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Your search for 'dc_creator:( "W. Schochow" ) OR dc_contributor:( "W. Schochow" )' returned 37 results. Modify search


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Staender, Joseph

(211 words)

Author(s): W. Schochow
* 6. 10. 1842 in Bonn, † 10. 11. 1917 in Bad Godesberg, Bibliothekar. Nach dem Studium (Klassische Philologie, Geschichte) und mehrjähriger Gymnasiallehrertätigkeit wirkte S. 1869–1907 an vier UB: als Hilfsarbeiter, Kustos und Sekretär in Bonn (bis 1876), als Bibliothekar in Münster (damals noch Bibl. des Gymnasiums Paulinum) und Greifswald (1882), als Ober- bibliothekar dort und in Breslau (1886 in der Nachfolge von K. Dziatzko) und als Direktor wiederum in Bonn (1901 als Nachfolger von Karl Sc…

Wilken, Friedrich

(360 words)

Author(s): W. Schochow
* 23. 5. 1770 in Ratzeburg (Herzogtum Lauenburg), † 24. 12. 1840 in Berlin, Historiker und Bibliothekar. Nach dem Studium der Geschichte, der klassischen und orientalischen Philologie in Göttingen (1795–1803) lehrte W. seit 1805, als Ordinarius seit 1807, Geschichte an der Univ. Heidelberg (wie später auch in Berlin) und übernahm 1808 zusätzlich die Leitung der dortigen Palatina (UB). Er reorganisierte die vernachlässigte Bibliothek, beschrieb deren ältere Gesch. (1817) und wirkte maßgeblich mit…

Pietschmann, Richard

(217 words)

Author(s): W. Schochow
* 24.9.1851 in Stettin, 17. 10. 1923 in Göttingen, Sprachwissenschaftler und Bibliothekar. Nach einem breit angelegten Studium der alten und orientalischen Sprachen, der Religionswissenschaft und Geographie wählte P. unter dem Einfluß von Anton Klette die Bibliothekslaufbahn, die ihn vor al-— PIGMENTE lern an die UB in Breslau (1876—1887) und Göttingen (1888—1899), kurzfristig auch nach Greifswald (UB) und Berlin (Kgl. Bibl.) führte. Die Direktion der UB Göttingen übernahm er 1903 als Nachfolger…

Jessen, Hans

(149 words)

Author(s): W. Schochow
* 8. 5. 1897 in München, † 14· 7· 1979 in Bremen, Bibliothekar und Zeitungswissenschaftler. Nach dem vorwiegend geschichtswiss. Studium und der bibliothekarischen Fachausbildung (1922–1924) wirkte J. an den UB Breslau und Greifswald, 1937–1945 an der Preußischen SB (u.a. als Fachreferent für Ztg., Univ.- und Schulwesen) sowie in der Nachkriegszeit in Göttingen, Marburg (Westdt. Bibl.) und 1951–1962 an der SB Bremen, zuletzt als deren kommiss. Leiter. Wiss. ist J. bes. in der Presseforschung durc…

Roth, Ernst

(132 words)

Author(s): W. Schochow
*13. 8. 1857 in Berlin, † 5.9.1918 in Halle, Bibliothekar und Bibliograph. Nach naturwiss. Studium und kurzer Assistenz am Botanischen Museum in Berlin trat R. 1881 in die Kgl. Bibl, zu Berlin ein, von wo er nach fünf Jahren als Kustos, zuletzt als Oberbibliothekar, an die UB in Halle (1891–1918) wechselte. Im Nebenamt leitete R. ab 1904 ebd. die Bibl, der Leopoldinisch-Karolinischen Dt. Akademie der Naturforscher. Außer botanischen Schriften veröff. er als Mitbearb. bzw. Hrsg, verschiedene Bibl…

Gratzl, Emil

(154 words)

