine mißlungene Werbekampagne, vergebliche Innovation, gescheiterte Neueinführung eines Produktes. Das Verhältnis erfolgloser Neueinfuhrungen zur Gesamtzahl der neu angebotenen Produkte bezeichnet man als Floprate. 2. Im Buchhandel ist die erfolglose Bemühung, trotz intensiver Werbung einen Titel zu verkaufen, ein F. «Entweder das Buch wird ein Erfolg oder ein F.». Erst in den letzten beiden Jahrzehnten verstärkt in die buchhändlerische Werbesprache eingedrungen. H. Buske Bib…

Piktogramm

(399 words)

Author(s): H. Buske
1.Bildzeichen, Zeichensymbol innerhalb der klassischen Schriftgeschichte. P. und Piktographie werden häufig synonym benutzt. Die Bezeichnung taucht in den großen Schriftgeschichten von Heinrich Wuttke (1877), Karl Faulmann (1880), David Diringer (1948), Ignaz Jay Gelb (1958), Johannes Friedrich (1966), Hans Jensen (1969), Harald Haarmann (1990) nicht auf, man spricht von Bildzeichen, Logogrammen, Wortzeichen oder piktographischer Schrift. Lediglich Marcel Cohen (1958) unterscheidet zwischen «pic…

Schreibmaschinenschrift

(396 words)

Author(s): H. Buske
1. In der Büromaschinenbranche Maschinenschrift oder einfach Schrift. Die grobe Einteilung erfolgt mit allg. verständlichen Bezeichnungen wie Perl-, Normal-, schmale oder weite Normal-, Schräg-, Plakat-, Block-, Zier- oder Frakturschrift. S.en bestehen aus Einzelbuchstaben oder Schrifttypen aus Metall, Gummi oder Kunststoff. Als Vorbild dienten Druckschriften vom Egyptienne-Charakter, die den technischen Besonderheiten der Schreibmaschine angepaßt wurden, weil alle Typen gleiche Breite erfordert…

Tinneschrift

(161 words)

Author(s): H. Buske
Schrift der Tinne-Indianer, auch Tinné oder Tinneh. Heute mehr als Slave oder Slavey geläufig nach ihren Wohngebieten im Nordwesten Kanadas an den Ufern des Great Slave Lake und des Mackenzie-Flusses. Slave gehört zu den athapaskischen Sprachen, eng verwandt mit den Sprachen der Chippewyan und Yellowknife. Die T. ist eine Silbenschrift. Sie wurde aus der Cree-Schrift entwickelt und den Besonderheiten der T.sprache angepaßt. So besteht sie aus 17 geometrischen (Dreieck, Winkel, Kurven) Stammzeich…

Leske, Carl Wilhelm

(203 words)

Author(s): H. Buske
*30.3.1784 in Leipzig, 13. 11. 1837 in Darmstadt, Verleger und Buchhändler in Darmstadt, mit 14 Jahren Lehrling in der neu gegr. Buchhandlung von Georg Friedrich Heyer in Gießen. Bereits nach drei Jahren war L. Geschäftsführer der Filiale der «Heyerischen Neuen Buchhandlung» in Darmstadt, 1806 Teilhaber; seit 1811 Firmierung «Heyer & Leske». 1821 kam es zu einer freundschaftlichen Trennung in «Hofbuchhandlung C. W. Leske» und «J. W. Heyer & Sohn». L. war ungemein rührig, verlegte die «Baudenkmäl…

Tiflis (Tbilissi)

(164 words)

Author(s): H. Buske
T. als Hauptstadt Georgiens mit ca. 1,4 Mio. Einwohnern eines Landes mit nur etwa 6 Mio. Gesamtbevölkerung verfügt über ein ausgezeichnet ausgebautes Bibliothekssystem und reiche Bücherbestände. Allein die 1918 gegr. Univ. besitzt neben der UB mit ca. 3 Mio. Bdn. über ein Dutzend Institutsbibl. mit zusammen 2,4 Mio. Einheiten, davon das Polytechnische Institut mit über 1,14 Mio. Bänden. Die 1846 gegr. Georgi-sche NB hat einen Bestand von über 6 Mio. Einheiten, die Bibl. der Akad. der Wiss. 3,2 M…

