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Your search for 'dc_creator:( "H. Buske" ) OR dc_contributor:( "H. Buske" )' returned 399 results. Modify search

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Zur Ansicht

(377 words)

Author(s): H. Buske †
bis ca. Mitte / Ende des 20. Jh.s Anweisung in Bibliotheken, bestimmte Bücher beim Buchhandel «zur Ansicht» zu bestellen mit dem üblichen Remissionsrecht. Diese Titel wurden in Verlagsprospekten, Vorankündigungen oder anderen Informationsunterlagen mit dem Kürzel «z. A.» versehen. Im Sortimentsbuchhandel erfolgte beim Eingang von Novitätensendungen die gleiche Anweisung mündlich an die Expedientin. Auch war es üblich, bereits auf den Auftragsformularen der Verlagsvertreter Titel mit «z. A.» und …

Deckblatt

(196 words)

Author(s): H. Buske
1. Das bedruckte oder unbedruckte erste Blatt eines Buches, einer Loseblattkartei, aller Papiererzeugnisse in Blockform wie Brief-, Formular-, Kalender- oder Zeichenblocks. Dient dem Schutz der folgenden Blätter, wird graphisch intensiv für Werbung genutzt und ist als die Urform des Schmutztitels anzusehen. 2. Das bei wertvollen Färb- oder Kunstdrucktafeln vorgeheftete oder umgeklebte Blatt aus Seiden- oder anderem weichen durchsichtigen Papier, häufig bedruckt mit Erläuterungen zur Tafel. 3. Da…

Archiv für Geschichte des Deutschen Buchhandels

(303 words)

Author(s): H. Buske
Das A. verstand sich als Quellensammlung für eine «Geschichte des Deutschen Buchhandels». Es enthält wertvolles Material zur Gesch. der Verlage und ihrer führenden Persönlichkeiten, zur Organisation des Berufsstandes, zum Geschäftsbetrieb des dt. Buchhandels, der verschiedensten Zeiten unter Berücksichtigung der Besonderheiten in einzelnen Landesteilen, berichtet über Probleme der Zensur, Privilegien und Nachdrucke und behandelt darüber hinaus Themen der dem Buchhandel nahestehenden Gewerbe wie …

Ansichtsfläche

(75 words)

Author(s): H. Buske
veraltete Bez. für Bücherwand (Bücherregalwand). Diente der Berechnung des Regalbedarfs bei Bibliotheksneubauten oder -einrichtungen. Ein Quadratmeter A. faßt 80 bis 120 Bücher, wird heute i. d. R. in Regalmetern ausgedrückt und entspricht ca. drei Regalmetern. H. Buske Bibliography Handb. der Bibliothekswissenschaft. Hrsg. F. Milkau. 2. Bd. Bibliotheksverwaltung. Leipzig 1933, S. 69 – 70 Mevissen, W.: Büchereibau von den Anfängen bis 1945. In: Handb. des Büchereiwesens. 1. Halbbd. Hrsg. J. Langfeldt. Wiesbaden 1973, S. 1047

Sog(h)dische Schrift

(204 words)

Author(s): H. Buske
linskläufige Schrift der nordostiranischen Sogdier, die vom 5. Jh. v. Chr. an jahrhundertelang das heutige Usbekistan, Teile von Kirgisien, Tadschikistan und Turkmenien bevölkerten. Die S. ist, wie die semitischen Schriften, eine reine Konsonantenschrift. Hss.-, Münz- und Inschriftenfunde mit buddhistischen, manichäischen und christlichen Texten aus dem 2. Jh. und vorwiegend dem 9. und 10. Jh. n. Chr. deuten darauf hin, daß die S. ebenso wie die ähnliche syrische Schrift auf einen älteren Typus …

Überschriftmajuskeln

(239 words)

Author(s): H. Buske
werden jene Majuskeln gen., die in griech. und lat. Minuskelhss. etwa seit dem 5. Jh. bis ins späte MA, teilweise noch bis in die frühe Neuzeit für Büchertitel, Kapitelüberschriften und -anfänge, Eigennamen sowie zur Hervorhebung einzelner Textstellen verwendet wurden; Überschriften oft mit goldenen und/oder roten Tinten. Die monumentale Capitalis und die, je nach Zeit und Land, aus ihr hervorgegangenen Formveränderungen unter Einbeziehung von Unzialen zeigen viele Berührungspunkte mit Inschrift…