Author(s): W. Schochow
* 30. 12. 1877 in München, † 9. 1. 1957 ebd., dt. Bibliothekar. Nach vielseitigem Philologiestudium, zumal der alten und semitischen Sprachen, verbrachte G. nahezu vier Jahrzehnte (1899–1938) im bayerischen Bibl.dienst, und zwar fast ausschließlich an der Bayerischen SB, der er zeitlebens eng verbunden blieb. Dort fand G. dank «seinen polyhistorischen Neigungen», seinem praktisch-organisatorischen Geschick und seinem ausgezeichneten Gedächtnis «in der Erwerbungsabt. das Zentrum seines berufliche…

Casanova, Giacomo

(165 words)

Author(s): W. Schochow
* 2. 4. 1725 in Venedig, 4. 6. 1798 in Dux bei Teplitz–Schönau in Böhmen. Als galanter Abenteurer, unsteter Reisender und vielseitiger, auch philosophischer Schriftsteller ist C. weltberühmt. Kaum bekannt ist der genio di seduzione dagegen als Bibliothekar. In dieser Eigenschaft stellte den 60jährigen C. der Graf joseph K. von Waldstein, Kammerherr Josephs II., mit 1000 Gulden Jahresgehalt ein. Auf dessen Schloß Dux verbrachte C. seinen Lebensabend (1785 bis 1798) lesend, schreibend, publizieren…

Diesch (urspr. Kaulfuß-Diesch), Carl

(139 words)

Author(s): W. Schochow
* 13. 11. 1880 in Sorau/Niederlausitz, † 3.6. 1957 in Leipzig, Bibliothekar und Germanist. D. war, mit Unterbrechungen, fast 40 Jahre (1908 – 1947) im Bibl.dienst tätig. In leitender Position wirkte er an der Preußischen SB (Gesamtkat. der preußischen Bibl.en), an der Bibl, der Technischen Hochschule in Berlin-Charlottenburg und zumal in Königsberg/Preußen an der Staats- und UB (1927 – 1945), deren Bücherbestand und Benutzung zu seiner Zeit stark anstiegen. D. veröffentlichte, vor allem in König…

Rose, Valentin

(166 words)

Author(s): W. Schochow
*8.1.1829 in Berlin, † 25. 12. 1916 ebd., Bibliothekar. 1855 — 1905 gehörte der klassische Philologe R. der Kgl. Bibl, zu Berlin an, in der er vom unbesoldeten Hilfsarbeiter zum 1. Bibliothekar und 1886 zum «Vorstand» (Direktor) der neu eingerichteten Hss. Abt. aufstieg. Diese entwickelte er durch das Aufgreifen günstiger Gelegenheiten, nach dem Kauf des Hauptteils der Hamilton-Hss. und zumal durch die Beteiligung am Erwerb der Philipps–Hss., zu einer der führenden Slg. in Deutschland. Intensiv …

Jacobs, Emil

(187 words)

Author(s): W. Schochow
* 25. 4. 1868 in Gotha, † 18. 3. 1940 in Berlin, Bibliothekar und Hss.forscher. Einer traditionsreichen Gelehrtenfamilie entstammend und Urenkel von Friedrich J., studierte J. Altphilologie und Archäologie. Über die Herzogliche Bibl, in Gotha kam er 1894/96 an die Kgl. Bibl, zu Berlin und 1905 an die dortige Hss.-Abt., wo er dank seiner profunden philologischen Bildung das ihm gemäße Betätigungsfeld fand. Nach einem 17jährigen Zwischenspiel als Direktor der UB in Freiburg (1912–1929) kehrte er a…

Wilmanns, August

(398 words)

Author(s): W. Schochow
* 25. 3. 1833 in Vegesack bei Bremen, † 27. 10. 1917 in Berlin, Altphilologe und Bibliothekar. Erster Generaldirektor der Kgl. Bibl. zu Berlin. Schon während seines Studiums in Bonn leistete W. als Assistent («Amanuensis») an der UB bibliothekarische Hilfsdienste bei seinem akademischen Lehrer Friedrich Ritschl. Ihm verdankte er auch eine vorübergehende bibliothekarische Tätigkeit in Freiburg (1870–1871; komm. Leitung der UB). Doch übernahm W. zunächst das Ordinariat für klassische Philologie an…