Trennungszeichen

(427 words)

Author(s): H. Buske
bzw. Verbindungszeichen sind Inter-punktionszeichen, Striche, Klammern u.a., die Sätze, Satzteile, Einschübe, Wörter, Kapitel, Titel, Zahlen und Zif-fern voneinander trennen oder miteinander verbinden. Eine Silbentrennung am Zeilenende erfolgt z. B. im Anti-quasatz durch Bindestrich (-), im Fraktursatz durch doppelte Bindestriche (=) oder Schrägstriche (//). In der Setzersprache heißt T. «Divis» (lat. divisum = das Getrennte). Es bezeichnet gleichzeitig das Verbinden («Verkuppeln») der sog. «Kup…

Buchhandelsgesellschaft

(174 words)

Author(s): H. Buske
Der im Buchhandel bis dahin übliche Change-(Tausch–) und Kreditverkehr und das Überhandnehmen von Nachdrucken veranlaßte den Verleger Philipp Erasmus Reich, der seit 1762 Teilhaber der Weidmannschen Buchhandlung in Leipzig war, zur Leipziger Ostermesse 1765 eine Schrift Erstes Grundgesetz der neuerrichteten B. in Deutschland vorzulegen und darin zur Gründung einer B. aufzurufen. Ihr oberster Grundsatz sollte sein, Geschäfte nur noch gegen Barzahlung abzuwickeln und den Nachdruck auf ein Mindestm…

Veneterinschriften

(169 words)

Author(s): H. Buske
sind die auf diversen Schriftträgern gefundenen Inschriften im östlichen Oberitalien und der Randgebiete. Bezeugt sind etwa 300 Inschriften aus dem 5.–1. Jh. v. Christus. Fundorte der Inschriften mit zahlreichen lokalen Varianten sind Este, (das alte, schon bei Plinius und Tacitus erwähnte Ateste), das obere Piavetal, Gailtal (Kärnten) und Padua. Die wichtigsten finden sich auf Nekropolen, den bronzenen Votivtafeln von Este, auf Felsblöcken, Grabplatten, Tongefäßen, bes. zahlreich auf Bronzestiften und -nägeln. Die…

Rekordpreise

(580 words)

Author(s): H. Buske
sind außergewöhnliche Verkaufspreise, wie sie vorher noch nie in solcher Höhe erzielt wurden; sie sind immer Ausnahme, nie die Regel. R. sind abhängig von Modeströmungen und der allg. Wirtschaftslage. Oft entstehen R. erst dann, wenn auf Auktionen finanzkräftige Bieter und / oder Kenner das Objekt einander streitig machen. Gleiche Objekte können im Laufe mehrfachen Besitzerwechsels häufig verschiedene R. erreichen. Für erste R. sorgte am 17. 6. 1812 in London die Versteigerung der Bibl, des John…

Weidmann’sche Verlagsbuchhandlung

(494 words)

Author(s): H. Buske
Der Buchhändler und Verleger Philipp Erasmus Reich (1717 bis 1787) wurde von der Witwe Weidmann 1745 zum Geschäftsführer berufen und 1762 als Teilhaber aufgenommen. Der Verlag firmierte danach als M. G. Weidmanns Erben und Reich. Dieser führte den Verlag zu hohem Ansehen, indem er Herder, Heyne, Lavater, Wieland u. a. als Autoren gewann. Nach Reichs Tod 1787 wurde Marie Louise Weidmann (1714–1793) Alleinerbin der nun wieder Weidmann’schen Verlagsbuchhandlung. Nach ihrem Tod ging die Firma an ihr…

Kaufvertrag

(100 words)

Author(s): H. Buske
lt. BGB §§433 ff. in Deutschland gegenseitiger Vertrag, durch den eine Verpflichtung zum Austausch einer Sache oder eines sonstigen Gegenstandes, insbes. des Rechts (Rechtskauf) oder einer Sachgesamtheit gegen Geld (sonst Tausch) begründet wird. K.e zwischen 191 Sortiment und Verlag bzw. Barsortiment sowie zwischen Barsortiment und Verlag werden durch die Allg. Geschäftsbedingungen (AGB) sowie die buchhändlerische Verkaufsordnung geregelt und finden in den buchhändlerischen Handelsbräuchen ihren Niederschlag. H. Buske Bibliography Scherner, K. O.: Kauf. In: Handwö…