Vide supra

(37 words)

Author(s): H. Buske
veraltet für «siehe oben» bei Verweisungen im vorhergehenden Text, soviel wie «schlage die angegebene Stelle/Seite» o. ä. nach. Geläufig in der Abkürzung «v. s.», auch als: «ut supra» = «wie oben erwähnt». H. Buske

Auspacken

(220 words)

Author(s): H. Buske
ist Bestandteil der Warenannahme, insbes. in Buchhandlungen. Die Verpackung jeder eingehenden Ware wird zunächst auf Schäden geprüft. Ist sie einwandfrei, erfolgt das A. Die ausgepackte Ware wird anhand der Rechnung (Faktur) oder des Lieferscheines auf Vollständigkeit und Richtigkeit der Portobelastung überprüft und die Papiere mit Datum, Eingangsvermerk und Zeichen versehen. Hat der Sendung weder Faktur noch Lieferschein beigelegen, wird eine Interimsfaktur (vorläufige Unterlage) erstellt mit A…

Bibliograph

(679 words)

Author(s): H. Buske
1. Verfasser einer Bibliographie, 2. erteilt bibliographische Auskünfte in einer Bibl., Dokumentations- und/oder Auskunftsstelle, 3. arbeitet wissenschaftlich auf Gebieten der Bibliographie, 4. vermittelt Kenntnisse der Bibliographie. Er befaßt sich, in der Regel durch Autopsie, mit der Erfassung, Beschreibung (oft auch inhaltlicher Art) und Klassifizierung von gedrucktem oder durch andere mechanische Verfahren vervielfältigtem Schrifttum, beschreibt Unterschiede von Einbänden, Druck und Typogra…

Umsatzsteuer

(167 words)

Author(s): H. Buske
Die U. ist eine Mehrwertsteuer, die auf entgeltliche Umsätze mit Lieferungen und sonstigen Leistungen erhoben wird (dt. UstG § 1). In Deutschland beträgt der Regelsteuersatz 19 %, für Verlagserzeugnisse gilt ein ermäßigter Steuersatz von 7 % (UstG 12 (2), 1 + Anlage 43). Dazu gehören Bücher, Zss., Ztg., Landkarten, nicht aber Kalender, Postkarten, Musik- oder Videokassetten und sog. Nonbooks. Der Unternehmer darf die U., die er seinem Lieferanten bereits bezahlt hat (Vorsteuer) von der eigenen S…

Vertreterrabatt

(140 words)

Author(s): H. Buske
ist eine im Buchhandel seltener gebrauchte Bezeichnung für Reiserabatt und fällt in das Gebiet der buchhändlerischen Konditionen. Der V. liegt gewöhnlich 10 % über dem Normalrabatt und wird in der Regel beim Vertreterbesuch, auf Vertreterbörsen oder bei schriftlichen Bestellungen an den Vertreter gewährt. Auch spätere Bestellungen können als «Ergänzung zum Reiseauftrag vom ...» mit V. geliefert werden. Oft werden an den V. bes. Zahlungswünsche des Sortimenters geknüpft. Je nach Firma und Person …

Veit, Moritz

(299 words)

Author(s): H. Buske
* 12. 9. 1838 in Berlin, † 5. 2. 1864 ebd., entstammt einer seit ca. 1730 in Berlin ansässigen wohlhabenden jüdischen Bankiersfamilie. Nach Abschluß des Joachimsthaler’schen Gymnasiums studierte er 1825–1832 an der Berliner Univ. Philosophie, Philologie und Geschichte. 1833 wurde er in Jena zum Dr. phil. promoviert. Hatte er bereits 1830 / 1831 mit Freunden den Berliner a Musenalmanach herausgegeben, wurde er später Alleinherausgeber. Heinrich Heine war regelmäßig Gast im Hause Veit. V. arbeitet…

Leseexemplar

(348 words)

Author(s): H. Buske
1. geheftetes oder in losen Bogen meist ans Sortiment und die Presse einige Monate vor Auslieferung der Originalausg. verschicktes, z. T. unkorrigiertes Buch, um Vorabaufträge zu erhalten und, oft verbunden mit Preisausschreiben oder Geschenkzusagen, Leserstimmen wichtiger Buchverkäufer werblich nutzen, evtl, sogar die Druckaufl. verändern zu können. L.e werden mitunter nicht auf Originalpapier gedruckt, sind nicht immer vollst., teils mit Blanko–, teils mit Originalum–schlag und Klappentext ver…