Hilden, Wilhelm

(75 words)

Author(s): W. Schochow
* 1551 in Berlin, † 19. 9. 1587 in Frankfurt/Oder, Gräzist und (seit 1581) Rektor des Gymnasiums zum Grauen Kloster. Er betrieb dort für kurze Zeit eine vom Kurfürsten Johann Georg privilegierte Druckerei, in der einige seiner Aristoteles-Ausg. erschienen. Er starb als Professor der griech. Sprache und der Mathematik an der Univ. Frankfurt/Oder, wohin er ein Jahr vor seinem Tode berufen worden war. W. Schochow Bibliography Crous, E. in: Gut.-Jb. 1930, S. 226–230.

Diemer, Josef

(132 words)

Author(s): W. Schochow
* 16. 3. 1807 in Stainz/Steiermark, † 3. 6. 1869 in Perchtoldsdorf bei Wien, Germanist und Bibliothekar. Seit 1825 im österr. Bibl.dienst, wurde D. 1851 zum Bibl.Vorstand (Direktor) der UB Wien berufen. Ihr blieb der anerkannte Philologe trotz verlockender Angebote sein weiteres Leben treu. Er gibt so ein frühes Beispiel des sich ausschließlich seiner Bibl, widmenden Berufsbibliothekars. Unter seiner Leitung stiegen Erwerbungsetat, Bücherbestand (auf über 200 Tsd. Bde.) und Benutzung. Auch war D…

Koner, Wilhelm

(128 words)

Author(s): W. Schochow
* 6. 7. 1817 in Berlin, 29. 9. 1887 ebd., Bibliothekar. Nach vorzugsweise philologisch historischen Studien trat K. 1844 in die Kgl. Bibl, zu Berlin ein. 1850 wechselte er zur (bis 1872 formell der Kgl. Bibl, unterstellten) UB Berlin, deren erster hauptamtlicher Leiter er wurde (1873 — 1887). K. suchte die UB zu einem selbständigen, leistungsfähigen Univ.Institut auszubauen und ihr zugleich den Charakter einer öffentlichen Provinzialbibl. für die Provinz Brandenburg zu geben. Publizistisch betät…

Degering, Hermann

(178 words)

Author(s): W. Schochow
* 20. 12. 1866 in Peine, 12. 1. 1942 in Münster; Bibliothekar, Philologe und Hss. -Forscher. Die bibliothekarische Laufbahn führte D. über Bonn und Münster an die Kgl. Bibl./Preußische SB zu Berlin (1908 – 1932). Als Mitarbeiter der Hss.-Abt. und zumal als deren Direktor (1922 – 1932) entfaltete D. eine rege Publikationstätigkeit, die von der Spätantike bis in die frühe Neuzeit reichte und sich zunehmend der Erfassung und Erschließung der Hss.-Bestände des eigenen Hauses zuwandte. Am bekannteste…

Friedrich II., der Große, König von Preußen

(467 words)

Author(s): W. Schochow
* 24. 1. 1712 in Berlin, 17. 8. 1786 in Potsdam. Wie in der Gesch., so schwankt die Einschätzung der Rolle F.s des Großen für das Kultur- und Geistesleben in seiner Epo- Friedrich II., der Große, König von Preußen. Œuvres du philosophe de Sanssouci. Potsdam, Au donjon du château 1750. Letzte Seite des Palladion aus der verworfenen Ausgabe der Œuvres mit Textkorrekturen und Bildunterschrift von der Hand des Königs. Kupferstich von Georg Friedrich Schmidt. che. Unbestritten aber steht, in Zustimmung wie in Abwehr, seine intellektuell überragende, Denken und Wissenschaft…