International Standard Book Number (ISBN)

(659 words)

Author(s): H. Buske
Die Internationale Standard-Buchnummer ist eine aus vier durch Bindestriche oder Zwischenräume getrennten Teilen bestehende zehnstellige Ziffergruppe, der die Buchstaben staben ISBN vorangestellt sind. Sie kennzeichnet in aller Welt als kurzes und eindeutiges, auch maschinenlesbares Identifikationsmerkmal jedes Buch unverwechselbar. Die ISBN begleitet das Verlagserzeugnis von seiner Herstellung an und ist weltweit ein wesentliches Instrument zeitgerechter Rationalisierung im Buchhandel, in Bibl.…

Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft

(144 words)

Author(s): H. Buske
Am 9. 6. 1921 gründete der Stuttgarter Apotheker und Chemiker Dr. Roland Schmiedel (1888–1967) die W. als naturwiss. Fachbuch- und Zss.verlag, heute unter der Geschäftsfüh-rung von Christian Rotta. Sie veröff. Werke auf den Gebieten Pharmazie, Medizin, Chemie, Physik und Biologie, diverse Zss. wie Arzneimitteltherapie, Chemotherapie-Journal, Dt. Lebensmittel Rundschau, Naturwiss. Rundschau, Universitas u. a. Seit Januar 2006 wird Med-Pharm Scientific Publishers als Imprint der W. geführt. Die W. gehört zus. mit dem Deutschen Apotheker Verlag (gegr. 1861), S. …

Faktur

(196 words)

Author(s): H. Buske
Im allgemeinen und bes. im buchhändlerischen Geschäftsverkehr Bezeichnung für Warenrechnung. Factur, älter Faktura, Factura. Entlehnt aus dem italienischen fattura = Anfertigung. Üblich seit dem 17. Jh. Die F. muß enthalten: Namen und Anschrift des Lieferanten mit Ort und Datum der Ausstellung, genaue Angabe und Wohnort des Adressaten mit Bestelldatum und -Zeichen bzw. -nummer, Bezeichnung des Lieferweges, die Lieferungsform (fest, fest mit RR, ac), Inhaltsangabe wie Anzahl der Bücher mit Verfas…

Zeitschriftenverlag

(712 words)

Author(s): H. Buske
Verlagshaus, das ausschließlich oder überwiegend Zss. publiziert, i. d. R Publikums, Programm-, Fach-, wiss. Zeitschriften. Manche Z. unterhalten eigene technische Einrichtungen wie Druckvorstufen, Druckereien oder Buchbindereien. Andere Zss.verlage, insb. die von politischen Wo-chen- oder Sportzeitschriften, denen wöchentliche Informationen nicht mehr genügen, bringen zwischen den Erscheinungsterminen sog. Newsletter online als Zwischeninformationen, andere gliedern sich TV-Abt. an, um das Prin…

Vorzugspreis im Buchhandel

(153 words)

Author(s): H. Buske
nennt man einen unter dem Normalpreis liegenden Sonderpreis, der unter bestimmten Voraussetzungen eingeräumt wird, soweit nicht seine Gewährung dem dt. Gesetz über die Preisbindung her (Buchpreisbindungsgesetz – BuchPrG) entgegen steht, z. B. «für Institutionen, die bei der Herausgabe einzelner bestimmter Verlagswerke vertraglich in einer für das Zustandekommen des Werkes ausschlaggebenden Weise mitgewirkt haben» oder für Abonnenten einer Zs. beim Bezug eines Buches, das die Redaktion dieser Zs.…

Kakographie

(178 words)

Author(s): H. Buske
(griechisch χαχός = schlecht, γραφή = Schrift), I. falsche Schreibweise im Gegensatz zu Rechtschreibung, Orthographie, falscher Stil, unrichtiger Gebrauch von Wörtern, 2. schlechte, unleserliche Schrift im Gegensatz zu Kalligraphie, 3. Schrift voller Unsinnigkei–ten, 4. Bezeichnung für nicht zu entziffernde Schriften, z. B. bei John Swinton, The Cacography of the Etruscans, in: Philos. Transactions of the Royal Society 51, 838. 1760. Alle Bedeutungen können durchaus gemischt Vorkommen. Zuerst genannt bei Meigret, Paris 1554 als cacographie. Bes. in weste…