Verlagsgemeinkosten

(170 words)

Author(s): H. Buske
sind im allg. betrieblichen Be-reich Gemeinkosten als Teil der Verlagsgemeinkosten. Die V. gliedern sich in 1) Kostenarten, das sind konstante Kosten wie Gehälter, Sozialabgaben, Mieten, Versicherungen, Abschreibungen, Zinsen u. a. m., die im Kontenrahmen der Verlagsbuchhaltung erfaßt werden. Zu den V. gehören 2) die Kostenstellen, das sind Abt. im Verlag wie z. B. das Lektorat, die Herstellung, das Marketing, der Vertrieb oder die Geschäftsleitung, in denen Kosten anfallen und Bestandteile der …

Plansprache

(408 words)

Author(s): H. Buske
oder intern. P., ein in der Linguistik noch wenig bekannter Begriff, ist eine nach bestimmten Kriterien konstruierte, intern, anwendbare Hilfssprache zur Unterstützung der sprachlichen Kommunikation wie Esperanto, Ido, Interlingua oder Volapük. Synonym werden gebraucht Allg. Sprache, Einheitssprache, Kunstoder künstliche Sprache, Universalsprache, (Welt-)Hilfs-sprache, Weltsprache. P.nprojekte, aus dem Bedürfnis heraus entstanden, eine allen Menschen verständliche Sprache zu schaffen, tauchten i…

Weidmann, Moritz Georg d. Ä

(248 words)

Author(s): H. Buske
wurde am 13. 3. 1658 in Speyer als Sohn des dortigen Pastors Primarius geboren. 1673 kam er in die Lehre bei dem Frankfurter Buchhändler und Verleger Johann David Zunner d. J. Danach sammelte er weitere Erfahrungen in der Schweiz, Frankreich, Flandern und Holland, gründete 1680 in Frankfurt / M. seinen Verlag, der im Meßkat. zur Ostermesse 1680 sechs in seinem Verlag erschienene Bücher anbot. Er heiratete am 30. 10. 1682 Maria Ritter, geb. Sacer, die einen Anteil an der Fuhrmann’schen Buchhandlu…

Wanderbuchhandel

(354 words)

Author(s): H. Buske
wird der Buchvertrieb in der Frühdruckzeit genannt, in der die Druckerverleger ihre Erzeugnisse selbst oder durch Buchführer vor allem in Klöstern, auf Märkten und Messen anboten, mit ihren Druckwerken von Ort zu Ort zogen, teilweise in größeren Handelsstädten sog. Wanderlager einrichteten, aus denen sie ihr Warenangebot ergänzten. Nach Grimms vorläufiger Bestandsaufnahme gab es bis Ende des 16. Jh.s etwa 1200 Buchführer in ca. 250 Niederlassungen. Der W. bestand bis etwa zum Beginn des 16. Jh.s…

Verband Deutscher Bahnhofsbuchhändler e. V.

(346 words)

Author(s): H. Buske
gegr. am 16. 4. 1905 in Leipzig als «Verein Dt. Bahnhofsbuchhändler» auf Initiative der Bahnhofsbuchhändler Max Fromberg und August Vaternahm. Der Verein be- zweckte die Vertretung des Standes gegenüber den Behörden und der Reichsbahn u. a. mit dem Anspruch «Entfernung ungeeigneter, unsittlicher und gegen die Staatseinrichtungen verstoßender Literatur». Dem Sortiment wurde volle Beihilfe im Kampf gegen Schleuderei und Warenhaus-Buchhandel zugesagt. Vor dem Ersten Weltkrieg gehörten dem V. auch F…

Bestellanstalt

(350 words)

Author(s): H. Buske
Sammel-, Sortier- und Verteilerstelle für alle offenen (ohne oder im unverschlossenen Umschlag) buchhändlerischen Geschäftspapiere und Zettelsendungen, soweit sie nach der Postordnung zulässig sind. Der seit dem 16. Jh. auf Leipzig als der deutschen Buchhan- delszentrale mit den meisten Kommissionären konzentrierte Geschäftsverkehr zwischen Sortimenten, Kommissionären und Verlagen war, anders als in anderen Handelszweigen, weitaus umfangreicher und wurde i. d. R. über vorgedruckte Formulare von …