Stosch, Friedrich Wilhelm

(141 words)

Author(s): W. Schochow
* 1723 in Potsdam, † 27. 12. 1794 in Berlin. S. wurde nach (juristischem?) Studium in Frankfurt/Oder Hofrat in Berlin und Aufseher über die Kgl. Kunst- und Münzslg. (1761). Seit 1756 gehörte er der Kgl. Bibl. an, anfangs als Adjunkt und Zweiter Bibliothekar, von 1765 bis zu seinem Tod in der Nachfolge des wenig hervortretenden Gaultier de La Croze als deren Leiter, doch blieb er zu Lebzeiten Friedrichs des Großen streng an dessen Weisungen gebunden. Erst ab 1786 entwickelte er mehr Eigeninitiati…

La Croze, Mathurin Veyssière de

(130 words)

Author(s): W. Schochow
* 4. 12. 1661 in Nantes, ✝ 21. 5. 1739 in Berlin. C. gehörte seit 1697 der Kurfürstlichen bzw. Kgl. Bibl, zu Berlin und seit 1701 der Preußischen Akad. d. Wiss. an. Er verwaltete zusätzlich, wohl seit 1718, das Kgl. Medaillen- und Antiquitätenkabinett und lehrte seit 1725 zugleich am Collège français. Der einstige Benediktiner galt seinen Zeitgenossen als Sprachgenie und als «wahres Magazin der Wissenschaften» (so Friedrich der Große); außer den klassischen beherrschte er eine Vielzahl weiterer …

Kuhnert, Ernst

(147 words)

Author(s): W. Schochow
*23. 8. 1862 in Rosenberg/Westpreußen, ϯ2 3. 11. 1952 in Göttingen, dt. Bibliothekar. Vier Bibl.en hatte K. nach dem Studium der klassischen Philologie und der alten Gesch. durchlaufen (die UB Königsberg, Marburg, wieder Königsberg und Greifswald, hier zuletzt als deren Direktor), ehe er 1921 von F. Milkau zum Ersten Direktor der Preuß. SB und damit zu seinem Vertreter berufen wurde. Hier widmete er sich in wirtschaftlich schwieriger Zeit neben der Beaufsichtigung des inneren Betriebes bes. Kata…

Hendreich, Christoph

(160 words)

Author(s): W. Schochow
*1630 in Danzig, † 26. 8. 1702 in Berlin, brandenburgischer Historiker und Bibliothekar. Nach einjähriger Lehrtätigkeit in Frankfurt/Oder widmete sich H. seit 1665 fast ausschließlich und engagiert der kurz zuvor der öffentlichen Benutzung zugänglich gemachten Kurfürstlichen Bibl. in Cölln-Berlin. Er ordnete deren Bestände durch eine grob systematische Aufstellung der Bücher, legte die dazu gehörenden Fach-(Standort-)Kat. sowie für jede der sechs gebildeten «Klassen» alphabetische Teilkat. an. F…

Besterman, Theodore

(173 words)

Author(s): W. Schochow
* 18. 11. 1904, † 10. 11. 1976, Psychologe, Philologe, Bibliograph. Dank sorgfältiger Privaterziehung, nimmermüdem Fleiß und stets wachem Wissensdrang wurde B. einer der fruchtbarsten und vielseitigsten Gelehrten, der führende Voltaire-Forscher und Editor seiner Zeit und der wohl bedeutendste Bibliograph unseres Jh.s. Er war Mitglied vieler gelehrter Vereinigungen und ein anerkannter Wiss. organisator. Seine wichtigsten bibliographischen Veröffentlichungen: The Beginnings of systematic Bibliogra…

Becker, Josef

(153 words)