Busch, Wilhelm

(1,310 words)

Author(s): H. Buske
*15. 4. 1832 in Wiedensahl als ältestes von sieben Kindern, † 9. 1. 1908 in Mechtshausen am Harz, Zeichner, Dichter und Maler, Karikaturist und Satiriker. Besuchte die Polytechnische Schule in Hannover ab Herbst 1847; seit Sommer 1851 studierte er an der Kunstakademie Düsseldorf, ab Mai 1852 an der Kgl. Akademie der Schönen Künste in Antwerpen, wo ihn die Werke der großen niederl. Meister des 16. und 17. Jh.s tief beeindruckten. Nach schwerer Typhuserkrankung 1853 Rückkehr nach Wiedensahl und Lü…

Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ)

(392 words)

Author(s): H. Buske
ist der Dachverband der drei Fachverbände 1) «Die Publikumszeitschriften» zuständig für Gestaltung und Siche-rung der rechtlichen Sonderstellung von Presse und Presseunternehmen mit dem Arbeitskreis «Pressemarkt Vertrieb»; 2) der «Fachpresse» mit der Kommission Vertrieb der «Dt. Fachpresse» mit (1992) 200 Mitgliedern und 3) der «Konfessionellen Presse», der 43 Verlage angehören und die regelmäßig Seminare und Tagungen zu vertrieb-lichen Fragen durchführt. Der V. vertritt die Interessen seiner Mi…

Buchstabenmystik

(177 words)

Author(s): H. Buske
auch Alphabetmystik, eng verbunden mit der Zahlenmystik, ist der Glaube an die Göttlichkeit oder den göttlichen Ursprung von Zeichen, Buchstaben oder Zahlen, denen eine geheimnisvolle, höhere Wahrheit innewohne, der man mit Hilfe verschiedener mathematischer oder anderer Methoden näherkommen könne. Es sind Versuche, das Verhältnis von Buchstabenschrift und Inhalt zu ergründen. So soll sich z. B. das A mit seinen drei Strichen auf die Dreieinigkeit beziehen, einzelne Vokale entsprechen verschiede…

Vollkostenrechnung

(183 words)

Author(s): H. Buske
ist ein in der verlegerischen Praxis, je nach Verlagsausrichtung und Titel, angewandtes Kostenrechnungssystem, in dem sämtliche im Verlag anfallenden Kosten den Einzelkosten eines bestimmten Titels zugeordnet werden, um damit die Preiskalkulation übersichtlicher zu machen. Das kann entweder von unten nach oben geschehen, indem, ausgehend von den rein technischen Kosten der Herstellung (Einstandspreis), die übrigen auf diese aufgeschlagen werden, einschließlich Vertreterprovision, Händlerrabatt u…

Sabäische Schrift

(307 words)

Author(s): H. Buske
auch minäische, mino-sabäische, altsüdarabische oder himjarische Schrift genannt. Sie gehört zu den süd- semitischen Schriften, welche die südarab. Alphabete im Südwesten der arab. Halbinsel und der afrikanischen Küste Äthiopiens umfassen. Die Schrift geht bis ins 12. Jh. v. Chr. zurück (minäisch), die sabäische bis zum 3./ 2. Jh. v. Chr. Sie war in regionalen und zeitlich abgewandelten Formen bis ins 6. Jh. n. Chr. gebräuchlich. Aus zahlreichen Steininschriften bekannt, ist sie wie alle semitis…

Gemeinschaftswerbung

(467 words)

Author(s): H. Buske
oder Kollektivwerbung ist die gemeinsame Werbung mehrerer Unternehmen, auch solcher verschiedener Handelsstufen, für ihre Produkte und Leistungen ohne Nennung einer bestimmten Firma mit dem Ziel, den Markt für die eigenen Erzeugnisse zu erhalten oder zu erweitern. G. ist in der Regel nicht auf direkten Verkauf, sondern auf eine allg. Bedarfswek-kung abgestellt. Sie ist eine Form der Öffentlichkeitsarbeit, der Public Relations, und im deutschsprachigen Buchhandel von großer Bedeutung. Herausgeste…
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