Buchhändlereid

(244 words)

Author(s): H. Buske
Der B. war im Gegensatz zum gerichtlichen Eid ein Gelöbnis- oder Versprechenseid, der in früherer Zeit weit verbreitet war und eine größere Bedeutung hatte als heute. Die kursächsische Preßgesetzgebung u.a. mit der Verordnung von den Buchhändlern und Buchdruckern 1594 verlangte, daß diese 601 einen eid schworen mubten, night bstchende gesetuz zu verstoßen. Der Text der Eidesformeln war je nach Stadt und Univ. verschieden. So ist in den Statuten der Univ. Tübingen von 1601 festgelegt, daß unstudi…

Diversifikation

(167 words)

Author(s): H. Buske
auch Diversifizierung. Aus dem Amer. übernommener Begriff der Unternehmenspolitik für gezielte Ausweitung auf neue Produkte, Dienstleistungen oder Märkte im Hinblick auf die bisherige Tätigkeit. Im Sortimentsbuchhandel bezeichnet man als konvergente D. z. B. das neue Angebot von Unterhaltungs- und Bildungsmedien (Nonbooks) wie Schallplatten, Tonkassetten, Videofilme oder Dias, als divergente D. zusätzlich neue Artikel außerhalb des bisherigen Angebots wie z. B. Wein, Kaffee oder Ökowaren. Ledigl…

Changeverkehr

(270 words)

Author(s): H. Buske
soviel wie Changegeschäft, Tauschhandel, Tauschverkehr, Tauschen nannte man auch changen, changi(e)ren, stechen, verstechen. Der C. ist buchhändlerische Verkehrsform vom Ende des 16. Jh.s bis zum auslaufenden 18. Jh., die sich vorwiegend auf den Meßplätzen entwickelt hatte, indem man fremde Verlagswerke gegen eigene eintauschte. Es wurde durchweg ohne Berücksichtigung von Qualität Bogen gegen Bogen getauscht, «verstochen». Bei der Auswahl bediente man sich eines nur zu diesem Zwecke gedruckten V…

Voigt, Bernh. Friedr., GmbH, Hamburg

(491 words)

Author(s): H. Buske
B. F. Voigt entstammte einer der ältesten und angesehensten Fami-lien im Sächsisch-Thüringischen und war einer der be- deutendsten Verleger des 19. Jh.s. (* 5. 7. 1787 in Weimar, † 17. 2. 1859 ebd.). Nach einer Buchhandelslehre (1801–1804) in der berühmten Hoffmann’schen Hofbuchhandlung (Johann Wilhelm Hoffmann) in Weimar, ging er als Gehilfe nach Leipzig. Nach Wanderjahren in Basel und anderen Städten eröffnete er am 1. Juli 1812 in Sondershausen eine Buchhandlung und gliederte ihr kurz darauf …

Hoffmann, Jan (Johannes) Daniel

(210 words)

Author(s): H. Buske
* 28. 12. 1701 in Thorn, † 19. 7. 1766 in Elbing. Nach dem Besuch des Gymnasiums in Thorn bis 1723 studierte H. Philologie, Geschichte, Philosophie und Theologie an den Univ. Wittenberg, Jena und Leipzig. H. war nach dem Studium 1732 in seiner Heimatstadt «Collega Gymnasii primus», seit 1735 Lektor für poln. Sprache, Hrsg, von «Thornischen Nachrichten von Gelehrten Sachen» und einer Gesch. der Buchdruckerkunst in Polen «De Typographiis earumque initiis et incrementis in Regno Poloniae et M. D. (…

Bücher-Streit

(424 words)

Author(s): H. Buske
benannt nach dem Leipziger Nationalökonomen Karl Bücher (1847 — 1930). Vorausgegangen waren Auseinandersetzungen zwischen Wissenschaftlern und Buchhandel über Bücherrabatte, die nicht mehr gewährt werden sollten. Der Börsenverein der Deutschen Buchhändler in Leipzig ließ sich im Dezember 1901 dazu bringen, den Bibl.en das Börsenblatt zu sperren, das erst zu Ostern 1903 wieder freigegeben wurde mit der Einschränkung, es nur für die eigene Verwaltung und nur in Ausnahmefällen für wiss. oder amtlic…