Author(s): W. Schochow
*15. 8. 1883 in Undenheim/Rheinland, †17. 8. 1949 in Berlin, Bibliothekar. Der gebürtige Rheinhesse wandte sich nach einem vorwiegend mediä-vistischen Studium, Schul- und Kriegsdienst erst 35jährig rig dem Bibl.dienst zu. Über Marburg, Berlin, Göttingen kam er nach Breslau (SuUB und StB), erneut nach Göttingen, schließlich zur Preußischen SB als deren I. Direktor (1935–1945). B. vereinte wiss. Begabung mit organisatorischem und Verhandlungsgeschick. So galt sein bibliothekarisches Wirken vornehm…

Lingenberg, Walter

(146 words)

Author(s): W. Schochow
27. 10. 1925 inD anzig, 19· 8. 1987 in Berlin, Bibliothekar. Nach einem durch Kriegseinsatz verzögerten Studium der Mathematik, Chemie und Physik wandte sich L. sogleich der bibliothekarischen Laufbahn zu. Nach der Referendarzeit in Göttingen und Köln übte er diesen Beruf an der SuUB in Göttingen (1953 – 1958) sowie in Berlin aus. Hier wirkte er an verantwortlicher Stelle in der Bibl, der Technischen Univ., der Arbeitsstelle für Bibl.technik (ABT), deren Leiter L. 1969–1978 war, und als Leiter d…

Ippel, Eduard

(156 words)

Author(s): W. Schochow
*9.5.1849 in Berlin, † 26. 10. 1915 ebd., dt. Bibliothekar. Nach dem Studium der klassischen und dt. Philologie trat I. mit 25 Jahren in den Dienst der Kgl. Bibl, zu Berlin, wo er 41 Berufsjahre verbrachte, ab 1901 als Leiter (Abt.-Direktor) der Benutzungs-, zuletzt der Kat.-Abt. Dienstlich widmete sich I. hauptsächlich dem alphabetischen Zettelkat. –er hatte in dieser Eigenschaft maßgeblichen Anteil an der Abfassung und Neubearb der «Preußischen Instruktionen» (1899; 2. Aufl. 1908) –, dem Erwer…

Friedrich Wilhelm, Kurfürst von Brandenburg

(157 words)

Author(s): W. Schochow
* 16. 2. 1620 in Cölln, † 9. 5. 1688 in Potsdam. Für das Bibliothekswesen ist der Name des Großen Kurfürsten untrennbar mit der Eröffnung der «Churfürstlichen Bibl, zu Cölln an der Spree» (vgl. Bd. 1, S. 309) verbunden. Die 1658/1659 beschlossene Freigabe der kurfürstlichen Privatbibl. an eine — begrenzte — Öffentlichkeit erfolgte 1661, zugleich mit der Neuaufstellung der Bücher im «Apothekenflügel» des Hohenzollernschlosses. Den Ausbau der Kurfürstlichen (später Königlichen) Bibl, zu Berlin för…

Fritz, Gottlieb

(153 words)

Author(s): W. Schochow
* 16. 11. 1873 in Harlingerode/Harz, 22. 7. 1934 in Berlin, Volksbibliothekar. Nach germanistischem und altsprachlichem Studium gewann er aus allg. volksbildnerischem Antrieb früh den Zugang zur ÖB, der er als Reformer und ideenreicher Kopf zeitlebens treu blieb. Über die Hamburger «Öffentliche Bücherhalle» kam er schon 1900 als Leiter an die Charlottenburger Volksbücherei, die er zu einer modernen und leistungsfähigen Bildungsbibi, ausbaute. Die Berufung an die Spitze der zentralen Berliner Sta…

Heyse, Karl Wilhelm Ludwig

(104 words)