Vertreterbörse

(149 words)

Author(s): H. Buske
ist eine organisierte Ein- und Verkaufsveranstaltung von Sortimentern und Verlagsvertretern zum Zweck einer beiderseitigen Arbeitsrationalisierung. V. finden meist an Wochenenden in einem Hotel statt. Die Vertreter stellen ihre neue Verlagsproduktion vor und weisen auf bes. Werbemaßnahmen hin. Die Sortimenter bestellen dann anhand ihrer vorbereiteten Lageraufnahmen und können in Einzelgesprächen über den Vertreterrabatt hinaus Sonderkonditionen aushandeln, sich zusätzliche Leseex. oder Werbemate…

Osterinsel-Schrift

(381 words)

Author(s): H. Buske
Als O. werden die 1864 auf der Osterinsel im Südpazifik nahe des südlichen Wendekreises, ca. 3600 Kilometer westlich der chilenischen Küste entdeckten Schriftzeichen auf Tafeln und langen, runden Stäben aus Toromiro– und Treibholz bezeichnet. Sie dienten als Gedächtnisstützen beim Rezitieren von Gesängen und konnten z. Z. ihrer Entdeckung von den Insulanern nicht mehr gelesen oder gedeutet werden. Alle fast 100jährigen Entzifferungsversuche mit oft abenteuerlichen Interpretationen haben als mißl…

Nullverkauf

(98 words)

Author(s): H. Buske
im Pressegrosso übliche Bezeichnung für den Fall, daß ein Presseeinzelhändler alle ihm gelieferten Ex. einer Ztg.– oder Zeitschriftenausg. nach Ablauf ihres Erscheinungszeitraumes wieder an den Pressegrossisten zurückgibt, also nichts verkauft hat. Sie werden Nullverkäufer oder auch Vollremittierer gen. und durch EDV–gestützte Verfahren der markt– (oder marketing)–orientierten Bezugsregulierung kontrolliert, was für einzelne Verkaufsstellen bei wiederholten Nullverkäufen zu verkürzten Angebotszeiträumen oder gar zum Einstellen der Lieferungen fuhren kann. H. B…

Hausierbuchhandel

(408 words)

Author(s): H . Buske
besser Hausierhandel mit Büchern, bekannt auch als Druckschriftcnhandel, ist der Verkauf von Druckerzeugnissen durch Hausierer (bibliopola libros venales deportans), die von Ort zu Ort auf Jahrmärkten und Messen oder von Haus zu Haus zogen und neben Büchern auch andere Waren anboten. Die Buchflihrer, Hausierer, Partierer und Büchertrödler Genannten, die oft keine Gewerbegenchmigung besaßen, waren Unternehmer und Verkäufer in einer Person. Der Käufer zahlte bar, ihm war weder die Anschrift des Ve…

Hanseatische Verlagsanstalt AG

(496 words)

Author(s): H. Buske
hervorgegangen aus der 1893 von der Deutschnationalen Partei gegründeten Firma «Hanseatische Druck- und Verlagsanstalt eGmbH», Hamburg und der 1917 handelsgerichtlich eingetragenen Verlagsfirma «Deutschnationale Verlags-Anstalt AG», Hamburg, die von leitenden Persönlichkeiten des DHV (Deutschnationaler Handlungsgehilfen-Verband) gegründet wurde. Bereits 1904 wurden ein eigenes Sortiment, die «Deutschnationale Buchhandlung», und 1916 eine der ersten deutschen Buchgemeinschaften, die «Deutschnatio…

Verlagsvermerk

(610 words)

Author(s): H. Buske
ist die ältere Bezeichnung für Verlagsangabe auf dem Titelbl. eines Buches oder wie häufig in neueren Publikationen im Impressum. Anstelle des im 15. Jh. üblichen Druckvermerks mit Angabe von Drucker und Druckort erschienen Ende des Jh.s in Ita-lien, Frankreich und Spanien statt der Druckermarke die Verlegermarke, verspätet dann auch in Deutschland. Im Laufe des 16. Jh.s taucht der Name des Druckers nur noch versteckt auf, der V. tritt in den Vordergrund. War in allen Ländern der Übergang vom Dr…

Verlagskompagnien

(290 words)

Author(s): H. Buske
etwas unglückliche dt. Bezeichnung für diverse Formen von Zusammenschlüssen von Druckern und Geldgebern vom 15. bis ins 19. Jahrhundert, um den steigenden Kapitalbedarf für die Produktion, vorwiegend Papier und Löhne, zu decken. In der Regel wurden zwischen den Beteiligten Verträge auf Zeit oder nur für eine, bes. aufwendige Edition geschlossen. Frühe Beispiele sind die «Gesellschaft Emiliano di Pier-matteo degli Orfini» von 1470 in Foligno (südlich von Assisi/Italien) mit Johann(es) Numeister (…

Rückgangsliste

(114 words)

Author(s): H. Buske
Verz. der auf einer Auktion ausgerufenen Titel ohne Gebot, sog. Rückgänge. Nach § 20 der Versteigerervorschriften in der BRDeutschland darf der Auktionator, wenn der Auftraggeber ihn hierzu schriftlich ermächtigt, diese Rückgänge innerhalb einer Frist von zwei Monaten nach Schluß der Versteigerung anderweitig anbieten und verkaufen. Das geschieht i.d.R. durch eine R., die, je nach Ergebnis der Auktion, Katalogcharakter annehmen kann und meist unter der Bezeichnung «Rückgänge Auktion XYZ» Interes…

Revolutionsschriften

(491 words)

Author(s): H. Buske
sind kleinere Schriften, auch Flugbl., die sich als Tagesberichte, Proklamationen oder Aufrufe für oder gegen eine als Revolution bezeichnete, meist tiefgreifende gesellschaftliche Auseinandersetzung mit gravierenden politischen Umwälzungen aussprechen. Seit Beginn des 16. Jh.s wurden weltweit an die 150 kleine und große Revolutionen gezählt. Sie alle zogen eine Flut von Kleinschriften und Einblattdrucken nach sich, die stets das Interesse von Sammlern und Bibl.en weckten. So brachte der Londone…

Trade Sales

(402 words)

Author(s): H. Buske
Versteigerung verlagsneuer Bücher durch den Verleger. Ein in England geläufiger Buchhandelster-minus für den zum Ende des 17. Jh.s einsetzenden und bis zur Mitte des 19. Jh.s dauernden Brauch der Londoner Verleger, sich jährlich von Auflagenresten nicht mehr gängiger Werke oder Überschüssen neuerer Produktion zu trennen, indem man sie unter dem urspr. Nettopreis meistbietend versteigerte. Angeboten wurden neben Restaufl. auch neue Werke, selbst Titel, die noch gar nicht ersch. oder im Erscheinen…

Höchste Auflage(n) von Büchern

(739 words)

Author(s): H. Buske
Im Gegensatz zur Höchstaufl., die durch technische oder wirtschaftliche Gegebenheiten definiert wird, bestehen H. aus überdurchschnittlich hohen Aufl., sind veränderbar und bezeichnen die Summe aller Aufl. und Ausg. eines Werkes, die an weniger hohen Aufl anderer Werke gemessen werden. Die Bez. H. muß sich nicht immer auf die Welt-aufl. beziehen, sondern kann durchaus für regionale Ver-öff. oder Bücher in kleinen Sprachen sowie für Einzeltitel eines Verlages gelten, z. B. «die höchste Aufl. in d…

Katalogpreis

(218 words)

Author(s): H. Buske
ist der in Verkaufskat, angegebene Preis und schließt in Deutschland durchweg die gesetzliche Mehrwertsteuer ein. Die Preisangabe ist nach der dt. Verordnung zur Regelung der Preisangaben von 1985 gesetzlich vorgeschrieben (BGBL, Jg. 1985. I, S. 580). Waren die im Deutschen Bücherverz. und in der Deutschen Nationalbibliographie angegebenen Preise zum Zeitpunkt des Erscheinens eines Titels gültig, sind sie später u.a. nur noch Anhalt für die Preisbildung im Antiquariat. Man unterscheidet 1. den f…

Adressenverlag

(338 words)