Author(s): W. Schochow
* 15. 10. 1797 in Oldenburg, † 25. 11. 1855 in Berlin. H., Sohn eines Sprachforschers und Vater des Dichters Paul H., lehrte als Schüler von August Böckh an der Berliner Univ. klassische und allg. Sprachwissenschaften. Er publizierte, z.T. in der Nachfolge seines Vaters, Arbeiten zur dt. Wortforschung und Grammatik und zur vergleichenden Sprachwissenschaft. Von seiner reichen Privatbibl. dt. Lit. des 16. und 17. Jh.s erwarb die Kgl. Bibl, zu Berlin zur Ergänzung ihres schon damals ansehnlichen germanistischen Bestandes u. a. die geschlossene Slg. von Volksliedern (über 1000 Bde.). W…

Hoecker, Rudolf

(144 words)

Author(s): W. Schochow
* 4.2.1889 in Buenos Aires, † 1. 5. 1976 in Berlin, Bibliothekar. Nach dem Studium in der ungewöhnlichen Kombination Kunstgesch. und Volkswirtschaft gehörte H. 1916–1930 der Kgl. Bibl./ Preußischen SB und 1930 – 1933 als Direktor der UB Berlin an. Aufgrund des «Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums» zwangsbeurlaubt, wurde H. als Bibl.Rat an die Bibl, der Technischen Hochschule Berlin-Charlottenburg versetzt (1936–1945), wo er Fachreferats- und Dokumentationsaufgaben wahmahm. 1945/…

Schwenke, Paul

(392 words)

Author(s): W. Schochow
* 20. 3. 1853 in Langendembach (Thüringen), † 19. 12. 1921 in Berlin, Bibliothekar und Buchwissenschaftler. Der klassische Philologe ergriff als 22jähriger den bibliothekarischen Beruf. Über die UB Greifswald (1875), Kiel (1879), Göttingen (1887) und Königsberg (1893 als Direktor) kam er 1899 als Leiter der Druckschriftenabt. an die Kgl. Bibl. zu Berlin. Hier berief ihn F. Althoff 1906 auf den neu geschaffenen Posten des «Ersten Direktors», damit er «als Techniker» dem Gelehrten Karl Gustav Adol…

Christ, Karl

(133 words)

Author(s): W. Schochow
* 16. 3. 1878 in Geisenheim, 16. 12. 1943 in Berlin (während eines Luftangriffs), Bibliothekar. Nach neusprachlichem Studium, nach bibliothekarischen Lehr— und Wanderjahren (Kassel, Gottingen, Rom, Berlin) bewährte sich C. in der Bibl.verwaltung als Direktor der UB in Halle und Breslau (1921 —1932) sowie als Honorar–Professor für Bibl.wissenschaft. In der Leitung der Hss.Abt. der Preußischen SB (1932 bis 1943) fand er das Ziel seiner wiss.–bibliothekarischen Wirkungsmöglichkeit. Durch seine mit …

Schrader, (Johann Eduard) Julius

(119 words)

Author(s): W. Schochow
* 28. 12. 1808 in Berlin, † 16. 6. 1898 ebd., Bibliothekar. Nach dem Studium der Naturwissenschaften, insbes. der Botanik, gehörte S. 1835–1881 der Kgl. Bibl. zu Berlin an, seit 1864 als Leiter der Kataloge. Seine herausragende Leistung ist der in Anlehnung an das Göttinger System geschaffene Real-kat. der Kgl. Bibl. (1842–1881). Dieser auf der Vierfakultätentradition beruhende Berliner Sachkat. wurde zum Vorbild für viele wiss. Bibl.en. S. war eine selbstbewußte und kritische, ganz «der nüchternen Arbeit» (G. Leyh) verpflichtete, dabei hoch geachtete Persönlichkeit. W. Schoch…

Pertz, Georg Heinrich

(173 words)

Author(s): W. Schochow
*28.3.1795 in Hannover, † 7. 10. 1876 in München, Historiker, Archivar, Bibliothekar. Der langjährige wiss. Leiter der «Monumenta Germaniae Historica» sowie Kgl. Hannoversche Archivar und Bibliothekar (1823-1842) wurde auf Vorschlag von Leopold von Ranke zum Oberbibliothekar der Kgl. Bibl, in Berlin berufen. Unter der straffen, mitunter eigenwillig ausgeübten Amtsführung von P. (1842-1873) nahm die Bibl, sowohl materiell wie personell einen beträchtlichen Aufschwung. Seine engen Beziehungen zum …