Author(s): H. Buske
auch Adressenarchiv, veraltete Bez.: Adreßbüro, Adreßkontor. Gewerbliches Unternehmen, das nach bestimmten Kriterien gegliederte Anschriften von Privatpersonen und Firmen aus aller Welt nur zu jeweils einmaliger Benutzung verkauft und/oder vermietet, wobei es die bes. Vorschriften des deutschen Bundesdatenschutzgesetzes zu beachten hat. Die Lieferung der Adressen erfolgt in der Regel in Form von Listen oder Klebeetiketten, auf Briefumschlägen oder Versandtaschen. Es zeichnen sich zunehmend Tende…

Buchhändler

(1,080 words)

Author(s): H. Buske | W. Adrian
1. Berufsbild und Geschichte Berufsbezeichnung für eine männliche oder weibliche Person, die Bücher verkauft, d.h., die durch gewerbsmäßige Anschaffung und Weiterveräußerung von gebrauchten bzw. verlagsneuen Büchern Handel treibt. Der Beruf des B.s stellt über das rein Kaufmännische hinaus hohe geistige und soziale Anforderungen. Der B. ist aus dem griech.–röm. Altertum als βιβλιοπώλης und bibliopola bekannt. Mit der Errichtung großer Bibl.en wuchs der Bedarf an Büchern, und infolgedessen vermehrten sich die Schreibwerkstätten und Buchläden, wel…

Koerner Verlag

(229 words)

Author(s): V. Koerner | H. Buske
(Baden-Baden) gegr. 1954 von Paul H. Heitz und Valentin Koerner als Librairie Heitz GmbH in Kehl, um die Veröff. des Straßburger Verlages Heitz & Cie. einfacher exportieren zu können und die deutschsprachige Produktion fortzusetzen. 1958 Verlegung nach Baden-Baden, 1971 Umfirmierung nach Ausscheiden von P. Heitz. Seit 1986 besteht wieder ein franz. Bureau (Bouxwiller/Elsaß), das die Rechte der ehemaligen Straßburger Firma übernommen hat. Verlagsgebiete: Bibliographie (Bibliotheca bibliographica …

Nonbooks, Non Book Materials

(252 words)

Author(s): H. Buske | G. Wiegand
1. Buchhandel. N. auch Non-Books, Sammelbegriff für Z Gegenstände des Buchhandels, die keine Bücher sind, wie Globen, Landkarten, Musik– und Sprachkassetten, Schallplatten, Poster, Kunstdrucke, Musikalien, Videofilme, EDV-Soft-ware usw. In Bibl.en ist die Bezeichnung «non-bookma-terials» geläufig, in größeren Buchhandlungen und Kaufhäusern werden immer häufiger eigene «Non-Book-Abt.» eingerichtet. Der Terminus N., für den es im Deutschen keine treffende Bezeichnung gibt, entstand Ende der 1960er…

Rebus

(353 words)

Author(s): H. Buske | G. Pflug
1. Der / das R. (lat. mit den Dingen) ist eine Form des Bilderrätsels, das einen Text, der aus ganzen Wörtern oder nur aus Wortteilen bestehen kann, durch Bilder, Bilderfolgen oder Bildelemente ersetzt. Ist die Hauptform des R. das Bild, gibt es zahlreiche Sonderformen als Buchstabenr., Notenr. oder Zahlenrebus. Mischformen +werden gewöhnlich Bilderrätsel genannt. R.elemente lassen sich in Münzen, Wappen oder Siegeln bis in die Antike und die Zeit der ägyptischen Hochkulturzurückverfolgen. Sprach man…

Bibliographische Auskunft

(606 words)

Author(s): H. Buske | G. Pflug
Eine b. A. ist der Nachweis von Büchern und Zeitschriften oder anderen Gegenständen des Buchhandels wie Landkarten, Noten, Bildnissen oder Tonmaterial und von Schriften außerhalb des Buchhandels wie Dissertationen und Habilitationsschriften, Privatdrucken, Firmen-, Vereins- und amtlichen Druckschriften mit exakten bibliographischen Angaben wie Verf., Hrsg., Titel, Aufl., Erscheinungsjahr und -ort, Umfang, Format, Einband, Preis und Verlag. Die b. A. beinhaltet darüber hinaus auch Lit.zu-sammenst…

Reimlexikon

(626 words)