Catalogue général des livres imprimés de la Bibliothèque Nationale

(198 words)

Author(s): W. Schochow
(Paris). Nach dem Vorgang der vergleichbaren Bibl. en in London und Washington hat auch die Pariser BN am Ende des 19. Jh.s begonnen, ihren Druckschriftenbestand durch einen gedruckten Kat. allg. zugänglich zu machen. Doch zog sich bei großer Genauigkeit der bibliographischen Beschreibung die Drucklegung ungewöhnlich in die Länge, so daß das ins Auge gefaßte Ziel einer umfassenden und zugleich modernen retrospektiven Allgemein–Bibliographie wegen mangelnder Aktualität und des vorläufigen Verzich…

Schmidt-Ott (bis 1920 Schmidt), Friedrich

(180 words)

Author(s): W. Schochow
* 4.6.1860 in Potsdam, † 28. 4. 1956 in Berlin, Kulturpolitiker. Nach juristischem Studium stieg S. – einmalig in der preußischen Ministerialbürokratie – in ders. Behörde vom Hilfsarbeiter (1888) zum Kultusminister (1917–1918) auf. Von F. Althoff berufen, wurde er dessen engster Mitarbeiter, dann einer seiner Nachfolger. Als Referent für die nichtuniversitären wiss. Einrichtungen war er zuständig auch für die staatlichen Bibl.en und sorgte zielstrebig für deren Ausbau, so in Posen (Kaiser-Wilhel…

Milkau, Fritz, 2

(459 words)

Author(s): W. SchochoW
8.9.1859 in Lötzen, Ostpreußen, 23. 1. 1934 in Berlin, dt. Bibliothekar. M. begann seine Berufslaufbahn nach dem Studium der klassischen und dt. Philologie mit dem Volontariat in Königsberg. Bibliothekarisch verstand er sich vor allem als ein Schüler von Wilhelm Erman, der seinen Berufsweg in Berlin und Bonn forderte (1891—1897), und von Friedrich Althoff, dessen enger Gehilfe («bibliothekarischer Hilfsarbeiter») er im preußischen Kultusministerium für organisatorische und Laufbahnfragen war (18…

Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK)

(351 words)

Author(s): S. Heinlein | W. Schochow
Die SPK ist eine bundesunmittelbare Stiftung des öffentlichen Rechts mit dem Auftrag, die ihr übertragenen Kulturgüter des ehemaligen Staates Preußen (aufgelöst durch Kontrollratsbeschluß der Besatzungsmächte in Deutschland vom Februar 1947) zu «ergänzen, unter Beachtung der Tradition den sinnvollen Zusammenhang der Sammlungen zu erhalten und eine Auswertung dieses Kulturbesitzes für die Interessen der Allgemeinheit in Wissenschaft und Bildung und für den Kulturaustausch zwischen den Völkern zu …

Berlin

(7,920 words)

Author(s): K. Appel | R. Mahlke | W. Schochow | H. Steinberg
Buchdruck. Um 1520 ist die Tätigkeit des Buchbinders Hans Gesottenwasser in Berlin urkundlich belegt. Der nachweislich erste Berliner Buchdrucker war Hans Weiß, den Kurfürst Joachim Friedrich 1539 aus Wittenberg berief. Ein Jahr später druckte er die «Kirchenordnung im Churfürstenthum der Marken zu Brandenburg». Danach ruhte das Gewerbe für lange Jahre. 1574 gründete Leonhard Thumeysser eine Offizin, die nach seinem Tod auf seinen Setzer Michael Henteke, dann auf seine Witwe und deren zweiten Man…
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