Author(s): H. Buske | G. Pflug
Zusammenstellung von Wörtern, die sich reimen, d. h. einen Gleichklang in der Vokálisadon der Silben, vor allem der Endsilben aufweisen. R. sind im Laufe der literarischen Entwicklung zu zwei unterschiedlichen Zwecken erstellt worden, erstens als praktische Hilfsmittel zur Reimfindung und zweitens als Reimregister zu wort– und sprachgeschichtlichen Untersuchungen eines Autors oder einer Epoche. Das älteste R. stammt «Donatz provengals», gedr. Erstausg. Paris 1838). Es verzeichnet die Reimpraxis …

Markthelfer

(350 words)

Author(s): H. Buske | G. Pflug
ist eine im 18. Jh. entstandene Bezeichnung für Gehilfen der «Kaufleute während der Märkte», zuerst erwähnt bei P. J. Marperger. Die Buchhändler bedienten sich des M.s am Ort der Leipziger Buchmesse, später auch in Frankfurt, um durch sie die zahlreichen Botengänge erledigen zu lassen. Ihre Tätigkeit bestand vor allem darin, die bei der Messe eingehenden Bestellzettel (Meßmemorial) auszutragen und die Bücher zu besorgen. Um sich unnötige Laufereien zu ersparen, trafen sie sich in Leipzig in eine…

Silbenschrift

(208 words)

Author(s): H. Buske | G. Pflug
(auch syllabische Schrift oder Syllabographie) ist ein Schrifttyp, in dem die Schriftzeichen Sprachsilben abbilden. Es handelt sich bei ihr zwar um eine phonographische Schrift (Typologie der Schrift). Doch werden in ihr nicht die einzelnen Laute der Sprache wiedergegeben, sondern nur Silben, wobei häufig die Vokale unausgedrückt bleiben. Bei S.en mit lautbezeichnenden Grundzeichen, d. h. wenn ein Konsonant durch ein diakritisches Zeichen eine Vokalfunktion übernimmt – wie bei den indischen Schr…

Georgisches Buch- und Druckwesen

(656 words)

Author(s): H. Buske | M. van Esbroeck
Die erste georgische Druckerei wurde auf Veranlassung des Papstes Urban VIII. 1625 in Rom eingerichtet. Dort erschien 1629 das erste in georgischer Sprache gedruckte Buch, das «Dittionario giorgiano e italiano composto da • Stefano Paolini ... ad uso de'missionarii della Sagra Congregatione de Propaganda Fide. Roma, Nella Stampa della Sagra Congregatione de Propaganda Fide 1629». Im gleichen Jahr erschien noch ein georgisches ABC-darium, 1643 eine georgische Grammatik von Francesco Maggie Erst 1…

Kraveenko, Aleksej II'ie

(572 words)

Author(s): K. Migon | H. Buske | H. Wendland
* 30. 1./11. 2. 1889 in Pokrovsk bei Samara, jetzt Engel's, ✝ 31. 5. 1940 in Nikolina Gora bei Moskau, sowjetischer Buchkünstler, Mitglied der Gruppe «Vier Künste» (seit 1925). Als Graphiker benutzte er Kupferstich-, Holz- und Linolschnitt-Technik. K. illustrierte zahlreiche Werke der klassischen und modernen Lit. (z.B. Puschkins Werke, 1937) und schuf auch ausgezeichnete Exlibris. Seine Arbeiten sind durch romantische Erregbarkeit und scharfe Ausdruckskraft gekennzeichnet. Razumovskaja, S. V.: A. I. K. Moskva 1962. K. Migon Krayonmanier COM-110958 Krebse. 1. Im Buchhand…

Kongreß

(724 words)

Author(s): G. Pflug | P. Neumann | P. Kaegbeiti | H. Buske | H. Baske
(lat. congressus Zusammenkun ft) Versammlung von Fachleuten zum Gedankenaustausch über ein Fachgebiet oder ein Thema, häufig periodisch wiederkehrend (jährlich, zweijährlich) an wechselnden Orten, in regionalem, nationalem oder internationalem Rahmen; oft von Fachverbänden oder Vereinen organisiert. Im Bereich des Buchwesens finden unter anderem regelmäßig folgende Kongresse statt: 1. Bibliographische Kongresse. Initiative von P. Otlet und H. Lafontaine fand unter dem Namen «Conférence bibliographique internationale» 1895 der erste intern. K. …
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